Der geheime Garten

Frances Hodgson Burnett’s Buch „The Secret Garden“ ist auf der ganzen Welt bekannt. Vor mehr als zehn Jahren habe ich das Buch gelesen und auch den Film geschaut. Für Buch und Film gibt es nur ein Wort und das ist „zauberhaft.“ Und zauberhaft ist auch mein Leben, das keiner Norm entspricht. (M)Ein Leben mit Elfe, Lachen und viel Liebe. Ein Leben, wie im Traum.

Vor einigen Jahren bin auch ich durch eine verzauberte Pforte in ein Land getreten, das nun mein geheimer Garten ist. Dieser Blog ist Teil davon und meine Elfe die Hüterin der Worte. Mit diesem Beitrag schließt sich erneut ein Kreis. Dreihundert sind es an der Zahl, die wir mit Herzblut aufgezogen haben. Lächelnd blicke ich zurück, wie immer mit Yuki Hand in Hand.

Zum Heiligtum wird uns der Garten.
Heilig das kleinste Stückchen Land,
Wo wir der Blumen liebend warten,
Die wir gepflanzt mit eigner Hand.
Ob in den Gärten rings umher
Auch andre Blumen stolzer prangen:
Doch die uns selber aufgegangen,
Die eignen Blumen freun uns mehr.

(Aus dem Gedicht „Zum Heiligtum wird uns der Garten“, von Friedrich Martin Bodenstedt)

Mehr als zweihundert regelmäßige Besucher hat dieser Garten. Menschen, die oft selbst GärtnerInnen sind. Viele haben Gaben mitgebracht, die mein kleines Herz zum hüpfen brachten.

Drum geh ich gern zum Garten
Im stillen grünen Grund,
Der Blumen da zu warten,
Vergnügt mich manche Stund;
Betrübte macht er fröhlich,
Und Greise macht er jung,
Und Sünder macht er selig,
Er heißt  E r i n n e r u n g .

(Aus dem Gedicht „Der stille Garten“, von Karl Gerok)

Die Wege zu diesem Garten sind oft nur steinige Pfade, die ein normaler Mensch kaum zu gehen vermag. Geschützt vor Stürmen liegt der Garten versteckt im Tal. Auf ewig behütet durch feste Mauern. Meist scheint eine milde Sommersonne, aber auch Regen gibt es ab und an. Nicht allen Besuchern hat dieser Garten gefallen, dornige Rosen sind keine Blumen für jederman. Finstergesellen (Bei Molly stibitzt), sowieso unerwünscht.

Ihr Traurigen und Matten,
O kommt in diesen Hain,
In seinen heil’gen Schatten
Vergesset eure Pein,
Hier atmet ihr noch Frieden
Und ungetrübtes Glück,
Der Chor der Eumeniden
Bleibt scheu am Tor zurück.

(Aus dem Gedicht „Der stille Garten“, von Karl Gerok)

Dieser Garten ist zum Teil ein Spiegelbild meiner Seele, zu der nur meine Elfe den Schlüssel hat. Ich bedanke mich bei allen LesernInnen für eine wunderbare Zeit und schaue der Zukunft mit euch gern entgegen. Aber für heute schließt sich das Tor und Ruhe kehrt in den Garten ein. Ruhe, die mein Leben nie bestimmen wird.

Meine Seele ist ein Garten
Von ganz besondrer Art,
Drin blühen Gladiolen
Und samtne Nachviolen
Und Veilchen reich und zart.

(Aus dem Gedicht „Der Garten“, von Maria Stona)

Wir lesen uns nächste Woche wieder. Macht nichts, was ich nicht auch tun würde!

Dem Dichter wird zu eng das Haus,
Drum schreibt er eilig: „Ende.“
Dann spritzt er seine Feder aus
Und gürtet sich die Lende.
Lass‘ dir zum Scheidegruß die Hand.
Geneigter Leser, reichen.

(Aus dem Gedicht „Abschied“, von Rudolf Baumbach)

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20 Kommentare zu “Der geheime Garten

  1. Auch so etwas, das dich großartig gemacht.

    Meine Tochter lernt zwar in der Waldorfschule ebenfalls noch Gedichte, aber andere Kinder, die herkömmliche Schulen besuchen, sind davon meilenweit weit entfernt.

    Wer kann das noch, Gedichte rezitieren.

    • (Selbst) Germanistik zu studieren hilft. Oder eine Frau zu haben, die das macht. UND … die Lust am Wort nie verloren zu haben, in Visionen großer DichterInnen zu versinken.

      Japan, Deutschland, ach die ganze Welt, hat wunderbare SchriftstellerInnen hervorgebracht. Aber Handy, Hip Hop und Flatrate Saufen ist ja so ultimativ für manche Leute.

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