Im Osten nichts Neues

Im Osten nichts Neues. Außer, dass ich in meiner Heimat angekommen bin, die mich (wieder) zur Japanerin macht. Davon in einem anderen Beitrag mehr. Vielleicht nur kurz, wir fühlen uns hier wohl. Kein Terror, keine Flüchtlingskrise. Warum, so fragt man sich, kann das nicht weltweit die Regel sein?

Aber da ist natürlich Kim, der ach so böse Nordkoreaner. Hatte ich schon erwähnt, dass einer der beiden japanischen Hubschrauberträger einsatzbereit vor der koreanischen Küste steht? Im Osten also doch etwas Neues? Wer japanische Politik verfolgt weiß mehr.

2018 beginnt dort, wo 2017 geendet hat. Nun also „brennt“ der Iran. Ich wiederhole mich und rege erneut an, die einfache(n) Frage(n) zu stellen: „Wem nutzt das?“ Oder: „Warum jetzt?“

JournalistInnen, die ihrer Chefredaktion die Stiefel lecken, schreiben über die angeblichen Gründe der Proteste. Hohe Arbeitslosigkeit, gestiegene Preise für Lebensmittel sollen unter anderem dafür verantwortlich sein. Dumm nur, dass die Jugendarbeitslosigkeit in Europa noch höher ist und dort keine Menschen auf die Straßen gehen.

Saudi Arabien erhöht die Mehrwertsteuer. Hat es dort bereits Proteste gegeben? Kaum anzunehmen, die Saudis und die USA sind verbündet, das kommende Szenario ist also klar. Man möchte das Regime in Teheran stürzen und eine dem Westen genehmere Regierung einsetzen. Damit, so hofft man, könnte doch noch Syrien fallen. Politik kann so einfach sein.

Was ich schreibe ist nur die Oberfläche dessen, was sich hinter den Kulissen abspielt. Während wir in den Osten blicken, werden im Westen Pfründe gezählt. CDU und SPD schachern um die Posten, die GroKo-Tragödie nimmt ihren Lauf.

Österreich macht Deutschland vor, was ein Regierungswechsel bedeutet. Mit Sorge blickt das politische Berlin nach Wien. Oder ist es doch nur Neid? Unterdessen sucht die CSU den Schulterschluss mit dem „Rebellen“ Orban. Wird Politik aus Bayern endlich wieder interessant?

„Ich möchte Teil einer Jugendbewegung sein“, hat die Gruppe Tocotronic vor Jahren gesungen. Auch wenn ich schon über Dreißig bin, diese Jugend bin auch ich. Vielleicht ist es wirklich Zeit aufzustehen und das Establishment abzulösen. Um eine neue Ordnung zu errichten, die gut für alle Menschen ist.

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15 Kommentare zu “Im Osten nichts Neues

  1. Diese gewünschte Ablösung erinnert mich stark an die 70er, als die jungen Menschen die Schnauze von alteingesessenen Nazis voll hatten und der Ton in der Politik sehr viel rauher war als heute, vor allem bei der CSU. Konservativ ist ja das eine und nicht unbedingt schlecht, aber ewig gestrig ist mir da immer zu viel und in der bayrischen Politik gibt es anscheinend nur Menschen mit einer ausgeprägten Profilneurose. Und Frieden? Wer will den schon in den reichen Nationen. Frieden verkauft weder Waffen, noch sonst irgendwelche Rüstungsgüter. Man muss ja ab und zu mal alles kaputt machen, damit die ausländischen Firmen wieder Neues verkaufen können. Wohin das absetzen von Potentaten (ausschließlich komplette Soziopathen) geführt hat, kann man ja anhand der geführten Wechselkriege der USA sehen, die allesamt von der CIA vorbereitet waren und dann immer auch Europa betroffen haben. Es stimmt. In Deutschland gab es keinen Krieg mehr seit 45, aber die Summen, welche wir anderen Staaten zur Verfügung gestellt haben, damit diese Krieg spielen können, würde unser Land tatsächlich über Nacht in blühende Landschaften verwandeln, aber das will ja ebensowenig jemand oder vielleicht doch? Zwar klopft die CSU auf die GroKo Pauke, aber noch sind die Genossen im Sondierungsmodus und die CDU glotzt ein bisschen desolat aus der Wäsche (wie meistens) und so empfehle ich politisches Rizinussöl, damit es endlich geschmeidig, aber hurtig, zur Sache geht. Beste Grüße in die Elfenheimat!

    • Und wieder sind es auch junge Menschen, die eine Veränderung wollen. Leider werden sie oft manipuliert und vor den falschen Karren gespannt, oder von der damaligen „Revolution“ stigmatisiert.

      Die politische Korrektheit in Deutschland hat Formen angenommen, die stark an Stasi-Methoden erinnert. Vorgelebt von … , aber das weißt du so gut wie ich.

      Wir haben „Krieg“ in Deutschland. Gegen die eigene Bevölkerung. Abgehobene, fett gewordene PolitikerInnen, verfolgen dubiose Pläne und werfen unser Geld zum Fenster heraus. Ja, auch für Kriege, für die wir kein Mandat haben!

  2. Dann wünsche ich euch beiden einen erfolgreichen Neubeginn in Japan! Ich denke, dass jedes Land seine Vor- und Nachteile hat. Nichts ist perfekt. Für mich persönlich sind die Menschen an den Orten wichtiger als die Orte an sich (außer wenn ich Urlaub mache). 😉

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