Ohne Mann fehlt dir was

Sexismus gegen Frauen ist leider noch immer die Regel auf der Welt. Wer anderes behauptet verschließt die Augen vor der Wirklichkeit. Mann vor allen Dingen, geht der Sexiusmus doch von seiner Seite aus. Der Knaller sind dann die Vatertypen, die einen jovialen Sexismus pflegen. „Stell dich nicht so an“, wird gern gesagt“, das ist doch alles halb so wild.“

Genau solche Sätze sind es, die mich oft wütend machen. Mann stelle sich nun bitte vor von gierigen Frauenhänden begrapscht zu werden, wenn er eine überfüllte Bar betritt. Vielleicht würde das der ein oder andere sogar mögen. die Mehrheit der Männer sicher nicht. Und bestimmt kein gestandener Bankdirektor, der zigfacher Großvater ist. Aber Frauen müssen das oft genug erdulden und schweigen meist aus Scham.

„Nicht schon wieder!“, höre ich meine männlichen Leser stöhnen. Und „Ich fühle mich auf mein Geschlecht reduziert.“
Wer so denkt versteht meine Intention leider falsch. Dem kann ich auch nicht helfen.
Pauschale Angriffe gegen die Spezies Mann führe ich nur selten. Ich habe schon lange meinen Frieden mit ihr gemacht. Nachzulesen hier: Klick mich, oder lass es sein. Aber im Leben jeder Frau gibt es Szenen, die niemals geschehen sollten. Und die kein gutes Bild auf gewisse Männer werfen. Davon handelt dieser Bericht.

Die täglichen Übergriffe auf Frauen, die versteckten, oder offenen Belästigungen, waren mir seit jeher ein Gräuel. Und ich kenne genug Heten, die das ebenso sehen. Mit sexueller Orientierung hat das nichts zu tun. Deren Fokus liegt sowieso bei Mann, der Frau gern auf Busen und Po reduziert, als Objekt seiner Lust. Aber lustig ist anders und mit Spaß hat das wenig zu tun. Aktuell gibt es zwei Fälle, die mich wieder rebellisch machen.

Fall 1: Eine Freundin aus der Lesbenszene sucht einen neuen Job. Sie ist gelernte Einzelhandelskauffrau, hat aber auch schon als Bedienung in Kneipen gejobbt. Der Bezirksleiter einer Discounter-Kette bittet sie nach 20 Uhr in einem seiner Märkte zum Vorstellungsgespräch. Vorher habe er keine Zeit sagt er am Telefon. Katja ist ein fraulicher Typ, kurze, dunkle Haare und sehr hübsch. Sie erzählt, wie der Mann sie mit Blicken verschlungen habe. Aber damit kann sie, auch wenn es unangenehm ist.

Spontan habe er ihr eine Stelle als seine Assistentin angeboten. Sie solle dafür dann mit ihm auf Geschäftsreisen und abends mit ihm essen gehen. Bei Katja läuten sofort die Alarmglocken, ihr wird endlich klar, um was es dem Mann wirklich geht. Als sie gehen will erweist sich die Tür als verschlossen. Auf ihre Aufforderung hin sie zu öffnen, hat der Mann nur gelacht und keinen Finger gerührt. Erst als sie droht per Handy die Polizei zu rufen ist er wieder normal geworden. Den Job hat sie natürlich nicht bekommen.

Fall 2: Ein heißer Tag im Juli. Irina steht im Supermarkt an der Fleischtheke, sie ist nur knapp bekleidet. Das Miniröckchen bringt ihre langen Beine perfekt zur Geltung, blonde Haare umrahmen ein Feengesicht. Das ärmellose T-Shirt zeigt mehr, als es verbirgt. Und schon ist Mann in seinem Element. Die Lust erwacht, zeigt Frau doch für ihn eindeutige Signale. Und die heißen „Ich will Sex mit dir.“ Harter Schnitt. Einspruch, Euer Ehren!

Nur leider gibt es keinen Einspruch für Irina. Der verschwitzte Kerl neben ihr reibt deutlich sichtbar unter dem Blaumann sein Geschlecht. Zwei Jugendliche lachen nur, als der Mann stöhnend in seine Hose ejakuliert. Die Verkäuferin schaut weg, Irina ist schockiert. Die Szene ist genau so passiert. Irina hat uns den Vorfall in Tränen aufgelöst erzählt. Im Supermarkt wollte ihr niemand helfen, Man(n) hat nur gelacht. Irina geht zur Polizei und wir begleiten sie. Bis heute ist der Mann nicht gefunden. Hat man(n) wirklich nach ihm gesucht?

Weitaus harmloser, aber durchaus bezeichnend, ist ein Vorfall aus meiner Studienzeit. Der Ort ist die Mensa. Die Beteiligten sind mehr oder weniger arrogante BWL-Studenten.
Meine Mädels und ich sind mit dabei. Ungern zugegeben, aber es war eigentlich ein Arbeitskreis.
Nur drifet die Diskussion schnell ab. Und daran ist Florian schuld. Er gilt als Playboy, Schönling, Womanizer. Und mit Lesben hat er ein Problem, wie ich sehr schnell bemerke.
„Diese blöde Sexismus-Debatte kann ich nicht mehr ertragen“, lässt er mich wissen. „Ihr Frauen tragt doch die alleinige Schuld am männlichen Verhalten. Schaut euch doch nur an!“
„Männer können besser schauen, als denken“, kontere ich lässig. „Aber das wusste ich schon immer und mein Hintern ist nicht für dich.“
Frauen an die Macht.

Florian lacht bitter und holt tief Luft.
„Ihr zieht euch doch extra geil an damit wir scharf werden“, ist seine Meinung. „Und wenn wir dann um euch werben dann wollt ihr angeblich lesbisch sein.“
„Ich bin nicht angeblich lesbisch“, erwidere ich und strahle ihn an. „Das war ich immer schon und werde es immer sein. Wo ist nun dein Problem? Samenstau zu Hause?“
Karin muss laut lachen und Natalie wird rot.
Florian ist mir nicht gewachsen, er steht auf und geht.
Er hat mich nie wieder dumm angemacht.

Ich könnte die Liste sexistischer Übergriffe noch endlos weiterführen und mehr oder weniger krasse Fälle schildern. Aber jede Frau hat diese schon erlebt. Vielleicht nicht einmal bewusst wahrgenommen, ist dieses Verhalten doch schon alltäglich geworden. Und genau dagegen wehre ich mich. Und jede Frau sollte das ebenfalls tun. Vor allem gewisse Politikerinnen, die den Konflikt zwischen den Geschlechtern als längst überwunden ansehen. Aber vermutlich hat Mann das so in seiner engelhaften Güte vorgegeben. Denn ohne Mann fehlt Frau ja angeblich was.

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60 Kommentare zu “Ohne Mann fehlt dir was

  1. Liebe Nandalya!
    Wenn ich so was lese, werd ich sofort wütend, einfach zum k*tzen ist das!
    1. Ich mache mich FÜR MICH hübsch, damit ICH mich wohlfühle! Und ja, vielleicht will ich als Single auch anderen gefallen und wenn ich einen tiefen Ausschnitt trage, muss ich damit rechnen, dass auch wer hinsieht, klar. Aber wo bitte steht denn was von Anfassen???
    Und keiner kann mir als Mann erzählen, dass er sich nicht gedemütigt fühlen würde, würde ich ihm einfach so mit anzüglichem grinsen in den Schritt fassen! Das stellen die sich nur amüsant und „geil“ vor, ist es aber ganz sicher nicht!
    Die Anzahl sexueller Belästigungen von Frau an Mann sind sehr selten. Aber wenn so etwas vorkommt, dann habe ich nie erlebt, dass der Mann das toll fand. Im Gegenteil: Die Dunkelziffer wird hier sehr hoch liegen, weil ein Mann sich dann mit den Vorurteilen des eigenen Geschlechts konfrontiert wird, die da lauten: „Eine Frau packt Dich dauernd an? Geil!!! Ist sie hübsch?“
    2. Ich kenne die neuesten Studien nicht, aber ich bin mir sicher, dass schon bald jede 2. Frau schon einmal solchen sexuellen Über- und Angriffen ausgesetzt war! Und sei es, dass der nette Nachbar beim Straßenfest einem mal eben so ganz „harlos“ in den Po zwickt, ist doch nichts dabei, jetzt stell Dich doch nicht so an, das war doch nur Spaß, haha!
    3. Ich denke, Mänern ist auch einfach nicht klar, wie sehr man als Frau aufpassen muss! In bestimmten Situationen stufe ich jeden Mann ab einem gewissen Alter erst mal als potentielle Gefahr ein! Wehe der Frau, die einmal zu wenig Acht gibt!
    Aber dieses Gefühl, potentielle „Beute“ zu sein erleben Mäner oft erst, wenn sie selbst überfallen worden sind oder aber ein höheres Alter erreicht haben, das ihnen auch körperlich zusetzt: Dann machen sie est die Erfahrung, wie es sein kann, sich anderen ausgesetzt zu fühlen! (Ja ich weiß: DU kannst Dich sicher wehren, das trifft aber leider nicht auf jede Frau zu!)
    4. Zu Fall 1 kann ich auch etwas schilern: Ich hatte einmal ein Vorstellungsgespräch gegen 17 Uhr; als ich kam, ging gerade die letzte weibliche Angestellte. Der Chef schloss hinter ihr die Tür ab und wie mich an, eine Treppe herunter zu gehen, wo er und sein Assistent dann in einem Raum Platz nahmen. Ich war mit den Beiden ganz allein im Untergeschoss, die Tür oben verriegelt. Ich weiß bis heute nicht, wie ich das Gespräch gemeistert habe, aber eins kannst Du mir glauben: Mir war verdammt mulmig zumute! Die Beiden haben nichts gemacht, nette Männer alle beide, aber keine Frau klaren Verstandes hätte eine andere so einer Situation ausgesetzt! Und DAS ist es auch, was viele Männer einfach nicht verstehen!

    Danke, dass Du dieses Thema immer wieder zur Sprache bringst!

    • Ich hatte vor einem Jahr eine Diskussion über weibliches „Anziehverhalten“ mit Mann im Blog. Mann war der Meinung, Frau sende „bestrumpft“ und „berockt“ doch eindeutige Signale aus, vor allem bei knappen Kleidchen etc. Dass Frauen nur einfach einen anderen Schönheitssinn haben, dass wir die tolle Unterwäsche primär für uns kaufen und anziehen, das war ihm zu hoch.

      Diese beiden Situationen, wie auch das einige Jahre alte Studentengespräch, zeigen klar auf, was in der Gesellschaft nicht stimmt. Ich greife Männer heute nicht mehr pauschal an und kann klar erkennen, wer ein Jäger ist. Auch hier bei WordPress.

      Ich könnte noch mehr Fälle bringen. Harmlose „Betatscher“ (die für Mann auch nicht gut ausgingen), wie extreme Situationen. Aber über einige habe ich bereits geschrieben und wiederholen mag ich mich nicht.

      Wenn wir Mann vermitteln könnten, wie sehr Frauen sich zum Teil ausgeliefert fühlen, mit welch mulmigem Gefühl sie durch dunkle Straßen gehen, vielleicht gäbe es dann ein Umdenken. Nur leider ist Frau bereits zu lange in der Defensive und toleriert viele kleine Übergriffe. Der schlimmste „Ach komm, ist doch alles nicht so schlimm.“

      • Mutter pflegte meine wütenden Blicke bei Nichtbefolgen ihrer Anweisungen immer wie folgt zu kommentieren: „Wenn du immer so schaust, bekommst du später mal keine Frau.“

        Was? Keine Frau? Oweh.

        Ohne Frau fehlt dir was? Ich las meinen Söhnen grundsätzlich die Vielzahl von Märchen nicht vor, die mit wunderwunderschöner Prinzessin als Belohnung endeten.
        Ein ausgeprägtes sexuelles Bedürfnis macht es naturgemäß insbesondere jungen Männern (im Schnitt) nicht leicht. Der Triebbefriedigung ohne Frau muss das gesellschaftliche Stigma (Wichser) genommen werden, denn ohne Frau fehlt dir nichts.

  2. Ich habe ein Problem mit solchen Schilderungen. Einerseits will ich mich nicht fremdschämen, andererseits ist es aber einfach beschämenden für jeden normal denkenden und empfindenden Mann, immer wieder zur Kenntnis nehmen zu müssen, wie respektlos, roh und zügellos wir Männer sein können. Ich frage mich, wenn ich so etwas erfahre, ob diese Männer denn keine Mütter, Schwestern, Töchter oder Enkelinnen haben, oder ob sie das einfach achselzuckend hinnehmen würden, wenn ihnen nahe stehenden Menschen so etwas widerfahren würde. Auch schweigend wegschauen, ist in meinen Augen erbärmlich. Die Würde des Menschen ist unantastbar, sagt unser Grundgesetz und manchmal bin ich geneigt zu sagen, kein Problem, sie hat uns ja schon lange verlassen…

    • Ich habe Mann früher als Feindbild Nr. 1 gehabt. Heute versuche ich ihn besser zu verstehen, was mir auch immer besser gelingt.

      Die Übergriffe, Belästigungen, sie nehmen zu. Als nicht in Deutschland geborene Frau kann ich ganz klar sagen, dass es meist „Südländer“ sind, die extremen Sexismus pflegen. Rein deutscher Sexismus ist subtiler.

      Natürlich habe ich die krassen Fälle geschildert. Aber sie sind Realität, sie existieren. Nicht jede „Irina“ geht zur Polizei und nicht jede „Katja“ kommt ungeschoren davon, wenn du verstehst.

      • „Die Übergriffe, Belästigungen, sie nehmen zu. “
        Nein. Die Kriminalstatistik des BKA zeigt ein anderes Bild und die dort publizierten Lagebeurteilen stützen dies.

      • Du bist beim BKA? Du weißt, wie eine Statistik erstellt wird? Du weißt, dass Sokos (Sonderkommissionen) aufgelöst werden, um der Öffentlichkeit ein schönes Bild von Frieden und Harmonie zu präsentieren? Auf weichgespülte Statistiken verzichte ich. Die kann ich besser erstellen. Das habe ich unter anderem studiert. Danke für den Kommentar.

    • Interessant ist, dass oft die Männer, die so machhaft daherkommen, Frauen dumm anmachen oder sogar angrabbeln, oft tierisch ausrasten, wenn es eine Frau aus ihrem Umfeld trifft. Da ist einfach irgendwas im Kopf kaputt…

  3. Nicht nur diese „krassen Fälle“ sind beschämend. Aus den 30 Jahren Ehe mit meiner koreanischen Ex-Frau sind mir noch viele kleine alltägliche Begebenheiten in Erinnerung, über die ich mich auch heute noch empören kann. Die Gedanken sind ja der Ursprung unserer Taten und ich habe schon diese dumpfen, augenzwinkernd vorgetragenen anzüglichen Fragen nach anatomischen Details bei Asiatinnen als eklatante Übergriffe empfunden. Respektlose Witzeleien über Frauen allgemein, sind in meinen Augen Wegbereiter für respektloses Verhalten im konkreten Fall. Als Vater dreier Töchter und Großvater einer Enkelin, bin ich gerade in diesem Bereich sehr empfindlich und verstehe da absolut keinen Spaß!

  4. Manchmal bin ich ganz froh, dass ich langsam so alt bin, dass mich kaum noch ein Mann sexuell wahrnimmt. 😉 Aber das gibt es doch noch – habe gerade vor ein paar Tagen einen „unsittlichen“ Antrag von einem Mann erhalten. Fast bin ich schon wieder in einem Alter, wo man sowas als Kompliment auffasst. 😉 Und ich bekenne mich schuldig: Ich hab mich in meiner Jugend gefreut, wenn die Männer auf der Straße hinter mir her pfiffen. Trotzdem: Ich bin entschieden gegen die Männer, die Frauen als Freiwild ansehen. Grabschen geht gar nicht! Und solche Situationen, wie die von dir geschilderten, sind einfach unmöglich! Ja, auch ich frage mich, was die Mütter ihren Söhnen beigebracht haben.

  5. Ich lese hier schon lange still aber gerne mit. Meine Frau, Ärztin, weilt gerade auf humanitärer Mission im Ausland. Da es keine verläßliche Internetverbindung gibt und Anrufen sehr teuer ist, schreiben wir füreinander Tagebuch. Nach einem sehr anstrengenden Semester und einem nachfolgenden anstrengenden Praktikum, als der Sommer in Deutschland sich schon wieder davonmachte, habe ich spontan beschlossen, noch etwas Sonne zu tanken. So spontan, daß niemand so kurzfristig mitkommen konnte. Zu Deinem letzten Post paßt ein Eintrag aus meinem Tagebuch so gut, daß ich mich mich zum ersten Mal an die Kommentarfunktion traue:
    „Ich fühle mich momentan immerzu latent bedroht. Ich habe einen einsamen Strandabschnitt gewählt. Badestrand als solchen gibt es hier nur an den Zeltplätzen und in den Orten. Aufgeschüttet vermutlich. Denn hier ist eigentlich überall Felsstrand. Ich sitze etwas oberhalb der zur Adria abfallenden Felsen unter Kiefern auf Nadeln und Gras, auch hier liegen überall kleine Felsabsprengsel. Ich sitze hier alleine auf einer Decke. Vorhin war ich allein unten auf den Felsen und im Wasser.
    Immer finden sich irgendwelche Männer, die das offenbar besonders interessant finden und mich beobachten, mal auch etwas näher kommen; einer, der eben hier oben stand, hatte die Hand in der Hose. Ich mache nichts aufreizendes, ich habe schwarze Bade-Shorts an, die bis kurz vors Knie gehen (!), ich hatte zum Baden einen schwarzen Sport-BH an, jetzt das Tegan-and-Sara T-Shirt drüber. Wieso macht mich dieses völlig unspektakuläre, unsexuelle Aussehen und Verhalten schon zum Objekt? Einzig und allein, weil ich eine Frau bin? Eine Frau ohne Begleitung? Wie armselig ist das? Es macht mich wütend, es ermüdet mich, es macht mich ängstlich und unfrei. Bevor eben der Typ mit der Hand in der Hose auftauchte, wollte ich eigentlich gerade meine Musik auspacken und ein Stündchen musikhörend auf der Decke liegen. Geht das? Kann ich das machen, so vulnerabel hier liegen und im Zweifelsfall zu spät in Alarmbereitschaft sein, weil ich nicht höre, wie jemand herankommt? Wie kann es nur sein, daß immerzu die eine Hälfte der Menschheit die andere bedroht oder fürchtet. Daß es soo viele Männer gibt, die ich mit dieser Frage nicht mitmeine oder –meinen kann, macht für mich, als alleinreisende Frau, die in Süd-Ost-Europa an einem fast menschenleeren Strand in einem kleinen Kiefernwäldchen auf einer Decke liegt, keinen Unterschied.“

    • Vielen Dank für deinen Beitrag, er passt wie die Faust aufs Auge! Und du darfst dich auch gern öfter zum kommentieren trauen wenn du magst.

      Vor allem in südlicheren Gefilden bist du als Frau natürlich ein „Objekt.“ Und Tegan und Sara kennen die nicht. Lesbisch sein in Italien? Ich bitte dich … wo Mann doch so viel zu bieten hat! Ironie off, Realität on.

      Diese Typen würden dich sogar anstarren, anbaggern, wenn du mit deiner Frau unterwegs wärst. So ticken die eben und ich dann regelmäßig aus. Zumindest früher. Werbung, Gesellschaft vermitteln ein Bild von Frau, die ein liebes, naives Dummchen ist, das gern von Mann hofiert wird und seine Kinder will. Pornos im Internet schlagen in die gleiche Kerbe, Filme ebenfalls. Frau verkommt dort oft zum reinen Sexobjekt, zur willigen Schlampe, die nur das Eine will.

      Ich habe eine Menge Dinge erlebt, die aber für Mann nie gut ausgingen. Nur kann ich mich wehren, mit Worten und auch anders. Aber warum muss ich das? Warum steht bei so manchem Mann der Trieb über dem Verstand?

      Sei vorsichtig in deinem Urlaub. Hab trotz Mann viel Spaß in der Sonne und hoffentlich bald wieder mit deiner Frau.

      Liebe Grüße!

    • Liebe Zwischenhirn!
      Ja, das ist GENAU das, was ich auch meinte: Kann man es sich als Frau überhaupt leisten, nur für einen Moment nicht wachsam zu sein? Wenn man als Frau alleine unterwegs ist, kann es oft zu Situation wie der Deinen kommen, bei denen ich mir dann plötzlich denke: „Oha, Molly! Was, wenn…?“
      Männer kennen dieses Gefühl nicht, warum sollten sie auch?
      Vor Allem Dein letzter Satz beschreibt die Lage ganz klasse: „Daß es sooo viele Männer gibt, die ich mit dieser Frage nicht mit meine (…) macht für mich (…) keinen Unterschied.“
      GENAU das ist es und das ist es auch, was viele Männer nicht verstehen! Die reagieren dann beleidigt auf solche Schilderungen und fühlen sich persönlich angegriffen, nach dem Motto: „Was soll denn das? Wir sind doch nicht alle so, also was soll dieses Emanzen-Gerede jetzt?“
      Anstatt sich darüber zu empören, sollten die mal viel lieber darüber nachdenken, wie es wäre, selbst als „Freiwild“ betrachtet zu werden und ständig aufpassen zu müssen!
      Das hat nichts mit Männerfeindlichkeit zu tun, sondern schlicht mit Fakten!
      Und da können die Männer schließlich auch etwas tun: Nicht mitlachen, wenn der Kumpel seine sexistisch-fiesen Witze macht, andere Männer stellen, wenn sie eine Frau angegrabscht haben, eben einfach auch nicht wegsehen!

  6. Gah, das regt mich so auf! Wenn ich das schon höre: “Ihr zieht euch doch extra geil an damit wir scharf werden”. Ja, klar, weil sich alles in unserem Leben nur darum dreht, wie es von Männern wahrgenommen wird, wie Männer es beurteilen, was Männer darüber denken. Wie heißt es so schön? Ich kann gar nicht so viel fressen, wie ich kotzen möchte.

    Und genau das ist es, was die „Ist doch nicht so schlimm“-Typen nicht begreifen: Dass sie sich eben nicht dafür rechtfertigen müssen, wie ihr Aussehen auf andere wirkt. Dass sie sich nicht permanent daran messen lassen müssen, wie das andere Geschlecht auf sie reagiert. Dass sie nicht prinzipiell im Verdacht stehen, das andere Geschlecht manipulieren zu wollen. Dass nicht jede Bewegung, jedes Kleidungsstück, jedes Wort von Männern darauf untersucht wird, was es nicht für uns, nicht für die Einzelne, sondern für das andere Geschlecht bedeutet – von Frauen aber schon! Aber nee, klar, is ja nich so schlimm, immerhin gibt’s keine Zwangsheirat mehr, und wählen dürfen wir ja auch, wo ist das Problem? Und die paar Übergriffe, ach, das sind einzelne, und wenn dir einer hinterherpfeift, freu dich doch über das Kompliment, und warum müsst ihr Frauen immer solche Zicken sein?

    Ich verstehe ja, dass es für einen Mann, der das so nie erlebt hat, schwer zu sehen ist. Ich habe auch meine durch Privilegien erzeugten blinden Flecken. Aber ich sehe so oft nicht einmal die Bereitschaft zuzuhören. Von den Arschlöchern, die aktiv übergriffig werden, mal ganz zu schweigen; aber mich machen auch diese vielen „Ich spüre keine Misogynie, also gibt es sie nicht mehr“-Typen fertig.

    • Der gute Florian ist nur ein eher harmloses Beispiel männlicher Arroganz. Aber leider denken viele Männer wie er. Ich hatte lange überlegt welche Beispiele ich bringe. Und den Artikel schon lange halb fertig. So lange, dass mir die Realität dazwischen kam. Als asiatisch aussehende lesbische Deutsche bin ich vielleicht doppelt sensibel beim Thema Sexismus. Aber während ich die „harte“ Form bekämpfen kann, so regt mich die joviale Abwieglung eigentlich mehr auf. Dieses „Ihr Frauen habt doch alle Rechte, schaut nur was ihr erreicht habt blah blah.“ Ja, wir haben einiges erreicht. Weil unsere Ur-Großmütter vielleicht Feministinnen waren. Und weil es diese Feministinnen gab. Und das ist gut so.

      • Ja, Florian selbst mag harmlos sein, aber seine Einstellung ist auch die Grundlage der „Wenn sie es nicht gewollt hätte, hätte sie keinen Minirock anziehen sollen“-Vergewaltigungsverteidigung.

        Es ist gut, dass es diese Feministinnen gab; wir haben ihnen viel zu verdanken. Und es gut, dass es den Feminismus heute noch gibt; wir haben immer noch zu tun.

      • Es ist halt schwierig. Was soll man, was soll ich als Mann dazu sagen. Den Filialleiter hätte ich mir geschnappt …; aber es ist jedenfalls gut, dass du dich entrüstest.

      • Ich bin an Mannes Meinung zu dem Thema interessiert. Bekanntlich schere ich nicht alle über einen Kamm. Was Frau denkt hast du gelesen. Und ich hoffe noch einige Männer mehr. Vielleicht haben sie dann etwas verstanden.

      • Soweit und sofern du an Mannes Meinung interessiert bist, musst du das auch sagen. So kommt das einzig anklagend rüber. Folglich äußern sich jedenfalls nur die dich mit eigenen Geschichten bestätigenden Frauen.

        Wobei ich als dein geneigter Leser schon mitbekommen habe, dass du weist, dass Männer unterschiedlich sind und nicht jeder Mann sprachbehindert ist und auf Autos und/oder Fußball steht.

      • Im ersten Teil des Artikels habe ich klar meine Intention geäußert. Die Anklage gibt es, aber nicht pauschal gegen Mann. Nur gegen jene Typen, die sich wie bessere Tiere benehmen.

    • Das Video ist sooo genial! Und hut ab für den Schauspieler, ganz ganz toll! Vielen lieben Dank für`s verlinken, werd ich erst mal rumschicken! Echt klasse!

      • Du kanntest das echt noch nicht? Ich fürchte nur, dass einige Männer das Video als Argument für weiblichen Sexismus sehen werden. Aber es macht wirklich deutlich, wie Frau sich fühlt.

      • Nee, kannte ich echt noch nicht. Und ich wüsste ehrlich gesagt nicht, wie man das Video falsch verstehen könte. Werde es heute mal Herrn L. zeigen, mal gucken, was der dazu sagt! 😉

  7. Puh, bin ich froh, dass mir noch nie so was passiert ist, wie deinen beiden Freundinnen… Aber die sexistischen Sprüche höre ich auch immer wieder. Wenn man mal widerspricht, hört man schnell mal „Hast gerade deine Tage?“. Einmal habe ich dann gekontert mit „Hat dich deine Frau gestern nicht rangelassen?“. Die Antwort war dann: „Wieso?? Was hat das jetzt damit zu tun? Das geht dich doch gar nichts an!!!“. Worauf ich ruhig erwidert habe „Genauso, wie es dich nichts angeht, ob ich gerade meine Tage habe oder nicht.“ Da waren sie mal ruhig.

    Aber mit dem Ruf, eine Zicke zu sein, muss ich tagtäglich leben. Wenn ich zu irgendwas Nein sage, oder mit einer Person nicht kann, liegt das daran, dass ich eine Zicke bin. Bei einem Mann liegt es dann daran „dass er halt seine Meinung vertritt.“.

    • Eine andere Bloggerin hatte sogenannte Totschlagworte gesucht, mit der Mann Frau gern mundtot macht. Wir haben die gleichen Worte gesammelt, die du nun nanntest.

      Bekanntlich lasse ich mir nichts gefallen und habe in meinen jüngeren Jahren oft krass reagiert und geantwortet. Mann, als das von welchem Gottt eigentlich, eingesetzte Oberhaupt der Welt, darf alles. Frauen sollen brav folgen. Ich bin für die andere Variante. Und dafür kämpfe ich.

      • Da kann ich dir nur zustimmen. Und wer mir mit sexistischen Sprüchen kommt, kriegt solche zurück. Erstaunlich ist ja, dass Mann so was oft nicht einstecken kann. Aber von Frau erwartet Mann es…
        Prinzipiell bin ich aber absolut für Gleichberechtigung. Ein Mann, der mich fair behandelt, wird auch von mir fair behandelt.
        Und bei Grabschen hat Mann jeweils sehr schnell meinen Ellbogen im Bauch. Das wirkt meistens schon. Mit Gegenwehr rechnen sie ja selten.

      • Es gab die oft beschworene und gern propagierte Gleichberechtigung nie. Die Sicht vieler Frauen heute, die Freiheiten die sie (scheinbar) haben, sie sind lediglich das Ergebnis eines langen Kampfes ihrer Ur-Ur-Großmütter. Auch, wenn einzelne das anders erlebt haben, so war die Masse der Frauen immer unterdrückt.

        Die neue „Grabscher-Mentalität“ kommt leider auch durch das Zusammentreffen verschiedener Kulturkreise zustande. Immer wieder werden Südländer auffällig die wenig, oder keinen Respekt vor deutschen Frauen haben. Österreich und die Schweiz beziehe ich mit ein. Das ist kein rassistischer Spruch von meiner Seite, ich selbst bin schließlich in Japan geboren, nur meine Erfahrung. Und als Asiatin bist du gleich doppelt Zielscheibe von Sexismus.

    • An dieser Stelle muss ich jetzt einfach kommentieren: ich hasse solche Anspielungen wie die Pest! Nur scheint man sie im Gegensatz dazu nicht ausrotten zu können. Mann grinst und kommt sich vor wie Einstein „uh, Frau ist schlecht gelaunt, die hat wohl ihre Tage, höhö“. So ein Ekelpaket ist mir während einer Busreise vor ein paar Jahren untergekommen. Ich habe ihn höflich ersucht, in der Nacht (als ich und wahrscheinlich auch andere schlafen wollten), etwas leiser zu sein. Er hatte wohl sein 10. Bier und stellte besagte Arschlochfrage – das Ergebnis war, dass ich ihn vor allen anderen Fahrgästen angebrüllt habe, ob seine Hämorrhoiden bei derartigen Darmgeräuschen wohl sehr wehtun, denn das, was er oberhalb des Halses trägt, kann nur sein Hintern sein.
      Leider hat es nicht funktioniert, seine Begleitgorillas kamen auf die Idee, herumzupöbeln, dass ich wohl einen „echten Mann“ brauchen würde – klar, ein minderjähriges (und definitiv so aussehendes) Mädchen „braucht“ genau das. Ich werde noch nachträglich wütend.

  8. Vielleicht passt es nicht ganz genau unter diesen Artikel, aber es fiel mir bei deinem Kommentar zu Florian ein. Ich selbst finde es immer wieder befremdlich, wie Männer über lesbische Frauen reden. Diese Allmachtsphantasien, die sich darum drehen, die Frau „umdrehen“ zu wollen, kenne ich nur von Männern. Bei Frauen wiederum habe ich es ne erlebt, dass sie Schwule mit ihrer tollen Vagina „bekehren“ wollen. (Oder dass Lesben Heten bekehren wollen.) Ein interessantes Phänomen. Sind Frauen in dieser Hinsicht einfach toleranter und machen Zu- oder Abneigung nicht ausschließlich von sexueller Kompatibilität abhängig? Es kommt mir oft so vor. Schade, denn es gibt so viele zwischenmenschliche Facetten abseits von sexuellem Interesse.

    • Dein letzter Satz bringt es auf den Punkt, liebe Aurelie. Leider ticken viele Männer anders. Aber dass manche Lesben Heten umdrehen wollen ist Fakt. Zumindest für eine Nacht. Kommt zwar nicht so krass und oft vor, gibt es aber. Ich habe bisher mehr Toleranz von Frau, als von Mann erfahren. Da muss also etwas dran sein denke ich.

  9. Puh,
    hart.

    Ich vermute schon, dass Mann und Frau unterschiedlich denken – dass nun schon etwas länger. Und dass gewisse Rollen, in die jeder über Generationen gedrängt wurde, ihr übriges dazu taten.

    Natürlich kann man solche Dinge nicht innerhalb von „wenigen“ Jahren wegwischen und mit der Ratio kommen. Zumal Dinge, die Mann sagt oder macht – ich denke hier an ein Kompliment oder ein Pfeifen (obwohl ich selbiges nicht mache) – manchmal anders gemeint sind, als sie bei Frau ankommt. Und klar, ich kann es als Mann nicht nachempfinden, tagtäglich mit Komplimenten überhäuft zu werden und das als lästig zu empfinden.

    Jetzt mal auf das Video bezogen.

    Zu der Freundin: da hätte ich nicht nur den Anruf bei der Polizei angedroht. Den Job hätte sie wahrscheinlich so oder so nicht bekommen, so wie das klang. Also hätte ich diesen Anruf gemacht, den Typen angezeigt und zusätzlich noch an das Unternehmen geschrieben. Und andere Kanäle gesucht, um so etwas etwas öffentlicher zu machen.

    Ja, ich weiß, man bewegt sich da auf dünnem Eis und die Anzeige hätte wahrscheinlich nach 3 Monaten zur Einstellung des Verfahrens geführt. Und er wäre so bei raus gekommen. Mehr kann man in so einer Situation ohne Zeugen leider nicht machen. Wobei solch eine Situation nicht nur Frau betrifft – auch umgekehrt ist das genauso ergebnislos. Wenn nicht sogar schlimmer für den Anzeigenden.

    • Hart, aber wahr. Ich kann dir gern noch andere Beispiele liefern. Und wenn du die Kommentare der anderen Frauen liest, dann siehst du was oft Realität in Deutschland ist. Ja, Männer und Frauen denken völlig anders. Wobei ich Mann zumindest bei der Logik folgen kann.

      Komplimente für Frau können durchaus lästig sein und werden. Als Deutsche mit asiatischem Aussehen bin / war ich oft Ziel solcher Worte. Wobei ich da mittlerweile unterscheide zwischen Jägern und Normalos, die es ehrlich meinen. Früher gab es dafür den Mittelfinger.

      Katja ist nicht der Typ, der zur Polizei geht. Sie hat da durchaus Nehmer Qualitäten. Irina war dort. Der Typ wird nie gefunden. Vielleicht auch nie gesucht.

  10. Meine subjektive Sicht auf die geschilderten Beispiele:

    Fall 1 ist ganz klar ein Fall für eine Anzeige
    Fall 2 ist ganz klar ein Fall für eine Einweisung. Der Typ ist krank. Ich sehe allerdings auch keine Gefahr für Deine Bekannte. Einfach weiter gehen. In Frankfurt gibt es den nackten Jörg. Wie der Name schon sagt läuft er nackt durch die Gegend. Ist nicht schön anzusehen, aber die Leute sich nicht daran, da er niemanden etwas tut.
    Fall 3 ist ganz klar ein Fall für eine Diskussion wie ihr sie geführt habt.

    Ein anderer Fall: Mann im Großraumbüro ruft zu Frau: „Oh, ich habe Dollars gefunden, kannst Du tanzen?“ Reaktion der Frau: sie lacht sich kaputt, so wie alle anderen. Einige Tage frage ich Frau, ob sie sich da belästigt fühlte. Sie lachte wieder und meinte, dass sie das lustig fand und von ihren Brüdern schlimmeres gewohnt ist.

    Ein anderer Fall. Mann, in dem Fall Chef, sinniert laut vor sich hin, dass Ballerinas bei Frauen gar nicht gehen und sie doch gefälligst hohe Schuhe anziehen sollen. Kommentar der anwesenden Frauen, dass er mal einen Tag in hohen Schuhen laufen soll und dann kann man über das Thema noch mal sprechen. Chef war danach ruhig.

    Weiterer Fall: ein ehemaliger Kollege sah wirklich gut aus. Wenn man mit ihm unterwegs war hat man als Mann einen Eindruck bekommen wie es ist, wenn Frauen einen (also ihn) mit Blicken ausziehen und die Kommentare, die da kamen waren auch nicht besser als was Männer sagen. Und den Satz „which part of ’no‘, didn’t you understand“ kann er auch sehr häufig benutzen. Er muss keine Angst vor Übergriffen haben, da er sehr groß ist, aber alles davor erlebt er auch.

    Das eine soll das andere nicht entschuldigen oder verharmlosen. Kann es gar nicht. Jeder muss sich wohl fühlen. Es gibt ganz klare Grenzen, über die es keine zwei Meinungen gibt. Es gibt aber auch eine große Grauzone, bei der ein dummer Spruch als Antwort besser ist und das Thema ist erledigt.

    • Danke für den ausführlichen Kommentar.

      Irina hat den Fall angezeigt. Das Interesse der Polizei war eher mäßig. Der Mann wurde nie gefunden. In Katjas Fall gab es keine Zeugen.

      Deine Sicht der Dinge kann ich regional bestätigen. Frauen in der Großstadt reagieren zum Teil anders, als der Rest der weiblichen Bevölkerung, die aber die Mehrheit sind. Und nicht jeder Pfiff ist gleich sexistisch. Auch gewisse Mädels machen das bei ihresgleichen. Aber eher eine Minderheit. Viele lesbische Frauen sind eher zurückhaltend und unterscheiden sich damit kaum von Heten.

      Aber versuch bitte dich in eine Frau zu versetzen. Wir sind diejenigen, die Kinder bekommen, sich Mann „öffnen“ müssen. Nicht nur im sexuellen Sinn, auch emotional. Aber dieses „öffnen“ bedeutet einen großen Einschnitt im Leben von Frau. Sie macht sich damit verletzlich, sie ist ungeschützt. Und das macht ihr Angst. Auch, wenn ich nie etwas mit Mann hatte und haben werde, so kann ich das zu 100 % nachempfinden.

      Männer kennen dieses Gefühl nicht. Für gewisse Typem sind Frauen nur ein Objekt aus Busen, Beine, Po. Das Gesamtpaket, der Mensch, interessiert sie nicht.

  11. Ich bin vermutlich das, was du als sexistischen Menschen bezeichnen würdest. Ich entscheide binnen Sekunden , ob eine Frau für mich sexuell attraktiv ist oder nicht. Und ja, sehe ich eine Frau im Minirock, dann bewerte ich das auch im Bezug auf die Attraktivität auf mich.
    Die gesellschaftlichen Normen halten mich davon ab, zu starren. Wenn du sehen willst, wie Männer ohne diese Normen Sex anbahnen, wirst du in der Schwulenszene fündig. Das ist, was auch wir Heteromänner gerne täten.
    Das bedeutet nun aber nicht, dass ich Frauen auf ihr Äusseres reduziere. Es bedeutet schlicht, dass das Äussere einer Frau im Kontext Paarungspartnersuche für mich eine dominante Rolle spielt. In anderen Bereichen ist mir das Aussehen eines Menschen, sein Geschlecht oder seine sexuelle Orientierung komplett schnuppe.

    Das Schwierige bei Belästigungen ist, dass die Grenzen sehr individuell sind. Deine Beispiele oben, geschenkt, das war nicht nur übergriffig sondern imho strafwürdig. Was ist mit dem „wow“? Der Blick auf den Ausschnitt? Die Hand auf der Schulter bei einer Bekannten? Manche empfinden das als angenehm, andere bereits als übergriffig. Der Flirt.. typischerweise tastet man sich da vor. Aber bei nicht beidseitiger Attraktivität wird man Grenzen überschreiten.

    „Aber versuch bitte dich in eine Frau zu versetzen. Wir sind diejenigen, die Kinder bekommen, sich Mann “öffnen” müssen. Nicht nur im sexuellen Sinn, auch emotional. Aber dieses “öffnen” bedeutet einen großen Einschnitt im Leben von Frau. Sie macht sich damit verletzlich, sie ist ungeschützt. Und das macht ihr Angst. Auch, wenn ich nie etwas mit Mann hatte und haben werde, so kann ich das zu 100 % nachempfinden. “
    Ich weiss nicht, wie deine Beziehungen mit deinen Partnerinnen bislang so liefen. Ich bin nun seit 20 Jahren mit meiner Frau zusammen, wir haben 2 Kinder. Und, auch ich musste mich meiner Frau öffnen. Wenn sich nicht beide Partner öffnen wird das eine ziemlich seltsame Geschichte. Ich glaube, da unterscheiden sich Beziehungen zwischen MM/FF/FM nur sehr wenig. Je mehr Gefühle man investiert, desto verletzlicher wird man. Die Kinder haben mein Leben genauso umgekrempelt wie ihres. Dass das Kind im Bauch der Frau wächst.. ich war da gehörig neidisch drauf. So viele Eindrücke, die ich nie erleben werde.

    • Danke für deinen Kommentar. Schade dass er erst Wochen nach Veröffentlichung des Artikels kommt.

      Sexistisch wärst du nur, wenn du Frau gezielt abwertest. Du scheinst ein normaler Mann zu sein. Dazu weiter unten noch ein Satz.

      „Öffnen“ meinte ich auch wörtlich: Frau muss sich Mann doppelt öffnen, mit Vagina und Herz. Das macht sie doppelt verletzlich. Dieses „öffnen“ kennen Männer nicht.

      Schau dir das Video von waldstern an. Stell dir eine Welt vor in der aggressive Amazonen Männer brüskieren, anmachen und auch Gewalt gegen sie ausüben, selbst durch Sex. Fändest du das gut? Das erduldet Frau seit Ewigkeiten. Die von dir so geschmähten Feministinnen haben für ein wenig Umdenken gesorgt. Frau wäre sonst heute noch ein Wesen Zweiter Klasse und kein Mensch.

      Neid auf den Babybauch von Frau? Spätestens nach der ersten Regelblutung, nach Bauchkrämpfen und / oder Kopfschmerzen, willst du keine Frau mehr sein. Aber ich auch kein Mann 😉

      • Hab deinen Blog erst heute gefunden 😉
        Das Oppressed Majority Video zeigt recht gut auf, wo die Unterschiede liegen. Als Mann fällt es einem unglaublich schwer, eine Sexofferte (ist schon ne Weile her, dass ich den Film sah. Er sitzt auf dem Rad und von der Seite wird ein Blowjob angeboten) als etwas Schlimmes zu sehen. Genausowenig wie eine barbusige Joggerin; die meisten von uns würden sich darüber freuen. Als Mann lebt man in einer Welt, in der die Nachfrage nach Sex das Angebot bei weitem übersteigt. Wenn man wirklich hungrig ist, freut man sich über ein hartes, trockenes Stück Brot, wenn man gewohnt ist, Sterne Küche zu essen, ist das gleiche angebotene Brot eine Beleidigung.

        Die Vergewaltigung zum Schluss, ganz klar, da brauchen wir nicht drüber reden. Sich wirklich in den anderen hineinzuversetzen ist schwierig bis unmöglich.
        Frauen abwerten ist so etwas, dass ebenfalls die wenigsten Männer tun, auch wenn ich verstehen kann, das manches so ankommt. Wir machen den größten Blödsinn, nur um euch irgendwie zu gefallen. Frauen haben, für die meisten Männer, einen deutlich höheren Wert als Männer.

        Unsere beiden Kinder sind Wunschkinder. Zu erleben, wie da im Bauch meiner Frau ein Leben entsteht, das war von aussen schon unfassbar. Ja, da war ich echt neidisch. Ich gestehe gar, dass ich es gar nicht schlimm fand, dass meine Frau nicht stillen konnte und ich auch füttern konnte.
        Die Regelblutungen.. ok, die muss man nicht haben. Frau hat nun aber die Hormonspirale, damit sind die vorbei 😉

      • Ich finde die Sicht von Mann zu diesen Themen interessant. Vielleicht kann ich auch Mann dabei helfen, Frau besser zu verstehen. Auch, wenn ich kein Männerexperte bin. Dafür kenne ich Frau(en) umso besser und weiß, wie sie ticken. Verständnis und Respekt füreinander sollten die Regel sein.

        Bisher kennst du vermutlich nur diesen, oder wenige Artikel. Ich kann dir versichern, dass ich Mann Frauen gegenüber schon hochaggressiv erlebte. Und das nicht nur gegenüber lesbischen Frauen. Mich hat das geprägt und sehr misstrauisch gemacht.

        Eine Radikalfeministin würde dir in Bezug auf die Hormonspirale nun die Augen auskratzen. Ich nicht, ich weiß um die Vorteile. Als Teenager hatte ich fürchterliche Regelschmerzen, die mit Hormonen behandelt werden mussten.

      • „Verständnis und Respekt füreinander sollten die Regel sein. “

        Ich mag dich jetzt schon 😉
        „Bisher kennst du vermutlich nur diesen, oder wenige Artikel“
        Das wird sich ändern 😀

        Das mit der Hormonspirale, ja klar. Nach dem zweiten Kind ist für uns eigentlich klar, dass wir keine weiteren Kinder wollen. Hätte meine Frau keine heftigen Regelbeschwerden, wäre ganz klar ich nun an der Reihe (ich würde das natürlich machen, auch wenn ich den Gedanken an das Rumschnippseln da alles andere als angenehm empfinde)

      • Das Thema Kind(er) steht bei uns noch im Raum. Wenn, wird meine Frau sie bekommen. Selbst wenn ich wollte, durch die Gefahr der Endometriose funktioniert das bei mir nur mit hohem Risiko. Ist aber okay, sie sieht das ganz entspannt 🙂

      • kann ich euch nur empfehlen. Elternliebe von Kindern ist echt was einzigartiges!
        Bin echt gespannt, ob du meinen Neid dann nachvollziehen kannst.

  12. Hallo nandalya,

    dem Hauptaspekt des Artikels, der aggressiven Übergriffigkeit gegenüber Frauen, kann ich kaum etwas sinnvolles hinzufügen. Aber ich möchte gerne etwas zu dem „Sich öffnen“ von Frauen beim Sex sagen:

    “Öffnen” meinte ich auch wörtlich: Frau muss sich Mann doppelt öffnen, mit Vagina und Herz. Das macht sie doppelt verletzlich. Dieses “öffnen” kennen Männer nicht.

    Ich finde, du zeigst dich unfassbar arrogant und engstirnig, wenn du als homosexuelle Frau unumstößliche Wahrheiten über das Gefühlsleben heterosexueller Menschen äußerst.

    Mag sein, auch wenn ich das anders sehe, dass du eher nachvollziehen kannst, was Frauen beim Sex empfinden, als ich. Ich persönlich denke, dass Menschen mehr Individuen als Geschlecht sind und ich die Frauen die mir nahe stehen, besser verstehe als du.

    Vor allem aber, weiß ich, was Männer beim Sex empfinden können. Und deine Aussage, dass Sex für Männer keine Hürde, kein Risiko und kein „Sich öffnen“ ist, ist falsch und auch dumm. Auch Männer kennen sexuelle Gewalt, auch für Männer kann es ein unglaublich harter Schritt sein, sich Nackt vor einer Frau zu präsentieren, auch Männer haben Angst, vor Ablehnung, vor Gewalt, vom ausgenutzt werden, auch für Männer ist es schwer die Intimität aufzubauen, die für Sex nötig ist. Wir sind tatsäclich vollständige und vollwertige menschliche Wesen.

    Nicht für alle Männer ist Sex auch ein schwerer Schritt, aber das gilt ebenso auch für Frauen, für deren Gesamtheit du sprechen willst. Es gibt tatsächlich nicht wenige Frauen, die Sex gerne haben, aktiv suchen und für die es keine Hürde ist, mit neuen Bekanntschaften zu schlafen.

    Ja, das wachs auch schon.

    Viele Grüße
    Kinch

    • Ich bedanke mich für deinen Kommentar. Schade, dass auch der erst viele Wochen nach der Veröffentlichung des Artikels kommt. Aber das Thema hat nichts von seiner Brisanz verloren.

      Wie wir alle wissen sind Worte nicht einfach zu verstehen für manche Menschen. Witzig, dass vor allem Mann dieses Problemchen hat. Auf die Machos und Chauvinisten warte ich schoh lange. Auf Menschen, die ihr von (keinem!) Gott gegebenes Recht auf Unterdrückung von Frau verteidigen, wenn ich über Sexismus schreibe. Und zu leugnen ist der nun mal nicht, auch wenn Mann von geschönten BKA-Statistiken schreibt.

      Vielleicht im Klartext, auch für dich, zun Thema „öffnen“: Mann hat einen Penis. Mann dringt damit in Frau(en) ein. Sie muss ihren Körper und ihr Herz (Gefühle, Emotionen!) öffnen. War das nun so schwer?

      Männer kennen diese Form des körperlichen „öffnens nicht, es sei denn sie sind schwul. Aber vor denen haben Hetero-Männer eine höllische Angst, nicht wahr? Und ja, ich erlaube mir auch für Heten zu schreiben. Auch, wenn ich keinen Mann als Partner brauche, so kann ich Gefühle von Frauen 1:1 nachvollziehen. Und das kann kein Mann dieser Welt.

      Und ich habe eine Überraschung für dich: Auch ich habe einen Vater und kenne Männer. Ja, das sind Menschen, die ich sehr mag. Und die haben Gefühle. Im Endeffekt lenkst auch du nur vom eigentlichen Thema ab, den sexistischen Übergriffen von Mann gegen Frau. Die gibt es nun mal, das klage ich an.

  13. Abgesehen davon, dass ich was das Prinzip betrifft natürlich ganz deiner Meinung bin, stört mich an den Debatten zum Thema doch immer , dass von „den Frauen“ und „den Männern“ geredet wird und obendrein sehen sich Einzelpersonen immer als Vertreter und Vertreterinnen ihres Geschlechts, die bis ins letzte Detail wissen, was alle anderen meinen und empfinden. Menschen sind vielfältig und nicht alle genau nach dem gleichen Modell geschnitzt !!!

    Ebenso wie ich die Aussagen in der Art von „wenn eine Frau nein sagt, meint sie ja “ hasse, finde ich mich auch vereinnamt, wenn eine andere Frau sagt „ich weiß genau, wie alle Frauen denken und empfinden“ ! Es muss doch wohl jedem / jeder einzelnen die eigene Art zu denken und zu empfinden zustehen !

    • Wenn es um Frauen und Männer geht fällt es Debattierenden sehr schwer andere Begriffe zu finden. Aber ich habe schon oft die Worte „Zicke“ und „Chauvi­nist“ gehört. Und dann ging es richtig rund.

      Ich glaube es war die gute Alice Schwarzer, die gern für alle Frauen spricht. Aber Alice ist cool, die darf sich das erlauben.

      • Cool hin oder her, besser wäre es aber doch, wenn weder Alice Schwarzer noch sonst jemand mit Verallgemeinerungen um sich werfen würde. Findest du nicht auch ?

      • Die Übertriebene Verallgemeinerung ist ein pychologisches Problem vieler Menschen. Sie können nicht damit. Aber Alice darf das. Bei aller Kritik ihr gegenüber ist sie in der Summe positiv.

  14. Ich habe ja jetzt auch schon einige Jahre auf dem Buckel und ich bin ein Mann. Lange Jahre habe ich die Frau/Mann-Diskussion verfolgt und mit diskutiert. In den letzten Monaten ist mir jedoch zuerst die Lust vergangen und mittlerweile geht mir regelmäßig die Hutschnur hoch.

    Zum Verständnis vielleicht einige Erlebnisse aus meinem Leben: Ich habe diverse sexistische Übergriffe erlebt. Ich bin von schwulen Männern grob angemacht worden. Das ging von mit dem Motorrad verfolgen und seinen Hintern zeigen bis zu anzüglichen Sprüchen aus Autos oder vom Gehsteig.
    Frauen haben mich ebenfalls mit Sprüchen angemacht, ungefragt und ungewollt angefasst. Das ging vom Rückenreiben auf Festbänken, über meine Hand in deren Scham ziehen, bis hin zum Schniedel anfassen durch die Hose in der Öffentlichkeit.

    Und? Es ist nervig, hat mir aber nicht geschadet oder vom Leben abgehalten. Ich habe auch heute nichts gegen Schwule und Frauen. Denn solche Anmache hat nichts mit dem Geschlecht oder der sexuellen Ausrichtung zu tun, sondern mit persönlichem Stil. Zudem ist Risiko respektive Sexismus ein Konstrukt, das jeder für sich aufbaut. Sprich, die ganze Diskussion gleitet von echtem Sexismus ab und endet beim beliebigen Empfinden Einzelner. Sollte man/frau daher nicht eher an sich selbst arbeiten?! Denn mit mehr Selbstbewusstsein ist das nur noch nervig und somit doch unbedeutend.
    So und jetzt kannst du zu mir „Vatertyp“ sagen, den du eingangs so negativ erwähnt hast. Aber dieser Vatertyp hat nicht nur oben Erzähltes erlebt, sondern noch ganz andere Dinge im Zusammenleben von Mann und Frau, die mein Leben und das meiner zwei Söhne viel stärker beeinflusst haben.

    • Vielen Dank für diesen ausführlichen Kommentar, den ich gern beantworte. Leider wertest du ihn mit der Bemerkung ab, dass du eigentlich nicht diskutieren möchtest. Zitat: „…zuerst die Lust vergangen und mittlerweile geht mir regelmäßig die Hutschnur hoch.“ Zitat Ende. Das ist schade. Selbst ich, mit nun wirklich sehr negativen Erlebnissen, suche die Diskussion noch immer. Zumindest mit Menschen, die Niveau zeigen. Der Rest fällt in die Kategorie Trash(Can).

      Die Gesellschaft ist im Wandel, das ist unbestritten. Schwule und Frauen haben sich etwas mehr emanzipiert und treten (oft in der Gruppe) forscher auf. Deine Erlebnisse, so sehr ich sie bedauere, sind lediglich ein kleines Zeichen davon. Wobei sie in der Summe die absolute Ausnahme darstellen.

      Was du in deinem Kommentar zeigst, ist der Versuch der Schuldumkehr. Und das ist ein weit verbreitetes Verhalten, das den ungleichen Status Quo in den Beziehungen zwischen den Geschlechtern aufrecht erhalten soll. Dein „Und“ zeigt genau das. Von anderen Männern kommt meist noch ein „Männer sind halt so“ hinzu, oder „Wenn Frauen sich so aufreizend kleiden.“

      Sehr gern wird dann noch den Feministinnen vorgeworfen, sie würden die Deutungshoheit über die Frage beanspruchen, was unangemessenes Verhalten sei. Angeblich bewerteten sie auch völlig harmlose Dinge völlig anders als Männer, ohne dass es diesen möglich sei, dies nachzuvollziehen. Auch das ist der Versuch der Schuldumkehr und bedeutet im Klartext: Männer müssen angeblich in ständiger Angst leben, dass ihnen normales, „gut gemeintes“ Verhalten als Sexismus ausgelegt wird. Und das ist Quatsch.

      Es geht um die (Un)Angemessenheit eines bestimmten Verhaltens. Hierzu zählen Feindseligkeit und Rücksichtslosigkeit. Zum Teil spielen dabei sexuelle Motive eine Rolle. In hierarchischen Kontexten und meist immer noch männerdominierten Arbeitsfeldern schwingt in der Regel auch die Botschaft mit: „Ich kann es mir erlauben, dich so zu behandeln, und du kannst nichts dagegen tun.“ Das ist gelebter Sexismus, den ich beschrieben habe.

      Ich für mein Teil verfüge über genug Selbstbewusstsein, um Anfeindungen zu begegnen. Aber Männer, die ihre Felle davonschimmen sehen, versuchen Frauen klein zu halten und ihnen dieses Selbstbewusstsein abzusprechen. Leider gelingt ihnen das noch immer viel zu oft. Und diese Spezies stelle ich an den Pranger und wehre mich gegen sie. Auch mit Artikeln in meinem Blog.

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