Islam, Scharia, Kopftuch – Teil 3: Im Zeichen der Burka

Vor einigen Monaten, hatte ich zwei zum Teil kontrovers diskutierte Artikel über den Islam, die Scharia und das Kopftuch geschrieben, die sich einerseits auf Studien stützen und zum Teil meine eigene Meinung sind.

Wie immer haben Gutmenschen das weitgehend ignoriert. Das macht man so, als Linke(r). Diskussionskultur Fehlanzeige. Aber das hatten wir alles schon. Wer sie noch nicht kennt und / oder erneut lesen mag:

TEIL 1

TEIL 2

An meiner damaligen Meinung hat sich nichts geändert. Sie hat sich im Gegenteil noch verschärft. Vor allem nach diversen Versuchen junger Muslimas, nun auch die Burka als offizielles Kleidungsstück im Schulunterricht durchzusetzen.

Einen kleinen Lichtblick im Meer der Absurditäten, hat es an der Stuttgarter Universität gegeben. Nachdem studierende Muslime die Bibliothek als Betraum benutzten und anderen Studenten den Zugang verweigerten, hat der Rektor klargemacht, dass die Uni kein Ort zum Beten sei.

Ein Sprecher der Universität wörtlich: „Die Universität ist ein säkularer Lernort. Möglichkeiten zum Beten bestehen in Räumen der Stille am ökumenischen Zentrum und in den campusnahen Kirchen und Moscheen.“

Die Lüge von der Selbstbestimmung

Ich stehe seit Jahren für sie Selbstbestimmung von Frauen. Und ich erwarte einfach, dass Mann das akzeptiert. Aber was hat eine Frau hinter einem Schleier mit Selbstbestimmung zu tun? Dieser Schleier wird von alten Männern gefordert, die eine überholte Ideologie verehren und ihre Frauen und Töchter unter die Knute der Burka zwingen.

Nun sehe ich schon die (G)Eiferer in die Hände spucken und heftige Worte gegen mich finden oder mich als böse Ketzerin mit dem Tod bedrohen. Wende ich mich doch gegen die Worte ihres allmächtigen Gottes. Dumm nur, dass der nicht existiert.

Dumm auch, dass der Koran niemals eine Verschleierung forderte. Die entsprechende Sure ist Auslegungssache und nach Ansicht moderner Muslime schon lange nicht mehr zeitgemäß.

„Wenn Gott gewollte hätte, dass wir (Frauen) uns völlig verschleiern, hätte er das dann nicht explizit im Koran geschrieben?“, hat eine junge Türkin gefragt und für Entsetzen bei ihrer Familie gesorgt.

„Kopftuch, Burka, Niqab sind Symbole, die aus einer altvorderen Zeit und Denkweise stammen“, hat sie weiter gesagt und dafür sowohl Applaus wie Drohungen bekommen. Sie geht in die Moschee, aber frömmelt nicht. Und sie zwingt keinem ihren Glauben auf.

Ins gleiche Horn stieß vor einigen Jahren die mittlerweile umstrittene Lamya Kaddor. In einem Artikel für das Goethe Institut stellte sie die Frage, ob die im Koran geforderte Verschleierung des Kopfes noch ihren ursprünglichen Zweck erfülle.

Der Zweck sei (damals) gewesen, die Frauen vor den Begehrlichkeiten der Männer zu schützen. Im Deutschland der Gegenwart erfülle die Verschleierung den ursprünglichen Zweck des Schutzes nicht mehr. Sie sorge sogar eher für das Gegenteil dessen, was Gott beabsichtigt habe, indem sie ihre Trägerin Nachteilen, etwa durch Diskriminierungen, aussetze.

Der Koran und die Verschleierung

Wie sehr muss es radikale Muslime und deutsche Gutmenschen getroffen haben, als Scheikh Khaled Omran von der Universität Kairo in einem Interview der ARD sagte:

„Ein Kleidungsstück darf nicht körperbetont, nicht enthüllend und nicht eng anliegend sein. Das sind die drei Kriterien. Dazu kommt jedoch, dass die Kleidung die Hände und das Gesicht nicht bedecken darf.

Zwar seien die Frauen des Propheten Mohammed laut Omran dazu verpflichtet gewesen, einen Gesichtsschleier zu tragen. Doch diese Ausnahmen würden keine Rechtfertigung für Nachahmung bieten. Vollverschleierung sei lediglich eine Tradition.“

Lamya Kaddor schreibt zur Verschleierung: „Aus Sicht einer gläubigen Frau bedeutet das, jene Bereiche des weiblichen Körpers, die hinsichtlich möglicher Sexualkontakte heutzutage elektrisierend wirken, nach wie vor ordentlich unter der heute üblichen Kleidung zu bedecken.

Was wiederum ordentlich, angemessen oder anständig ist, ist der Vernunft jeder einzelnen mündigen Bürgerin unterworfen, da es für die Gegenwart keine konkreten Vorgaben seitens der islamischen Quellen gibt.“

Und damit ist die Lüge der Vollverschleierung bereits entlarvt, die lediglich der Macht von Männern über Frauen dient. Aber jeder darf eine andere Meinung haben. Aufzwingen sollte er sie anderen aber nicht.

Leider tun das viel zu viele Muslime, bei jungen Frauen gibt es einen deutlichen Gruppenzwang. Sie werden von Freundinnen zum Kopftuch gedrängt. Weigern wird mit Ächtung bestraft, der absolute Horror für eine Frau.

Besonders hervor tun sich einmal mehr deutsche Konvertiten, die alles besser wissen und am frömmsten sind. Diese Menschen verraten ihr eigenes Land und wenden sich einer Götzenverehrung zu, die noch immer am Rand der Steinzeit lebt.

Tradition und Moderne

Niemand hat etwas gegen Traditionen. Ich weiß von türkischen Freundinnen, dass sie in der Moschee Kopftuch tragen. Sie besuchen sie aber oft nicht aus religiöser Überzeugung, sondern „weil man das eben so macht.“ Wie die Christen, die auch oft nur widerwillig in die Kirche gehen.

Ich will noch einmal Onkel Ahmed zitieren, den alten, türkischstämmigen Ladenbesitzer aus Düsseldorf, den ich schon fast mein ganzes Leben kenne. Er, der schon lange nicht mehr wirklich gläubig ist, geht trotzdem ab und zu in die Moschee.

„Ich treffe dort alte Freunde“, sagt er und lacht verschmitzt. „Und hinterher trinken wir ein Bier.“ Auf meine Bemerkung hin, dass Alkohol doch verboten sei, hat er die Augen verdreht.

„Die meisten von uns sehen das nicht so eng“, sagt er. „Bier ist gesund und die Moschee für uns nur eine Ort der Begegnung. Wir reden über alte Zeiten, Fußball und haben Spaß, weil der Iman für eine andere Mannschaft schwärmt.“

Was so einfach klingt, ist auch für Onkel Ahmed ein Reifeprozess gewesen. Ich habe ihn dazu befragt und einen Artikel darüber verfasst, den ich in den kommenden Wochen veröffentlichen werde.

Schleier über Deutschland

Über Deutschland liegt ein Schleier, der schon in den Köpfen mancher Menschen beginnt. So hat der Kulturausschuss des niedersächsischen Landtags einer 16jähringen Schülerin erlaubt, mit Niqab, der Vollverschleierung, am Unterricht teilzunehmen.

Damit hebelt der Ausschuss das Landesschulgesetz aus. Zwar betonte man, dass es sich dabei lediglich um eine einmalige Ausnahme handele, aber der Schaden für ganze Deutschland ist bereits angerichtet.

Alexander Marguier, Chefredakteur beim Magazin CICERO, hat es klar formuliert. „Natürlich sei es bereits eine Groteske, die Vollverschleierung im Unterricht mit dem Hinweis auf den Integrationsprozess zu rechtfertigen. Denn sowohl Niqab wie auch Burka seien augenfällige Symbole einer totalen Integrationsverweigerung – deren staatliche Duldung der Desintegration gewaltigen Vorschub leiste.

Sie müsse nämlich als eine Ermunterung an sämtliche in Deutschland lebenden islamischen Fundamentalisten verstanden werden, ihre Töchter ebenfalls in einem Gewand zur Schule zu schicken, das sie zu Außenseiterinnen stigmatisiere und ihnen darüber hinaus eine aktive Teilnahme am Unterricht praktisch unmöglich mache“

Dieses Mädchen hat damit einen Sieg für eine Ideologie errungen, die dem mittelalterlichen Denken alter Männer entspricht. Zwar hat sie sich scheinbar selbst verwirklicht, aber ist das wirklich so? Hat sie nicht vielmehr als williges Instrument gehandelt, das sich langsam radikalisiert?

Aber Deutschland schaut gern weg, wenn es um die Befindlichkeiten von Islamisten geht. Aydan Özoguz, die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, hat sogar „Augenmaß beim Umgang mit Islamisten“ gefordert. Ist die Frau noch normal? Sieht niemand, wie sehr die deutsche Politik bereits von Muslimen unterwandert ist, die ihre kruden Thesen gezielt vertreten?

Die Herrschaft der Alten

Als Kinder lernen wir, die Eltern zu ehren. Die Eltern hießen früher „die Ältern / Aeltern.“ Das Wort stammt aus dem 8. Jahrhundert und lautete dort Eltiron / Altiron. Und vor diesen Älter(e)n haben Menschen stets Respekt. Gelten sie doch als gütig und weise.

In meinen Augen sind das viele Ältere nicht. Das mag Teil meines rebellischen Geistes sein oder ist meinem Alter geschuldet. Wie kann es weise sein Frauen in schwarze Säcke zu stecken?

In kriegerischen Zeiten, vor tausend und noch mehr Jahren, als der Trieb die Moral bestimmte und der Mann seine „Blume“ (Frau / Tochter) vor den Augen Fremder schützte, mag ein Kopftuch oder ein verhüllendes Gewand angebracht gewesen sein. Ein Sack war das nie.

Aber kein Gott hat das gefordert, das waren klar Menschen ihrer Zeit. Menschen haben Talmud, Bibel und den Koran geschrieben und dann Religion damit „gemacht.“ Das wäre alles gut, wenn diese Religion immer friedlich wäre.

Aber so wenig wie Menschen miteinander in Frieden leben können, wird es „ein rachsüchtiger Übervater“ tun. Menschen haben ihn und seine Worte erfunden und benutzt, um die Massen zu beherrschen. Der Buddha hat das nicht gemacht.

Es sind diese Alten, die eine Jugend verhetzen, die ohne Identität aufwächst. Es sind diese Alten, die junge Mädchen Zeit ihres Lebens mit einem Ziel erziehen, gläubige, gottesfürchtige (Ehe)Frauen zu sein. Natürlich dem Willen des Mannes untertan, der sie nach Lust und Laune benutzen kann.

Der Staat und die Religion

Der deutsche Staat, die Behörden, die PolitikerInnen, alles duckt sich vor dem politischen Islam. Die Entscheidung aus Niedersachsen ist Munition für die rechte Szene und weckt bei vielen Deutschen Unverständnis.

Diese Schülerin wird vielleicht ihren Abschluss machen. Was danach mit ihr passiert? Nicht mehr viel. Sie wird keine Stelle finden, niemand wird sie als Studentin akzeptieren. Es sei denn, dass ganz Deutschland langsam verblödet und zum Islam konvertiert.

Erste Schritte scheint es bereits zu geben. Das Schweinefleisch in Schulen und Kindergärten ist verpönt, christliche Lieder werden zum Teil nicht mehr gesungen, wenn Muslime in der Gruppe sind. Christliche Würdenträger nehmen die Kreuze ab, wenn sie eine Moschee betreten. Und die Polizei zieht dort bei einer Razzia die Stiefel aus.

Weigert sich aber ein deutscher Schüler eine Moschee zu betreten, wird ihm von der Schule ein Bußgeld auferlegt. Irgendetwas stimmt nicht mehr in diesem Land. Der Rechtsstaat führt sich weiter ad absurdum, wie er das bereits seit Jahren macht. Quo vadis Deutschland, wohin führt dich dein Weg?

 

 

 

 

 

 

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26 Kommentare zu “Islam, Scharia, Kopftuch – Teil 3: Im Zeichen der Burka

  1. Hi Nandalya,
    ich hab Probleme, mir die Schreibweise deines Namens zu merken. Jedenfalls spontan immer wieder vergessen.
    Also nochmal zur Klarstellung: Ich heiße Jürgen. Immer eine Bank für dich.
    Deinem Artikle kann ich nicht widersprechen, klar und deutliche Fakten sauber formuliert.
    Trotzdem möchte ich noch etwas zu Bedenken geben:
    Die Vollverschleierung ermöglicht quasi jedem Terroristen, sich dahinter mit einem Sprengstoffgürtel zu verstecken. Und das macht mir am meisten Angst. Soz. eine gute Gelegenheit für alle Fälle.
    Mich wundert nur, dass ausgerechnet hier noch keine Kommentare abgegeben wurden.
    Sorry nochmal für mein Chaos bei deinem `genialen Sexualstreich ;-). Klasse gemacht!!
    Schreib weiter so.
    Ich habe auch noch was `Konstruktives´ auf Lager, muss aber gleich erst mal privat Richtung HH. Ich möchte mit dir zusammenarbeiten.

    LG und schönes W`ende
    Jürgen aus Loy

    • Der Rechtsstaat duckt dich vor dem politisch motivierten Islam aus Angst, das Ausland könne wieder „Nazi Deutschland“ sagen. Dieser blanke Unsinn linksgrüner Wirrköpfe, dass die Burka a. die Befreiung der Frau sei und b. die Integration fördere, kann man auch anders sehen. Es wird die Integration der Deutschen in einen islamischen Staat gefördert.

      Ich würde bei diesem Mädchen nicht einmal so weit gehen und von einem Sprengstoffgürtel sprechen. Aber sie kann problemlos bei Tests schummeln oder sogar eine fremde Person schicken, die den Test für sie schreibt. Niemand wird es bemerken, wenn sie dann auch noch ein Schweigegelübde ablegt.

      Religion ist Privatsache und hat in der Schule, außer im Religionsunterricht, nichts zu suchen. Aber der wird bestimmt bald abgeschafft. Die Christen schaffen auch das, wenn ich mir ihre Kniefälle so betrachte. Diese falsch verstandene Toleranz dem Islam gegenüber, wird böse enden. Die Anfänge sehen wir bereits. Und es wird schlimmer.

      Die Kommentare zu solchen Artikeln sind meist sehr dürftig. Viele LeserInnen interessieren sich nicht dafür, andere „nicken“ bloß, wieder andere greifen frontal oder versteckt an, um den Inhalt zu zerschreiben. Das ist ein alter Trick, den ich seit Jahren kenne.

      Bitte poste keine Email-Adressen in deine Kommentare. Ich habe sie erneut entfernt. Sonst bekommst du dadurch nur Spam und das willst du nicht. Meine Artikel schreibe ich allein, aber danke für das Angebot.

      Grüße aus dem Elfenheim.

  2. Ja, ich fühle mich immer schrecklich sexuell belästigt, wenn mich überschminkte Kopftuchmädchen mit hemmungslosen Blicken anflirten, vor allem wenn noch meine Frau direkt neben mir steht. Und im Übrigen bin ich strikt gegen den Verschleierungszwang für Tuareg-Männer.
    Zur Integration der altvorderen Patriarchen sollte man an ihr Ehrgefühl und ihren Respekt für materiellen Wohlstand appellieren: In Deutschland darf man sein Eigentum, also die wirtschaftlich abghängige Ehefrau und Tochter, erst dann ins Gesicht schlagen, wenn man auch in der Lage ist, die Spuren in der Öffentlichkeit durch entsprechend hochpreisige Sonnenbrillen und Schminke ordentlich zu kaschieren. Ein schwarzes stück Textil reicht da nicht und klassifiziert den Besitzer als mittellosen Außenseiter. Die deutsche Frau hat bei öffentlichem Auftritt fast so hell zu strahlen, wie ein Mercedesstern.

    • Die Vollverschleierung könnte also hilfreich für all jene Frauen sein, deren Besitzer minderbemittelt sind? Interessanter Gedanke, lieber Darth Wunder. Aber nun ist gut. Oder findest du es wirklich witzig, wie sich Deutschland vor einer politisch motivierten Ideologie duckt und selbst zu Grabe trägt?

      • Ich bin immer ganz froh, daß hier in der Nachbarschaft genug politisch unmotivierte, bodenständige Moslems wohnen. Da fühlt man sich dann auf der Straße sicherer, wenn sich die weißen Weddinger mal wieder wegen nix kloppen. Das vollverschleierte Konvertitenpärchen stört da den Frieden nicht weiter.

        Aber ich glaub, es gibt da tatsächlich einen massiven Graben, der mit einfachen Dagegen-Parolen nicht zu überwinden ist. Und zwar kommt unsere zentralisierte oder zumindest einheitliche Gesellschaft nur schwer auf chaotisch-tolerante Strukturen klar. (nicht im Sinne von multikulti-nachbarschaftlich-tolerant sondern im verwaltungstechnischen Sinne, der private Musikvereine genauso wie private Haßpredigersekten als Teil eines Vielfältigen ganzen hinnimmt)
        Es besteht also auch die Gefahr, daß wir eine Randgruppe erst groß machen, wenn wir sie über Gebür Dämonisieren. Dabei dürfen wir sie natürlich nicht ignorieren.
        Ganz ähnlich sehe ich die Problematik auch bei Deiner geliebten Antifa, oder bei dem dezentralen Franchise-Terrorismus: Unsere Schwerfälligen Verwaltungsapparate haben da akute Erkenntnis- und Handlungsprobleme. Oder anders: Bekämpfungswürdig ist erst, was vorher groß und einheitlich-schlagkräftig gemacht wurde. Oder noch anders: Die Wespe sticht meistens nur den, der panisch nach ihr schlägt. Wenn Du Direkt ihre ersten Kundschafter mit einem geschickt platzierten Schluck Zuckerwasser ablenkst, kannst Du in Ruhe picknicken.

      • Dämonisierung ist ein sehr gutes Wort, danke dafür. Es gibt eine These (mal wieder), dass die Menschen im Osten, also „das Pack“ nur aus dem Grund alles Fremde ablehnen, da sie es nicht kennen. Sprich in der DDR gab es wenig davon.

        Das mag eine kleine Rolle spielen, aber ist nicht die Wahrheit. Die Wahrheit sind soziale Benachteiligung und die völlige Entfremdung der PolitikerInnen vom eigenen Bürger. Die Menschen im Osten sind nur einfach noch nicht so träge, satt und angepasst, wie ihre westlichen Schwestern und Brüder. Da fällt es natürlich Populisten leicht(er) mit ihnen auf die Straße zu gehen.

        Ich bin ein Multi-Kulti Kind. In klein Tokio gibt es auch Koreaner und Türken. Niemals habe ich den Islam, das Christentum als böse angesehen als Kind und Mädchen. Aber ich als Frau kann die Augen nicht vor dem verschließen, was Frauen widerfährt. Angefangen von der Anmache junger Muslime, die man auch als sexuelle Belästigung bezeichnen kann. Ich konnte mich stets wehren und habe es hemmungslos gemacht!

        Der wahre Grund meiner Ablehnung dieser Ideologie gegenüber sind nicht diese jungen Männer, es ist der erstarkte, politische Islam. Nun zu erörtern das „wir“, der Westen ihn hat erstarken lassen, ist müßig und steht auf einem anderen Blatt. Es geht um die Art und Weise wie Deutschland, seine Kanzlerin sich verhält und die eigene Bevölkerung mit Füßen tritt. Und wie wir es weiter zulassen, dass Kinderehen existieren und sich der Hass gegen uns „Ungläubige“ ausbreitet.

        Onkel Ahmed, in der Türkei geboren, studierter Germanist und Ladenbesitzer, hat es in Bezug auf die Wespen etwa so ausgedrückt: „Schlagt sie windelweich, wenn sie aufmüpfig werden.“ Mit Zuckerwasser fängst du diese Wespen nicht, sage ich. Es sei denn, diese Gesellschaft, diese PolitikerInnen, schaffen endlich ein Einwanderungsgesetz, das den Namen auch verdient und fördern die Integration von Ausländern richtig. Aber sind auch konsequent, wenn es um Maßnahmen gegen Verweigerer gibt.

        Was man Deutschland, diesem starren Verwaltungsapparat vorwerfen kann, ja muss, man hat sich nie wirklich mit den Befindlichkeiten der „Gastarbeiter“ beschäftigt und sie niemals wirklich integriert. Deutscher Pass ja, Deutscher nein. Du verstehst? Man bleibt „der Syrer, der Russe, die Japanerin.“ Wobei das in meinem Fall eine Bezeichnung für die Rasse ist. Asiatinnen sind nur die anderen.

      • Herrlich! Dann zerbrechen wir uns als nichtmuslimische Wessis also unsere Köpfe über Ossis und ihre Probleme mit Türken. Vielleicht liest ja einer von ihnen mit und freut sich, wie wir ihre Probleme lösen.

        Denn Du bennenst die Probleme ziemlich treffend, ohne Ironie und deshalb lese ich hier so gerne. Die heiminsbundesreich geholten Bürger haben tatsächlich sehr viel bessere Erfahrungen mit einer hilflosen Regierung, als wir, die wir bis 89 vom straff funktionierenden Staatsmedienapparat immer Kompetenz vorgegaukelt bekamen. Und unsere muslimische Gastbevölkerung darbte lange in einer vergessen ecke, wo sie von kohlscher Entschlußlosigkeit hingedrängt wurde.

        Das jetzige Hauruckintegrationsprogramm der Eliten ist tatsächlich aufs schärfste zu kritisieren. Aber während sich die Öffentlichkeit an Oberflächlichkeiten wie Kleiderordnung aufgeilt, sollten wir uns schon fragen, wie wir die Probleme ernsthaft bekämpfen. Und ob wir uns ändern, mehr trainiere und neue Techniken lernen müssen, um uns besser zu verteidigen. Meine Sorge: Es wird versucht, die muslimische Gemeinde zun integrieren, in dem man sie in zentralistische Strukturen drückt, mit denen wir angeblich besser verhandeln können, weil uns vor einem vielfältigen Chaos so graust. Aber spült so etwas nicht grade die lauten, aggressiven alten Männer an die Spitze? Mein Verdacht: Ein – zugegeben humanistisch verklärtes – Bild vom idealen, aber exotischen Islam sieht doch so aus: Der selbe Gläubige kann Montags in eine erzkonservative Religionsschule gehen, Mittwochs in einer religiösen Musikgruppe Raki trinken, wo Frauen und Männer gemeinsam tanzen und in Freitags in der Allerwelts-nicht-Fisch-nicht-Fleisch-Moschee beten. Dinge, die ein Papsthörige Kathole oder Prinzipientreuer Protestant nie zusammendenken Könnte (genausowenig wie shintoistischen Geisterglauben, Buddhistische Frömmigkeit und Zenmeditation in einer Person). Und damit ist er näher am modernen Weltbürger, der gleichzeitg in drei Jobs und 10 Facebookfilterblasen lebt, als der obrigkeitstreue Blockflötendeutsche, der furchtbar enttäuscht ist, wenn er feststellt, daß seine Regierung doch nicht allmächtig ist und Mercedes n Rückruf starten muß.
        Nein, wir sollen uns keinesfalls unterwerfen sondern die Gegner und ihre Stärken und Schwächen realistisch und deutlich benennen.

      • Wenn ich das Interview mit „Onkel Ahmed“ fertig habe, werde ich an seinem Beispiel zeigen, wie der durchschnittliche Moslem denkt. Wobei er durchaus darüber liegt. Nur schon vorab, er ist kein wirklich Gläubiger, die Moschee dient ihm als Treffpunkt mit Freunden. Und selbst die trinken Raki und Bier und scheren sich ansonsten herzlich wenig, um „das Wort Gottes.“ Ähnlich wie die meisten Christen und Buddhisten. Sie gehören dem Glauben an und damit ist es gut.

        Es sind die Fundamentalisten, die Hassprediger, die sich radikalisieren und den Westen vernichten wollen, die die wahre Gefahr darstellen. Es wäre ein Fehler „den Islam“ zu dämonisieren. Sollen sie daran glauben, mir ist das herzlich egal. Es sind aber auch politische Führer in Arabien und der Türkei, die ein schmutziges Spiel um Macht und Einfluss spielen und dabei die eigenen Menschen als Waffe benutzen. Und viele Deutsche sind zu naiv, um das klar zu sehen. Saudi Arabien ist ja auch so weit weg, da kümmert „man“ sich nicht um geköpfte Frauen.

        Mir als Japanerin ist es herzlich egal, ob Hindus, Christen, Juden, Muslime ihre „Tempel“ bauen und dort beten. Nicht egal ist mir, wenn in solchen Häusern der Stille und Begegnung, Menschen gegen andere aufgehetzt werden und ich mit den Konsequenzen leben muss. Nicht egal ist mir, wenn ich Ali Pascha mit Dickbauch und erhobenem Haupt vor seinem voll verschleierten Eigentum stolzieren sehe. Da frage ich mich immer, warum so ein Fettsack fliehen muss und vor wem. Gab es vielleicht dort kein (Schweine)Fleisch mehr zu essen? Oder hatte der IS McDonalds weg gebombt? Klar, dann kann ich die weite (Fuß)Reise verstehen. Da war sie dann wieder, die von dir vermisste Ironie.

        Religion ist Privatsache. Das gilt es für Gäste und Neubürger zu respektieren. Aber auch und vor allem sollte die Politik sich daran halten. Und schon sind wir wieder bei den Linksgrünen Gutmenschen angekommen. Interessant finde ich dein Wortspiel mit den neuen Techniken, die wir alle lernen müssen. Ist es schon Selbstverteidigung, als Deutscher wieder in die Kirche zu gehen und mehr Kinder zu bekommen? Vielleicht ist aber auch Selbstverteidigung per Wählerkreuz gefragt. Und da ahne ich für 2017 Veränderungen.

        In Japan haben Missionare einst versucht, den christlichen Glauben zu verbreiten. Ob ihnen das gelungen ist und die von ihnen bekehrten Menschen völlig vom Buddismus und Shintoismus abließen, bezweifle ich stark. Japaner mischen unbeschwert die Religionen und streiten höchstens über (Fußball)Sport. Niemand, selbst die wenigen Muslime in Japan nicht, käme auf die absurde Idee nun im Namen von wem auch immer Krieg zu führen. Wenn es Krieg gab, hatte das immer andere Gründe.

        Mein Idealbild vom Islam ist das meiner Jugend. Die Menschen glauben, aber zwingen anderen nicht ihren Glauben auf. Radikale Salafisten und Hassprediger gehören ausgewiesen. Sollen sie doch in Bagdad oder Ankara predigen. Fraglich nur, ob ihnen das gut bekommt. Wir aber lassen die Keimzellen des Hasses zu und sorgen aus falscher Toleranz noch für dessen Verbreitung. Und dagegen wehre ich mich vehement. Niemand will übrigens ernsthaft Muslimen das Recht auf ihr Gebet oder ihren Glauben verbieten. Aber es schadet niemand, wenn das „der Gläubige“ wie früher auch in der Moschee oder wieder zu Hause macht und nicht in der Bibliothek einer Uni oder im Pausenraum der Firma.

        Dieses neue frömmeln, diese stolz zur Schau gestellte breite, islamische Brust, darf so nicht länger hingenommen werden. Jede Gesellschaft braucht Regeln. Werden die nicht eingehalten, muss es Konsequenzen geben. Die einfachste wäre ein Einwanderungsgesetz, Asylverfahren nur im Heimatland und die Streichung der (unbegrenzten) Mittel für (Schein)Asylanten. Dann käme keiner mehr ins gelobte Deutschland.

        Ich wehre mich auch und vor allem gegen die Verschleierung von Frauen, die zum Teil nicht einmal begreifen, was sie sich und anderen antun. Viele benutzen Kopftuch und Burka als Symbol, um sich bewusst ab- und auszugrenzen. „Schaut her, ich bin anders!“, ist die Botschaft für mich. Das dieses anders sein zum Teil der Suche nach der eigenen Identiät geschuldet ist, steht dann wieder auf einem anderen Blatt. Nur wird diesen Frauen ihr Gott nicht bei der Selbstfindung helfen. Sein Wort kam stets von irgendeinem Mann.

        Aus meiner Sicht der Dreifaltigkeit, das hast du gut erkannt, stehe ich sowieso über manchen Dingen und kann mich über kleinliche Befindlichkeiten der monotheistischen Religionen nur wundern. Buddha hätte die Stirn gerunzelt, wenn man in seinem Namen Krieg geführt oder Menschen gesteinigt hätte.

      • Wie schön und zornig sich das liest. Freue mich über die Antwort, die ich provozierte.
        Dann laß mich noch kurz darstellen, wie ich mir das vorstelle, die eigene Haltung zu hinterfragen, zu stärken und dabei liebgewonnene Traditionen in Frage zu stellen. Wie wäre es denn, wenn man nicht so viel über was für einen Islam auch immer nachdenkt, sondern sich auf alte Werte, linke und humanistische, besinnt und zum Beispiel in staatlichen Einrichtungen – Schulen und Behörden – konsequenten Laizismus durchsetzt. Dort dulden wir dann keinerlei religiöse Symbole. Wer aber seine Kinder nicht zur Schule schickt bekommt ganz schnell Probleme mit dem Sorgerecht, Strafrecht und gegebenenfalls aufenthaltsrecht? Und alles, damit jeder auf Privatem Grund religiös sein darf, wie er lustig ist, mit was für Hüten oder Spaghettisieben auch immer auf dem Kopf?
        Bis jetzt hätten wir noch von keiner Religion geredet. Deren Existenz sollten staatliche Einrichtungen aber durchaus Rechnung tragen. Denn es kann jemand meinen, sein Prophet oder Meditationslehrer oder wer auch immer würde ihm dieses oder jenes Vorschreiben. Ein toleranter Staat müßte also für jede größere Religionsgruppe eine paar studierte Experten beschäftigen. So kann ein beklagter Beamter schnell 10 bis 15 zum Beispiel aktuelle islamische Rechtsgutachten mit unterschiedlichen Haltungen – die gibt es und die gelten gleich viel – der anerkannten Universitäten ausdrucken, zu denen der alleinseligmachende Lehrer dann erst mal Stellung nehmen sollte. Denn im Moment ist es ja so, daß sich ein unflexibler Behördenapparat von irgendwelchen Bauernpredigern jeden Unsinn aufbinden lassen kann und es findet sich auch noch ein grünlicher Anwalt, der von dem Halbwissen profitiert.
        Natürlich würde so eine religionsfeindliche Haltung manchen Bischöfen und südlichen Landesfürsten gar nicht in den Kram passen. Die haben ja traditionell gerne Kruzifixe an Schulwänden und Vollverschleierte Prinzessinnen in Münchner Juwelierläden während die Männer Krauss-Maffei besichtigen… Ich glaube, auch Onkel Ahmed würde einen konsequenten Staat mit klaren Positionen respektieren.

      • Zornig? Du weißt wirklich nichts von mir. Dieser Stil ist mein Normalzustand. Wirklich zornig willst du mich nie erleben. 😉 Aber selbst dann bin ich noch cool. Trust me.

        Natürlich wäre es toll und wünschenswert, wenn sich dieses Land und ganz Europa auf seine „alten Werte“ besinnt. Aber war das nicht die Zeit in der sie Kreuzzüge führten? Gut ich weiß was du meinst und der Ansatz ist mehr als nur einen Gedanken wert. Danke dafür, hat mir Spaß gemacht zu lesen.

  3. Hallo Mayumi,

    wie immer danke…wird allmählich langweilig, die Phrase, muss aber sein.

    Ein Gedanke von mir, da du dankenswerterweise auch Frau Özoguz mit ihren aktuellen Einlassungen thematisiert hast.
    Ich meine, es ist jetzt so ein Jahr her, da sie davon gesprochen hat (Gedächtniszitat),
    „dass wir die Regeln des Zusammenlebens jeden Tag neu aushandeln müssen“.

    Ich habe das damals nicht so ernst genommen, wie man es ernst hätte nehmen müssen. Habe dieser Tage wieder darüber nachgedacht, und es bedeutet für mich:

    Es gibt kein gesellschaftliches Leitbild, das allgemein anerkannt wäre; kann auch nicht in der weitestgehend identitätslosen, unreflektiert xenoservilen deutschen Gesellschaft – das hast du ja auch bereits thematisiert

    Das Neu-Aushandeln-Müssen schafft einen Handlungs- und Gestaltungsraum, der zunehmend von der bekannten politischen Ideologie besetzt und durchgesetzt wird, natürlich mit entsprechender Unterstützung von Gut-/Besser-Menschen/innen und der „Qualitätsmedien“, in denen neuerdings auch IS-Groupies ihre Weltsicht ausbreiten dürfen.

    LG und beste Wünsche für ein erholsames Wochenende nach Elfenheim
    Oli

    • Vor einem Jahr waren wir alle noch „naiver“, um es salopp auszudrücken. Politik war das, was „man im Fernsehen“ so sieht. Und aggressive Männer, habe ich lässig umgehauen. Nun aber werde ich umgehauen, wenn ich nicht vorsichtig bin. Es ist die Masse, die mich nachdenklich macht.

      Wir erleben zur Zeit wirklich eine brutale Umerziehung. „Fügt euch oder es gibt Prügel!“, scheint die Devise zu sein, die uns Mutti täglich ins Ohr souffliert. Und bekanntlich weiß Mutti immer, was ihre Kinder wollen. Von denen sie nun noch einige mehr bekommen hat.

      • Wenn dieser Artikel nicht so traurig wäre, man könnte ihn fast für eine Satire halten. Eine Steinzeitgesellschaft überschwemmt Europa und „befruchtet“ es mit „innovativen Ideen.“ Die arabische Kultur war einst fortschrittlich, der Islam hat sie zurück ins finsterte Mittelalter gebracht.

      • Hallo nochmals,

        mit Bezug auf den Link und deinen Kommentar darauf:
        Wir könnten versuchen, es sportlich als einen Kollateralschaden verbrennungsbasierter Antriebstechnologien zu sehen.
        Aber ob das wirklich hülfe…😳?

        LG und beste Wünsche für die weitere Woche
        Oli

  4. Ein Burka ist doch total praktisch, wenn man zum Beispiel eine Bank ausrauben will. 😉
    PS: Ein ganz toller Text von dir! 👍 Ich bin gespannt, was dein türkischer Bekannter über seinen Werdegang als Moslem zu berichten hatte.

      • Bitte wundere dich nicht, dass ich dieses Mal so wenig zu diesem Thema schreibe. Diese schon visuell direkt wahrnehmbare Unterdrückung der muslimischen Frauen regt mich einfach nur auf. Du kennst ja meine Meinung dazu.

      • Die meisten Studien und Statistiken werden schon mit einer klaren Vorgabe erstellt. Das fängt schon bei der „repräsentativen Umfrage“ an, die alles andere als repräsentativ ist. Viele Menschen trauen sich auch nicht die Wahrheit zu sagen, das sieht man deutlich an der „Umfrage Trump“ in den USA. Statistiken selbst können ganz einfach geschönt werden und Ergebnisse zeigen, die völlig an der Realität vorbei sind.

        Machen wir die Probe aufs Exempel und fragen Deutsche in sagen wir Duisburg. Ein hoher Prozentsatz wird einen Migrationshintergrund haben und vielleicht aus der Türkei stammen. Und schon ist die Aussage verfälscht, da viele für die Burka sind. Jetzt fragst du vielleicht per Telefon und rufst lediglich Menschen mit deutschem Namen an oder du befragst die Mitglieder eines Heimatvereins. Schon werden wesentlich mehr für ein Verbot sein. Jetzt fragst du die Linken und die Antifa und schon werden vermutlich 90 – 100 % für den Erhalt der Burka sein. Das Spiel kann man endlos weiter machen und sich „sein Ergebnis“ selbst aussuchen.

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