Ich will nicht artig sein! – Eltern und Kinder heute

Die WELT online gehört nicht zu meinen Freunden. Aber ab und an gibt es selbst dort etwas, was mich interessiert. So auch beim Interview mit Julia Heilmann und Thomas Lindemann. Die beiden haben ein Buch geschrieben, das ich mir kaufen möchte. „Alle Eltern können schlafen lernen. Erziehungsweisheiten auf den Kopf gestellt“, ist der Titel.

Nun bin ich keine Mama. Aber ich war lange genug Kind. Laut Yuki bin ich das immer noch, aber das spielt keine Rolle. Ich mag gern kindisch sein. Wichtiger für mich ist das Verhalten von Eltern ihren Kindern gegenüber und wie sie diese damit prägen. Als Feministin habe ich so meine eigenen Ideen, wie Kinder erzogen werden sollten. Vor allem aber, wie nicht!

Ich hatte das große Glück Eltern zu haben, die meine Natur vermutlich instinktiv erkannt haben. Und die ist und bleibt rebellisch. Unangepasst und kämpferisch. Statt Verbote zu erteilen, haben sie mich mit sanfter Hand gelenkt. Und das war mein großes Glück. Aber wie machen das andere Eltern? Solche, die aufgeklärt und vor allem auf der Seite der Mädchen sind? Werden Kinder nicht erst durch ihre Eltern in Rollen gezwängt, die sie vorher noch nicht kannten?

„Jungs weinen nicht“, wird den Söhnen gesagt. Aber bitte warum? Warum sagt die aufgeklärte Mutter von heute das? Warum muss das Mädchen ein rosa Kleidchen tragen und als Prinzessin angesprochen werden? Sind alle Eltern doof? Merken sie nicht, was sie den Kindern damit antun, in welche Rolle sie diese drücken? „Sei artig“, passt nicht in Julia Heilmanns Erziehungsstrategie. „Wir wollen ja eigentlich gar keine artigen Kinder, sondern Kinder, die kreativ, eigenwillig und eben nicht autoritätsgläubig sind“, sagt sie. „Deshalb sind diese Sätze frustrierend, für Kinder und Eltern.“ Und damit hat sie recht.

„Iss dein Gemüse“, kenne ich von befreundeten Eltern. Aber der Junge denkt nicht mal daran. Es ist grün und eklig für ihn. Aber die Eltern verstehen seine Nöte nicht. Der Teller muss leergegessen sein. Das gehört sich nun mal so. Aber mit Zwang erreichen Eltern nichts. Natürlich brauchen Kinder gewisse Regeln. Das sehen auch die beiden Autoren so. Die „Schimpfwortliste“ fand ich süß. Klar sollen Kinder nicht fluchen. Der sollte besser in der Karibik bleiben, das kommt viel besser an.

Thomas Lindemann hat es treffend formuliert. Hut ab vor dem Mann. Statt Verbote sollten Eltern die klassische „Ich-Botschaft“ benutzen, hat er gesagt. „Ich möchte, dass du jetzt mal leise bist, weil ich mir das für mich wünsche“. Kinder verstehen das leichter, als Verbote. Und da stime ich ihm zu. Was ich mir bei Eltern und für Kinder wünsche geht noch einen Schritt weiter. Weg vom klassischen Rollenverständnis! Mädchen müssen süß und brav sein und Jungs dürfen nicht weinen? Bitte was soll genau das? Das ist blanker Unsinn und stammt aus dem Mittelalter.

Meine Mama hat mich als kleines Mädchen in eine Puppenküche gestellt. Ich sollte nun damit spielen. Laut ihrer Erzählung soll ich sie vorwurfsvoll angeschaut und das für Japaner so ungeliebte Wort „Nein!“ benutzt haben. Mayumi pur. Viel lieber habe ich ihr in der Küche geholfen und dort für ein mittleres Chaos gesorgt. Töpfe und Pfannen haben einen ganz eigenen Klang, wenn man sie gegeneinander schlägt. Noch viel lieber habe ich meinem Papa beim Training zugeschaut. Da konnte er machen was er wollte. Sofort wenn er ins Hauseigene Dojo ging, krabbelte ich hinterher. Wer das verhindern wollte musste mein Geschrei ertragen, bis ich meinen Willen bekam. Ist mir gesagt worden! Daran erinnern kann ich mich leider nicht.

Meine Eltern hätten sich bestimmt auch gewünscht, dass ich anders werde. Aber instinktiv haben sie mir Freiheiten gelassen, die mich geprägt haben. Und genau diese Freiheiten wünsche ich mir auch für andere Kinder. Was nicht bedeutet, dass sie Eltern drangsalieren sollten. Ich bin für Offenheit, für Toleranz. Mädchen sollten wenn sie wollen Fußball spielen und Jungs von mir aus auch mit Puppen. Ist doch alles keine große Sache. Weder macht es Mädchen lesbisch, noch einen Jungen schwul. Aber diese Kinder dürften offener für andere sein, die nicht so sind wie sie.

„Kinder verstehen schon früh, dass es nicht nur um sie geht, dass andere auch Bedürfnisse haben“, hat Julia Heilmann gesagt. Das steht bei mir in keinem Widerspruch zu dem, was ich geschrieben habe. Ich wünsche mir nur einfach andere Eltern. Solche, die weg von den eingefahrenen Bahnen althergebrachter Erziehungsmethoden sind. Natürlich ist das schwer. Beruf, Stress, Geldsorgen und Nöte, prägen oft das Leben. Und prompt wird man sich als Elternteil dabei ertappen, wie man „Nein, das machen Kinder nicht!“, ausspricht.

Vielleicht sollte es Kurse für (werdende) Eltern geben. Wie man sich Kindern gegenüber verhält. Denn die meisten Eltern haben davon keine Ahnung. Die Verbote der eigenen Kindheit werden gebetsmühlenartig wiederholt. Und schon ist das Drama vorprogammiert. Wille trifft auf Willen. Woraus der Widerwille und kindlicher Ungehorsam entsteht. Lasst Kinder auch mal unartig sein und geht weg von den klassischen Erziehungsweisheiten. Steckt sie in keine rosa Kleidchen, oder Papas alte Fußballschuhe. Lasst Kinder wieder Kinder sein und kein Klischee. Das wünsche ich mir.

61 Kommentare zu “Ich will nicht artig sein! – Eltern und Kinder heute

  1. schönen guten morgen und grundsätzlich kann ich dir nur recht geben mit all deinen fragen und antworten auf dein thema wenn wohl man mit eigenen kindern vorstellungen und wertigkeiten gleich mal an die grenzen stößt und ein bisschen die frage auftaucht wie jemand ohne kinder wenn noch selbst ein Kind 🙂 so ein thema in den raum wirft!?!

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    • Ich werfe, das hast du gut erkannt. Warum? Weil ich es kann. Weil ich die Fragen kenne. Die Antwort(en) nicht unbedingt. Aber schau dir die kleinen Prinzessinnen und Prinzen im tägliichen Leben an und wie falsch Kinder immer noch erzogen werden. Vielleicht fängst du dann den Ball 😉

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      • versuch mit 4 kindern definitiv den ball immer fangen und ich kritisiere nicht deine fragen denn die stell ich mir auch und ich würde auch einen crash-kurs oder sogar einen fortgeschrittenen für werdende Eltern vorschlagen wenn wohl auch ein Studium nicht reichen würde denn bei der Vielzahl an Eltern und deren Neigungen Erfahrungen und dergleichen und bei noch mehr potenzial bei den kindern würde es ein never ending ding an kurs werden und doch plädier ich auf die Menschlichkeit und die schöne Verschiedenheit der menschen die uns in unserem sein bereichern auch wenn ich bei dir bin dass vieles anders laufen könnte!!

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      • Auch wenn meine LeserInnen mich oft als kleine Gewitterhexe sehen, die scheinbar die Ruhe nicht gepachtet hat, so bin ich innerlich doch sehr ausgeglichen. Vor allem, wenn es um Kinder geht. Ich mag diese kleinen Seelen sehr, ihre Denkweise und Unbekümmertheit. Wenn ich dann entnervte Eltern sehe, die ihr Kind durch die Fußgängerzone prügeln, bin ich kurz davor dem Elternteil in den Hintern zu treten. Überspitzt ausgedrückt! Bei echter Gewalt Menschen gegenüber greife ich wirklich ein.

        Ich fände es gut, wenn Kinder sich freier entscheiden könnten. Männer mehr Gefühle zeigten und weniger dominant aufträten. Genau das wird ihnen doch auch von den Eltern so vermittelt. Trete ich als Frau so auf, werde ich verlacht und bin geächtet. Und bitte warum? Wer entscheidet das für mich?

        Vier Kinder stelle ich mir spannend vor 🙂 Das wäre eine Lebensaufgabe. Und ich könnte gleich vier Karate Champions formen … 😀 So sie es denn wollten. Denn zwingen würde ich sie nicht.

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      • absolut eine Lebensaufgabe und verdammt schön und wieder geb ich dir recht denn ich versteh auch oft nicht wie es manche warum auch immer wie auch immer machen oder nicht einsehen dass es anders gehen könnte doch meine philosophie der dinge liegt sehr im eigenen und auch in den eigenen vier wänden denn wer zuhause keinen frieden hat kann nur scheinbar aussen welchen produzieren darum gilt als oberstes gebot mein friede zu hause und der ist wie schon gesagt Lebensaufgabe wenn die kleinen vor allem noch mini sind 🙂

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  2. Ich hasse „Ich-Botschaften“! Noch heute versucht meine Schwester, mich damit unter Druck zu setzen. Ich darf nicht deprimiert sein (mich aufregen, mich empören, mich ärgern….), weil sie sich das so wünscht und weil sie das sooooo belastet. Nein, klare Ansagen ohne dies ganze verschwurbelte „magst Du mal…?“ und ohne „Druck“ finde ich am besten.
    LG
    Ulrike

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  3. Hm, ich finde es auch schwierig aus Sicht einer Frau die keine Kinder hat über Erziehung und deren Richtigkeit zu urteilen. Klar du kannst darüber urteilen, wie deine Erziehung durch deine Eltern war.
    Verbote gabs bei mir in diesen Fällen, wo Gefahr bestand.
    Wer lässt sein Kind schon in die Gefahr laufen, ohne was zu sagen?

    Freie Entfaltung ja! Aber nur wenn damit nicht die „Freiheit“ anderer Menschen beschnitten wird.

    Meine Töchter haben mich sicher gehasst, für manches was ich ihnen “ angetan“ habe, nach ihrer Ansicht in der Pubertät zb.
    Heute allerdings sagen sie: Du hattest mit allem recht.

    Aber ich denke es gibt soviele Ansätze zur „richtigen“ Erziehung wie es auch falsche gibt.

    Allen, oder den meisten gemeinsam ist, dass Eltern für ihre Kinder nur das Beste wollen.

    lg. Sina

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    • Auf diesen Anfangsatz habe ich gewartet, liebe Sina. Er ist ein Totschlagargument und gehört nicht zur guten Diskussionskultur. Aber du hast ihn bestimmt nicht böse gemeint.

      Jeder Mensch hat das Recht auf (s)eine Meinung. Eltern, oder nicht. Nur schreibe ich anderen Menschen nicht vor, wie sie zu leben haben. Ich wünsche mir lediglich Dinge zu verändern, die allzu auffällig sind. Darum geht es mir.

      Erwachsene prägen nun mal ihre Kinder. Und meist nach einem bereits vorgegebenen Bild. Mädelchen müssen immer süß und artig sein. das passt so wunderbar. Sind sie anders werden sie geächtet. Zu Ärzten geschleppt und zu Dingen gezwungen. Damit sie brav ins Schema passen. Ich kann da einige Beispiele bringen aus meinem Umfeld. Und die sind alles andere als lustig.

      Natürlich ist das überspitzt dargestellt. Trifft aber recht gut den Kern. Eltern wollen oft nur das Beste für sich selbst: Ruhe! Deshalb müssen Kinder brav sein. Deshalb dürfen Jungs nicht weinen. Und und und … Aber warum dürfen sie es nicht?

      Wir erziehen unsere Kinder zu Abbildern unserer selbst. Und diese wieder ihre Kinder. Und letztlich ändert sich dann nichts in der Gesellschaft. Frauen werden immer passiv bleiben und Männer die Dominanz. Von richtiger Gleichberechtigung keine Spur. Auch Homophobie wird weiterhin gepredigt. Und dass Liebe unter Frauen Sünde ist. Siehe Stuttgart am letzten Wochenende. Aber darüber lasse ich mich ein anderes mal aus.

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      • Kein Totschlagargument, denn ich schrieb ja: ich finde es schwierig,…Also ICH, nicht DU, Somit ist das nur meine Meinung, hätte ich keine Kinder würde ich nicht über Erziehung schreiben, bezieht sich nur auf mich.

        Zu allem anderen kann ich jetzt nicht sagen, da ich das nirgendwo so kommuniziert habe und außerdem in einigen Punkten deiner Meinung bin.
        Kinder müssen Kinder sein dürfen! Aber mit Grenzen.

        Zum anderen, gebe ich dir recht, was manche Eltern machen um ihre KInder ins Schema passend zu machen, gehört eigentlich gesetzlich verboten.
        Elternkurse fände ich klasse.
        Hätte ich was zu sagen, wäre das verpflichtend für werdende Eltern.

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      • In meinem Umfeld kenne ich Fälle, die von ihren Eltern mit Verboten belegt worden sind. „Kind, wie kannst du so anders sein, das geht doch nicht!“ Oder „Frauen tun das nicht …“

        Frauen sollten alles tun, was sie nur wollen. Von der Elektroingenieurin bis hin zur Raumfahrerein. Und keine rosa Kleidchen tragen, weil Mama das sooo süß findet … Aaaaaah!!

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      • So ist das!
        Eine meiner Töchter hat schon im Kleinkindalter mit Vorliebe sämtliche Geräte auseinandergebaut und die Lego Indianer STädte bearbeitet, Puppen wollte sie nicht.
        Na und? Dann gabs halt keine Puppen für sie

        Schlimm finde ich auch wie die Kinder heutzutage in die diversen Schulen gesteckt wreden, ohne Rücksicht darauf zu nehmen, wie das Kind tickt.

        Rosa Rüschenkleidchen???? Kreisch, die hätte ich ja bügeln müssen hehe

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      • Ich kenne den Fall eines hochbegabten Kindes, das fast zu Grunde gegangen wäre an der Dummheit der Eltern und Ärzte. Die Tante des Jungen hat ihm quasi das weitere Leben gerettet. Vielleicht erzähle ich irgendwann davon.

        Deine Tochter klingt cool 😀 Genau so eine mag ich auch mal haben.

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  4. Grundlegend gebe ich dir recht. Ich finde es bemerkenswert wenn die Eltern es fertig bringen die Kinder nicht zu modellieren nicht in eine Zwangsjacke reinzudrücken. Ja vielleicht sollte es Kurse für werdende Eltern geben, aber wer würde das entscheiden nach welchen Kriterien? Ich glaube damit fängt das Problem schon an, wie ich feststelle ist es nicht so einfach verschiedene Vorstellungen in den Köpfen zu ändern von den Themen im Sexual Unterricht in der Schule.
    Wie bringen wir das an Frau an Mann?
    Wie ändern wir Kliches?
    Das Thema ist sehr interessant. Danke wieder mal für diesen Bericht der zum Nachdenken anregt.
    Alles Gute in deinen Tag
    Moma

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    • Natürlich ist nicht jeder selbsternannte „Berater“ und Autor sein Geld auch wert. Aber beim Thema Gleichberechtigung und dem typischen „Mädchen müssen süß sein und Jungs dürfen nicht weinen“ fängt es doch an. Wenn Eltern dieses Klischee erkennen und ändern sind wir bereits einen Schritt weiter. Und genau den werde ich gehen 🙂

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      • Ja auf jeden Fall. Genaue diese Klischees finde ich sollten schon längst vom Tisch sein. Ich probiere mich auch immer dort zu Wort zu melden wo ich so etwas höre.
        Habe einen guten Tag.

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  5. Es gibt Kurse für Eltern. Schon lange. Als ich damals unterwegs war, also vor 26 Jahren, besuchte meine Mutter Erziehungskurse, um es besser zu machen als ihre Eltern. Ich durfte mit Autos spielen, während meine Brüder Puppen bekamen – meine Mutter wollte, dass wir die Wahl hatten, womit wir spielen. Wir hatten Freiheiten, meine Mutter war offen und tolerant. Aber ich glaube, dass die Authentizität dabei entscheidend ist. Es gibt sicherlich einige Regeln, an die man sich halten kann, wenn man im Inneren aber nicht selbst lebt, was man vermitteln will, ist es nur eine Frage der Zeit bis die Erziehungsvorsätze scheitern. Das war bei meiner Mutter auch so. „Niemals mit Liebesentzug bestrafen!“, sagte man ihr damals im Erziehungskurs. Irgendwann war das dann aber doch eher die Regel als die Ausnahme.

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    • Du bringst es gut auf den Punkt. Vorleben statt Verbote. Liebe geben und nicht entziehen. Daran scheitert das Eltern-Kind-Modell. Wenn ich als Eltern kleine „Puppen“ möchte, die ich nach Gutdünken manipulieren kann, werde ich scheitern. Und die Kinder vielleicht seelisch angeknackst durchs Leben taumeln.

      Ich sehe mich als Lehrerin und mag andere Menschen gern beschützen und auch unterrichten. Bei Kindern macht mir das großen Spaß. Z. B. im Karate. Aikido „darf“ man ja erst mit 14 machen. Auch so ein doofes Klischee. Mein Papa hat sich daran nie gehalten.

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  6. Wie heisst es so schön, das Internet vergisst nichts. Auch wenn Du für Dich ausgeschlossen hast, Kinder zu bekommen, so meine ich mich zu erinnern, dass Yuki es nicht so kategorisch ausschließt. Vielleicht kommen wir noch zu dem Vergnügen, dass ihr Eltern werdet. Warum schreibe ich das? Weil man erst mit eigenen Kindern merkt was funktioniert und was nicht. Weil man dann erst merkt was bei dem einen Kind funktioniert und bei dem anderen nicht. Meine Frau und ich können heute noch über eine Freundin lachen, die, damals noch ohne Kinder, unserer Ältesten, die damals vielleicht 18 Monate alt war, erklärte, dass sie hören soll, was man ihr sagt. Wann immer wir sehen wie besagte Freundin jetzt mit ihren Kindern kommuniziert müssen wir das Lachen unterdrücken und uns auf die Zunge beißen, damit wir den gut gemeinten Ratschlag nicht zurück erteilen.

    Zum Beispiel die von Dir genannten Ich-Botschaften. Habe ich probiert und nutze sie regelmäßig, da sie manchmal bis häufig (je nach Botschaft) funktionieren. Es gibt aber bestimmte Themen, wo sie völlig ins Leere laufen und rein gar nichts passiert, da Tisch decken, Zimmer aufräumen, etc keine spannenden Tätigkeiten sind. Da müssen dann auch Verbote, etc. angedroht werden, da das Leben nun einmal kein Wunschkonzert ist.

    Puppen, Fußball, Bagger, etc. Warum schenkt man den Kindern diese Sachen? Weil sie bei anderen funktioniert haben. Es gibt Mädchen, die spielen mit Puppen und andere nicht. Es gibt Jungs, die spielen mit Baggern und andere nicht. Es gibt Jungs, die spielen mit Küchen und es gibt Mädchen, die Fußball spielen. Bei meinen Kindern als auch deren Freunden nehme ich da keine Trennung wahr. Die Rosa-Phase bei Mädchen kommt und geht wieder. Das angebliche Rollenverständnis, dass Jungs nicht weinen sollen und das Mädchen süß sein sollen, nehme ich ebenfalls nicht wahr. Ja, der ein oder andere Opa hat so einen Spruch noch drauf, aber in der Generation der aktuellen Eltern kommt ein „Ist nicht so schlimm“, egal ob Junge oder Mädchen. BTW, Jungs weinen viel mehr als Mädchen. Vielleicht hatte sich daraus der Spruch entwickelt.

    Geh einfach auf einen Spielplatz in einer Gegend mit vielen Kindern. Schau Dir dann an wie Eltern reagieren, die „nur“ ein Kind haben und wie die mit mehreren Kindern reagieren.

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    • Ich weiß, was ich über Kinder geschrieben habe 😉 Für mich selbst schließe ich aus schwanger zu werden. Bei mir tickt nichts.

      Wie Eltern mit zwei oder drei Kindern reagieren habe ich bereits erlebt. Aber auch da gibt es Unterschiede. Witzig war ein Vater, der mit drei Kindern unterwegs war. Der war ultralocker, hat meist nur gelacht. Sein Jüngster war in der Trotzphase und wurde von der älteren Schwester „erzogen.“ 😀 Die Kleine hat dem Brüderchen alles haarklein erklärt und als er noch immer nicht hören wollte einen Klaps auf den Po gegeben. Aber das nur so nebenbei.

      Ich halte dich für ein aufgeschlossenes Elternteil, lieber Papa Alec. Aber viele Menschen sind das leider nicht. Ein gutes, wenn auch negatives Beispiel, hat man am Samstag wieder in Stuttgart gesehen. Homophobe Eltern und ihre bereits verblödeten Kinder verglichen den Bildungsplan mit dem Einstieg in die Pädophilie.

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  7. Pffüh, unsere Prinzessin wird auch weiter Prinzessin genannt (und darf und soll natürlich auch mit rosa Kleidchen und Autos und Robotern im Dreck spielen 😛 Wobei… Rosa haben wir glaub ich eh nicht und Kleidchen haben wir irgendwie auch nicht – zumindest nicht der Rüschenkram).

    Ich denke, das ganze Erziehungszeugs kann man auch zerreden und über-verwissenschaftlichen. Wir wäre es denn einfach, Zeit für die Kinder zu haben und ihre Bedürfnisse so zu erkennen, weil man einfach viele Stunden täglich mit seinen Kindern verbringt? Und dann sieht man schon, welche Bedürfnisse erfüllt werden und welche besser nicht (bei rot über die Straße laufen kann ein Bedürfnis sein, aber das werde ich als Mutter garantiert NICHT erfüllen).

    So, und jetzt geh ich die Kickboxer-Prinzessin kuscheln, die gerade Dr. Who mit meiner Frau guckt 😀

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    • Ich kann mir bei euch kaum vorstellen, dass ihr euer Kind nach Schema F erzieht. Wobei es auch bei LGBT-Eltern solche und solche gibt. Zeit für das Kind zu haben ist wichtig finde ich. Und Lust ein Kind zu bekommen. Kinder dürfen keine ungeliebten Wesen sein, wie ich es schon gesehen habe.

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      • Unser Kind könnte sich höchstens über zu viel Liebe beschweren – zum Glück bekommen wir mehr als eins, da verteilt sich die Liebe besser 😛

        Aber hör mal, solange unsere Kinder die Füße unter unseren Tisch stellen… Äh, wie ging’s weiter? 😉 Also, solange sie die Füße unter unseren Tisch stellen, sind wir ihre Diener! Nein, also, Moment, so war’s nicht… Ach, ich glaube, das mit der Erziehung lassen wir mal. 😀 Und wenn sie nicht artig sind, kneifen wir sie in den Popo! Das mach ich mir der Kleinen jetzt schon, weil sie ganz stur mit dem Popo nach unten liegt und sie das bitteschön noch ändern soll 😉

        Oh ja, und selbst unter „uns“ gibt es Paare mit typischen Rollenklischees, die das an den Nachwuchs so weitergeben. Aber das muss ich dir nicht sagen.

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  8. Ja, man merkt deutlich, dass Du keine Kinder hast 🙂 Du beschreibst Erziehung in einer theoretisch-perfekten Welt, die es nicht gibt, aber im Großen und Ganzen hast Du Recht.
    “Ich möchte, dass du jetzt mal leise bist, weil ich mir das für mich wünsche” ist für ein Kind bestenfalls die Aufforderung „Warum?“ zu fragen, bis es eine zufriedenstellende Antwort hat. Etwas anderes, was mich häufig stört: Mädchen dürfen auch rosa tragen. Zoe gefällt es einfach – gerne kombiniert mit einer Jeans oder allen Arten von Streifen. Das ist kein Rollenklischee, sondern ihre Freiheit und bedeutet auch nicht, dass Jungs kein rosa tragen dürfen.
    Manchmal sind strikte Verbote auch unumgänglich. Wenn Mama oder Papa „Stop!“ rufen, dann muss Zoe sofort (auf)hören. Das setzen wir beispielsweise dann ein, wenn sie an einer Straße steht, rübergehen will und das nahende Auto übersehen hat. Freie Erziehung wäre zwar schöner, aber funktioniert in solchen Situationen nur ein Mal pro Kind.
    Immerhin macht sich unsere Gesellschaft mittlerweile Gedanken über Rollen, das ist schon ein großer Fortschritt.

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    • Ich habe immer recht 😀 Spaß beiseite.

      Natürlich muss es Verbote geben. Aber sollte man dem Kind dann nicht auch erklären warum es etwas nicht machen darf, oder soll? Die Ampelsache versteht sich von selbst. Darüber müssen wir nicht reden. Aber was ist mit oft von Eltern vorgegebenen typischen Frauen und Männer Berufen?

      Ja es stimmt. Immer mehr Menschen machen sich Gedanken um Gleichberechtigung und Rollenverteilung. Aber es ist noch ein weiter Weg. Das kannst du mir durchaus glauben. Perfekt ist anders.

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      • Natürlich müssen Verbote begründet werden. In der Praxis erntet man aber oft genug ein „Ich will das aber“ als Antwort – und dann hast Du verloren, weil keine Begründung mehr akzeptiert wird. Solche Sachen meinte ich mit dem Unterschied zwischen schöner Theorie und täglicher Praxis 🙂

        Die „typischen Berufe“ sind doch alle auf dem Rückzug. Bei der Bundeswehr arbeiten immer mehr Frauen, in Zoe’s Kiga-Gruppe gibt es einen Erzieher – wir haben sogar eine BundeskanzlerIN. Natürlich ist das alles erst im Umbruch, aber ein „perfekt“ wird es nie geben, ebenso keine 50:50 Verteilung. Am Ende geben wir mit der Homogenisierung der Gesellschaft auch ein Stück weit eigene Identität auf. Die oft geforderte Freiheit, dass Mädchen Fußball spielen sollen, wird auch gerne übertrieben und dann selbst zu einem Zwang: Die Tochter aufgeschlossener Eltern muss Fußball spielen, um nicht in Rollenmuster zu verfallen und ist verzogen, wenn sie eine Puppe auch nur ansieht.
        Zoe macht Ballett und Chor – weil es ihr Spaß macht. Reiten möchte sie irgendwie auch gerne, weil ihr Onkel dabei sehr aktiv ist. Wenn sie American Foodball spielen will, müsste ich wohl einen Container voll Kühlkissen bestellen, aber soll sie doch. Geschlechterrollen sind nur dann kein Thema mehr, wenn man sich gar nicht drum kümmert.

        Meine Frau und ich haben auch „geschlechtstypische“ Berufe – es hat sich einfach so ergeben, aber ich kümmere mich morgens und z.T. auch nachmittags um Zoe und stehe fast jeden Abend am Herd. Dafür tobt sie sich lieber im Garten aus oder wird handwerklich aktiv. Warum? Weil wir unser Leben selbst leben und organisieren und uns weder von klassischen Rollenbildern noch von deren Vermeidung leiten lassen. Bügeln muss sie übrigens, wenn ich das versuche, ist es der Lebensdauer der Kleidung nicht gerade zuträglich 😉

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      • Über deinen letzten Satz musste ich nun herzlich lachen. Ich mag deinen Humor.

        Vielen Dank für deine ausführlichen Kommentare und deine Sicht. Sie hat mich interessiert.

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      • @Sebastian: Also bei mir haben Erklärungen immer funktioniert. „Ich will aber“ hat man nie von mir gehört. Ich war schon als Kind sehr verständnisvoll und naiv (meine Mutter hat letztens zugegeben, dass sie mich ab und an angelogen hat beim Erklärungen abgeben) 🙂 Habe auch nie gebockt etc. Ihr macht einfach was falsch 😛 Ne im Ernst, ich denke, dass hängt viel auch vom Temperament etc. des Kindes ab.

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  9. Erstmal vorneweg: ich habe deinen Eintrag gelesen, und bin dann auf das Kommentar von giftigeblonde gestoßen, worauf ich mich gerade irgendwie beziehen will.
    Was du beschreibst, ist eines meiner Lieblingsthemen. Lieblings- deshalb, weil ich es wirklich wichtig finde. Und weil ich nicht finde, dass Eltern da so viel ausrichten können. Es ist die ganze Gesellschaft, die verkehrt läuft. Der Kapitalismus, der fast nur mehr Geschlechterspezifische (also biologisches Geschlecht) Spielzeuge und Kleidung produziert. Der Kindergarten, das Fernsehen, die Freunde. Alles spielt hier mit, nicht nur die eigenen Eltern. Ich halte den Ansatz für falsch, dass Erziehung die alleinige Sache der Eltern ist, denn das ist gefährlich wenn es zB darum geht dass Eltern ihre Kinder schlagen oder psychische Gewalt antun und niemand etwas sagt weil „Erziehung Sache der Eltern ist“. Natürlich gibt es keine richtige und falsche Erziehung, aber für mich gilt, Kinder zu guten Menschen zu erziehen, die andere nicht ausschließen aufgrund hirnrissiger Argumente. Das Wie werde ich erst klären, wenn meine Kinder erwachsen sind. Davon abgesehen, gibt es kein Wie, weil jedeR Mensch alles anders aufnimmt.
    Es ist auch immer schwierig, und ein scheinbares Totschlagargument, wenn Frau ohne Kinder über Frauen mit Kindern (oder Männer/Eltern) urteilt. Aber für mich ist es kein Totschlagargument. Denn wir werden nie erwachsen. Wir tun, was wir für richtig halten. Da niemand Profi Mama oder Papa ist, und wir alle erzogen worden und diese Erziehung (hoffentlich) reflektieren können, können wir zumindest sagen, was wir für richtig oder falsch halten, Ratschläge geben & wie ich finde, auch kritisieren.
    Mit dem Thema Erziehung habe ich mich auf meinem Blog im Übrigen auch befasst, also über meine eigene und die die meine Schwester gerade abzieht, wenn dich das interessiert.
    Liebe Grüße 🙂

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    • Ich bin immer offen für neue Themen und Ansichten. Und Kinder mag ich schon immer sehr gern. Vielleicht wäre ich die absolute Obermama, die alles total regelt und vorgibt. Aber ehrlich? Eher nicht. Bei Kindern lege ich eine Toleranz an, die ich bei Erwachsenen oft nicht habe. Das kommt ganz natürlich bei mir, da muss ich mich kaum bemühen.

      Mit Yuki habe ich mich schon oft und lange über das Thema Kind/er unterhalten und wie wir sie erziehen würden. Dabei auch alle möglichen Szenarien durchgespielt. Das war immer ein Spaß. Vermutlich wären wir die zwei unkompliziert-kompliziertesten Mamas, die es gibt 😉

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  10. Das Buch „Alle Kinder könne schlafen lernen“ dürfte eines der meist verkauften Bücher in Deutschland gewesen sein. Ich kenne niemand, der es nicht hatte. Wir hatten es natürlich auch. Bei diesem verlegerischen Erfolg bietet es sich natürlich an, ein Buch mit einem umgedrehten Titel zu schreiben. Schade, dass mir die Idee nicht kam.

    Das verblüffendste bei dem Thema Kinder war für mich, dass die Erkenntnis, dass die Geschichten von der gesellschaftlichen Determination von männlich und weiblich wohl völliger Unsinn ist. Mein Sohn war noch keine zwei Jahre alt, konnte noch nicht sprechen, und wenn er einen Bagger am Straßenrand sah, war es sehr, sehr schwierig, ihn zum Weitergehen zu bewegen. Und meine Tochter war im gleichen Alter schon kokett, wie eine Persiflage auf weibliche Koketterie. Wir wissen nicht, von wem sie sich das abgeschaut haben könnten. Wir behalfen uns mit der Erklärung, dass hier ein Generationensprung vorliegen muss.

    Interessant fand ich auch, wie früh sich Eigenschaften, wie beispielsweise Ehrgeiz und Passivität, zeigten. Oder das Kulturgut Sprache. Eine meiner Töchter sprach Deutsch, mit einer Grammatik als ob sie eine Polin wäre, die ihre ersten Gehversuche in der deutschen Sprache machte. Und die andere Tochter hatte eine Grammatik sowie Wortfindungen drauf, die eher dem Französischen entsprachen. Die Unterschiede waren ergreifend.

    Aber der Gedanke, von Kursen für (werdende) Eltern ist in der Tat nicht abwegig, wenn man bedenkt, wofür man ansonsten alles eine Lizenz benötigt. Aber es wäre schon ein ziemlicher Grundrechtseingriff.

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    • Wie Polinnen sprechen habe ich erlebt. Süß und irgendwie verdreht. Andersrum, für unsere Ohren falsch.

      Fährt dein Sohn denn heute Bagger und deine Töchter tragen rosa Kleidchen? 😀

      Bei den meisten kleinen Kindern fällt mir auf, dass Mädchen den Jungen oft mehr als nur einen Schritt voraus sind. Ob das auch an den „Baggergenen“ liegt? 😀

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      • … mal was antifeministisches für dich. Ist aber von einer Frau. Eine Personalchefin einer größeren Kommunalverwaltung meinte einmal zu mir, eine zwanzigjährige Frau mit schlechten Zeugnissen dürfe man nicht einstellen. Da käme nix mehr. Bei jungen Männern sei das anders, da diese sich langsamer entwickeln.

        Ja es ist schon beachtlich, wie manche Mädchen abziehen und die Jungs hinter sich lassen. Obwohl ich zur männlichen Ehrenrettung hervorheben kann, dass Jungs ausdauernder im Sinne von zielorientierter sind. Die Zielsetzungen der Mädchen war schon ein bisschen volatil.

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      • Die Personalchefin war vermutlich Generation Spätmittelalter und nicht mehr von dieser Welt.

        Zielorientiert zu sein kann auch engstirnig bedeuten. Mädchen ändern oft den Blickwinkel und schauen über den Tellerrand.

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  11. Guck nur, wie viele Kommentare du hier hast, Mayumi! 🙂

    Ich als Lehrerin muss ganz klar sagen: Die Erziehung vieler Eltern versagt. Daher muss es andere Erziehungsmethoden geben. Zum Beispiel die von unseren Eltern. Denn wir sind ja eigentlich ziemlich gut geworden. Ja, manchmal etwas rebellisch und mit eigenem Kopf. Aber doch wissend, was gut für uns ist. Oder?

    Es war kein harter Kampf bei mir. Nich so wie es das mit den Schülern ist, obwohl die Lehrpläne sich eigentlich zu ihren Gunsten geändert und die Lehrer wesentlich zugänglicher geworden sind. Vielleicht verwöhnen wir sie zu sehr. Lehrer und Eltern sollten häufiger an einem Strang ziehen, denn Grenzen sind wichtig.

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    • Da muss ich kurz was zu sagen. Meine Mutter war selbst Lehrerin. Alte Schule 🙂 Ergo gewisse Strenge. Ich komme aus dem Osten und nach der Wende hat meine Mutter irgendwann ihren Beruf gehasst. Nicht weil sie eine Supersozialistin war und den alten Stoff vermisst hat, sondern weil kein Respekt mehr da war. Ein Lehrer war plötzlich kein Mensch mehr, den man zu respektieren hatte. Nein lieber auf der Nase rumtanzen. Und dann kommen noch die Eltern daher und „beschützen“ ihr Kind. Früher früher war das anders 🙂 Gab es ein Tadel von der Schule, gab es Stubenarrest. Heute gibt es Familien, die feiern das dann. Böse ausgesprochen. … Grenzen, Regeln … sind doch da um verletzt zu werden. … antiautoritäre Erziehung, „mein Kind ist so toll“, und so weiter … jupp hat auch Nachteile und Lehrer dürfen es ausbaden

      Meine persönlichen Lieblingslehrer waren übrigens die, die zwar streng waren, so dass es immer schön still in der Klasse war, die aber zum einen auch immer mal wieder ein paar Minuten eingebaut haben, wo man mal locker über andere Themen reden konnte. Also so was wie streng aber nicht kalt … Ich glaub meine Mutter war auch so jemand (hatte nie Unterricht bei ihr), weil komischer Weise war sie trotz ihrer Strenge doch auch genau bei den schwierigsten Schülern irgendwie beliebt

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  12. Hmm wie hast du das eigentlich gemacht das du meiner Mama dauernd zugeschaut hast? Du sollst nicht heulen, trag gefälligst eine Jeans… ach ja… Ma(fia)ma.
    Aber ich machs besser. Ich bekomm erst garkeine, also kann auch nix schief gehen.

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  13. Da hast du ein interessantes Thema aufgemacht. Wie auch die Anzahl der Kommentare belegt. Die ich aber noch nicht gelesen haben 🙂

    1. Es gibt Psychologen, die behaupten, dass dieser Satz „Ich wünsche mir, dass du …“ bei einem Kind so ankommt „Ich habe dich nur lieb, wenn du das machst, was ich mir von dir wünsche.“ Was dann dazu führt, dass man seine eigenen Wünsche hinten anstellt und nur das macht, was andere sich von einem wünschen. Daher ist auch das fragwürdig zu sehen.

    2. Ratgeber, Bücher, Seminare und Co gibt es meines Erachtens nach viel zu viele. Teilweise widersprüchlich, so dass du gar nicht mehr weißt wo vorn und hinten ist. Fängt schon beim Thema „Stillen“ an. Man muss unbedingt stillen, koste es was es wolle. Führt dann dazu, dass Neugeborene 3 Tage hungern dürfen, weil sie ja nach der Falsche nie wieder an die Brust gehen. Hab ich selbst miterlebt. Abartig und pervers sag ich dazu nur noch. … und du fragst 3 Leute und kriegst 10 Meinungen. Irgendwann drehst du am Rad und dann hilft eh nur eins, dein eigener gesunder Menschenverstand und dein Bauchgefühl und vielleicht doch der Rat der Oma.

    3. Du hast vergessen, wie wichtig das Vorleben ist. Was hilft es, wenn du dein Kind gemäß Lehrbuch erziehst, ihm aber das Gegenteil vorlebst. Da hilft dann auch kein Kurs, da sich Gewohnheiten etc. nicht einfach mal so ändern lassen.

    4. Noch wichtiger der Einfluss der Umwelt. Es sind nicht nur die Eltern, die die Kinder erziehen, Kindergarten, Schule, Medien, Nachbarn … So schnell kannst du gar nicht gucken, da ist deine „Erziehung im Allerwertesten“ Einem Kind beispielsweise Mitgefühl beizubringen ist schwierig, wenn die Welt da draußen kalt und egoistisch ist. Einem Kind beizubringen, dass man auch Pflichten hat, ist schwierig, wenn die Freunde solche Pflichten nicht haben und machen können was sie wollen … und so weiter … apropos Gesellschaft, hast du mal versucht Babyklamotten zu kaufen, die nicht rosa oder blau sind?

    5. Wenn dich deine Eltern lieben, so wie du bist, hilft es einem Kind nicht viel, wenn es tagtäglich gemoppt wird. Kann schnell passieren, wenn ein Junge mit Puppen spielt oder auch mal ein Kleid anzieht. Da hat man es als burschikoses Mädel einfacherer. Das ist gesellschaftlich anerkannter.

    6. Es muss genauso erlaubt sein, dass ein Mädchen die kleine rosarote Prinzessin ist wie ein kleiner Raufbold. Es muss dem Kind gefallen. Wenn ein Mädchen eine Prinzessin sein will, dann muss sie es sein dürfen. Und das ist gut so. Genau wie es erlaubt sein muss, dass sie später eben zur Hausfrau wird, wenn sie es möchte. Das gehört ebenfalls zur Freiheit. Wir sind alle verschieden. Es gibt kein Patentrezept. Jemand sagte mal etwas sehr entscheidendes als es um die Wandfarbe eines fünfjährigen Mädchens ging: „Es muss ihr gefallen“… ach ja, und ihr gefällt nun mal rosa. Ach und ich finde die Vielfalt der Menschen mach das Leben doch erst lebenswert. … Und ob ein Kind nun Prinzessin oder Amazone sein will, wird es schon irgendwann von sich geben. Wir zwei wissen das sehr genau. Und bis dahin kann man es ja mit dem „Standardzeug“ beschäftigen. Besser ne Puppe als gar kein Spielzeug. .. und ebenso muss es erlaubt sein, dass jemand eben der stille Denker ist und jemand anderes das laute Sprachrohr.

    7. Ich wurde so erzogen, dass man mir erklärt hat, wieso warum und weshalb. Und genau das hat mich zu einem denkenden Menschen gemacht. Auch ein „das macht man nicht“ kann man in den meisten Fällen erklären. Auch so, dass es ein Kind versteht. Und im schlimmsten Fall muss es halt auf die heiße Herdplatte greifen. Bildlich gesprochen. Wir lernen eben auch durch Fehlversuche.

    8. Die Grundsatzfrage, die ich mir gestellt habe beim Lebens deines Beitrags, war: „Was wollen wir Kindern in dieser Welt heute wirklich mitgeben“ Im Grunde wollen doch alle Eltern, dass ihre Kinder glücklich werden. Doch wie wird man glücklich? Wenn man ein erfolgreicher Egoist ist mit Burnout? Wenn man ein zusammenoperiertes Kunstobjekt ist? Wenn man von HarzIV lebt? … bla bla… Das wichtigste ist doch, dass jeder für sein Leben allein verantwortlich ist. Dass Taten und Handlungen Konsequenzen haben und auch Regeln ihren Sinn haben. Dass ein Zusammenleben nur so funktioniert (Auch bei Tieren gibt es Regeln, damit ein Zusammenleben funktioniert.). Geben und nehmen. Dass man selbst herausfindet, was einen glücklich macht. Dass man sich Dinge erarbeiten (erkämpfen) muss/ kann. … im Grunde hat sich da doch nichts geändert. Nur das schwierige ist heute, dass dir viel mehr Türen offen stehen und gleichzeitig nichts mehr echt und verlässlich ist. Um so wichtiger ist es herauszufinden, was man wirklich will. Dass man sich auf wahre Freunde verlassen kann. Wie wichtig Ehrlichkeit ist. Dass man verletzt werden kann, aber nicht aufgeben sollte. … Ach und immer daran denken, was hinten als Konsequenz herauskommen kann. Nur erfolgreich und egoistisch sein macht auch nicht glücklich.

    Und abschließend. Man sollte vorsichtig sein, als Nicht-Mutter „altklug“ daherzureden. Und die Zeiten haben sich auch sehr stark geändert. Ist vieles nicht mehr so „einfach“ wie zu der Zeit als wir Kinder waren. Wobei es bei mir sicher noch einfacherer war.

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    • Ein super Kommentar. Kann dem nur zustimmen.

      Bzgl. Nr 2: Es ist tatsächlich so, wenngleich mein Eindruck ist, dass das Stillen wieder zunimmt. Im Umkreis stillt jede Mutter, manchmal länger, manchmal kürzer. Es sei denn, dass es gar nicht funktioniert.

      Bzgl. Nr. 3: Wie oft habe ich mich schon gewundert, wo meine Kinder dieses komische Verhalten her haben. Etwas Beobachtung an meiner Frau oder mir hat meistens die Lösung erbracht.

      Bzgl. Nr. 4: Auch hier stimme ich zu. Es ist allerdings ein schmaler Grat zwischen ähnlichen Umfeld und mangelnder Diversität. Wenn alle Kinder im gleichen Umfeld mit ähnlichen Erziehungsvorstellungen aufwachsen, dann macht es vieles leichter, aber öffnet nicht gerade den Horizont. Und es ist wirklich schwierig eine andere Farbe als rosa oder blau zu bekommen.

      Bzgl. 6: Die Rosa Phase geht von alleine wieder weg. Da muss man gar nichts machen.

      Bzgl. 7: Manchmal denke ich mir, dass so ein bißchen „Herdplatte“ vieles vereinfachen bzw. abkürzen würde, aber mache ich dann doch nicht.

      Bzgl. 8: Da sind alle Eltern gleich. Jeder will für seine Kinder nur das Beste,

      Wie in meinem ersten Kommentar erwähnt, vergisst das Internet nichts. So wird jeder Kommentar am Ende wieder auf den Tisch kommen. Deiner, Mayumis, meiner. Und die jeweils anderen werden entweder zustimmen oder sich kaputt lachen.

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      • Jupp du hast absolut recht. Das Internet vergisst nie und beinhaltet die gesamte Meinungsvielfalt der ganzen Welt.

        Das mit der Übernahme von Verhaltensweisen der Eltern oder anderer Bezugspersonen hat schon was. Haben wir nicht alle auch an uns Verhaltensweisen festgestellt, die man eindeutig seiner Mutter oder seinem Vater zuordnen kann? Führt meist zu dem netten Satz „Ich bin wie meine Mutter/ mein Vater“. Ich bin ja ohne Vater aufgewachsen. Und habe schon sehr früh festgestellt, dass ich wenig von der Theorie mit den Genen halte. Bestimmte Dinge mögen vielleicht in den Genen liegen, wie Talente oder körperliche Dinge wegen mir auch Temperament/ Emotionalität etc. Aber alles in allen sage ich immer, ich bin geprägt durch meine Mutter und das Umfeld in dem ich aufgewachsen bin. Meinen Vater kennenzulernen, würde mich nicht weiterbringen, wenn es darum geht, mich selbst zu erkennen/ finden.

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    • Wer macht eigentlich ein Mädchen zur „rosa Prinzessin?“ Und wer den Jungen zum neuen Fußballstar? Es sind nicht nur die Eltern. Aber auch. Von selbst kämen beide nicht auf die Idee. Oder hast du jemals ein rosa Kleid getragen? Wenn ja … rede ich nicht mehr mit dir 😉

      Danke für diesen ausführlichen Kommentar. So macht bloggen Spaß 🙂

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      • Klar gibt es Eltern, die ihre Kinder in eine bestimmte Richtung trimmen. Aber wie viele sind das wirklich? Ist jede Mutter, die ihren Sohn am Wochenende zum Fußballturnier fährt, daran interessiert, dass er der neue Messi wird? Oder ermöglicht sie ihm einfach nur, das zu machen woran er Spaß hat? … Wovon kommen wir denn überhaupt von selbst? Sind wir von allein auf die Idee gekommen uns hier rumzutreiben?

        Ich komme aus dem Osten, wir hatten Farbverknappung. Bei uns gab es kein rosa 🙂 Meine Mutter hat mir wir alle anderen Mutter auch, das gekauft was es zu kaufen gab – an Röcken und Kleidern. Und auch Mädchenspielzeug. Was Spielzeug betrifft, hat sie relativ schnell begriffen, dass Mädchenkram Geldverschwendung ist und von mir nicht angeguckt wird. Dann gabs halt Eisenbahn und Co. Das was ich mir gewünscht habe. Die Autobahn hat sie mir aber aus Platzgründen nicht gekauft 🙂 Und was Kleider und Röcke betrifft habe ich mich in der dritten Klasse endgültig durchgesetzt. Seitdem nie wieder getragen. Da hat auch kein „Ich wünsche mir“ geholfen. Und so weit ich mich erinnere hat sie das versucht 🙂

        Weißt du, was ich mich frage. Wenn du und deine Frau ein Mädchen hätten, wie es wohl aufwachsen würde. Würdest du nicht genau das gleiche machen, was du kritisierst? Nur eben anders. Männer sind scheiße. Und rosa Kleider auch. Würdest du sie nicht auch so prägen, wie du es für dich für richtig hältst? Aber was wäre mit ihr? Denk mal drüber nach …

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      • Und ich sah dich nun wirklich als rosa Prinzessin 😀

        Natürlich würde ich meine Tochter prägen. Kinder schauen sich viel von ihren Eltern ab. Bei mir wäre das der Kampfsport. Nur zwingen? Nie! Keine Chance. Aber das musste mein Papa auch nicht bei mir machen. Ich wollte einfach in seiner Nähe sein. Und mir gefiel offenbar, was er da machte. Daher habe ich es es auch gelernt. Und das war gut.

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  14. Es ist bestimmt verkehrt, ein Kind mit aller Macht in eine Richtung zu zwingen, in die das Kind nicht gehen will. Ich bin aber der Meinung, dass gewisse Gebote, Verbote und Werte, die den Kindern mitgegeben werden, absolut wichtig und richtig sind, sonst wird eine Gesellschaft reiner Egoisten herangezüchtet.
    Ich denke übrigens auch, dass kindlicher Ungehorsam nicht durch Verbote entsteht, sondern eher durch inkonsequente Erziehungsmethoden oder mangelnde Zeit seitens der Eltern für ihre Kinder.
    Was die Klischees wie „rosa Kleidchen für Mädchen“ und „Jungen dürfen nicht weinen“ betrifft, so sehe ich diese in meinem Umfeld (und auch sonst) überhaupt nicht (mehr) gelebt. Und trotzdem hat sich die 7jährige Tochter der Nachbarin für Fasching ein Prinzessinenkleid gewünscht. Hätte die Mutter ihr das nun verwehren sollen, um kein Klischee zu bedienen?
    Die Erziehung der Eltern hat auf die Entwicklung der Kinder bestimmt einen grossen Einfluss – vorallem in den ersten paar Lebensjahren. Danach kommen zur elterlichen Erziehung noch so viele weitere externe Faktoren mit dazu, die diesen Einfluss je länger desto mehr abschwächen: Kinder sind ein Spiegel unserer Gesellschaft, deshalb müssten wir uns alle (ob Eltern oder nicht) an der eigenen Nase nehmen, um Kindern generell ein gutes Beispiel zu sein.

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    • Das rosa Kleid ist ein absichtlich gewähltes Klischee. Es traf aber voll ins Schwarze. Kinder sehen es wo? Bei anderen Kindern, deren Eltern sie ebenfalls getragen haben weil deren Eltern … 😉

      Und diesen Spiegel möchte ich gern zerbrechen und normale Kinder sehen.

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  15. Die Äusserungen von Guiness, Sebastian, Clumsy decken sich weitgehend mit meiner Meiniung, da ist von meiner Seite nichts weiter anzufügen. Die 3 erwachsenen Söhne erzog hauptsächlich meine damalige Frau. Ich werde die nächsten Jahre unserer kleinen Emma, jetzt 7 Monate, alle meine Zeit widmen, sie zu fördern und zu erziehen, sie denken zu lehren, ihr eine „gute“ Einstellung (attitude) vorzuleben.

    Die Schweiz ist komisch, zur Hundehaltung ist ein Lehrgang obligatorisch, man wollte auch eine Lizenz für Kinderbetreung durch Dritte, inklusive Grossmama, Tante, aber das kam nicht durch. Elternteil sein kann jede lizenzfrei.

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  16. Mir gefallen Deine Beiträge sehr, bei den meisten sage ich mir zum Schluss „Wow, unterschreibe ich“.

    So auch hier! Ich spreche ungern von „Erziehung“ – erziehen hieße für mich, sich das Kind so zu formen, wie man es gerne hätte! Nein, ich möchte meine Kinder nicht erziehen. Ich möchte ihnen dabei helfen, ihr eigenes Ich zu finden und zu selbstständigen, selbstsicheren Menschen heranzuwachsen.
    Ich denke auch, dass vielen Menschen die Empathiefähigkeit heutzutage abhanden gekommen ist. Sie müssen sich zu sehr mit sich selbst beschäftigen. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass eine Mutter mitten in der Stadt komplett ausrastet und ihr Kind anschreit, weil es sich ja nicht so benimmt, wie es soll. Hätte sie sich in ihr Kind hineinversetzt, hätte sie bemerkt, dass es ihm einfach zu warm in der dicken Jacke war…
    Und wie soll das Kind den Sinn einer Aussage verstehen, wenn es sie durch aus Wut geformte Worte ins Gesicht gepfeffert bekommt? Da reagiere selbst ich, als sogenannte „Erwachsene“, mit Abwehr und Sturheit…
    Ein wenig mehr Geduld und Verständnis würde mit Sicherheit schon kleine Welten bewegen!!

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  17. Ein super Beitrag, über die Kinder von heute wollte ich schon lange was schreiben – es ist nur immer so ein heißes Thema, viele Eltern fühlen sich auf den Schlips getreten, wenn man was sagt. Ich habe selbst keine Kinder und das wird gerne als Gegenargument benutzt, warum ich falsch liege und angeblich keine Ahnung hätte. Wie du schon erwähntest, man war selbst Kind und kann sich noch gut erinnern, wie es war, was die Eltern falsch taten. Selbst heute räumt mir meine Mutter ein, dass sie damals einiges nicht besser wusste und so und nicht anders gehandelt hat. Ich hatte dennoch eine gute Kindheit und wurde gut erzogen. Nur manche Strafen und Verbote habe ich als Kind nicht verstanden, weil sie mir nicht erklärt wurden.

    Meine Großkusine hat zwei Kinder adoptiert und musste mehrere Monate Erziehungskurse besuchen – sie nahm die Sache sehr ernst. Selbst hat sie viele Pädagogische Bücher gelesen. Sie entdeckte, dass die meisten Nachschlagewerke sich sogar widersprechen, nur durch die Anzahl der gelesenen fand sie für sich den besten pädagogische Weg. Als die Mädchen kamen, gab es viel Arbeit – sie waren schon etwas älter und haben bereits schlechte Erfahrungen im Leben gemacht. Man musste viel Geduld aufbringen und viel mit ihnen arbeiten bis sich diverse Ängste und das Misstrauen nach und nach legten. Ich bin immer wieder erstaunt, wie gut dort alles funktioniert und eigentlich nur, weil beide Eltern ihre Aufgabe mit voller Hingabe und Vorbereitung meistern und Hand in Hand arbeiten.

    Eine solche Vorbereitung auf das Familienleben wäre für alle sehr wertvoll . Es muss ja nicht so ausgiebig sein, wie bei den beiden. Schon alleine die Fähigkeit die Dinge aus Sicht des Kindes zu sehen und auf gekonnt die Grenzen aufzuzeigen, die ein Kind auf jeden Fall braucht sind viel Wert und das wäre meiner Meinung die perfekte Grundlage für Elterndasein. Viele besitzen nicht die Fähigkeit sich in andere hinein zu versetzen, es ist aber etwas, was man sich aneignen kann.
    Eine idee für die Umsetzung habe ich nicht – man kann ja niemanden zwingen. Vielleicht wäre das mal was für den Vorbereitungskurs oder sogar schon Material für den Unterricht noch während der Schulzeit. Ich weiß es nicht.

    Ich sehe die Entwicklung, meine Mutter bedingt durch ihren Beruf auch. Leider beschäftigen sich immer mehr Eltern immer weniger mit ihren Kindern. Viele parken ihre Kinder vor dem TV, vor Playstation o. ä. damit sie Ruhe haben. Es ist der Wandel der Zeit, früher das das in der Form nicht möglich, vielleicht hätten unsere Eltern es genauso getan. Der Respekt gegenüber älteren Menschen geht in der Tat verloren und von Generation zu weiteren Genration nimmt das zu.

    Wie wäre es mit einem Führerschein für werdende Eltern? 😀

    LG, Emma

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    • Vielen lieben Dank für diesen wirklich sehr ausführlichen Kommentar!

      Wer mit einem Totschlagargument kommt, hat schon verloren. Dann diskutiere ich nicht.

      Ich mag Reizthemen und provoziere gern Reaktionen. Mich interessiert die Meinung anderer und was sie über Dinge denken.

      Und wieso hast du keine Kinder? Jetzt aber hopp! 😀

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      • Warum wir keine Kinder haben? Bei mir ist der Wunsch nie aufgekommen, ich dachte vielleicht kommt er irgendwann – es war aber nicht so. Mein Mann war schon immer der Meinung, dass er keine möchte, weil er die Zweisamkeit genießen mag. Außerdem lt. Arzt wäre bei ihm die Wahrscheinlichkeit im Lotto zu gewinnen größer als ein Kind zu zeugen. Wir hätten dann nachhelfen müssen. 😀 Inzwischen sind wir 38 + 43 und sind mit unserem Leben so wie es ist zufrieden und könnten uns eine solche Lebensveränderung gar nicht mehr vorstellen. Ich habe beschlossen liebe eine gute Tante zu sein 😉
        LG, Emma

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