Ich will so bleiben, wie ich bin

Ein Wort, ein Satz löst bei mir Denkprozesse aus. Jede Art von Musik kann mich inspirieren. Ein gewisser Don Camillo, im Bloggerleben theomix genannt, hat mich auf den Weg zu diesen Zeilen gebracht. Und dafür möchte ich ihm gern danken. Seine Gedanken sind immer einen Besuch wert.

„Ich glaube, du bist völlig anders als der Mensch, den ich vor Augen habe“, hat er gesagt. Was mich zu der Frage bringt, wie andere Menschen mich sehen. „Überheblich, zickig, männerfeindlich“, sind nur einige Dinge, die Mann mir im Lauf der Jahre an den Kopf geworfen hat. „Unsensibel, kalt, egoistisch“, kam es von Frau.

Aber bin ich das wirklich, muss ich jedem Klischee entsprechen? Von Mann bin ich Angriffe seit Kindertagen gewohnt. Die gingen nie gut für ihn aus. Vor allem dann nicht, wenn er „Dreckslesbe“ sagte. Aber das kam erst nach den Kindertagen. Beleidigungen gab es auch per Mail und Kommentarfunktion im Blog. Da fühlen die Herrlichkeiten sich wohl. Entertaste drücken und ab dafür.

Frau hat mir die Freundin geneidet, oder mich mit Eifersucht bedacht. Liebesdramen aus den alten Tagen, darüber habe ich meist nur gelacht. Ich habe begonnen und beendet. So, wie es mir gefiel und  nicht den anderen. Ich war immer so, wie ich nun mal bin. Anders und so will ich bleiben.

Ich habe nie ein Hehl daraus gemacht, dass ich zum Biest werde, wenn die Situation es erfordert. Und ich schlage (mit Worten) schneller, als so mancher sprechen kann. Aber ich bin auch eine Clownin, die gern lacht. Nie bösartig, aber immer mit schrägem Humor. Ironisch, sarakstisch, auch gern als Satire pur. Nur verstanden werde ich oft nicht. Ob das an meinem Japanisch liegt?

Und dann gibt es noch jenes zarte Feenwesen, das sein Reich mit allen Mitteln schützt. Aber Feen sterben oft einsam hoch droben im Elfenbeinturm. Ich aber stieg herab und habe die Fenster einen Spalt weit geöffnet. Nun könnt ihr die Welt des Regenbogens schauen und euch an den leuchtenden Farben erfreuen.

All das und noch viel mehr bin ich. All das, was keinem Bild jemals entspricht. Eine dichtende Kriegerin. Nur echt mit Elfe. Auch das hat der theo gesagt. Und wieder denke ich schmunzelnd an „Don Camillo und Peppone“, den Film den ich letzte Woche lachend sah.

Aber wenn der theo der Don ist, so muss ich wohl die Peppina sein. Nur spielen meine Geschichten nicht am Po und auch in keiner Ebene. Und von Niederungen sind sie so weit entfernt, wie so mancher Geist von der Erde. Und das habe ich nun bewusst abgehoben gesagt.

Es gab Menschen, die mich ändern wollten. Menschen, deren Weltbild ich kaum entspreche. Eingepfercht in den Käfig der Konventionen, haben sie ihr Urteil über mich gefällt. Schräge Blicke, Hetze. Die da, die andere, wispert es durchs Netz. Denen schenke ich ein Lächeln, notorischen Dummköpfen den Mittelfinger. Ob sie jemals verstehen?

Wie ich wirklich bin, das wird kein Blogger je erfahren. Dieses Bild teile ich nicht mit euch. Aber ihr könntet zwischen den Zeilen lesen, oder meine Elfe fragen. Die kennt mich sehr genau. Bei ihr muss ich mich nicht ändern. Bei ihr darf ich so bleiben, wie ich bin.

38 Kommentare zu “Ich will so bleiben, wie ich bin

  1. O, danke! War mir dessen nicht bewusst. Dass ich da was ausgelöst habe.
    Die Selbstwahrnehmung ist oft anders als das, was andere in einem sehen. Darum ging es mir.
    Anschaulich beschreibst du verschiedene deiner Facetten. Interessant!
    Schräger Humor – da bin ich gerne dabei und wir können uns als Don Camillo und Peppona eins um die Ohren kloppen. Auf dieser Ebene gilt: die tun nichts, die wollen nur spielen. 😉

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    • Als ich den Film letzte Woche sah – klar nur echt mit Elfe! – habe ich wirklich herzlich gelacht. 😀 Scheinbar harmloser Klamauk vor dem Geist einer schweren Zeit. Gut getroffen, gut gespielt.

      Ich mag es gern, wenn mich Worte inspirieren. Oder wunderbare Musik. Damit die Themen nie zu Ende gehen.

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  2. …und das sind die klarsten nandalyanischen Worte, die du hast schreiben können, deinem Geist, deiner Anders- und Einzigartigkeit entsprechend.

    Schönen sonnigen Feiertag wünscht
    Zeffiretta

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  3. Bleib so wie du bist, Menschen die dich für deine Art kritisieren, gar angreifen, haben ein echtes Problem mit ihrem Ego oder Leben einfach in der falschen Welt, in der es sowieso zu viele selbst ernannte Richter und Idioten gibt. Was. Ich so von dir lese, bist du sicherlich nicht der unkomplizierteste Mensch, aber drauf geschi…. Du hast dierichtigen Werte, sagst was du denkst und vor allem handelst du danach. Schön dass es noch Menschen wie dich gibt.

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    • Kompliziert bin ich. Und doch wieder ein „Simple Mind.“ Ab und zu. Menschen die andere formen wollen haben in der Tat ein eigenes Problem. Sie tragen ihren „Krieg“ zu den anderen und lenken von eigenen Problemen ab. Ich löse sie, die Problemchen des Alltags. Mit mir selbst und mit Elfe. Dann kann ich so bleiben, wie ich bin. Danke für deinen Kommentar 🙂

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  4. Nun, ich verstehe, dass Du für Dich einstehst und das gefällt mir. Nur, wünsche ich Dir, dass Du nicht bleibst, wie Du bist.
    Sondern noch recht viele Erfahrungen machst, die Dich schon verändern werden. Man wird nie als die gleiche Person wach, als die man schlafen geht. In dem Moment, wo Du bleibst, wie Du bist, bleibst Du ja stehen.
    Und das wuensche ich meinem ärgsten Feind nicht.
    Ich bin Sicher, Du verstehst das richtig 😉

    Ganz liebe Grüße, Du Kratzbuerste mit Herz 😀

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  5. Nu, sooo schrecklich kannst du ja auch nicht sein, sonst hättest du nicht so viele Freunde und vor allem keine Elfe. Elfen haben schließlich guten Geschmack, oder? 😉 Da kann man schräge Blicke und böse Worte von Fremden getrost ignorieren.

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  6. Du willst so bleiben, wie Du bist? Du darfst! 😉
    Und überhaupt: Ist das nicht die Kunst in der heutigen Zeit, sich selbst treu zu bleiben? Seine Werte und Ansichten beizubehalten und sich nicht verbiegen zu lassen?
    Klar: man ist „lernfähig“ und wer mit offenen Augen durch`s Leben geht, wird nie aufhören, Neues zu lernen und sich zu „verbessern“. Aber der „Grundcharakter“ bleibt bestehen, nicht wahr?
    Es erschreckt mich allerdings echt, liebe Nandalya, wenn Du von Anfeindungen per Komentaren oder Mails schreibst. Was sol denn das? Klar, wenn einer fiese Sachen schreiben sollte, rechtsradikalen Mist oder andere menschenverachtende Sch**ße, dann würde ich da auch gegen protestieren! Aber as tust Du doch nicht! Warum also sollte Dich einer anfeinden, was soll denn das? Wer mit Dir nicht zurechtkommt, muss doch einfach nur aufhören, Dein Blog zu lesen! Nicht jeder kann mit jedem, klar. Aber wenn ich gegen all die gehässig sein sollte, die ich irgendwie doff finde, Mann, ich hätt `nen langen Tag.
    Meine Mutter sagt imer: „Wenn man nichts Nettes zu sagen hat, einfach mal die Klappe halten!“
    Es tut mir leid, das anscheinend manche Trolle versuchen, Dich als Abreaktionsfläche zu mißbrauchen; so wie ich Dich einschätze, haben die da allerdings Pech! 😉
    Jetzt hoffe ich für Dich, dass das aufhört oder schon aufgehört hat. Unhd für mich, dass mir das nicht passiert, ich glaub, da würde schon eine Finstermail reichen, mich in Tränen aufzulösen…
    Und natürlich: Ich finde Dich nett und lieb und klasse! 🙂

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    • Es gab meist Mails von Trollen, die mich ins (homophobe) Herz geschlossen hatten. Ich habe mich per Artikel darüber lustig gemacht und sofort ist Ruhe eingekehrt. Es gibt immer Menschen, die andere als Opfer auserkoren haben. Kleingeister, die nur am Computer Stärke zeigen.

      Mails haben dann noch eine andere Qualität, als direkte Worte. Davor Angst haben musst du nicht. 🙂

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  7. Inspiration ist immer gut, schön, wenn sie Reflexionen auslöst. Liebe Mayumi, ich zucke immer kurz zusammene, wenn Du Dich selbst als Biest bezeichnest, denn so habe ich Dich nie wahrgenommen. Wehrhaft ja und spitzzüngig. Doch das mußt Du sein, man kann ja nachlesen, wer Dich alles meint, beschimpfworten zu müssen. Biester greifen meiner Wahrnehmung aus dem Hinterhalt an und gern Schwächere. Und das ist nun so meilenweit von meiner Vorstellung von Dir entfernt, der Mond deucht mich näher!
    Liebe Wochenendgrüße, deine Käthe, elfengrüßenlassend.

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    • „Biest“ ist ein Spitzname aus jüngeren Tagen, der durchaus liebenswert gemeint war von Frau. Mann dagegen hat die Krallen bekommen. Grüße in die neue Woche von Biestchen Scharfzunge, Elfe und mir 😀

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