Von Liebe reden wir später

Die Titel meiner Texte begegnen mir an den unterschiedlichsten Stellen. So auch mit dieser Überschrift geschehen. Entdeckt habe ich sie auf einem Blog für Kino-Klassiker und mir haben die Titel durchaus gefallen. Die Filme selbst werde ich nicht anschauen, die gehören in eine andere Welt. Vom Titel eine Assoziation zu realen Personen zu schaffen, hat dann eine andere Qualität. Oft ist es der Zufall, der die entscheidende Rolle spielt. Daher schreibe ich heute über Liebe und wie asiatische Frauen diese sehen.

Wenn man (Mann) zu asiatischen Frauen von Liebe spricht, wird ein Lächeln die Antwort sein. Die Rede ist nicht vom Sextourismus, aber Ehen in Asien sind auch heute oft noch arrangiert. Natürlich träumen auch asiatische Mädchen gern vom Märchenprinz. Aber wenn er nur Hotelbesitzer ist, so nehmen sie ihn auch gern mit. Liebe in Asien ist anders.

Bewusst nenne ich kein Land, bewusst verzichte ich auf Namen. Diese andere Form der „Liebe“, zieht sich durch fast alle Kulturen. Nun könnten Europäer glauben, dass Frau in Asien sich verkauft. Das mag aus der Not geboren auch so sein, ist aber nicht die Norm. Leider verkaufen in gewissen Ländern Eltern ihre Kinder und die gehen dann zwangsweise auf den Strich.

Die Rede ist hier aber von der normalen Frau, die Schulbildung und Beruf ihr eigen nennt. Auch die sieht die Liebe oft pragmatisch. Mann hat Geld, stammt aus guter Familie und sieht vielleicht auch noch gut aus. Dann fällt Frau die Wahl sehr leicht und das Höschen gleich mit. Klingt böse? Nein, das ist Realität. Machen es deutsche Frauen so viel anders?

Dies ist die halb fiktive Geschichte einer Thailänderin, die ich Sanny (von Wasana – Glück und Geborgenheit) nennen möchte. Sie lebt seit zwanzig Jahren in Deutschland und das noch immer mit dem gleichen Mann. Auch mit fast Fünfzig ist sie keine alte Frau und könnte doch fast meine Mutter sein. Sanny hat bereits zwei Kinder, als sie damals auf Alwin trifft.

Die Kinder stammen aus der ersten Ehe, mit ihrem viel zu früh verstorbenen thailändischen Ehemann. Der war Polizist und ein Verbrecher hat ihn erschossen. Alltag in Thailand. Sanny hat ihn geliebt. Das hat sie mehrfach erzählt und mir Bilder gezeigt. Ein junger, sympathischer Mann und viel zu ehrlich für den Beruf.

Alwin war kein Sextourist. Er war auf Asienreise und hat Sanny im Hotel kennengelernt. Sie war an der Rezeption und ihr Englisch besser als Alwins mühsame Brocken. Dann hat sie ihn mit gebrochenem Deutsch überrascht. Und schon war die Basis geschaffen.

„Du hast ihn dir also eingefangen“, sage ich und zwinkere Sanny zu.
Aber sie lächelt, wie die Sphinx es kaum besser kann.
„Er war ein Gast“, erwidert sie. „Und ich wollte freundlich sein. Aber er sah auch sehr gut aus!“
Das Glück entsteht im Augenblick.

Alwin hat sich in Sanny verliebt und ist er ist immer wieder gekommen.
„Sex? Nein, den hatten wir erst zwei Jahre später“, hat sie auf meine Frage erwidert. „Ich musste doch wissen, ob er es ehrlich meint.“
Alwin ist über 70 und 25 Jahre älter als Sanny. Ein freundlicher, älterer Herr, der früher Buchhalter gewesen ist. Und nach der Scheidung von seiner ersten Frau, ist er auf Weltreise gegangen. Jedes Jahr, immer in ein anderes Land. Bis er Sanny getroffen hat.

„Liebe“, hat er mir erzählt“, ist eine komplizierte Sache. „Als junger Mensch bist du Feuer und Flamme für einen Partner, die Realität lässt die Glut aber schnell erlöschen. Was dann vielleicht bleibt, ist der Respekt. Ist auch der weg, so geht man besser eigene Wege.“
„Aber du liebst doch deine Frau?“, will ich wissen. „Oder ist diese Ehe nur arrangiert?“
Alwin lacht.
„Natürlich liebe ich Sanny“, sagt er. „Die Frage ist nur, ob sie mich ebenso liebt.“
Männer haben einen komischen Humor.

Bei Sanny nachgefragt ernte ich ein weiteres Lächeln.
„Alwin ist ein guter Mann“, erklärt sie mir. „Er hat sich um mich und meine Kinder gesorgt. Das macht nicht jeder Mann so selbstverständlich.“
„Aber du liebst ihn nicht wirklich?“, will ich wissen und ahne fast was kommt.“
„Ich respektiere ihn sehr“, erwidert Sanny. „Und so lange er gut zu mir ist, werde ich bei ihm bleiben.“
Sie zögert einen Moment bevor sie mit leiser Stimme sagt: „Von Liebe reden wir später.“

Diese Geschichte ist nicht völlig erfunden. Nur den letzten Satz hat Sanny so nicht gesagt. Aber sie hat ihn angedeutet und wie sie die Liebe sieht. Und das ist sehr pragmatisch und für mich sehr interessant. Liebe, als Kalkül? Liebe, als Geschäft?

Nun bin auch ich mit einer asiatischen Frau liiert und muss natürlich wissen, wie sie zur Liebe steht. Spontan lasse ich Yuki die Geschichte lesen.
„Könntest du dir vorstellen, wie Sanny zu handeln?“, will ich wissen. „Dich einfach so zu arrangieren?“
„Aber das habe ich doch bereits“, bekomme ich zu hören. „Oder glaubst du wirklich, dass ich dich einfach so genommen hätte?“
Yuki pur, das Zimmer ist erfüllt von Elfenlachen.
Ich spiele beleidigt und sofort fliegt Yuki in meinen Arm.
„Ich mag dich jetzt küssen“, flüstert sie. „Von Liebe reden wir dann später.“
Und das hat sie wirklich getan.

39 Kommentare zu “Von Liebe reden wir später

  1. Es gibt ja diesen (blöden) Spruch: „Irgendwann ist die Liebe vorbei, aber Hektar bleibt Hektar“. Es gibt Menschen, die ernsthaft behaupten, dass die Liebesheirat ein wesentlicher Grund für die hohe Zahl von Scheidungen ist. Waren es hauptsächlich wirtschaftliche Gründe, dann würde die Ehe länger halten. Ich kann mir vorstellen, dass da durchaus ein wahrer Kern enthalten ist. Aber was ist der Preis? Ich möchte mir nicht vorstellen wie die Frau gewesen wäre, die meine Mutter für mich ausgesucht hätte. 🙂

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    • Ja, auch ich kenne diesen Spruch. Daher sprechen viele Menschen heute auch von Liebe auf Zeit und Lebensabschnittsgefährten (LAG).

      Soweit ich weiß waren Heiraten früher überwiegend arrangiert und von wirtschaftlichen Interessen geprägt. Gut, auch daraus konnte Liebe werden. Aber es heißt auch, dass die Ehe der Tod der Liebe ist.

      Ich glaube Sanny liebt Alwin durchaus. Auf ihre Weise. Yuki und ich könnten uns aber eine Ehe auf wirtschaftlicher Basis nicht vorstellen. Da fehlte dann das Herz, das innige Vertrauen.

      Und auch ich kenne natürlich die so nebenbei gesagten Sätze meiner Eltern, wie erfolgreich dieser oder jener Nachbarssohn mittlerweile sind. Da ich aber nicht auf Männer stehe, ernten sie dafür nur ein Nicken.

      Aber stell dir nur vor, Sir Alec, wenn du eine Sybille Baronin von Heinecken geheiratet hättest. 😀

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    • Ich halte die Theorie, dass Liebesheirat der Grund für die hohen Scheidungsraten ist, für Humbug. Das hängt eher damit zusammen, dass man heute eher bereit ist getrennte Wege zu gehen, während man sich früher dem Schicksal ergeben hat. Wie viele Frauen sind früher bei ihren Männern geblieben, auch, wenn sie geschlagen wurden. Nur so als Beispiel. Es gibt heute noch Völker, bei denen eine Scheidung eine Schande für die Familie ist. Und deshalb besteht die Ehe im besten Fall nur offiziell weiter und die Partner gehen getrennte Wege. Ich glaube eher dass die Regeln und Normen und Werte der jeweiligen Zeit eine Rolle spielen. ebenso die Unabhängigkeit der Frau von heute.

      Total abgedreht finde ich auch die Theorie bei Wikipedia zum Thema Liebesheirat

      „In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit und sozialer Umbrüche gewinnen traditionelle Lebensmodelle ihren Reiz oft wieder, so auch in der Bundesrepublik der 1950er Jahre. Nach zwei Weltkriegen und den Schrecken des Nationalsozialismus sehnten sich die Menschen nach Ruhe, Ordnung und Beschaulichkeit, sie erfüllten gerne die Rollen, welche die traditionelle christliche Vorstellung von Ehe und Familie für Männer und Frauen vorsah: er als Versorger, sie als Hausfrau und Mutter (siehe auch Golden Age of Marriage, Gehorsamsparagraph).“

      Also ich komme aus dem Osten Deutschlands. Und ich bin mal so dreist zu behaupten, dass der Schrecken der beiden Weltkriege im Osten wie im Westen mind. identisch war. Aber im Osten passierte genau das Gegenteil. Weil da keine Religion die Vorstellungen von Ehe und Familie prägte. Interessant ist der Satz (auch von Wikipedia, DDR-Justiz)

      „Ehescheidungen waren einfach (ohne lange Unterhaltsverpflichtungen gegenüber dem Ex-Ehepartner) und billig möglich, daher hatte die DDR auch eine der höchsten Scheidungsraten weltweit, aber auch eine der höchsten Heirats- und Wiederheiratsraten.“

      In dem Sinne: Ist der Mensch überhaupt geschaffen für eine lebenslange Beziehung? Ich weiß, diese Frage hat sich wohl schon jeder einmal gestellt 😉

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      • Nüchtern betrachtet sind Menschen dazu geschaffen, um sich fortzupflanzen. So, wie Tiere auch. Nun gibt es aber auch im Tierreich Arten, die ihr Leben lang ein Paar bleiben. Ist das Liebe? Instinkt? Von einem Gott gewollt?

        Ich glaube als junger Mensch romantisiert man entweder viel, oder kann sich eine lebeslange Partnerschaft nicht vorstellen. So ging es mir bevor ich Yuki traf. Aber das nur nebenbei 🙂

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      • Man kann sich die Frage, ob man selbst für eine lebenslange Beziehung „geschaffen“ ist nur selbst beantworten. Das stimmt. Ob der Mensch an sich unter Berücksichtigung seiner ca.200.000 jährigen Entwicklungsgeschichte und damit verbunden Prägung gewisser Verhaltensmuster etc. für eine lebenslange Beziehung geschaffen ist, steht auf einem anderen Blatt. Würde vielleicht dem ein oder anderen helfen sich selbst zu verstehen 😉

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      • Genau, die Antwort muss sich jeder selbst geben. Letztlich stellt sich wahrscheinlich jeder etwas anderes darunter vor und je nachdem wie man es definiert hat man eine lebenslange Beziehung oder nicht.

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    • Nachtrag: Wobei wir vielleicht doch wieder bei wirtschaftlichen Gründen sind. Weil wenn Mann bei einer Heirat sein Leben lang zu Unterhaltszahlungen verpflichtet ist und Frau auch nur überleben kann, wenn ihr (Ex)Mann sie ernährt, dann sind das natürlich Gründe, die gegen eine Scheidung sprechen.

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  2. Das Thema hatte ich erst kürzlich mit einer Kollegin, die krampfhaft engagiert auf den üblichen Portalen auf Mannsuche ist, erörtert. Die funktionierenden Beziehungen sind letztendlich die, wo es in Ansehung von Respekt und gemeinsamen Zielen, gemeinsamen Werten und Haltungen stimmt.

    Die Liebesehe war eine Beschäftigung des funktionslos gewordenen Adels, die dies aber alsbald wieder aufgaben, als sie erkannten, dass dadurch Dynastien in Frage gestellt wurden. Die Liebesehe wanderte dann zu Ende des vorvorletzten Jahrhunderts in das Bürgertum und später dann in die Arbeiterschaft. Sie soll nicht nur die Ursache der hohen Scheidungsrate sein. Es gibt sogar die soziologische Theorie, dass die praktizierte Pflege der Liebesheirat der Auslöser der beiden Weltkriege in Europa war. Durch die Liebesehe ging den Männern die Frauen aus und das überschüssige Testosteron suchte sich seinen Weg.

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    • Zum Thema Testosteron und Krieg habe ich bereits vor einer Weile einen Blog verfasst. Angeblich ist der „Arabische Frühling“ auf diese Weise entstanden. Dumm nur, dass Frauen wenig Testosteron haben und z. B. keltische Stammesfürstinnen nicht minder kriegerisch waren, als ihre Männer 😉

      Nüchtern betrachtet macht eine Liebesheirat auch keinerlei Sinn. Da gibt es einen kurzfristigen Hormonschub, der sein Ventil sucht und findet. Danach kehrt der Alltag wieder ein und Langeweile. Wenn beide Partner nun keine gemeinsamen Interessen haben, so endet das im Chaos und / oder Trennung.

      Es gibt so viele Studien und Theorien über Sex und Liebe, Hormone und Pheromone, dass dem Mensch ganz schwindelig weden kann. Und dann triffst du doch genau DEIN Gegenstück, DEINEN Menschen. Und alle Theorien bleiben grau. Liebe ist dann mehr, als nur ein Wort.

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      • Schön, dass Du das sagst. Denn diese Theorien über Liebe, Statistiken, Wahrscheinlichkeiten usw., vermiesen einen doch die eigentlichen Gefühle der Liebe. Meines nennt sich „David“ und lässt jegliche Theorie alt aussehen. (:

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      • Ich habe die Gabe alle Dinge sehr (selbst)kritisch zu sehen. Auch die Liebe. Aber deren Mandelaugen überzeugen mich täglich davon, dass Wissenschaftler keine Ahnung haben 😉

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    • Also ich frag nicht nur nach der Quelle, ich behaupte, die Weltkriegtheorie wurde von einsamen unzufriedenen alleinstehenden verlassenen Historikern ersponnen. Wer im Geschichtsunterricht aufgepasst hat, weiß dass es Kriege schon immer gab. Oh Gott habe ich das Pauken der Jahreszahlen gehasst. Das einzig neue an den Weltkriegen waren die technischen Möglichkeiten und die Anzahl der beteiligten Nationen. … dann muss es ja schon immer Frauenmangel gegeben haben.

      Auch die Theorie, dass die Liebesheirat eine Erfindung des Adels ist, steht für mich auf sehr wackligen Füßen. Die Theorie könnte daher stammen, dass zu damaliger Zeit ja keiner über den einfachen Mann Niederschriften verfasst hat … unabhängig davon, reden wir hier von einer Liebesheirat = Ehe. Und Ehe ist ja eine relativ neue Erfindung. Und monogame Ehe eine Erfindung der Religionen. Genau wie „Bis dass der Tod euch scheidet“

      Und niemand weiß wie das Paarverhalten von Menschen wirklich wäre, wenn wir nicht die Werte und Normen der jeweiligen Zeit/ Gesellschaft hätten.

      Und die Zukunft kennt eh keiner. Nichts aber auch gar nichts garantiert eine ewige Liebe/ Partnerschaft. Das ist eigentlich das einzige, dass man sich immer sagen sollte.

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  3. Ich glaube, für eine erfolgreiche Ehe ist Respekt tatsächlich wichtiger als der Grad der anfänglichen Verknallheit – die hört nun mal irgendwann auf, und wenn dann sonst nichts da ist, scheitert die Beziehung. Für mich ist der Respekt aber nicht von Finanzen abhängig, und Respekt und Verliebtheit schließen sich ja auch nicht aus 🙂

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    • Respekt sollte auf jeden Fall vorhanden sein. Da stimme ich dir zu. Was die Menschen aber immer wieder verwechseln sind Liebe und verliebt sein. Letzteres hat mit wahrer Liebe erst einmal nichts zu tun. Davon reden die Partner dann später. Oder nie.

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  4. Die mathematische Theorie des Eheglücks | http://blog.zeit.de/mathe/allgemein/ehe-scheidung-beziehungsforschung/ | Ich neige mittlerweile fast, nur fast, zu der Überzeugung, dass auch Partnerschaften ohne Liebe erfolgreich sein können, wenn die Partner sich wertschätzend begegnen und genügend Gemeinsamkeiten haben. Und wenn auf ein schlechtes fünf gute Gespräche folgen hat sich ja auch „gerechnet“. (-:

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    • Sehr pragmatisch gedacht. 😉

      Unstimmigkeiten gibt es in jeder Beziehung. Die Frage ist nur, wie sie sich äußern. Täglicher Streit, vielleicht Prügel? Das ist keine Liebe. Aber eine Diskussion welche Farbe der Z haben soll schon 😀

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  5. Eine Ehe, bzw. eine Beziehung ohne Liebe oder mit primär wirtschaftlichen Interessen wäre so ganz und gar nicht mein Ding. Denn in meinen Augen ist das nichts anderes, als eine Art Prostitution. Ich kenne genug Frauen, die sich ihre Männer nach dem Saldo des Bankkontos aussuchen (oder nach dem Auto, das einen ersten Hinweis darauf geben kann) oder Männer, bei denen Frauen einfach nur gut aussehen müssen – sehr berechnend. Aber jedem das Seine, auch wenn ich persönlich eine solche Haltung mehr als unsympathisch finde.
    Liebe Grüsse
    Charlotte

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    • Ich habe einen Bericht über Profifußballer gelesen und dass diese sich oft mit Models verbandeln. Geld und Schönheit, das Klischee wird bedient. Und dann küssen und schlagen sie sich, bis der / die Nächste kommt.

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  6. Eine Freundin von mir (57 Jahre) ist Philippinin. Sie hat auf den Philippinen auch einen deutschen Mann kennen gelernt. Da sie unbedingt mit nach Deutschland kommen wollte, weil sie sich mehr Luxus in ihrem Leben erhoffte, hat sie diesen Mann dann auch geheiratet. Sie haben später auch zusammen ein Kind bekommen. Geliebt hat sie ihn zu diesem Zeitpunkt nicht, aber geachtet. Es war für sie auch ein Geschäft. Er hat sie Zeit seines Lebens immer sehr gut behandelt und war ein sehr guter Mensch. Als er dann starb (auch älter als sie), hat sie angefangen ihn zu vermissen. Sie hat auch lange um ihn getrauert. Ich glaube, dass sie erst nach seinem Tod begriffen hat, dass sie ihn doch geliebt hat oder zumindest tief mit ihm verbunden war.

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    • Diese Art der „Liebe“ war früher die Regel. Menschen haben die Ehe als Geschäft basierend auf Gegenseitigkeit gesehen. Streng genommen gilt das für jede Partnerschaft. Aber viele basieren einfach auf Liebe. Meine zumindest. Aber das hast du bereits gewusst.

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