Die Vampir-Formel

Wer kennt und liebt nicht Hollywoods künstliche Beißer, auch Vampire genannt. Gut, Hollywood hat die nicht erfunden. Das waren Menschen ihrer Zeit. Und aus den Legenden abegläubischer Menschen, hat ein Schriftsteller Graf Dracula geformt. Dessen Vorbild gab es wirklich, in der Person von Vlad III. Drăculea, auch Vlad Tepes, der Pfähler genannt.

Nur hat der gute Graf, im Gegensatz zu der von Christopher Lee verkörperten Figur, niemals Blut gesaugt. Dafür aber die besiegten Osmanen auf Pfähle gespießt. Auch eine Form von Blutdurst, die durchaus Wirkung zeigte.

Schriftsteller und Dramaturgen, haben vermutlich Elisabeth Bathory, die Blutgräfin, als Vorbild genommen und den Mythos vom Blutsauger geschaffen. Angeblich hat Elisabeth Bathory immer wieder im Blut von Frauen gebadet, um sich jung zu halten.

Und so geistert der Vampir-Mythos seit Jahren durch die Welt und schlägt sich in unzähligen Büchern nieder. Dass er blanker Unsinn ist, hat nicht nur die Wissenschaft erkannt. Aber wie meine Blogger-Kollegin Christiane formulierte „Mathematiker haben Humor.“ Und genau den haben sie vor einigen Jahren mit der Vampir-Formel bewiesen.

Nun gibt es nicht nur eine Studie zu dem Thema und manche Wissenschaftler haben offenbar viel Zeit. So heißt es, dass die Menschheit, nach Aufkommen des ersten Vampirs und deren unterschiedlicher Bissfrequenz, zwischen 165 Tagen und 50 Jahren völlig ausgerottet sei.

Am wahrscheinlichsten ist aber die Annahme von nur 3 Jahren. Klingt doch witzig, oder nicht? Moderne Vampire sollen im Finanzamt wohnen, hat (m)eine böse Zunge einst gesagt. Fraglich nur, ob man die auch mit Knoblauch besiegen kann.

 

Advertisements

40 Kommentare zu “Die Vampir-Formel

  1. Hallo Nandalya. Ich wurde in Siebenbürgen geboren und verbrachte auch meine Kindheit – bis zu 17. Lebensjahr da. Mein damaliger Ort Kleinschelken liegt etwa 30 Kilometer von Schäßburg (Sighisoara) entfernt. Vlad der Pfähler soll da gelebt haben und er war immer schon sowas wie ein Nationalheld der Rumänen. Stell Dir vor, ich hab in den 17 Jahren nie etwas von Dracula gehört. Stoker – so denke ich – muss wohl im damaligen Kommunismus zu den verbotenen Schriftstellern gehört haben. Aber nach der „Wende“ soll die Geschichte von Stoker so richtig ausgeschlachtet und vermarktet werden – hab ich gehört. … Schäßburg im Blutrausch :-D. Jemand hat mir sogar eine Tasse mitgebracht – die Aufschrift: „To be used only for blood“. … eine meiner Lieblingstassen.
    😀 😀 😀
    Mit lieben Grüßen,
    Michael

    • Gab, oder gibt es, in Siebenbürgen keine Legenden von Strigoi?
      Die Doku zeigte auch den für Touristen geschaffenen Plunder, wie T-Shirts und Tassen. In diesem Sinn: gut Schluck! 😀

      • Vielleicht sollte ich mich dafür schämen, aber ich habe gerade bei Wikipedia nachgelesen, was ein Strigoi ist. … nun kann ich mich vage daran erinnern, dass ich mal eine Reportage über Aberglauben gesehen habe, in der diese „Geschöpfe“ erwähnt wurden.
        Warum es komisch ist, dass ich in Siebenbürgen nie davon gehört habe?
        Erklärungsversuch (kurz): – Kleinschelken wurde, wie viele anderen siebenbürgische Dörfer im 13. Jahrhundert von deutschen Siedlern gegründet. Es blieb ein deutsches Dorf – wie die meisten anderen auch. Über die Jahrhunderte hinweg hat sowas wie eine Parallelgesellschaft zu den Rumänen überlebt. Die Siebenbürger Sachsen fühlten sich schon immer deutscher als die Deutschen im Mutterland selbst. Das heißt, Sprache, Sitten, Bräuche, Glaube und Aberglaube blieben oder entwickelten sich völlig selbstständig gegenüber allem Rumänischen und Ungarischen (es gibt ja auch 2 Millionen Ungarn in Siebenbürgen).
        Also, was in typisch rumänischen Dörfern geglaubt oder abergeglaubt wurde, blieb uns Sachsen oft fremd – von staatswegen wurde im Kommunismus darüber sowieso geschwiegen – vielleicht wäre es ja auch eine Konkurenz zur kommunistischen Lehre gewesen.?
        Die Sachsen hatten die Truden, deren Herkunft – glaube ich, im germanischen liegt. Die zogen in Raunächten um die Häuser und verfluchten die Kühe der Bauern , die dann keine Milch mehr gaben.?
        Also Du siehst, liebe Nandalya, in Sachen Legenden, kocht jeder so sein eigenes Süppchen.
        Es ist auch wirklich so, dass ich hier in Deutschland mehr über rumänische Legenden erfahre, als ich dies in Rumänien tat.
        Die Rumänen haben seit der Wende also gelernt, wie Marktwirtschaft funktioniert.
        Ja, ja – gut Schluck!
        😀 😀 😀
        Alles Liebe,
        Michael

      • Vielen Dank für diesen wirklich interessanten Kommentar. Mir war trotz der Dokumentation über Siebenbürgen und Vampire nicht bewusst, wie die Menschen dort leb(t)en. „Truden“ kenne ich, eigentlich so gut wie alle mystischen Wesen. Japanische allerdings noch besser. 😉 In Japan selbst gab es keine Vampire, die hat man dorthin importiert.

  2. Manche Mathematiker haben echt zu viel Freizeit. *gg* Wo ist ein Populationsbiologe, wenn man ihn braucht, um ein Modell zu entwickeln, das die Existenz von klassischen Vampiren (also den prä-zwielichtigen Gesellen) doch plausibel macht. 😉

  3. Ach ja, Vampire. 😀
    Die Studie würde mich ja mal interessieren. Aber die gehen wohl davon aus, dass ein Vampir, um sich zu nähren, immer töten oder den Menschen gar verwandeln muss. Was ja nun in manchen Mythen nicht der Fall ist.
    Vampire sind stets der Spiegel der Gesellschaft, und die ihnen zugeschriebenen Attribute verraten sehr viel über die Wünsche eben dieser. Deswegen war der Vampir-Graf des viktorianischen Englands ein anderer als die Glitzervampire des mittleren Westens, die erst heiraten, ehe sie den Kuss weitergeben… *augenroll*

    • Wenn du Formeln magst? Es ist reine Mathematik und geht vom worst case aus, dass jeder Biss den Menschen verwandelt. Strigoi, der eigentliche Kern der Legende, waren aus dem Grab zurückgekehrte Menschen. Ich vermute a. reine Fiktion, mit b. Scheintoten vermischt. Danach über die Jahrhunderte andauernde Massenhysterie, die von der Kirche absichtlich gefördert worden ist damit ihr Modell weiter funktioniert.

  4. Beim Knoblauch kommt’s auf die Menge an 😉

    Aber lustig, ich habe diese Woche auch was über Vampire geschrieben. Bin gespannt, was du dazu sagst – auch wenn es, zugegeben, mathematisch sicher nicht einwandfrei ist 😛

  5. Auch ich muss zugeben, dass mich diese Fantasiegestalten faszinieren. „Tanz der Vampire“ ist eines meiner Lieblingsmusicals. Natürlich habe ich auch schon viele Vampirfilme geguckt: Underworld (alle Teile), Interview mit einem Vampir, Königin der Verdammten, Dracula…
    Wie du ja schon weißt, habe ich früher gerne „Buffy“ geguckt und für eine gewisse Zeit auch „True Blood“. 😀

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s