Der Merkel-Plan

Diesen und alle meine politischen Beiträge schreibe ich unter der für die meisten Menschen geltenden Prämisse, dass wir in einer Demokratie leben, die von freien Wahlen getragen wird. 

„Konservativ ist das neue cool“, heißt es in den USA. Die CSU hat daraus „sexy“ gemacht. Zwar hat die Union viele Stimmen an AfD und FDP verloren, aber Merkels Plan hat trotzdem funktioniert. Rot-Rot-Grün zu verhindern war immer das klare Ziel. Und angeblich hat das wieder keiner gewusst.

Zwar hat die Union einige Fehler gemacht und die AfD nicht wirklich ernst genommen, aber dumm sein ist anders. Als klar erkennbar war, dass eine neue konservative Kraft entsteht, hat man das als Strategie genutzt und vielleicht eigene Leute eingeschleust.

Der Journalist Robin Alexander, der schon mit seinem Buch „Die Getriebenen“ für einen Paukenschlag sorgte, hat von einer Strategiekonferenz der CDU im April 2016 berichtet. Damals habe man die AfD nicht als Gefahr, sondern als Chance erkannt, um Rot-Rot-Grün zu verhindern, und dafür zu sorgen, dass ohne die Union keine Regierung gebildet werden kann.

Merkels Wunschkandidat hieß natürlich Christian Lindner. Auf den kann sie bauen, die FDP dreht gern ihr Fähnlein nach dem Wind. Zu den GRÜNEN steht sie skeptisch, so lange die Realos nicht in der Mehrzahl sind.

Merkel hat nun Seehofer wieder auf Kurs gebracht. Er, der Angst vor dem Abgang hat, will auch weiter an den Fleischtöpfen sitzen. Die Einigung um die Obergrenze mutiert zur Farce. In Wahrheit ist sie bereits im Oktober für 2017 weit überschritten.

Unterdessen schachern die GRÜNEN, die Jakob Augstein zu den liberalen Eliten zählt, bereits um mögliche Ministerposten. Augstein wörtlich: „Die Grünen, die man getrost zu den liberalen Eliten zählen darf, sind auf der falschen Seite der Geschichte gelandet: Sie sind mit ihrem Verständnis von Freiheit inzwischen Verbündete des Konzernkapitals.“

„Konservativ ist das neue cool“, heißt es in den USA. Die CSU hat daraus „sexy“ gemacht. Frau Merkels Plan ist aufgegangen. Rot-Rot-Grün zu verhindern war immer das klare Ziel. Und angeblich hat das wieder keiner gewusst.

8 Kommentare zu “Der Merkel-Plan

  1. Ich bin zwar Schweizer, verfolge aber die deutsche Politik sehr genau, weil sie interessant und relativ transparent ist. Deutschland hat im Gegensatz zur Scheiz eine sehr gute Streitkultur. In der Schweiz werden alle wichtigen Entscheide hinter verschlossenen Türen gefällt, wer die Fäden zieht ist nicht auszumachen. Vordergründig wird nur um zweit- oder drittrangige Geschäfte gestritten…

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  2. Bei den USA stellt sich mir die Frage was konservativ für diese Nation bedeutet, aber das wirst du sicher wissen. Ob Merkel schon den Schulz vorhergesehen hat, weiß ich nicht, aber Gabriel war nie eine Gefahr, was sich noch ändern könnte innerhalb der nächsten Jahre, ist er doch geschickt dem Fiasko entwischt. Seehofer ist ja schon längere Zeit auf dem Weg ein politischer Treppenwitz zu sein, ob Maut oder Obergrenze, er ist ein Maulheld und jeder weiß das. Derzeit reden mögliche Regierungsparteien noch vom Wählerauftrag und das so oft, dass einem die ständigen Wiederholungen in den Ohren weh tun. Diese dauernden politischen Wasserstandsmeldungen ermüden fast jeden und die Leisetreterei vor der Niedersachsenwahl ist unerträglich, weshalb die ohne mich auskommen müssen 😉 Beste Grüße ins Elfenheim!

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    • Unerträglich war die Anbiederung von Göring-Eckardt direkt nach der Niedersachsenwahl, die endlich an die Fleischtöpfe will. Frau wird nicht jünger und so als Ministerin gibt es fette Diäten. Da passte Augsteins Satz wirklich gut. Die Österreicher waren cleverer. Hoffentlich.

      In den USA ist es völlig egal wer dort regiert. Trump ist nur der verlängerte Arm einer anderen Strömung innerhalb der Eliten. Am Endergebnis ändert das nichts.

      Merkel halte ich für wenig kreativ bei Analysen bezüglich politischer GegnerInnen. Das erledigen andere für sie. Sie reagiert dann auf ihre Art. Nein warte … regiert sollte das besser heißen.

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  3. Zumindest wurde im „Staatsfernsehen“ (wie du es immer gerne nennst) zugegeben, dass es ein Teilziel der CDU war, Rot-Grün zu verhindern. Den Begriff „sexy“ bei politischen Zusammenhängen zu verwenden, ist für mich sehr befremdlich und hat mich erstmal zum Lachen gebracht. 😅

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