Die Arroganz der Eliten – Ein Interview zur Wahl von Donald Trump

Die USA haben gewählt und die ganze Welt schaut entsetzt. Panik will sich verbreiten und angeblich wandern viele AmerikanerInnen nun aus. Das wollte ich genauer wissen und habe am Mittwoch Ally und Heather angerufen. Einige LeserInnen werden sich erinnern, wer die beiden sind.

Die Show der Kandidaten

„Wie habt ihr den Wahltag erlebt?“, beginne ich. „Und wie ist die Stimmung in Kalifornien heute?“ „Erleichtert“, sagt Ally und lacht. „Endlich ist dieser Zirkus vorbei!“ Sie spricht damit genau das aus, was viele in den USA denken: „The Show is over. The Show must go on!“

„Aber gibt es keine kritischen Stimmen?“, frage ich. „Immerhin hat doch angeblich eine Mehrheit der WählerInnen Frau Clinton gewählt.“ „Natürlich gibt es die“, erwidert Ally. „Aber du weißt doch selbst, wie glaubhaft diese Experten sind.

Freundinnen haben angekündigt sich an Protesten zu beteiligen, die gegen eine demokratische Wahl gerichtet sind. Und das halte ich für falsch. Man sollte abwarten und nicht die Pferde scheu machen. Das ist ein Spruch, den meine Mutter immer sagt.“

„Ist Amerika wirklich so tief gespalten, wie man uns in Europa glauben machen will?“, frage ich. „Amerika war schon immer gespalten“, erwidert Ally. „Arm gegen Reich, Schwarz gegen Weiß. Donald Trumps Populismus hat das leider noch verstärkt. Und doch haben ihn die von ihm angeblich so diskriminierten Frauen und Latinos mit gewählt.“

„Wie ist das?“, bohre ich weiter, „glauben die AmerikanerInnen wirklich, was Trump verspricht?“ „Ach was“, wehrt Heather ab. „Klar erwartet man Änderungen. Aber mehr oder weniger ist das vielen egal. Sie wollen einfach ein normales Leben leben, keinen Krieg und keine Wirtschaftskrise.“

„Kennst du Leute, die nach Kanada auswandern wollen?“, will ich wissen. „Angeblich besteht doch großes Interesse daran.“ Das herzliche Lachen meiner Freundinnen lässt mich ebenfalls schmunzeln. „Das ist die typische, amerikanische Massenhysterie“, höre ich. „Warte nur ab, die ist in einigen Wochen vorbei.“

„Ist es ein Rückschritt für LGBT, dass Trump Präsident geworden ist?“, will ich wissen. „Seht ihr große Änderungen kommen?“ „Auch ein Donald Trump ist nicht allmächtig“, erwidert Ally. „Die Eheöffnung für alle bleibt. Und Kalifornien geht sowieso einen eigenen Weg. Es ändert sich also nichts.“

„Wer genau hat nun Trump gewählt?“, frage ich. „Die Oberschicht doch wohl kaum.“ „Das war ganz klar der Mittelstand“, erklärt mir nun wieder Heather. „All die Menschen, denen die Politik der Eliten fremd geworden ist. Und deren überhebliche Arroganz ihnen schon lange ein Dorn im Auge ist. Aber es waren auch viele ohne guten Schulabschluss und ohne Chance, die sich von ihm ein besseres Amerika erhoffen.“

Die Arroganz der Elite(n)

„Erwartet ihr Auswirkungen auf Europa, auf Deutschland?“, will ich weiter wissen. „Allerdings“, antwortet Ally. „Ich denke dieser neuen, konservativen Partei (gemeint ist die AfD) wird das nützen.“ (Anmerkung von mir: Ally und Heather waren vor einigen Wochen zu Besuch und Allys Mutter ist Deutsche. Sie hat daher einen großen Bezug zu Deutschland und ist immer an Neuigkeiten interessiert.)

„Damit könntest du recht haben“, sage ich. „Und auch den anderen konservativen Parteien in Europa.“ „Ach ja, eure Angst, dass diese Nazis auferstehen“, stichelt Ally. „Wir haben in den USA vermutlich mehr davon, als in allen europäischen Staaten“, fährt sie fort. „Aber unsere Demokratie funktioniert.“ Sie macht eine kurze Pause und fügt dann mit ironischem Unterton hinzu: „Okay, unsere Staatsdiktatur.“

„War Frau Clinton wirklich so unbeliebt?“, frage ich weiter. „Beide sind das“, sagt Ally. „Aber mit Trump erwarten viele nun wenigstens einige Reformen im Inland und einen Verzicht auf eine aggressive Außenpolitik.

Frau Clinton ist mit für die militärischen Konflikte verantwortlich, die viele Amerikaner nicht wollten. Trump hat in seiner Dankesrede angekündigt, dass er Amerika erneuern wolle.

Er will mehr Geld für Infrastruktur ausgeben, zur dringend notwendigen Reparatur von Brücken, Straßen und Schulen. Außerdem will er ein Programm starten, das die (Kriegs)Veteranen unterstützt, die oft ein klägliches Dasein fristen.“

„Wen habt ihr gewählt?“, frage ich und kenne die Antwort schon. „Mein Vater und Onkel sind Republikaner, meine Mutter steht den Demokraten näher“, erklärt mir Ally. „Obama hatte gute Vorsätze und einiges hat er bewirkt. Aber ich konnte Frau Clinton einfach nicht wählen, obwohl ich normal Demokratin bin.“

„Das geht mir ähnlich“, meldet sich Heather wieder zu Wort. „Aber nicht wählen ist auch falsch. Wir haben beide Trump gewählt, wenn auch mit einem ziemlich mulmigen Gefühl. Wir hoffen auf eine Veränderung, die dieses Land wirklich braucht. Auch wenn wir angeblich so dumme Amerikaner sind, wir kennen unsere Fehler im System.“

Ich hätte die beiden gern noch ausführlicher befragt, aber sie mussten leider weg. Daher zum Abschluss des Artikels noch einige eigene Worte.

Fazit:

(M)Ein Fazit zur Wahl Trumps ist einfach, dass nichts so heiß gegessen wird, wie man(n) es kocht. Zumindest die Kriegsgefahr mit Russland scheint mit seiner Wahl gebannt und die Ausdehnung der NATO nach Osten.

Seine politische Unerfahrenheit ist auch kein Manko. Er ist Geschäftsmann und weiß durchaus, wie man sich zu benehmen hat. Und diplomatische Feinheiten werden ihm von Profis vermittelt werden.

Viel wird von seiner wirtschaftlichen Inkompetenz geredet und da sage ich klar und deutlich STOP! Jeder Regierungschef hat Berater und Experten, die diese Arbeit für ihn tun. Im Endeffekt hat Trump keine absolute Macht und Vollidioten schaffen es nicht an der Spitze von Firmen zu stehen.

Wir und ich meine damit Medien, PolitikerInnen und die BürgerInnen, sollten endlich damit aufhören Menschen zu verurteilen, die noch nicht einmal im Amt und vereidigt sind. Das können wir dann immer noch machen, wenn das erste Jahr seine Bilanz aufzeigt.

Gabriel, Steinmeier und Merkel haben sich selbst einen Bärendienst erwiesen, als sie Donald Trump offen kritisierten oder, wie im Fall von Merkel, als sie Regeln für eine Zusammenarbeit aufstellt. Die Frau ist wirklich größenwahnsinnig, das steht nun hundertprozentig fest.

Für Deutschland sehe ich bei allen Schwierigkeiten auch eine große Chance durch die Wahl. Aber nur ohne Angela Merkel, die schon lange fertig hat. Vielleicht besinnen sich die jetzt noch Namenlosen in den Volksparteien und rüsten zum Sturm gegen ihre FührerInnen.

Passiert das nicht, wird die Bundestagswahl 2017 Deutschland vielleicht auf Jahre unregierbar machen. Aber ist das nicht das erklärte Ziel der Antifa? Wer mehr darüber lesen möchte, dem sei mein nächster Artikel ans Herz gelegt. Dort werde ich über Deutschlands linke Krankheit sprechen.

55 Kommentare zu “Die Arroganz der Eliten – Ein Interview zur Wahl von Donald Trump

  1. Guter Beitrag liebe Mayumi,

    ich denke nicht nur in den USA versucht man aus dem politischen System auszubrechen, sondern ebenfalls in Europa, deshalb sind die Rechtspopolisten so auf dem Vormarsch. Die Menschen haben einfach diese Durchhalteparolen und Versprechen satt, die sich niemals erfüllen. Sie riskieren lieber einen Zusammenbruch des Systems, als ewig so weiter zu machen. Ich gehe immer noch davon aus, dass Flinten-Uschi das Amt von Merkel übernehmen will und wird, bevor es zur Bundestagswahl kommt.

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    • Nüchtern betrachtet und mit einem Schuss Bosheit versetzt, haben auch wir unseren Trump bzw. unsere Hillary. Frau vdL wird im Fall einer Machtübernahme dann vermutlich die Bundeswehr und Polizei in eine Blumentruppe umformen, die mit Gänseblümchen auf böse Buben werfen.

      Spaß beiseite. Was ist eigentlich Populismus, warum fürchten „wir“ uns so sehr davor? Ally hat es kurz angedeutet, als sie von den „Nazis“ sprach, die in Deutschland eine absolute Minderheit sind und keine wirkliche Gefahr darstellen. Dazu gibt es noch einen gesonderten Artikel über die Antifa, die wirklich gefährlich ist und die keiner auf der Rechnung hat. Und das halte ich für bedenklich!

      Unterscheiden müssen wir natürlich klar zwischen Radikalismus und liberal-konservativen Politikern. Am Beispiel der AfD können wir sehen, wie schwer das in Deutschland ist. Grob gesagt benutzt man dort die gleichen Methoden, die Trump zum Sieg führten.

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  2. Danke für den Artikel.

    Ich darf launisch ergänzen:
    Ich habe mir im Frühjahr versucht vorzustellen, wie ein Herr Steinmeier als Bunzelaußenmini bei einem POTUS Donald Trump einen Antrittsbesuch machen möchte nach seinem Diktum „Hassprediger“.
    Ähnlich Frau von der Leyen, die unlängst in einer mehr oder weniger bekannten Talkrunde, selbstverständlich mit Erziehungsauftrag, den Bürgern Amerikas erklären, sprich: vorschreiben, wollte, was in Amerika als Beleidigung aufzufassen sei.

    Die Überheblichkeit und Abgehobenheit „unserer“ herrschenden Politikerkaste wäre an und für sich ein realsatirischer Genuss, wenn sie nicht so viel Schaden, insbesondere im Schlandbild im Ausland, angerichtet hätten und es noch und weiter tun.

    Have a nice day
    Oli

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    • Vielleicht habe ich die Gelegenheit bald mehr und detaillierter über „Amerikas Sicht“ auf Deutschland zu schreiben. Unsere „FührerInnen“ haben sich zumindest wieder blamiert.

      Ich habe mir keine einzige Wahlkampfrede von Hillary und Trump gegönnt, diese Sitcom gebe ich mir nie. Für mich zählen Ergebnisse. Wie gesagt hatte ich Trump immer vorn. Bewerten kann und werde ich ihn dann in einigen Monaten. Vielleicht irre ich mich in Bezug auf ihn, aber das werden wir dann sehen.

      Gespannt darf man nun auf die Schadensbegrenzung aus Berlin schauen. Witzig wäre aber ein Trump, der deutliche Worte gegen Merkels Regime findet. Dann hängen ihre Bäckchen vermutlich noch mehr.

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    • Als Multi-Kulti-Kind war ich lange eine GRÜNE und stand für eine offene Gesellschaft.Wobei mein Fokus immer auf LGBT und Feminismus lag. Aber ich habe ganz klar ein Problem mit der Antifa und linken Hetzparolen, bis hin zur offenen linken Gewalt. Evtl. kommt er am Montag, das wirst du dann sehen. 🙂 Danke fürs lesen und kommentieren.

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      • Ich habe auch einige Zeit die Grünen gewählt. Aber nach und nach hat mich das Demokratieverständnis vieler auf der Uni abgestoßen, wie z.B. die Parteitage nicht genehmer Parteien zu stören.

        Mich stört inzwischen alleine die Moralbesoffenheit der Linken so sehr, dass ich mit ihnen nichts mehr zu tun haben wollte.

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      • In dieser Hinsicht können wir uns (fast) die Hände reichen. Als (noch) in BaWü Lebende, habe ich Kretschmanns erste Wahl noch unterstützt und bin für den Bildungsplan und gegen Homophobie auf die Straße gegangen. Roth, Künast etc., ihre Äußerungen gegen Deutschland, haben mit zu meiner Entfremdung beigetragen. Ich liebe dieses Land und seine Menschen. Die GRÜNEN nicht. Die sitzen aber in den Parlamenten und kassieren ein dickes Gehalt. Diese Doppelmoral trage ich nicht mehr mit. Eine „grüne Partei“, die wieder für mehr Umweltschutz, für mehr Rechte in Bezug auf „mein Thema LGBT“ steht, die nicht gegen alles und für jeden ist, die nicht abstruse Thesen gegen Deutsche verbreitet, diese Partei wäre wieder wählbar für mich.

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      • Ich würde auch gerne die Grünen, wenn die Diskrepanz zwischen meiner Meinung zum unbeschränken Zuzug und deren nicht so groß wäre.

        Wobei es mich den Grünen noch mehr abstößt, dass alles, was ihnen nicht gefällt, *unmoralisch* ist. Mir ist es das erste Mal bei Trittin aufgefallen und es ist zur festen Rhetorik in dieser Partei geworden. Sie haben die Moral pervertiert.

        Hier in Hessen unter einem grünen Umweltminister das Terminal 3 gebaut worden. Für mich wäre als Bewohnerin des Rhein-Main-Gebietes der Flughafen ein wichtiger Grund die Grünen auf Landesebene zu wählen – aber es passiert nichts, keine Ausweitung des Nachtflugverbotes, einfach nichts.

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      • Die schon fast an Dummheit grenzende Naivität, mit der die Linken diesen unbegrenzten Zuzug kulturfremder Menschen fordern, ist einfach nur erschreckend. Das Märchen der „qualifizierten Fachkräfte“ greift schon lange nicht mehr. Siehe dazu auch die Aussage des gebürtigen Syrers Professor Bassam Tibi, der sie gnadenlos entlarvte. Sinngemäß sagte er, dass er zwar mit vielen (Syrern) gesprochen habe, er habe aber keinen Arzt oder Ingenieur gesehen. Meist seien die Menschen einfache Leute, die aus ländlichen Regionen stammen. Das muss kein Nachteil sein, es bringt aber Deutschland keine Vorteile.

        Trittin ist ein ehemaliges Mitglied des „Kommunistischen Bundes“, wenn ich das noch richtig weiß. Ebenso wie Kretschmann. Aber gut dem Landesvater von BaWü kann ich noch einigermaßen „folgen“, Trittin, Künast, Roth und Konsorten, haben für mich fertig. Und Özdemir schwenkt nun schnell um auf den Realo-Flügel, damit er wieder Wählerstimmen bekommt.

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      • Zitat:Die meiste Schuld aber trägt die privilegierte Elite, die Toleranz und Offenheit predigt, die nur innerhalb ihres eigenen Weltbilds Gültigkeit besitzen. Allen anderen Meinungen begegnen sie mit Abscheu. Das kann sich bequem und moralisch richtig anfühlen, aber es ist eine „Kopf in den Sand“-Haltung – eine kurzsichtige, verantwortungslose Position.
        https://www.taz.de/Archiv-Suche/!5353396&s=deborah+feldman/

        Die Autorin hat Recht.

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      • Interessante Gedankengänge. Einerseits zeigt sie sich einsichtig: „Wir Linke müssen lernen, uns nicht weiter abzugrenzen. Wir müssen aufhören, den Gläubigen zu predigen, und wieder lernen, die Menschlichkeit derjenigen zu sehen, die unsere Meinung nicht teilen, statt die unaustilgbaren Unterschiede mit unseren Schwarz-Weiß-Meinungen und verächtlichen Beleidigungen noch zu unterstreichen“, andererseits ist sie froh darüber nicht in Amerika zu leben und fürchtet sich nun vor der Wahl 2017. Vor was hat sie Angst, dass die AfD 51 % bekommt? 😀 Das ist genau jene Schwarzmalerei, vor der sie warnt.

        Wenn die Linken sich wieder auf ihre eigentlichen Themen besinnen und für ihr Land, für ihre BürgerInnen sind, werden sie wieder ernster genommen. Bis dahin wählt man … was eigentlich? Eine CDU ohne Merkel?

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  3. Ein toller Beitrag, weil aus dem Leben gegriffen.
    Die deutschen Medien und Politiker reagieren wie ein `aufgescheuchter Hühnerhaufen´ in Panikstimmung, obwohl keine(r) was weiß oder versteht. Alles wird 100mal durchgekaut und zerredet. Dabei dreht sich alles nur um Macht und das Geld der Macht, weil die Politik von der Wirtschaft `regiert´ wird.
    Die sog. AFD ist zu unbedeutend, als dass sie davon profitieren könnte. Sie wird sich irgendwann selbst abschaffen.
    Ich bin jedenfalls gespannt darauf, wie `wer´ in Deutschland mal die Puppen tanzen lässt und endlich mal Klartext spricht. Aber das ist, wie ich es sehe, keine Frage der Partei, sondern nur eine Frage von Persönlichkeiten. QED (quod erat demonstrandum) in USA
    Schönen Tag und weiter so!
    LG Jürgen aus Loy (al. Pete J. Probe)
    Wenn`s geht bitte auch mal konstruktive Beiträge liefern!!
    Wir müssen selbst mehr tun!!

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    • Hältst du meine jetzt 589 Beiträge für so wenig konstruktiv? 🙂

      Persönlichkeiten gibt es leider kaum noch in der deutschen Politik. Bzw. sie werden von den Herrschenden an der langen Leine gehalten oder unterdrückt. Die wenigen kritischen Stimmen, hat eine Frau Merkel radikal verstummen lassen. Nun lebt sie das Schicksal aller AlleinherrscherInnen und kein Nachfolger steht zur Wahl.

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      • Ich habe eine andere Sichtweise, weil viel älter als du.
        Wir können so viel schreiben, wie und was wir wollen und du bist zu intelligent, um nicht zu wissen, dass sich durch das ganze Schreiben nichts ändert, wenn du keine konkreten Lösungswege aufzeigst, organisierst oder selbst in die Hand nimmst.
        Aber ich habe zu wenig bei dir gelesen, weil ich – eben nicht nur online – mit meiner ganzen Arbeit auch im täglichen Leben zu viel um die Ohren habe.
        Verstehst du, was ich meine?
        Schönes W´ende.
        Jürgen aus Loy (PJP)

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      • Was hat die Sichtweise mit dem Alter zu tun?

        Mein Blog sind meine Gedanken, denen niemand folgen muss. Er soll anregen, inspirieren. Und wenn sie helfen, so ist das schön. Aber ich erhebe keinen Anspruch auf eine Führungsrolle. Und Worte, lieber Jürgen, können sehr wohl die Welt verändern. Aber das muss jeder selbst für sich entscheiden, was er aus Worten (Gedanken)macht. Verstehst du, was ich meine?

        Grüße aus dem Elfenheim

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  4. *wie im Fall von Merkel, als sie Regeln für eine Zusammenarbeit aufstellt. Die Frau ist wirklich größenwahnsinnig, das steht nun hundertprozentig fest.*

    Vor allem sollte sie diese Bedienungen lieber in Richtung Türkei schicken. Da wären sie wesentlich angebrachter.

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    • Merkel hat sich erpressbar gemacht. Ob sie ihre Fehler einsieht, ist schwer zu beurteilen. Ich halte es für reine Wahlkampftaktik, wenn sie die vorsichtig anspricht.

      Ich glaube, dass die starke deutsche (Sonder)Rolle in der EU, ein Problem für ganz Europa ist. Diese halbherzige, zögernde Politik der letzten Jahrzehnte und dann plötzlich diese Dominanz einer Person, haben uns allen geschadet.

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  5. Also ehrlich gesagt, gehen mir diese Po-litiker/innen eh alle schon seit langem am Po vorbei, egal wer…

    Denen auch nur ein Wort glauben, nee, das ist vergebliche Liebesmüh,
    und über sie zu diskutieren, das ist verlorene Zeit…

    Viele Novembergrüße vom Lu

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    • Eine Demokratie lebt von der Kritik. Also müssen wir uns schon mit unseren „Angestellten“ beschäftigen, wenn wir die Regierung so sehen wollen. Denn mehr ist sie nicht. Diese Menschen sollen zum Wohl des Volkes arbeiten und treten unsere Interessen mit Füßen. Nicht alle, nicht immer, aber viele und doch viel zu oft. Es ist diese Entfremdung, diese hohe Mauer zwischen PolitikerInnen und ihren WählerInnen, die man einreißen muss. Beide Seiten müssen wieder mehr und direkter miteinander reden. Das ist Demokrtie, so macht sie Sinn.

      Grüße aus dem Elfenheim 🙂

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  6. Kennst du Michelle Obamas Rede zu Trump? Von ihr halte ich außerdem sehr viel. Wenn es nach mir ginge, würde sie die neue Präsidentin werden. Und ja, ich weiß, dass das nur mein Wunschtraum ist. Zu deinem ersten Absatz in deinem Fazit: Ich hoffe, dass du recht behälst.

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    • Das (linke) Establishment in den USA schmollt. Man hat sich zu lange im eigenen Glanz gesonnt und am Bürger vorbei regiert. Und der hat sich nun gerächt. Diese (angeblichen) Demonstrationen sind nur der untaugliche Versuch, die demokratische Entscheidung der Wahl zu kippen. Wie beim Brexit in England. Nur komisch, dass England noch immer steht, dass es keine Katastrophe gab und die Brexit-Gegner mittlerweile schweigen.

      Niemand kennt die Zukunft, auch ich kann lediglich spekulieren. Das mache ich aber aus meiner eigenen Sicht und mit Fakten, die ich nüchtern und ohne Emotionen sehe. Die kochen bekanntlich nur bei Merkel (nicht!) hoch. Ehrlich jetzt, mich regt so schnell nichts und niemand auf.

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      • Trumps Erfolg hängt auf jeden Fall mit der Verzweiflung vieler amerikanischer Bürger und Bürgerinnen zusammen, die um ihre finanzielle Existenz fürchten. Diese Menschen fühlen sich wirklich von dem politischen amerikanischen Establishment nicht ernst und wahrgenommen. Da gebe ich dir absolut recht. Ohne diese Verzweiflung hätte Trump meiner Auffassung nach niemals diese Wahl gewonnen.

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      • Es ist nicht nur Verzweiflung. Die Menschen in den USA hatten die herrschende Klasse, das System satt. So wie wir in Deutschland und Europa. Was so negativ auffällt ist der Versuch nun mehr als die Hälfte der Amerikaner als Idioten darzustellen. Und das halte ich für falsch. Wie Ally und Heather haben ihn viele gewählt obwohl sie „ein mulmiges Gefühl“ dabei haben.

        Ich glaube das bestehende Parteiensystem, die herrschenden Eliten, haben zu lange geherrscht und sich zu weit von den BürgerInnen entfernt. Sie hören nicht mehr zu und regieren aus dem Elfenbeintum herab. Weit weg von „denen da draußen.“ Trump hat vermittelt „Schaut, ich bin einer von euch! Ich bin da, ihr könnt mich anfassen!“ Das haben die Menschen gewählt. Scheinbare Ehrlichkeit. Den Populismus übersehen sie. Das meiste ist sowieso nur leeres Geschwätz.

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      • Und genau das kaufe ich Trump nicht ab. Er ist nicht Robin Hood und einer von ihnen. Er ist der Spross eines reichen Immobilienunternehmers. Er kennt als Millionär die Armut und Ängste der Bürger auch nicht, genauso wenig wie das politische Establishment in den USA.

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    • Worte haben große Macht. Ich nutze die seit Jahren. Waltz gibt seine persönliche Meinung wieder, das ist sein gutes Recht. Aber auch er wird die Entscheidung nicht ändern. Nichts was wir sagen oder schreiben kann das.

      Die Angst der deutschen PolitikerInnen ist verständlich, sie fürchten nun noch mehr um die eigene Macht. Und in den USA ist das ebenso. Nicht gewählt heißt weniger Einfluss = weniger Geld. So funktionieren die USA.

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      • Mir geht es um eine bestimmte Sequenz in Christoph Waltz Interview zu Trumps Äußerungen im Wahlkampf. „Schwamm drüber“ und so zu tun, als ob es diese ganzen rassistischen und sexistischen Äußerungen von ihm nie gegeben hätte, halte ich für falsch. Er hat Minderheiten als Feindbilder dargestellt, um Stimmen zu gewinnen, was leider geklappt hat. Das meinte ich mit, Worte sind Macht und dass man sie mit Bedacht wählen sollte.
        Da er jetzt sein Ziel erreicht hat, glaube ich auch nicht, dass er alle Wahlversprechen umsetzen wird (glücklicherweise). Mir gefällt aber überhaupt nicht, wie er an sein Ziel gekommen ist. Für mich hat er darum keine Klasse.

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      • Trump hat einfache Antworten auf komplexe Fragen und Probleme gegeben. Mit einem (gemeinsamen) Feindbild sorgt man für Stimmung. Diesen Trick haben viele Staatsmänner angewandt. Manipulation, klappern, gehört zum Handwerk solcher Menschen. Ob wir das gut finden spielt dabei erst einmal keine Rolle. Es ist vielleicht sogar angewandte Psychologie. Einfachster Sorte zugegeben, aber wirkungsvoll.

        Ja „Schwamm drüber“ sagte nicht nur Trump. „Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern“, haben schon andere Politiker vor ihm gesagt. Betroffen macht (dich) vielleicht, dass es noch immer funktioniert.

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      • Eine solche Manipulation entspricht einfach nicht meinen Wertevorstellungen. Dass Trump damit punkten konnte, wundert mich aufgrund meines psychologischen Hintergrundes eher weniger.
        Was hälst du von seinen Äußerungen zu sexuellen Nötigungen Frauen gegenüber? Das ist mit ein Grund dafür, warum ich ihn niemals gewählt hätte. Jemand der mit so etwas prahlt, ist meiner Auffassung nach in der Steinzeit hängen geblieben, auch wenn er es vielleicht nie wirklich gemacht hat.

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      • Ich habe weder seine noch Frau Clintons Kampagne gezielt verfolgt, diese Show ging mehr oder weniger an mir vorüber. Wenn du mich aber auf der emotionalen und feministischen Ebene packst, bin ich völlig deiner Meinung. Die nüchterne Strategin in mir sieht das anders und geht oft rein taktisch vor. So, wie vermutlich viele AmerikanerInnen. Siehe den Kommentar von Ally.

        Ich möchte gern noch ein letztes Wort zu den USA und den Menschen dort sagen, bzw. der amerikanischen Politik. Dort ist „Schwamm drüber“ üblich.Das kannst du als roten Faden durch alle Wahlkampagnen sehen.

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    • Ich bin davon überzeugt, dass mir gewisse (Stuhl)Kreise und Gutmenschen, die Pest an den Hals wünschen und mich in die rechte Ecke stellen. Wer keine Argumente hat, der handelt so.

      Das große Problem dieses Landes sind nicht nur die Linken, das Problem ist die schweigende Mehrheit der Bevölkerung, die sich aus Angst als „Rechte“ bezeichnet zu werden duckt.

      Ich bezeichne mich mittlerweile als liberal-konservativ. Ich bin Patriotion für gleich zwei Heimatländer. Aber ich wähle keine AfD. Trotzdem höre ich mir an, was die sagen. Streicht man den Populismus, den mehr oder weniger alle Parteien von sich geben, wird eine alte CDU daraus.

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    • Ja, es scheint erstaunlich, wie kurzsichtig die AmerikanerInnen sind. Aber vielleicht haben sie Trump nur einfach nicht ernst genommen? Wenn ich mir seine Aussagen nun nach der Wahl anschaue, dann wirken die ganz anders. Die Realität hat ihn bereits eingeholt und er rudert zurück. Siehe die Obama Versicherung.

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  7. Ich denke auch man sollte abwarten. Wie Du schon geschrieben hast, für alles was Trump nicht weiß und auch nicht wissen kann gibt es Berater, hoffen wir nur das es auch wirklich gute Berater sind 😉
    Das gilt ja auch für unsere sogenannten Volksvertreter, die werden ja auch alle beraten, da komme ich allerdings immer mehr zu dem Schluss das die Berater von Merkel und Co wohl mal ausgewechselt werden sollten und wenn man schon beim auswechseln ist am besten die sogenannten etablierten Parteien gleich mit, zumindest müssten die Parteien mal ordentlich ausgemistet werden, Merkel, Gabriel, Schäuble, Özdemir und Co und noch einige mehr sind für mich mehr als überflüssig.

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    • Die etablierten Politiker sind so weit von den BürgerInnen entfernt, wie der Mond von der Erde. Wer Bürgernähe vermitteln kann, egal ob echt oder gelogen, wird vom Volk gewählt. Die Menschen sehnen sich nach mehr Ehrlichkeit, nach Politikern, die eine klare und einfache Sprache sprechen. Das ist wie im Film, wenn der Held den Bösen mit einem Hieb niederstreckt. Klare, einfache Strukturen.

      Die Arroganz oder sogar Abgehobenheit dieser Politiker ist so groß, dass sie Bürger, die lediglich eine Meinung haben, nun sogar ächten und beschimpfen. Sie haben vergessen, wer sie wählte, wer ihre Diäten bezahlt. WIR! Und diese absurde Debatte, ob Trump als Präsident geeignet ist oder wie lange er im Amt bleiben kann, zeugt von wenig Demokratieverständnis.

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  8. Meine Antwort auf deine Antwort:
    Natürlich verstehe ich dich und finde deine Texte kritisch und sehr lehrreich. Sonst würde ich ja nicht mit dir `streiten´ im positiven Sinne.
    Kritik ist mir jedenfalls lieber als dieses `Friede, Freude, Eierkuchen-Gehabe´, wie zB auf facebook.
    Hab leider zu wenig Zeit, mich onlne zu unterhalten. Ein offenes Gespräch wäre mir schon lieber. Aber das ist bei uns ja nicht üblich bzw. verpönt oder weiß ich was.
    Schönen Abend und mach dir`s gemütlich.
    LG Jürgen aus Loy mit Fam. (immer ein offenes Haus)
    P.S. Hab gestern über Mond geschrieben mit vielen Fotos aus unserer Region.
    Das verlink ich dir mal:
    https://4alle.wordpress.com/2016/11/14/supermoon-today-with-lichternacht-in-rastede/

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  9. Ich will mein Gechreibe hier nicht schon wieder ausbreiten,
    aber mein `Einsteinversuch´ ist der erste Artikel, den ich `frei nach Schnauze´ auf Englisch geschrieben habe. Außerdem kann auch mal ein hintergründiger Humor die Probleme des Lebens ein wenig `relativieren´. Du sprichst doch gut Englisch..?..zur Rezensur schnell gelesen:
    https://4alle.wordpress.com/2016/11/17/the-day-after-my-moondate-private/
    Schönen Gruß an Obama!!
    Jürgen aus Loy

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