Wenn die Seele Trauer trägt

Wer kennt nicht jene Tage an denen die Seele Trauer trägt. Die Menschen baden in ihrem Leid, ergeben sich herbstschwerer Melancholie. Vielleicht wirft sie auch ein Unglück aus der Bahn und prompt versinken sie im Sumpf. Bewusst klammere ich krankheitsbedingte Depressionen aus. Das hat eine andere Qualität, dagegen können Medikamente helfen.

Menschen, die einen Schicksalschlag erleiden, neigen oft zu emotionalen Reaktionen. Sie jammern und suhlen sich im Selbstmitleid. Andere fluchen und schimpfen den ganzen Tag und suchen einen Schuldigen, den sie verantwortlich machen können. All diesen Reaktionen gemeinsam, ist der massive Austoß an negativer Energie. Aber ist das wirklich schlecht?

„Nutze negative Gefühle, um etwas Positives zu schaffen“, habe ich einer anderen Bloggerin geschrieben. „Über Negatives zu lamentieren, sich diesen Gefühlen hinzugeben, lässt Energie in das negative Ereignis fließen und beraubt weiterer Kraft. Diese negative Energie, dieser noch flüchtige Schatten, kann sich durch die so gewonnene Energie erst manifestieren und Gewalt über dich gewinnen. Dieses Gespenst ist dann quasi ein Resonanzpunkt für das nächste negative Ereignis und und und … Erkenne diesen Schatten, lach ihm frech ins Gesicht und lenke deine Energie um.“

Während sie es verstanden hat, möchte ich auch dem Rest meiner LeserInnen diese „Technik“ erläutern. Kraft, Stärke sind grundsätzlich positiv. Man kann damit etwas bewegen. Sich selbst, aber auch anderen Menschen helfen. Das ist positiv gedacht. Für positiv Denkende, ist ein Glas stets halb voll. Und mit genügend Inhalt kann man diesen teilen. So, wie ich das seit einer Weile mache.

Im Aikido lenken wir den Angriff des Gegners zu seinem Nachteil um und schaffen eine für uns positive Lage. Wir sind (wieder) sicher, der Angreifer (die negative Energie) wird ausgenutzt. Aber wie können wir das mit Panikattacken, mit Schicksalsschlägen machen? Bei Panikattacken bin ich keine Kompetenz. Das können Psychologen besser. Aber ich weiß, wie man ihnen vorbeugen kann: mit positiven Gedankengängen und mit Sport. Und darin bin eine Meisterin.

Als Beispiel werden wir vielleicht von einem geliebten Menschen verlassen. Liebesdinge treffen viele Menschen hart. In meinem jungen Leben habe ich etlichen Freundinnen über diese Trauer geholfen. Und manchmal war ich dabei wenig zart. Die Kopfwäsche à la Mayumi ist legendär. Haare raufen? Nicht bei mir! Höchstens daran rupfen und ein Schubs. Und schon stimmt die Richtung wieder. Schwupps!

Aber was genau können wir tun, wenn wir ins Liebeschaos stürzen? Schokolade soll hilfreich sein, resultiert aber in den (un)beliebten Hüftgold-Ringen. Die sind kaum erstrebenswert und gesundheitlich gefährlich. Also lassen wir das und raffen uns lieber auf. Meine Freundin Karin hat auf diese Weise ihre Doktorin gemacht. Sie hat damals Frust und Wut am Computer ausgelebt und ihre Dissertation geschrieben. Zugegeben hatte mein jüngeres Ich seinen Anteil an diesem Werk. Ich habe ihr mehrfach die Leviten gelesen. Karin hat verstanden und mich noch mehr geliebt.

Mein Cousin Ken hat nach einer Trennung seine bisher besten Bilder geschossen. Er hat nicht gejammmert, er hat agiert! Und das kann jeder Mensch, der einen Schicksalschlag erlitten hat. Die Gespenster der Trauer, haben dann keine Macht. Im Gegenteil werden sie noch zu Verbündeten und liefern die benötigte Energie, um Positives zu erschaffen. Und das schaffst auch DU!

Wer mehr über Frau Dr. Karin (Sommer) lesen möchte, der darf gern hier klicken: Die Lesbe

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37 Kommentare zu “Wenn die Seele Trauer trägt

  1. Das es genau so ist wie du sagst, musste ich erst lernen.
    Naiv und verspielt wie ich war hat mich erst eine überwundene Krise zu mir geführt.
    Klar hast du deine Meinung ausgedrückt.
    Ich mag das sehr.

  2. Liebe Mayumi, da muss ich Dir mal widersprechen. Was Du schreibst, mag bei der Trennung vom Partner helfen. Doch es klingt mir wie dieses „Reiß Dich zusammen!“, das ich so gehasst habe, als mein Mann gestorben war. Trauer scheint genauso wie der Tod nicht mehr in unsere moderne Gesellschaft zu passen. Jemand, der weint, der gar tagelang nicht mehr aufhören kann zu weinen, sollte sich möglichst verstecken Man will das nicht sehen. Der Mensch kann nicht immer nur positiv sein. Das kann auch manchmal gar nicht gut sein. Manchmal kann es gut sein, die negative Energie in positive umzuwandeln. Aber bei wirklicher Trauer, wirklichem Schmerz hilft es nicht, sondern kann eher noch Schaden anrichten.
    Mein Mann ist vor mehr als 7 Jahren gestorben, aber ich trauere immer noch. Es tut nicht mehr so weh, aber die Trauer ist immer noch da. Doch meine Tränen zeige ich nicht mehr, die will keiner mehr sehen.
    Wenn meine Seele Trauer trägt, wünsche ich mir manchmal ein mitfühlendes Wort, ein Streicheln, ein wenig Ruhe…

    • Trauer, die ich als Erinnerungen sehe und im Selbstmitleid versinken, das sind zwei Paar Schuhe. In diesen Tagen und Wochen jammert die Welt. Das erlebe ich Jahr für Jahr. In den Blogs überwiegt der Blues, die Menschen auf der Straße senken die Köpfe. Das Lachen ist vergangen. Nur die Kinder zeigen es noch.

      Wenn du von deiner Trauer schreibst, so klingt das im ersten Moment sehr negativ. Aber liegen wir wirklch so weit auseinander? Ich lese deinen Blog, ich fühle deine Stärke. Und da haben wir die positive Energie! Nicht Trauer leitet dich, es ist der Blick nach vorn. Wenn deine Seele ewig trauerte, dann gäbe es keinen Blog, keine Ulrike, die freudig und aufgeregt über „ihr“ China schreibt. Wo also wirst du von Trauer beherrscht?

      Trauer und Tod sind von den Kirchen geprägte Begriffe. Sündenfall, Fegefeuer, Hölle, ewige Verdammnis und ein grausamer Gott. So stellt sich die Kirche noch immer gern dar. Und NEIN, dieses Bild hat keinen Platz mehr. Hatte es nie! Es ist geschaffen worden, um die Menschen gefügig zu machen, um Angst zu verbreiten. Mit einem Gott hat das nichts zu tun. Das waren Menschen ihrer Zeit. Taktiker, brillante Köpfe.

      Karin, meine zweite beste Freundin, hat nicht nur einen Schubs von mir bekommen. Sie hat auch in meinen Armen geheult. Was lustig wirkte, sie ist viel größer als ich. Aber gute Worte und Ruhe helfen am Ende nicht mehr weiter. Das macht nur der Blick nach vorn. Und den habe ich ihr gezeigt.

      • Danke für Deine ausführliche Antwort! Manchmal weiß ich nicht, ob ich die positive Ulrike wirklich bin. Vielleicht ist das nur eine Maske. Du hast ja recht damit, dass Jammern nichts hilft, dass man nicht ewig trauern soll und sich in seinem Schmerz suhlen. Trotzdem muss man sich auch seiner Trauer, seinem Schmerz hingeben können. Ich habe jahrelang unter Depressionen gelitten. Und manchmal kommend ie wieder. Heute ist so ein Tag. Sorry.

      • Es gibt keinen Grund sich zu entschuldigen, das wäre schon fast japanisch zu nennen. „Entschuldigen Sie, dass die Bäckerei so weit weg von ihrer Wohnung ist“, wirst du dort hören. 😉

        Schmerz, Trauer ist Energie. Es liegt an dir, wie du sie nutzt. Und meiner Meinung nach gelingt es dir gut sie für positive Dinge zu nutzen.

        Echte Depressionen kann man, wie ich es angesprochen habe, meist nur medizinisch behandeln. Mir ging es um die viel zu oft und gern verbreitete Melancholie, das jammern auf hohem Niveau, den Herbstblues. Da hilft dann oft schon eine Änderung des Blicks … über den Tellerrand. Zur Sonne, zum Licht.

        Sonne und Wärme für dich, liebe Ulrike 🙂

  3. Einen schönen Tag für die es ist ja jeder mal traurig aber jeder geht damit anders um,Trauer ist schon einen Kind eingegeben.Wünsche dir einen glücklichen Tag Grüße und Freundschaft Gislinde

    • Kinder sind näher an ihren Emotionen, als es Erwachsene sind. Sie weinen schnell, aber lachen noch viel mehr. Trauer wird dem Menschen anerzogen, von der Gesellschaft eingeimpft.

      Sonne und Wärme für dich 🙂

  4. Trauer ist ein großes Thema. In jeder Kultur, denke ich, wird anders mit ihr umgegangen. Am vergangenen Sonntag hörte ich eine Predigt zum Thema, in der ein Vers des Psalm 23 herangezogen wurde, um den „richtigen“ Umgang mit der Trauer zu beschreiben. Es sei ein Wandern durch das „finstere Tal“, „Tal der Schatten des Todes“, ein aktiver Umgang mit der Trauer und kein Stillstehen oder Fliehen derselben. Ein notwendiger Weg also. So, nun weiß ich nicht, inwieweit mein Kommentar noch zur Aussage deines Artikels passt, aber diese Gedanken begleiten mich seit Sonntag, und ich dachte, hier ist heute ein guter Platz, um sie auszusprechen.

    • „Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und dein Stab trösten mich“, heißt es im Original. Auch, wenn hier eine höhere Macht angerufen wird, so ist dieser Satz durchaus mit positiver Energie gefüllt. Nur wird kein Gott den Menschen leiten, allein sein Glaube wird das tun. Positive Energie, die er in richtige Bahnen lenkt. Ergibt das für dich Sinn? 🙂

  5. Ich kann mich Dir nur anschließen, liebe Nandalya. Allerdings gönne ich mir aber auch meine Zeit der Trauer, die brauche ich auch. Ich kenne zu viele Menschen, die den Fehler machen, sofort wieder aufstehen zu sollen. Die sich selbst Gefühle wie Trauer und Wut versagen, sondern sich eben sofort wieder zusammenreißen wollen. Wer das macht läuft Gefahr, nie über einen Verlust hinwegzukommen. Eben weil er ihn nicht als solchen anerkennt! Sieger ist, wer einen Verlust oder Schicksalsschlag verarbeitet, nicht, wer versucht, ihn zu ignorieren.
    In diesem Sinne – ich denke, da sind wir uns einig! – las ich irgendwo mal einen wunderbaren Spruch: „Hinfallen kann jeder. Aber Sieger stehen da auf, wo Verlierer liegen bleiben!“ 🙂

  6. Ach, manchmal ist so ein bisschen Selbstmitleid auch einfach bequem, weißt du? Wie eine alte, abgekuschelte Decke, die man sich über den Kopf zieht, um die Welt nicht sehen zu müssen. Und wenn immer die anderen schuld sind, muss man nicht darüber nachdenken, was man selbst ändern kann. Sehr entspannend.

    Aber, wie die Schokolade, von der ich mich auf keinen Fall dauerhaft trennen möchte, sollte man es in kleinen Dosen genießen 😉 Nicht gleich die ganze Tafel auf einmal naschen, nicht gleich den ganzen Tag lang im Selbstmitleid versinken. Ab und zu darf man, und dann darf man es auch genießen; aber nach einem Stückchen sollte man die Schokolade wieder einpacken, die Decke weglegen und, wie du ganz richtig schreibst, etwas tun. Muss ja nicht gleich eine Doktorarbeit sein (obwohl das schon echt beeindruckend ist!). Die negative Energie in etwas Produktives, Positives umzulenken bringt einen einfach weiter.

    Und manchmal, ja, da braucht man auch eine Freundin oder einen Freund, um einen schönen Tritt in den Hintern zu kriegen, wenn man es selber nicht schafft 😉

    • Dreh dich mal um 😀

      Spaß beiseite, Frau Dr. Landar erklärt (dir) nun „Positive Energie.“ Weißt du, jeder Mensch hat seine 5 Minuten. Aber länger dauert so was bei mir nicht. Melancholie kenne ich und kann sie für Gedichte nutzen. Was ich nie könnte, das wäre im eigenen Leid ertrinken. Geht (mir) etwas schief, so mache ich es besser. Und Schoki liebe ich. Nur mit dem zunehmen will es nicht klappen, ich bleibe stets unter 55 kg. Selbst meine Mama hat diese Grenze nie geknackt.

      Die Karin ist eine besondere Marke. Ich kenne sie seit vielen Jahren. Und damals ging es ihr wirklich sehr schlecht. Sie wollte das Studium schmeißen und war unausstehlich. Was in dem kurzen Bericht nicht zu lesen ist: wie ich sie aufgebaut habe. Es war kein „an den Schultern packen“, es waren Worte, die das übernahmen. Nicht böse, nicht laut, aber bestimmend. Und sie kamen an. Niemand darf mir widersprechen 😀

      • Na, ganz so wörtlich habe ich das mit dem Tritt in den Hintern auch nicht gemeint 😛

        Ja, fünf Minuten sind eine gute Zeit, um das Selbstmitleid zu genießen, ohne es zu übertreiben. Und Gedichte sind auf jeden Fall einer der schöneren Wege, um negative Energie in Positives umzulenken 🙂

  7. Es müssen wieder mehr Menschen Wärme und Licht teilen. Es wird kälter da draußen und damit meine ich nicht die Temperaturen. Du weißt ja, ich bin ein Winterliebkind. Ich meine den Ton, den Umgang miteinander. Wie oft habe ich jemanden in meinem Florallabor sitzen, der erst mißmutig, traurig gar barmte und jammerte. Ein Platz am Ofen, eine Tasse dampfenden Tee und schnell brechen die Dämme. Grüßen, Lächeln, der erste Schritt kann so einfach sein. Und zeigen, wie schön der November ist in seinem Grau, das kein Grauen ist.
    Toller Text, danke dafür und für die stete Inspiration, herzfeinnah, Deine Käthe.

    • Die Menschen haben das Lachen verlernt. Yuki und ich verstehen das nicht. Wir lachen auch über den November. Es ist Spaß durch buntes Laub zu tollen. Und es macht auch Spaß Nebelgeschichten zu erfinden, die uns in mystische Welten tauchen lassen. Das ist mein November.

      Elfengrüße von Yuki und mir 🙂

      • Ich liebe die Novembermorgende, wenn fahles Nachtlicht in die Dämmerung hineinzufließen scheint und Baumgruppen aus dem Dunst auftauchen. Der Orion purzelbaumt sich unter den Horizont und schwarze Vögel scheinen durch all das Grau zu schweben. Die Haselmaus blinkt mir einen Nußraub knopfäugig zu und die Igel schnaufen sich letztbevorratend durch nasses Herbstlaub. Innen zünde ich Kerzen an und koche die leckersten Gemüsesuppen. Novemberliebende Grüße zurück an die zwo Herbstelfen, die Geschichtenerfinderinnen.

      • Ich sehe bleiche Gestalten aus den Nebeln treten, die nur ein Tor zur Anderswelt sind. Aber es gibt keinen Grund sich zu fürchten. Es treibt sie nur die Neugier zu uns hin. Grünteebelebte Grüße durch Nacht und Nebel 🙂

  8. Wie der Goethe mit seiner Lotte Buff habe ich es gemacht, und „Linny“ einen Roman gewidmet! So bleibt Linny für mich auf ewig das Versprechen einer jungen Frau auf dem Riesenrad hoch über den Wäldern Thüringens. Jetzt mit ihrem Amtmann Buff möchte ich sie eigentlich gar nicht mehr sehen. Wobei einmal investierte schöpferische Kraft uns meist treu bleibt bis auf das Sterbebett. Als ich neulich nämlich fand, dass mein Lebenswerk niemals Leser gewinnen wird ohne einen Sirup von einem Liebesroman drumherum, holte ich zur Überarbeitung flugs „Linny“ aus der Schublade. Und es war, als hätte ich gestern erst in meiner längst vergangenen Singlebutze die Worddatei geschlossen.

  9. Ich halte mich da an den buddhistischen Ansatz Emotionen kommen zu lassen, anzusehen und wieder ziehen zu lassen. Die positiven wie die negativen.
    Nun möchte ich nicht so eitel sein, zu behaupten, dass ich das perfekt beherrsche. Gelogen wäre es außerdem 🙂 aber allein schon die Betrachtungsweise finde ich äußerst konstruktiv und hilfreich und es gelingt mir auch immer besser.
    .
    Und natürlich darf man auch nicht vergessen, dass ein sonniges Gemüt und auch das Gegenteil dazu in ziemlich hohem Ausmaß ein Geschenk der Natur bzw der Gene ist.

    • Der (Zen-)Buddhismus trägt wesentlich dazu bei, dass Menschen in Asien anders mit der Trauer umgehen. Mir zumindest bleiben viele Dinge fremd, die manche Kirchendiener predigen. Wobei ich auch hier klar sage, dass sie eines Menschen Wort verbreiten und nicht das eines Gottes.

      Sonnige Grüße an dich 🙂

      • Ich denke, das hat auch viel mit Disziplin zu tun. Ich erinnere mich noch sehr gut an Interviews mit Japanern während und nach Fukushima ….

      • Diese (scheinbare) Disziplin hat auch viel mit der Einstellung „Shouganai – Da kann man nichts machen, das ist nun mal so“, zu tun. Dieser Ansicht bin ich nämlich nicht. Aber ja, Disziplin lernen in Japan schon kleine Kinder. Auch ein Wildfang wie ich 😉

  10. Wie recht du hast. Ich kann zum Glück seit 4 Jahren in solchen Schicksalsschlägen oft das Positive sehen. Dabei hilft mir immer, daran zu denken, was vor vier Jahren war. Damals ging es mir wegen einer schwierigen Trennung sehr schlecht (wirklich beschissen, da sind viele Liter Tränen geflossen). Zur gleichen Zeit hat die aufkeimende Freundschaft zu meiner Arbeitskollegin sehr gelitten, unter anderem, weil ich in der Zeit noch gekündigt habe. Weil es mir aber so beschissen ging, kam sie dann an einem Mittag (ich war gerade kurz vorm Losheulen) vom Essen zurück, sah mich an und meinte nur „Ich gehe jetzt noch spazieren, und du kommst mit!“. Spazieren war sie damals nach dem Essen immer, und ich war früher auch ab und an mit. Und da waren wir dann gemeinsam spazieren. Ich hatte jemandem zum Reden. Und gleichzeitig konnten wir alle Missverständnisse zwischen uns aus dem Weg schaffen. Seitdem reden wir immer offen miteinander und sie ist nun meine beste Freundin. Ich bin fest der Meinung, dass es ohne den Schlag mit der Trennung nicht zu dem Spaziergang gekommen wäre, und wir heute keinen Kontakt mehr hätten.
    Wenn es mir nun heute mal schlecht geht, sage ich mir immer, dass daraus sicherlich auch was Gutes resultieren wird, und denke an die Geschichte zurück. Das hilft enorm. Ab und an Schokolade muss aber trotzdem noch sein. Obwohl es in dem Fall dann eher eine Ausrede ist, um mal wieder Schokolade zu essen 😉

    • “Ich gehe jetzt noch spazieren, und du kommst mit!”, wäre auch von mir gekommen. Zumindest sinngemäß. 🙂

      Du gehst richtig mit „Trauer“ um. Niemand sollte lange im Meer der Tränen schwimmen. Schokolade gefällig? 😀

  11. Ich danke allen hier für eure Gedanken und die nützlichen Ratschläge… Besonders Dir, liebe Nandalya als Ideengeberin und kompetente Moderatorin! Mit einem lieben Gruß… Frank

  12. Wo wir schon bei den interkulturellen Infos sind 🙂 Du hast geschrieben:

    das wäre schon fast japanisch zu nennen. “Entschuldigen Sie, dass die Bäckerei so weit weg von ihrer Wohnung ist”, wirst du dort hören. 😉

    was wäre denn in Japan eine angemessen höfliche Antwort auf so eine Art Entschuldigung ?

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