Der Frauentausch

Frauen haben oft seltsame Ideen. Und JapanerInnen einen schrägen Humor. Bekanntlich haben Yuki und  ich vor 2 Jahren geheiratet. Standesgemäß im Kimono. Bewusst habe ich dieses Jahr auf einen Hinweis im Blog verzichtet. Spaß hatten wir doch. Auf unsere Weise, ihr werdet schon sehen.

Die kleine Feier ist vorbei, die meisten Gäste sind gegangen. Dieses Jahr gab es als Überraschung keinen „Z.“ (KLICK MICH, ODER LASS ES) Aber alle waren da. Ken sowieso. Mein Cousin ist noch immer zu Besuch. Er mag Deutschland, nur mit der Sprache hapert es. Aber er übt tapfer und bricht sich fast die Zunge dabei.

Wenn ich die meisten Gäste sage, so trifft das nicht auf zwei Mädels zu. Bea und Babs, einige LeserInnen mögen sich erinnern (KLICK MICH, ODER LASS ES), waren auch bei uns zu Gast. Ihre Probleme sind Geschichte, es geht ihnen gut und schwanger sind sie auch. Zumimdest Bea, die das unbedingt wollte.

„Süßes Bäuchlein“, necke ich die Mama in spe, die mir frech die Zunge zeigt. Wir albern eine weile herum, die Rede kommt automatisch auf Beruf und Kinder. „Es wird ein Junge“, verkündet Bea stolz. „Und er soll Jonas heißen.“ „Wie mein Papa“, erklärt uns Babs, die kaum von Beas Seite weicht.

Die beiden kennen unsere Kinderpläne, wie die ihren. Aber wie gut kennen wir uns? Die Idee ist geboren, Lachen schallt durch den Raum. Wir tauschen die Plätze auf dem Sofa und der Spaß beginnt. Bea spielt nun meine Frau, Yuki sitzt frech grinsend neben Babs. Lasset die Spiele beginnen. Los, frag mich was!

„Wo habt ihr euch kennengelernt?“, will Yuki von Bea wissen. „Das wollte ich schon immer wissen.“ Bea schaut mich hilfesuchend an, ich schenke ihr ein japanisches Lächeln. „Aber daran erinnerst du dich doch bestimmt“, flöte ich. „Voll gemein“, murmelt Bea gespielt empört und tischt uns eine perfekte (Lügen)Geschichte auf.

„Das war doch vor 5 Jahren in diesem Striptease Club. Mayumi hat da nackig auf den Tischen getanzt.“ Bea glaubt damit einen Treffer zu landen, aber sie kennt mich noch nicht genug. „Ja, das stimmt“, sage ich. „Und du hast mich dafür bezahlt. Auch für meine gebrauchten Höschen.“

Yukis Elfenlachen steckt alle an. Babs liegt fast auf dem Boden. Nur Bea ist ziemlich perplex. Humor, wie wir ihn mögen. Aber sie lacht mit. „Sag Babsilein“, beginne ich. „weißt du noch, wie Yukis erste Freundin hieß?“ Babs Lachen bleibt ihr im Hals stecken. „Boah, wassen das für ’ne doofe Frage?“

„Aber ihr habt doch keine Geheimnisse voreinander, oder doch?“, will ich wissen. „Ich weiß ganz genau, mit wem Bea und auch wann.“ Babs bleibt die Antwort schuldig und kontert mit einer Gegenfrage. „Weißt du, wie Beas zweiter Vorname ist?“

„Michaela“, erwidere ich nur eine Sekunde später. „Weißt du denn, was Yuki heißt?“ Wieder muss Babs passen, japanisch kann sie nicht. „Wann habt ihr euch zum ersten Mal geküsst?“, fragt Bea plötzlich. „Und war es schön?“

Bea war vor einigen Jahren von der Rolle, als sie Babs Szenen einer Ehe machte. Eifersucht bestimmte ihr Leben und eine mittelschwere Depression. Aber davon ist sie weit entfernt, in ihren Augen blitzt der Schalk. „Ja,“, erwidert Babs und verkneift sich mit Gewalt ein Lachen. „Es war ein Knoblauch-Vollmilch Kuss.“

„Ein was?“, fragen Bea und ich synchron. „Na, das war nach dem Besuch beim Griechen. Und immerhin ist Yuki supersüß. Die Schokolade zu Hause aber auch. Damit habe ich sie willig gemacht.“ Babs hat keine Chance auszweichen, als ein Sofakissen fliegt. Das hat sich Bea von Yuki abgeschaut. Treffer und versenkt.

„Wie ist Mayumis Körbchengröße?“, rächt sich Babs. „Das weißt du doch bestimmt!“ „Nö, aber ich kann das schnell testen …“ Prompt fliegen zwei Kissen auf sie zu. Yuki trifft immer, die Frage traf auch. Unsere Lachmuskeln, Bauchtraining der besonderen Art.

„Wie ist Yukis Schuhgröße?“, frage ich und Babs ringt nach Luft. „Wie oft habt ihr Sex?“, kontert Yuki ungerührt und schaut mich dabei an. „Na täglich“, gibt Bea zurück. „Das siehst du doch an meinen Bauch.“ „Was magst du am liebsten an Babs?“, kontert sie sofort. „Ihren Po natürlich“, sagt Yuki. „Da haue ich immer drauf“

Die Fragen werden immer wilder, das Lachen stoppt zum Schluss die Worte. Das war Humor auf japanische Art. Anders vielleicht und etwas verrückt. Wieder allein schmiegt sich Yuki in meinen Arm. Die Zeit der Zärtlichkeit beginnt.

„Würdest du mich wirklich eintauschen?“, fragt Yuki leise. „Nö“, sage ich. „Deine Füßchen riechen viel zu gut.“ Muss ich erwähnen, dass Elfchen mich dafür durchgekitzelt hat?

4 Kommentare zu “Der Frauentausch

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