Die Stadt der Engel – Teil 1: Weltreise

Unser Entschluss nach Amerika zu reisen steht schon eine Weile fest. Los Angeles (LA) soll es sein, die Stadt der (queeren) Engel. Die LGBT-Gemeinde dort ist groß. Neugier, die mir eigen ist. Amerika, wir kommen!

Yuki freut sich. Es ist ihr zweiter Besuch in einem Land, das sie als Kind so wenig mochte. Aber LA ist nicht Chicago. Die Sonne brennt dort immer heiß. Und oft auch die Gemüter. Der Flug ist unspektakulär. Einfach nur (zu) lange. Irgendwann schläfst du automatisch ein. Und die Meilen eilen.

Wer noch nie eine Millionenstadt vom Flugzeug aus sah, wird einen kleinen Schock erleben. Wir kennen das bereits. Und doch ist der Anblick überwältigend. Elfchen ist aufgeregt. Erneut schaut sie nach unseren Papieren. Ist alles vollzählig, haben wir die Einreisefragen richtig ausgefüllt?

Ich beruhige sie und mit großen Mandelaugen verlässt sie neben mir den Flieger. Die Einreise ist Routine, wir zeigen die deutschen Pässe vor. Ein kritisch-freundlicher Blick des Beamten. „Welcome to Los Angeles, Welcome to the USA!“

Von Deutschland aus, haben wir einen Mietwagen geordert. Nein, kein Ford Mustang! Dieses Klischee bedienen wir nicht. Billiger wäre das. Spritfresser zu mieten ist in den USA normal. Wir wollen einen SUV. Der Chevrolet Equinox ist dafür die beste Wahl. Diesel Fehlanzeige. Das fahren meist nur Trucks.

LA ist eine Stadt der Superlative. Hier ist alles riesig. Auch die Staus. Wie gut, wenn Frau Geduld mitbringt. Das Navi gibt alles und bringt uns sicher durch die Stadt. Kleinwagen fährt hier keiner. Auch die Autos sind viel zu groß.

Deutschland und Japan sind vergessen. LA hat seine eigene Dimension. Willkommen in der Stadt geplatzter Träume in der doch alles möglich ist. Das Hotel ist uns von Freunden empfohlen worden. Es ist „Gay friendly“ und ziemlich queer.

Am Empfang die erste Überraschung. „Herzlich willkommen in LA!“ Mann spricht deutsch, er ist in München geboren. „Aber mein Daddy ist in the Army gewesen,“ erzählt er uns auf „Denglisch.“ „Musste er back to the USA, weißt du. It’s besser für me hier zu leben.“ Wir verstehen, der Mann ist gay.

Überwiegend junge Leute sind hier anzutreffen. Die Preise sind okay, aber wer schaut im Urlaub schon aufs Geld. Kontakt bekommst du schnell, aber auch durchaus (neu)gierige Blicke. „Lust mit uns Party zu machen?“, bekommen wir ein Angebot.

Die Frauen verschlingen uns mit ihren Blicken. Ich lehne höflich lächelnd ab und sorge für einen Schock bei den Mädels. „Nein danke, wir sind auf dem Sprung ins Karate Gym.“

Wer dort auf der Matte liegt, oder ob ich vielleicht auf den Hintern fliege, gibt es im nächsten Teil zu lesen. Bis dahin allen LeserInnen: Willkommen in einem neuen Jahr.

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35 Kommentare zu “Die Stadt der Engel – Teil 1: Weltreise

  1. Oje, die Rückkehr aus dem sonnigen LA in unsere Minustemperaturen war sicher hart… Aber ich freue mich, dass ihr gesund und munter zurück seid 🙂 Und natürlich auf den nächsten Teil des Reiseberichts.

  2. Ein verspäteter Willkommensgruß auch aus Lipperlandien, ich schmiss zwischenzeitlich ein paar Schneeherzen, mühsam zusammengespart aus Fisseleiskristallen; gen Elfenheim.
    Alles Liebe, obwohl ich nicht alles mag was ich hier über L.A. las, Eure Käthe.

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