Gedanken einer Ausländerin: Die Nazis kommen! – Ein deutsches Medienmärchen

Fast täglich senden mir besorgte Freundinnen „Lageberichte“, die mich über Merkels Politik und deren Folgen informieren. Einhelliger Tenor: „Deutschlands Zukunft wird geopfert, um den Willen einer Frau durchzusetzen.“ Ich sehe das anders. Zwar erleben wir Merkels Willen, die Deutschland im Sinn einer Staatsratsvorsitzenden regiert, aber auch sie ist nur eine Marionette.

Sozialromantiker vs Realos

Boris Palmer und Sahra Wagenknecht sind die einzigen „Linken“, mit denen ich noch einigermaßen konform gehen kann. Aber sie sind isoliert und werden als „Verräter“ bezeichnet. Das wirklich böse Wort „Nazi!“ auszusprechen, hat bisher noch keiner gewagt. Das sparen sich linke SozialromantikerInnen für AfD-PolitikerInnen und normale BürgerInnen, die aus Angst um ihre Kinder demonstrieren.

Ein Teil meiner FreundInnen sind GRÜNE oder Linke. Im Gegensatz zu den weltfremden Abgeordneten im Bundestag zählen sie zur Realo-Fraktion. Auch wir wollen wirklichen Flüchtlingen helfen. Aber unser Fokus liegt auf Angehörigen der LGBT-Community und Christen, die ihre sexuelle Orientierung und ihren Glauben verbergen mussten.

Als überwiegend lesbische Frauen, haben wir den unkontrollierten Zustrom junger Männer schon im Herbst 2015 kritisiert. Warum ist klar, das Frauenbild im Islam ist archaisch. Wir haben, im Gegensatz zu vielen unserer Hetero-Schwestern, die Gefahr sofort erkannt. Nur wenige haben auf uns gehört, den Preis dafür zahlt Deutschland täglich.

Mediale Gleichschaltung

Der Journalist Matthias Mattusek findet auf der Leipziger Buchmesse deutliche Worte zur Flüchtlingskrise und Willkommenskultur. Ganz offen spricht er von einer „gespenstischen, selbst auferlegten Gleichschaltung der Medien, die sich in einer Weise konformistisch verhalten hätten, wie die DDR-Presse.“ Wer Beweise fordert sollte die Studie der Otto-Brenner-Stiftung lesen. Demnach haben fast 83 Prozent der deutschen Medien im Sinn der Regierung über die Krise berichtet.

Der erste Schock kam mit der Kölner Silversternacht, danach begann diese Phalanx langsam zu bröckeln. Aber noch immer schreibt ein Großteil der Presse positiv über Deutschlands Sonderrolle. Getreu dem Motto „Am deutschen Wesen soll die Welt genesen.“ Das haben mehrere deutsche Mädchen mit dem Leben bezahlt.

Zwar hat die linke Presse noch gejubelt, als endlich ein Deutscher der Täter im Fall der erst 14 Jahre alten Keira war, aber diese Freude ist unter den Messerstichen eines Afghanen gestorben, der nun in Flensburg Mireille ermordet hat. Wie viele sogenannte Einzelfälle müssen folgen, bis die Politik endlich Konsequenzen zieht?

Vermutlich werden nun erneut handverlesene und eilig in Talkrunden geholte ExpertInnen erklären, dass auch dieser Täter traumatisiert durch Bürgerkrieg und Flucht gewesen ist. Der deutsche Michel wird das so lange glauben, bis es die eigene Tochter trifft. Vielleicht sollte man besser auf einen wirklichen Experten hören, der genau dieses Thema angesprochen hat.

„In der Psychologie werde angenommen, dass die Persönlichkeit eines Menschen spätestens bis zum 20 Lebensjahr, aber eigentlich schon bis zum 12 Lebensjahr ausdifferenziert sei“, hat der Psychiater Dr. Christian Peter Dogs. „Charakter, Temperament und Persönlichkeit seien danach kaum noch zu verändern.“

 

 

Lückenpresse

Anke (Name geändert), die schon bei der ersten Demonstration in Kandel war, ist auch  am 03.März dabei und hat sich  die „Nazis“ angesehen. Offizielle Zahlen sprechen von 4.500 Menschen. Natürlich durchweg Rechtsextreme. Kurze Pause, harter Schnitt.

Polizeibericht Kandel: „Etwa 4.500 Personen demonstrierten nach Schätzungen der Polizei am Samstagnachmittag bei vier Versammlungen in Kandel. Das polizeiliche Einsatzkonzept sah vor, mögliche Ausschreitungen zwischen gewaltbereiten Demonstranten aus der rechten und linken Szene bereits bei der Anreise zu verhindern und das Versammlungsrecht für alle Teilnehmer zu gewährleisten.“ Das klingt nüchtern und besser, als es die Systempresse verlauten lässt.

„AfD und Rechtsextreme demonstrieren in Kandel“, schreibt t-online. Unverständnis bei Anke, der ich die Schlagzeile maile. „Das ist eine absolute Frechheit!“, schreibt sie. „Ich bin doch kein Nazi!“ „Waren AfD-PolitikerInnen dort?“, will ich wissen, was Anke bejaht. „Wo ist das Problem?“, fragt sie. „Werden Morde mit der politischen Meinung aufgerechnet? Auch Linke haben ihre Opfer schon immer instrumentalisiert.“ Was absolut der Wahrheit entspricht, aber bekanntlich bestimmen die (Wahl)Sieger was in einem Land geschieht.

Bevor es weitergeht eine Analyse der Überschrift, die nur als manipulativ und suggestiv zu bezeichnen ist. Sie impliziert ganz im Sinn eines linken Hetzblattes, dass in Kandel AfD-Mitglieder und Rechtsextreme gemeinsame Sache machen und stellt sie damit auf eine Stufe.

Der SWR schießt den Vogel ab und behauptet unter der Überschrift Flagge zeigen gegen Rechts: „Rund 3.500 Rechtsextreme haben am Wochenende in Kandel (Kreis Germersheim) gegen die Flüchtlingspolitik demonstriert …“ Eine glatte Lüge. Wie war das noch mit den fast 83 Prozent?

Die Radikalen

Anke ist Lehrerin mit Hauptfach Sozialkunde und Deutsch und verneint vehement, dass es dort lediglich Rechtsextreme gab. Dazu gleich mehr. Videos zur Demo in Kandel finden sich haufenweise. Sie zeigen deutlich, dort demonstrierten überwiegend normale BürgerInnen. Aber vermutlich hat der SWR nur das Wort rechtsextrem nicht verstanden. So wenig wie Malu Dreyer, die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz. Nachhilfe kommt vom Verfassungsschutz:

In der politischen Auseinandersetzung werden die Begriffe „rechtsextrem“ bzw. „rechtsradikal“ häufig synonym verwendet. Das Bundesamt für Verfassungsschutz hat die Abgrenzung zwischen (Rechts-)Radikalismus und (Rechts-)Extremismus klar definiert.

„Als extremistisch werden die Bestrebungen bezeichnet, die gegen den Kernbestand unserer Verfassung – die freiheitliche demokratische Grundordnung – gerichtet sind. Über den Begriff des Extremismus besteht oft Unklarheit. Zu Unrecht wird er häufig mit Radikalismus gleichgesetzt. So sind z.B. Kapitalismuskritiker, die grundsätzliche Zweifel an der Struktur unserer Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung äußern und sie von Grund auf verändern wollen, noch keine Extremisten.

Radikale politische Auffassungen haben in unserer pluralistischen Gesellschaftsordnung ihren legitimen Platz. Auch wer seine radikalen Zielvorstellungen realisieren will, muss nicht befürchten, dass er vom Verfassungsschutz beobachtet wird; jedenfalls nicht, solange er die Grundprinzipien unserer Verfassungsordnung anerkennt.“

Zurück zu Kandel, zurück zu den angeblichen Extremisten. „Waren viele davon da?“, will ich wissen. „Nein“, schreibt mir Anke. „Wie schon bei der letzten Demo, habe ich einige komische Gestalten gesehen, die Parolen gerufen haben. Aber das war wirklich nur kurz, die Mehrheit der Demonstranten waren normale Bürger!“ Ja was bitte stimmt denn nun? Vielleicht sollte ich beim nächsten mal selbst nachschauen und darüber berichten.

Märchenstunde

Maria, Mia und nun Mireille stehen stellvertretend für alle deutschen Opfer der Flüchtlingskrise. Und deren Zahl steigt weiter an. Das ist keine Lüge und vor allem keine Hetze, die Übergriffe sind traurige Realität. Es ist die Qualität der Straftaten, die Migranten von deutschen Tätern unterscheiden. Das Messer sitzt nun einmal locker in einer Kultur, die auf Gewalt und Stärke basiert.

Das Märchen der hochqualifizierter Flüchtlinge, hat schon der aus Syrien stammende Professor Bassam Tibi ad absurdum geführt. Wörtlich sagte er 2016: „Ich habe sicherlich in den letzten eineinhalb Jahren mit mehreren Tausend Syrern gesprochen, ob in Göttingen, Frankfurt, Berlin, München. Die meisten von ihnen, habe ich am Dialekt festgestellt, sind keine Städter, sondern vom Land. Und unter ihnen gibt es viele Antisemiten. Dieser Kultur habe ich mich sehr entfremdet. Unter all den Leuten, die ich sprach, war übrigens kein einziger Arzt und auch kein Ingenieur.“

In einem Essay, das ganz bezeichnend nicht in der deutschen Presse erschien, geht Professor Tibi noch einen Schritt weiter. „Unter den Leuten aus meiner Heimat Syrien, die nach Deutschland flüchten, befinden sich auch manche, die zuvor ihre Nachbarn ermordet haben – nicht alle sind Engel, Ingenieure und hochgebildete Akademiker, wie deutsche Medien suggerieren.“

Noch bevor Robin Alexanders Buch „Die Getriebenen“ erschienen ist, habe ich vor Merkels Politik der offenen Grenzen gewarnt. Als Beispiel nenne ich meinen im Oktober 2016 veröffentlichten Beitrag „Die Diktatur des Narrativs“, der mir neben Zustimmung auch offene Ablehnung einbrachte. Heute, im März 2018, frage ich, wo all die KritikerInnen geblieben sind.

Gewalt hat einen Namen

Dass vielleicht doch die völlig andere Kultur, die soziale Prägung ein Grund dieser Morde ist, auf diese Idee wollen nur wenige in Deutschland und in der Regierung Merkel kommen. Stattdessen werden KritikerInnen als „Fremdenfeindlich“ und „Rassisten“ denunziert. Aber der Islam ist keine Rasse und Islamismus kein herausgelöstes Teil. Sonst hätte es auch einen Christianismus gegeben und der hat als Begriff niemals existiert.

Christen wie Muslime haben seit jeher im Namen ihres unbeweisbaren Schöpfergottes Gräueltaten ausgeführt, die meist einen politischen Hintergrund hatten. Aber während Christen die Aufklärung kennen, ist die im Islam noch immer unbekannt.

Der marxistische Wissenschaftler Hartmut Kraus, der die Ideologie des Islam heftig kritisiert, wird von seinen GegnerInnen zum „Nazi“ abgestempelt, was viel über den Intellekt jener verrät, die er in nüchterner Gelassenheit als „Pseudolinke“ bezeichnet. Warum, so fragt man sich, darf das Christentum kritisiert werden, der angeblich so friedliche Islam dagegen nicht.

Götter und Rassisten

Zum größten Teil liegt das an jenen Fanatikern, die den Koran als Wort ihres unbeweisbaren Gottes ansehen. Ich kenne in Deutschland geborene Muslime, die den Kopf darüber schütteln und den Koran für eine Art Märchen aus 1001 Nacht halten. Den Koran hat kein Gott geschrieben, das waren Menschen ihrer Zeit. Diese haben eine politische Ideologie geschaffen haben, die „Unterwerfung“ heißt.

Fanatiker, die es in allen Kulturen gibt, haben den Koran für ihre politischen Zwecke missbraucht, um andere zu unterdrücken. Am einfachsten geht das natürlich bei den eigenen Frauen, die nur noch Menschen zweiter Klasse sind. Iran, Afghanistan und Saudi-Arabien sind erschreckende Beispiele dafür. Aber deutsche Feministinnen bejubeln das Kopftuch als Befreiung. Wer das kritisiert gilt als „Rassist!“

Bei jedem Opfer, egal ob Frau oder Mann, das einem feigen Mord zum Opfer fällt, werde ich zorniger. Ebenso bei jedem Aufmarsch der Antifa, die normale  BürgerInnen beschimpfen und „Deutschland, du mieses Stück Scheiße“ rufen. Und doch wäre ich an ihrer Seite, wenn es wirklich gegen Nazis ginge.

Dumm nur, die sind schon lange tot. Die Glatzen mit den Springerstiefeln sind eine (vom Verfassungsschutz geführte) Minderheit. Wer das bezweifelt, der darf sich gern über die Geschichte der NPD informieren. Einer ihrer Gründer, Adolf von Thadden, war ein V-Mann des britischen Geheimdienstes MI6.

Deine Meinung – Meine Meinung – Eine Meinung?

Das Kandeler Frauenbündnis, das nach der Ermordung Mias gegen sexuelle Gewalt protestiert, sieht sich massiver Kritik gegenüber, die auch von anderen Frauen kommt. Angesichts der vielen Morde fällt Neutralität schwer. Hier hilft intensive Recherche. Thematisiert haben die Gegnerinnen des Kandeler Bündnisses:

„Es ist kein Bündnis für Frauen. Es ist eine perfide Art und Methode, offener Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Frauenfeindlichkeit einen Schafspelz überzuziehen. Hier wird nicht sexualisierte Gewalt angeprangert, hier wird ein existentielles Thema für fragwürdige politische Zwecke instrumentalisiert.“

Natürlich ist es legitim eine Meinung zu haben, aber wer ein „existentielles Thema für fragwürdige politische Zwecke instrumentalisiert“ ist offensichtlich. Wo ist die Bereitschaft zum Diskurs, dem gemeinsamen Schulterschluss? Das Bündnis hat sich zu den Vorwürfen geäußert und mit Humor die wahren Frauenfeinde entlarvt. Gut finde ich, dass die Kandeler Frauen nun auch die sexuelle Gewalt von Deutschen ansprechen. Diesen Vorwurf hatte ich vor einer Weile der Aktion #120db gemacht, die nicht explizit darauf verwiesen hat.

Wohin Ausgrenzung führen kann, was es bedeutet, wenn sich die mediale Macht auf normale BürgerInnen stürzt, darf jeder im Selbstversuch praktizieren, indem er sich zum Schein als AfD-WählerIn zu erkennen gibt. Ungefährlich ist anders. Ich prognostiziere gewisse Probleme und das ist noch harmlos ausgedrückt.

Audiatur et altera pars

„Audiatur et altera pars – Man höre auch die andere Seite“, ist ein Grundsatz römischen Rechts, das seine Entsprechung im deutschen Grundgesetz findet: „Vor Gericht hat jedermann Anspruch auf rechtliches Gehör.“  Oft verweigern Linke dieses Recht. In vielen Diskussionen, die ich im Kreis meiner linksgrünen FreundInnen führte, habe ich diese Unsitte festgestellt. Was leider auch für viele Rechte gilt, die auch nur Parolen brüllen.

Wobei das kein exklusives Problem politischer AktivistInnen ist, wir sprechen von einem deutschen Problem. Voltaire hat einmal (sinngemäß) gesagt: „Ich hasse, was du sagst, aber ich werde mich immer dafür einsetzen, dass du es sagen darfst.“ In Deutschland heißt der Satz anders: „Ich hasse, was du sagst, und ich werde Mittel und Wege finden, dich von künftigen Diskussionen auszuschließen!“

„Den deutschen Debatten fehlt es generell an Toleranz“, sagte der der Historiker Heinrich August Winkler. Genau so habe ich in den letzten Jahren viele Kommentare erlebt. Persönliche Angriffe und / oder Beleidigungen statt wirklicher Argumentation sind ein Armutszeugnis.

Fazit: Sich sachlich zu streiten, den Austausch zu suchen, all das kann belebend für die eigene Meinung sein. Aber selbst im Zeitalter von Globalisierung und Internet, ist Hegels Philosophie der Dialektik noch immer (wieder!) weitgehend unbekannt. Ein erneutes Armutszeugnis.

Vielleicht versteht der Konservative im Diskurs die Motive eines Linken besser, wenn der das Kapital kritisiert und gegen den Faschismus wettert. Und vielleicht werden weltoffene Linke einen Verbündeten bei einem Konservativen finden, wenn es gegen den Neoliberalismus und Gewalt gegen Andersdenkende geht.

Vielleicht erkennen nach einer Weile beide, dass man wirklichen Kriegsflüchtlingen auch weiter helfen kann, aber die unkontrollierte Einwanderung von reinen Wirtschaftsmigranten zur Überforderung der Gesellschaft und enormen Spannungen führt. Die Bombe tickt beständig.

Ganz bestimmt muss sich dafür einiges in Deutschland (Europa) ändern. Den Anfang haben nun Autoren, Publizisten, Künstler und Wissenschaftler mit einer gemeinsamen Erklärung gemacht. Vielleicht ist das der zaghafte Neubeginn für ein Umdenken in Politik und Presse.

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18 Kommentare zu “Gedanken einer Ausländerin: Die Nazis kommen! – Ein deutsches Medienmärchen

  1. die Beklommenheit, mit der ich mein „gefällt“ unter deinen lesenswerten Beitrag setze, spricht Bände. Denn leider braucht es Mut, das Vernünftige und Offensichtliche zu sagen, dass Europa nicht Europa bleiben kann, wenn es die Tore für jedermann aufmacht. Dass Europa dann zu einem rassistischen antisemitischen, frauenfeindlichen intoleranten anti-aufklärerischen Zerrbild seiner Selbst mutiert – sei es wegen der Mentalität der Menschen, die hereinkommen, sei es wegen der Reaktionen der Einheimischen von links und von rechts, die sich gegenseitig hochschaukeln und verstärken.
    Du schreibst „Gedanken einer Ausländerin“ – und du outest dich als Lesbe, du sprichst von linken und grünen Freunden, du distanzierst dich von AfD, du äußerst deine Bereitschaft, gegen echte Nazis zu demonstrieren – das alles schützt dich vielleicht vor allzu gemeinen Angriffen. Vor deinen Freunden schützt es dich nicht, Sie werden dich misstrauisch beäugen, vielleicht dir die Freundschaft aufkündigen. Außer dass ich keine Lesbe bin, trifft das alles auch auf mich zu, und ich habe es schmerzhaft erfahren. Dennoch würde ich mich als eine der wenigen noch übrig gebliebenen „echten Linken“ bezeichnen. Mit herzlichem Gruß

    • Vielen lieben Dank für deinen Kommentar. Die von dir angesprochene Beklommmenheit erlebe ich zur Zeit wieder. Bei anderen wohlgemerkt. Seit Kindertagen habe ich niemals ein Blatt vor den Mund genommen. In Japan gibt es so gut wie kein „Nein!“, genau dieses Wort habe ich schon immer geliebt. Für die Freiheit einzustehen und gegen Ungerechtigkeit zu kämpfen, Intoleranz abzulehnen, wie auch eine menschenfeindliche Politik, hat zusammen mit einem gesunden Feminismus, schon immer mein Leben bestimmt. Okay, ab und an bin ich dann doch bei Mann übers Ziel hinausgeschossen. Aber die hatten es verdient. Ja.

      Ich habe schon vor Jahren mit der NPD, der AfD und mit dem letzten Rest der Republikaner in Düsseldorf geredet. Was ist dabei? Das sind auch nur Menschen, die eine Meinung vertreten. Solange sie im Rahmen der Gesetze bleibt, ist sie zu achten. Muss ich sie teilen? Nein. Die andere Meinung wird zur Zeit massiv bekämpft! Ja, ich meine bekämpft! Und das ruft meinen Widerstand auf den Plan. Weder eine CDU noch eine LINKE, weder SPD noch AfD sind allwissend oder unfehlbar. Und GRÜN hat fertig für mich. Würde man aber miteinander statt gegeneinander reden, die Probleme wären lösbar. Stattdessen geht es nur um Macht, Macht und Macht. Wir, die BürgerInnen, interessieren keinen mehr.

      Wir waren am Wochenende auf der der Leipziger Buchmesse (Bericht folgt) und durften dort die Geistesgrößen der Antifa bewundern. Viel mehr als armselige Parolen kam von denen nicht. Verlage gegen Rechts? Wann brennen die ersten Bücher?

      Mit genau solchen Aktionen, mit der Gleichschaltung von Politik und Medien, wird Unrecht zu Recht erklärt, die Moralkeule geschwungen, werden Andersdenkende vernichtet. Und es sind genau solche Aktionen, die mich nicht nur zum Stand von „Der Freitag, Neues Deutschland und Hanser Verlag etc.“, sondern auch zum Antaios-Verlag und der Jungen Freiheit führten. Ich habe dort keine Nazis, aber linke Brüllkinder gesehen. „Pseudolinke“ gefällt mir in diesem Kontext immer besser, Harmut Krauss hat das treffend formuliert.

      Ich habe auch mit einem Aktivisten der Identitären gesprochen. Der junge Mann hat Angst um seine Zukunft, das kann ich als Fazit sagen. Und so geht es vielen, die sich nun politisch betätigen. Allerdings, und auch das muss man klar differenzieren, gibt es in diesem Lager auch wirkliche (im Rahmen der Gesetze) Radikale mit Hang zum Extremismus. Wobei der meiner Meinung nach (Mit mehr Zeit kommt dazu noch ein Bericht) oft durch Ausgrenzung entsteht. Vielleicht ist das sogar gewollt. Schau dir an was passiert. Das riecht nacht Weimar, Links prügelt sich mit Rechts. Was soll das frage ich? Die Antwort darauf stand schon in anderen Beiträgen.

      Ich bin „out“ seit vielen Jahren. Genauer seit ich 16 bin. Das war für mich weniger ein Problem. „Mama, Papa, ich muss euch was sagen …“ Tränen bei meiner Mama und ernstes Nicken bei Papa, dann wurde alles gut. Sie ahnten es bereits. Homophobie habe ich durchaus erlebt, weniger Fremdenfeindlichkeit. Aber, und auch diese Gefahr sehe ich, das kann kippen. JapanerInnen in Deutschland waren nie ein Problem, hier gibt es keine Yakuza (Verbrecher). Für Mann (Frau auch) oft unverständlich, wieso ich Probleme mit anderen (männlichen) „Ausländern“ hatte. Hatte ich keine, die hatten welche mit mir. Wer ein Frauenbild aus der „Steinzeit“ hat, ist bei mir verkehrt.

      Du bist nicht die einzige, und wirst auch nicht die einzige bleiben, die von FreundInnen im Stich gelassen wird, wenn sie eine politisch unkorrekte Meinung vertritt. Ich beobachte das seit einer Weile. Meine Mädels, egal ob nun Linke, GRÜNE oder was auch immer, halten in der Sache zusammen, auch wenn wir in Teilbereichen anderer Meinung sind. Wobei alle die Massenzuwanderung ablehnen und bei jedem Mord die (kleinen) Fäuste ballen, um es bildlich auszudrücken. Schlimmer noch als das, geht das überhaupt, ist das Kartell des Schweigens und wie man mit der Angst von BürgerInnen umgeht. Wobei die Gefahr der Instrumentalisierung von Aktionen immer besteht, das ist keine Frage.

      Bei den GRÜNEN galt ich schon immer als eher (liberal) konservativ. Tatsächlich kann ich mit dem „rechten Flügel“ der SPD mehr anfangen, finde aber auch Gemeinsamkeiten bei der CDU und sehe im Marxismus kein Teufelswerk. Adorno ist immer interessant, auch wenn ich nicht immer seiner Meinung bin. Deutschland abschaffen wollte der nicht.

      Die AfD ist ein Symptom unserer Zeit. Auch wenn ich sie kritisch sehe, ihre Präsenz zeigt Wirkung bei den Altparteien. Ich habe einige Debatten gesehen, die zwar noch holprig aber durchaus erfrischend waren. Als Japanerin kann ich das in Ruhe genießen, Herrn Abe wählen (böse, böse, böse!), für unseren Kaiser sein und doch meine Stimme gegen eine deutsche Politik erheben, die dieses Land und seine Menschen verachtet. Das bin ich Deutschland schuldig.

      Viele Grüße aus Düsseldorf

  2. Sicher war mein Charakter in jugendlichen Jahren schon recht ausgeprägt, doch das heißt ja nicht, dass ich nicht lernfähig gewesen wäre, obwohl ich im Herzen ein Queroland geblieben bin, nur habe ich diese Eigenschaft für mich genutzt, nicht gegen mich. Insofern muss man sich schon über die Expertenmeinung eines Professors wundern, aber wegen dieser Meinung wurde er wahrscheinlich letztendlich eingeladen. Wieder zieht sich das Hohelied der Manipulation durch deinen Beitrag, egal von welcher Partei oder welchem Medium. Allesamt versuchen uns von irgendetwas zu überzeugen und für fast alles gibt es eine passende Statistik, wie immer. Dazu habe ich schon vor 30 Jahren gesagt, „esst mehr Scheiße, denn miliarden Fliegen können nicht irren“ und was soll ich sagen? Die Menschen haben es dann auch brav gemacht. Ob unter Kohl, Schröder oder Merkel ist schon fast belanglos, denn das Endergebnis war immer dasselbe. Die Verschiebung des Kapitals nach oben. Wenn sich ein Herr Spahn über Hartz IV auslässt hat er nicht völlig Unrecht, denn arbeiten lohnt sich für viele Einkommengruppen nicht mehr, nur liegt das nicht an dem SGB II, sondern an der miesen Entlohnung in unserem Land, wo es sich gut und gerne leben lässt, aber eben nicht für die unteren 10 Millionen. Da bleiben zwar 70 Millionen, die diesem Satz zustimmen würden, doch so einfach kann man nicht über so viele Bürger hinweggehen, also werden Schreckgespenster erzeugt und dabei helfen die Medien, wenn zum Beispiel Betriebe demonstrativ Flüchtlinge einstellen und sogar ausbilden und diese „Projekte“ weiter fortsetzen wollen, weil sie Fachkräftemangel haben. Mag ja sein, aber sie haben dann eben vergessen zu erwähnen, dass diese herbeigezauberten Azubis vom Staat gefördert werden und damit normale Bewerber verdrängen, die eben nicht bis zu 50 Prozent der kompletten Ausbildung von der Agentur für Arbeit bezahlt bekommen. Zwar sinkt die Anzahl der langfristigen Hartz IV Empfänger seit Jahren, aber auch dieser Erhebung würde ich kein uneingeschränktes Vertrauen schenken. Genau so verhält sich ebenfalls mit rechten oder linken Gruppierungen, ob draußen auf der Straße oder im Bundestag. Ich würde mir den normalen Umgang mit diesen Menschen wünschen, was heißt, im Bundestag arbeite ich mit jedem professionell zusammen und entlarve damit die Nichtskönner (das könnten dann mehr als nur Rechte oder Linke sein) und auf der Straße verhafte ich Kriminelle und lasse diese nicht weiter dem Bürger auf der Nase rumtanzen, nur weil der Verfassungsschutz diese Zielgruppen beobachten will. Dafür benötigte es weder neue Gesetze, noch tausende neuer Polizisten, aber ich muss beiden politisch den Rücken stärken und mit der Technik aussatten die Kriminelle schon lange haben. Wird das gelingen? Natürlich nicht, denn es gibt zu viele andere Interessenslagen, ob politisch, kommerziell oder sozial und so werden wir als Staat weiter wurschteln und uns lieber über Trump, Putin oder Kim sonstwas aufregen, denn die haben ja echte Probleme und sind gefährlich, während wir im Paradies leben.

    Übrigens der Satz von Voltaire ist leider von ihm nie gesagt worden, sondern von einer Verlegerin der Werke von Voltaire, so um 19. hundert herum. Es war also eine Frau, der dieses Zitat zuzuschreiben ist. Ich bin erstaunt, dass du dies nicht gewußt hast liebe Mayumi 😉

    • Wenigstens in Bezug auf que(e)r denken sind wir einer Meinung, lieber Arno. Auch Voltaire (und seine Verlegerin), hätte(n) dem zugestimmt.

      Von meiner Freundin Linda weiß ich, wie übel es bei der Polizei aussieht, wie von der Politik allein gelassen, die BeamtInnen sind. Das war für sie der Grund dort zu kündigen und eine eigene kleine Security zu gründen. Die übrigens Hochkonjunktur hat! Ist schon witzig, wenn sich angeblich so tolerante Promis, von PersonenschützerInnen begleiten lassen, die auch Frau und Tochter zum Kaufhaus oder zur Schule bringen. Vor wem haben die bloß Angst?

      Als wir auf der Leipziger Buchmesse waren sagte Yuki, dass sie einen Schatten fühle, der über den Menschen liegt. Ich habe genickt und „Ja“ gesagt. Selbst dort, wo eigentlich freies Denken herrschen sollte, gab es enge Grenzen und wenig Verstand. Wobei die Antifa sich wirklich erbärmlich präsentierte, das kann ich ganz klar sagen.

      Interessant für mich sind immer beide Seiten. Wobei mir die „extremen Ränder“ Probleme bereiten. Die waren noch nie mein Ding. So wenig wie blinder Hass oder Aktionismus. Die Politik und der Verfassungsschutz, die machen das viel cleverer. Die Frage ist nur mit- oder gegeneinander. Wer steuert wen?

      Ist unsere (Europas) Freiheit wirklich in Gefahr? Ich sage ja. Und zwar weil ich eine „Ausländerin“ bin, meine Deutschen liebe (…) und nicht den Intoleranten aus Absurdistan, der mir nur an die Wäsche will. Das ist kein Rassismus, das ist gesunder Menschenverstand. Warum, so frage ich mich, macht man das wirklich? Eine rein rhetorische Frage, das Thema hatten wir schon.

      Warum gibt es nur diesen einen Professor, der eine andere Meinung vertritt? Warum hört man immer nur die eine Seite? Warum präsentieren uns die Medien nach jeder Tat, egal wie schwer sie ist, ein genau durchdachtes Beschwichtigungsszenario? Warum glauben „wir“ das? Weil „wir“ es wollen. Noch! In England rumort es richtig. Stichwort „Freedom of Speech.“ Von diesen Verhältnissen sind wir nicht mehr weit entfernt. Wobei man dort schon weiter ist. In ganz Europa (auch in den USA und Kanada) formen sich Bewegungen, die sich gegen die Herrschenden auflehnen und mit (noch) friedlichen Protesten für den Erhalt ihrer Kultur einstehen. Ist das falsch? Sind das alles Nazis?

      Liest man die Mainstream-Presse scheint alles gut zu sein. Ja, da gab es ein Opfer, dort einen Übergriff, aber Mutti, Vollhorst und das Maasmännchen, die machen das schon. Bätschi, gell? Also her mit noch ’nem Netzgesetz, sperren wir doch gleich das ganze Internet für Deutsche. Und JapanerInnen lassen wir am Flughafen verhaften. Schade, darauf wartete ich bereits gespannt. Die Briten machen es vor. Aber wir haben ja nun den (nicht) manipulierten Wahlsieg von Herrn Putin, das lenkt von internen Problemen ab. Man achte darauf wann und von wem die Kampagne gegen Putin begann. Ich habe fertig.

      Grüße aus dem Elfenheim

      • Ja, leider hast du recht und jetzt fangen diejenigen an uns vor dem Austritt Gross Britanniens zu warnen, die ihre Interessen gefährdet sehen und uns weißmachen wollen, unser Wohlstand beruhe einzig auf der Zugehörigkeit der Insel zur EU. Echt lachhaft, aber es werden wieder viele TV Glotzer glauben, wie auch den restlichen Unsinn. Danke für deine immer guten Denkanstösse!

  3. Ich schätze deine Statements, sind sie doch frei von den Belastungen deutscher Geschichte. Es gibt halt Äußerungen, die darf nur eine Ausländerin machen. Genauso, wie wahrscheinlich frauenfeindlich Äußerungen nur von Frauen gemacht werden dürfen. Ein Mann wäre im gleichen Fall ein Kopf kürzer.

    Immer wieder erlebe ich es, dass irgendwelche Leuten ziemlich einschlägige Statements rausrutschen, wo ich mich frage, passt das noch zu der Person und deren Stellung; erst kürzlich ein Hochschullehrer, der sein Studium über ein Stipendium der Hans-Böckler-Stiftung bekam. Oder ein anderer, bei dem ich, als ich an seinem Notebook etwas recherchierte einen Blick in die timeline seines Browsers warf und keine Pornos sondern rechtes Zeug vorfand.

    Wahrscheinlich gibt es daher so wenig bekennende AfD Wähler, weil derjenige dann mit Abgrenzung und Ausgrenzung zu rechnen hat.

    Nur warum ist Frau Merkel eine Marionette, das habe ich noch nicht verstanden.

    • Merkel ist eine Getriebene. Ich weiß wie du über sie denkst, das teile ich nicht alles. Sie ist vielen Seiten verpflichtet. Zu vielen, um wirklich eigenständig zu handeln. Nein, ich glaube nicht, dass Herr Sorros, dass Bilderberger sie am seidenen Faden halten. Das wäre viel zu einfach.

      Ich lese auch „rechtes Zeug“, lieber Waldstern. Ebenso „linken Kram.“ Nimmt man die Schnittmenge, wird ein recht gutes Bild daraus. Was aber rechts und links ist, das definiert wer? Also in Ruhe weiter taz und SPON lesen, aber auch Tichy und Broder.

      Du und ich wissen, dass viele CDUler heimlich oder sogar offen mit der AfD, bzw. einigen Positionen kokettieren und dass es nur eine Frage der Zeit sein wird, bis erste Koalitionen kommen.

      Ich schreibe ganz bewusst als „Ausländerin“ und nicht als Deutsche, um auf genau diesen Missstand aufmerksam zu machen. Warum darf „ich“ mehr als „du?“ Abgesehen vom Frauenbonus. Die größten Feinde anderer Frauen sind übrigens Frauen. Zumindest im Westen. Aber das hast du bestimmt gewusst.

  4. Wow, wie mutig die Stellungnahme des Psychiaters im öffentlichen Fernsehen ist. Wahrscheinlich hatte er danach auch mit vielen Anfeindungen zu kämpfen. Ich kann mich seiner Auffassung zur kulturell geprägten Sozialisation nur anschließen.

    • Peter Hahne ist bekannt dafür auch kritische Stimmen sprechen zu lassen. Leider hört so gut wie keiner zu. Man muss auch kein Psychiater oder Psychologe sein, um die Nichtintegrierbarkeit ganzer Volksguppen zu erkennen, deren Leben komplett vom Koran bestimmt wird.

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