Mamma Mia, oder warum ich eine Dancing Queen liebe

„Mamma Mia“, klingt es aus den Boxen und alle meine Mädels lachen. Wir sind bei Linda zu Hause und die hat alte ABBA-Lieder ausgegraben. „Mamma Mia“, denke auch ich, als ich mich mit dem Laptop in eine Ecke verdrücke und die Statistiken meines Blogs anschaue. Irgendwann am letzten Wochenende muss ich die magische Zahl von 200 Followern geknackt haben. Das macht mich natürlich stolz und ich bedanke mich dafür. Leider, leider kann ich unmöglich 200 Blogs lesen. Aber ich freue mich über jeden Leser und jeden Kommentar.

Dabei läuft es zur Zeit weniger gut mit dem Blog. Die spielerische Leichtigkeit ist weg. Auch habe ich die Beiträge reduziert. Aber weniger ist oft mehr, wie wir alle wissen. Und bevor ich Müll schreibe höre ich lieber auf. Ich habe darüber auch mit Yuki gesprochen, die natürlich eine eigene Meinung hat.
„Weniger private Dinge“, mahnt sie. Und fügt „Du könntest wieder Artikel über Feminismus schreiben“, hinzu.
Wird gemacht. Morgen rufe ich Alice an.

„Dancing Queen“, singt ABBA und Elfchen zieht mich in ihre Arme. Ilka und Amelie tanzen neben uns während Lindas Frau noch mehr Essen bringt. Wollen die mich mästen?
Yuki hat meinen Blick gesehen und kneift mich frech in den Bauch.
„Alles Muskeln“, sage ich stolz und sofort prustet sie los. Erlebe ich hier mein persönliches „Waterloo?“
Aber sofort werde ich mit „Honey Honey“ wieder versöhnt. ABBA weiß, was Frauen wünschen.

„Meinst du ich solle nicht mehr über Autos schreiben?“, will ich von Yuki wissen.
Sie denkt kurz nach und wiegt dann leicht den Kopf.
„Wenn du es geschickt verpackst dann schon“, sagt sie. „Aber wehe du schreibst noch mal von meinen heißen Kurven!“
„Wer hat, der hat“, necke ich sie und sie tritt mir auf den Fuß.
Seht ihr nun wie sehr ich unter dem Pantoffel stehe?

„The Name of the Game“, stimmt mich kurz melancholisch. ABBA war lange vor meiner Zeit. Bewusst habe ich die Gruppe nie gehört. Aber die Musik hat was, vor allem wenn Frauen guter Laune sind. Aber was ist mein Spiel, wohin führt mich mein Weg? Der Audi Roadster parkt noch immer vor unserer Tür, wir sind gestern wieder damit gefahren. Neidische Blicke gab es wie immer und auch einen Männerpfiff. Dafür gabs von mir den Mittelfinger und Elfchen hat gelacht. Biest pur, ich muss doch mein Image pflegen.

„Mamma Mia“, denke ich, „wir sind schon ein verrückter Haufen.“ Bea und Babs, das wieder versöhnte und glücklich vereinte Liebespaar (KLICK MICH ) tanzen uns fast über den Haufen. Schuld daran ist Babs Bauch, sie ist im fünften Monat schwanger.
„The Winner takes it all“, singt ABBA. In dem Fall haben beide Frauen gewonnen. Und ich sowieso.
„Angeleyes“, singen Yuki und ABBA im Chor und prompt versinke ich im Blick der Mandelaugen.

Das Handy reißt mich aus den Gedanken. Ein alter Freund ruft an, ein wirklich netter Mann. (Wer er ist kann hier nachgelesen werden.)
Graf Werner lädt uns ein, es gibt etwas zu feiern. Anwesenheit ist Pflicht, ich habe es ihm versprochen.
Die Firmen sind abgewickelt und zwar im positiven Sinn. Mann hat zugehört und auch verstanden. Das hat Wirkung gezeigt und unserem Konto ein dickes Plus.
Da Folgeaufträge fehlen brauche ich eine neue Idee. Und auch da wird Graf Werner wieder helfen. Bei Gelegenheit davon mehr.
Ich habe ihn zum Großvater ehrenhalber ernannt, was ihn sehr freut.
Frau Dr. Landar, übernehmen Sie!

Als „Gimme gimme a man after midnight“ erklingt gibt es lauten Protest.
„Ausmachen!“, fordert Babs und Ilka hält sich kreischend die Ohren zu. Alles Show, ich kenne die Bande zu gut.
Yuki und ich singen lautstark mit. Prompt gibt es einen Zickenkrieg, der in Gelächter endet.
„I have a dream“, summt Yuki und blinzelt mir zu.
„Mamma Mia“, flüstere ich. „Den habe ich auch. Von dir!“
Verliebt in eine Elfe, verliebt in meine „Dancing Queen.“ Was habt ihr denn nun gedacht?

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25 Kommentare zu “Mamma Mia, oder warum ich eine Dancing Queen liebe

  1. Wie schön, wie fröhlich! Ich freue mich über den Erfolg Deines Blogs. Ja, ich habe auch schon gemerkt, dass Du nicht mehr so oft schreibst. Während Eures Urlaubs habe ich Deine Beiträge regelrecht vermisst. So freue ich mich nun über jeden einzelnen Artikel um so mehr. Manchmal habe ich das Gefühl, eine völlig neue und auch fremde Welt durch Dich zu entdecken. Da brauche ich mal nicht weit zu reisen. 😉 Ich wünsche Dir weiterhin viel erfolg! LG Ulrike

    • Schubidu und tralala, danke ABBA ist ein neuer Beitrag da 😀

      Erfolg wollte ich mit dem Blog nie haben, das war niemals das erklärte Ziel. Andere Menschen zu erreichen schon. Schön, dass mir das gelungen ist. 🙂

  2. Ich finde, du schreibst zu gut, um nicht zu schreiben. Und wenn weniger (noch) besser ist, dann wird’s eben weniger sein. 🙂

    Auch mich überkommt ein bisschen Müdigkeit. Vielleicht setze ich einfach mal den einen oder anderen Tag aus. Zumal der neue Job heute beginnt.

    • Danke für die Blumen, artigst verbeug und so 😉

      Die Schwierigkeit für mich liegt darin, dass ich über manche Dinge nicht schreiben darf. Also muss ich tricksen, oder schweige einfach still. Dankbare Themen sind natürlich Feminismus und Homophobie. Aber selbst da herrscht manchmal Pause.

      Vielleicht sollte ich mir wirklich Mühe geben mit meinen Texten. Denn das mach ich im Gegensatz zu früher nicht. Sprich ich tippe, was mir ins (Dick)Köpfchen kommt, lese es durch (und Yuki auch) und stelle es ins Netz. Aber Literatur ist anders, das sollte dieser Blog nie sein.

      Viel Spaß dir mit dem neuen Job, ich bin auch zur Zeit wieder mal dabei mich neu zu erfinden.

  3. Schreib, was Du willst, wann Du willst, wie Du willst, liebe Nandalya, denn so mögen wir Dich! 🙂
    „Knowing me, knowing you“ *sing* 🙂
    PS: Gratulation zu den 200 Followern!

  4. Es ist seltsam mit diesen ABBA-Liedern, ist gar nicht meine Musik und doch habe ich sofort jede Melodie im Ohr. Raus da, ihr lästigen Ohrwürmer! Nicht raus dürfen jedoch die Bilder von glücklichen tanzenden Frauen und Mandelblitzaugen mit Elfenlächeln. Schön, daß es so ist. Liebe Grüße und um Dich und Deine Schreiberey mache ich mir gar keine Sorge, meine liebe Regenbogenflaggenkriegerin mit Heißkurven, auch wenn mich die bei den Autobeiträgen gar nicht tangieren. Zwinkerlachende Grüße, Deine Käthe, dem geschmissenen Elfenstrafflirtkissen ausweichend.

    • ABBA schaffte es zumindest als Vorlage für diesen Text. Dafür waren die Lieder richtig gut. Ein Mandelaugenlächeln für dich von uns. Kissen werfen doch nur die anderen 😉

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