Wahlk(r)ampf und andere Neuigkeiten

In Deutschland ist der Wahlk(r)ampf entbrannt. Aber eigentlich brennt die ganze Welt. Dort eine Bombe, hier ein Messerattentat. Und in Houston wütet(e) ein Hurrikan. Japan bleibt verschont von den Naturgewalten und auch das organisierte Verbrechen ist gering.

Auch in meiner Heimat gibt es Bösewichte. Im Verhältnis zu Europa spielen die nur eine untergeordnete Rolle. Zwar fliegen manchmal Raketen über das Land, aber das ist nur ein lieber Gruß aus Nordkorea.

Frau Merkel hat ihr Sommerinterview gegeben und sich wortreich mit Herrn Schulz duelliert. Stets bemüht, wie immer. Gesagt hat keiner was. Auch wie immer. Das ist (deutsche) Politik.

Ja, Frau Merkel bewirbt sich erneut, das ist klar. Wofür genau, das kann sie vermutlich selbst nicht sagen. Aber das ist bei Herrn Schulz ebenso. Wenig zu sagen, hat schon immer Eindruck gemacht.

Gemacht haben Asylbewerber ihren wohlverdienten Heimaturlaub. Gleich mehrfach seit der Flüchtlingskrise. Finanziert vom deutschen Steuerzahler. So ist es recht!

Überhaupt scheinen „Rechte“ wieder auf dem Vormarsch zu sein. Zum Teil unterwandert von Glatzen.  Aber „Der Dritte Weg“ ist keine Alternative. Der führt in eine düstere Vergangenheit.

Bei Umfragen klettert eine andere Alternative wieder auf 10 Prozent. Das hat weniger mit deren Parteiprogramm zu tun, das ist oft reiner Protest. Immerhin gibt es in der AfD eine Menge kluger Köpfe. Und zum Leidwesen der Altparteien provozieren die geschickt.

Was die Partei nun wirklich ist, das lässt sich schwerlich sagen. In manchen Augen nur der ultrarechte Flügel der CDU, der sich mit Aussteigern anderer Parteien kurzgeschlossen hat. Ob das zum erhofften Wahlkreuz reicht, werden wir bald wissen.

Ein Kreuz ist es auch, wenn Altkanzler wieder auf der Bühne stehen. Herr Schröder soll den Vorstand der russischen Ölgesellschaft Rosneft geben. Prompt plärren die GRÜNEN „Volksverräter!“ Das ist zwar übertrieben, aber „Lobbyist“ klingt so ähnlich. Ob Europas Zukunft vielleicht im Kaukasus liegt?

Putin ist der Böse und Trump ein Heiliger? Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen. Alle sind Getriebene vom Großkapital. Aber während eine Frau Merkel nur mögliche NachfolgerInnen vernichtet, haben die beiden Herren richtiges Schach(ern) im Sinn.

Die spannende Frage ist immer, auf wen die deutsche Politik nun wirklich hört. Unabhängigkeit war gestern. Lauscht nun Frau Merkel innig den Worten aus Washington oder ist sie mehr mit dem Osten liiert. Die Antwort weiß der Wind. Und der weht in diesen Tagen aus Richtung Mittelmeer.

 

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12 Kommentare zu “Wahlk(r)ampf und andere Neuigkeiten

  1. Clinton vs Trump war spannend, Macron vs Le Pen war spannend, Corbyn gegen die Torries hatte was. Aber in Deutschland, da habe ich den Eindruck, dass es irgendwie die Fortsetzung der DDR ist. Ich habe dort nicht gelebt, aber aus der Ferne betrachtet ist das doch so. Alle dürfen mitmachen, Hauptsache oben ändert sich nichts. Die Spielführer bleiben die gleichen. Man nennt die anderen nur noch nicht Blockparteien.

    • Politik im Ausland ist nur aus dem Grund spannender, da sie besser inszeniert wird. Die Volksschauspieler in Deutschland müssen ihren Part noch üben. Vermutlich fehlt ein guter Regisseur.

      Frau Merkel & Co. haben bisher geschickt verschleiert, was du angesprochen hast und was immer mehr Menschen genau so empfinden. Oder wie es Professor Patzelt ausdrückte „Die Politiker entziehen dem Diskurs das Lebenselixier.“

      Zu beobachten ist das immer, wenn es Verbote hagelt und schnell neue Gesetze gegen … beschlossen werden, statt mit politischen Gegnern kultiviert zu streiten.

      Momentan bröckelt die linke Vormachtstellung und konservative Kräfte sind auf dem Vormarsch. Ich spreche nicht explizit von einer AfD, auch eine FDP hat sich leicht gewandelt und in der CDU rumort es auch. Die jetzige Situation ist zumindest ansatzweise mit der „linken Revolution“ der späten sechziger Jahre vergleichbar. Anders ausgedrückt: Links hat fertig, die Rezepte wirken nicht mehr.

  2. Zum Thema „Nichts sagen“: Merkel hat ja so schön zusammengefasst, dass die Welt sich stets verändert und sie sich dementsprechend mit. Hier ist sie auf einer absoluten Makro-Ebene geblieben. Nur nicht diskret werden, scheint ihr Motto zu sein. Aber Schulz war auch nicht viel direkter, wodurch ich dir recht geben muss… 😉 Überraschender Weise fand ich Schulz dann bei dem „Schlagabtausch“ doch nicht so unsympathisch, wie ich erst gedacht hätte.

    • Politdarsteller sprechen selten (nie) direkt. Merkels „Problem“, wenn wir einmal davon ausgehen, dass sie wirklich konservativ ist, sie ist von „Linken“ umgeben. Deutschland ist nach wir vor fest in linker Hand. Ihr Schachzug, die SPD links zu überholen, hat gewirkt. Aber damit hat sie den eigenen konservativen Flügel verschreckt. Weder eine CDU oder SPD sind nur konservativ oder links. Da gibt es mehrere Strömungen, denen alle Rechnung getragen werden soll bzw. muss.

      Was wir zur Zeit erleben, ist eine Show. Die PolitdarstellerInnen buhlen scheinbar um die Gunst der (dummen) WählerInnen. Stichwort: Meinungsmanagement. Du erinnerst dich bestimmt. Und das klappt immer.

      Was mir aufgefallen ist: die Körpersprache von Schulz war nicht die eines „Angreifers.“ Das hat er komplett versemmelt.

  3. Meine liebe Mayumi. Eigentlich gibt es KEINE „Alternativen“.
    Mein Tipp: – immer schön (für sich selbst – denn für Andere weiß man es nicht so genau) das geringere Übel wählen. Nix Neues – so ist es seit Jahrzehnten.
    Der Deutsche Michel ist gläubig.
    Alles Liebe,
    Michael

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