Friede sei mit euch – Der Islam und die Gewalt

Japanische Buddhisten haben keine Berührungsängste mit anderen Religionen. Glaubenskriege gab es in Japan noch nie. Anders als in Europa und den arabischen Staaten, hat man in Japans Kriegen nie einen Gott fürs töten Tausender bemüht. Es waren immer politische Gründe.

Deutschlands Geschichte ähnelt der Japans sehr. Mit dem (f)einen Unterschied, dass man in Deutschland im Namen eines Gottes Menschen erschlug. Verantwortlich waren die damaligen Machthaber der noch unreformierten katholischen Kirche. Mit Religion und wahrem Glauben, hatte das wenig zu tun.

Apropos Religion! Theologen hinterfragen auch die Existenz von Jesus. War er nur ein Mythos, oder doch eine historische Gestalt? Ich habe kein Problem mit seiner Existenz. Für mich war Jesus ein jüdischer Prediger, der buddhistische Thesen in leicht abgewandelter Form verbreitet hat.

Den jüdischen Priestern war das ein Dorm im Auge. Daher haben sie ihn bei den römischen Besatzern angeschwärzt und man hat ihn umgebracht. Der Rest ist bloße Legende. Auferstanden ist Jesus nie. Ketzerei? Nur meine Sicht der Dinge, die ich ohne Todesdrohung sagen darf.

Die Trennung von Staat und Kirche, war für Deutschland ein Segen. Und natürlich Martin Luther, der mit seinen Thesen kanpp dem Tod entging. Die Vorstellung lässt schaudern, was im Fall von Luthers Ermordung geschehen wäre. Wäre Deutschland dann ein Gottesstaat?

In der islamischen Welt ticken die Uhren noch immer anders. Deren Ideologie steckt im siebten Jahrhundert fest. Worte wie Scharia und Dschihad lassen selbst westlich geprägte Muslime noch verstummen. Sie ducken sich vor einem überholten System.

Aus dessen Mitte kommen jene Gotteskrieger, die mit Mord und Feuer durch die Lande ziehen. Das Problem aller friedlichen Muslime liegt in ihrem Verständnis des Islam. Als Menschen gelten demnach nur Muslime. Andere Religionen sieht man als minderwertig an. Islam, das heißt übersetzt Unterwerfung. Und nach diesem Prinzip wird seit Jahrhunderten gehandelt.

Dumm nur, dass sich im Koran viele Zitate zu biblischen Texten finden. Und die Bibel, das wissen wir, hat einen jüdischen Hintergrund. Allah heißt auch nur Gott, das vergessen Muslime gern. Und ihre Gebetsschnur entspricht dem christlichen Rosenkranz. Und die haben ihn den Buddhisten und Hinduisten abgeschaut.

Die Arroganz des einzig wahren Glaubens besaßen einst auch Katholiken. Dank Luther, ist das längst vorbei. Nicht so im unreformierten Islam. Dort gelten lange überholte Werte. Arabische Terroristen können sich daher oft problemlos unter ihresgleichen verstecken. Einen Moslembruder verrät man nicht.

Weder das Christentum noch der Islam können als friedlich und gewaltlos bezeichnet werden. Wobei im Islam alles noch viel schlimmer ist. Gläubige Muslime dürfen demnach Ungläubigen den Kopf abschneiden und handeln damit im Einklang mit Allah. Solche Taten sind Mord. Und Schriften die das tolerieren Volksverhetzung.

Die Doppelmoral vieler Muslime wird besonders deutlich, wenn der Zentralrat der Muslime Deutschlands seine Stimme erhebt. Meist in Gestalt seines Vorsitzenden versteht sich, der alle seine Glaubensbrüder nun als Sündenböcke sieht, wenn die Rede auf Köln und die Vorfälle an Silvester kommt.

Da helfen auch keine Worte wie „unislamisches Verhalten“, die er zu den Tätern sagt. Was fehlt ist die klare Abgrenzung zur allgegenwärtigen Gewalt im Islam. Stattdessen grenzen sich Muslime oft in Parallelgesellschaften aus, die Brutstätten für radikale Islamisten sind.

Aber man muss den Koran und seine Ideologie kritisch betrachten. Und genau diese Kritik lassen Fanatiker nicht zu. Schon geringste Zweifel an Mohammed werden mit dem Tod bestraft. Die Beispiele sind bestimmt bekannt.

Es ist bei Strafe verboten Mohammed in Zweifel zu ziehen, oder negativ über den Islam zu sprechen. Schließlich, so denken Muslime, ist der Koran das von Allah an den Propheten gegebene Wort, das auf keinen Fall verändert werden darf.

Mohammed war kein friedlicher Mann. Er war ein Feldherr, der seine Ideologie mit dem Schwert verbreitet hat. Der Einwand vieler Muslime, auch Christen hätten Glaubenskriege geführt ist zwar richtig, aber nach Luther haben sie damit langsam aufgehört.

Wie unterschiedlich die beiden Ideologien sind, wird am Fall einer Ehebrecherin deutlich. „Der werfe den ersten Stein, der ohne Sünde hat“, sagt Jesus. Mohammed dagegen „Steinigt sie!“ Buddha hat lediglich vor den Konsequenzen gewarnt, die durch den Ehebruch entstehen.

Aber Mohammed, das sagen mittlerweile selbst Islamwissenschaftler, hat den Koran keinesfalls allein verfasst. Wie schon bei den Evangelien der Bibel, haben andere vieles nach dem Tod von Jesus und Mohammed aufgeschrieben und dabei stets den momentanen Zeitgeist gespiegelt. Und vermutlich eigene Interessen.

Zwar gehen Wissenschaftler davon aus, dass der heutige Koran zun größten Teil mit dem Text identisch ist, den Mohammed einst verfasste, aber so ganz sicher sind sie nicht. Mehrere Versionen des Werks, verschwundene Suren, sprechen eine andere Sprache. Wer die Bibel schrieb das weiß ich nicht. Aber es war kein Gott, das waren Menschen ihrer Zeit.

Unterscheiden muss man im Islam, wie im Christentum auch, zwischen dem theologischen und volkstümlichen (Aber)Glauben. Einfache Menschen bilden Mythen um Götter und legen viele Dinge anders aus. Das ist durchaus normal. Auf keinen Fall normal ist die Verbreitung einer Ideologie mit Feuer und Schwert.

In diesem Kontext muss man auch das Handeln von Christen kritisch betrachten. Die waren auch nicht immer nett. Mit dem feinen Unterschied, dass, bewusst übertrieben ausgedrückt, in islamischen Ländern keine christlichen Fanatiker durch die Straßen ziehen, um dort ihren Glauben zu verbreiten. Im Gegenteil werden Christen dort meist als Menschen zweiter Klasse unterdrückt, wie das Beispiel der Kopten in Ägypten zeigt.

Bewusst verzichte ich beim Islam auf den Begriff Religion. Er ist eine politisch geprägte Ideologie, die den Anspruch hat die Welt zu beherrschen. Wobei das Wort Welt mit Vorsicht zu betrachten ist, wie alles in solch alten Schriften. Die Welt von Jesus und Mohammed war recht klein.

Bibel und Koran sind archaische Dokumente aus einer Zeit, die lange vergangen ist. Und mit ihr die Menschen, die diese Schriften erst verfassten. Oft waren es Fanatiker, aber mit Sicherheit hat es auch friedliche Gläubige gegeben. Nur hat man die offenbar vergessen.

Die Sprüche „Auge um Auge, Zahn um Zahn“, der Bibel und „Tötet die Ungläubigen wo ihr sie findet“, aus dem Koran, müssen zwingend vor dem Hintergrund der damaligen Zeit gesehen und verstanden werden. Daraus nun „Heilige Kriege“ abzuleiten ist total daneben.

Islamischen Terroristen ist das egal. Sie ermorden im Namen Allahs Ungläubige. Was fehlt sind dann scharfe Verurteilungen dieser Taten von jenen Staaten, die den Islam als Staatsideologie haben. Und da haben wir erneut die Doppelmoral. Warum protestiert bei Terroakten nicht die friedliche islamische Welt?

Mit dem Zustrom von (Wirtschafts)Flüchtlingen nach Europa, könnte das Gewaltproblem des Islam weiter eskalieren. Wir wir mittlerweile wissen, haben sich unter ihnen Fanatiker und Terroristen versteckt. Einer der Attentäter von Paris, hat in deutschen Flüchtlingsheimen gelebt.

Es ist ein gefährlicher Irrglaube, dass immer mehr Moslems in christlichen Ländern, für Frieden und Verständnis der Kulturen sorgen. Genau das Gegenteil ist der Fall. Schuld daran sind zum größten Teil Politiker, die, übertrieben ausgedrückt, den Kniefall machen, wenn Muslime sich beleidigt fühlen und auf die Straße gehen, oder gewalttätig werden.

„Muslime sollten Rücksicht auf die Grundprinzipien der freien Welt nehmen, wenn sie darin leben wollen“, habe ich in einer Diskussion gehört. Wobei ich „sollten“ durch „müssen“ ersetze. Die Wirklichkeit sieht leider anders aus.

In öffentlichen Debatten werden nur jene Menschen verdammt, die Gebrauch von ihren Freiheiten machen. Der Gewalttäter wird mit Nachsicht behandelt, stammt er doch aus einem zerbombten Land. Die Meinungsfreiheit wird geopfert und der eigene Bürger niedergemacht.

Schon jetzt warnt das BKA vor einer Radikalisierung muslimischer Migranten, die willige Rekruten für gewaltbereite Islamisten sind. Paradoxerweise die gleichen Islamisten, vor denen sie (angeblich) aus ihrer Heimat flohen. Willig deshalb, da es wenig Perspektiven für sie geben wird. Sie sind Versprechungen gefolgt, die niemand erfüllen kann und will.

Nun ist es nicht so, dass niemand Muslime in Europa haben will. Ich sehe Multikulti noch immer als Bereicherung. Aber nur bis zu einem gewissen Maß. Oder randalieren Japaner in Düsseldorfs Straßen, um ihren Zwist mit Chinesen wegen irgendwelcher Inseln auszutragen?

Was der Islam, was die Welt braucht, sind endlich Zugeständnisse islamischer Geistlicher, den Koran nicht mehr wörtlich zu nehmen. Was die islamische Welt braucht sind Veränderungen, die ehrlich und nicht nur halbherzig sind. Aber wer Menschen noch immer öffentlich enthauptet, hat wenig dazu gelernt.

Nur wenn es progressiven Kräften im Islam gelingt, die Oberhand zu erlangen, wenn die Fanatiker endlich in ihre Schranken gewiesen werden, wenn die Masse der Moslems akzeptieren kann, dass auch andere Menschen einen Glauben haben, ist der Weg zur friedlichen Koexistenz aller Religionen frei.

 

78 Kommentare zu “Friede sei mit euch – Der Islam und die Gewalt

  1. Ein guter Beitrag,
    …die Menschen suchen und finden immer irgend einen Grund um Krieg zu führen. Im eigentlichem Sinn geht es immer nur um Macht. Religion wird dazu nur missbraucht. Es gibt keinen Gott, (egal wie immer der Gottes Name ist) der das töten der Menschen oder auch nur Gewalt billigt.
    Lieben Montaggruß ❤ lich Lis

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    • Danke, liebe Lis. Religion hat durchaus ihre Berechtigung. Ich habe damit kein Problem. Ein Problem habe ich mit Terroristen, die dem Westetn den „heiligen Krieg“ erklären. Im Unterschied zu „Arabien“ und Europa, hat man in Asien immer aus politischen Motiven Krieg geführt. Zwar war das alles andere als in Ordnung, aber ehrlich(er).
      Liebe Grüße aus dem Elfenheim.

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  2. Die Religion vernebelt die Sinne. Die der Kleinkriminellen, die sich als Gotteskrieger aufspielen. Aber auch die des „zivilisierten“ Westens. Wir Europäer sind schockiert angesichts der Religiosität, weil wir das nicht mehr kennen. Seit 500 Jahren reinigen unsere Denker den Verstand und die unbelehrbaren und Elenden haben wir konsequent nach Amerika abgeschoben. Jetzt kommt der hässliche Prediger bärtig im Kaftan wieder und wir staunen ungläubig wie Kinder die im Wald auf einmal Wolf&Elch begegnen, die wir nur aus Großmutters Märchen kannten. Ja, die bösen alten Geister müssen wir konsequent bekämpfen, bevor sie sich wieder materialisieren. Aber es sind nicht die Geister von „denen“, es sind unser aller Alpträume. Will sagen: Alle Völker rund ums Mittelmeer, mare nostrum, sind eine Familie. Da hanen wir die freien Republiken. Und da haben wir die Großreiche. Wenn ich davon höre, dass einer meint, die Ehefrau prügeln zu dürfen, oder die Kinder töten oder verkaufen, dann denke ich an den Pater familias, dessen Recht es ist, über die Hausbewohner zi herrschen. Und ich mag ihn nicht, egal welcher Geist, Kaiser Gott oder Prophet auf seinem Hausaltar steht.

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  3. Interessant!
    Doch sollte man sich auch vor Augen führen, dass der Islam gerade in seinen Anfängen Befreiung und Gleichberechtigung mit sich brachte. Die neuen Regeln, die Mohammed in bezug auf die Frauen verkündete, waren sensationell damals: Frauen konnten und durften Händlerin sein und Eigentum besitzen. Auch die Regel, dass man „nur“ 4 Frauen haben durfte, und auch die nur, wenn man sie alle gleich behandeln konnte, war einst eine positive Entwicklung. Während des 1. Jahrtausend produzierten Muslime guten Wein, hatten die fortschrittlichsten Universitäten usw. Erst durch die Interpretationen von verbiesterten alten Männern wurde der Islam zu einer Religion, die auch die grausige Variante des Islamismus zulässt.
    Die überwiegende Zahl der Muslime ist friedlich. Und lebt vor allem deshalb in Europa, weil sie die Demokratie befürworten und in Frieden leben wollen.
    Ein erhellender Artikel erschien kürzlich auf zeit.de: http://www.zeit.de/gesellschaft/2016-03/lesart-koran-islam-reform
    Es ist extrem traurig, dass immer nur die negativen Nachrichten in die Medien kommen. Das betrifft alles, auch die Christen und den Katholizismus.
    Ich wünsche Dir eine gute Woche
    Ulrike

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    • Man kann davon ausgehen, dass der Frauenparagaf auf seine Ehefrau zurückgegangen ist. Ohne deren Schutz und den ihres Clans, hätten ihn die Araber umgebracht. Ja, es sind oft Schriften von den von dir angesprochenen „alten Männern“, die den Koran so pervertiert haben. In der Bibel haben das die alten Christen auch versucht. Merkwürdigerweise nicht bei den Buddhisten, die auch eine reine Männergesellschaft sind.

      Mit dem Standardspruch „Die überwiegende Zahl der Muslime ist friedlich. Und lebt vor allem deshalb in Europa, weil sie die Demokratie befürworten und in Frieden leben wollen“, wird leider viel zu oft geworben. Vielleicht war das vor einigen Jahren noch so. Aber mittlerweile ziehen die Horden durch die Stadt und bekriegen sich ganz offen. Und ich habe türkische Freundinnen erlebt, die klar Angst vor der Scharia haben, die plötzlich wieder auferstanden ist.

      Und warum kommen nur diese negativen Nachrichten, Ulrike? Wo gibt es den Massenaufschrei in Arabien, wenn die Saudis öffentliche Hinrichtungen zelebrieren? Wo sind unsere türkischen / arabischen Freunde, wenn es gegen Frauen geht? Wo verurteilt der Westen scharf, was in der Türkei geschieht? Ich bin sofort dabei, wenn sie mit uns gegen Gewalt demonstrieren. Aber tun sie das? Nein, sie sind sofort beleidigt und geifern, wenn es gegen ihre Ideologie geht.

      Mir geht es nicht darum, den Islam zu verteufeln. Aber der Westen muss zwingend damit aufhören, den arabischen Staaten(lenkern) und den Muslimen alles zu verzeihen, weil es in einem archaischen Dokument steht, das kein Gott geschrieben hat. Kritik muss erlaubt sein und auch in diesen Staaten endlich ankommen. Ohne, dass die Kritiker sofort ermordet werden.

      Eine Hochkultur zu haben, die auf Krieg und Mord basiert, ist kein Problem. Hatten die Röner auch. Und die Griechen. Nur haben die keine Ideologie verbreitet sondern aus politischen Interessen alles erobert.

      Wie friedlich Mohammed war will ich dir an diesem Beispiel zeigen. Zwei Jahre vor seinem Tod hatte Mohammed seine Anhänger zu einem Feldzug gegen die nordarabische Christenstadt Tabuk zusammengerufen. Die Städte und Stämme um Tabuk hatten weder einen Angriff auf arabische Positionen gezeigt noch aggressive Signale gesetzt. Ihr einziges Vergehen war, Nicht-Muslime – Ungläubige – zu sein und an der Grenze zu Arabien zu leben, also in Reichweite von Mohammeds Heer. Kannst du nachlesen.

      Grüße aus dem Elfenheim

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  4. Sehr gut strukturierter, eloquenter Beitrag. Nur zwei Anmerkungen:

    Bei Jesus handelt es sich außer Zweifel um eine historische Person. Doch dieser historische Jesus weist beträchtliche Lücken in seinem Lebenslauf auf (ein Schelm wer Böses denkt ;-)). Es ist durchaus vorstellbar, dass er mit anderen Philosophien oder Religionen wie den Buddhismus in Kontakt kam bzw. durch diese geprägt wurde.

    ‚Warum protestiert bei Terrorakten nicht die friedliche islamische Welt?‘
    Das ist leicht zu begründen: Sie würde sich damit gegen den Koran stellen. Es ist Zeit für eine Reformation, die die meisten religiösen Führer aber scheuen. Aus guten Grunde: Die ersten Reformatoren wären zeitnah zugleich tote Reformatoren.

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    • Woran machst du fest, dass Jesus wirklich eine historische Figur war? Zumindest ein deutscher Theologe bestreitet das vehement. Wie gesagt, ich habe keine Problem mit ihm! Aber richtig, wo war er zwischen seinem zwölften und dreißígsten Lebensjahr? 😉 Ich habe aber gelesen, dass man im vierten Jahrhundert viele Schriften verbrannt haben soll, die auch Jesus betreffen.
      Es gab mal die Frage an einen Islamwissenschaftler, ob Mohammed denn eine historische Figur gewesen ist. Die Antwort war: „Ja, es steht doch im Koran.“ Und da fasse ich mir an die Stirn.

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      • Nun, seine Kreuzigung sowie seine Taufe durch Johannes gelten unter Historikern als unbestritten. Somit gehe ich davon aus, dass es einen Menschen Jesus Christus gab, ohne dass dieser Gottes Sohn war.

        Vermutlich hat er die Zeichen seiner Zeit erkannt: Seine angeblich von ihm gegründete Religion nimmt den Menschen als sündhaft an, dem es zu verzeihen gilt. Das hebt diese Religion doch von den opferverlangenden Göttern ab.

        Wie auch immer: Wenn Jesus Christus sehen würde, was in seinem Namen angerichtet wurde und wird, er würde sich im Grabe umdrehen – wenn er denn könnte ;-).

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      • Ich gehe auch von einer historischen Figur aus. Jesus war einer von einem guten halben Dutzend „Propheten“, aber charismatischer als der Rest. Seine (Fehl)Entscheidung nach Jerusalem zu gehen, wird natürlich von Christen als göttlich angesehen.
        Historisch, geschichtlich ist es interessant, wie aus seinem kurzen Wirken und frühen Tod, eine Weltreligion entstehen konnte.
        Aber können wir mit Sicherheit davon ausgehen, dass er wirklich durchgehend friedlich war? Ich vermute aber, dass sich Buddhisten mit ihm prächtig unterhalten könnten. Mehr oder weniger vertrat er deren Thesen. Aber das ist nun wieder Ketzerei. Auch wenn ich sage, dass Mohammed cleverer war mit seinem Modell. Er hat sich vor dessen Verkündung Schutz und Sicherheit gesucht.

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  5. Wünsche dir einen schönen Montag ein guter Beitrag ja der Islam ist schon eine Religion aber die Bibel ist auch nicht viel besser breides sehr Brutall ich wünsche dir eine glückliche schöne Woche eine Umarmung Gislinde

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  6. Ich sehe vieles auch so wie du, wundere mich aber ein bisschen über deine Sicht auf Luther.
    „Die Arroganz des einzig wahren Glaubens besaßen einst auch Katholiken. Dank Luther, ist das längst vorbei.“ Das wundert mich jetzt. War denn Luther nicht der Meinung, dass das Christentum der einzig richtige Glaube sei ??
    „auch Christen hätten Glaubenskriege geführt ist zwar richtig, aber nach Luther haben sie damit langsam aufgehört.“ Nach Luther haben die innerschristlichen Glaubenskämpfe doch erst angefangen und dauern bis heute an.

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    • Luther war bestimmt kein Heiliger und ein Mensch seiner Zeit. Aber berief man sich auf den „Prophet Luther“, wenn Kurfürst A sich mit Baron B hauen musste? Da ging es meist um Land und Geld und Macht. Männer eben, die scheinen das zu brauchen. Und wo bekriegen sich Christen wegen ihres Glaubens heute noch? Die beiden letzten Weltkriege hatten politische Motive. Oder ist mir da etwas entgangen? 🙂

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      • Oh ja, man berief sich zwar nicht auf den „Propheten“ Luther aber auf die Reformation. In Österreich wurden ganze Regionen entvölkert und dann von „Andersgläubigen“ neubevölkert nach dem Prinzip „cujus regio ejus religio“ musste die Bevölkerung die gleiche Religion haben wie der Fürst entweder katholisch oder protestantisch.Und im 30-jährigen Krieg ging es nicht nur um Religion aber auch. Bis vor wenigen Jahren gab es noch blutige Auseinandersetzungen in Irland zwischen Katholiken und Anglikanern……

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      • In Irland halte ich die Religion für vorgeschoben. Zumindest wenn es gegen die Engländer geht. Dieser alte Hass stammt aus noch älteren Tagen.

        Und natürlich waren die (alten) Christen auch zum Teil böse Buben. Was ich von heutigen Heuchlern halte, habe ich bereits geschrieben. Weder der jüdische Glaube, noch das daraus entstanden Christentum, noch der Islam sind friedlich. Überall finden sich Hinweise auf Gewalt. Aber nur im Islam wird die seit dem siebten Jahrhundert unverändert angewandt. Mir fällt spontan kein westliches Land ein, dass Menschen öffentlich wegen Gotteslästerung, oder Ehebruch ermordet. Ach nein, das wird ja Hinrichtung genannt …

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  7. Ich finde es schwierig, den Buddhismus als eine Art „fehlerfreie“ Religion dem Islam und dem Christentum gegenüber zu stellen. Erstens weil der Buddhismus als Philosophie geboren und zur Religion verklärt wurde, der oft ein etwas naiver Mythos anhaftet. Zweitens ist auch hier nicht alles Gold, was glänzt. Frauen haben generell nur eine Chance auf Erlösung wenn sie als Mann wiedergeboren werden, was also auch die Diskrimierung darstellt, die man gegenüber Frauen in sämtlichen Religionen findet. Im Namen des Buddhismus werden auf Sri Lanka die Tamilen unterdrückt und nicht in höhere Ämter berufen, weil sie den falschen Glauben haben. Ja, es wurden nie Kriege im Namen des Buddhismus geführt, aber das heißt nicht, dass er perfekt ist.

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  8. Kleiner Zusatz: Auch die reformierte Kirche nach Luther hat für Blutvergießen gesorgt. Der größte Glaubenskampf in Europa war ja immerhin der 30 Jahre währende zwischen katholischen und evangelischen Landesfürsten. Mit rein friedlichen Mitteln wurde da also sicherlich auch nicht reformiert.

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      • Die Kreuzzüge waren eine ganz üble Sache. Ich behaupte, dass die Herrschenden wirklich Gläubige wissentlich in den Tod geschickt haben, um Macht und Einfluss zu erhalten, oder zu bekommen. Aber irgendwann hat man mit diesem Unsinn aufgehört. Gut, man könnte argumentieren, dass Christen noch immer auf einem Kreuzzug sind, wenn sie Waffen in Entwicklungsländer exportieren. Machen wir aber nicht.

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  9. Schöner Beitrag hat mir gefallen. Ich denke, dass monotheistische Religionen bereits den Keim der religiösen Gewalt in sich tragen. Sie gehen davon aus, dass Sie der einzig wahre Wahrheit besitzen und alle Anderen dieser folgen müssen – notfalls mit Gewalt. Das wiederum ist in meinen Augen aber der Widerspruch. Denn Wahrheit ist belegbar und nachweisbar, ergo Wissen. Glaube wiederum ist die Definition von „nicht Wissen“ (von mir aus mit Wunsch, Hoffnung, etc. gleichzusetzen), denn sonst bräuchte ich nicht zu glauben, da ich es ja nicht nachweisen kann. Somit kann es sich nicht um die einzig wahre Wahrheit handeln.
    😉

    Da ist mir schon der Pantheon der 12 meiner Vorfahren sympathisch, Götter anderer Völker wurden mit demjenigen der 12 assoziiert oder als Aspekt hinzugefügt und wenn alle Stricke rissen, war es halt ein weiterer/neuer „Nebengott“.

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    • Danke! Das Problem monotheistischer Religionen sind auch die vielen „Wissenden.“ Oder sollte ich Besserwisser sagen. Als Zen-Buddhistin habe ich eigentlich keinerlei Probleme mit anderen Religionen. Nur mit Gewalt für die ein Gott seinen Namen hergeben muss, wenn Menschen politische Ziele verfolgen. Und mit der Uneinsichtigkeit Gläubiger.

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  10. Sehr interessanter Text!
    Ich selbst bin zwar wirklich sehr spirituell und katholisch getauft, aber irgendwie stehe ich eigentlich allen großen (und kleinen) Religionen skeptisch gegenüber…

    Die Bibel, der Koran und alle anderen „heiligen“ Bücher und Schriften, wurden letztendlich immer von Menschen geschrieben- man kann es drehen und wenden wie man will. Was viele auch vergessen: diese Bücher wurden von sehr mächtigen Menschen geschrieben. Es gibt z.B. weitaus mehr Evangelien als die, die wir in der Bibel haben (70+ glaube ich) und die die in der Bibel stehen, sind dort nicht umsonst. Sie sind einfach die, die am Besten hinein passen und auf die das beste Fundament für Macht waren.
    Einige Evangelien enthalten nämlich die These, dass Jesus die Verbindung zu Gott als persönliche Verbindung erklärt hat und nicht als Verbindung über einen Pfarrer oder Papst oder sonst was und das wiederum hat die Mächtigen damals gestört.

    Die Religionen werden schon seit jeher instrumentalisiert, von all jenen die es können und besonders das Christentum und der Islam haben hier ihre Geschichten abgeliefert.
    Also vielleicht klinge ich jetzt radikal, besonders wenn ich als Esotante das sage, aber ich bin strikt für Trennung von Religion und Staat- überall.

    Bei den Muslimen sieht es genauso aus, nur sind wir jetzt in einem Zeitalter, wo man mit wenigen gezielten Detonationen wirklich viel, viel Unheil anrichten könnte, was früher nicht möglich war. Ich glaube, dass es sehr wichtig ist, dass muslimische Personen, so stark wie möglich in Freundeskreisen, Schulen usw. integriert und aufgenommen werden, damit sie nicht beginnen sich zu radikalisieren.
    Ich kenne zwei muslimische Mädchen, bei denen die Eltern nicht wollten, dass sie Kopftuch tragen, damit sie nicht ausgeschlossen werden. Sie taten es doch, da sie dachten, dass das niemand im Freundeskreis stören würde. Innerhalb einer Woche veränderte sich deren Leben komplett, weil sie ausgestoßen wurden. Beide liebäugeln jetzt, vermutlich, sehr mit dem radikalen Islamismus. Das merkt man sehr stark auf Facebook und an ihren Aussagen, die sie tätigen. Es ist schade, denn deren Eltern sind gemäßigter als die Mädchen…
    Schönen Abend noch!
    LG

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    • Ich unterschreibe das meiste deiner Aussagen, liebe Stella. Für mich ist der geschichtliche Hintergrund der monotheistischen Religionen weitaus interessanter. Wobei, wie schon erwähnt, der Islam keine Berechtigung hat, als Religion zu gelten.

      Ja, ich kenne die „verbotenen“ Evangelien der Bibel. Nicht wörtlich natürlich. Vielleicht verwundert das, aber auch als Zen-Buddhistin interessierte ich mich immer für die anderen. Warum auch nicht? Deutschland ist „mein Land“, ich mag seine Kultur und Geschichte. Weniger die Glaubenskriege, das war als junges Mädchen für mich völlig unverständlich. Das Argument der Muslime man dürfe den Korantext weder anzweifeln noch verändern ist vor vielen hundert Jahren entstanden und von Menschen ausgedacht, die dadurch ihre Macht sichern wollten und Mohammed als perfekten Menschen sahen. Und genau das war er nie, so wenig wie ein Jesus, oder Buddha.

      Stichwort Kopftuch! Zum Teil grenzen sich damit junge Muslima absichtlich aus, um ein Zeichen gegen die für sie „fremde Gesellschaft“ zu setzen und eine eigene Identität zu finden. Und das ist mir dann doch zu hoch. Ich bin Japanerin und werde das immer bleiben. Schon allein vom Aussehen her unterscheide ich mich völlig von Deutschen. Warum sollte ich dann noch einen Kimono tragen und Buddha Verse verbreiten? Meine Identität ist klar. Junge Muslime fühlen sich ausgegrenzt und verstehen nicht, dass das Unsinn ist und sie sich erst mit der Radikalisierung von ihrem Land in dem sie aufwuchsen abwenden. Es liegt aber auch zum Teil an der gescheiterten Integrationspolitik der Regierung(en).

      Als ich nach Deutschland kam war alles fremd für mich. Und ein Jahr später hatte ich Freundinnen und konnte (fast) perfekt Deutsch. Japanische Kinder gehen oft auf eine japanische Schule in Düsseldorf. Meine Eltern haben mich auf die deutsche Schule geschickt. Auch vor dem Hintergrund, dass sie langfristig planten und in Deutschland bleiben wollten.

      Zurück zum Islam und seinen (Hass)Predigern, die an eine durch Feuer und Schwert verbreitete Macht und Größe erinnern und sie neu aufleben lassen wollen. Da sie es mit Krieg nicht (mehr) können, wird die Politik der Nadelstiche versucht. Und eine gezielte Unterwanderung der Nationen. Das mag krass klingen, ist aber das, was ich seit Jahren sehe. Ich hoffe für deine beiden Bekannten, dass sich sich besinnen. Die Gefahr, dass die Stimmung in Europa gegen Muslime gibt, ist unübersehbar. Eben diese jungen Muslime haben die absolute Chance, sich für ein miteinander der Kulturen stark zu machen. So wie wir Japaner das schon immer tun. Und das ohne unsere Identität zu verlieren.
      Grüße aus dem Elfenheim.

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      • Sry für diesen ewigen Roman, der nun kommen wird. Ich glaube, dass das schon vielleicht etwas hart formuliert ist, dass der Islam keine Berechtigung hat, als Religion zu gelten. Ich meine, dass vielmehr die Fundamentalisten, die es in jeder Religion gibt, den Islam zu radikal auslegen und zu wörtlich nehmen und wie beim Islam gibt es diese Leute in jeder Religion die sehr viel Schaden mit ihrem Fundamentalismus anrichten. Denn auch in der Bibel stehen Sachen, die mir persönlich die Haare zu Berge stehen lassen und was mich in diesem Kontext an der Bibel z.B. sehr ärgert ist, dass die Kirche einen Satz missbraucht um zu wissen wie die perfekte Liebe aussehen muss. Aber ich kenne auch sehr viele sehr ruhige Muslime, die dass alles viel lockerer sehen und möchte dir hier sehr, sehr gerne Firas Alshater empfehlen, auch wenn ich den nicht persönlich kenne. Er ist aber ein Menschenrechtsaktivist und war syrischer Filmemacher, der gefangen genommen wurde. Das mit dem Kopftuch sehe ich zum Teil auch so, aber ich sehe auch unsere alten Bäuerinnen, die es auch noch tragen und da sagt kein Mensch was. Ich glaube, wenn hier die Gesellschaft offener wäre und sich nicht an einem Kopftuch aufhängen würde, dann würden diese jungen Mädchen nicht so drastisch zu ihrer Religion stehen wollen. Meine Tante ist auch Japanerin und hat zu ihrer Hochzeit einen Kimono getragen. Sie versteht es einfach wunderbar die südtirolerische Kultur mit der japanischen Kultur zu verbinden und man lernt von ihr viel. Nur denke ich auch, dass Nationalität nicht mit einer Religion verglichen werden kann- besonders da die Japaner hier ziemlich gut angesehen sind, weil sie zumindest wissenschaftlich sehr fortschrittlich sind und das der westlichen Welt gefällt. Das mit der Integrationspolitik sehe ich aber auch so… die versagt fast überall und auch, dass junge Muslime das nicht verstehen, dass Radikalisierung Unsinn ist und sie sich so abwenden. Ich sehe das jetzt mit der gezielten Unterwanderung vielleicht etwas skeptischer. Ich glaube nicht, dass das alles so krass ist. Und ich glaube, wenn alle Kulturen und Religionen etwas Willen zeigen würden für eine Zusammenarbeit wäre vieles nicht passiert. Sry für diesen Roman und LG!

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      • Menschen, die ihre Meinung sagen sind wichtig und gut. Dafür entschuldigen musst du dich nicht.

        Wir haben zu unserer Hochzeit – Standesamt – auch Kimono getragen. Das sorgte für ein Lächeln.

        Ich bleibe bei meiner Meinung, dass der Islam eine politisch geprägte, archaische Ideologie ist, die drigend Reformen bleibt. Dein Vergleich mit dem Kopftuch passt nicht so ganz. Die Bäuerinnen tragen das zum Schutz vor Wettereinflüssen. Das haben sogar Männer in Japan früher gemacht. Wenn, so musst du Nonnen als Vorbild nehmen. Aber Muslima sind keine Nonnen, die gibt es im Islam nicht. Sie fordern ein Recht auf Religionsfreiheit, das sie in Ländern, in denen sie die Mehrheit bilden, anderen nicht zugestehen. Das Kopftuch ist ihre „Waffe“, ihr Symbol, um sich gegen die Ungläubigen zu stellen.

        Jeder Islamkritiker, jeder Muslim, der offen seine Meinung sagt und ein Zeichen gegen die gelebte Gewalt in „Arabien“ setzt, ist mir herzlich willkommen. Aber wo bleibt der Aufschrei der Massen, wenn die Saudis öffentlich Frauen köpfen? Jetzt, so habe ich gelesen, soll die unsägliche, saudische Sittenpolizei in ihren Rechten beschnitten worden sein. Aus Überzeugung? Nein! Damit man mit dem Westen noch besser Geschäfte machen kann. Und jetzt zeig mir bitte das christliche Land, das Frauen nach den Gesetzen der Bibel heute noch steinigt, wenn sie Ehebruch begehen.

        Aber auch über die christlichen Kirchen hätte ich einiges zu sagen. Und ich prangere auch dortige Missstände an. Zwar kenne ich die Bibel nicht Satz für Satz, aber darin zu stöbern fand ich durchaus interessant. Wir müssen beide Strömungen – Judentum/Christentum und Islam -, auch vor dem damals stark ausgeprägten Patriarchat sehen. Jesus, das weiß man, stand Frauen offen und aufgeklärt gegenüber. Vermutlich waren viele seiner AnhängerInnen Frauen. Und Maria von Magdala (Maria Magdalena) die erste Apostelin. Das haben die Katholiken nach und nach geleugnet und die Kunstfigur der Sünderin erschaffen.

        Theologische Feministinnen sehen das völlig anders. Sie versuchen die frühen Christinnen wieder in den Fokus der Öffentlichkeit zu bringen. Jene Frauen, ohne die das Christentum niemals entstanden wäre. Nun ist aber gut, Buddha schielt schon um die Ecke und lacht. Ach nee, das war meine Yuki, die hat Mittagessen gemacht.

        Liebe Grüße aus dem Elfenheim

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      • Hallo liebe nandalya,
        der Vergleich mit den Bäuerinnen ist tatsächlich nicht so gut, wie der mit den Nonnen, allerdings sehen sie es auch ein wenig als Tradition an und tragen es fast schon aus Gewohnheit. Ich glaube, dass das Christentum nur nicht mehr so stark ist, da der Kapitalismus und der Wunsch nach Wohlstand und Genuss, die kirchliche „Moral“ unterwandert und unterjocht hat- zum Teil. Das ist in vielen muslimischen Ländern noch nicht der Fall. Bei Maria Magdalena ist man sich sowieso schon sicher (nie zu 100%), dass sie eigentlich seine Frau war und von daher wäre sie eigentlich „die“ Nachfolgerin und das Oberhaupt der Kirche.
        LG 🙂

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      • Die Meinungen zu Maria differieren, wenn ich das noch richtig im Gedächtnis habe. Für mich spielt es keine Rolle. Schade finde ich, dass man sie ebenso verunglimpft hat, wie viele andere Frauen. Der Vergleich Frau – Schlange – Erbsünde lässt mich den Kopf schütteln. Aber auch das haben die Christen zum Teil wieder aus dem Buddismus übernommen. In frühbuddhistischen Schulen wie den Theravada war alles Weibliche ein Ausdruck der Welt des Leidens und der Begierden. Kommt bekannt vor, oder? 😉

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  11. Meiner Meinung nach, siehst du den Islam zu kritisch und das Christentum zu positiv. Beide haben in ihrem Kern das „Alleinstellungsmerkmal“ und sind von sich aus aggressiv. Keine duldet andere Einstellungen.
    Eigentlich wäre es nett, wenn wir uns von solchen Ketten lösen könnten. Ich unterscheide da nicht. Es ist beides schlimm und wir sollten nicht das kleinere Übel wählen, wenn wir uns ganz befreien könnten.

    Ein ehr ironischer Kommentar am Ende: wenn der Buddhismus so friedfertig ist, was machen dann die Shaolin Mönche? 😉

    Ne im Ernst – ich weiß zu wenig über die fernöstlichen Religionen, aber sie gefallen mir wegen ihrer Tendenz ein Gleichgewicht zu finden und das zu halten.

    Was die Glaubenskriege angeht: es geht den Mächtigen nie um die Religion. Die wollen Macht und Geld. Die Mörder auf dem Kriegsfeld töten allerdings im Namen ihres Gottes. Das ist in Irland, bei dem Kreuzzügen und sonst überall gleich.

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    • Meine Kritik richtet sich gegen alle ideologischen Machtbestrebungen. Aber wie ich schon schrieb, wo werden im Christentum heute noch biblische Gesetze angewandt? Der Islam hat sich seit dem siebten Jahrhundert nicht verändert. Im Gegenteil sind alle Reformen die es jemals gab zunichte gemacht worden und „Arabien“ zurück auf dem Weg in die Steinzeit des Glaubens. Meine Kritik mag einseitiger sein, das ist richtig. Aber das liegt an eigenen, negativen Erfahrungen mit Muslimen und dem weltweiten Terror, den Radikale verbreiten. Ich habe mich mal gefragt wo Deutschland stände, ohne die Reformation. Gut, es hätte vielleicht keine Glaubenskriege gegeben. Aber wäre es dann der Katholizismus, der heute Buddhisten, Hinduisten und Muslime unterdrückt?

      Rein emotional gesehen, ist mir ein Jesus sympathischer, als der Kriegsherr Mohammed. Was geschehen wäre, wenn Jesus überlebt hätte, ob auch er seinen Glauben mit dem Schwert vorangetrieben hätte, wird reine Spekulation bleiben. Juden, Christen haben sich gewandelt. Zwar gibt es dort die „Heuchler“, wie ich bereits schrieb, aber bei ihren Machtbestrebungen geht es nicht mehr um die Verbreitung eines Glaubens.

      Ob ein Soldat „Mörder“ genannt werden darf, hat zwar einst das BVG entschieden, aber ich sehe das kritisch. Die wahren Mörder sitzen in ihren Palästen und hetzen die Jugend der Welt in den Tod.

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      • Stimmt schon alles. Von meinem Standpunkt mit einer muslimischen Schwiegerfamilie die ich sehr schätze und liebe, ist das vielleicht etwas differenzierter. Dort wird der Terror auch verachtet und verteufelt.
        Der Islam ist nicht so alt wie das Christentum. Er befindet sich zeitlich in der Entwicklung der Reformation.
        Man kann kleineren Kindern nicht ihr Benehmen vorwerfen.
        Oder vielleicht sollte man es sogar, damit sie sich ändern und lernen.
        Ich bin weiterhin der Meinung, dass jede Religion ihre Irrungen hat. Außer vielleicht die Pastafari. Mit diesem sympathisch Haufen fühle ich mich doch sehr verbunden. 😉

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      • Ich dachte die Pastafari hätten schon ausgenudelt? 😉

        Kleinen Kinder, die sich trotzig benehmen, darf man nicht alles verzeihen. Wobei ich den Islam im Teenageralter sehe. Und dort muss man klar deren Verfehlungen ansprechen und ächten.
        Noch ein Wort zu den Shaolin, oder den japanischen Zen-Buddhisten. Dort ging es nie um die Verbreitung des Glaubens. Kampfmönche haben ihre Kunst zur Verteidigung eingesetzt. Und Samurai dem politischen Willen ihrer Fürsten gedient.

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      • Du bewertest das Christentum durch die Brille der säkularen Gesellschaft.
        Ich komme aus einer evangelikalen lutherischen Gemeinde und bin mit dem Wissen, dass Homosexualität eine Verwirrung des Geistes ist aufgezogen worden. Meine Oma hat sich im Pflegeheim geweigert von einer türkischen Pflegerin behandelt zu werden. In Indien schlagen sich heute noch Christen, Moslems und Hindus gegenseitig die Fresse ein.
        Daher bin ich tief davon überzeugt, dass Religion viel zu häufig für Arschlochaktivitäten genutzt wird und würde sie am liebsten verbieten lassen.
        Dass es dann besser wird, glaub ich allerdings auch nicht. Die Religion ist nur die Rechtfertigung für Engstirnigkeit und Rassismus.
        Leider.
        Ich sehe heute viel zu häufig Islam-Bashing ohne Eigenreflektion. Der Islam ist nicht friedlich, das Christentum auch nicht.
        Die Säkularisation Deutschlands ist es, weil wir dem Glauben nicht den gleichen Stellenwert wie der Menschlichkeit einräumen. Das ist streng genommen Humanismus und wird von kirchlicher Seite als Atheismus ausgelegt. Jedenfalls sehen das meine alten Freunde in den strengen christlichen Gemeinden so.
        Erneut – leider!

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      • Natürlich, da gebe ich dir recht, wird man von seiner Umgebung mit beeinflusst. Aber JapanerInnen, haben ohnehin eine ganz eigene Sicht auf Religion und Glauben. Wir mischen fröhlich Shintoismus, Buddhismus und Christentum. Mit dem Islam haben wir wenig Kontakt.

        Du kannst dir kaum vorstellen, wie fremd Deutschland damals als kleines Mädchen für mich war. Die Menschen sahen alle „komisch“ aus und haben mich immer angestarrt. Aber schon damals muss ich einen Teil meines heutigen Selbstbewusstseins in mir getragen haben und habe fröhlich zurück gestarrt. Das Ergebnis war meist ein Lächeln.

        Japaner kennen durchaus Vorurteile, wenn es um andere Völker, Rassen, Nationen geht. Sie haben sogar gegenüber dem eigenen Volk gewisse Vorurteile. JapanerIn zu sein, ist manchmal echt schwer. Nur der Glaube spielt dabei keine Rolle.

        Nette (Un)Worte für Koreaner und Chinesen kennen wir (leider) auch. Und dann gibt es bekanntlich noch den „Gaijin.“ Umgekehrt ist es kaum besser. „Japs“ ist noch das eher harmlose Wort.

        Ich sehe in einem ehrlichen und tiefen Glauben, in aufrichtig praktizierter Religion kein Problem. Oder eben wie in Japan, wo sie einfach Teil des Lebens ist, aber nie „die“ entscheidende Rolle spielt.

        Als ich meinen Artikel schrieb, das Grundgerüst war schon eine Weile in meinem Kopf, ist mir die AfD in die Parade gefahren, die nun ebenfalls Islamkritik üben will. Kurz habe ich gezögert, aber ihn dann doch gebracht. Er ist meine Meinung und ich bin bestimmt keine Freundin der AfD.

        Was mir fehlt ist ein offener und sachlicher Dialog der großen Ideologien. Aber wenn ein Papst den Islam kritisiert, eine Praxis die im Mittelalter durchaus normal gewesen ist, geht ein Aufschrei durch die arabische Welt und es werden, bildlich gesprochen, die Messer gezückt.

        Ich sehe die Gefahr einer weiteren Verhärtung der Fronten und dass, überspitzt ausgedrückt, plötzlich wieder christliche gegen muslimische Heere stehen. Und wir müssen kaum darüber diskutieren, wer einen solchen Konflikt für sich entscheidet. Auch, wenn es keine Sieger geben wird.

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      • Das ist leider alles wahr und ich bin Deiner Meinung.
        Ich wollte nur darauf hinweisen, dass das Christentum sich nicht besser fühlen darf.
        Ein entfernter Verwandter wurde dazu aufgerufen, eine christliche Umerziehung zu besuchen oder die Gemeinde zu verlassen, da man mit seiner Sexualität nicht klar kam. Ein weiterer Freund hat in Folge der religiösen Erziehung seine Neigung verheimlicht. Das ging hinterher fast bis zu Selbstverstümmelung.
        Eine Religion, die so etwas verlangt, ist nicht pauschal ‚gut‘ zu nennen.
        Die meisten hier wissen gar nicht was das Christentum überhaupt ist.
        Deshalb kämpfe ich darum, das Ding als das zu sehen was es ist: eine verdammt gefährliche Geschichte.
        Es wäre nett wenn jeder Mensch seien darf was er will. Das wäre das Ideal. Meine christliche Oma hätte sowas sofort als ketzerisch abgemahnt. Meine nicht christliche Oma hingegen stand darüber. Sie hat geholfen, egal wer zu ihr kam.
        So sehe ich die Religion. Natürlich ist das auch nur verzerrt.

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      • Du wirst in mir eine glühende Verfechterin der Rechte Homosexueller finden. Ich habe vor zwei Jahren in die hasserfüllten Gesichter Homophober geblickt, die sich Christen nennen und gegen den mittlerweile in Kraft getretenen Bildungsplan in BaWü demonstrierten.

        Die EKD öffnet sich langsam für die Rechte Homosexueller. Wieder einmal sind es die Prostestanten als Vorreiter. Und die Katholische Kirche „kotzt.“ Mir fehlt diese EKD im Islam.

        Regenbogengrüße von einer buddhistischen „Protest Tante“ 😉

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      • Nicht zu unterschlagen sei an dieser Stelle, dass die katholische Kirche keine Probleme hat, ein Pärchen aus zwei Religionen zu trauen, wenn man versichert, dass Kinder katholisch erzogen werden. In der evangelischen Kirche ist es jedoch verboten.
        Man halt so sein Kreuz mit diesen Institutionen.

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  12. Katana-mäßiger Beitrag (wie erhofft, erwartet oder möglicherweise auch befürchtet 😉) – domo arigatō gozaimasu, Mayumi (san/sensei oder einfach: tolles Menschenkind).

    LG und beste Wünsche
    Oli

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  13. Wenn ich so etwas schreiben würde, würden Moslems mich direkt als „Nazi“ beschimpfen. 😉 Es sind ernste, aber wahre Worte! Viele Moslems haben noch die gleichen Glaubensprinzipien, wie im Mittelalter. Außerdem (auch wenn es angeblich nur Auslegungssache ist) halte ich nichts von einer Religion die Krieg („Heiliger Krieg“) verherrlicht und deren größter Prophet auch Krieg geführt hat. Eigentlich hätten die Christen im Mittelalter niemals Krieg führen dürfen, denn das widerspricht dem „Neuen Testament“. Jesus war ein absoluter Pazifist und lebte nach dem Glaubenssatz: „Liebe deinen nächsten, wie dich selbst!“ Dadurch kann ich auch nur mit dem „Neuen Testament“ etwas anfangen. Ich hoffe wirklich, dass der Islam sich bald reformieren wird.

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