30 Days of Summer

Ich bin zurück in Deutschland, aber nicht mehr wirklich angekommen. Dieses Jahr hat Japan mehr als nur Spuren bei mir hinterlassen. Der Kulturschock trifft uns mit brutaler Härte. Elfchen hält die Luft an, als ein unfreundlicher Beamter bei der Wiedereinreise das Wort „Passport!“ knurrt.

„Gibt es ein Problem?“, frage ich freundlich, was den Mann sichtlich verwirrt. Vermutlich sucht er deutsche Laute vergebens, wenn er in fremde Gesichter sieht. Was ich durchaus verstehen kann. Auch in Japan erwarten die Menschen kaum, dass Gajin ihre Sprache sprechen.

Ich finde es gut, wenn Europäer japanisch können. Die wenigsten lernen es perfekt. Aber mir zeigt es die Achtung vor Japan, den Willen sich anzupassen. Auch, wenn die meisten nur Besucher sind.

Kurz ein verwirrter Blick, aber der Mann ist Profi. „Ihre Pässe bitte“, sagt er nun wesentlich freundlicher. Für einen Moment bin ich versucht ihm dem japanischen Pass zu zeigen. Aber schlafende Hunde weckt Frau besser nicht. „Ach Sie sind Deutsche“, murmelt der Beamte. „Na dann noch einen schönen Tag.“

Auf „Sieht man das nicht?“, habe ich verzichtet. Ich bin noch zu friedlich gestimmt. Fragt sich nur, wie lange noch. Mit dem Taxi geht es zu meinem Elternhaus. Wir werden dort nach dem Rechten sehen. Bisher haben sich Nachbarn gekümmert. Ich bedanke mich. Meine Eltern kommen erst nächste Woche.

Der Qashqai bringt uns nach Stuttgart zurück. Vorher haben wir Freundinnen besucht. Erinnerungen an Japan lassen die deutsche Wirklichkeit verschwimmen. In Deutschland fährt man auf der rechten Seite. Und dorthin driften scheinbar Teile des Landes, wenn ich mir das Wahlergebnis von Mecklenburg Vorpommern ansehe.

Aber das wäre nun linke Hetze, die in jedem öffentlichen Raum dieses Landes steht. Und davon habe ich genug. Silke Gajek, ihres Zeichens grüne Spitzenfrau, glaubt gar im Wahlergebnis eine „Demokratiekrise“ zu erkennen. Die Wirklichkeit sieht anders aus. Ich liefere bei Bedarf gern Fakten, die für viele schwer verdaulich sind.

Die ach so geschmähte AfD ist lediglich das Instrument in einer Zeit, in der sich die Menschen an eine Demokratie erinnern, die dem Land, von einem linken Meinungskartell, quasi gestohlen worden ist. Eingelullt in scheinbare Sicherheit, sitzt Otto Normalbürger auf dem Sofa und trinkt sein grünes Bio-Bier.

Aber das Bier ist schal geworden, die süßen Medienhäppchen wollen nicht mehr so recht schmecken, wenn die Realität ganz anders ist. Aber unser Otto schaut lieber weg. Und zwar so lange, bis er „auf die Fresse“ kriegt. Von Politikern natürlich, was habt ihr denn nun gedacht.

Ich bin zurück in Deutschland und mit dem Ende des Sommers wächst auch die Sehnsucht in mir, die Farbe Rot wieder zu genießen. Die mag ich immer noch. Nur die abgedrehte Frau fast gleichen Namens, ist für mich erledigt.

Erledigt war bekanntlich auch der 370 Z und der ist noch nicht völlig repariert. Wolf erläutert mir die Fakten. Wie gut, dass Frau Fachchinesisch kann. In Kurzform, Motor und Getriebe sind völlig hin.

Nun bin ich gespannt, wann der deutsche Wirtschaftsmotor zu stottern beginnt. Sand im Getriebe gibt es schon. Aber vielleicht wissen es die Tuner in Berlin besser und tauschen nur einige überholte Teile aus. Ich wäre für den Austausch des Steuergeräts.

Aber was genau ist mit dem Z passiert? Autos, werden zwar haltbar, aber nicht für die Ewigkeit gebaut. Und ein Motor hat nur eine begrenzte Lebensdauer. Im Normalfall erreicht der Besitzer diese nie. Nur wenige Autos bleiben Jahrzehnte beim gleichen Eigentümer.

Meine Gedanken schweifen ab und zurück zur Massenmigration von (Wirtschafts)Flüchtlingen. Wird Deutschland bald nicht mehr den eigenen Bürgern gehören? Am Motor des Nissan, war nur noch der Motorblock original. Ist es in Deutschland bald nur noch der Name?

Aber vielleicht ist das der Geist der neuen Zeit, der neuen Ordnung in der selbst die Autohersteller miteinander kooperieren. Die Karosse wird immer ähnlicher und auch der Motor wird gemeinsam entwickelt.

Am Motor des Nissan ist der Kreuzschliff der Zylinderwände nur noch Geschichte und Haarrisse bahnen sich ebenfalls ihren Weg. „Wir waren mit den 600 PS über der Obergrenze“, sagt Wolf. „Diesmal setzen wir auf bewährte Methoden.“

Apropos Obergrenze. Mir will nicht in den Kopf, warum sich Frau Merkel gegen eine Obergrenze von Migranten stellt. Geht ihr Gutmenschentum so weit, dass sie die eigenen BürgerInnen opfert? Hilfe und das beweisen Japan und andere Staaten, kann auch vor Ort geleistet werden.

Was vor Ort am Motor Deutschland passiert, zeigen die Attentate der letzen Monate und die Ausschreitungen in Bautzen. Das erzwungene Tuning hat klar versagt. Hier läuft nichts mehr rund.

Aufwärts geht es beim Nissaen. Bewährt heißt, dass wieder ein Stillen Kompressor zum Einsatz kommt und die Leistung zwischen 460 und 500 PS liegen wird. Was die Haltbarkeit betrifft gibt es keine Illusionen. Auch dieser Motor wird niemals richtig alt. Aber darum ging es nie. Tuning lebt für den Augenblick. Spaß pur. Nur Normalos fahren Serie.

Unsere Berliner Tuner sind keine Normalos mehr. Frau Merkel und ihre Truppe haben deutlich versagt. Noch hält aufgetragener (Zensur)Kit die Risse zusammen und die eine oder andere Werbekonferenz. Aber schöne Reden täuschen nur so lange, bis der Motorblock uns um die Ohren fliegt.

Über die Kosten der Reparatur des Nissan verliere ich keine Worte. Die sind mit allen Umbaumaßnahmen hoch. Getriebe, geschmiedete Rennkolben und -kupplung, tragen ihren Teil dazu bei. Es wird noch einige Wochen dauern, bis der Z zu neuem Leben erwacht.

Die Kosten für Deutschland werden explodieren und liegen in einem riesigen Milliardenbereich. Es ist nur fraglich, woher das Geld kommen wird. Ich hätte die eine oder andere (Steuer)Idee.

Nur fürchte ich, dass Deutschland nicht aufwachen wird. Otto Normalbürger trinkt weiter Bio-Bier und siecht im Schlaf dahin. Das ist halt so, wenn Rot-Rot-Grüne SockenträgerInnen (in Berlin) die Mehrheit bekommen. Vielleicht wäre eine Allianz von liberal-konservativen, bewährten Tunern besser. Aber dann bitte ohne Frau Merkel.

Die Autohersteller haben diese Allianz bereits. Die Plattform vieler Modelle ist gleich. Und das nicht nur in einem heißen Sommer, der länger als 30 Tage geht. „Bis der Z fertig ist dürft ihr ein Audi A5 Cabriolet fahren“, sagt Wolf und reicht mir den Schlüssel. „Aber den machst du bitte nicht kaputt!“

Was soll Frau dazu noch sagen? Außer dem Sprecher ein japanisches Lächeln und den gezückten Mittelfinger zu präsentieren. Wolf hat nur gelacht. Nur Otto wankelt noch.

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39 Kommentare zu “30 Days of Summer

  1. Ich erlaube mir, auf eine kleine Ungenauigkeit hinzuweisen: Deutschland ist kein Land sondern die Erweiterung eines preußischen Landgutes. Bürger, denen es gehören könnte, gibt es nicht, Untertanen würde es treffen, man spreche lieber von Einwohnern, um die ehemals freien Bürger vormalig freier Stadtstaaten in ihrem Selbstbild nicht zu irritieren. Der rest braucht nicht zu denken, sondern pünktlich auf dem Kartoffelacker, äh der Autofabrik erscheinen.

      • Wir müssen unsere Autos zusammenschrauben mit dem was wir haben. Nicht jedes Land hat das Glück, eine durchorganisierte Ameiseninsel zu sein, wo schon die Grundschulkinder davon träumen, sich mal einem KANBAN-Produktionsprozess unterwerfen zu dürfen.

      • In Japan zählt der Einzelne wenig. Das ist eigentlich in ganz Asien so. Und vielleicht sollte man das oft falsch verstandene Wort „Unterwerfung“, durch „Stolz“ ersetzen. Japaner zumindest haben ihn. Deutschen fehlt er viel zu oft.

      • Wow, drohst Du mir jetzt hier mit ner ernsthaften Unterhaltung? Also keine blöden Witze über die Autoindustrie mehr. Womit sollen wir Deutschen uns denn sonst bitte identifizieren. Stolz is’n großes Wort, aber wird leider nicht im Supermarkt verkauft. Doch: Im Autohaus. Hat meistens n Stern drauf. Ansonsten volle Zustimmung. Ich erwähnte schon die Untertanenmentalität der preußischen Leibeigenen. Fakt ist: Wir basteln schlappe 150 Jahr am Nation building. Wo Frankreich und England ihre Uralt-Nationen schon längst mit global-kolonialistischem Finish aufpoliert haben. Und Ostasien hat mal eben zwei bis dreitausend Jahre Vorsprung, nicht nur was ethnische Einheit angeht, sondern auch und grade in Stadtkultur. Die Vielbeschworene Integration hat meiner Meinung nämlich nix mit irgendeinem VOlk zu tun, sondern mit der westlich-internationalisierten, städtischen Angestelltenschicht. Wer sich heute über nicht-integrierte Ausländer aufregt, steht geistig auf einer Stufe wie der englische Bürger vor 250 Jahren, der sein versoffenes Lumpenproletariat nach Australien ausschaffte, weil, die benehmen sich nicht bürgerlich und stinken tun die auch immer so.
        Aber Ostasien: Im Vergleich dazu ist Deutschland und sein Volk tatsächlich ein ziemlich uneinheitlicher, provienziell-tribalistisch organisiserter Flickenteppich. Wer da über den Tellerrand schaut, wird nur ungläubig staunen. Dem Japaner fällt die Kinnlade runter: Wie können so bäuerliche Dorftrottel mal eben ne Welbeherrschende Industrie aus dem Boden stampfen? Haben die das überhaupt verdient? Ähnliches Unverständnis zeigen wir Deutschen ja gegenüber der US-Amerikanischen Weltherrschaft: Sind das nicht die Penner und religiösen Spinner, die wir hier noch vor kurzem rausgeschmissen haben? Es bleibt spannend. Bis dahin, ich sagte es schon, verehren deutsche Hobbygriller japanischen Papierstahl und der japanischen Ameisenangestellte spart sich den Urlaub vom Munde ab, um im Herkunftsland eine Solinger Klinge zu erwerben…

      • Die US-Amerikanische Weltherrschaft hat wirklich deutsche / angelsächsische Wurzeln. Wir Japaner machen das geschickter, wir kaufen die Welt oder kopieren sie. Ach nee, das war China.

        Ernsthaft: Ich habe mich lange mit deutscher Geschichte beschäftigt und bin dabei stets auf die zum Teil heftigen Kriege gestoßen, die die alten Germanen gegeneinander führten. Dieser Hass aufeinander, das abschlachten ganzer Stämme, ist auch in Japan existent gewesen. Schade, dass Deutschland keinen Ieyasu Tokugawa hatte, der eine Nation formen konnte. Gab es die Ansätze, waren sie meist falsch und sind den Deutschen von den Siegern wieder genommen worden. Deutschland heute, ist das Produkt der Siegermächte. Der kriegerische, rebellische Geist soll(te) weg. Das ist scheinbar gelungen.

      • Da fehlte uns halt die Insellage. Wir mussten eben unterwürfig warten, bis die Franzosen sich dekadent gesoffen hatten. Seit dem, ganz klar, fehlt der dieser scharfe Kampfgeist, der Siegeswille. Dafür konnten wir mit Disziplin und Versorgungslogistik immer wieder international für Aufsehen sorgen. Klar, für Weltherrschaft braucht es Kampfgeist und Flexibilität. Das wird in diesem Leben nix mehr. Aber auch heute kann eine Deutsche Armee noch ziemlich unangenehm werden. Auch wenn die Manschaften aus autochthonen Befehlsempfängern, Russen mit Deutschen Namen und Deutschen mit türkischen Namen besteht: Am Ende überzeugt ein ordentlicher Dienstplan und sorgfältig definierte Verantwortungsbereiche. Das ist nicht Schade. Denn nach einem ehrenhaften zweiten Platz im Weltkrieg winken ja hochdotierte Trainerstellen im Ausland. Und die unterwürfigen Schrauber können für die Dritte Welt weiter Panzer und Mercedesse vom Fließband kloppen. Und wenn wir den fehlenden Stolz mit nem Feierabendbier (auch gern Bio) ersetzen, senkt das die Zahl von Selbstmorden und Depressionen. Die Macht und das Geld von den Autos teilen derweil Landesfürsten unter sich auf und intallieren n paar Bundesclowns so als Sandsäcke zum Beschimpfen. Das nur so als kleiner Vorschlag und Wunsch für einen Artikel: Unsere Verfassung als Länderbund und inwieweit eine Medial präsente Bundesregierung von den tatsächlichen Machtverhältnissen ablenkt.

      • Die wahre Macht geht von multinationalen Konzernen aus, die natürlich auch eine gewisse politische Haltung haben und einen CEO, der aus (Land deiner Wahl einsetzen) stammt. Unter dem Deckmantel der Demokratie wirken aber „The Four Horsemen.“ Das ist eine Doku, die du dir bei Gelegenheit anschauen könntest.

        Die Bundeswehr hat man bewusst klein gemacht. In jeder Hinsicht. Du verstehst? In Japan würde niemand einen Soldaten als „Mörder“ beschimpfen.

      • Schau ich mir an. Immer sehr erfrischend, hier mit Dir Gedanken auszutauschen. Für mich auch so eine persönliche Sache. Verzeih also, wenn ich manchmal in Deinem zornigen Eifer über die schlaffen Deutschen etwas aus der eigenen Familie erkenne und belächele: Die Enttäuschung des Asiaten, wenn sein Klischee vom pünktlichen und fleißigen Deutschen in der Realität eine Bruchlandung macht durch Deutsche, die pünktlich Feierabend machen und sich dann fleißig ihrer Freizeitgestaltung widmen. Damit die heiligen Ideale nicht leiden müssen sind daran natürlich nur Ausländer und 68er schuld. Was das meckern am Ist-Zustand angeht biste jedenfalls voll integriert. Deutsches Qualitätsmanagement verstanden. So long, ich meld mich zu Deinem nächsten Artikel.

      • Schuld am jetzigen Zustand der Welt, haben viele. Auch die Kriegsmaschinerie, die schon lange angelaufen ist und die Waffenproduktion weltweit auf Rekordniveau treibt. Hurra, die Tantiemen fließen! Und damit das so bleibt, wird die Welt gleichgeschaltet und A auf B gehetzt.

        Sich fleißig (s)einer Freizeitbeschäftigung zu widmen ist kein Problem für mich. Die lethargische Dekadenz vieler Deutschen schon. Mein Boot, mein Haus, mein Auto sind wichtiger geworden, als die Zukunft der eigenen Kinder. Und die in der Nachbarschaft, also „die da drüben im Sozialbau“, ist Herrn Klunkermann sowieso egal. Der Rest ist Schweigen. Aber die 68er haben durchaus schuld. Vielleicht nicht alle, aber der Geist dieser Jahre, hat dieses Land mindestens ebenso vergiftet, wie der muffige Konservatismus jener Zeit.

  2. Hi Nandalya,
    welcome back home.
    Der Nissan-Motor ist hinüber. Das ist nun mal Fakt. Bei meinem 944t (30 J. alt) muss der Kühler ausgetauscht werden. Für mich auch nicht gerade billig trotz Schrauber.
    Ansonsten schnurrt der locker noch seine 250.
    Du hast den Nagel fast auf den Kopf getroffen:
    „Otto Normalbürger trinkt weiter Bio-Bier und siecht im Schlaf dahin. Das ist halt so, wenn Rot-Rot-Grüne SockenträgerInnen (in Berlin) die Mehrheit bekommen. Vielleicht wäre eine Allianz von liberal-konservativen, bewährten Tunern besser. Aber dann bitte….“ …mit Merkel alternativ.
    Die Medien (Glotze) müsste noch erwähnt werden. Reines Opium für das Volk.
    OK, let`s come back to the roots. I work on it. If you like have a look at my Blog:
    https://4alle.wordpress.com/
    Have a nice day with sunshine
    LoL
    PJP

  3. Hallo Mayumi,

    ich habe es gerade zum ersten Mal gelesen. Die Verschränkung von technischem Sprech zu des Deutschem (einstmals zumindest) liebsten Kind mit der Kommentierung der politischen Lage im Schland finde ich äußerst gelungen.
    Inhaltlich keine direkten Anmerkungen, sondern mein aktueller Eindruck von der Leber weg getippt:
    Wie zu befürchten und auch zu erwarten war, ist eine zunehmende Radikalisierung bzw. Erwartung, dass es einen größeren Knall geben wird und muss, zu spüren – das im Moment häufig noch hinter der sprichwörtlichen vorgehaltenen Hand mit dem „Das darf man ja nicht so laut/offen sagen“….Jakobiner haben halt auch Ohren, Augen und Helferlein.
    Dass das nicht nur auf Schland beschränkt ist, sondern tendenziell ein Europa-weites Phänomen ist, macht es nicht eben besser. Auch in eher abgelegenen Regionen, bspw. Korsika, gärt es, die Stammbewohner dort sind aber, vornehm ausgedrückt, etwas spezieller und anders drauf…
    Nicht ausschließen möchte ich, dass das Ganze ein, mmh Neben(…)schauplatz, ist, um die Aufmerksamkeit von einer zunehmenden Militarisierung Osteuropas zu nehmen, die im schlechteren Fall mit einem Riesenknall enden könnte – aber vielleicht gehört beides ja doch irgendwie zusammen.

    LG und beste Wünsche aus Benztown
    Oli

    • Du meinst also, dass man den Bürger zuerst im eigenen Land auf einen Krieg vorbereitet, um ihn dann wieder gen Osten zu schicken? Gestählt im Straßenkampf sozusagen. Das hat was.

      Krass finde ich, um direkt zu sprechen, dass Youtube sofort Videos aus Bautzen gelöscht / gesperrt hat. Die Sittenpolizei schlug Alarm. Für mich spielt keine Rolle, wer den ersten Stein warf. Fakt ist, dass wir nun die Früchte von Merkels einsamer Entscheidung sehen. Vieles wird immer noch verschwiegen. Aber Übergriffe häufen sich.

      • Hallo nochmals,

        deine Interpretation hat auch was, habe ich in diesem Falle allerdings nicht ganz so gemeint. Ich meinte hier Ablenkung mit einem/dem derzeit alles beherrschenden Fokusthema.
        Ob und in welchem Umfang der Michel in der Breite im Straßenkampf noch stählbar ist, das kann ich nicht wirklich einschätzen – wenn ich bspw. und bewusst zugespitzt mir mal Pokémon-Go Spieler einerseits und den boomenden Sport- und Freizeitclub (Harhar) Osmanen Germania sich gegenüberstehend vorstelle, dann hat das schon fast was Surreales.

        Es muss aber schon zu denken geben, dass gerade jetzt (sprich: im August 2016) eine Novellierung der Notstandsgesetzgebung durchgeführt wurde:
        Unsensibel, bewusst lanciert, vorbereitend auf etwas, was manche schon wissen, der gewöhnliche Michel aber nicht, er soll ja nicht beunruhigt werden – Fürsorge de Maizière’scher Provenienz sozusagen…

        Wie du dir schon gedacht hast, lese ich zuweilen ja in/auf diversen Foren/Plattformen mit. Hier lässt sich beobachten, dass es eine gewisse Anzahl von Zeitgenossen gibt, die sich den großen Knall offenbar nahezu herbei sehnen und die ihr Bargeld bereits in Gold/Silber und 10.000 Schuss Munition für diverse Kaliber umgewechselt zu haben scheinen.

        Für den eher noch normalen Bürger Oli ist das keine Alternative, und gerade bei der Alternative hänge ich gerade fest:
        Da sind die einen, die immer so weiter machen wollen (und vermutlich auch werden), solange der Realitätsverweigerungsmechanismus, den ich in seiner Wirkmächtigkeit zugegebenermaßen unterschätzt habe, weiter rattert. Diese Seite hat, neben ihrer MSM-Präsenz, noch den weiteren Vorteil, dass sie ihr Handeln schon am Laufen haben.

        Die Frage ist jetzt für mich, wie kann/soll ein gegensteuerndes Handeln konkret aussehen, das zum einen wirksam ist, zum anderen und gleich wichtig, eine Radikalisierung hin zu einer Gesellschaft, bei der „Konfliktlösungen“ nach Wildwest- oder Todesschwadronmanier üblich werden, verhindert?

        Ganz klar ist m.E. allerdings, dass es bei Diskussionen – du weißt schon: „akademisierter Ansatz“ – nicht wird bleiben können.

        LG
        Oli

      • Gewalt ist bei diversen Volksgruppen die einzige Art sich durchzusetzen. Pokemon sorgt nun dafür, dass Michel, Otto und Karlchen nicht einmal daran denken, anders als per Handy gewaltig zu werden. Es ist schon krass zu beobachten, dass viele Sportstätten in denen normalerweise auch Selbstverteidigung gelehrt wird, nun anderweitig genutzt werden.

        Von einer Radikalisierung des normalen Bürgers zu sprechen, halte ich für stark übertrieben. Aber zumindest einige sind hellhörig geworden. Meist die, die täglich mit einer für sie fremden Mentalität und Realität konfrontiert werden, mit den Lügen der Presse (siehe dazu die versuchte Rechtfertigung vom ZEIT Chefredakteur), den noch größeren Lügen der PolitikerInnen.

        Man kann die Sache mit den Notstandsgesetzen noch weiter spinnen. Alles was ich jetzt schreibe, ist natürlich frei erfunden. Ist klar. Einsätze der Bundeswehr im Inneren sollen erlaubt werden. Insider wissen längst, dass das a. beschlossene Sache ist und b., diese Truppe schon seit Jahren existiert. Man scheut sich nur noch, das vor den Wahlen durchzusetzen. Nun denke man bitte noch einen Schritt weiter, wenn gefordert wird, dass auch Flüchtlinge in die Bundeswehr aufgenommen werden. Und die schießen dann vielleicht auf wen? Hier geborene Deutsche hätte vermutlich Hemmungen.

        Bürger Oli und Doppelstaatsbürgerin Mayumi schießen nicht mit Pistolen. Meine Waffen sind primär Worte. Aber ich kann auch anders. Und ich werde zur Not, wenn man(n) mich bedroht.

        Unsere Alternative ist politisch aktiv(er) zu werden. Eine Zukunft in SPD, LINKEN und GRÜNEN sehe ich dabei nicht. GRÜNE evtl. noch auf Landesebene oder rein taktisch wegen LGBT. Wobei ich kaum glaube, dass unsere Rechte wieder beschnitten werden. Selbst Konservative sind Menschen. Auch ein (Voll)Horst. ; -)

      • Hallo Mayumi,

        volle Zustimmung bis auf eine Andersdarstellung:
        Sorry, wenn das missverständlich war, aber ich meinte nicht explizit eine „Radikalisierung normaler Bürger“ in der Breite, sondern die Radikalisierung von manchen, die im Alltagsleben durchaus noch als Bürger daherkommen und wahrgenommen werden könn(t)en.

        Bundeswehr:
        Ja, die Übungszentren für urbane Kriegsführung in den neuen Bundesländern sind wohl recht beliebt – auch bei Gästen aus aller Welt – und gut ausgelastet – und das seit Jahren.

        LG
        Oli

      • Der normale Breitenbürger sollte endlich seinen noch breiteren Hintern bewegen und klar seine Meinung sagen. Warum? Macht er das nicht, werden die das übernehmen, die das nicht soll(t)en. Und dann schauen alle blöd. Aber vielleicht ist das Teil der Strategie.

        Wobei ich ansatzweise Widerstand sehe, der sich bundesweit momentan gegen den Bau neuer Moscheen richtet.

        Die Antifa wird bezahlt und gegen Rechte gehetzt. Auch gegen die Pegida und AfD. Die benutzt man, um Rot-Rot-Grün zu verhindern. Aber das ist natürlich auch frei erfunden von mir. Vielleicht sollte einen Märchenblog schreiben. Es war einmal … 🙂

  4. Das ist toll, wie Du hier die Parallelen zwischen Technik und staatlichem Gebilde ziehst Mayumi.
    Ich muss zugeben, vom einstigen CDU-Mitglied bin ich politisch eher passiv geworden – das Bio-Bier trinke ich aber noch nicht. Gar kein Bier – bin Weintrinker. Es ist aber schlimm, wenn man bei der Wahl nur noch Protest oder geringeres Übel wählen kann.
    Seid ihr echt in Stuttgart zu Hause?
    Hab übrigens heute durch Zufall gesehen, dass bei mir ein Kommentar zu Eminescu von Dir im Spam liegt und hab ihn freigeschaltet. Weiß nicht wie das passiert ist. Nachträglich herzlichen Dank!
    Alles Liebe,
    Michael

    • Man kann politisch passiv zu sein, aber doch mit offenen Augen durchs Leben zu gehen. Meine waren immer offen und aktiv bin ich sowieso. Leider ist die Masse weiter passiv und wird von Merkel & Co. für dumm verkauft. Und zwar in einer derart beispiellosen Art und Weise, dass man selbst in Japan nur noch den Kopf schütteln kann.

  5. Und jetzt haben wir auch den Beweis dafür, dass es in Deutschland Schläfer des IS gibt. Es war wirklich eine ganz „tolle“ Idee allen Flüchtlingen unkontrolliert die Einreise zu gewähren. 😬

  6. Liebe Mayumi, Alice und du habt fast alles gesagt. Mir gefällt dein Beitrag. Du hast dir Gedanken gemacht, aber du bist zu empfindlich. Ein paar genervte Spinner die mal einen schrägen Blick zu euch rüber schieben sind NICHT Deutschland. Ich kenne mein Familienbuch ziemlich gut und da stand nie etwas von aufmüpfigen Deutschen und wenn, wurde das schnell und meist blutig beendet. Einer der Unterschiede von Japan zu Deutschland ist nicht, dass wir nicht stolz sein könnten, es ist uns nur nicht wichtig. Die meisten Lautsprecher die ich oft vernehme sind, wenn sie denn arbeiten, in ihren Jobs zumeist absolute Leisetreter. Es ist auch nicht ratsam den Deutschen in Gang zu bringen, denn wenn er einmal aufgestanden ist, bewegt er seinen breiten Hintern unaufhörlich auf sein Ziel zu, ohne Rücksicht auf Verluste und bis zum bitteren Ende. Das die Genertion von Frauen ihre Kinder nach dem letzten Krieg alleine großgezogen und dementsprechend konditioniert hat ist nicht nur verständlich, es war auch für mich wünschenswert, denn wer will schon wirklich Krieg haben? Der beginnt nämlich immer mit kleinen Konfliken, falschem Stolz und Größenwahn. Das bringt uns zu Merkels Obergrenze, die es natürlich unausgesprochen gibt. Die sitzt im Osten und versucht sein Volk gerade auf größere Konflikte einzustimmen. Merkel muss weg und sie wird selber gehen und versuchen für eine Nachfolge zu sorgen. Zum Nissan hab ich ja schon mal geschrieben, also dann, danke fürs Lesen und schönes Wochenende – konban wa.

    • Die aktuellen Zahlen vor Augen sehe ich das linke Gespenst auferstehen. Aber vielleicht ist es auch nur ein Schatten, der ganz Berlin verkörpert. Aber vielleicht besinnen sich die Zauberlehrlinge. Wir werden es sehen.

      • Guten Morgen,
        meine Infos aus NY, die ich vorab erhielt, haben sich nicht ganz bestätigt. Alicia hat geholfen. Musik ist eben noch die beste Therapie, so wie das Lachen, das einem nicht vergehen darf.
        Über deinen Kommentar musste ich ein bisschen lachen:
        `Das linke Gespenst und die Zauberlehrlinge´! Tolle Formulierung.
        `Wir werden sehen´ ist eine meiner Standardsätze.
        Du bist sehr intelligent und witzig `mit Hintergrund´+++.
        Alles kommt, wie`s kommen muss.
        LG
        PJP

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