Von Großmeistern und Geschäften

Dies wird die vorerst letzte Folge aus der Kampfsport-Welt sein. Mir war es wichtig Interessierten einen kleinen Einblick in diese vermutlich fremde Welt zu geben.

Immer wieder werde ich auf Wing Chun und Kampfsport angesprochen. Und dass (kleine) Frauen einfach keine Chance gegen schwere Männer haben. Nur was bedeutet klein und was bedeutet Chance? Eine Konfrontation auf der Straße ist kein Wettkampf. Auch, wenn Selbstverteidigung und Kampfsport in aller Munde ist, so haben doch die wenigsten Menschen dieses Talent. Einer Frau sollen im Training vor allem die Hemmungen genommen werden. Und ihre Angst vor dunklen Ecken. Und NEIN, auch Wing Chun kann kein Allheilmittel sein!

Was ist nun Wing Chun? Der Legende nach hat die Nonne Ng Mui den Stil erfunden, als sie den Kampf zwischen einem Kranich und einer Schlange beobachtet hat. Weitere Quellen sprechen davon, dass auch Schausteller denen sie begegnet ist ihren Teil zu Wing Chun beigetragen haben. Den Namen verdankt der Stil aber einem jungen Mädchen mit Namen Yim Wing Chun, das die Nonne auf dem Marktplatz eines Dorfes traf. Yim Wing Chun soll Ärger mit einem Verehrer gehabt haben, der sie unbedingt heiraten wollte. Um ihr zu helfen unterrichtete die Nonne das Mädchen, nach der dieser Stil genannt worden ist. Yim Wing Chun besiegte ihren ungeliebten Verehrer in einem Zweikampf und blieb frei.

Aber ist dieser Stil wirklich so effektiv, wie mancher es uns glauben machen möchte? Zu Wing Chun muss man sagen, dass es ein recht simples und einfach zu erlernendes System ist. Leider wird es von einer gewissen Organisation seit Jahrzehnten gnadenlos ausgenutzt und zum Nachteil dieser Kunst vermarktet. Wing Chun ist und bleibt Straßenkampf, Selbstverteidigung (SV). Aber es ist durch seine direkte, andere Art einem starren Karate durchaus überlegen. Wobei das immer von dem Mensch abhängt und von seinem Trainingsgrad.

SV ist ein schwieriges Thema. Was da taugt und was nicht, bewerten verschiedene „Glaubensgruppen“ unterschiedlich. Als durch die Kung Fu-Filme der 70iger Jahre Wing Chun bekannter wurde, begann der (Un)Stern zweier Männer zu strahlen: Leung Ting und Keith R. Kernspecht. Während Leung Ting noch immer behauptet ein direkter Schüler des legendären und Bruce Lee Lehrers Ip Man zu sein, gibt es keine wirklichen Beweise dafür. Ein Foto kann jeder machen, eine Aussage trifft dies meist nicht. Der selbsternannte Großmeister Leung Ting hat schnell erkannt, dass sich mit „Kung Fu“ gutes Geld machen lässt. Aus einem einfachen System, das keine Gürtelfarben kennt, hat er zig Schülergrade erfunden. Seiner International WingTsun Association (IWTA) steht er als Guru und Meister vor.

Ob Leung Ting gut ist, oder war, das vermag ich nicht zu sagen. Einige Videos zeigen einen dünnen Mann, der seine Techniken verstolpert. In einem anderen Video bezieht einer seinr Schüler Prügel von einem anderen Kung Fu Kämpfer. Aber jeder macht Fehler. Keith R. Kernspecht ist ein anderes Kaliber. Der Mann versteht sein Handwerk, das steht außer Frage. Und er ist clever und reich mit Wing Chun geworden. Nach Leung Tings Vorbild hat er bereits 1976 die heutige Europäische WingTsun-Organisation (EWTO) gegründet. Was immer man der EWTO und Kernspecht vorwerfen kann, ohne ihn gäbe es vermutlich kein wie auch immer geartetes Wing Chun / Wing Tsun / Ving Tsun in Europa.

Nur, wo liegen die Mängel der EWTO? Warum werfen so viele Menschen ihr Geldgier vor? Die Antwort ist recht einfach. Wenn ich als Boxer in einen Club eintrete, werden mir sehr schnell und ohne Zusatzkosten, die Grundlagen vermittelt. Ich lerne, was eine Gerade ist, ein Jap, ein Haken. Im Karate werden vom Trainer auch die höheren Katas gezeigt, wenn danach gefragt wird. Warum sollte das anders sein? Die EWTO macht all das nicht. Sie verlangt Geld vom Schüler für jeden Grad. Ohne abgeschlossene Prüfung lehrt der Sifu den Schüler nicht weiter. Nur bleibt es nicht bei der Prüfung und der dafür fälligen Gebühr. Der Sifu erwartet oft auch um kostenpflichtige Privatstunden gebeten zu werden und der Schüler muss zwingend einen Vorbereitungslehrgang machen. Und auch der kostet Geld. Ein durchschnittlicher EWTO-Schüler wird also seine ersten Jahre mehr oder weniger im Verein vergeuden. Effektiv zu kämpfen lernt er dort nie. Aber er wird effektiv zur Kasse gebeten.

Die EWTO betreibt seit Jahrzehnten Bauernfängerei. Sie erzählt von einem „unschlagbaren System“ für jedermann. Die Mehrheit der Trainierenden hat keinerlei Straßenerfahrung und wird diese auch nie bekommen. Ein EWTO-Geschädigter hat das vor Jahren so formuliert: „EWTO-Schüler fühlen sich von wem auch immer bedroht und suchen ein System, das ihnen die Angst nimmt. Und das, ohne dass sie viel dafür tun müssen. Diese Leute sind alles andere als Kämpfer-Typen, sie wollen nicht kämpfen, weder verletzen, noch verletzt werden. Sie suchen mehr einen Schutzschild. Und landen bei der EWTO.“

Das sind harte Worte und der Mann hat recht. Ein System kämpft nicht, wenn man in einer dunklen Gasse angegriffen wird. Das macht einzig und allein der Mensch. Wing Chun wird kein magischer Helfer in der Not sein und auch keinen Notarztwagen rufen. In EWTO-Schulen wird eine Illusion aufgebaut, die dem realen Leben nicht standhalten kann. Auch ein guter Wing Chunler wird bei einem (Straßen)Kampf nicht immer der Sieger sein, oder völlig unverletzt bleiben. Die Allmachtsgeschichten des Märchenonkels Kernspecht sind nicht viel mehr als das. Er ist der Guru, der freundliche Übervater und das macht er nicht schlecht. Unympathisch ist anders, der Mann hat es drauf! Nur ist er alles andere, als unschlagbar! Aber wer nur mit Schülern niederer Grade kämpft, der kann das kaum beweisen. Und denen ist er natürlich nach 40 Jahren Training haushoch überlegen.

Klassisches Wing Chun hat deutliche Nachteile, wenn man es mit dynamischem Kickboxen und Thai Boxen vergleicht. Da Wing Chun-Schüler sehr oft kein Sparring machen, werden sie im Ernstfall vorgeführt. Ihnen fehlt die Praxis, um ihr System anzuwenden. Und dann müssen sie noch feststellen, dass das starre festhalten an einem alten System vielleicht doch nicht der Weisheit letzter Schluss ist. Wing Chun ist gut, aber es bedarf langer Übung, um darin ein wirklicher Meister zu werden. Kombiniert man es aber mit anderen Systemen, macht regelmäßiges Sparring, dann sieht das etwas anders aus.

Ich habe schon als junges Mädchen über den Tellerrand von Karate und Aikido geblickt und so mittlerweile Wing Chun für mich gefunden. Und ich habe das Glück gehabt auf Menschen zu treffen, bei denen Geld nicht im Vordergrund steht. Klar kommt auch der Trainer samt Partnerin aus der EWTO und hat dort nach eigenen Worten anfangs seine Zeit verschwendet. Zum Glück gibt es aber immer mehr Systeme, die ein ehrliches Wing Chun lehren wollen. Und dort kamen die beiden schon vor Jahren unter. Und ehrliches Wing Chung vermitteln sie uns auch. Beide Trainer wissen, dass sie nicht unschlagbar sind und sind immer bereit neue Dinge zu lernen.

Wer sich für Wing Chun interessiert, der sollte im Internet nach „Wong Shun Leung Ving Tsun“, bzw. „Philip Bayer VT“, „Lo Man Kam Wing Chun“, „Garry Lam Ving Tsun“ oder auch „Lok Yiu Wing Chun“ suchen. Das alles sind gute Systeme, in denen ehrlich gelehrt wird. Da ich selbst mehr oder weniger eine Art „Straßenkampf“ betreibe, war Wing Chun die ideale Ergänzung für mich. Und ja, ich sparre auch. Nicht immer nur mit Yuki. Auch mit und gegen Mann. Nur so lerne ich, nur so werde ich besser. Und die Diskussion „Du als Frau kannst keinen Mann besiegen“, die führe ich an dieser Stelle nicht. Ich kann, ich habe, ich werde. Punkt.

Fazit: Wer einfach nur SV sucht, der muss nun kein wie auch immer geartetes Wing Chun machen. Die beste SV bietet das System, das „dir“ liegt und das „du“ regelmäßig betreibst. Das kann Karate, Kung Fu, Krav Maga oder sonstwas sein. Nur Extremcouching nicht.

46 Kommentare zu “Von Großmeistern und Geschäften

    • Extremcouching ist eine gute Alternative zu intensivem Sport. 😉

      Es gäbe noch mehr über Wing Chun zu sagen. Mir ging es primär um die beiden „Großmeister“, die dieses System für ihre Zwecke vermarkten.

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    • Taekwon-Do ist im Gegensatz zu EWTO-Wing Chun ein recht humanes System. Oder hat sich dort in den letzten 15 Jahren etwas verändert, das ich nicht kenne? Worauf genau bezieht sich deine Kritik?

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      • Gürtelprüfungen sind aber die Regel im Karate, Judo und Taekwon-Do etc. Die kosten auch Geld, aber keine hohen Summen. Hinzu kommt dann noch die Jahresmarke für den Verband.

        Vielleicht ein Tipp: Kampfsport-Schulen sind in der Regel teurer, als ein gemeinnütziger Verein. Bei einem Verein zahlst du vielleicht 10 – 15 Euro pro Monat. Bei einer Schule deutlich mehr. Und das ist oft noch regional verschieden.

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  1. Aber Extremcouching ist doch mein Lieblingssport 😦 Du zerstörst all meine Träume.

    Danke für den interessanten Bericht! Über Wing Chun weiß ich wirklich so gut wie gar nichts, aber jetzt wenigstens ein bisschen mehr 🙂

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    • Ich gestehe, dass ich eine Bemerkung von dir über „Couching“ benutzt habe. Ich bitte vielmals um Entschuldigng dafür. 😉 Welchen Weichheitsgrad hattest du noch? 😀 😀 😀

      Echtes Wing Chun / Ving Tsun ist eine ausgezeichnete Form der Selbstverteidigung. Vor allem für Frauen und körperlich schwächere Menschen geeignet.

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  2. Auch von mir ein Danke für den Einblick in die absolut fremde Welt,
    Ich wusste schon, warum ich nicht einfach zu irgend so einer „Schule“ ging. wenn systematisch sehr viel Geld verlangt wird, werde ich immer extrem skeptisch…

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    • Solltest du jemals wirklich mit dem Gedanken spielen eine solche Sportart zu lernen, dann sag mir bitte Bescheid. Für Frauen gibt es z. B. Wen-Do, das von Frauen für Frauen entwickelt worden ist.

      Ehrliches Wing Chun – siehe meinen Artikel -, kann ich nur empfehlen. Oder eben Krav Maga, das israelische System.

      Aber genug davon jetzt. Heute ist mir mehr nach leckerem Essen. Was gibt’s bei dir? 😉

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      • Noch ist es nur ein Gedankenspiel, ich sage dir Bescheid!
        Und was es gibt? Ich weiß es leider noch nicht, gestern gab’s jedenfalls Sushi. Das war gut! 🙂

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  3. Ich bin über den bambooblog hier gelandet – ach die wundersam verschlungenen Pfade des Internets…. Sehr interessante Einführung, die ich mir, die wieder mit Kampfport anfangen/SV betreiben will, gerne zu Herzen nehme. Am nächsten Wochenende habe ich die Gelegenheit mir Krav Maga anzuschauen. Ein WT Probetraining muss ich mir auch mal organisieren – aber gar nicht so einfach jedoch „echtes“ WT zu finden hier. Bisher ließ ich mich immer nur von Ist mir der Trainer sympathisch und passen Trainingsort und -zeit in meinen Wochenplan leiten.

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    • Wenn es dir um reine SV geht, ist Krav Maga eine wunderbare Sache. Es ist einfach zu lernen und sehr effektiv. Dort werden Alltagssituationen trainiert und Sparring gehört auch zum Programm. Viele Krav Maga Vereine laden sich auch Judokua, oder Leute aus dem Jiu Jitsu bzw. BJJ ein, um effektiven Bodenkampf zu üben. Die Fitness kommt auch nicht zu kurz, du wirst beim Training wirklich gefordert. Ein weiterer Vorteil, es gibt normalerweise keine Gürtel, die du erwerben musst. Man kann dort zwar Prüfungen machen, aber wozu?

      WT ist sehr zeitintensiv. Es dauert selbst in einem Club ohne Verband recht lange, bis sich Erfolge zeigen. Wie gesagt rate ich von der EWTO, oder der EVTF ab. 12 bzw. 14 erfundene Schülergrade sprechen für sich. Es braucht Jahre, um den letzten Schülergrad zu erreichen. Bis dahin sind einige tausend Euro in deren Kassen geflossen.

      Viel Glück, eine Menge Spaß beim Training und danke für deinen Kommentar.

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    • Mein Sifu samt Ehefrau stammt aus der EWTO. Er ist nicht im Streit gegangen, er wollte einfach nur anders unterrichten. Er hat uns die Geschichte eines Mannes erzählt, der schon vor seinem eigenen EWTO Eintritt dort Schüler war. Ich glaube der hat dort 20 Jahre trainiert und es nie bis zum 1. Technikergrad geschafft. Ein Unding!

      Jeder halbwegs begabte Karateka kann den 1. Dan nach ca. 5 Jahren Training erreichen. Wobei Gürtel sowieso überbewertet sind. Die Story geht weiter, der Mann hatte irgendwann seine erste Schlägerei. Laut dem Sifu muss er da so um 40 – 45 Jahre alt gewesen sein. Also eigentlich noch in einem recht fitten Alter. Er traf wohl auf einer Kirmes unglücklich auf einen Kuttenträger (Biker), der ihm mit einem Schlag die Nase brach. Ende der Geschichte. Er habe den Schlag nicht einmal kommen sehen, hat er später gesagt und ist nie mehr ins Training gekommen.

      Ich sage meinen SchülerInnen immer, dass wer austeilt auch einstecken lernen muss. Genau das verschweigt man in vielen Vereinen und verkauft eine trügerische Sicherheit.

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      • Ach ja, was hälst du eigentlich davon die Schienenbeine abzuhärten? Durch mein Wing Chun Training sind nur meine Unterarme abgehärtet, was mich sehr stört. Mein Kumpel aus dem Thai Boxen hat mir zur Abhärtung einen Boxsack empfohlen. Seitdem mache ich an meinem dafür extra gekauften Boxsack (1,50 m und 60 kg) für Zuhause immer wieder Lowkicks. Machst du so etwas in der Art auch?

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      • Ich halte von den klassischen Methoden überhaupt nichts. Alte Karate Meister, die in jungen Jahren mit ihren Händen gegen Holz und Steine schlugen, haben im Alter nicht einmal mehr eine Feder halten können. Ältere Thai Boxer haben oft Schwierigkeiten richtig zu gehen, sie haben durch dieses Abhärtung ihre Beine zerstört. Wenn du regelmäßig Sparring machst und dazu noch etwas Muskeln aufbaust, vielleicht wirklich noch gegen den Sandsack trittst, werden die Beine unempfindlicher gegen Schmerzen. Mehr braucht es nicht.

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  4. Gut, dass wir darüber nochmal geredet haben. Danke für deine Meinung. Der Thai Boxer meinte nämlich auch, dass ich gegen Bäume treten sollte. Das wäre mir aber ne Spur zu heftig! Selbstverletzendes Verhalten lege ich noch nicht an den Tag. 😉

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    • Die Thais treten gegen Bananenstauden, das ist ein Unterschied. 😉 Aber wenn er sich ständig Mikrobrüche zuziehen will, wird sein Schienbein irgendwann in einem sogenannten Ermüdungsbruch brechen. Und das wars dann mit seiner Karriere.

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  5. Von den Tritten gegen den Sandsack, bekomme ich an den Schienenbeinen immer blaue Flecken. Ist das normal? Und mit Trainingsverletzungen kenne ich mich leider durch den alten Verein aus. Am linken Fuß habe ich eine chronische Sehnscheidenentzünfung. Jetzt sag nicht, dass du auch heilerische Kenntnisse besitzt, denn langsam wird es gruselig. 😉

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  6. Sehr gut geschrieben. Ich hatte das Glück ziemlich am Anfang von Wing Tsun dabei zu sein. Da war das noch echt. Aber nach einem Jahr Training habe ich gesehen, dass allein das Kämpferherz zählt, nachdem ich den Bruder des Trainers, der 4 Grade über mir war, besiegt habe. Das wars dann für mich. 🙂

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  7. Ich war in einem Seminar vor vielen Jahren wo auch Leung Ting dabei war und zu seinem Glück sollte ich ihm einen Schwinger verpassen das habe ich auch getan meine Faust erwischte ganz zart sein Popo zärtliches Gesicht 😂🤣der war sooo Sauer er nannte mich „stupid student „der typ hat von Großmeister Yip Man kein unterricht bekommen und wenn er in seine Schule kam hat er die Tafel weckgeputzt.

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  8. Hallo Nandalaya, ich betreibe seit 1986 WT. Begonnen habe ich im Alter von 6 Jahren mit Judo, dann Karate, Tae-Kwon-Do, Boxen, Ringen. Das waren alles nette Sportarten, auf Fairness ausgerichtet. WT habe ich im Alter von 16 als kompromisslose Selbstverteidigung kennengelernt. Ich durfte seinerzeit bei Klaus Dingeldein auf dem Schloss lernen. 2002 bin ich aus der EWTO ausgetreten, weil das System seit 1998 durch KK systematisch verändert und verschlechtert wurde, nur um noch mehr Geld verdienen zu können – ein Trend, der sich bis heute mit dem „inneren WT“ (was für ein Quatsch) fortsetzt. Der Vorteil bei Klaus Dingeldein zu trainieren lag darin, dass auch in den – von KK künstlich erzeugten – Schülerprogrammen schon „Lehrer-“ und „Meistertechniken“ eingebaut wurden. Dem Klaus war das Graduierungssystem seines Sifu gefühlt egal. Hauptsache, seine Schüler konnten sich effektiv verteidigen und liefen damit Werbung für ihn. Ich halte das System nach wie vor für das beste, auch im Vergleich mit Thai-Boxen, Krav Marga, MMA und anderen. Aber es ist ganz klar wie Du sagst: Es kämpfen nicht Systeme gegeneinander, sondern Individuen. Ob man wirklich etwas lernt und sich letztlich im Kampf durchsetzen kann, hängt sehr davon ab, bei wem man lernt und wieviel man das System realitätsnah einsetzt. Ich sage mal: Chi-Sao-Training hat mit Selbstverteidigung herzlich wenig zu tun. Bei Keith Kernspecht selbst hätte ich nicht gerne gelernt. Bei Klaus Dingeldein habe ich hingegen sehr gerne gelernt. Mit Leung Ting durfte ich mehrfach persönlich WT machen. Mag sein, dass er sein Kampfvermögen nie wirklich unter Beweis gestellt hat und auf Videos amüsant-diletantisch daher kommt, aber ich war trotzdem beeindruckt. Sein Chi-Sao hat sich schon sehr einzigartig angefühlt. Aber sicher ist das nicht entscheidend für die tatsächliche Kampffähigkeit. Seit sechs Jahren unterrichte ich meine nun 12-jährige Tochter, von Anfang an auch in Techniken, die man früher offiziell erst nach vielen Jahren gezeigt bekommen hatte. Warum mache ich das? Damit sie sich verteidigen kann. Und von Anfang an war jedes dritte Training Sparring, gegen einzelne Angreifer, nach einiger Zeit auch gegen mehrere Angreifer, gegen Stock, Messer und Schusswaffe. Alles. Heute, mit der Tochter im Alter von 12 Jahren, führe ich jeden Angriff völlig massiv, unter Einsatz meines gesamten Körpergewichts, möglichst unberechnebar und absolut ernsthaft aus, wie gegen einen gefährlichen Erwachsenen, denn auch damit hast Du Recht: Wenn man das Erlernte nicht unter realistischen Bedingungen anwendet, ist es im Ernstfall nutzlos. Um zerstören zu können, muss man Zerstören trainieren. Ich trage im Training zu allen üblichen Schutzkleidungen auch einen umgebauten Boxerhelm und einen schmalen umgebauten Gewichthebergürtel doppelt um den Hals. Nur wenn man zuschlagen trainiert, kann man das später auch. Meine Tochter zertrümmert mir in jedem Sparring-Training Dutzdene Male den Kehlkopf, schlägt mit Ellenbogen auf meinen Kopf ein und sticht mir mit dem Messer in den Hals und in alle lebenswichtigen Organe. Zu hart? Verrückt? Paranoid? Nein. Realitätsnah – in der Hoffnung, dass sie es nie brauchen wird. Ich musste wegen des Trainings mit ihr schon zweimal in der Urologie operiert werden und habe schon mehrfach meinen Gleichgewichtssinn vorübergehend verloren, wegen der Schläge gegen den Kopf. Für sie nehme ich das gerne auf mich. Sie ist auf alles gut vorbereitet und benötigt es hoffentlich nie, denn aus Erfahrung im Militär während der 90er weiß ich: Jemandem die Lichter für immer auszumachen, ist auch kein einfaches Ding zu verarbeiten. Aber es ist natürlich besser, als selbst die Augen zu zu machen. Dein Beitrag hat mir gefallen. Die Kritik an KK finde ich absolut gerechtfertigt. Die Augenwischerei, die er mit seinem nun verkorksten System und seinem weichgespülten Training betreibt, ist höchst verantwortungslos. Aber es geht ihm ja auch gar nicht um Verantwortung, sondern um Geld. Aber das möchte ich auch sagen: Ohne ihn könnte ich das System nun nicht an meine Tochter weitergeben. Ich bin Kritiker der heutigen EWTO (des heutigen WTs als zur Physiotherapie verkommenen „Kampfform“ sowieso), aber ich bin auch dankbar, dass ich dieses Sytem erlernen durfte und dass ich in den 90ern erkannt habe, wie wichtig regelmäßiges Sparring-Training ist, um dieses wirklich gute System so kompromisslos anwenden zu können, wie es gedacht ist.

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    • Dein Beitrag war, neben anderen, im Spam-Ordner gelandet. Warum, weiß nur WordPress.

      Niemand kann heute noch sagen, wie WT vor vielen Jahren wirklich ausgesehen hat, bzw. wozu die damaligen Sifu wirklich in der Lage waren. Ich gehe davon aus, dass sie mehrere Systeme kannten und eventuell Stile vermischten. WT ist im Endeffekt dem Kranich Stil sehr ähnlich oder möglicherweise daraus „extrahiert.“ Das weichgespülte WT, bzw. dessen heutige Schüler, würden keine zehn Sekunden gegen einen (guten!) Thai-Boxer oder einen (guten!) Kyokushin Karateka bestehen. Okinawa-Karate ist ohnehin eine Klasse für sich. Was aber auch für diverse „Kung Fu“ Stile gilt, die rein auf effektive und schnelle Ausschaltung eines Angreifers ausgerichtet sind.

      Von Klaus D. habe ich gehört. Nicht immer wirklich gute Dinge. Positiv, da sind wir uns einig, ist die Verbreitung von WT durch KK und ihn. Egal wie verwässert es nun ist, es immer noch besser als völlig hilflos vor einem möglichen Angreifer zu stehen. Wobei ich für schnelle Erfolge Krav Maga empfehle. Aber dann kommen bei vielen wieder die Hemmungen ins Spiel anderen weh zu tun.

      Ob du verrückt bist kann ich nicht beurteilen. Im klassischen Karate kennen wir alle „empfindlichen“ Stellen des Körpers. Aber etwas „zerstören“ wollen, ist sehr westlich gedacht. Wer das möchte soll eine Axt nehmen und Holz hacken gehen. Ich würde meine Tochter nicht auf deine Art unterrichten. Gegen Schusswaffen hilft kein Karate oder WT sondern höchstens Cleverness. Für 50 Euro oder 500 Yen das Leben riskieren wäre dumm. Auch gegen Messerstecher sieht fast jeder schlecht aus. Man(n) – Frau auch – kann aber solche Situationen vermeiden. Das ist dann wahres Karate oder Kung Fu.

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      • Liebe Nandalaya,
        an vielen Stellen sind wir uns wohl einig, an anderen bin ich von der Absolutheit Deiner Aussagen etwas irritiert. Bevor man urteilt, ob eine Vorgehensweise gegen bestimmte Angriffe hilft, sollte man diese erst einmal kennenlernen, oder? Wir sind uns darin einig, dass das Parieren von Angriffen mit Feuerwaffen dort endet, wo jemand die Vorteile dieser Distanzwaffe nutzt und rechtzeitig frontal ins Gesicht schießt. Ich war jedoch mehrfach im Militär im Einsatz (für mein Vaterland, das nicht Deutschland ist) und ich habe mit meiner Einheit auch zahlreiche Situationen erlebt, in denen wir uns gegen Angriffe mit Stichwaffen und Faustfeuerwaffen (Häuserkampf) verteidigen mussten. Weil wir die Anwendung der WT-Techniken zuvor auch für solche Situationen trainiert hatten (und auch weil wir passende Kleidung trugen), haben wir alle überlebt. Im Zweikampf auf der Straße, in dem Faustfeuerwaffen zum Einsatz kommen, hat man zweifelsfrei größere Risiken (weil keine passende Kleidung), der Gegner ist aber auch nicht darauf gepolt sofort abzudrücken um zu töten, sondern erlebt durch das Führen der Waffe allermeist eine (arrogante) Überlegenheit, die ihm bei entschlossenem Handeln des Angegriffenen in der Regel durch Nicht-Handeln auf die Füße fällt. Natürlich gibt es hier ein Restrisiko und keine Technik ist Zauberei. Vermeiden wir solche Situationen also möglichst. Der Angriff eines „Messerstechers“ wie Du ihn nennst, ist zweifelsfrei extrem gefährlich – aber auch gut zu lösen, wenn man bereit ist für das eigene Überleben zu töten. Die Abfolgen, die ich zu den Themen Stichwaffen und Faustfeuerwaffen lehrte, anwende und die ich nun an meine Tochter weitergebe, sind erprobt effizient und sie bestehen aus WT-Techniken. Zugegeben gab es diese Sequenzen in dieser Form nie in der EWTO – aber es sind WT-Techniken, also ist es für mich WT. Wie dies bei Dir durchklingt, darf auch ich für mich in Anspruch nehmen, alle gängigen Stile zu kennen. Deine Einlassung zum Thema Stichwaffen und Faustfeuerwaffen zeigt, dass auch Du keinen Stil kennst, der etwas Vergleichbares zu bieten hat. Ich für meinen Teil bin daher nach wie vor von Wing Chun überzeugt, stelle aber keinesfalls in Abrede, dass es noch viele andere effiziente Vorgehensweisen gibt, wenngleich mancher Blödsinn gelehrt wird. Im Krav Marga zum Beispiel wird gelehrt, eine frontal auf einen gerichtete Schusswaffe nach oben zu verbringen, so dass der Lauf über den Kopf zeigt – Volltreffer im Gesicht, RIP. Für die brauchbaren Anteile des Krav-Marga finde ich bei vielen Techniken markant, das sie sehr ähnlich dem sind, was man früher (bevor es Krav Marga gab) im Wing Chun erlernen durfte. Der Unterschied ist oft nur, dass Krav-Marga mehr Athletik voraussetzt und dadurch nicht für jeden so effizient zu erlernen und einzusetzen ist, wie das System, aus dem offensichtlich vieles entlehnt wurde :-). Ich stimme Dir aber zu, dass man zum Erlernen effizienter Selbstverteidigung lieber diese Entlehnungen aus dem einstigen WT als das heutige WT erlernen sollte. Als Pauschalaussage finde ich auch kritisch, dass jeder heutige WT-Kämpfer gegen jeden guten Thai-Boxer in weniger als 10 Sekunden verlieren würde. Der Thai-Mann hat auch aus meiner Sicht das bessere System und erfährt ein wirklichkeitsnäheres Training, aber am Ende kämpfen nicht zwei Systeme gegeneinander, sondern zwei Individuen. Ein entschlossener und hemmungsloser WT-Mann hat vielleicht trotz seines „verwässerten“ Systems doch gute Chancen, nicht zwangsweise als Verlierer das Feld zu verlassen, oder? Ich halte das auch für unwahrscheinlich, aber eben nicht für unmöglich. Aber: Vielleicht findet man solche Pauschalaussagen zwangsweise in einer Diskussion, in der es um ein Thema geht, in dem alle dasselbe Ziel verfolgen und in der jeder seinen Weg zum Ziel für sich rechtfertigen will, um sich nicht mit der schwierigen Frage auseinander zu setzen, ob es nicht doch etwas Besseres oder zumindest Gleichwertiges geben könnte. Und noch etwas: Deinen Kommentar mit der Axt finde ich bezogen auf Nahkampf-Situationen (über die wir hier sprechen) völlig unpassend, denn es geht hier nicht um Aggressionsabbau, sondern um das Überleben in lebensbedrohlichen Situationen. Im reellen, das Leben bedrohenden Kampf geht es nach meiner Erfahrung um nichts anderes als um „zerstören“ oder „vernichten“ – schnell, effizient, endgültig. Vielleicht muss man das erlebt haben, um das wirklich beurteilen zu können. Cleverness, die Du ansprichst, hilft vor dem Kampf. Und ich stimme Dir zu, dass die Vermeidung jeglicher Auseinandersetzung immer der bessere Weg ist. Ist der Kampf jedoch da, geht es nur ums Überleben, kompromisslos. Fazit: In vielem sind wir uns sicher einig. Dein Selbstbewusstsein ist ansprechend. Die Absolutheit Deiner Aussagen führen für mich jedoch zu dem Schluss, dass es für Dich noch so manches zu entdecken gibt.
        Beste Grüße
        Rick

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      • Hallo Rick,

        alle paar Jahre taucht jemand auf, der auf diesen nun bereits 8 1/2 Jahre alten Beitrag anspringt und mich belehren möchte. Vielleicht ist das immer die gleiche Person, was aber keine Rolle spielt. Ich werde dir noch genau einmal antworten.

        Wie viele von „ihrem System“ Überzeugte, vergleichst du Äpfel mit Birnen. Äpfel = Alle traditionellen Formen der Selbstverteidigung. Birnen = Sportkarate, Kickboxen, Boxen, MMA. Anders ausgedrückt Kampfkunst (KK) und Kampfsport (KS). Fast schon erschreckend ist dein Fokus auf Gewalt, den leider viele Gaijin teilen. Aus der Perspektive von Gōjū-ryū-Karate ist WT ein nettes kleines System der reinen Selbstverteidigung. Einfach und auch durchaus schnell zu lernen. Unbesiegbar, wie es gewisse Filme und Sifu gern propagieren, wird man damit nicht. Ich kannte also die „klebenden Hände“ bereits, als wir damals mit WT begannen. Die Ähnlichkeit von WT zum Kranichstil ist ebenfalls verblüffend. Selbst die Legende der Entstehung ist fast 1:1.

        Diskussionen über einen „besten Stil“ sind ohnehin fruchtlos. Das machen nur Männer, die gern mit den PS-Zahlen ihrer Boliden protzen. Man könnte auch eine 9 mm Action Express mit einer .357 Magnum vergleichen, um die „Tödlichkeit“ beider Geschosse im Detail auszuloten. Aber tot ist tot. Es sei denn, dass wir sie mit einer Schaumstoffkugel vergleichen.

        Als ich 5 Jahre alt war, hat mein Vater mit meinem Training begonnen. Eigentlich hatte ich (Shotokan) Karate schon im Kindergarten gelernt. Zumindest einige Techniken. Leider fehlt mir die Erinnerung daran. Unsere Familie hat eine lange Tradition im Daitō-ryū Aiki-jūjutsu. Daraus hat sich das heutige Aikido entwickelt. Mein Vater hat mich darin, in Kenjutsu (Schwertkampf) und Gōjū-ryū-Karate unterrichtet. Seine Philosophie war und ist, dass es beim Karate-do hauptsächlich um die Auseinandersetzung mit dem eigenen Ich geht, dass der Karateka nicht kämpferisch und herrisch ist, sondern bescheiden und sanftmütig. Im Karate geht es niemals um Sieg oder Niederlage, sondern um Selbstüberwindung und Selbstdisziplin. Für ein kleines, relativ wildes Mädchen, war das schwer zu verstehen. Mein Vater brachte mir bei, dass Karate-do eine defensive Kampfkunst ist, die stets mit dem Streben nach Perfektion ausgeübt werden soll. Ich lernte zu meditieren, selbstbeherrscht und konzentriert zu sein.

        Zitat: „Der Angriff eines „Messerstechers“ wie Du ihn nennst, ist zweifelsfrei extrem gefährlich – aber auch gut zu lösen, wenn man bereit ist für das eigene Überleben zu töten.“

        Diese Aussage ist vermutlich deinem militärischen Hintergrund geschuldet. Aber die wenigsten KK oder KS Schüler haben einen „Killerinstinkt.“ Sie wollen sich gegen Alltagssituationen verteidigen, wenn vielleicht ein Autofahrer einem anderen den Parkplatz nimmt und sich plötzlich körperlichen Attacken gegenüber sieht. Rempeleien, Schubsen, Ohrfeigen sind also eher die Realität, gegen die es sich zu wehren gilt. Auch das kann durch Cleverness vermieden werden.

        Zitat: „Die Abfolgen, die ich zu den Themen Stichwaffen und Faustfeuerwaffen lehrte, anwende und die ich nun an meine Tochter weitergebe, sind erprobt effizient und sie bestehen aus WT-Techniken.“

        Die beste „Technik“ ist und bleibt die Deeskalation. Reden, ablenken, weglaufen, Geldbörse geben. „Gekämpft“ wird lediglich, wenn es um „Leib und Leben“ geht. Dann ist es relativ einerlei, ob du WT, Krav Maga oder Aiki-jūjutsu nutzt. Gegen das Schienbein treten tut es zur Not auch. Der Fokus auf die „harte Abwehr“ wird den Schüler letztlich zum Verlierer machen. Den sogenannten Meister auch. Die Chance in Japan oder Deutschland auf einen „Bewaffneten“ zu treffen, wird ohnehin stark überschätzt.

        Zitat: „Deine Einlassung zum Thema Stichwaffen und Faustfeuerwaffen zeigt, dass auch Du keinen Stil kennst, der etwas Vergleichbares zu bieten hat.“

        Kein „Stil“ kann dich vor einem Messer oder einer Kugel schützen. Clever sein schon. Der beste „Stil“ ist also der Verstand.

        Zitat: “ Im Krav Marga zum Beispiel wird gelehrt, eine frontal auf einen gerichtete Schusswaffe nach oben zu verbringen, so dass der Lauf über den Kopf zeigt – Volltreffer im Gesicht, RIP.“

        Der Fokus auf solche Techniken bringt den „Meistern“ das Geld. Einem Bestatter auch. Wie bereits erwähnt, die Chance in Japan oder Deutschland auf einen Angreifer mit Schusswaffen zu treffen, geht gegen Null.

        Zitat: „Als Pauschalaussage finde ich auch kritisch, dass jeder heutige WT-Kämpfer gegen jeden guten Thai-Boxer in weniger als 10 Sekunden verlieren würde.“

        Und schon sind wir wieder bei dem klassischen Missverständnis, das Äpfel mit Birnen vergleicht. Kampfkunst und Kampfsport sind zwei verschiedene Dinge. WT ist in einem sportlichen Wettkampf völlig nutzlos. Dort gibt es Regeln, die der WTler meist nicht kennt und daher den sportlichen Wettkampf verliert. Dass es Teilnehmer an offenen Turnieren gibt, die vielleicht einen WT-Hintergrund haben, ist unbestritten. Die machen dann in diesem Wettkampf primär Taekwondo, Kickboxen / Sanda oder Sportkarate. Jeder im Wettkampf unerfahrene Karateka wird einen sportlichen Zweikampf gegen einen erfahrenen Thaiboxer ebenfalls verlieren. Aber du kannst das natürlich anders sehen und gern an einem MMA-Wettkampf nach deren Regeln teilnehmen.

        Zitat: „Deinen Kommentar mit der Axt finde ich bezogen auf Nahkampf-Situationen (über die wir hier sprechen) völlig unpassend, denn es geht hier nicht um Aggressionsabbau, sondern um das Überleben in lebensbedrohlichen Situationen.“

        Schon wieder liegt dein Fokus auf Gewalt. Eigentlich durchgehend in allen deinen Aussagen. Warum eigentlich? Meinen Hinweis hast du leider nicht verstanden.

        Zitat: „Die Absolutheit Deiner Aussagen führen für mich jedoch zu dem Schluss, dass es für Dich noch so manches zu entdecken gibt.“

        Absolut ist vielleicht nur der Tod. Wobei wir Buddhisten das anders sehen. Das führt mich zu dem Schluss, dass es besonders für dich in der Welt noch so manches zu entdecken gibt.

        Ich wünsche deiner Tochter und dir, dass euer Fokus weg von der Gewalt, weg vom Training „lebensbedrohlicher Situationen“, hin zu mehr Sanftmut, Selbstdisziplin und Selbstbeherrschung geht.

        Alles Gute für euch.

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