Les Quatre Cents Coups – Die vierhundert Streiche

Die Zahl „400“ ist die Summe meiner Streiche, die ich federführend trieb. 2 Jahre habe ich fast täglich kommentiert und mich oft köstlich amüsiert. Gefetzt haben sich die anderen, die meinen Humor nicht verstanden haben. Liebe LeserInnen, ist das wirklich so schwer?

Wenn ich von LeserInnen spreche wird mein Auge feucht. 320 + mir meist unbekannte Follower. Muss das wirklich sein? Liebe Trittbrettfahrer, Spanner und Querulanten, sucht euch für eure Ergüsse bitte einen anderen Blog. Meiner bleibt sauber und weiter feministisch. Harten Sex gibt’s beim Blogger nebenan.

Warum ich das schreibe? Es liegt an den Suchbegriffen, die eindeutig auf (Lesben)Sex und noch mehr (Lesben)Sex abzielen. Aber Sex ist und bleibt meine Privatsache. Ich muss mich nicht (geistig) entblößen und der Welt ganz offen präsentieren. Also liebe Porno-Blogger: schleicht euch bitte wieder schnell.

Bei mir gibt’s immer harte Fakten, die nicht alle mögen. Immer wieder zeigt man(n) sich erstaunt darüber, wie ich die Dinge sehe. Mein Weltbild passt schlecht in die heile Welt von Stammtischen und Häkelstuben.

Wer Vorurteile erleben möchte sollte für eine Weile ins Ausland gehen. Selbst Japaner lästern über den Gaijin. Wenn auch ungleich höflicher, als andere Nationen. Dort sind und bleiben Deutsche oft die „German Tanks“, was viel über das begrenzte Weltbild des Lästerers sagt.

„Du bist so radikal!“, höre ich oft. Und „Du musst das differenzierter sehen.“ Nichs für ungut, liebe LeserInnen. Das ist mein Blog, meine Sicht der Dinge. Dinge, die ich als lesbische Asiatin in Europa erlebe. Und wie Gott Janus, hat auch Europa zwei Gesichter. Und eins davon ist homophob.

Mein angeblicher Hang zur Gewalt lässt mich schmunzeln. So zumindest sehen mich viele Menschen. Ja, ich habe als Kind eine Nase und zwei Finger gebrochen. Aber das war Selbstverteidigung. Ja, ich habe mich gegen pöbelnde Männer gewehrt und sie schmerzhaft in die Schranken gewiesen. Und nicht nur einer Zicke eine schallende Ohrfeige verpasst.

Macht es mich zur Gewalttäterin, wenn ich eine Freundin vor einer Vergewaltigung rette und dem Täter in die Kronjuwelen trete? Ich nenne es Selbstbewusstsein. Andere „Samurai-Gen.“ Beides ist korrekt. Das Problem vieler Menschen sind die Erwartungen, die ich nicht erfülle. Da steht eine kleine, zierliche Japanerin mit einem 10 Meter großen Ego. Habt ihr ein Problem damit?

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36 Kommentare zu “Les Quatre Cents Coups – Die vierhundert Streiche

  1. Natürlich habe ich kein Problem damit! Und wenn ich eins hätte, hätte ich viel zu viel Angst vor deinem immensen, unkontrollierten Aggressionspotenzial und der blutigen Nase, die mir dann blüht :p (Kleiner Scherz, für all die anderen, die das sonst vielleicht missverstehen ;))

    Ich finde dich und deine Art (bzw. das, was du uns von dir zeigst) prima. Aber auch inspirierend und ermutigend.

    • Ich bin was ich bin und das ist alles was ich bin. 😉
      Es ist auffällig, dass vor allem neue LeserInnen meine Artikel und die Intention nicht verstehen. Es wird sich an einzelnen Worten festgebissen, die aus dem Zusammenhang gerissen werden. Für viele Menschen bin ich vermutlich ein Ventil, dass sie für ihre (unbewussten) Aggressionen brauchen. Was mich wenig stört.
      Mein Ziel war und ist es Menschen ein Lächeln zu entlocken und Mut zu machen. Das kann ich gut. 🙂

  2. Manchmal. Aber dann meld ich mich – wie du weißt. 😉 Und in Kommentaren darf es ja dann auch andere Meinungen als deine auf diesem Blog geben, nehm ich an, sonst wär die Kommentarfunktion aus.

    Ich wünsche euch ein schönes Wochenende!

    • Ich mag Kommentare. Nur homophoben Blödsinn schalte ich nicht frei. Und Vollpfosten weise ich die virtuelle Tür. 😀
      Danke für die Wünsche, wir waren wie immer ultrabusy und unterwegs.

  3. Ich mag dich und dein Blog 🙂
    Auf die 400 und noch viele weitere Artikel.
    Liebe Grüße ins Elfenheim
    Tanja

  4. Natürlich bist du apodiktisch und partiell undifferenziert. Schließlich bist deine Interessenvertreterin. Ich weiß jetzt nicht, ob ich es in einer Folge der Anwaltsserie Liebling Kreuzberg oder in einer Wahlkampfrede von Peter Gauweiler hörte: „ das schöne am Anwaltsberuf ist die herrliche Einseitigkeit der Interessenvertretung“.

    Und um jetzt noch ein weiteres Zitat zu bringen: „das ist auch gut so“.

  5. Nein, ich lese Dich immer gerne – und denke über Deine Artikel nach, oft zeigen sie mir eine andre Perspektive.
    Liebe Grüße!

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