Sexuelle Einfalt hat gesiegt – Das Frohlocken der Homo-Gegner

Die Homo-Gegner in Stuttgart jubeln. Sie tanzen einen homophoben Reigen. Vor ihren scheinheiligen Argumenten ist die Grün-Rote Regierung eingeknickt. Der umstrittene baden-württembergische Bildungsplan soll nun erst nach der Landtagswahl 2016 in Kraft treten. Und das wird dann aus meiner Sicht niemals sein. Denn Grün-Rot ist damit erledigt.

Der Kampf für Aufklärung scheint vergeblich gewesen zu sein. Rechte Hetze und sogenannte „Christliche Fundamentalisten“ machen Homosexuelle einmal mehr zu minderwertigen Menschen. „Pädagogik statt Pädo-Logik“ stand auf dem selbstgemachten Plakat eines älteren Herrn. Freundlich lächelnd präsentierte er es den Fotografen. Ein lieber Opa, wie es scheint. Nur leider homophob und in meinen Augen dumm.

Und dumm ist auch der Landesvater. Kretschmann hat sich sein Grab geschaufelt. Aber das glaubt er offenbar noch nicht. Die LGBT-Gemeinde ist entsetzt und das bin ich auch. Unsere Rechte werden einmal mehr mit Füßen getreten und vielleicht noch mehr als das. Die Hoffnung vieler, auf eine bessere Zeit, sie ist hiermit gestorben. Und sterben werden wieder Jugendliche, die von homophoben Schwachmaten in den Freitod getrieben werden. Wer das nicht glaubt sollte sich besser informieren. Es ist die grausame Wirklichkeit.

Genau das möchte ich dem freundlich lächelnden Opa ins Gesicht schleudern. So lange bis ihm sein Lachen vergeht. Und allen Homophoben, die sich für eines Gottes Stellvertreter halten. „Du sollst nicht töten“, ist ein Gebot der Bibel. Und „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“, ein weit verbreitetes Zitat. Davon kann ich wenig spüren, wenn ich in hassverzerrte Gesichter der „wahrhaft Gläubigen“ sehe. Sie halten sich für das Maß aller Dinge. Lesben und Schwule sind nicht gern gesehen.

Wir sollen wieder in den Untergrund und nie mehr unsere Stimme erheben. Vielleicht möchte man uns auch umerziehen, auspeitschen und mit Elektroschocks behandeln. Oder mit Gottes Wort berieseln, bis wir unsere Gesinnung ändern. So lange bis wir unsere Liebe veleugnen und im Gleichschritt gehen. Wieder. Wie damals, als Braune Horden über Deutschland kamen.

Ein Argument der Homo-Gegner war stets, dass die Akzeptanz von Homo- oder Transsexuellen auch dazu führe, in Kürze Kinderschänder zu tolerieren. Und darüber kann ich nur vehement den Kopf schütteln. Wer sich an Kindern vergreift, der darf sich der Ablehnung der kompletten LGBT-Gemeinde sicher sein. Ich liebe Kinder. Und jeder, der ihnen Böses tut, hat ein Problem mit mir.

Und ein Problem hat nun auch Grün-Rot. Mein Krieg ist an dieser Stelle nicht zu Ende. Aber ich werde ihn nicht mit Waffen führen. Mein Leben soll und wird Vorbild für all jene sein, die anders sind. Die ihren Weg gehen und Hilfe suchen. Für alle jene bin ich da. Für immer eine Regenbogenkriegerin.

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47 Kommentare zu “Sexuelle Einfalt hat gesiegt – Das Frohlocken der Homo-Gegner

  1. Ich kann Dich gut verstehen. Diese Entscheidung in Stuttgart ist ein Rückschritt in die moralische Steinzeit. Was kann ich persönlich tun, um mich mit dir zu solidarisieren, obwohl ich hetero bin?

    • Ich glaube, dass man hier mal wieder Kugelschreiber und Papier bedienen sollte. Herr Kretschmann sollte sehen, wie groß die Zahl derer ist, die wirklich lieben. Ein verfluchtes Referendum, ja zwei sogar gab es für den Bahnhof, aber ein paar Spinner mit Schildern genügen, um ein Vorhaben zu unterbinden, das eigentlich schon Jahre zu spät gekommen wäre.

      • Ja, in der Tat kam mir auch die Frage, inwiefern ein Brief aus einem anderen Bundesland etwas ausrichten kann, zumal er sich darum ja eigentlich nicht scheren sollte. Gleichzeitig waren auch die Menschen, die sich gegen den Bildungsplan stellten nicht alle aus BaWü und wenn die sich Gehör verschaffen dürfen, dann nehme ich mir dieses Recht auch. Aber dennoch bleibt dein Einwand auch meiner und so überlege ich, ob nicht ein Brief an eine Etage höher gerechtfertigt wäre, nur sehe ich da weniger Bewegung, als wenn man das Büro von Herrn Kretschmann oder von Herrn Stoch direkt anschreibt…das ist eine schwierige Geschichte, aber sie hat Signalwirkung für alle anderen Bundesländer und genau deswegen bin ich doch durchaus willens, einen nicht für mein Bundesland zuständigen Minister anzuschreiben.

      • Die Rechten kamen aus allen Teilen Deutschlands. Auch die Aktivisten. Natürlich ist in BaWü und generell im Süden, die Haltung der Menschen anders. Dort scheint noch immer ein Geist zu herrschen, der schon im Mittelalter untragbar war. Es wird Angst und Hass geschürt und das mit falschen Argumenten. Siehe den Vergleich mit der Pädophilie.

      • Die gab es bereits, liebe Ulrike. Genutzt hat es leider nichts. Politischem Kalkül werden Minderheiten geopfert. Das war schon immer so.

      • Richtig, lieber Ben. Aber was im „Ländle“ läuft, das spottet jeder Beschreibung. Nur sehe ich das als Tendenz. Hier ist ein Signal klar in die falsche Richtung gesetzt worden.

      • Ja, da stimme ich dir vollkommen zu und diese fadenscheinige Begründung, dass man festgestellt hat, dass man einfach noch ein Jahr brauchen würde und es nichts mit den Protesten zu tun hat…pff…da muss man nur mal schauen, wie sonst solche Vorhaben umgesetzt werden…

    • Du kannst so bleiben, wie du bist, liebe Ulrike. 🙂 Ich denke wenn alle Menschen offen aufeinander zugehen wird ein Schuh daraus. Und aufklären. Zwar schimpfe ich oft über Mann, aber letztlich sind das auch Menschen. Und ich käme nie auf den Gedanken einem Mann in Not nicht zu helfen. Was ich schon getan habe. Mehrfach.

      Grün-Rot hat dem Druck von „Mitte-Rechts“ nicht standgehalten. Fast hatte ich es erwartet. Vermutlich hofft man so die Wähler zu behalten und neue Wähler zu gewinnen. Durchschaubar.

    • Dieses Schlagwort wird von der Presse gern gebraucht. Aber auch von Aktivisten. Und du hast es treffend formuliert: Sie verachten die Menschlichkeit. Vor allem die Rechten Gruppen, die sich unter die Aktivisten gemischt haben.

  2. Du schriebst im letzten Absatz *für all jene sein, die anders sind.* ich finde schon alleine die Tatsache traurig, das im Jahre 2014 in unserer Gesellschaft noch von *anders sein* gesprochen wird. Ich sehe es übrigens wie du, das verschieben auf die Zeit nach der nächsten Landtagswahl, ist ein verschieben für immer…

    • Anders sein kann viel bedeuten. In dem Fall habe ich die Bezeichnung bewusst genutzt. Ich halte mich für normal. Toleriere andere Religionen und Menschen. Und ich liebe. Meine Frau.

      Homosexuelle sind eine Minderheit und finden nicht viel Gehör. Aber ich zumindest werde nicht aufgeben und mein „Ding“ auch weiter machen.

  3. Ein Trauerspiel für eine „zivilisierte“ Gesellschaft im 21. Jahrhundert. Und einmal mehr ein Zeichen, dass es in der Politik in vielen Fällen nur um reinen Machterhalt und nicht um die Sache geht!

    • Es gibt Stimmen, die werfen dem Katholiken Kretschmann Absicht vor. Er ist alt genug, um 2016 in Pension zu gehen. Und was schert ihn da das Schicksal einiger?

      • Glaub ich nicht. Die waren einfach nicht rein für den Job. Wer hätte denn jemals mit ner Grün-Roten-Regierung in BaWü gerechnet? Die haben sich eh ausgehebelt schon ein paar Wochen nach der Wahl. Was euphorisch begann, wurde schnell von der Realität eingeholt.

  4. Ich sag es mal so: Auch wenn sie es wie geplant nächstes Jahr eingeführt hätten, wäre es eh keine Garantie gewesen, dass bei einem Regierungswechsel nicht wieder gestrichen würde. Ich hab das selbst miterlebt. Regierung x führt ein 13 Jahre bis Abi, ein Jahr später Regierungswechsel und wieder 12 Jahre. Am Ende hatten wir einen Jahrgang, der der 13 pauken durfte. Zum Glück nicht meiner 🙂

    Und von der Grundidee finde ich es nicht schlecht, dass das ganze erst einmal an 60 Schulen getestet werden soll. Die Lehrer müssen ja auch erstmal damit klar kommen und Erfahrungen sammeln. Es hängt eh viel von den Lehrern ab. Ein guter Lehrer kann das Thema auch jetzt schon einbringen und wird es sicher auch tun bzw. schon getan haben.

    Viel wichtiger als die Schule ist das Umfeld. Das was die Schüler mit in die Schule nehmen an Werten und Meinungen. Davon wird doch heute relativ wenig durch die Schule vermittelt. Ich plädiere eher dafür Bushido und Co mit Redeverbot zu belegen. Und der Einfluss von Musikern/ Idolen auf Kinder und Jugendliche ist viel größer als eine Unterrichtsstunde oder der Kirche.

    • Der Mensch „Bushido“ ist ein rotes Tuch für mich. Da sind wir einer Meinung. Auch, wenn ich es vermutlich krasser formulieren würde, als du. 😉

      Du hast recht. Es liegt am zum Teil erzkonservativen Elternhaus, das den Kindern Angst vor Lesben und Schwulen vermittelt. Und so ein wenig muss ich die LGBT-Gemeinde auch kritisieren. Diese schrillbunte Welt mit Lack und Leder, war nie mein Ding. Was wir brauchen ist Normalität! Menschen in Öffentlichen Ämtern, die nicht in Netzstrümpfen und Heels durch die Gegend laufen. Dieses Bild sollte weg aus den Köpfen der Bevölkerung.

      • Genau Normalität. Das sagte ich dir schon mal in Punkto Emanzipation. Ich bin in einer Gesellschaft aufgewachsen, in der Männer und Frauen gleich gestellt waren. Für mich ist das normal. Ohne dass jemand darum kämpfen musste. Aus meiner Sicht hat sich das nach dem Krieg mit sozialistischem Grundgedanken von allein geregelt. Alle Hände wurden benötigt. Und im sozialistischen Sinne muss die Frau nicht an den Herd. Und schwups war keine Alice Schwarzer oder so nötig. … Und genau das wünsche ich mir in anderen Punkten. Dass es sich von allein regelt. Dass vieles einfach normal wird. Dass anders sein normal ist. Egal in welchem Zusammenhang. Dass es normal ist, dass die Welt bunt ist. Akzeptanz.

        Eine Subkultur ist nie gut, wenn es um Akzeptanz etc. geht. Tun wir uns nicht auch deshalb mit machen Migranten so schwer, weil sie in ihrer eigenen Subkultur leben? … Subkultur, ein Völkchen für sich, das die anderen kritischen betrachtet und sich gern absondert. Wobei ich letztens lass im Bezug auf die homosexuelle Subkultur, das sie deshalb entstanden ist, weil man sich dort geborgen und anerkannt fühlt. Eine Flucht. Und die meisten fühlen sich deshalb von ihr angezogen. Weil man dort so sein kann wie man ist. Und nicht weil sie so toll ist und man unbedingt dieser Szene angehören will. Eigentlich hat man keine Wahl. … Und wenn sich eine Subkultur dann nach außen gern schillernd bunt, in Partylaune und sehr sexuell präsentiert, dann ist das Futter für alle Kritiker. Das dies nur ein Teil ist, ist dann irrelevant. Weil man sieht ja nur diesen Teil. Genau wie wir an den Katholiken gern nur das erzkonservative sehen, obwohl da viel mehr – auch gutes – ist.

        Mir fällt da gerade etwas ein.Vor knapp 20 Jahren 😦 als ich in der elften war, war jemand bei uns in der Schule zu Gast. Ich weiß nicht mehr welches Fach. Und er erzählte seine Geschichte. Jemand der verheiratet war und dann irgendwann begann dazuzustehen, wie er eigentlich fühlte. Der seine Familie für einen Mann verließ. Wobei das falsch formuliert ist. Seine Ex-Frau und auch seine Kinder standen weiter zu ihm … wie du siehst, dieses Thema wurde doch allen ernstes schon in der Schule behandelt, als ich in der Schule war. Und das ist fast 20 Jahre her 🙂 .. kann mich aber leider nur noch rudimentär erinnern.

        Netzstrümpfe und Heels … autsch, der tat gerade weh. …. Weißt du, egal ob öffentliche Ämter oder kleiner Mittelstand, Sex sells. Und wer Erfolg haben will, muss sich verkaufen können. Und leider macht Frau davon gern Gebrauch. Diese unterschwellige subtile Art und Weise funktioniert leider. Es gibt Menschen, die können gut und viel reden, ohne wirklich etwas sinnvolles zu sagen, und schaffen es so nach ganz oben. Und es gibt Menschen, die schaffen es nach oben, indem sie unterschwellig gewissen Knöpfe drücken. Ich glaube nicht, dass sich daran etwas ändern wird.

      • Die Heels und Netzstrümpfe schrieb ich auch Mann zu. Stichwort „Drag-Queen.“ Mir ist bewusst warum sie das machen. Und es funktioniert durchaus auch gut. Aber sie schaffen damit auch ein falsches Bild dere „Szene.“ Und wieder muss ich zu einem Wort greifen, das ich nicht benutzen will.

        Ich weiß nicht, ob du dich in Queer-Clubs zu Hause fühlst, sie jemals besucht hast. Wir waren und sind dort oft zu Gast. Unter uns sozusagen. Ohne Stress, außer den normalen Flirtversuchen.

        Ich fände eine Welt toll in der es anders ginge. Aber das ist noch ferne Zukunft denke ich.

      • Es sind nicht nur die „Drag-Queens“ wenn man ehrlich ist. Ich habe einen bekennenden schwulen Kollegen. Der auch ganz gut auf der Karriereleiter steht. Hat ihm also nicht geschadet. Was eigentlich verwunderlich für den Laden ist 🙂 Was mich an ihm stört ist sein „tuntiger“ Sprachstil. Mag ich auch bei Frauen nicht. Bei ihm hat das aber zur Konsequenz, dass ich ihn sehr schwer ernst nehmen kann. Dieses bewusste nach außen tragen seiner sexuellen Orientierung reduziert ihn auch im Berufsleben nur auf eins „ich bin schwul“. Und das stört mich auch irgendwie. Geht doch nicht jeder der auf Sado-Maso steht mit Lederklamotten und Stachelhalsband zur Arbeit. Sex gehört ins Schlafzimmer und nicht in den Berufsalltag. Das ist auch so ein Punkt der mich stört und hinderlich ist.

      • Leider reduzieren sich viele Menschen auf ihren Trieb, um es salopp auszudrücken. Du würdest bei mir und Yuki nie vermuten, dass wir lesbisch sind. Ich bin so völlig anders, als die Butches und Femmes dieser Erde.

        Bei schwulen Männern ist mir der Sprachstil auch aufgefallen. Aber ich habe sehr wenig Kontakte. Nehmen wir meinen schwulen Cousin Ken. Der ist völlig normal. Selbstbewusst, offen und immer lustig. Einer der wenigen Männer, die ich wirklich mag 😉

        Was ich nicht verstehe ist diese BDSM-Sache bei vielen Queers. Ist das eine Modeerscheinung? Glauben z. B. transsexuelle Frauen, dass Frau generell devot ist?

      • Nur ein kurzer Einwurf zum Sprachstil: Aus meiner Erfahrung ist es der kleinere Teil der homosexuellen Frauen und Männer, bei denen sich die Sprache von Heterosexuellen unterscheidet. Mein Bruder zum Beispiel unterscheidet sich weder in Ausdruck noch in Verhaltensweisen von anderen jungen Männern in meinem Bekanntenkreis, und selbst als seine Schwester, die sich immer etwas auf ihre Menschenkenntnis einbildete, merkte ich nicht, dass er schwul ist, bis er mir von seinem ersten Date erzählte. 🙂 Ich arbeite in einem Bereich, in dem traditionell erstens ein höherer Anteil homosexueller Menschen zu finden ist als anderswo und außerdem auch ein höherer Anteil von auffallenden und extrovertierten Menschen. Die beiden Gruppen decken sich aber nicht, oder nur teilweise – in meiner Abteilung zum Beispiel gibt es zwei Freunde, von denen ist einer groß und schlank, mit auffälliger Frisur, extravaganter Kleidung und großer Klappe, der andere ist etwas untersetzt, eher still und gemütlich und unauffällig gekleidet. Ich war kurzzeitig irritiert, als ich erfuhr, dass von den beiden der letztere schwul ist. Aber es war auch ein gutes Lehrstück dafür, ein bisschen zurückhaltender mit den Vorurteilen zu sein. 🙂

      • Vor allem in den USA, aber auch in Szenestädten wie Berlin, gibt es bei Frauen die „Stile.“ Butches, Femmes, Lipstick Lesbians und und und … Klar, bei dem klassischen „Tomboy-Look“ denkt man vermutlich schnell an eine Lesbe. Und liegt zimelich oft daneben 😀

        Yuki und ich sind von der Natur aus das genaue Gegenteil. Sie hat eine ruhige, besonnene und fürsorgliche Art. Durch mich hat sie gelernt „aggressiver“ zu sein. Mich dagegen hat sie beruhigt. Nicht wirklich geändert, das mag sie auch nicht.

        Aber ist es nicht lustig, wie wenig Menschen oft unseren Vorstellungen entsprechen? 😀

      • Nachtrag: Apropos nach außen tragen. Stand auch in diesem netten Buch. Man zeigt mach außen, dass man anders ist. Wenn ihr mich schon nicht mögt, weil ich anders bin, dann sollt ihr es auch gleich sehen. Irgendwie in der Art. Auch eine Art Schutzmechanismus. Wer mich so mag, wie ich auftrete, wird mich auch nicht wegen meiner sexuellen Orientierung nicht verurteilen … Trifft auf mich ja auch irgendwie zu.

        PS: Ständige Flirtversuche würden mich irre machen. Ist ein Grund warum ich solche Läden meide. Nicht mein Ding 🙂

      • Mit mir flirtet keine mehr. Die wissen, wer ich bin. Und dass meine Elfe und nur meine Elfe zu mir gehört. Aber als Teenager und Twen war ich immer für einen Flirt gut 😉

      • Du rufst heute aber Erinnerungen in mir hervor 🙂 So vor 15 Jahren als ich Praktikum bei BMW gemacht habe, durfte ich eine Frau kennenlernen die eigentlich ein Mann war. Das war wirklich interessant. Wir hatten Praktikanten treffen. Alles junge offenen Leute. Niemand hatte wirklich ein Problem damit. Bis auf die Tatsache, dass so eine 1,90 große Frau mit breiten Schultern und nach außen extremen Selbstbewusstsein pure Angst bei uns allen verursacht hat. Irgendwie waren alle in ihrer Gegenwart total angespannt. Ich weiß bis heute nicht warum.War es das unbekannte – so eine riesen Frau die nicht ins Erlernte passt und deshalb automatisch die Alarmglocken im Unterbewusstsein anspringen? Hmm Mal abgesehen von dem gekünstelten und dicker Schminke … Was aber mein Hirn nicht verstehen wollte, waren ihre Ausführungen, dass sie mit einer Frau zusammenlebt. Begreif ich bis heute nicht. Liegt vielleicht daran, dass sowohl meine sexuelle Identität und meine Geschlechtsidentität gleichermaßen „gestört“ ist. Und mein Hirn deshalb nicht begreift, wie man sein Geschlecht ändern lassen möchte, um dann auf Geschlechtsgenossinnen abzufahren .. Soviel zum Thema sexuelle Vielfallt 🙂

        Ich weiß nicht. Vielleicht liegt es an der Idealisierung es weiblichen Geschlechts, die sich über viele Jahre eingebrannt hat. Das absolut Weibliche. Das Verführerische. Das Unterwürfige. Das Prinzesschen, das man nie sein durfte. … Wenn wir stark träumen/ Idealisieren, dann doch meist in Extremen. Aber das nur meine graue Theorie.

      • Weißt du, jeder Mensch sollte so sein, wie er möchte. Nicht so, wie wir ihn haben wollen. Aber wir müssen eben nicht alle Menschen mögen. Zwar wandele ich auf feministischen Pfaden, aber ich mag daher nicht automatisch jede Frau, oder was sie repräsentiert.

        Mit anderen Alphas komme ich in der Regel gut aus. So lange sie nicht über mich bestimmen wollen. Ausnahme: Sie ist meine Chefin und macht ihren Job mir Bravour. Mit „Prinzessinnen“ kann ich aber nicht.

  5. Ich bin furchtbar enttäuscht und verstehe es nicht. Ich hatte so gehofft, das grünrote Bündnis hätte ein breiteres Kreuz und mehr Mut, dem homophoben Muff den Mittelfinger zu zeigen. Noch eine Petition erstellen? Ach… Allein, aufgeben dürfen wir nicht, sonst wird’s noch schlimmer.

    • Aufgeben wäre wirklich grundverkehrt! Aber vermutlich muss man anders an das Thema herangehen. Das oft völlig falsche Bild von homosexuellen Menschen muss einfach aus den Köpfen verschwinden. Da hilft es dann auch, wenn diese sich nicht immer in ihrer Subkultur tummeln. Die bietet zwar Schutz, aber grenzt auch wieder aus.

      Ich habe den Traum einer Welt der Gleichberechtigung. Der, der Geschlechter, aber auch der unterschiedlichen Sexualität.

      Und ja, den Mittelfinger zeige ich in Richtung Grün-Rot. Auch, wenn das ein männliches Phallussymbol ist. Aber dafür ist es allemal gut 😉

  6. Gerade diese Leute hätten einen solchen Unterricht gebrauchen können… Schade, dass wieder einmal die Ewiggestrigen gesiegt haben. Sollten die nicht langsam den Weg der Dinosaurier gehen?

    Dieses Zusammenwerfen von Homosexualität und Pädophilie geht mir, entschuldige meine Sprache, tierisch auf den Sack. Wer das behauptet, zeigt doch nur, dass er nicht versteht, warum Pädophilie schlimm ist: nicht weil sie „pfui“ und „anders“ ist, sondern weil mit einem Kind kein einvernehmlicher Sex möglich ist, zwischen zwei gleichgeschlechtlichen Erwachsenen aber sehr wohl. Dass manche das nicht kapieren (können? wollen?), regt mich auf. Ist das Konzept der Einvernehmlichkeit wirklich so schwer zu begreifen?

    • Mir gegenüber darfst du immer frei von der Leber weg reden. Auch mit mehr als nur 500 Worten 😀

      Wie ich bereits schrieb, so sehe ich diese „Sieg“ als eine Art Signal gegen LGBT. Eine Kaltfront zieht auf. Dagegen helfen nur bunte Regenschirme. Und eben noch mehr und bessere Aufklärung. Auch dafür gibt es diesen Blog.

  7. meines Erachtens, war der auslöser der Proteste nicht unbedingt die Frage ob das Thema (Homo)sexualität in den Unterricht gehört oder nicht. Vielmehr die Aussicht mit einem Thema erfolgversprechend gegen die derzeitige Regierung in BaWü zu protestieren.
    Hätte es in der Vergangenheit nicht soviel Wirbel um den Bahnhof und die gescheiteret Wahl der CDU gegeben – wärs bei einem Sturm im Wasserglas geblieben und die Lehrninhalte wären in den Lehrnplan eingeflossen – Schließlich hat die CDU auch abgeordnete die nicht zur Hetero-Fraktion zählen im Landtag 😉

    Das eigentlich Traurige, ist das Inhalte in den Schulen wegfallen die eigentlich „tolleranzstärkend“ sind.

    Das eigentlich Gute daran ist, dass die Schüler über ihre Eltern, die das verhindert haben, den Kopfschütteln.
    Und das ist gut so – und freut auch den toleranten Hetero. *lach

  8. Interessanterweise hat sich Kretschmann damit irgendwie nicht sein eigenes Grab geschaufelt. Ich bin froh, dass ich in Köln wohne. Hier ist man uns Homosexuellen gegenüber schon echt toleranter als anderswo, Regenbogenkriegerin. 🌈 😉

    • Eigentlich war schon für letztes Jahr die Rückkehr nach Düsseldorf geplant. Vom Ländle hatten wir beide die Nase voll. Aber beruflich sind wir dort noch stark verflochten, also haben wir das verschoben. Zu Kretschmann habe ich eine Meinung, die nicht mehr sonderlich gut für ihn ist. Nuff said. 🙂

      • Nuff!?! 😜 Dafür habt ihr beide einen Job, der euch Spass macht. Sportwagen testen, ist ja wohl super! 😁 Und ja, mir ist klar, dass ihr nicht nur tolle Wagen testet bei eurer Arbeit. 😉

      • „Nuff said“ ist Slang für „Enough said = Genug gesagt.“

        Primär bin ich Unternehmensberaterin. Ich habe mich schon eine Weile selbstständig gemacht. Wobei die Grenzen zum Karate fließend bleiben. Ich gebe Privatstunden für ausgesuchte Klienten / Firmen, habe eine Kindergruppe und trainiere ansonsten meine Mädels. Die Testwagen bringen uns dabei von A nach B. Nur ab und zu wird das zum Hauptberuf. Wie in Schweden oder wenn wir einen Motoren Stresstest machen. Das mag spaßig klingen, ist aber durchaus harte Arbeit. 20 Runden auf einem Testgelände in einem Wagen ohne Klimaanlage gehen an die Substanz. Die bleibt aus, um die Daten nicht zu verfälschen.

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