Ich bin nicht lesbisch!

Ich lebe offen lesbisch, das sollten mittlerweile alle meine LeserInnen wissen. Ursprünglich habe ich diesen Blog gestartet, um über Homosexualität aufzuklären und anderen Frauen zur Seite zu stehen, die noch immer nicht zu sich selbst gefunden haben. Dabei spielt die Sexualität keine Rolle. Frau ist Frau. Und das ist gut.

Aber solche Blogs gibt es haufenweise. Ich dagegen stehe für mehr Normalität. Weniger für Mainstream. Orginalität ist mehr mein Ding. Nach fast 2 Jahren ist es an der Zeit ein kleines Fazit zu ziehen. Und auch über die mögliche Richtung dieses Blogs nachzudenken, ob er sich vielleicht ändern soll. Ich zumindest bleibe wie ich bin.

Und es bleibt mir auch im Bewusstsein, wie Deutschland, wie die Welt mit Menschen umgeht, die keiner Norm entsprechen. „Die da, die andere, die lesbische Japanerin“, wird oft heimlich gemunkelt. Wirklich akzeptiert bin ich noch lange nicht. Akzeptanz gibt es nur in Märchen. Dort ist (fast!) immer alles gut.

In den Medien steht Homosexualität immer mehr im Vordergrund. Lesben und Schwule scheinen besser toleriert zu werden. Ist das schon die erhoffte Akzeptanz auf breiter Front? Nein, sage ich ganz offen. Genau das ist sie nicht. Deutschland ist noch immer ziemlich homophob und viele Menschen haben Angst vor uns.

Worin nun liegt diese Angst begründet? In Gesprächen mit Frauen fällt oft schon zu Beginn der Satz „Ich bin aber nicht lesbisch!“ Diese zum Teil unbewusste Abwehr, dieser Schritt zurück, zeigt deutlich, wo die Menschen wirklich stehen: Noch immer auf zwei Seiten.

Der Satz „Ich bin aber nicht lesbisch!“, hat mehrere Gründe. Erfahren Frauen von meiner Orientierung läuten die Alarmglocken Sturm. Sofort wird im hübschen Köpfchen hinterfragt: „Ob die was von mir will?“ Aber warum sollte ich, warum solten es andere Lesben?

Ja, wir lieben Frauen! Aber nicht jede Frau. So wenig, wie eine Hete jeden Mann begehrenswert findet. Da gibt es keinen Unterschied. Viele Lesben haben heterosexuelle (beste) Freundinnen. Mit meiner besten Freundin, habe ich auch nach meinem Coming Out auf dem Bett gechilled. Es hat sich nichts verändert, wir hatten niemals Sex.

Als angebliche Männerhasserin stehe ich scheinbar Frauen offener gegenüber. Humbug erster Klasse! Der Unterschied liegt einmal mehr in der Sprache, im Umgang miteinander. Oft ist es so, dass ich die direkte Art von Mann mehr mag, als das inhaltslose Geschwafel der modischen Zicke. Zum Teil kann ich beide Geschlechter verstehen. Nie völlig, aber das ist klar.

„Das vorschnelle „Ich bin aber nicht lesbisch!“, kommt auch von Frauen, die nicht zu ihrer Orientierung stehen. Oft sind sie bisexuell, oder lesbisch, pflegen aber das klassische Mann-Frau-Modell. Aus Angst vor der Gesellschaft, vor dem Karriereknick. Es kommt sogar vor, dass genau diese Frauen unsere größten Gegnerinnen sind und uns bis aufs Blut bekämpfen.

In den USA gibt es den oft verlogenen Satz „We support you!“, den Menschen zu Homosexuellen sagen. Ähnliche Aussagen finden sich auch in Deutschland und anderen Ländern. Offene Anfeindungen? Nee, das macht man nicht! Lieber lächelt man verlogen und lästert heimlich ab.

Starker Tobak? Nein, nur meine Wahrheit und wie ich die Dinge sehe. Aber wer weiß, vielleicht habe ich doch Recht. So ein bisschen zumindest. Ansatzweise. Könnte doch sein. Aufzeigen werde ich das noch in Form eines Artikels, der an einer Uni spielt. Die angebliche Toleranz der Studenten ist so wenig vorhanden, wie das Modell „Gleicheit und Brüderlichkit“ funktioniert.

Mehr Neuigkeiten vom „Beast from the East“ dann in Kürze. Nur exklusiv auf diesem Blog. Danke fürs lesen!

54 Kommentare zu “Ich bin nicht lesbisch!

  1. Dein Artikel macht mich nachdenklich. Schade, dass so ein Artikel immer noch nötig ist. Danke für’s Nachdenklich machen, für Deine Einblicke in eine Welt, die mir fremd ist und doch so nah. Denn sie ist so nah am Leben. Und das unterscheidet sich im Großen und Ganzen gar nicht, egal ob hetero- oder homosexuell.

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    • Er ist quasi die Summe meines Lebens, was ich (täglich) erlebe. Nein, unsere Welten unterscheiden sich nicht wirklich. Sie sind unterschieden worden. Davon ein andermal mehr. Der Fehler, den Leute machen, liegt im Wort „…sexuell.“ Genau damit haben die Menschen ein Problem, denn über Sex(ualität) spricht man nicht.

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    • Es wird noch eine ganze Reihe Artikel zu dem Thema geben. Und die werden kaum allen Leuten schmecken. Ich warte schon voller Sehnsucht auf Reaktionen und Gegensdarstellungen, die dann wieder typisch verlogen sind. Danke dir fürs lesen, Schnipselchen 🙂

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  2. ein gedankensplitter hierzu: schon die überschrift ließ mich schmunzeln, denn genau dieser satz fällt oftmals genau von den frauen, die es zumindest zum teil eben doch sind, in denen irgendein funke davon schlummert. ich glaube manchmal, schon das wort „lesbisch“ macht ihnen angst. 😉 ein sehr guter artikel!

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    • Die Überschrift ist natürlich absichtlich gewählt. Ich habe „homophobe“ Frauen erlebt, die eine Lüge lebten. Ängstlich darauf bedacht, den schönen Schein zu wahren. Nur nicht anders sein!
      Einige haben sich erst sehr spät aus dem berühmten Schrank gewagt. Einige machen es nie. Ich sehe ihr Problem. Aber ich will es nicht nachvollziehen. Warum das Glück verleugnen, warum die Lüge leben? Warum andren Menschen mit offenem, oder verstecktem Hass begegnen? Ist das ein Lebenszweck?
      Ja, das Wort „lesbisch“ scheint Frauen Angst zu machen. Sie fürchten um die Unversehrtheit ihrer Seele und müssen sofort dagegen halten, wie hetero sie doch sind. Und genau das ist ein Coming Out der besonderen Art.
      Danke auch dir fürs lesen!

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  3. Ich bin das, was du aufführst: eine beste Freundin. Hetero. Ich weiß, dass es stimmt, was du schreibst. In so vielen Punkten.
    Abgrenzungen verleihen unsicheren Menschen Sicherheit (und einen Standpunkt), gleichzeitig verleiten Zäune dazu, rüberschauen zu wollen. Die meisten können/wollen nicht ohne Zäune. Das ist menschlich, fürchte ich, was keine Entschuldigung sein soll, nur eine Erklärung.
    Ich lese deinen Blog sehr gern.
    Liebe Grüße, Christiane

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    • Ich habe meine allerbeste Freundin einst spontan geküsst. Es passierte und sie erwiderte den Kuss. Aber und das ist vermutlich selten, wir blieben beste Freundinnen. Der Kuss war nur mein Erwachen, sexuelles Interesse an ihr gab es nie. Nur tiefe Liebe, wie zu einer Schwester. Du weißt. wie ich das meine.
      In der Schule, an der Uni, im Job, habe ich diesen Satz „Ich bin aber nicht lesbisch!“, oft gehört. Selbst heute fällt er noch. Nur habe ich damit kein Problem, ich jage keinen Frauen nach. Die Frau fürs Leben habe ich schon lange gefunden. Oder sie mich. Wir uns.
      Was Deutschland, was der Welt fehlt, ist mehr Aufklärung über das Thema. Aber so lange selbst die Kirche uns ausgrenzt und uns Abartigkeit unterstellt, so lange werden die Menschen daran glauben.
      Dankeschön fürs lesen. Ich lese auch bei dir gern mit!

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  4. Mir gefällt dein Ansatz und Deine Arbeit ausgesprochen gut. Mir gefällt, dass du etwas verändern, andere auf etwas aufmerksam machen und was in deinem pol. Umfeld bewegen möchtest. Insofern ist es sicherlich zutreffend, auf Missstände hinzuweisen. Allerdings glaube ich nicht, dass sie noch so groß sind. Wir hatten einen homosexueller Außenminister, Hamburg und Berlin hatten homosexuelle Regierungschefs. Ich denke hier ist viel Normalität eingetreten.

    Und ich lese gerne bei dir mit.

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    • Was du ansprichst sind erste und kleine Schritte, auf dem Weg zur Normalität. Aber und es gibt immer ein aber, ich muss dir widersprechen. Du als Mann erlebst die Dinge so völlig anders. Was mich interessiert: wie reagierst du auf einen schwulen Kollegen, Mitarbeiter? Fällt bei dir vielleicht auch der Satz: „Ich bin aber nicht schwul!“, im Gespräch?
      Da ich primär mit Frauen zu tun habe, erlebe ich eine andere Realität. Und selbst Bloggerinnen haben genau diesen Satz benutzt in Kommentaren.
      Danke fürs lesen.

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      • Nein, ich hatte schon schwule Kollegen und Mitarbeiter und es fiel nicht der Satz, ich bin nicht schwul.

        In meiner beruflichen Welt ist mir dies auch noch nicht begegnet. Da gab es schon eher mal die die Aussage, ich bin kein Ossi!

        Einmal meinte eine Mitarbeiterin, ob ich nicht mit einer bestimmten Aufgabe X anstatt sie beauftragen könnte. X wäre schwul und hatte somit keine familiäre Verpflichtungen. Ich musste das aber nicht entscheiden, da zwei andere sich bereits vordrängten. Ich weiß, das war jetzt eine einfach bequem Lösung. Du hättest in diesem Fall als Chefin die Konfrontation gesucht. Obwohl, vielleicht auch nicht, es ist kein Fall wo dein Samurei-Gen gefordert wäre.

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  5. Oh Mann! Das finde ich echt schade, das macht mich traurig, das so wenig Toleranz zu herrschen scheint, bzw. ist Toleranz ja das falsche Wort. homosexualität sollte nicht als etwas angesehen werden, das man „tolerieren“ oder „akzeotieren“ kann, sondern als, ja, nichts einfach. Also als normal und gut ist. Die Menschen die ich kenne, sehen das auch so, aber Du wirst es besser wissen und wenn Du sagst, BRD sei noch fürchterlich homophob … ja, traurig. Aber es hat sich schon viel getan und ich denke, dass es immer besser wird und eines Tages vielleicht gar kein Thema mehr sein wird! 🙂

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    • Ich kenne deine Einstellung, Molly. Und die ist gut. Der LGBT-Gemeinde wird immer vorgeworfen, wie einseitig sie Dinge sähe, wie intolerant sie selbst sei. Es gäbe doch schon so und so viele Fortschritte … aber Gott, die Bibel, die Kirche wolle nun mal keine Heirat zwischen Frauen, oder Männern … blah blah blah. Genau diese scheinheilige Halbtoleranz ist es, die abgeschafft werden muss.
      Ja, wir sind eine Minderheit und die Welt dreht sich nicht nur um uns. Aber wir waren und sind noch immer eine in einigen Teilen der Welt verfolgte Minderheit. Siehe Teile von Afrika, wo homophobe Greise regieren.
      Aber selbst Frauen attackieren uns! Im Namen der Bibel und zum Schutz von Sitte und Moral … die sie dann beim eigenen Seitensprung gern vergessen.

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  6. Diese Abwehr Haltung findet man nicht nur in der sexuellen Orientierung. „Ich hab aber nix gegen Ausländer“,ist auch so was. Im nächsten Moment hörst Du die gleiche Person von „Getönten“ oder „Klütteköpp“ schwadronieren.
    Verlogenheit erster Güte.
    Ich kann nur ehrlich zugeben, dass ich bei manchem Lesbenpaar auch die Klischeetüte öffne, wenn diese das Klischee voll bedienen (ich weiß Du verstehst, was ich meine). Ich bin ein Mensch und mache Fehler. Ich kann Dir aber sagen, ich würde mit Dir ebenso angstfrei auf dem Bett chillen. Mein schwuler Kumpel hat mal was ähnliches gesagt wie Du, nur ein wenig heftiger: „Was bilden sich so unattraktive Fettsäcke eigentlich ein, wenn sie sagen: Solange der mich nicht anmacht, habe ich nix gegen schwule?Ich bin schwul, leide aber nicht an Geschmacksverirrung.“ Ich habe herzlich gelacht und er auch. Recht hat er. Und recht hast Du.
    Und ich danke Dir, für diesen Blog, weil ich dann immer wieder daran erinnert werde, dass ich an meiner Haltung immer noch ein wenig arbeiten darf. Obwohl ich zu 99,8 % den Menschen sehe und nicht seine Hautfarbe oder sexuelle Orientierung.

    Einen sonnigen Tag und grüße an die Elfe,
    Silvia

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  7. Ich bin auch nicht lesbisch 🙂

    Ich empfinde es als unangenehm wenn mich ein Mann anschaut, wie ich vielleicht eine Frau anschauen würde. Aber so wie die Frau mangels Interesse weiter läuft oder mich ignoriert, so gehe ich eben auch weiter.

    Aus Heterosicht finde ich, dass der Trend in die richtige Richtung geht. Gerade gestern erzählte mir ein Kollege, dass ein anderer Kollege schwul ist. Das würde mit einer Beiläufigkeit erzählt und war 2 Minuten später vergessen. Vor 20 Jahren hätte man sich das Maul zerrissen. Bei uns gab es auch mindestens eine Lesbe. Ich kannte diese Frau seit Jahren und erst als mir ein männliche Kollege erzählte, dass man ihm eine Affäre mit jener Frau andichtete, wurde das erwähnt. Es war einfach vorher keine Notwendigkeit darüber zu sprechen, da ihre Orientierung für Ihre Arbeit irrelevant war.

    Ich kann mir gut vorstellen, dass dies aus Homo Sicht noch nicht ausreichen wird, aber ich würde erwarten, dass mehr und mehr Beispiele in der Öffentlichkeit für Normalität sorgen. Langsam, aber stetig.

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    • Du bist ein schon etwas älteres Semester, was nun nicht abwerten soll. Älter heißt nun, du hast viele Jahre in einer Welt gelebt, die anders mit gleichgeschlechtlichen Beziehungen umgegangen ist. Das prägt, da darfst du ehrlich sein.
      Dieses „Es ist mir unangenehm, wenn mich ein Schwuler anschaut“, resultiert genau daraus. Der Schwule hat (meist) kein Interesse an dir. Sollest du jemals in die Situation kommen und ein Mann spricht dich an, so lehnst du ebenso höflich ab, wie du es bei einer für dich unattraktiven, aber selbstbewussten Frau tätest.
      Dein erster Satz, den du als Gag ansiehst, wird von Männern oft anders benutzt: „Ich bin auch lesbisch“, heißt es dann und ist so mit die dümmste Form der Anmache.
      Die Normalität gibt es noch nicht, das versuche ich dir seit 2 Jahren zu vermitteln. Regional ja, aber in großen Teilen des Landes eben nicht. Gut finde ich, dass du das Gespräch suchst, wenn auch nur virtuell. Dankeschön dafür!

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  8. Hier drunten, unter vielen anderen Worten gebe ich Diana – auch natürlich der Autorin des Beitrages – Recht. „Ich mein, ich bin wirklich nicht lesbisch, aber…“, hörste manches Mal – Genau! Frauen sind die schöneren Wesen. Ob man nun sexuelle Neigungen hat oder nicht.
    Was ich bei der Aussage immer heraushöre: Eine entschiedene Angst davor, es doch zu sein. Dabei ist es doch vollkommen egal und normal, wer wen liebt, wenn beide einverstanden sind. Wieso können das Tiere so gut und wieso haben Menschen in ihrem so großen Hirn immer sowas wie ein „Stop- oder Unnormal-Schild“ inner Birne? Sind die am Ende doch hohler als sie meinen? Kultur-, norm- und fremdgesteuerte Wesen. Aber nach jedem Satz könht ich abschweifen zu weiteren Themata – doch das überlass ich meiner nandalyanischen Blogfreundin, die immer wieder mit Vollgas dahergeschwungen schreibt.

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    • Jetzt im Frühling braucht mein V8 natürlich frisches Futter. Jetzt starte ich natürlich durch. 😉
      Es werden noch weitere Artikel kommen und ich mir wenig Freunde damit machen. Aber falsche Freunde waren nie mein Ding. Feministinnen hassen keine Männer. Sie lieben nur Frauen. Und ich meine sowieso.
      Ich wünschte mir mehr „Negativberichte“, ich wünschte mir mehr Coming Outs. Niemand muss Angst haben, über eigene Erlebnisse zu berichten. Auch positive!
      Danke fürs lesen und ein tolles Wochenende für dich!

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      • wobei ein „coming out“ (auch so ein wort, das vielleicht angst macht?) wie ich denke, erst der zweite schritt ist? zunächst mal gilt es doch, zu sich selbst zu stehen und sich selbst einzugestehen, dass frau lesbisch (oder vielleicht auch bi) ist. diese blockade abbauen. dann ist schon viel gewonnen. 🙂
        und ja, zeffiretta, dahin sollten wir kommen, dass es doch eigentlich „völlig egal und normal ist, wer wen liebt, wenn beide einverstanden sind.“
        love and peace … 🙂

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  9. Scheinheiligkeit, ja das fällt mir als erstes dazu ein, lupenreine Scheinheiligkeit gegenüber allem „andersartigem“…..weiter oben schreibst du von wegen im Namen von Sitte und Moral, oh je, in dessen Namen wurden und werden immer noch Kriege geführt, da ist die Toleranz aber noch gaaanz weit weg.

    So lange die jeweils gleichgeschlechtliche Orientierung noch extra betont wird, sind wir meilenweit von der Akzeptanz entfernt. Ich mag deine Art, du bist auf den Punkt, danke dafür ❤ ich bin sehr gespannt auf alle Dinge, die da noch kommen mögen.

    Liebe Grüße

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    • Religion ist nie böse. Sie wird nur gern von Menschen für ihre Ziele missbraucht. Siehe den IS. Die Toleranz der Menschen hört immer dann auf, wenn andere nicht nach ihrer Pfeife tanzen. Dann bist du anders, die Lesbe, die Japanerin, die (…)
      Auch dir vielen Dank fürs lesen und den Kommentar. Montag geht es weiter. Stay tuned! 🙂

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  10. Also, ich finde es ist durchaus möglcih „ich bin nicht lesbisch“ zu sagen und damit einfach eine Tatsache festzustellen. Wenn ich das in Diskussionen zum Thema sage/schreibe, meine ich damit, dass ich manche Befindlichkeiten von lesbischen Frauen halt nicht nachempfinden kann und Punkt und nichts weiter.Genauso wie ich sagen würde „ich bin keine Vegetarierin“ oder sonst irgendwas.
    Ich bewundere übrigens einige – gar nicht so wenige – meiner Freunde und Freundinnen sowie meiner Kolleginnen und Kollegen, die offen homosexuell leben. Es ist leider wirklich noch nicht selbstverständlich und wahrscheinlich auch gar nicht so einfach, aber der beste Weg um die Situation irgendwann zu normalisieren.
    Persönlich finde ich die übersexualisierte Sichtweise auch absurd. Ich behandle eine lesbische Freundin nicht anders als eine hetero und einen schwulen Freund nicht anders als einen hetero und finde das für mich völlig unproblematisch …..

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    • Es geht darum, dass viele Menschen mit diesem Satz ein Gespräch beginnen und ihn quasi als Abgrenzung zu uns benutzen. In einer normalen Unterhaltung macht er natürlich Sinn.
      Das Wort übersexualisiert mag ich. Ja, genau das beschreibt unsere Situation. Das Wort „Sex“ hat noch immer dieses schreckliche Tabu, daher müssen wir weg davon. Gleichgeschlechtliche Partnerschaften drücken es besser aus und verletzten weniger die zarte Seele.
      Danke auch dir für den Kommentar.

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  11. Liebe Nandalya. Ich habe deinen Artikel aufmerksam gelesen und mag deinen Argumentationsstil. Easy und ehrlich. Als Hete (nennt man das so?) habe ich wenig Berührungspunkte mit Lesben und komischer Weise mehr mit Schwulen. Mit denen habe ich schon zusammen gelebt, gearbeitet, Beziehungsprobleme verfolgt. Was die Diskriminierung angeht hast Du Recht. Als mein Mitbewohner händchen-haltend mit seinem Freund in der Stadt rumgelaufen ist fand ich das befremdlich. Ich schäme mich natürlich dafür und habe das nicht kommuniziert, denn der tolerante Mensch in mir weiß, dass ich da nichts dagegen habe. Habe ich auch nicht, wahrscheinlich habe ich mich verdutzt gefühlt, weil es ein seltenes Bild ist. Sieht man leider nicht oft.

    Aufklärung, Aufklärung und nochmal Aufklärung.

    Selbst Tolerante Menschen, oder jene die es eben behaupten, lassen sich durch Unbekanntes irritieren. Ja überall wird Homosexualität kommuniziert, aber nicht wirklich erlebt. Ich hätte gerne mehr Homosexuelle in meinem Bekannten und Freundeskreis, denn ich finde es immer interessant und spannend wie die Welt aus Ihren Augen aussieht. Und ich habe immer nur positive Erfahrungen gemacht und eben erlebt wie unterschiedlich die Menschen sind. Das müsste man eigentlich vorher wissen! Aber aus dem Grund sagen Dir die Frauen „Ich bin nicht lesbisch“ um Dir zu signalisieren, dass sie nicht zu haben sind. Sie stigmatisieren eine Gruppe und gehen von einem Kollektiv aus, was völliger Quatsch ist. Ich mag ja auch keine Braunhaarigen Menschen lieber, nur weil ich braune Haare habe. Eben deshalb finde ich so Aufklärungsblogs wie deinen gut, denn er öffnet die Augen.

    Leider bekomme ich sehr viel Homophobie mit. Ich verstehe die Aggressionen nicht. Du hast ja die weiblichen Aggressionen angesprochen, ich bekomme mehr männliche Aggressionen mit. Ich kannte nur eine Lesbe in der Schule und die war bei uns total akzeptiert, aber habe keine weiteren Vergleichsmöglichkeiten. Männern äußern sich unbewusst und bewusst extrem abfällig über Homosexuelle. Was das über ihre eigene Homosexualität sagt ist interpretationswürdig. Ich finde jeder Hetero sollte jedem Schulen danken, der endlich sein Comming out gemacht hat. Ein Competitor weniger, aber nein die sehen es als Bedrohung. Vielleicht der eigenen Sexualität…

    Ich wünsche Dir jedenfalls alles Gute und hoffe du kannst etwas mehr Toleranz in diese Welt bringen! -Nele

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