Zweifel ist der Anfang des Verstehens

„Zweifel ist der Anfang des Verstehens“, heißt es in der Philosophie. „Ohne Zweifel gäbe es kein tieferes Verständnis.“ Und verstehen wollen wir. Alle? Wenn ich mir die Masse der Menschen betrachte, so gehen viele scheinbar ohne diese Zweifel umher. Graue Gestalten, ohne Lebenszweck. Geboren um zu sterben. Das macht (ohne Zweifel) keinen Sinn.

Brot und Spiele waren in Rom beliebter Zeitvertreib. Gladiatoren kämpften für die johlende Masse. Wenn auch im mehr oder weniger sportlichen Wettkampf, wie neuste Forschungen zeigen. Die wenigsten Gladiatoren haben sich gegenseitig umgebracht. Brot und Spiele bestimmen noch immer unser Leben. Nur Hamburg hat aufbegehrt, die haben daran gezweifelt und mitgedacht.

„Willst du Zweifel nicht zulassen, dann lässt du einfach Worte in dein Hirn sickern ohne Verständnis“, hat der Philosophieprofessor Jay Garfield gesagt. Und da komme ich mit meinem Blog ins Spiel, habe ich doch genau über dieses Thema einst geschrieben. [KLICK MICH, ODER LASS ES]

Wobei es mir damals um Selbstzweifel ging, die ich nicht habe. Warum sollte ich mit abgeschlossenem BWL-Studium auch daran zweifeln, dass ich die Firma XY nicht aus der Krise führen kann. Ich habe und werde. Da kann sich jeder sicher sein. Ohne jeden Zweifel.

Aber auch eine Alpha wie ich hat durchaus ihre Zweifel. Weniger an mir, aber an den anderen, ob z. B. deren Entscheidungen richtig sind. Berechtigte Zweifel hege ich auch daran, ob die Presse stets die Wahrheit schreibt. Und ob Staatsfrauen und -männer noch im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte sind.

Ich bezweifle viele Dinge. Angefangen beim Verstand von manchen Männern und ihrer emotionalen Intgerität, bis zum Walfang in Japans Gewässern und ob der wirklich nötig ist. Und von genau dieser Ebene des Zweifels gleite ich fließend zum Nicht-Glauben über. Ich löse den Zweifel auf und glaube, dass Politik verlogen ist. Ein Glauben, der sich schon lange als Wissen gefestigt hat..

Ohne Zweifel nehme ich viele Dinge wahr, die anderen verborgen bleiben. Das macht mich nicht zu Wonderwoman, aber ich habe den Blick für die Realität.

Der eine oder andere mag sich fragen, ob wir Zweifel überwinden können. Ich muss keine Philosophin sein um klar zu sagen, dass das geht. Mit meiner Fähigkeit alles zu analysieren, bin ich auf dem richtigen Weg. Ich denke mit, hinterfrage und handele, wenn Zweifel zu Wissen wird.

Zweifel ist bei allem gut. Zu zweifeln setzt den Prozess des Verstehens in Gang. Wenn wir Dinge hinterfragen, haben wir mitgedacht. Wir nehmen nicht länger hin, was uns Politiker erzählen. Und dass wir es schaffen. Wir? Vor allem was. Vielleicht Deutschland, Europa nun am Ganges zu verteidigen. Das versteht man doch, da hat kein Mensch Zweifel. Oder doch?

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11 Kommentare zu “Zweifel ist der Anfang des Verstehens

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