Das ist Kenjutsu!

Japan, die Samurai und ihre Schwertkunst, sind vielen Menschen ein Begriff. Die scheinbar unschlagbare Technik der Samurai, hat schon immer fasziniert. Aber was genau ist diese Kunst. Das soll dieser Artikel klären.

Samurai beherrschten die Kunst des Kenjutsu. Aber Kenjutsu ist nur der Oberbegriff aller Formen der japanischen Schwertkunst, insbesondere jener Disziplinen, welche vor der Meiji-Zeit (1868 bis 1912) entstanden sind. Die heutigen Formen des modernen Kendō und Iaidō, die im 20. Jahrhundert entstanden, haben ebenfalls ihren Ursprung zu dieser Zeit. (Quelle Wikipedia)

Schon sehe ich große Fragezeichen in den Augen meiner LeserInnen leuchten. „Ist Kendō keine Kunst?“ Wie schon in meinen Artikeln über Karate und Aikido, gibt es auch beim Schwertkampf den gleichen Unterschied. Kendō ist quasi die Sportvariante des alten Stils.

Wie beim chinesischen Wushu (Kung Fu) und dem Karate, steht Kenjutsu nicht nur für einen Stil. Auf Anhhieb fallen mir locker zwei Dutzend Schulen ein, die miteinander konkurrieren. Keine ist besser oder schlechter als die andere. Jede ist auf ihre Weise gut. Und bei Vergleichen gewinnt immer nur der besser trainierte Kämpfer. Und das kann auch ein HEMA Fechter sein.

HEMA ist der Oberbegriff der Historical European Martial Arts. Aber davon vielleicht ein andermal mehr. Erwähnt habe ich HEMA lediglich, um die immer aufkommenden Diskussionen, wer bei einem Zweikampf (europäischer) Ritter gegen einen Samurai gewinnt, kurz anzusprechen.

Die Antwort ist ganz einfach. In voller Montur (Rüstung) bei gleichen Fähigkeiten, wird der Ritter gewinnen. Im Gegensatz zu anderen Experten sage ich, dass es nicht am Waffenstahl liegt, einzig die bessere Rüstung macht den Unterschied. Bei einem Kampf ohne Rüstung, ist der Sieger nicht vorauszusagen. Vielleicht hätte der Samurai gewonnen, wenn er noch in Aikijujutsu ausgebildet war.

Als ich vor einigen Jahren meinen Blog erstellte, hatte ich bewusst nur meine Ausbildung in Kendō erwähnt. Ich wollte Leser nicht mit Details verwirren. Nun reicht der Stammbaum meiner Familie bis in die Zeit Oda Nobunagas und weiter zurück. Sie war allerdings dem Tokugawa Clan verpflichtet, aus dem der legendäre Shogun Ieyasu Tokugawa hervorgegangen ist.

Vielleicht Schicksal, mit Sicherheit aber ein Glücksfall. Auf der Gegenseite hätten meine Vorfahren nicht überlebt. Aufzeichnungen belegen, dass meine Familie unter anderem im Yagyū Shinkage-ryū Stil unterrichtet worden ist, aber auch andere Schulen kannte. Yagyū Muneyoshi, der Namensgeber, hat diesen Stil am Hof des Shoguns etabliert.

Wenn ich unter anderem schreibe, muss ich auch Miyamoto Musashis Niten ichi-ryu Stil nennen, in dem Kurzschwert Langschwert gleichzeitig zum Einsatz kamen. Zwar wird gern behauptet, dass Musashi diese Form erfunden hat, so ganz richtig ist das aber nicht. Einen ähnlichen Stil gab es schon früher und auch die legendären Ninja haben ihn zum Teil benutzt.

Als Mädchen, habe ich die Zweischwerttechnik gern benutzt.  Der Grund war simpel, ich konnte dabei schummeln. Wenn ich am verlieren war, habe ich einfach das Kurzschwert geworfen. „Wie kannst du nur, Mayumi!“ Ich konnte, das habe ich von Musashi gelernt. Sieger: Ich.

Mein Vater hat mich gern im Schwertkampf unterrichtet. Scherzhaft habe ich als Teenager gesagt, dass er mich da endlich mal verhauen kann. Es fällt schwer meinem Vater aus der Reserve zu locken, aber mit dem Satz habe ich ihn zum Lachen gebracht.

Kann nun, bei gleichen Fähigkeiten, ein Kendō Fechter einen Kenjutsu Meister schlagen? Die Antwort ist ein klares Nein. Im Kendō sind nur noch wenige Angriffe und Formen zugelassen. Kenjutsu ist die komplette Kunst, die bitte nicht wörtlich zu nehmen ist.

Kenjutsu ist eine effektive Art den Gegner zu besiegen. Und das endete meist mit dem Tod. Katana schlagen schreckliche Wunden. Die Samurai haben das meist an Bambus geübt, der die gleiche Konsistenz wie menschliche Knochen hat. Aber auch an Verbrechern. Und das war nicht besonders nett.

Vergleiche mit anderen Fechtstilen fallen immer schwer. Auch in China gab es gute Kämpfer. So war ein im Wudang Schwertstil ausgebildeter Chinese einem Samurai zumindest ebenbürtig. Und die chinesischen Jian Schwerter sind ebenfalls sehr gut. Ich werde das eines Tages testen.

In verschiedenen Martial Arts Filmen werden gern Kämpfer gezeigt, die mit Kurzwaffen gegen einen Samurai antreten, diesem minutenlang Paroli bieten und letztlich besiegen. Das sollte man besser als das sehen, was es auch ist: ein Film.

Es mag durchaus Menschen gegeben haben, die einen nur mäßig begabten Samurai entwaffnen und besiegen konnten. Allein schon von der Länge der Klinge sollte jedem der Sieger eines solchen Duell klar sein. Der Samurai hätte seinem Gegner die Hand abgehackt und ihn dann lässig aufgeschlitzt.

Eine kurze Erwähnung verdient auch noch Iaidō, das sich aus dem Iaijutsu oder Battōjutsu entwickelt hat. Ich habe so meine Probleme damit, es als eigenen Stil zu sehen. Iaijutsu / Iaidō ist nichts anderes als die Kunst des Schwertziehens und dieses noch in der Bewegung zu nutzen. Japanische Regisseure haben das gern in ihren Werken gezeigt.

Unter anderem wird Iaijutsu auch in den Zatoichi Filmen präsentiert. Der blinde Held zieht dort meist blitzartig sein Schwert und tötet Gegner noch in der Bewegung. Kenjutsu dagegen sind alle Techniken, die mit bereits gezogener Waffe ausgeführt werden.

Ich habe lange auf youtube gesucht und mich dann für ein Video entschieden, das die effektive Art des Kenjutsu auch für Laien deutlich macht. Auf Show wird dabei verzichtet. Was in dem Video gezeigt wird, wäre im Ernstfall tödlich.

 

40 Kommentare zu “Das ist Kenjutsu!

  1. Hallo Mayumi,

    mal wieder Informations-Overload schon am Morgen…weiß nicht, ob das alles verdaut bekomme ;-).
    Hätte auch nicht gedacht, dass ich diesen Link mal irgend jemandem nahe legen würde (das kennst du aber vermutlich sowieso schon wieder…)

    http://www.thearma.org/essays/knightvs.htm#.V5hj601PpD8

    Der Autor hat sich m.E. große Mühe gegeben, alle Aspekte eines Knight vs. Samurai Duells herauszuarbeiten, differenziert zu beleuchten und kommt zu einem irgendwie für alle versöhnlichen, sofern es so etwas in diesem Zusammenhang geben kann, Schluss…
    Ich tendiere allerdings stark zu deinem Statement hinsichtlich des möglichen Ausgangs.

    Viele Grüße und beste Wünsche für den Tag
    Oli

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    • Nein ich kannte genau diesen Artikel noch nicht. Danke dafür. Der vermutlich größte Unterschied eines deutschen Ritters und eines japanischen Samurai war dann wirklich, ob die beiden NUR Schwertkampf konnten. Vielleicht konnte der Deutsche noch Ringen, dann wäre der waffenlose Kampf auch interessant gewesen.

      Viele Leute fokussieren zu stark das Schwert, das martialische Auftreten der Kämpfer. Der scheinbar unbewegliche Ritter hat dann ihrer Meinung keine Chance. Aber ein japanisches Schwert kann nur in Filmen durch andere Schwerter und Rüstungen schneiden.

      Wenn wir jetzt den Fall von Musashi nehmen, der hätte den Ritter besiegt. Warum? Weil er nicht nach Regeln gekämpft hätte. Aber dieser Mann war auch wirklich einzigartig!

      Mein Artikel sollte aber nicht genau diese Diskussion anregen, er sollte einen Blick auf Kenjutsu zeigen. Danke dir fürs lesen! 🙂

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  2. Es lehrt uns Beat Takeshi, der Meister des lautlosen Lachens: Den Narren wirft das fliegende Holzscheit, die Kunst des Flirtens beherschen Menschen erst ab dem 60. Lebensjahr so richtig und die Seele des herrenlosen Samurai verbrennt nur im Rausch des Würfelspiels. Keine faulen Tricks! Keine faulen Tricks!

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  3. Stimmt es, dass Katana die schärfsten Schwerter sind, die es auf der Welt gibt? Übt man (wie bei „Last Samurai“) erstmal mit Holzschwertern (für wie lange)? Ab wann beginnt man, mit echten Katanas zu trainieren?
    Wie man merkt, kenne ich mich in diesem Bereich nicht aus. Trotz alledem finde, ich Schwertkampf total spannend. 🙂

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    • Es gibt keinen Unterschied zwischen einem europäischen (Lang)Schwert und einem Katana. Die schneiden im Ernstfall beide durch ungeschützte Körperteile wie durch Butter.

      Natürlich übt man mit Holzschwertern. Alles andere wäre viel zu gefährlich. Die Kata (Form) dagegen wird mit echten, aber ungeschliffenen Katana gelaufen. Ab dem Meistergrad darf ein echtes Katana benutzt werden. Aber nie zu Partnerübungen. Ein falscher Schritt und der Partner verliert vielleicht seine Finger oder mehr.

      Ich habe schon mit ungeschliffenen Katana geübt, aber das mache ich wirklich nur mit meinem Vater.

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      • Danke für den Vergleich zwischen beiden Klingen.
        Es toll, was du alles durch deinen Vater gelernt hast! Ich kann mir vorstellen, dass der Nervenkitzel bei einem echten Schwert (wenn auch unscharf) um einiges höher ist. Ich glaube, dass ich schon erahnen kann, was du auf diese Feststellung antworten könntest. 🙂

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      • Das Holzschwert ist viel gefährlicher. Mit einer stumpfen Klinge kannst du niemanden verletzen, höchstens stechend. Wenn ich dir aber das Holzschwert versehentlich auf den Kopf haue, hast du eine ziemliche Beule. Richtig zugeschlagen wird nur im Kendo. Aber dort sind die Schwerter aus Bambus oder Latex und die Schüler tragen Rüstung. In Köln gibt’s Kenjutsu Dojos, schau dir das doch einfach mal an.

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      • Wenn dir jemand mit einer stumpfen Klinge auf den Kopf schlägt, tut das dann nicht weh? Ist das Holzschwert vielleicht im Vergleich schwerer?
        Kendo beeindruckt mich persönlich jetzt nicht so sehr. Aber ich bin dies bezüglich auch ein Laie. Vor allem das Schreien dabei ist für mich sehr irritierend, obwohl es sicher seinen Nutzen hat.
        Vielleicht gucke ich mir zum Spass wirklich mal Kenjutsu an. 🙂

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      • Klar tut das auch weh. Meiner Erfahrung nach, ist man mit der ungeschliffenen Klinge konzentrierter. Zum Bokken, dem Holzschwert, gibt es eine lustige Geschichte von mir. Ich habe damit einen jungen Mann durchs Dojo geprügelt, der mich mit seinen ach so tollen Kendo Kenntnissen provozieren wollte. Er war schon gut, aber Kendo ist nur die halbe Sache und die wirklich effektiven Techniken kannte er nicht. Sein Glück, dass er eine Kendo Rüstung trug. Ich war damals nicht sehr nett und er hat aufgegeben.

        Es wird immer darauf geachtet, dass die Holzschwerter vom Gewicht her mit einem echten Schwert identisch sind. Der Schrei gehört beim Kampf immer Und noch andere Dinge. Musashi, um noch einmal über ihn zu sprechen, hat nie „fair“ gekämpft. Also fair im Sinn von einem Duell. Aber was machst du, wenn der andere ein gefürchteter Verbrecher ist und körperlich überlegen? Es gibt viele Geschichten und Legenden über Musashi und auch einige gute Dokus. Böse war er auf keinen Fall, nur ein Mensch seiner Zeit. Ob er seine Spielchen wirklich nötig gehabt hätte, ist auch so eine Sache. Aber gegen mehrere Gegner ist er auch angetreten und hat durch seine Kenntnisse des Geländes und seine beiden Schwerter gewonnen. Fechten konnte der!

        Japanischer Schwertkampf ist und wirkt auch sehr rituell. Die chinesische Variante ist eher verspielt dagegen. Wie beim Wushu, mit seinem teilweise unnötigen Bewegungen. Die sehen gut aus und bringen nichts.

        Wie gesagt ist Kendo die Sportvariante der alten Kunst. Die könnten auch mit einem echten Schwert gut kämpfen. Aber ich bezweifle, dass sie gegen echte Ninjutsu Meister eine Chance hätten. Die würden sie bereits mit „Iaido“, der Kunst des Schwertziehens überraschen und ausschalten.

        Ich halte es beim Schwertkampf, wie beim Karate und Wushu für wichtig, den Blick über den Tellerrand zu wagen und nicht nur eine Variante zu kennen. Wenn ich weiß, wie ein Tai Chi Kämpfer reagiert, werde ich ihn einfacher schlagen. Ich darf mich nur nie auf seinen Stil einlassen.

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      • In einem vorigen Leben warst du wahrscheinlich eine Kriegerin. 😉 Hättest du eine Frau auch durch das Dojo geprügelt, wenn sie dich provoziert hätte?
        Es gibt also Dokus über Musashi. Gut zu wissen. 🙂
        Es gibt Kung Fu Stile, die verspielt sind, das stimmt. Wing Chun gehört nicht dazu, denn der Stil zielt auf Effektivität ab.
        Ich sollte mal mehr über den Tellerrand blicken, was andere Kampfkünste betrifft. Am Sinnvollsten sind für mich dies bezüglich Sparring-Erfahrungen, wie ich schon erwähnte. Sara werde ich nochmal zum Sparring überreden. Sie macht heutzutage Taekwondo. Früher haben wir zusammen Wing Chun gemacht. Ich traue mich aber nur sie anzugreifen, wenn sie einen Kopfschutz trägt. Vielleicht verpasse ich ihr sicherheitshalber noch Schienenbeinschoner von mir.

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      • Ich habe schon mehr als eine Frau geohrfeigt. Manchmal ist das sehr effektiv. Taekwondoka sind einfach auszurechnen. Die meisten können nur kicken und das wars. Tritt denen die Beine weg und sie landen auf dem … 😀 Ja ich höre die Rufe schon wieder: „Mayumi, das macht ein Mädchen nicht!“ Und was wenn doch? 😛

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      • Auch noch Ohrfeigen verteilt… Tzzz… 😉 Das würde mich persönlich am meisten erniedrigen. Ach ne, angespuckt werden, wäre für mich noch schlimmer.
        Da du ja scheinbar ein Fan von Mushashi bist, kämpfst du ja wahrscheinlich auch nicht immer fair. Das lässt dich aber sicher öfters gewinnen.
        Ich bin mal gespannt, ob Sara sich auf Sparring mit mir überhaupt einlässt.

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      • Die Ohrfeigen gab es bei passenden Gelegenheiten außerhalb des Trainings. Ich würde nie eine Schülerin schlagen.

        Was ist „fair?“ Ist es fair, wenn ich einem 90 Kilo Mann gegenüberstehe und mit diesem ringen soll? Im Ernstfall geht es immer darum das eigene Leben zu schützen. Fairness gibt es nur im Sport.

        Ein Weltklasse Taekwondoka wird jeden normalen Wing Cunler lässig wegkicken. Das ist einfach so. Umgekehrt aber auch. Nicht der Stil, die individuelle Persönlichkeit gewinnt.

        Liken

      • Ich habe außer meinen Schwestern noch nie jemanden geohrfeigt. 😅
        Wenn es um Selbstschutz gehen würde, wäre mir Fairness auch egal, nur nicht im Wettkampf.
        Und ja, es kommt immer auf die Fähigkeiten des Kampfkünstlers an und nicht auf seinen Stil.

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      • …auch das Reinigen, altes Öl runter, Puderquaste, neues Öl drauf – natürlich gibt es für Erika nur japanisches Rosenöl 😉, ist ein Akt, der Fokussierung unbedingt erfordert. Andersrum: einmal etwas fahrig beim Reinigen gewesen, mit dem Daumen (statt Nuguigami) etwas entlang der Klinge geraten …tat sauweh, vino rosso lief sofort und reichhaltig. Aber: chirurgisch schöner Schnitt, der rückstandsfrei wieder zusammenwuchs.
        Quentin Tarantino traf keine Schuld, hätte schließlich auch mit dem Küchenmesser passieren können…😉

        LG
        Oli

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  4. PS: Waren die Fähigkeiten von Ninjas und Samurais beim Schwertkampf ähnlich?
    Von Masaaki Hatsumi habe ich eine DVD. Mir gefällt die Idee, dass Ninjutsu-Kämpfer, wie der Wind sein sollen. Ich sollte ja lernen, wie Wasser zu werden. 😉

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    • Ninja? 😀 Ein Ninja / Shinobi war primär ein Spion, ein Geheimagent, der gegnerische Clans infiltrierte, sich deren Wissen aneignete und weitergab. Auch deren Kampfkunst.

      Was Masaaki Hatsumi als „Ninjutsu“ verkauft, wird auch Bujinkan genannt. Aber Ninjutsu bezeichnet eigentlich die gesamten Fähigkeiten eines Ninja. Die Kampfkunst war nur eine davon.

      Shinobi haben selten offen gekämpft. Warum sollten sie das auch tun? Ihr Auftrag war die Spionage oder vielleicht ein geheimer Mord. Sie benutzten zum Teil etwas kürzere Schwerter, was bei einem offenen Kampf ein Nachteil war. Ihre Fähigkeiten waren denen eines gut ausgebildeten Samurai ebenbürtig und zum Teil auch überlegen. Aber sie hätten nicht fair, also mit Ehre gekämpft sondern wirklich versucht dem Kampf auszuweichen, um ihren Auftrag nicht zu gefährden.

      Als Oda Nobunaga Iga, die Heimat der Shinobi angriff, haben die Clans sich beim ersten Mal erfolgreich gewehrt und dessen Sohn geschlagen. Nobunaga ist dann mit einer riesigen Übermacht gekommen und hat fast alle Shinobi in Iga ausgelöscht.

      Und wie der Wind sind Shinobi kaum gewesen. Sie lebten von ihrer Legende, ihrem Versteckspiel sprich der Tarnung und hätten falls enttarnt, vielleicht wirklich (Gift)Pulver benutzt. Vieles was wir wissen beruht auf Legenden aus Hollywood.

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      • Es ist voll interessant, wenn du so etwas erklärst, du Expertin. 👍 Danke! Was hälst du vom Film „Ninja Assassin“? Den habe ich auch. Dabei geht es ja hauptsächlich um die Auftragsmorde für Gold. Ich hatte vor deiner Erklärung keine Ahnung, dass sich Shinobis auch das Wissen anderer Clans aneignen wollten.

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      • Ninja wollten sich nichts aneignen. Sie mussten, um nicht aufzufallen. Sie waren immer im Auftrag unterwegs und haben Informationen gesammelt. Ich denke auch über Kampfkunst, aber primär ging es immer nur um Politik.

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  5. Immer wieder sehr spannend, was du als Expertin einem alles beibringen kannst! 🙂
    Der Kampf im Video wirkt wirklich sehr formell. Ich glaube ich müsste – egal für welche Kampfsportart – zunächst eine Menge Selbstdisziplin lernen, um nicht selbst- und fremdgefährdend planlos mit Holzknüppeln in der Gegend herumzuwedeln. Das möchte ja keiner. (Und die Sportarten stelle ich mir eben auch recht „geregelt“ vor, selbst wenn nicht alles der eigentlichen Kampfkunst drin vorkommt. Und diese Regelkonformität würde vermutlich meiner natürlichen Ungeduld widersprechen. ^^‘)
    Danke auf jeden Fall für diesen Artikel! ^-^

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