Deutschlands verleugnete Identität

Meine Mutter, die sich selten zu politischen Dingen in Deutschland äußert, sie ist viel zu höflich dafür, hat mich vor unserer Abreise in die USA und auf die Flüchtlingskrise bezogen gefragt: „Warum schützt Frau Merkel Fremde mehr, als das eigene Volk?“

Gemeint ist damit das hofieren alles Fremden. Dieses Unverständnis gibt es nicht nur bei meiner Mutter. Viele Japaner, aber auch andere „Ausländer“ in Deutschland denken so. Und in den USA höre ich die Frage immer wieder „Was habt ihr Deutschen für ein Problem?“

Die Linken

Mehr als 70 Jahre nach Kriegsende, ist Deutschland fest in linker Hand. Der Name der regierenden CDU täuscht darüber hinweg, dass die Partei unter Merkels Führung linker als die SPD auftritt.

Die Linken haben Schlüsselpositionen in Deutschland besetzt. Eine Umfrage vor einigen Jahren hat bestätigt, 72 % der Journalisten sind links oder grün. Wen wundert noch die einseitige Berichterstattung, wenn es um linke Positionen geht?

Aber was hat das mit Deutschlands verleugneter Identität zu tun? Seit den späten 1960er Jahren, hat sich der linke Virus schleichend ausgebreitet. Linkes Gedankengut, wird den Menschen täglich eingehämmert.

Laut dem Medienwissenschaftler Hans Martin Kepplinger billigen fast die Hälfte aller Journalisten das „bewusste Hochspielen von Informationen, die ihre eigene Sichtweise stützen“.

Natürlich haben Journalisten das Recht auf eine eigene Meinung. Aber es wäre naiv zu glauben, dass sich ihre Vorlieben und Abneigungen nicht in der täglichen Arbeit spiegeln und auswirken würden.

Patriotismus

Als Japanerin mit deutschem Pass, oder als Deutsche mit japanischen Wurzeln, kann ich viele Dinge anders sehen. Meine japanische Seite ist patriotisch und stolz auf Herkunft und Aussehen. Das übertrage ich auf „meine Heimat“ Deutschland. Dem Land, in dem ich aufgewachsen bin.

Während nun viele Deutsche ein Problem mit ihrer Herkunft und Geschichte haben, ist es bei mir das genaue Gegenteil. Japaner und Deutsche können stolz auf ihre Nationen sein und sollten sie nicht stets an Kriegen messen, die längst vergangen sind. Das ist Schnee von gestern. Punkt.

Aber viele Deutsche verwechseln Patriotismus mit Nationalismus. Vielleicht hat man ihnen das auch falsch beigebracht. Jeder darf stolz auf seine Sprache sein oder sollen alle Menschen Esperanto lernen?

Die Zahl der Toten

Kein Volk der Erde kann sich frei von Schuld sprechen, wenn es um die eigenen Sünden geht. Schon die Steinzeitmenschen haben sich um Frauen und Nahrung geprügelt. Ist also der Neandertaler böse?

Amerikaner haben die Ureinwohner massakriert, gleiches haben Spanier und Portugiesen in Südamerika gemacht. Von den Engländern ganz zu schweigen. Deren Kolonialpolitik hat unzählige Tote gefordert.

Von Reue keine Spur. Noch heute wird die historische Leistung der Pioniere und Entdecker in den Vordergrund gerückt. Nur der Deutsche duckt sich sofort, wenn ein Zentralrat die Stimme erhebt.

Und das macht der gern und oft, um auf die Kollektivschuld hinzuweisen und weitere Milliarden zu kassieren, die dann zum Kauf von Waffen benutzt werden, die wieder Menschen töten.

Germany first!

In der Zeit von Globalisierung scheint eine Rückbesinnung auf den Nationalstaat falsch zu sein für manche. Da rümpft der GRÜNE sofort die Nase und schaut erschrocken, wenn die Nationalmannschaft gewinnt und die deutsche Fahne weht.

Merkel Deutschland will offenbar globaler sein, als der ganze Rest der Welt. Mit deutscher Gründlichkeit, wird der falsche Kurs einer Frau gefahren, die Deutschland nur als Regierungszone sieht und sich selbst als EU-Präsidentin.

Aber Polen, Ungarn, Österreich und nun auch die USA, haben die Weichen anders gestellt. Nationale Interessen werden vor die globale Idee gesetzt. Es wird Zeit, dass man die neu verhandelt.

Selbstverleugnung

Jeder Psychologe weiß, wie schädlich Selbstverleugnung ist. Aber die Deutschen sind wahre Meister darin. Und im Schönreden einer Wirklichkeit, die nur in einer Katastrophe enden kann. In diversen Talkshows sitzen dann PolitikerInnen, die genau erklären, was es (nicht!) bedeutet Deutscher zu sein.

Als Kriegsverlierer und mit Erbschuld behaftet, darf er nun „das Fremde“ hofieren. Und das macht er bis zur Selbstaufgabe und verleugnet sich und sein Heimatland.

Das kann man durchaus als (linke) Psychose bezeichnen. Eine Kur dagegen ist leider noch nicht Sicht. Es sei denn, der Deutsche löst sich langsam von den Ideen alter Männer und wirft deren rote Socken auf den Müll.

Die Alternative ist der kollektive Untergang einer Nation, der man das Wort SCHULD schon in die Muttermilch packte.

Der japanische Weg

Um Japan und Japaner zu verstehen, muss man dort geboren sein. Ja, das alte Japan hat Schuld auf sich geladen, als es in China eingefallen ist.

Ganz Japan? Nein, die damalige Regierung! Chinas Kommunisten schwingen aber noch heute gern die moralische Keule, der Japan ebenso gern ausweicht und (heimlich) das Militär aufrüstet. Unabhängig davon hat man recht gute Wirtschaftsbeziehungen.

Anders als Deutsche sind JapanerInnen stolz auf Herkunft und Heimatland. Und wer die Geschichte des 2. Weltkrieges kennt wird wissen, dass auch die USA an Japans Kriegseintritt nicht völlig unschuldig sind.

Der edle Fremde

Schon Karl May hat vom „edlen Wilden“ geschrieben und damit den Prototyp der Verehrung erfunden. Gut, in Wirklichkeit war es James Fenimore Cooper und Herr May nur dessen deutsches Pendant.

Aber weder ist „der Fremde“ edel noch pauschal kriminell. Er ist einfach nur anders, wie mein Beispiel zeigt. Deutscher Pass, Japanerin. Und so ist es gut.

Bin ich nun besser als andere, muss man(n) mich hofieren? Ich bin ich und das ist alles was ich bin. Nur mein Gegenüber, wer immer das auch ist, kann mich auf einen Sockel stellen. Aber was soll ich da? Auf dem Boden gefällt es mir besser.

Menschen sind für mich alle gleich. Ich mag nur keine Aggressoren, die leider überwiegend männlich und wenig edel sind. Die Nationalität spielt dabei keine Rolle.

Rassismus 

Ich kann mich noch gut an diverse Kommentare erinnern, die mir Rassismus und Vorurteile vorwarfen, als ich 2016 das Kopftuch bei muslimischen Frauen und die Masseneinwanderung junger Männer kritisierte.

Im Unterschied zu den meisten Linken, war ich in einem Flüchtlingsheim. Und ich weiß, im Gegensatz zu selbstgerechten Gutmenschen, dass der Islam keine Rasse ist, sondern eine politisch motivierte Ideologie, auf dem Stand der Voraufklärung.

Trotzdem sind die meisten Muslime friedlich und wollen keinen Streit. Aber Volksverhetzer, auch Hassprediger genannt, wollen sich in „Allahs“ Namen am Westen rächen.

Warum, das wissen sie selbst nicht so genau. Aber Hass zu predigen gibt ihrem kleinen Leben Sinn. Hofiert werden sie dabei von Deutschen, deren Hirn ideologisch vernebelt ist.

Aber nichts ist mächtiger für Heuchler, als die heimische Tastatur. Dort, sicher und warm im Ledersessel, sehen sie die Halbwahrheiten nicht, die uns Politik und Medien gern servieren. BILD und Tagesschau werden als Maß aller Dinge angesehen. Und Jakob Augstein ist der Linken neuer Held.

Der Zufall

Aber es geht hier weniger um mich, es geht um „den Deutschen“, der nur „zufällig hier geboren“ ist und gern Ferien in Staaten macht, die Menschenrechte mit Füßen treten.

Weil so ein bisschen fremd ist doch cool, das hat irgendwie was! Und wem das nicht reicht, der lädt sich „den Fremden“ nach Hause ein.

Frau Merkel hat das gemacht und die Nation hat (angeblich) gejubelt. In Wirklichkeit waren es meist die GRÜNEN und einige Prozent der Bevölkerung. Merkels Politik, hat Deutschland massiv geschadet und politisch isoliert.

Informierte Menschen wissen das. Daher begegnet man Kritikern nun mit Härte und Zensur und bestraft deutsche Parksünder mehr, als Scheinasylanten, die bis zu 14 Identitäten haben. Die dürfen dann auch Frauen begrabschen und mit dem LKW auf Weihnachtsmärkte fahren.

Das Märchen vom bösen Deutschen

Deutsche, das sind natürlich alles böse Nazis, die man ausrotten und / oder umerziehen muss. Das, liebe LeserInnen, habe nicht ich erfunden, das war gängige Meinung nach dem Sieg der Alliierten. Die Teheran- und Jalta-Konferenzen lassen grüßen.

Die deutsche Psychose ist mittlerweile so weit fortgeschritten, dass linke Gewalt oft schweigend akzeptiert oder sogar entschuldigt wird. „So ein paar Jugendsünden seien doch nicht so schlimm“, heißt es dann. „Ein Rechter bliebe man für immer.“

Was „Rechts“ ist, kann aber keiner so richtig sagen. Diese Definition wird von anderen gemacht. Alles „rechts von der CDU“ ist böse und der Teufel heißt heute AfD.

Dass die auch nur mit Wasser kocht, die CDU/CSU nun sogar deren Postionen (wieder) übernimmt, hat irgendwie (noch) keiner so recht bemerkt. Vielleicht mal wieder öfter auf Mutti hören. Oder auf die Nebelwolke Schulz.

Ab in den Dschungel

Aber der Deutsche schaut lieber Dschungelcamp und kümmert sich um einen Mr. President, statt die Augen auf Berlin zu richten und dort eine Lichterkette für ALLE Terroropfer auf der Welt zu bilden.

Der Deutsche weiß sowieso viel besser, wer gut und wer böse ist auf dieser Welt. Das hat ihn die Geschichte gelehrt und diverse 68er, die sich in Ehren ergraut nun gern in Talkshows reden hören.

Die Frage meiner Mutter, „Warum schützt Frau Merkel Fremde mehr, als das eigene Volk?“, bleibt unbeantwortet stehen. Vielleicht sollte man eine andere Fragen stellen. „Wie schützen wir uns vor Menschen wie Frau Merkel.“

 

 

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63 Kommentare zu “Deutschlands verleugnete Identität

  1. Frau Merkel ist ein Paradebeispiel für die Politik, die jeglichen Bezug zur realen Basis verloren hat. Einsam lebt sie ihren längst verlorenen Traum von einigen und vereinten Europa. Sie sitzt in einem Elfenbeinturm und spinnt dünne Fädchen.

  2. Was ist denn das heute? Hirn ausschalten und Parolen brüllen wie früher beim Antifa-Lesbenreferat/Straßenkampfgruppe? Oder wirkt da unter Jetlag wieder das kulturnationalistische Brett vorm Kopf? Kleiner Hinweis (Kollektiv-)Schuld ergibt sich weniger aus der Tat, als vielmehr aus dem Vorsatz. Das Weltreich entsteht durch Eroberung aus der Not heraus, der Völkermord passiert aus Versehen wird anschließend ideologisch aufgehübscht und dann romantisch verklärt. Eine provinzielle Elfenbeinturm-Kulturnation dagegen entwirft erst die rassistische Ideologie und begeht dann den Völkermord. Vorsatz ist somit nachgewiesen und damit Schuld, die mindestens sieben Generationen schwer wiegt, es geht dabei nicht um die Toten und ihre Zentralräte sondern um die Dummheit der Täter, deren sich die Nachfahren zurecht schämen sollten. Wer das leugnet ist ein dummer Pöbler und Lynchmörder, der einfachste juristische Kategorien nicht verstanden hat. Dieselbe dörfliche Bauernmentalität redet die Industrie schlecht, von der sie lebt. Denn unser Wohlstand beruht nunmal darauf, anderen Geld zu schenken und ihre Flüchtlinge abzunehmen, damit sie unsere überteuerten Fahrzeuge kaufen können. Die Völker werden verschoben wie Schachfiguren damit sich alle als billige, wertlose Hilfskräfte fühlen können, die fleißig für ein Butterbrot und nen Plastikgroßbildschirm die teuren Fahrzeuge montieren. Es wundert mich, daß Du nun wieder primitive gegen austauschbare Politmarionetten hetzt, wo Du doch schon die Herren der Maschinen als die Schachspieler entlarvt hat, denen es egal ist, ob die verschobenen Bauern nun aus Schlesien, Anatolien oder einer anderen Wüste kommen. Oder hast Du Angst, daß Deine geliebten Turbospielzeuge leiden, wenn man weniger Panzeraggregate gegen Migranten tauscht , daß Du hier so brav das Narrativ der postnationalen Industrie weiterspinnst?

      • Wieso? Ich kann doch in psychopathologischer Narrenfreiheit meinen Dealer mit der Ausländerpolizei bedrohen, um die Preise zu drücken. Ich dachte Du hättest paar konkretere Vorschläge, wie auf weltpolitischem Glatteis das heilige Elfenreich den Sultan ausbremst, den Zar freundlich überholt und den reichen amerikanischen Bonbononkel auf Abstand hält? Und sich trotzdem ohne Bücken einen fett getunten Nationalstolz leisten kann, der mehr ist, als ein Gebrauchtwagen um sich morgens im Pendlerstau ein Magengeschwür zu ärgern? Wenn die Alternativen ihre Ideallinie erst noch finden müssen, wählt man doch besser wieder eine Kohlbauerntochter, die das Aussitzen wenigstens ordentlich gelernt hat.

      • Wenn ich nun böse wäre, was ich bekanntlich nicht bin, würde ich dir nun eine Frage zum neuen Buch von Professor Dr. Schmauch „Cannabis heute – Das Hirn im Drogennebel stellen“, die du sicherlich gern beantworten wirst.

        Ich befürchte übrigens und da muss ich dir zustimmen, dass besagte Kohlbauerntochter uns noch eine weitere (halbe?) Amtszeit erhalten bleiben wird. Ob du vielleicht einige Antidepressiva für mich hättest? Die Adresse deines Dealers tut es auch.

        Und warum soll ich konkrete Vorschläge machen, wenn ich (dich) wunderbar antriggern kann?

      • Schade, nicht sehr nett, erst mit einer patriotischen Demokratie zu triggern und dann nur Gemecker zu liefern. Aber ist wahrscheinlich vernünftiger, als mit Geschwurbel versuchen, die Realität der Theorie anzupassen. Einen Konkreten Vorschlag hätte ich mir schon erhofft. Meine Sympathien etwa hätte der Balkan. Den Ungarn find ich eklig und Italien und Griechenland wären wohl ohne EU besser dran. Auch wenn es ne furchtbare Merkelei bedeuten würde. Deine Landsleute basteln zum Weltschönsaufen ausgezeichneten Whisky. Aber für Kampfkünstler wären eher selbstgesammelte Pilze interessant. Könnte auch zu Visionen führen, wie Hegel und Marx sich gegenseitig die perfekte Staatsordnung vordialektisieren.

      • Das Wort „Schade“, als Stilmittel einzusetzen, wird immer gern genommen, um eine andere Aussage abzuwerten. Um was geht es dir, was möchtest du erreichen? Einen politisch korrekten Mainstream Blog? Ich vermisse ein wirkliches Statement zur verleugneten deutschen Identität. Du vermeidest das geschickt. Soll ich nun auch „Schade“ sagen? Sollen wir weiter Sticheleien austauschen und schauen, wer die besseren Nerven hat?

        Ich finde es bezeichnend wer aus der Deckung kommt, wenn ich über Linke, Grüne und die Medien schreibe und mich dabei etwas kräftigerer Worte bediene. Aber so erreicht Frau Reaktionen. Danke dafür. Passt.

        Vielleicht können wir uns darauf einigen, dass du in Zukunft ohne Katana in den Ring springst oder vorher einen Grundkurs in Kenjutsu machst. Alternativ empfehle ich ein Streitforum der Kategorie „Ey, isch mach dich platt, Alder!“ Da werden Sie geholfen. Alles klar?

  3. Der avisierte und erwartete Kracher.

    Kleinlaut daher nur folgende Anmerkung zu…

    „Aber Volksverhetzer, auch Hassprediger genannt, wollen sich in „Allahs“ Namen am Westen rächen.

    Warum, das wissen sie selbst nicht so genau. Aber Hass zu predigen gibt ihrem kleinen Leben Sinn. Hofiert werden sie dabei von Deutschen, deren Hirn ideologisch vernebelt ist.“

    Passt in der symptomatischen Beschreibung.
    Ich tue mich noch etwas schwer damit, den Hintergrund auszublenden, sprich: die Historie und die beeindruckend expansiven Erfolge in der Anfangszeit (und….) dieser einen Ideologie nicht zu sehen. An dieser Stelle würde ich gerne bspw. einen indischen Buddhisten als Kronzeugen zitieren können (geht aber nicht – finden den Fehler und den Grund).

    Mit Bezug auf die zunehmende Faszination dieser Ideologie für/bei gute/n Zeitgenossen/innen ist (m)ein Erklärungsmodell, dass sie zwei wichtige Felder bedienen kann:
    – Neubesetzung einer Identität, die man/frau ja eigentlich um jeden Preis wegglobalisieren wollte
    – Prädisponieren einer Opfermentalität, wenn dereinst festgestellt werden muss, dass man/frau allenfalls ein (dhummi) Juniorpartner/in war.
    Siehe das Schicksal der Linken nach der stattgehabten „Revolution“ im Iran oder unlängst den dortigen Besuch der schwedischen Damenregierung, hier: flexible Adaption von Bekleidungspräferenzen (böse Zungen habe es auch als Verrat an Idealen bezeichnet).

    Lösungen(?)
    Habe im Moment nichts Konkretes, bin auch noch nicht ganz bereit für einen
    Ich-dann-mal-weg- oder Houellebecq-Modus.
    Daher allenfalls das, was sich aus der Unbeantwortbarkeit mütterlicher Fürsorge wird ableiten müssen lassen…

    Stay strong
    Oli

    • Es gibt einige (und es werden mehr) namhafte Islam KritikerInnen, die den Schrecken dieser Ideologie am eigenen Leib erfahren durften. Zumindest zwei davon müssen unter ständigem Polizeischutz stehen, so friedlich ist diese „Lehre.“ Aber das nur nebenbei.

      Primär ging es mir um die Frage meiner Mutter, die typisch japanisch ist, die ich aber ähnlich auch von anderen „Ausländern“ und Amerikanern hörte.

      Ich habe eine Antwort, die von einem echten Philosophen stammt, der in der Türkei geboren worden ist: „Onkel Ahmed.“ Wie ich schon vor einigen Wochen schrieb, habe ich bewusst auf den Artikel verzichtet. Er hat zwei Dinge vorausgesagt, das würde nun wie nachgeschoben und auf Effekt heischend wirken. Seine Ausführungen zum „Fremden“ sind wesentlich interessanter. Mit „Fremd“ ist nicht nur der Mensch gemeint. Wenn ich die Zeit finde, werde ich vielleicht diese Passage in einen gesonderten Artikel packen. Es ist nur fraglich, wer diesen doch sehr abgehobenen Text lesen möchte. Dabei habe ich ihn zum Teil schon in normale Sprache übersetzt.

      • Noch ein leider instruktiver Nachklapp nach umfangreicherer Zweitlektüre heute…ich nehme an, den Herren kennst du auch.

        Wird vermutlich nicht jeder/m gefallen – hätte ihn in meiner Jugend (die ist aber schon lange rum, aus Liesls Wunderland bin ich schon länger raus) auch nur mit extra viel Gras oder mehr in der Birne ertragen.

  4. Liebe Mayumi, wie immer haust du unbeeindruckt mit dem Schwert ins Wespennest. Ich kann dich hoffentlich ein wenig beruhigen, denn Deutsche sind nicht mehr ganz so lahm im Selberdenken wie noch vor Jahrzehnten. So hat vor ein paar Tagen Herr Söder (CSU) in einer Talkshow erst Applaus erhalten nachdem ihm für sein dasein gedankt wurde. Zwischendurch herrschte eisige Stille, die selbst ihn irritierte, obwohl er alles in die Waagschale warf was er glaubte den Menschen erzählen zu müssen. Von Steuersenkungen war da die Rede (klar, alles nach der Wahl), von der Maut, der Obergrenze von Einwanderern, sozialer Gerechtigkeit, bezahlbarer Wohnraum und natürlich wie geil Bayern das alles schon hinbekommt. Jeder im Studio hatte ihn durchschaut und vermutlich auch vor der Mattscheibe, denn eine Obergrenze gibt es längst. Sie heißt Erdowahn. Soziale Gerechtigkeit kommt nie wieder, denn sie wurde bewußt von allen Volksparteien (ätzendes Wort) durchgesetzt. Steuern werden nicht gesenkt, warum auch, denn es gibt genügend Anwärter für mehr Subventionen in ganz Europa, ob Stommarkt, Fleisch- oder Milchquote, ganz egal. Ein Herr Trump würde uns auch nur so komisch vorkommen, weil er versuche seine Wahlversprechen einzulösen, dies wäre der Deutsche eben nicht gewöhnt (niemand hat gelacht). Das wir in Länder fahren wo Menschenrechte mit Füßen getreten werden (ob Frauen oder Bevölkerungsgruppen allgemein), wird sich mir nie erschließen. Ich würde in solche Länder auch keine Sportveranstaltung vergeben, aber es ist wie immer nur eine Frage des Preises und Geld kennt keine Moral. Bin ich Stolz Deutscher zu sein? Nein, wieso auch. Ich habe nur unheimliches Schwein gehabt hier geboren worden zu sein, mehr nicht, doch schätze ich mein Land sehr und verwalte es persönlich anders, als es von der politischen Führung vorgegeben wird, denn ich sehe in die Zukunft und nicht bis zur nächsten Wahl. Frau Merkel macht übrigens keine Überzeugungspolitik, sondern schaut immer nach Meinungsströmungen und die müssen nicht immer richtig sein. Es gibt zwar eine Intelligenz der Masse, aber die geht auch nur den Emotionen nach und kennt nie alle Fakten, es ist also mehr eine moralische Instanz (also wir), als eine politische Wirklichkeit. In Wahrheit gibt es in Berlin keine rechten oder linken Politiker mehr, sondern nur noch ein glibbriger Einheitsbrei an Volksarschkriechern, die sich gerade alle selbst abschaffen. Mal sehen wohin das führt. Euch einen schönen Aufenthalt in der Heimat!

    • Ich liebe Wespennester, das hast du wunderbar erkannt. So bekommt Frau Reaktionen. 😉

      Ich will nicht sehen „wohin das führt“, ich möchte diesen falschen Weg verhindern. Aber wo setzt man an? Bei den Menschen! Leider ist die Mauer aus linkem Gedankengut so hoch, dass sie unüberwindbar scheint. Die paar „Rechten“ kratzen doch nur müde daran, um auch an die Fleischtöpfe zu kommen.

      Söder / CSU, dazu müsse ich weit ausholen. Die Kurzform: Die CSU in München ist nicht die CSU im Land. So wenig, wie Frau Merkel alle CDU Mitglieder vertritt. Die SPD Basis hat zumindest ihren Unheilbringer abgeschafft und die Nebelwolke Schulz zum neuen Heiland erkoren. Oder glaubt wirklich jemand daran, dass Gabriel so einfach den Posten räumte?

  5. Hallo nandalya, ich habe einen Text zu deinem Blogeintrag verfasst, in dem ich deine vielen Unterpunkte sehr kritisch Punkt für Punkt kommentiere. Das sind jetzt insgesamt 8 DIN A4 Seiten, mit denen ich Dir ungern die Kommentare unter deinem posting vollmüllen möchte. Bist Du damit einverstanden, dass ich das in meinem Blog poste? Dein Text ist unverändert und nur mit Kommentaren versehen. Einen Verweis zu Deinem Blog würde ich natürlich setzen. Wenn Du das nicht möchtest ist das natürlich auch okay. Dann würde ich stattdessen aus meinen Anmerkungen einen komplett eigenen Blogeintrag machen. Um eine Diskussion und inhaltliche Auseinandersetzung anzuregen, wäre aber sicher die erste Variante besser geeignet. Falls Dir daran gelegen ist.
    Beste Grüße, Jo

  6. Ich habe meine Kommentare unter die jeweiligen Überschriften der Abschnitte gesetzt.

    “Warum schützt Frau Merkel Fremde mehr, als das eigene Volk?”
    Das ist Pathos. Das deutsche Volk wird durch seine Gesetze und die Gesetzeshüter geschützt. Ebenso durch seine sozialen Auffangsysteme, die besser ausgebaut sind, als in den meisten anderen Ländern dieser Welt. Flüchtlinge aufzunehmen ist ein Akt der Menschlichkeit und wird durch die Menschenrechte (und das Asylrecht) gedeckt (und verlangt). Diese genießen damit den Schutz, der allen Menschen zu steht. Sollte ein dritter Weltkrieg ausbrechen oder eine radikales Regime die Macht in Deutschland übernehmen und wir Deutschen fliehen müssen, sollten wir hoffen, das andere Länder es genauso ernst mit dem Asylrecht halten wie wir.

    „Hofieren von Fremden“ – “Was habt ihr Deutschen für ein Problem?”
    Wieder Pathos. Hier wird nicht alles Fremde hofiert. Aber ein Großteil der deutschen Bevölkerung ist weltoffen und geht genauso offen auf andere Menschen zu. Ein kleiner Teil unserer Bevölkerung hofiert sie auch mit Stiefeltritten oder Brandsätzen, das ist kriminell. Andere haben keine Berührungspunkte mit Ausländern was in Ordnung ist. Es gibt hier also eine Meinungsvielfalt.
    Gerade in südostasiatischen Ländern wie Japan, Südkorea und China werden deutsche Tugenden und Werte sehr geschätzt. Genauso wie unsere Kultur, Literatur, Wirtschaft und Technik. Das sind meine persönlichen Erfahrungen aus Gesprächen mit Menschen von dort und die decken sich mit den Berichten anderer aus diesen Ländern. Aber auch dort wird es natürlich andersdenkende geben, wie deine Erfahrungen zeigen.

    „Die Linken“
    Es gibt viele politisch links denkende Menschen in Deutschland. Das ist nicht systemgesteuert oder von irgendeiner düsteren Macht im Hintergrund manipuliert. Es ist die Haltung vieler Menschen. Die dürfen das selber und frei entscheiden. Wie wir alle. Das als „Virus“, also etwas krankes, zu bezeichnen, lässt Dich in einem geistig sehr engstirnigen Licht da stehen.
    Wenn Du lieber konservativ oder rechts angehauchte Blätter lesen möchtest hast Du auch da die Möglichkeit zu. Es gibt hier eine Meinungsvielfalt, auch medial. Ein Beispiel für ein eher konservatives wäre die FAZ. Du wirst selber weitere Beispiele finden (und längst wissen), denn ich halte Dich nicht für dumm.
    Es gibt auch keine Zensur hier, auch Du darfst Deine Meinung hier verkünden und Andersdenkende müssen das aushalten. Der Staat bestraft Dich nicht dafür. Du wirst nicht beschattet von IMs aus der Nachbarschaft. Du wirst nicht erschossen. Du wirst nicht eingesperrt. Aber jemand wie ich darf Dir sagen, dass er eine andere Meinung hat und die Deine nicht mag.
    Bis zum Auftauchen der AfD war die Partei „Die Linke“ der Lieblingsdummy der Presse, um sich daran abzuarbeiten. Wie linksmanipulierend kann sie also sein? Presse , besonders die Printmedien drucken das, was Schlagzeilen macht und Leser bringt, denn es geht ihnen wirtschaftlich schlecht. Die Honorare und Gehälter für Journalisten und Reporter sind knapper bemessen als zuvor und die Gelder (und die Zeit), die für eigene Reportagen und Recherchen zur Verfügung stehen sind noch knapper. Das sorgt zweifelsfrei für schlechtere journalistische Arbeit, wofür eine Lösung gefunden werden muss. Ausgelöst wurde das Großteils durch die vielen kostenlosen Möglichkeiten, sich aus Quellen im Internet zu bedienen. Immer mehr Menschen sparen sich schon seit Jahren das Geld für die Printmedien. Und wo sich dies als Effekt in der journalistischen Qualität bemerkbar macht, beklagen sie diese und skandieren „Lügenpresse!“. Da kann man eigentlich nur den Kopf schütteln. Übrigens wurde vor einigen Jahren noch durch journalistische Investigation der Presse unser Bundespräsident zu Fall gebracht. Genau wie der Außenminister. Was sagt Dir das darüber, wie systemgesteuert unsere Medien sein können?

    „Patriotismus“
    Wieder Pathos und Behauptungen. Ich bin deutsch und nicht „rechts“. Aber voller Stolz auf das, was meine Familie, meine Freunde, Bekannte und Politiker, die wir gewählt haben, zum Aufbau unseres Landes beigetragen haben. Wir sind wirtschaftlich spitze und Exportweltmeister. Wir werden international für unseren Wertekanon, Weltoffenheit und unser soziales System geschätzt. Das macht mich stolz, denn dazu habe ich auf verschiedene Weisen beigetragen. Wir sind eines der führenden Länder im technologischen Fortschritt und stehen für Innovationen. Da auch ich mit meinem Denken und Handeln für Fortschritt, Entwicklung und Kreativität, soziales Handeln und Weltoffenheit stehe, macht mich das stolz. Die Generation unserer Eltern, Großeltern, Geschwister, Onkel und Tanten hat die Nachkriegszeit überwunden. Sie haben uns Kinder in dieser Zeiten großgezogen und uns mehr vermittelt als nur Überlebenswillen und Festhalten an Altem. Dennoch haben wir Traditionen und Geschichte, die weiter gepflegt werden. In den Vereinen und Gemeinschaften unseres Landes. Auf Volksfesten und in Museen. Und natürlich in Literatur, Kunst und Bildung. Um die stand es aber auch schon besser bestellt, zugegeben. Wir sind das Land des Fußballs und der Herzen. Wir stehen für die friedliche Revolution und gewaltfreie Wende. Das macht mich stolz, ich war damals dabei, ich habe mit unseren deutschen Verwandten gefiebert und hinterher gefeiert. Ich bin stolz auf die Meinungsfreiheit und die Fähigkeit diese Meinungen gewaltfrei auszutauschen. Dazu habe ich beigetragen. In jeder Diskussion an der ich beteiligt war, in jedem Forum an dem ich teilgenommen habe. In jeder Debatte mit rechtsradikalen Skinheads, in der ich es geschafft habe, keine körperliche Gewalt aufkommen zu lassen. Generell in jeder gewaltfreien Kommunikation. Einige konnte ich sogar überzeugen, ihren Standpunkt zu verlassen. Sie haben sich Jahre später bei mir für Dinge entschuldigt, die sie mir gesagt haben. Nicht weil sie systemmanipuliert waren, sondern weil sie erkannt haben, dass Hass, Ablehnung, ständiges Grenzen ziehen und sich voneinander entfernen kein guter Weg ist. Ich bin stolz darauf, dazu beigetragen zu haben. Stolz auf diese deutschen Eigenschaften von verbalem Austausch, Toleranz, Wertschätzung, Weltoffenheit und Diskussion. Ich trage sie in mir. Dafür werde ich unser Land verteidigen. Nicht für eine Flagge oder eine Hymne. Nicht für irgend etwas, was irgend jemand irgendwann mal getan oder gesagt hat. Und schon gar nicht für verblendete Ideologien, egal ob von rechts, links oder aus religiösen oder terroristischen Kreisen.
    Ich hoffe, das gibt Dir ein Verständnis dafür, was Patriotismus für mich und auch andere Deutsche ist.

    „Die Zahl der Toten“
    Legitimiert ein Unrecht das andere? Sollen wir unangemessen und verlogen mit unserer Geschichte umgehen, weil andere Völker das auch so machen? Ich bin froh, das wir da ehrlicher sind und wünsche mir das auch von anderen Ländern. Du führst Kolonialpolitik als Beispiel an. Die deutsche Kolonialpolitik war zwar weder besonders lang noch erfolgreich. Hat aber auch eine große Zahl Toter, beispielsweise unter den Herreros gefordert. Das ist bis heute nicht nennenswert aufgearbeite und bei der breiten Masse der Menschen weder Thema noch bekannt. Wenn es Dir wichtig ist, dass Deutschland ein blutiges Kapital hat, das nicht aufgearbeitet wurde, kannst Du dich ja daran erfreuen. Ich möchte weiterhin davon absehen.

    „Germany first!“
    Und mal wieder Pathos und Verallgemeinerung. Der böse GRÜNE also. Auch wenn ich selbst keiner bin, kenne ich einige. Die schauen auch gerne Fussball und weder schaut einer erscchrocken oder rümpft die Nase wegen der Nationalmannschaft oder der Fahne. Was für ein lächerliches, unrealistisches Bild willst Du denn hier von der Gesamtheit einer politischen Richtung oder Partei aufbauen? Es gibt sicher Politiker und Menschen, die gegen solche Bekundungen des Nationalen sind. Aber denen muss man ja nicht folgen. Mache ich auch nicht. Das entscheidende daran ist: Jeder darf das halten wie er oder sie will. Es gibt kein Verbot, kein systematisches Verhindern dieser Dinge. Wenn ich in die Fussballstadien schaue, dann ich sehe ich dort viel Begeisterung für unsere Nationalmannschaft. Und auch die Hymne wird von vielen Zuschauern mitgesungen. Manche Fussballspieler tun es nicht. Wo ist da das Problem? Schränkt dich das in Deinem Leben ein? Wertet Dich das als Mensch oder als Deutsche ab? Als Japanerin? Als Frau? Bekommst Du zu wenig zu essen dadurch? Stellt es einen Werteverfall dar, der irgendeinen Effekt hat? Wohl kaum, die Freude und der Zusammenhalt bei Fußballspielen der Nationalmannschaft ist größer als in den meisten Epochen zuvor.
    Germany First: Wir sind eine Exportnation. Deutschland an erste Stelle zu setzen, bedeutet gute Handelsbeziehungen zu pflegen. Es bedeutet auch, das wir ein starkes Europa brauchen. Auf Dauer werden wir alleine Schwierigkeiten haben, mit den anderen Wirtschaftsmächten zu konkurrieren. Das wirkt sich dann auch auf die Geldbörse jedes Deutschen aus. (Trotz der größer werdenden Spanne zwischen arm und reich, gegen die selbstverständlich etwas getan werden muss.) Deutschland ist im Kriegsfall strategisch sehr ungünstig gelegen. Auch hier brauchen wir für ein starkes Deutschland ein starkes, gemeinschaftliches Europa.
    Zudem suggerierst Du, dass Deutschland bei den Deutschen derzeit nicht an erster Stelle steht. Woran machst Du das fest? Der Großteil der politischen Themen sind innenpolitisch, trotz des ganzen medialen Rummels um Trump. Wenn Du auf die letzten Jahrzehnte Politik schaust, wirst Du feststellen, dass es auch zum größten Teil um Innenpolitik ging. „Germany first!“ ist also eine inhaltsleere, hohle Parole. Populismus eben. (Ich finde es immer wieder erstaunlich, wenn jemand etwas populistisches sagt und sich dann beschwert, dass es von anderen als populistisch bezeichnet wird. Genauso wie rechtsextreme Plattitüden rauszuhauen, sich von unbestritten rechtsextremen Kräften in der eigenen Bewegung nicht abzugrenzen und sich dann zu beschweren, das man als rechtsextrem eingestuft wird. Wenn man das nicht möchte, sollte man vielleicht einfach nichts derartiges sagen und auch seine Formulierungen überdenken!)

    „Selbstverleugnung“
    Auch hier wieder Pathos, Verallgemeinerungen, und unbelegte Behauptungen, die der Wirklichkeit nicht standhalten. Zum Thema „Fremde hofieren und Selbstbild“ habe ich zuvor schon viel gesagt. Wenn Du da weitere Detailfragen zu hast, kannst Du sie mir gerne stellen.
    Uns ist nicht die Schuld in Muttermilch gepackt worden, sondern wir haben verantwortungsvollen Umgang mit unserer Geschichte und unserem gegenwärtigen Umgang damit entwickelt. In Diskussionen, Gesprächen mit unseren Eltern und Großeltern, politischen Debatten und politischen Wiederaufnahmegesprächen mit unseren Nachbarn und anderen Ländern. Viele von uns sind vor einiger Zeit in unseren Urlauben im Ausland noch als Nazis tituliert und beleidigt worden. Uns ist Hass entgegen geschlagen. Starker Hass der aus schlimmen Leid resultiert. Wir haben uns damit auseinandergesetzt. Wir haben Gespräche geführt mit Franzosen, Russen, Polen, allen unseren Nachbarn. Unsere Beziehungen haben sich deswegen verbessert. In manchen dieser Länder schwelt immer noch bei dem ein oder anderen Menschen ein ungutes Gefühl, wenn es um uns Deutsche geht. Von Angst und Sorge behaftet. Mir ist es wichtig, dass diese Menschen wissen, dass wir sie nicht überfallen und töten werden. Ich möchte ein gutes Verhältnis zu unseren Nachbarn. Ich werde es nicht nur durch billiges Parolengeheule für ein paar Wählerstimmen von unzufriedenen aufs Spiel setzen. Schon gar nicht, wenn diese ultranationalistische Inhalte haben. Hinter diesen kann ich ohnehin nicht stehen. Geht Dir das auch so? Aus der „modernen republikanischen“ politischen Ecke hört man oft solche Parolen. Gefällt Dir das? Stehst Du dahinter?

    „Der japanische Weg“
    Und dennoch trägt Japan die Verantwortung für sein Handeln selbst. Genau wie die U.S.A, und alle Länder. Das das alles noch nicht restlos aufgearbeitet ist, vielleicht auch Länder wie die U.S.A., England oder Russland ihren Anteil am Weltkrieg noch nicht genügend aufgearbeitet haben, spricht für dafür, weiterhin verantwortungsvoll mit dem Thema umzugehen. Und die Geschichte nicht zu vergessen oder zu zu verdrehen, wie sie einem politisch gerade in den Kram passt.

    „Der edle Fremde“
    Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, wovon Du sprichst. Wo wird hier alles Fremde hofiert? Bist Du persönlich in Deutschland hofiert worden? Ich interessiere mich für andere Kulturen und bringe Fremden Interesse und Höflichkeit entgegen. Daran kann ich keinen Fehler erkennen. Unser Land auf einen Sockel zu stellen habe ich nicht nötig, was ich allerdings daran schätze und für verteidigenswert halte, habe ich schon weiter oben erwähnt. Aber wir stimmen darin überein, alle Menschen als gleich anzusehen und Agressoren abzulehnen, das gefällt mir.

    „Rassismus“
    Wieder Pathos Verallgemeinerungen und Behauptungen. Welcher Deutsche hofiert muslimische Hassprediger? Auf welche Weise tut er das? Belege? Wie kommst Du darauf, dass Linke sich nicht in Flüchtlingsheimen blicken lassen? Ich habe die gegenteilige Erfahrung gemacht. Vor allem bin ich dort aber Menschen begegnet. Helfenden, anpackenden Menschen.

    „Der Zufall“
    Weiteres pathetisches Geschwafel. Und Behauptungen seufz
    Frau Merkel wurde zunächst für Ihre Handlungsweise gelobt. Offen gestanden fand ich ihre Formulierungen da schon unglücklich gewählt. Es war leider klar, dass diese gegen sie benutzt werden würden. Die Stimmung kippte erst einige Zeit später bei einem kleinen Teil der Bevölkerung ins Gegenteil. Dieser machte dann sehr viel Lärm und erhielt große mediale Aufmerksamkeit. (Wenn die Behauptungen der „Lügenpresse“-Schreihälse stimmen würden, hätte diese Berichterstattung komplett anders laufen müssen.) Wer diesen Ablauf der Dinge so nicht mitbekommen hat, war zu der Zeit auf Urlaub im Weltall.

    „Das Märchen vom bösen Deutschen“
    Pathos, auch wenn ich gerne nicht für Böse gehalten werde. Offzielle Zahlen belegen (Ja, ich weiß, die stammen von unserem diktatorischen System und deren zentral gesteuerten Organen, der zensierten Lügenpresse^^), dass eher rechtsradikale Gewalttaten verschwiegen und nicht angemessen oder gar nicht bestraft werden. Das ist aber letztlich ein zynisches Gehabe, wer denn jetzt schlimmer sei. Entscheidend ist doch, das möglichst alle kriminellen Vergehen aufgedeckt und bestraft werden. Was natürlich eine Utopie ist, aber man kann sich verbessern und und unsere vergleichsweise ohnehin schon nicht so hohe Kriminalitätsrate weiter verbessern.

    „Ab in den Dschungel“
    Zum Schluss endlich mal was, dass ich bedingungslos unterstreichen kann 🙂 Diese Dschungelcamp-Guck-Mentalität finde ich auch furchtbar.
    Aber auch hier wieder, Verallgemeinerung. Ich kenne niemanden, der nur bestimmte Terroropfer bedauerlich findet und andere gutheißt. Ob religiöser Terrorismus, rechtsradikaler oder linksradikaler, oder welcher auch immer. Sie sind alle schlimm. Und wir müssen uns gegen alle erwehren. Mauern zu errichten ist allerdings keine geeignete Lösung und wird nicht zur Besserung führen. Ich hoffe, da stimmst Du mir zu. Bei allem, was ich an unterschiedlichen Sichtweisen und Meinungen zwischen uns ausgemacht habe, ist mir der Blick auf Gemeinsamkeiten wichtig. Denn nur über diese können wir zueinander finden und gemeinsam Probleme lösen und in dem was uns unterscheidet zueinander finden. Das gehört zu meinem Weltbild und meinen Werten und dazu stehe ich. Wie sieht das bei Dir aus?

    Besten Gruß,

    Jo

    • Kann es sein, dass du meinen Blog erst kurze Zeit liest? Zu Antworten über die Hintergründe des Artikels empfehle ich meinen Blog ab ca. Spätherbst 2015 zu lesen. Die meisten meiner Artikel bauen aufeinander auf. Wie etwa jener über den Neoliberalismus, der ein Folgeartikel zum Schweigen der Lämmer war. Gleiches gilt für das hofieren des Fremden. Ein Satz, der von Professor Bassam Tibi stammt. Beide sollte man kennen.

      Deinen Kommentar habe ich mit Interesse gelesen und analysiert. Leider bist du nicht sachlich geblieben und ich streite mich nie im Internet. Daher wäre es verlorene Lebenszeit umfassend darauf zu antworten. Meiner Mutter Pathos vorzuwerfen ist dann schon vorab das K.O.-Kriterium.

      Aber Debatten in Deutschland fehlt es generell an Toleranz. Das darf ich nun in einer Woche schon zum zweiten Mal schreiben. Statt sich auf intellektueller Ebene sachlich auszutauschen, wird man oft persönlich. Auch dir, wie schon zuvor einer anderen Leserin, empfehle ich Schopenhauers Werk „Die Kunst Recht zu behalten.“ Das kann enorm helfen.

      Fazit: Ich halte es für besser, wenn du auf weitere Kommentare und Attacken verzichtest. Bestimmt findest du andere Blogs, die deiner „Neigung“ mehr entsprechen. Wir verstehen uns?

      • Schade das Du Dich auf so einen Standpunkt zurückziehst und dabei mein Auf Dich zu gehen und die Inhalte ignorierst. Attacken fahre ich nicht, mir geht es um Austausch, Inhalte und sich annähern. Aber ich akzeptiere, wenn Du das nicht möchtest. Danke für Deinen Literaturtipp, Schopenhauer ist mir bereits bekannt, genau wie die Sophisten.

      • Zitat: „Schade das Du Dich auf so einen Standpunkt zurückziehst und dabei mein Auf Dich zu gehen und die Inhalte ignorierst.“

        Was habe ich verpasst? Du eine Menge Lebenszeit, die du offensichtlich gern damit verbringst von dir abzulenken. Aber das ist einfacher, als sich selbst kritisch gegenüber zu stehen. Was wäre, wenn du mehr Zeit mit dir verbringst. Oder hast du so große Angst davor?

        Finde ich es schade, dass du so reagiert hast? Nein. Warum sollte ich. Aber wie wäre es, wenn du über die Intention eines Artikels / Blogs nachdenkst statt lediglich einen einzigen Beitrag zu zerpflücken, der dich in deiner rosa Filterblase stört.

        Welche Inhalte sollen das sein? Deine Selbstdarstellung als Gutmensch? Du wertest, du belehrst, ignorierst aber (absichtlich) meine Hinweise und Frage(n). Du wirkst übermotiviert auf mich und in einer Art Wahn alles und jeden zu therapieren. Wie wäre es, wenn du dir selbst Hilfe suchst? Wobei ich bezweifle, dass partiell von der Realität abgekoppelte Menschen therapierbar sind.

        Zitat: „Attacken fahre ich nicht …“

        Sollte dir unbekannt sein, dass Negationen das Gegenteil bewirken?

        Zitat: „… mir geht es um Austausch, Inhalte und sich annähern.“

        Ach wirklich?

        1. Sieben mal der Vorwurf „Das ist Pathos“, dabei das bewusste ignorieren von wem Aussagen stammen und der Angriff gegen meine Mutter. Das ist unterste Schublade der Rhetorik.

        2. „Das als „Virus“, also etwas krankes, zu bezeichnen, lässt Dich in einem geistig sehr engstirnigen Licht da stehen.“ Wo stehst du noch?

        3. „Wenn es Dir wichtig ist, dass Deutschland ein blutiges Kapital hat, das nicht aufgearbeitet wurde, kannst Du dich ja daran erfreuen.“ Die Nazi-Keule. Echt jetzt?

        4. „Was für ein lächerliches, unrealistisches Bild willst Du denn hier von der Gesamtheit einer politischen Richtung oder Partei aufbauen?“ Wie wäre es, wenn du meinen Artikel über die GRÜNEN liest und weniger Polemik in Kommentare einfließen lässt.

        Wer 8 DIN A Seiten braucht um etwas zu sagen, bzw. zu verschleiern, sollte sich vielleicht selbst fragen, ob das a. kürzer und vor allem b. ohne Polemik geht. Wäre es vielleicht besser, die berühmte Nacht über Aussagen zu schlafen?

        Zitat: „Aber ich akzeptiere, wenn Du das nicht möchtest. Danke für Deinen Literaturtipp, Schopenhauer ist mir bereits bekannt, genau wie die Sophisten.“

        Ach die Sophistik, die Kunst, durch falsche Dialektik das Wahre mit dem Falschen zu verwirren und durch Disputieren, Widerspruch und Schönschwatzen Beifall und Reichtum zu erwerben … etc. etc.

        Letztlich der Versuch doch noch einen Dialog zu führen und Nähe zu finden, nachdem dein Monolog gescheitert ist. Wie wäre es, wenn du für zukünftige Kommentare auf anderen Blogs einen Schnellkurs in Rhetorik buchst?

  7. Wie steht deine Einschätzung dazu, dass du die erlebte Wirklichkeit eines „echt deutschen“ Patriotismus leben kannst?
    Alt meine ich, dass dir als „asiatisch aussehende“ vermutlich doch eine andre Reaktion zukommen wird als dem arosch blonden, kernigen Mann – auch wenn eure Gedanken die selben sein mögen.

    Ich empfinde es so, dass deine Darstellung „nur die Deutschen meinen das sie gleich Nazis sind“ zu simpel ist und kann in meiner erlebten Wirklichkeit sehr deutlich spiegeln das dem nicht so ist.
    Es GIBT Gründe, warum ich Patriotismus ablehne
    Auch weil ich es muß um nicht in Schubladen zu enden.

    Deine Meinung? Und bitte mit ohne Zynismus.

    • Wo habe ich mit dir jemals Zynismus ausgetauscht? 😉

      Auf Patriotismus bezogen denken JapanerInnen völlig anders. Wir sind so geprägt, das haben wir quasi mit der Muttermilch mitbekommen. Aber verwechselst du nicht auch Nationalismus und Patriotismus? Nationalismus, in der Form von trögen Glatzen, die ewig gestrige Parolen in Bierlaune skandieren, lehne ich ab. Aber das solltest du wissen, wenn du mich näher kennst, bzw. länger liest.

      Wir hatten das Thema doch schon, du erinnerst dich? Hier ist der Link:
      https://nandalya.wordpress.com/2016/06/22/fussball-fahnen-patriotismus/

      Warum lehnst du Patriotismus ab?

      • ICH vor mir verwechsele es nicht und nein: ich meine Patriotismus. Aber meine Muttermilch war eben eine andere und in dieser war ganz klar Doktrin (und erlebte Welt), dass ich nicht patriotisch (im Sinne von Heimat liebend) sondern nationalistisch empfunden werde. Ich als private Person und „unser“ Land als solches.
        Quasi als Erbschuld im Land. Und ja, das meint Flagge schwingen beim Fußballspiel (als ich Kind war wurde Mensch noch sehr befremdlich dafür angeschaut). Unter der Prämisse gesund stolz zu sein? Schwer.

        Ich lehne Patriotismus ab (trotz des Textes), da er den Stolz auf ein merkwürdiges Konzept stützt. Ich liebe die Landschaft hier. Was daran ist der Verdienst „meines“ Volkes? Ich mag kluge Erfindungen. Warum sollte ich das „dem deutschen Geist“ zuschreiben? Ich mag wenn das bessere / sympathischere Team gewinnt. Warum sollte ich besonders „mein“ Team anfeuern? Das sind alles Assis. Glaube ich.
        Und warum ist dieses meines und das andre nicht?
        Gut ist was gut ist (ein Euro für die Floskelkasse). Das auf eine lokale Komponente zu fokussieren die gänzlich zufällig ist. . . für mich sinnlos.
        Warum Patriot, wenn ich auch Humanist oder sogar alles liebend / ablehnend sein kann. Oder mal die mal das. Denn ich bin ich. Und dann Deutscher. Diese Komponente sehe ich trotz allem außerhalb des Patriotismus verankert.

        Patriotismus ergibt keinen Sinn. Nicht für mich, nicht wenn man einen Schritt weiter denkt, da seine Basis für mich zu zufällig ist.
        Dennoch würde ich mich nicht identitätslos nennen.
        Ebensowenig wie Menschen außerhalb der Norm unmenschlich sind.
        Vielleicht führt meine Ideologie zum Ruin des deutschen Staates. Aber, hier der Knackpunkt: das wäre okay. Wenn es scheitern soll, dann wird es das. Oder sich verändern und anders weitergehen. Das ist okay und für mich kein Problem. Bin ja nicht patriotisch 😉

      • Danke für diesen doch sehr ausführlichen Kommentar. Mir stellt sich die Frage, ob du – nicht wertend gemeint -, auch ein Opfer deutscher Nachkriegspolitik und linker Ideologie bist. Oder bin ich das Opfer japanischer Tradition? Für mich eierst du quasi um das Wort „Patriotismus“ herum. Du bist schon irgendwie so ein klein wenig stolz, aber du gestattest es dir nicht. Dafür bin ich dann doppelt, okay? 😀

        Seit ich hier lebe versuche ich Deutschland zu verstehen. Das gelingt mir vielleicht nicht so ganz. So wenig, wie andere die japanische Mentalität begreifen.

        Für mich ist es falsch bis unmöglich, Deutsche katzbuckelnd auf Knien zu sehen. Soll die Generation „Deutsch“ bis ins siebte Glied verflucht sein für die Taten einiger? Japan wird vorgeworfen nicht zu den Gräueltaten von WW II zu stehen. Das ist so nicht richtig. Langes Thema, das ich gern in einem anderen Artikel näher erläutern kann.

        Ich war früher GRÜN, das habe ich schon mehrfach propagiert. Vor einigen Tagen oder Wochen, habe ich eine Aufzeichnung (Talkshow) mit Daniel Cohn-Bendit gesehen. In welcher fiktiven Welt lebt dieser Mann? Ihn sehe ich als klassisches Beispiel des Linken, mit ideologisch vernebeltem Hirn. Da ist mir ehrlich gesagt jeder Konservative lieber, obwohl der keine LGBT-Politik vertritt.

        Fußball Assis, Glatzen, Stammtischparolen, sie prägen glaube ich das Bild des „Patrioten“ auf falsche Weise. Ich mag deutsche Dichter, Komponisten, Literatur, selbst Köln. Insiderwitz einer Düsseldorferin. Ich mag die deutsche Sprache, die, glaub es mir bitte, sehr fremd für mich war! Nach einem Jahr sprach ich sie fließend und ohne rheinischen Dialekt. Aber den kann ich zumindest imitieren.

        Ich mag Humanisten. Ehrlich! Auch als „Kriegerin“ für Frauenrechte, sind andere nicht mein Feind. Du würdest dich vermutlich gut mit meinem türkischen „Onkel“ verstehen, der Philosophie und Germanistik studiert hat. Witzig bei ihm, dass er patriotischer als jeder Deutsche ist und gleichzeitig abgehobene Thesen zum „Fremd sein“ aufstellen kann, die bei anderen für Knoten im Denkapparat sorgen.

        Deutschland wird nicht scheitern. Nicht wegen dir, nicht an dir. Ich bin davon überzeugt, dass „wir“ alle uns wieder auf uns selbst besinnen und das Schiff in ruhigere Fahrwasser kommt. Und dann, aber auch nur dann höre ich damit auf zu provozieren und wir sprechen ganz entspannt über (Frauen)Fußball. 😀

      • Ich bin ganz bestimmt durch das Gedankengut einer Generation beeinflusst, die einen Weltkrieg hinter sich hat. Ob ich mich damit als Opfer oder als links bezeichnen würde. . . Eh.
        Es ist nicht zu leugnen das ich (und vermutlich auch eine Menge anderer) so heiß geworden sind. Mit dem Damoklesschwert „Nazi“. Diesen Menschen eine Leugnung ihrer Identität zuschreiben geht da jedoch zu weit. So bin ich. DAS bin ich. Es mag sie nicht gefallen, es mag dir nicht einleuchten. Aber ich werde vermutlich so bleiben.
        Ich bin stolz, ja. Aber eigentlich nie auf etwas „auf patriotische Weise“. Darf ich nicht auf sie Niedlichkeit der Pandaa stehen, weil sie chinesisch sind? Von den Menschen begeistert sein die sich für die Säuberung der Weltmeere einsetzen, da sie keine Teutschen Wurzeln haben?
        Du hast Recht. Hier zu sagen „kein Patriotismus, doch Patriotismus“ ist müßig. Niemand ist immer nur eine Sache. Ich konstruieren mein Selbst ohne den Gedanken von Patriotismus. Wenn ich es mal bin, passiert das sozusagen „aus Versehen“. So wie wir alle mal rassistisch sind (ja. Alle)
        Aber klar, sei so viel du willst. Es ist ja nichts schlimmes. Für mich halt überflüssig. Aber das sei nur meine Sicht.
        Ob sie das soll? Ja. Vermutlich soll sie das. So ist das wo der Menschen. Du warst einmal böse, nun musst du tausendfach betteln um meine Gunst zurückzukommen. Aber abgesehen davon: hier könnte sich die Diskussion aufmachen ob es offen und „sozial“ (Sammelbegriff und definitiv zu ungenau) oder katzbuckelnd knieend. Wieder eine frage wie man sich selbst definiert.

        Ich hab ja gehört der Düsseldorfer Karneval soll viel lustiger sein als der in Köln. (Gott bin ich froh das es das in Berlin nicht gibt)
        Aber lass uns doch was spannendes anschauen als Fußball (ob nun Frauen oder Weicheifußball)… weiss nicht. Kataraktoperationen oder den Werdegang von Krätze.
        Karneval und Fußball sind sowas patriotisches. Massengleichschaltung. Wueh. 😉

      • Halten wir fest: Du bist (k)ein Patriot, hast aber durchaus Humor, der sich über deine Liebe zu Pandafußball definiert. 😀

        Spaß beiseite. Ich akzeptiere wer und was du bist. Trotzdem werde ich weiter auf von mir so empfundene Defizite in Deutschland aufmerksam machen. Die Kritik richtet sich primär gegen die immer offener ans Licht tretende Bevormundung von Medien und Staat, der Eliten, die uns per Meinungsmanagement manipulieren. Dankeschön für deinen inhaltlich guten und sachlichen Kommentar.

      • Pandafußball😍😍
        Wie alle haben unsre Vorgehen gegen das Verbrechen das sich Medien nennt. Deines ist nervenaufreibender als meines (Abschottung) aber vermutlich hilfreicher. Ich las letztens
        „My wish to stay well informed is currently at odds with my wish to stay sane.“
        Wie immer Danke ich für den Austausch und wünsche dir weiter einen schönen Kampf 🙂

  8. Da hast du mal wieder den Nerv der LeserInnen getroffen, was man an den vielen und lang ausgearbeiteten Kommentaren erkennt. 😉 Wer ist für dich eigentlich das kleinere Übel, Merkel oder Schulz? Dass du von beiden nicht gerade ein Fan bist, ist mir ja bereits aufgefallen. 😀

    • Natürlich habe ich den Nerv getroffen, das war doch die Absicht. 😉 Leider kam bisher nur wenig substanzielles. Was ist deine Meinung zur Kernaussage des Artikels?

      Über Schulz gibt es noch einen gesonderten Artikel. Ich muss erst noch mehr von ihm lesen / hören / sehen.

      • Dabei stelle ich lieber die Fragen. 😅
        Auch ich glaube, dass die Berichterstattung der Medien zu einseitig ist. Ebenfalls bin ich der Auffassung, dass jede Nation Kriegsverbrechen etc. begangen hat. Wir sind die Nation, die sich am meisten darüber identifiziert und darum keinen Nationalstolz hat (haben darf). Wenn alle Menschen wirklich gleich sind (deutsches Grundgesetz), dann sollten für alle Menschen auch die gleichen Rechte und Pflichten gelten. Es hapert, wie immer an der Umsetzung. Ich weiß, es ist eine sehr vorsichtige Antwort auf deine Frage. 🙂

      • Ach ja, noch etwas zu Merkel und der Flüchtlingspolitik. Durch die Flüchtlingskrise kann sich Merkel nur Feinde machen. Entweder wird sie als zu rechts oder zu links wahrgenommen. Sie hat sich wahrscheinlich für das vermeintlich kleinere Übel entschieden (zu links). Wie du schon erklärt hast, haben Rechtsradikale in unserer deutschen Gesellschaft einen schlimmeren Stellenwert als Linksradikale. Durch den Terrorakt in Berlin, scheint sich nun in der CDU ja auch wieder etwas zu verschieben (weg von links). Durch Amri wird das aber auch nun von der Mehrheit der deutschen Gesellschaft plötzlich für vernünftig erklärt.

      • Die Mehrheit der Deutschen – 53 % – sind gegen weitere muslimische Einwanderer. Merkel selbst hat schon längst wieder ihren Kurs gewechselt, als sie den Widerstand spürte. Offiziell bleibt sie bei „Wir schaffen das!“, inoffiziell geht sie anders vor, bzw. lässt es machen. Sie lässt sich dabei wieder treiben, um es salopp auszudrücken und reagiert nur wieder auf etwas / jemand. Einen wirklichen Plan hat sie nicht.

        Der Fehler in der Debatte liegt immer noch oder wieder bei dem Wort „Flüchtling.“ Wie du vielleicht bei dem Monolog eines Gutmenschen gelesen hast, wird der Wirtschaftsflüchtling ebenso konsequent ignoriert, wie die jungen Männer, die die Mehrheit bilden. Es geht immer nur um Frauen und Kinder. Und natürlich muss man denen helfen.

        Ich habe nicht von Rechtsradikalen gesprochen, auch hier ist schon wieder der Kardinalfehler deutscher Diskussionskultur. Rechte, wozu ich auch die CDU/CSU zähle, die AfD und die NPD, sind in erster Linie demokratische Parteien, die im Fall der NPD, allerdings verfassungsfeindliche Ziele hat, aber zu unbedeutend ist, um verboten zu werden.

        Rechtsextremisten haben eine andere Qualität, dabei handelt es sich um ca. 10.000 Gewaltbereite, die es bundesweit gibt. Eine Zahl, die sich fast 1:1 mit den gewaltbereiten Linken deckt. Der Fokus liegt aber fast nur auf „Rechts“, wenn irgendwo etwas passiert. Von linken Gewalttaten spricht man nur verschämt.

        Die Presse setzt nun das Empörungs- und Meinungsmanagement dazu ein, um der Öffentlichkeit die Gefährlichkeit der Rechtsradikalen, bzw. durch die auch von dir versehentlich gemachte Sprachvermischung gebrandmarkten Rechtspopulisten deutlich zu machen. Alles was also rechts der CDU/CSU ist, wird zu „Rechtsextremistisch“ und ist damit böse. Die manipulierte Öffentlichkeit folgt diesem Gedanken und verurteilt sofort z. B. einen Björn Höcke, wenn der, von der Presse bewusst falsch zitiert, von einem „Denkmal der Schande“ spricht. Ich habe mir die Rede angesehen und kenne den richtigen Wortlaut. Aber weder musste er das sagen noch muss man das gut finden. Nur hat es schon Rudolf Augstein vor fast 20 Jahren ähnlich gesagt. Aber dem gehörte bekanntlich der Spiegel. Hier sieht man dann ganz deutlich, wo dieses Land steht. Auch wenn es links-grüne Ideologen gern verneinen und Zeter und Mordio schreien.

  9. Wovor kann Frau Merkel mich persönlich denn schützen? Ja, brauche ich eigentlich eine Frau Merkel zu meinem Schutz? … und alle Ausländer in Europa zusammen, lassen bei mir auch nicht das Gefühl aufkommen, ich hätte ihren Schutz nötig. Die Politik soll die Möglichkeit schaffen, dass sich jeder Mensch frei entwickeln und sein Glück finden kann. Jeder Mensch.

    Weiterhin … die Schuld, die unsere Vorfahren auf sich und uns geladen haben, war nicht einfach nur, dass in einem Krieg ein paar Menschen umgekommen sind, sondern dass ein ganzes Volk auf furchtbare Weise, gezielt geplant, komplett ausgerottet werden sollte. Das hätten die Neandertaler wahrscheinlich nicht getan. Warst Du nie in Auschwitz? Dann solltest Du es nachholen… Buchenwald läge näher und ist auch schon ausreichend bedrückend.

    • Fühlst du dich schuldig? Hast du, haben deine Eltern / Großeltern Menschen umgebracht? Hast du keine Identität? Wie wäre das, wenn wir alle stolz auf unsere Nation(en) sein könnten?

      Du sprichst Auschwitz an. Kennst du die Bilder von Nagasaki und Hiroshima?

      • Ja, klar. Kenne ich diese Bilder. Und ehrlich gesagt, als Mensch schäme ich mich auch dafür, dass Menschen anderen Menschen so etwas angetan haben. Das heißt jetzt nicht, dass ich deswegen nicht schlafen kann, aber es bedeutet, dass mir das, was uns zu diesen Bildern geführt hat, doch gehörig Angst macht. Und nein, ich bin nicht stolz auf die Deutschen, wenn ich Parolen und pauschale Hetze höre.

        Abgesehen davon waren meine Großeltern der einen Seite Kinder im Krieg und haben fast alle Brüder verloren – im Krieg und danach (Selbstmord, ja, vielleicht aus Schuld). in den letzten Kriegsmonaten waren sie auf der Flucht. Sie wissen genau, wer ihre Kindheit versaut hat. Mein anderer Opa war in sowjetischer Gefangenschaft und hat seine Teilnahme am Krieg hart büßen müssen. Ich weiß nicht, inwieweit er freiwillig Soldat war. Aber ja, es tut mir auch für ihn leid. Sein Leben war genauso verhunzt und seine Gesundheit erst recht. Meine Vorfahren haben sich verführen lassen und mit ihnen Millionen andere Deutsche.

        Nationen sind so kleine Gebilde, die meisten sogar relativ jung. Ich bin stolz auf einige Deutsche, die etwas in ihrem Leben geleistet haben. Dazu gehört auch meine Familie, die mir das Leben leichter gemacht hat und mich bis heute behütet. Wie soll ich denn stolz auf Millionen von Menschen sein, die ich gar nicht kenne? Weiß ich, was die in ihrem Leben schon Gutes getan haben? Ich brauche keinen Nationalstolz. Ich will ein guter Mensch sein- daran zu arbeiten, ist schwierig genug. Dass ich in Deutschland geboren wurde, ist doch nur Zufall. Du und ich könnten genauso gut Flüchtlinge sein.

      • Ich zitiere den Politikwissenschaftler Professor Patzelt, der einen wichtigen Vortrag über Patriotismus gehalten hat. Patriotismus und nicht Nationalismus!

        Wörtlich: „Patriotismus meint im Grunde nichts anders, als dass man Zuneigung hegt, zu jenem Flecken der Erde, auf dem man entweder zufällig geboren worden ist oder in den man eingewandert ist und dort sich beheimatet hat, dass man Zuneigung empfindet zu den Leuten, die mit einem gemeinsam dort leben, dass man den Entschluss fasst, für diesen Flecken Erde, mit diesen Leuten, die hier sind, für das Gemeinwohl etwas zu tun, dass man sich freut, wenn man in einer Gemeinschaft tüchtiger Leute ist und dass man diese Freude auch zum Ausdruck bringt.“

        Kannst du dich mit diesen Worten in etwa identifizieren? Ich kann es. Und ich bin bekanntlich nur „eingewandert.“ Du weißt schon, so als kleines Kind. 😉

        Es macht mich stolz Deutsche zu sein und doch Japanerin zu bleiben. Das ist kein Widerspruch für mich, ich liebe meine Länder. Nationalstolz, im Sinn von Nationalismus, liegt mir fern. Aber genau das lesen / denken Deutsche, wenn es um „stolz zu sein auf Deutschland bzw. auf Errungenschaften in Literatur, Musik und Wissenschaft“ geht, um nur einige zu nennen. Das hast du selbst bestätigt. Wo ist also das Problem?

        Ich will mich nicht wiederholen, vieles habe ich bereits im Text selbst und anderen Kommentaren gesagt. Aber eine Nation, die Schuldgefühle über Generationen konserviert und darunter leidet, bzw. es muss, diese Nation kann keine gesunde Nation werden. Dabei geht es nicht um die Verleugnung von Gräueltaten, wie das etwa von der NPD propagiert wird. Die Mahnmale, die ehemaligen KZ, existieren. Und ja, ich kenne einige. Aber ich empfand keine Schuld. Eher Wut auf die feigen Mörder. So denke ich.

        Auch meine Vorfahren haben sich von Japans Führung in einen Krieg treiben lassen, für den die USA mit verantwortlich sind. Trotzdem mag ich AmerikanerInnen. Und Japaner empfinden gegenüber China keine Schuld. Bzw. anders, was auch am Buddhismus und dem Glauben an die Wiedergeburt liegt, als im Westen.

      • Ich glaube, dass „Schuld“ das falsche Wort ist. Für mich ist es eher eine besondere Verantwortung, die ich übernehme, weil ich es selbst nicht fassen kann, dass wir uns als Deutsche zu so etwas hinreißen lassen haben. Ich habe leider auch schon oft mit Leuten aus dem Inland und Ausland diskutieren müssen, die eher nationalistisch als patriotisch waren. Deshalb stellen sich bei mir sämtliche Nackenhaare auf und ich denke nur: wehret den Anfängen. Stolz auf Literaten, Forscher, Wissenschaftler, Freunde und Bekannte zu sein, ist kein Problem für mich. Stolz auf ein Stereotyp zu sein, schon.

        Wenn ich patriotisch bin, dann beschränkt sich der Patriotismus tatsächlich auf meine unmittelbare Heimat, in deren Gemeinde ich tätig war und mit den Menschen dort gemeinsam Dinge unternommen und aufgebaut habe. Aber auch in diesem Sinne bin ich stolz auf bestimmte Menschen und nicht eine Gruppe im Allgemeinen. Und ich hisse deswegen jetzt keine Brandenburgfahne auf meiner Terrasse?

        Ich lebe auch gern hier in meiner Stadt in Italien und kenne und schätze die Menschen, mit denen ich täglich Kontakt habe. Aber natürlich möchte ich Dir Deine Gefühle für Deine beiden Heimatländer nicht absprechen. Es ist ja schön, dass junge Leute sich patriotisch fühlen. Man sollte nur genau wissen, auf was man da stolz ist und nichts pauschalisieren.
        .

      • Warum müssen die Kindeskinder von Menschen „eine besondere Verantwortung“ übernehmen, wenn diese Menschen in der Masse keine Schuld tragen. Ich glaube wir haben alle keine Vorstellung von der Terrorherrschaft der Nazis und wie sie das Volk unterdrückten bzw. manipulierten. Dazu habe ich die Berichte von Zeitzeugen gelesen und fand die sehr aufschlussreich. Aus Japan und Deutschland!

        Immerhin bist du nun doch „so ein bisschen“ stolz und schon haben wir einen gemeinsamen Nenner gefunden. Ich werde in den nächsten Tagen noch einen weiteren Artikel über Patriotismus bringen, der vielleicht einige Dinge noch deutlicher macht. Dir vielen Dank für deine ausführlichen und sachlichen Kommentare.

      • Ich danke Dir für Dein Kompliment. Es fällt mir nicht schwer, dabei sachlich zu bleiben, weil Du das genauso machst. 🙂

        Meine Verantwortung resultiert aus dem Bewusstsein, dass ich selbst bestimmte Schwingungen eher spüre als andere und weiß, wie leicht manipulierbar der Mensch ist, wenn man ihm nur einen Knochen hinwirft. 😉 Wie ich schon sagte: „Wehret den Anfängen.“Von Natur aus bin ich eher vorsichtig.

        Vielleicht könntest Du auch mal darüber nachdenken, dass zwei Generationen in einem Teil Deutschlands noch in einem recht totalitären System aufgewachsen sind. Meiner Meinung nach habe ich aus diesem Grund eine starke Abneigung gegen Massenbewegungen und massenhafte, laute Zusammenrottungen von Menschen und dieses Gespürt dafür, wie Gemeinschaftsgefühl in jede Richtung gelenkt werden kann.

      • Als LGBT-Aktivistin, war ich auf einigen Kundgebungen unter anderem in Stuttgart unterwegs und habe die von dir angesprochenen „Zusammenrottungen“ christlicher FundamentalistInnen erlebt, die mit zum Teil wirren Argumenten gegen den Bildungsplan in BaWü waren. Ich habe den „Schwarzen Block“ der Antifa erlebt, eine gesichtslose Masse von Schlägern, die selbst ich gemieden habe. Mit beiden Gruppierungen habe ich so mein Problem. Während die Antifa gegen alles, aber besonders Deutschland ist, hat die andere Fraktion lediglich ein Verständnisproblem. Ich habe mit einigen jüngeren gesprochen, die uns plötzlich als Menschen wahrgenommen haben, die Kinder mögen wie sie. 😉

        Ich habe nicht nur BWL im Kopf, Deutsch und Geschichte war immer mein Ding. Vor allem die Geschichte dieses Landes und Japans. Mit der Sprache, mit meiner Integration, kam auch das Interesse an der Vergangenheit.

        Deutschland in den Nachkriegsjahren, hatte wirklich ein Problem mit seinen Beamten und Behörden, die es 1:1 von den Nazis übernahm. Stichwort: BKA und Außenministerium. Ich hatte darüber in einem anderen Blog referiert. Komisch, dass das nichts ins Bewusstsein der Leute kommen will. Es ist erschreckend wie wenig die Öffentlichkeit davon (noch) weiß.

        Aus Interesse habe ich mir nicht nur Dokumentationen angeschaut sondern auch Bücher darüber gelesen und Interviews mit Zeitzeugen. Der ehemalige OB von Stuttgart, Manfred Rommel, ist nur einer davon. Auch wenn er CDU war fand ich ihn durchaus – als Politiker und Mensch – sympathisch. Seine „Regentschaft“ war vor meiner Zeit. Aber er hat mit die Grundlage für das heutige Stuttgart geschaffen und das finde ich gut.

        Den Anfängen zu wehren gegen jede Form des Radikalismus, wird immer meine Unterstützung finden. Im Gegensatz zu vielen Deutschen, habe ich zwei offene Augen und bin nicht auf den linken blind. Ich liebe dieses Land und seine Menschen. Aber wer „Deutschland verrecke!“ skandiert, der findet in mir eine entschlossene Gegnerin. Leider berichtet die Presse nur zögerlich über solche Aufmärsche und richtet den Fokus immer nur an den sogenannten rechten Rand der CDU/CSU.

        Wenn wir also den Anfängen wehren wollen und diese von dir angesprochene Verantwortung übernehmen wollen, sollte sie dann nicht auch gegen linke Extremisten sein? Oder hat man die Rote Armee Fraktion schon wieder vergessen? Die LINKEN offensichtlich. Sonst hätten sie dem ehemaligen Terroristen Christian Klar keinen Zugang zum Bundestag ermöglicht. Du kennst die Geschichte bestimmt.

        Was mich in diesen Tagen nachdenklich macht sind nicht aus der Luft gegriffene Vergleiche mit der Weimarer Republik, dem Kampf von „Rot Front“ gegen die „Braunen Brigaden“ und der momentanen linken Hetze gegen alles, das nicht Mainstream oder politisch korrekt in ihren Augen ist. Mit meinem Verständnis von Demokratie, hat es wenig zu tun, wenn ein Justizminister eine ehemalige Stasi-Mitarbeiterin in seine Task Force holt. In meinen Augen hat Frau Kahane „Dreck am Stecken.“ Da kann sie noch so viele Gutachten präsentieren! Niemand weiß, was auf den 400 geschwärzten Seiten steht, die das Gutachten ihrer Unschuld nicht beleuchtet.

        Und noch ein letztes Wort zu Manipulationen. Wir alle werden ganz gezielt von den Eliten gelenkt. Natürlich auf eher harmlose Weise per Medienberichterstattung und nicht per Dekret und Brandrede eines Propaganda Ministers. Wäre es nicht ein Fortschritt, wenn zukünftige Regierungen zwar nie die deutsche Vergangenheit vergessen, aber aufrecht und mit mehr Stolz in die Zukunft sehen, als quasi auf den Knien vor selbsternannten Zentralräten zu rutschen, die unter anderem Wahlkampf für den „Sultan vom Bosporus“ machen.

      • Ich glaube nicht, dass es linken oder rechten oder irgendwelchen Extremisten um „Schuld“ oder eine „besondere Verantwortung“ geht. Na, gut… den Christen vielleicht, aber die setzen „Schuld“ ja schon viel früher an, und dafür habe ich nun wieder absolut kein Gespür.

        Du schreibst (bist) sehr leidenschaftlich und kommst von einem zum anderen. Ich teile bei Deinen Beispielen Deine Meinung, aber bei der Lenkung durch Medien möchte ich doch hinzufügen, dass wir deutlich mehr Möglichkeiten der Information haben, als man z.B. im Dritten Reiche hatte. Und die „besondere Verantwortung“ von der ich sprach, bedeutet für mich, dafür zu sorgen, dass sich die Geschichte nicht schon wieder wiederholt.

        Ich denke, gebüßt haben wir nach dem Krieg genug für die Taten unserer Vorfahren und die materielle Schuld ist abgetragen. Vielleicht haben wir uns am Anfang falsch verstanden. Ich habe kein Problem damit, eine Deutsche zu sein. Ich weiß ziemlich genau, dass ich in vielen Dingen das Stereotyp schlechthin bin.Ich muss es nur nicht herausschreien oder Fahnen schwenken. Ich bin einfach nur froh darüber, dass ich in einem Land geboren bin, wo es den meisten Menschen gut geht und wo wir in der Lage sind, anderen dabei zu helfen, dass es ihnen auch gut geht. Klar, dass nicht alles Sonnenschein ist, aber wenigstens kann jeder sagen, was er denkt und, wenn Du Dich politisch engagieren willst, nur zu. Vielleicht haben wir dann in ein paar Jahren jemanden, der sich deutlich positioniert und Lösungen anbietet. Das würde mir das Wählen sehr erleichtern.

      • Ja, wir können durch das Internet auf deutlich mehr „Informationen“ zugreifen, als unsere Vorfahren. Aber die Qualität ist fraglich.

        Wir werden von den Medien, um es einfach auszudrücken, mit Propaganda überhäuft, die sich gezielt in Form von Emotionen in unser Bewusstsein pflanzen lässt. Bilder von Krieg, Tod und weinenden Kindern. So werden Menschen willig gemacht.

        Gleiches gilt für die Schuldfrage der Deutschen. Hämmere ich 70 Jahre lang fast täglich das Wort „Schuld“ auf eine Nation, zeige ich immer und immer wieder die gleichen Bilder, ist das eine extreme Form der Manipulation.

        Warum das gemacht wird? Darüber wird es mit mehr Zeit von meiner Seite noch einen oder mehrere Artikel geben. Nein, keine Theorien. Was ich schreibe belege ich mit Fakten.

        Man sollte sich vielleicht folgende Frage stellen, um der Wahrheit ein Stück näher zu kommen: Wem nützt es, wenn ein Volk keine Identität hat und sich quasi selbst verleugnet? Nein, nicht der Regierung, aber auch. Wenn du die Antwort kennst gibt es ein dickes Lob von mir. Alternativ musst du leider eine Weile warten. Ich gehe jetzt mit meinen Mädels Fasching oder Karneval feiern! Alaaf und Helau! 🙂

      • In der Gewissheit, Dich nicht vom Karnevalsvergnügen abzuhalten, schreibe ich Dir schnell noch, dass ich auf die angekündigten Beiträge warte. Mein Problem mit der deutschen Identität ist jedoch gewiss nicht die Schuldfrage, sondern eher die deutsche Teilung.

        Nun der Zusammenhang zwischen der Teilung und der Schuldfrage: Wir im Osten waren, so wurde es uns als Kindern jedenfalls dargestellt, die Guten; überspitzt gesagt: alle direkte Nachfahren von Rosa Luxemburg und auf jeden Fall Antifaschisten. Das kann also nicht der Grund für den geringen Nationalstolz sein – jedenfalls nicht allein.

      • In einer Dokumentation über die DDR, habe ich einen jungen Erich Honecker und seine spätere Frau Margot als FDJ-Mitglieder gesehen. Stellt man die Uniform und deren Veranstaltungen jenen der Nazis gegenüber, wird man so gut wie keinen Unterschied sehen. Das Hakenkreuz wurde lediglich durch Hammer und Sichel ersetzt. Die auf die Menschen einprasselnde Propaganda unterschied sich lediglich durch die Worte „Sozialismus“ und „Demokratie.“ Beides war gelogen.

      • Na, einen entscheidenden Unterschied gab es schon. Der Sozialismus wollte keine Menschen ausrotten und ein Weltkrieg war meines Wissens auch nicht in Planung.

      • Dir sind die Angriffspläne der NVA bekannt, mit der Westberlin im Handstreich erobert werden sollte? Nachzulesen bzw. anzuschauen unter dem Titel „Der Fall X – Wie die DDR Westberlin erobern wollte.“ Was denkst du hätte das ausgelöst?

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