Japanerinnen und Gaijin – Wenn sich Frauen trauen

Bei westlichen Männern geht die Legende, dass Japanerinnen einfach zu haben sind. Gezielt kommen Sex-Touristen nach Japan, um dort die sanfte Frau fürs Bett zu treffen. Und fahren meist enttäuscht wieder ab. So einfach ist das nicht mit der willigen Japanerin.

Woher stammt nun die Legende? Sind daran wieder Pick-Up-Artists schuld? Junge Japanerinnen sind oft anders, als es noch ihre Mütter waren. Deutlich an Europa, oder den USA interessiert, öffnen sie den Horizont für neue Kontakte. Nicht die Schenkel meine Herren. Das machen wirklich nur die Schlampen. Und die gibt es in jedem Land.

Englisch als Sprache steht in Japan hoch im Kurs. Aber die Umsetzung ist oft schwierig. Das gilt auch für Deutsch, oder Spanisch. Alles Sprachen, die für JapanerInnen nicht ganz einfach sind. Und doch kann Frau sie lernen. Und macht es mehr als Mann.

Ja, es gibt in Japan die „Gaijin-Jägerinnen.“ (Junge) Frauen, die gezielt mit westlichen Männern schlafen. Darüber möchte ich kein Wort verlieren. Irrungen und Wirrungen gibt es auf der ganzen Welt. Ich möchte von der normalen Japanerin erzählen, die vielleicht etwas mehr an Bildung hat und schon im Ausland war.

Das japanische Wort Gaijin (Mensch von draußen) wird vorwiegend für westliche (weiße) Ausländer verwendet. Niemals für einen anderen Asiaten, oder im Ausland lebenden Japaner. Laut wikipedia ist das Wort am schwinden, was ich bezweifeln möchte. Es wird noch sehr häufig genutzt. Und eigentlich heißt es Gaikokujin, wird aber immer abgekürzt.

In der Regel wirken Japanerinnen schüchtern. Was in der Tradition begründet liegt. Aber manche bringen durchaus den Mut auf und sprechen westliche Männer an. Nicht um Sex zu haben, pure Neugier steht im Vordergrund. Oft ist es auch eine völlig falsche Vorstellung von der fremden Kultur, die Japanerinnen so handeln lässt.

So gelten Italiener als romantisch, Spanier als leidenschaftlich und Deutsche werden als zuverlässig klassifiziert. In Bars, Clubs, oder Vereinen, gibt es regelmäßige Sprachabende für Lernwillige, die gern andere Menschen treffen. Alles ganz harmlos und ohne Zwang. Aber durchaus mit Konsequenzen. Liebe kennt keine Grenzen, das ist auch in Japan so.

Aber die japanische Höflichkeit verwirrt oft Männer und lässt sie die Dinge anders sehen. Ein zartes Lächeln, ein scheuer Blick, wird sofort als Versprechen für mehr genommen. Ein möglicher Kontakt zwischen Gaijin und Japanerin muss langsam wachsen. Wählt Mann sie nur wegen der Mandelaugen aus, so wird sie das schnell bemerken und jedes Interesse verlieren.

Die kulturrellen Unterschiede sind oft riesig. Und es bedarf einer Menge Toleranz, Verständnis und Respekt, um dem jeweils anderen Partner dauerhaft ins fremde Land zu folgen. Einfacher, aber nie ganz einfach, ist es im Ausland lebende Japanerinnen zu treffen und vor den Traualtar zu führen. Nur mich und Yuki nicht. Wir haben uns bereits gefunden und sind ein Ehepaar.

Fazit: Wer ein zartes, scheues Sex-Püppchen sucht, der ist in Japan falsch. Eigentlich in ganz Asien und auf der ganzen Welt. Aber das habt ihr bestimmt alles schon gewusst.

21 Kommentare zu “Japanerinnen und Gaijin – Wenn sich Frauen trauen

  1. Ein Freund von mir war 1995 kurz vor dem schweren Erdbeben für mehrere Monate in Kobe und berichtete, dass er in Diskotheken bei den japanischen Frauen sehr begehrt war. Allerdings weiß ich nicht wie weit es da gegangen ist. Sicherlich war damals ein Europäer dort noch etwas besonderes und wurde mehr beachtet.

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  2. „Bei westlichen Männern geht die Legende, dass Japanerinnen einfach zu haben sind.“
    Die habe ich nun noch nicht gehört, wer sowas glaubt, bezieht seine Länderkenntnesse aus Pornos. Auch das Japan Thailand oder den Philippinen in Sachen Sextourismus Konkurrenz machen wird, halte ich für abwegig.
    Ich glaube aber schon, dass es Männer gibt, die nach Japan fliegen, auch um mit Japanerinen zu flirten (und mehr).
    Viele Männer finden Asiatinnen hot. Das mag ein wenig Exotik, die dunklen Haare, das eher schlank sein, die Cellulite Unempfindlichkeit sein..
    Warum aber Japan? Japan gehört, anders als Thailand oder die Philippinen, zur ersten Welt. Frauen dort begegnet man auf Augenhöhe. Die Gefahr, nur als wandelnder Geldautomat angesehen zu werden, ist eher gering. Der Bildungsstand ist deutlich höher.
    Wer auf Unterwürfigkeit und Abhängikeit aus ist, der geht doch eher nach Vietnam, Thailand oder auf die Philippinen.
    Auf den Philippinen hatte ich da schon Probleme, echte Freunde von denen zu trennen, die sich dann doch irgendwann mal $200 von mir „leihen“ wollten.
    Ich war noch nie in Japan (obwohl ich zwei Jahre in Asien gelebt habe), irgendwann schaffe ich es (hoffentlich zur Kirschblüte). Eine Frage zum Wort „Gajin“ Ist das wirklich so neutral, wie du schreibst? Ich hielt das eher für ein Schimpfwort. Die Japaner, die ich auf den Philippinen kennenlernte hatten ein, hmm, sehr ausgeprägtes Nationalbewusstsein.

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    • Japaner meinen es nicht wirklich böse, wenn von einem Gaijin gesprochen wird. Aber das Wort ist durchaus in Verruf gekommen. Amerikaner und Europäer reagieren darauf offenbar empfindlich. Wer aber länger in Japan lebt, der lernt damit zu leben. Und lacht darüber. Alles gut. Vielleicht schreibe ich noch einen Artikel darüber, wie sich Japaner untereinander sehen. In Japan gibt es die gleichen Unterscheidungen, wie zwischen Bayern, Sachsen, Ossis und Wessis. Und auch die Sprache / Ausdrücke unterscheidet sich. Vor allem zwischen Tokio und Osaka. Und wenn ich Fukuoka-ben spreche, werde ich auch komisch angesehen 😀

      Ja, ich denke die „willige Japanerin“ entstammt meist einem Missverständnis. Und es gibt durchaus eine Menge japanischer Pornos, die herzzereißend jammernde Mädels zeigen. Mir wird eben wieder schlecht …

      Die Augenhöhe von der du schreibst ist schwer zu finden. Japaner bleiben gern unter sich, sind stolz und betteln nicht. Ja, die Bildung ist in Japan höher, als in anderen asiatischen Staaten. Korea ist aber ähnlich, oder gleich.

      Das jugendliche Aussehen verdanken Asiatinnen einer dickeren Oberhaut, die unempfindlicher gegen Falten ist. Daher sehen Frauen mit 35 oft noch wie Anfang Zwanzig aus. Und selbst meine Mama hat mit ihren über Fünfzig keine nennenswerten Falten. Gute Gene, so muss das sein! 🙂

      Ich glaube, dass Japan als Land, als Kultur faszinierend auf viele Menschen wirkt. Die eigene Sprache, die Traditionen, auch durch den Zen-Buddhismus und durch die Kampfsportarten. Sei ehrlich, viele Menschen verbinden Japan sofort mit Judo und Karate 😛

      Die Sache mit dem ausgeprägten Nationalbewusstsein kann ich unterschreiben. JapanerIn zu werden ist fast unmöglich. Zum Glück bin ich eine 😀 Aber auch so deutsch, wie mehr als 80 Millionen andere Menschen in diesem Land.

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  3. Mit einem Partner aus einer ganz anderen Kultur ist es bestimmt oft schwierig. Wenn es der oder die Richtige ist, ist es aber bestimmt die Mühe wert 🙂

    Wer dagegen nur ne schnelle Nummer sucht, kann sich das Flugticket sparen. Wenn man sich sowieso nicht für die Person interessiert, mit der man schläft, kann’s einem doch auch egal sein, welche Sprache sie spricht…

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    • Ich denke dass ein Partner aus einer anderen Kultur den eigenen Horizont erweitern kann. Es gibt durchaus Ehen zwischen JapanerInnen und Gaijin (m und f) Das funktioniert durchaus. Ich habe mir sagen lassen, dass die Männer oft wenig zu sagen haben. Nicht nur die japanische Frau kriegt immer was sie will 😀

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  4. Ja das habe ich gewusst, dass wer ein zartes, scheues Sex-Püppchen sucht, in Japan falsch und eigentlich in ganz Asien und auf der ganzen Welt, falsch ist. Aber diese Gaijin-Jägerinnen müssen ein Thema für sich sein, Männer die im Westen von keiner angeschaut werden, kommen dort tatsächlich zum Zuge.

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    • Auch Gaijin-Jägerinnen haben durchaus Geschmack. Aber wie ich bereits sagte: Schlampen gibt es überall. Deren Rechte ich ebenfalls verteidigen werde. Aber das hast du natürlich schon gewusst 😉

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  5. Hi, aus privatem Intersse: Ich bin nicht interessiert an einem Date oder eine Beziehung mit Japanerinnen und Japanern. Nur Freundschaften. Die haben aber alle keine Zeit. Höchstens alle drei, vier Monate. Ist das normal? Funktionieren Freundschaften nur mit japanischen Männern oder auch mit Frauen? Habe den Eindruck, dass das selbst unter Japanern selten ist. Außerdem, dass weniger in Gruppen unternommen wird wie ich das kenne. Aber vielleicht bin ich da von meinen Freunden auch Luxus verwöhnt. Allgemein ist aber nicht viel Zeit für Freunde. Oder lügen die? Auch die Männer? Ich meine, bei Frauen würde ich das ja verstehen, wenn da ein Fremder Mann kommt. Isoliertheit und Schüchternheit, Skepsis gegen Gaijins und schlechtes Englisch, sowie falsche, leere Komplimente. Das ist bisher mein Eindruck von Japan. Gibe mir bitte mal Tipps! Wo findet man weltoffene Leute, die Interesse an besseren und nicht oberflächlichen Freundschaften hat. Internationale Partys sind schwierig. Da sind meistens die Studentenmädels. Zwar in meinem Alter, aber anscheinend keine Zeit. Alleine mal einen Japaner zu sehen, wäre mal ne Abwechslung..

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    • Auch JapanerInnen sind und bleiben Menschen, die zum Teil ganz unterschiedliche Interessen verfolgen. Es ist schwer zu sagen, ob „Ich habe keine Zeit“ lediglich höflich oder die Wahrheit ist. Aber wenn du länger in Japan lebst und den Alltag der Menschen kennst, der schon bei SchülerInnen extrem vollgestopft mit Pflichten ist, wird das „Ich habe keine Zeit“ deutlicher. Klar, die wenigsten JapanerInnen werden dich vor den Kopf stoßen wollen, wenn sie dich vielleicht als Mensch nicht mögen.

      Als kleinen Tipp kann ich immer noch die Sprachabende empfehlen. Dort treffen sich an westlichen Sprachen interessierte JapanerInnen mit Muttersprachlern, um sich auszutauschen. Oder vielleicht treibst du Sport und freundest dich dort an. Vielleicht unterrichtest du selbst ein Fach. Hilfreich ist auch eine japanische Gastfamilie zu haben. Dort wirst du viel schneller als anderswo akzeptiert und integriert.

      Vor allem gilt es nie etwas erzwingen zu wollen. Wenn dich neun von zehn JapanerInnen ablehnen – bitte nicht wörtlich nehmen -, klappt es vielleicht bei Nummer Zehn. Viel Glück!

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      • Vielen Dank. Auf jeden Fall nehme ich das nicht wörtlich. Auf jeden Fall gefällt mir Japan richtig gut. An das japanische Arbeitsleben kann ich mich gewöhnen. Komme sehr gut damit zurecht. Weiß jetzt aber auch, warum hier alle keine Zeit haben. Denke, dass wird sich mit der Zeit ergeben. Danke auf jeden Fall mal für deine Tipps. Sobald ich mich hier völlig ganz eingelebt habe, wird das sicherlich anders sein.

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  6. Ich habe noch nie gehört das Japanerinnen leicht zu haben wären, im Gegenteil. Was mich an Japanerinnen oder Japanern wirklich fasziniert ist das sie meist sehr gut gekleidet sind und vielleicht auch etwas schüchtern wirken, aber wenn ich mir Videos ansehe wo sie feiern………. echt krass.
    Auch ihre Höflichkeit beeindruckt mich sehr.

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