Islam, Scharia, Kopftuch – Teil 1: Die gescheiterte Integration

Die Debatte um Zuwanderung und den Islam in Deutschland reißt nicht ab. Fast täglich gibt es kontroverse Stimmen, die dafür oder dagegen sind. Die Naivität vieler Menschen ist dabei erschreckend. Sie, die kaum den Inhalt der eigenen Bibel kennen, hofieren den immer aggressiver auftretenden Islam. Was auch für Muslime gilt, die in Deutschland geboren worden sind.

Das Kopftuch ist dabei zum Symbol für den Kampf der Kulturen geworden. Junge Muslimas tragen es scheinbar voller Stolz. Zum Teil ist das richtig, hat aber einen besonderen Hintergrund. Vor allem junge Türkinnen sind oft auf der Suche nach ihrer Identität und fühlen sich nicht anerkannt. Genau das bestätigt eine neue Studie des Religionssoziologen Professor Dr. Detlef Pollack. Wörtlich heißt es: „Woran es aber unter den in Deutschland lebenden Türkeistämmigen mangelt, ist das Gefühl, willkommen geheißen und anerkannt zu sein.

Gut die Hälfte der Zuwanderer aus der Türkei und ihrer Nachkommen fühlen sich als Bürger zweiter Klasse, egal wie sehr sie sich anstrengen dazuzugehören. Auffällig ist die teilweise vehemente Verteidigung des Islam unter dieser Gruppe,“ so Professor Pollack. „Im scharfen Gegensatz zur Haltung der Mehrheitsbevölkerung schreiben die Türkeistämmigen dem Islam vor allem positive Eigenschaften wie Solidarität, Toleranz und Friedfertigkeit zu.

83 Prozent der Zuwanderer und ihrer Nachkommen erklären, es mache sie wütend, wenn nach einem Terroranschlag als erstes Muslime verdächtigt werden. Drei Viertel plädieren für ein Verbot von Büchern und Filmen, die die Gefühle tief religiöser Menschen verletzen. Zwei Drittel der Befragten denken, der Islam passe durchaus in die westliche Welt, während 73 Prozent der Gesamtbevölkerung in Deutschland das Gegenteil meinen.“

Die Studie steht dabei zum Teil in krassem Gegensatz zu Aussagen von Politikern, dass vor allem Türkeistämmige in Deutschland voll integriert worden sind. Die Wahrheit scheitert an den Befindlichkeiten von Muslimen, die sich stets und ständig beleidigt fühlen. Schon einfache Diskussionen über Religion sind oft kaum möglich, da ihr Allah bekanntlich über allem steht.

Genau das bestätigt auch Professor Pollack. „Seine Ergebnisse ließen einen beträchtlichen Anteil an islamisch-fundamentalistischen Einstellungen erkennen,“ so der Soziologe. „Und die ließen sich nur schwer mit den Prinzipien moderner Gesellschaften zu vereinen sind. 47 Prozent halten die Befolgung der Islam-Gebote für wichtiger als die deutschen Gesetze. Ein Drittel meint, Muslime sollten zur Gesellschaftsordnung aus Mohammeds Zeiten zurückkehren. 36 Prozent sind überzeugt, nur der Islam könne die Probleme der Zeit lösen.“

Es ist genau diese gefährliche Tendenz, die weder deutsche Politiker noch die Kirchen sehen wollen. Die eigene Ab- und Ausgrenzung vieler Muslime fängt schon bei der Wortwahl an, mit der sie den Rest der Bevölkerung bezeichnen. „Altdeutsche“ werden diese genannt. Ein Wort, das aufhorchen lässt. Professor Pollack erklärt weiter, „der Anteil derer mit verfestigtem fundamentalistischem Weltbild liege immerhin bei 13 Prozent.“

Vor diesem Hintergrund muss man das Kopftuch kritischer betrachten. Seine Trägerinnen hofieren damit zum Teil unbewusst die Scharia, die Unterdrückung ihrer Glaubensschwestern und auch die Mörderbanden des IS. Muslime sollten ihr verzerrtes Weltbild schleunigst gerade rücken. Mit leugnen stoppt man keinen Terror, der klar auf das Konto fanatischer Islamisten geht. Aber vielleicht gibt es beim IS überhaupt keine Muslime und der Feind Amerika hat hat in Brüssel und Paris gebombt.

Das Kopftuch löst keine Probleme. Im Gegenteil werden sie dadurch erst neu geschaffen und die ohnehin vorhandene Kluft zwischen Muslimen und Christen noch tiefer aufgerissen. Diese Mädchen werden dann von ihren Töchtern ebenfalls verlangen, dass sie sich verhüllen. Und so wird es immer weiter gehen. Integration Fehlanzeige. Aber es gibt auch jene Frauen, die heute noch von ihren Eltern zum Kopftuch gezwungen werden. Spuren sie nicht gibt es Strafen und Schläge. Die Scharia erlaubt das im Islam.

In „Arabien“ fehlt vielen Frauen das Wissen über ihre Rechte. Sie werden oft dumm gehalten und brutal misshandelt, wenn sie sich dem Mann verweigern. Pakistan steht dabei mit an vorderster Stelle. Auch das wird gern übersehen, wenn von dem friedlichen Islam gesprochen wird. Angeblich positive Beispiele stellen die absolute Minderheit dar. Die Frau in „Arabien“ bleibt ein Mensch zweiter Klasse.

In Teil 2 geht es um die Scharia und ob sie (bereits) zu Deutschland gehört.

Advertisements

8 Kommentare zu “Islam, Scharia, Kopftuch – Teil 1: Die gescheiterte Integration

  1. Das treffend beschriebene Problem gibt es, als deutscher Mann mit orientalischem Aussehen kann ich es wohl nie ganz Erfassen, da ich mich hier in der Großstadt wie ein Fisch im Wasser bewegen kann. Kopftuchträgerinnen gibt es viele hier in der Nachbarschaft. Das sind einmal Orientalinnen mit körperengen Klamotten und viel Schminke, die einen ungeniert anflirten, auch und grade wenn die Partnerin neben mir steht. Dann gibt es auch welche, die es ernst meinen, komplett schwarz mit abrasierten Augenbrauen. Meistens sind das deutsche, die konvertierten. Das ist meine Beobachtung und spricht natürlich nicht dagegen, daß eine gefährliche Radikalisierung schleichend und harmlos daherkommen kann. Deine Einschätzung der arabischen oder auch pakistanischen Gesellschaften aber teile ich nicht ganz. Nach unseren demokratischen Maßstäben sind dort die Frauen eher Menschen dritter Klasse, die männliche Normalbevölkerung kämpft um ihr Verbleiben in der zweiten Klasse während Macht und Wohlstand in Händen einer feudalen Oberschicht bleiben. Und dieses Muster setzt sich bei Einwanderern fort. Hat das was mit der Religion zu tun? Ja und nein, denke ich. Ein Ähnlich verkrustetes Patriarchat kenn ich aus Europa nur von den katolischen „Travellers“ auf den britischen Inseln (ja, sie werden auch „Zigeuner“ genannt). Auch da deklassierte Männer, die ihre Frauen klein halten und sich beleidigt in ihre Religiosität flüchten. Das mein ich jetzt gar nicht relativierend, im Gegenteil: Es ist für unsere funktionierende Zivilgeselschaft ein echtes Problem, daß mit viel Ernst und möglichst wenig Emotionen angegangen werden muss.

    • Das Patriarchat ist ein Grundübel. Frauen sind umerzogen worden, ihrer Freiheit beraubt und ihrer Rechte. Aber das driftet dann wieder zu sehr in den Feminismus ab, der in arabischen Ländern noch kaum vorhanden ist.

      Ich bin Multi Kulti aufgewachsen und habe das immer als Bereicherung empfunden. Aber was ich ablehne ist eben diese neue Kopftuchmentalität. Viele wissen nicht einmal um den Hintergrund und benutzen es als Symbol und vielleicht „nur“ Mode. Aber sie denken nicht nach. Ihre Schwestern im Rest der Welt sind ihnen egal.

      Über konvertierte Deutsche lohnt es kaum zu sprechen. Die sind oft radikaler, als ihre neuen Glaubensschwestern und -brüder.

      Emotionen zu zeigen, wenn es um Religion und Glauben geht, ist wirklich grundverkehrt. Jeder kann – privat – seinen Glauben leben. Aber er sollte ihn anderen nicht aufzwingen wollen. Wobei man ihn durchaus an dafür vorgesehen Orten, mit einer gewissen Leidenschaft ausüben kann. Aber nie als Druckmittel. Danke dir fürs lesen.

  2. Davon mal ganz abgesehen, werden in bestimmten Teilen von „Arabien“ Frauen immer noch gesteinigt, wenn sie versuchen vor ihren Ehemännern zu flüchten. Im Mittelalter war unsere westliche Gesellschaft nicht besser, aber wir haben uns weiterentwickelt.
    Und für mich sind Kopftücher und vor allem Burkas ein Symbol für die Unterdrückung der Frau in dieser Gesellschaftsordnung.
    Außerdem werden die meisten Terroranschläge heutzutage ja wirklich von islamistischen Fanatikern ausgeführt. Dies bezüglich bin ich absolut deiner Meinung.

    • Im 2. Teil gehe ich detaillierter auf die Problematik Scharia und Gewalt gegen Frauen ein, die immer wieder geleugnet wird. Wir alle schauen weg. Aber immer mehr prominente (Ex)Muslime warnen vor dem radikalen Islam. Dafür werden sie dann mit dem Tod bedroht oder von der Gesellschaft geächtet.

      Menschen mit denen ich spreche sind oft der Meinung, ich / wir hassten alle Muslime und den Islam, was völlig daneben ist. Aber Kritik muss erlaubt sein, wenn die Fakten klare Worte sprechen.

  3. Es ist alles richtig was du sagst oder Kommentiert wurde. Grauenvoll finde ich das Verhalten aller europäischen Politiker, die sich hinstellen und Frauenunterdrückung usw. verurteilen, aber dann aktiv an Geschäften mit solchen Ländern beteiligt sind. Bei Nachfragen hat man dann keine Zeit oder verweist auf irgendwelche obskuren Ausschüsse die sich angeblich mit den Menschenrechtsfragen beschäftigen, nur, dass es nie zu einer veränderung in solchen Ländern führt. Im Gegenteil, diese Welle schwappt nach Europa und wird oft als Bagatelle abgetan und mit Hilfe von Statistiken gerne widerlegt, scheinbar. Ald das Thema mit dem Kopftuch vor ein paar Jahren auf kam (vorher gab es das Thema nicht), haben sich alle darauf gestürzt, als ob dieser Fetzen Stoff für alles Glück oder Leid verantwortlich wäre. Der Islam gehört so wenig zu Deutschland wie die Scharia, aber ich hüte mich zu sagen, dass mich hier eine Kirche überhaupt vertritt und allgemein als christliches Abendland zu gelten ist mir selber zu dünn, um auf Werte zu pochen, die jede Kirche über Jahrhunderte hinweg mit Füßen getreten hat.

    • Wie du weißt bin ich Zen-Buddhistin und stehe anderen Glaubensrichtungen offen gegenüber. Ich war in Kirchen, habe in der Bibel und dem Koran gelesen und habe türkische Freundinnen (gehabt). Diese Radikalisierung, dieses „Ich bin nun ein Kind Allahs!“, habe ich im Freundeskreis erlebt. Leider. Die Unvernunft hat gesiegt und sie hat sich in den Dienst vergreister Vollpfosten gestellt, die sich Imane nennen. Natürlich sind die nicht alle schlecht. Aber warum werden dann so viele Moscheen in Deutschland vom Verfassungschutz überwacht? Selbst der Dalai Lama hat sich übrigens gegen den dauerhaften Aufenthalt arabischer und afrikanischer „Flüchtlinge“ in Europa gestellt. Aber das haben die Medien weitgehend verschwiegen. Ein Schelm der Böses dabei denkt.

      Jede Religion, jede Ideologie muss sich Kritik gefallen lassen. Das hilft und entwickelt sie auch durchaus weiter. Und es gilt natürlich auch für den Buddhismus. Aber diese absolute Gewalt(bereitschaft), dieser absolute Anspruch, der einzig wahre Glaube zu sein, ist kein gutes Zeichen für eine friedliche Koexistenz. Leider begreifen das viele Kopftuchträgerinnen nicht. Diskussionen? Meist sinnlos. Entweder werden sie sofort wütend oder beschimpfen andere als „Rassisten.“ Dazu steht mehr in Teil 2. Danke dir fürs lesen und deinen Kommentar, den ich gern gelesen habe.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s