Lesbisch für eine Nacht

Es gibt einen neuen Sport auf der Welt, der besonders bei Teenagern und jungen Frauen stark verbreitet ist. Sie beherrschen das Spiel mit den Gefühlen andererer nahezu perfekt. (Für eine Nacht) Lesbisch zu sen, ist plötzlich „in“ geworden. Gezielt schlafen sie mit Frau. Schon sehe ich die skeptischen Blicker meiner LeserInnen, die das für erfunden halten. Frauen, so höre ich, machen sowas nicht!

Genau an dieser Stelle muss ich lachen. Frauen sind in im Spiel der Gefühle oft nicht viel besser als Mann. Sie spielen nur anders, aber im Endeffekt mit der gleichen Konsequenz. Zurück bleibt dann ein Scherbenhaufen, der einst ein Herz gewesen ist. Aber was genau bewegt Heten dazu diesen Selbstversuch zu wagen. Oder sind die alle Bi(sexuell)?

Man könnte wirklich annehmen, dass alle diese Spielerinnen Spaß am Sex mit Frauen haben. Die Wahrheit sind völlig anders aus. Frauen haben lediglich weniger Probleme, die Nähe anderer Frauen zu suchen. Das fängt beim harmlosen Händchenhalten an und geht bis zum spielerischen (Zungen)Kuss. All das machen auch Heten. Lesbisch sind die nicht.

Was Mann nie könnte, wird Frau oft lässig hinbekommen. Den Sex mit dem gleichen Geschlecht. Aber Mayumi, höre ich schon wieder LeserInnen rufen, das machen doch die Lesben mit Heten auch! Ja, es gibt Lesben, die gezielt auf Frauenfang gehen. Wir sind nicht besser, als Männer. Nur zärtlicher, das ist doch klar.

Im Gegensatz zu heterosexuellen Spielerinnen, ist die Zahl lesbischer Spielerinnen vernachlässigbar. Immer öfter werden Lesben gezielt angebaggert. Es wird Sex gesucht für eine Nacht. Vielleicht auch für eine kurze, heftige Affäre. Mehr traut sich die Hete dann nicht. Stolz wird sie ihren Freundinnen ein Handybild präsentieren, das die schlafende Lesbe zeigt.

Heten haben queere Clubs und Bars für ihre Partystunden entdeckt. Oft bleibt das ohne Folgen. Frau will nur tanzen gehen. Problematisch wird es, wenn gezielt geflirtet wird. Und nicht wenige Lesben öffnen Herz und Bluse und geben sich den Spielerinnen hin. Wir lieben nun mal Frauen. Und das bleibt auch so.

Auf dem Schlachtfeld der Gefühle sind viele Mittel erlaubt. Das ist bei beiden Geschlechtern so. Frau flirtet aber subtiler und oft mit mehr Erfolg. Wir bestimmen, wer in unsere Betten kommt. Nun könnte man sich die Frage stellen, ob die Menschheit polyamourös geworden sind. Das kann ich klar verneinen. Sonst schliefe Mann ja auch mit Mann. Und von männlich-heterosexuellen Experimenten, habe ich noch nichts gehört.

Was nun hat dieses Verhalten bei Heten ausgelöst? Zum Teil ist es reine Neugier. Frauen machen sowas, sie beweisen wesentlich mehr Mut. Kritisch wird es, wenn gezielt geflirtet wird. „Boah ey, ich hab jetzt schon mit … Lesben was gehabt!“ Solche Sprüche gibt es. Frau wird zur Frauenjägerin. Lesben sollten sich vor diesem Typ hüten. Nur wie erkennt Frau solche Frauen?

Erfahrene Lesben werden kaum Opfer von Spielerinnen. Geschickte Fragen nach ein paar Drinks und die Hete wird sich verplappert haben. Dann spricht sie vom (Ex)Freund, oder dass sie bald heiraten wird. Lesbisch, oder schwul zu sein, ist schon lange keine Randerscheinung mehr. Wir sind ins Licht der Öffentlichkeit getreten. Und wir werden immer mehr.

Dieses (falsche) Interesse, ist leider Teil der Aufmerksamkeit, die wir immer gefordert haben. Nun zahlen wir den Preis. Und das kann teuer werden. Ein Herz ist unbezahlbar. Gefühle kauft man nicht. Ich kenne solche Fälle. Auch bei mir hat Frau das Spiel versucht. Ohne Erfolg und das wird auch so bleiben. Elfchen und ich sind lesbisch, aber nicht nur für eine Nacht.

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25 Kommentare zu “Lesbisch für eine Nacht

  1. Ich mag Männer ebenso wie Frauen. Ich fühlte für meinen Ex-Freund dasselbe wie für meine jetzige Freundin, denn für mich ist nicht das Geschlecht entscheidend, sondern der Mensch dahinter. Macht mich das zu einem schlechten Menschen?

    Vielleicht tue ich dir Unrecht. Vielleicht war dieser Post nicht diskriminierend gemeint. Aber fuck it! Wo bleibt denn die vielgeforderte Akzeptanz im Bezug auf uns?

  2. Das man echte Spielerinnen so leicht aufdeckt, kann ich nicht bestätigen. Ich bin selbst vor kurzem auf eine reingefallen und hab schmerzhaft dafür bezahlt. Einzig die die nur ins Bett wollen für ne Nacht erkennt man 10 m. gegen den Wind.

  3. Dem Artikel ist eigentlich nichts hinzuzufügen. In meinen Augen alles absolut zutreffend. Einzig, was die Experimentierfreude von heterosexuellen Männern angeht, habe ich keine Ahnung, überhaupt nicht, aber so salonfähig wie bei Frauen ist es sicher nicht.

    • Die von Weißer Rabe angesprochenen Männer dürften meist verdeckt lebende Schwule, oder Bisexuelle sein, die nicht zu ihrer Neigung stehen. Die Erklärversuche mancher Menschen, die sich zum eigenen Geschlecht hingezogen fühlen, sind sowieso oft abenteuerlich. Und alles nur, um das „böse Wort“ Homosexualität nicht zu verwenden.

  4. Mit Gefühlen anderer Menschen zu spielen, ist immer rücksichtslos, egal wer der Spieler oder die Spielerin ist. Vielleicht suchen die heterosexuellen Frauen, die so etwas machen nach Nervenkitzel, einem Kick etc. Ich finde, dass man immer fair bleiben sollte. Wenn sie lesbischen Frauen zu verstehen geben, dass sie nur ein sexuelles Abenteuer suchen, dann wäre das für mich nicht so verwerflich. Ein Apell an alle Lesben, die sich dann auf das Spielchen einlassen: Wer mit dem Feuer spielt, sollte sich nicht wundern, wenn er oder sie sich verbrennt. Ich spreche da aus eigener Erfahrung und bin auf solche Spielchen auch schon reingefallen. Aber aus Fehlern kann man lernen. 😉

    • Vielleicht ist es auch eine Art Trend, dass Frau mindestens einmal im Leben mit einer anderen Frau gesexelt haben muss. Wenn das beide wollen gibt es kein Problem. Was mich dabei stört ist die Meinung einiger (Bi)Heten, die alle Lesben als eine Art Swingerin sehen. Im Endeffekt verleugnen sie damit unser Recht auf Liebe und machen Spielzeuge aus uns. Da spiele ich dann nicht mit, bzw. besser. Die Regeln mach(t)e immer ich. 😉

      • Du bist ja auch der Oberguru! 😂 Gerade Lesben für Swingerinnen zu halten, ist echt dumm. Dies bezüglich unterscheiden wir uns sehr deutlich von der Mehrzahl der Schwulen, obwohl ich auch das nicht verallgemeinern möchte.

      • Selbstdisziplin, Selbstbewussein und (m)ein japanisches Lächeln, haben für fallende Hüllen gesorgt. Wenn ich das wollte. Und ich habe nie einen Korb gekriegt. Aber vergeben. Viele. Die habe ich in unbegrenzter Menge. 😉

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