Tokio Drift

Hauptstädte haben ihren ganz besonderen Flair. Paris, Berlin, Tokio, da muss Frau hin. Japan im Sommer 2015. Die Reise zum Ursprung meines Seins beginnt. Nun wird dies kein klassischer Reisebericht. Den sollen andere schreiben. Ich erzähle bloß. Von Japan und Japanern, die hoffnungslos konservativ sind.

Und doch ist Tokio so anders, als es der Westen glauben mag. Das Leben ist bunt und auch der Regenbogen hat seinen Platz. Aber dass es ausgerechnet zwei Koreanerinnen sind, die uns einen bunten Zettel ins Händchen drücken, entlockt mir ein Schmunzeln. Die 2 Mädels sind lieb. Schwestern, die offen ihre Liebe zeigen. Und Tokio schaut weg.

Ganz Tokio? Nein! Ein kleines Lokal trotz allen Widerständen. Eher ein Pub in dem alle Frauen lesbisch sind. Wir sind willkommen und fühlen uns wohl. Oh du mein Japan, wohin nur führt dich dein Weg. Deutschland weckt das Interesse der Frauen und dass wir quasi verheiratet sind. Liebe im Westen. Im Osten herrscht der Tokio Drift.

Unsere Reise ist ereignisreich verlaufen. Viel ist geschehen über das ich vielleicht schreiben werde. Aber noch bin ich in Japan. Auch, wenn ich wieder in Stuttgart sitze. Etwas ist anders in diesem Jahr. Oh du mein Deutschland, wohin nur führt dich dein Weg.

Die Welt verändert sich täglich. Und ich verändere mich ebenfalls. Japan im Sommer 2015, hat mich wieder zur Japanerin gemacht. Mehr muss niemand wissen. Aber es ist ein amtliches Papier. Und doch bleibe ich Deutsche. Auch amtlich. Mein Weg. Und Elfchen geht ihn neben mir.

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35 Kommentare zu “Tokio Drift

  1. Schön, dass ihr heil zurückgekommen seid! Jetzt kommt erst mal in Ruhe an 🙂

    Wenn du dann so weit bist, würde ich mich natürlich über mehr Berichte und Erzählungen freuen (und bin damit sicher nicht allein), aber alles zu seiner Zeit 😉

  2. Trotz aller Unkenrufe, es ist anders als zu Anfang der Neunziger. Als Regierungspolitiker „Das Boot ist voll“ sagten und damit Öl ins Feuer gossen. Rostock und Solingen waren das Ergebnis. Heute sind viele aufmerksamer.

    • Wo steht, dass es wenige sind? Das „kleine Lokal“ war ironisch gemeint. Steht es doch stellvertretend für alle Clubs und Bars und gegen die Masse der Japaner, die LGBT ignorieren.

      • Ach so, gut dass wir nochmal drüber geredet haben. 😉 Wenn ich nochmal in Hongkong bin, möchte ich mir unbedingt die Szene dort anschauen. Da wird es von Yi Man Klapse auf den Hinterkopf nur so hageln. 😂

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