Skandal um Sibylle Lewitscharoff – Büchner-Preisträgerin wettert gegen künstliche Befruchtung

Prominente werden gern nach ihrer Meinung gefragt und Schriftsteller oft über den Grünen Klee gelobt und auch hofiert. So geschehen mit Sybille Lewitscharoff.
Kennt ihr nicht? Dann darf ich euch die Dame vorstellen, die 2013 mit dem Büchnerpreis ausgezeichnet worden ist.  Zu Recht? Nun damals war sie scheinbar noch halbwegs bei Sinnen. Am Sonntag bei ihrer Dresdner Rede nicht.

In ihrer Rede über „Geburt und Tod“ hat Lewitscharoff die künstliche Befruchtung verurteilt und äußerte sich voller „Abscheu“ über Kinder, die auf solch „abartigen Wegen“ entstanden seien. Damit nicht genug hat sie solche Kinder als „Halbwesen“ bezeichnet, „zweifelhafte Geschöpfe, halb Mensch, halb künstliches Weißnichtwas“. „Das ist gewiss ungerecht, weil es den Kindern etwas anlastet, wofür sie rein gar nichts können. Aber meine Abscheu ist in solchen Fällen stärker als die Vernunft“, sagte Lewitscharoff.

Meine Abscheu vor der alten Dame wächst. Mit jeder Minute, jedem Atemzug. Lewitscharoff findet auch ein „Onanieverbot“ weise. Wenn Sperma zur künstlichen Befruchtung eingesetzt werde, sei ihr das „nicht nur suspekt“, es erscheine ihr „absolut widerwärtig“. „Mit Verlaub, angesichts dieser Entwicklungen kommen mir die Kopulationsheime, welche die Nationalsozialisten einst eingerichtet haben, um blonde Frauen mit dem Samen von blonden blauäugigen SS-Männern zu versorgen, fast wie harmlose Übungsspiele vor“, sagte Lewitscharoff.

Boldidenbedingt habe ich erst spät von dem Skandal erfahren, den ich aber nicht unkommentiert lassen möchte. Nur gehe ich diesmal einen anderen Weg und möchte einige Links zu Online-Magazinen posten. Vor allem der SPIEGEL bringt es auf den Punkt und dafür muss ich mich bei Georg Diez bedanken. Normalerweise hätte ich ihn für seine Äußerungen Frau gegenüber in der Luft zerrissen, aber in dem Fall hat er Recht. Herrenreiterin des Kleingeists nennt er Lewitscharoff. Und das tut richtig gut.

http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/georg-diez-ueber-die-lewitscharoff-rede-zu-befruchtung-und-onanie-a-957342.html

Massive Kritik hagelt es auch von der taz. „Was für eine schreckliche, menschenverachtende Tirade!“, heißt es dort.

http://www.taz.de/Rede-von-Sibylle-Lewitscharoff/!134309/

Natürlich fällt „DIE ZEIT“ wieder aus dem Rahmen und bringt lediglich eine kleine Pressemeldung. Auch wenn mein besonderer Freund David Hugendick schnell noch eine Glosse schreibt. Aber die wirkt halbherzig und ist kaum der Rede wert. Wer es lesen mag darf das gerne tun, aber auf die ZEIT verlinke ich nicht.

Auch die FAZ bringt einen sehr guten Artikel:

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/autoren/sibylle-lewitscharoffs-rede-hoeren-sie-nicht-auf-frau-doktor-frankenstein-12835253.html

Das Dresdner Schauspielhaus distanzierte sich als Mitveranstalter in einem offenen Brief sofort von Lewitscharoffs Aussagen. Der Chefdramaturg Robert Koall hat ihn geschrieben. Und das macht er richtig gut. Einen Satz, der schon in der Presse stand, möchte ich ebenfalls erwähnen:

„Es gibt einen Punkt, der die Dresdner Rede vom 2. März gefährlich macht. Das ist das Tendenziöse, die Stimmungsmache, das tropfenweise verabreichte Gift.“

http://www.staatsschauspiel-dresden.de/spielplan/und_ausserdem/dresdner_reden_2014/offener_brief_an_sibylle_lewitscharoff/

Sibylle Lewitscharoff verteidigte sich gegenüber der Kritik mit dem Hinweis auf ihren Vater, einen Gynäkologen, der sich in ihrer Kindheit das Leben genommen hatte. Aufgrund dieser Geschichten sei sie bei solchen Themen schärfer und persönlicher. Sie wolle die Thesen nicht zurücknehmen. „Darf ich in einer Rede nicht sagen, was ich denke? Ich verlange doch keine sofortige Gesetzesänderung oder derartiges“, sagte Lewitscharoff der FAZ.

Sie dürfen sagen, was Sie denken werte Dame. Das darf ich aber auch. Und ich werde. Und ich bim ebenfalls nicht nett. Sie Frau Lewitscharoff sind eine Brandstifterin, mit der ich nicht in einem Haus leben will. Wie Robert Koall schon schrieb: „Ihre Worte sind nicht harmlos, Frau Lewitscharoff. Aus falschen Worten wird falsches Denken. Und dem folgen Taten. Deshalb sind es gefährliche Worte.“ Für mich zumindest sind Sie tot, Frau Lewitscharoff. Und das nehme ich ebenfalls nicht zurück.

Georg Diez hat richtig scharf geschossen, mit seinem allerletzten Satz: „Sibylle Lewitscharoff ist eine schlimme Kulturkriegerin, und wer jetzt noch ein Buch von ihr liest, kann nicht mehr behaupten, er habe von nichts gewusst.“

33 Kommentare zu “Skandal um Sibylle Lewitscharoff – Büchner-Preisträgerin wettert gegen künstliche Befruchtung

  1. Ich war so frei, Deinen Artikel auf Google zu veröffentlichen. Nicht nur in meinen Kreisen. Lesbar für ALLE. Zurücknehmen könnte sie es eh nicht. Was gesagt ist, ist gesagt. Das ist ja das verflixte mit dem gesprochenen Wort.

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    • Mir geht es um Aufklärung und nicht um eine Hetzkampagne. Aber ich bin dankbar für jede Unterstützung. Wobei in diesem Fall ALLE Frauen zusammenstehen müssen! Lesbe, oder nicht. Diese Menschenverachtung, dieser Zynismus, dieser armselige Kleingeist gehört einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Und ich bin froh über die klaren Worte gegen ihre Hetze.

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  2. Was ist das denn für eine verrückte Zeit! Ich dachte, wir leben im 3. Jahrtausend. Aber etliche Leute sind offensichtlich nicht mitgekommen und im 20 Jahrhundert geblieben.
    Vielen Dank für Deine Artikel, in denen Du Dich mit solchen unglaublichen Themen beschäftigst!!!

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    • Glaub mir, ich war doch etwas geschockt von ihren Worten. Aber es passt ins Bild. Nach Matussek zieht nun auch sie vom Leder. Als lesbische Frau bin ich natürlich doppelt von ihrer Hasstirade betroffen. Was wir momentan erleben ist eine neue Hetze gegen Homosexualität und zwar aus allen Bereichen. Noch betroffener macht es aber aus Sicht der Menschlichkeit. Diese Frau hat jeden Respekt verloren, Meinungsfreiheit oder nicht. Das war unterste Schublade, faschistische Hetze pur. Und ich seit langer Zeit froh über die Reaktion der Presse, die ihr nicht nur eine Ohrfeige gab. Ich gehe noch einen Schritt weiter und sage klar, dass man ihr sämtliche verliehenen Preise aberkennen müsste. Dann darf sie gern in ihrer Altersecke sitzen und mit der Welt schmollen. Die Argumentation wird aber sein, den Menschen und den Dichter zu trennen und ihr die Preise zu belassen.

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  3. Herr Diez hat ja eigentlich Recht, aber für mich ist das Wort Kulturkriegerin da falsch gesetzt. Eine Kulturhetzerin ist die Dame, die keine mehr ist. Pfui!
    Du hingegen bist eine wahre Kulturundregenbogenkriegerin, liebe Mayumi.

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      • Ich werde gewiss den Artikel und dein Statement dazu nicht vergessen. Nur frage ich mich, was da mit einer von mir bisher geachteten Autorin geschehen ist. Ich habe daraufhin noch einmal genau im Redemanuskript nachgelesen (von dem Gift probiert) und denke über einiges nach, was dazu zu sagen ist – vorläufig noch mit dem dicken Bleistift. Eines scheint mir aber klar zu sein: Die von Lewitscharoff gebrandmarkte Selbstermächtigung fällt auf sie zurück. Hier wird ein negatives ästhetisches Urteil (das mag ja ihre Domäne sein) in eine ethische Position umgemünzt, die m.E. gänzlich unhaltbar ist. Diagnose: Ideosynkrasie.

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      • Idiosynkrasie mag es treffen. Spontan hatte ich andere Worte für sie parat. Das Entsetzen über ihre Rede hält noch immer an. In meinem Freundeskreis steht Fassungslosigkeit Zorn gegenüber. Auch ich habe versucht neutral zu bleiben, um Beweggründe zu verstehen. Selbst auf eine Entschuldigung, oder Stellungnahme gehofft. Fehlanzeige. Ich werde nicht ihre Richterin sein. Frau Lewitscharoff hat sich selbst gerichtet.

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  4. Zitate aus ihrer Rede zu lesen ist richtig schmerzhaft 😦 Woher kommt dieser Hass, diese Abscheu? Das ist mir alles völlig fremd. Wie kann man Menschen so verachten, zu „Halbwesen“ deklarieren, nur weil man die Umstände ihrer Zeugung nicht gutheißt? Sie sagt doch selbst, dass die Kinder nichts dafür können – und verachtet sie trotzdem. Und dieses seltsam schwülstig-naturalistische Verständnis von Zeugung erinnert mich unangenehm an jenen ungandischen Politiker, der die Vergewaltigung junger Mädchen besser fand als Homosexualität, weil das „wenigstens natürlich“ sei.

    Ich verstehe das einfach nicht 😦

    Und ja, natürlich darf sie sagen, was sie denkt; aber man kann von ihr verlangen, dass sie die Wirkung ihrer Worte vorher abschätzt. Gerade als Autorin muss sie das können. Und darf dann nicht überrascht tun, wenn ihr der Sturm, den sie gesät hat, ins Gesicht bläst. Ich frage mich halt, warum sie sowas denkt, und ich glaube, es täte ihr gut, darüber mal ernsthaft nachzudenken.

    Jedenfalls mögen die Preise für ihre Bücher aus literarischer Sicht gerechtfertigt sein, aber ich möchte jemandem, der solchen Hass verbreitet, kein Geld geben. Der Lichtblick also: ein paar Bücher weniger auf meiner Leseliste…

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    • Ihre halbherzige Rechtfertigung war die Erwähnung ihres Vaters. Aber ob das die Wahrheit ist? Sie als Autorin weiß Worte sehr genau abzuschätzen und auch einzusetzen. Und damit hat sie Feuer gelegt. Gewisse Kreise jubeln und werden sie hofieren. Die Mehrheit der Leser hoffentlich nicht.

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      • Selbst wenn das mit ihrem Vater die Wahrheit ist: Dann soll sie sich in psychologische Behandlung begeben, um ihr Kindheitstrauma zu bearbeiten. Das ist sowohl für sie als auch für die Gesellschaft produktiver, als ihren Zorn über Unschuldigen auszukippen und den Menschenverachtern eine neue Gallionsfigur zu liefern.

        Wenigstens hat sie klar und deutlich Antwort bekommen; das lässt hoffen. Ich rechne es auch Herrn Koall hoch an, dass er sich so schnell so entschieden distanziert hat. Wir können die Hasser nicht zum Schweigen bringen, aber wir müssen ihnen in aller Deutlichkeit sagen, was wir von ihnen halten.

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  5. Die Frau hat unmenschliche Ansichten wie sie nur Fundamentalismus hervorbringt, sie kann sich nicht in Menschen versetzen, die mit kopulativer Fortpflanzung kein Kind kriegen können oder die Fortpflanzung so nicht wollen. Solchen Menschen soll diie heutige Medizin genau so helfen dürfen wie Frau Lewitscharoff, wenn sie Krebs hätte. Ach ja, ich bezeichne Leute, die so abstruse Meinungen vertreten wie diese Frau voller Abscheu als zweifelhafte Geschöpfe. Das darf ich ja.

    Unsere kleine Tochter Emma wäre nicht bei uns ohne künstliche Befruchtung. Ich hatte 17 Jahre vor dem Kinderwunsch meiner 36-jährigen Frau Meow eine Vasektomie machen lassen, und dieser Eingriff ist nach so vielen Jahren nicht reversibel. Also war IVF der Weg. 14 von Meows Eizellen wurden durch ICSI in vitro mit meinem testikulär gewonnenen Sperma befruchtet, ein 5 Tage alter Embrio in den Uterus transferiert, und es klappte auf Anhieb. Vier weitere Embrionen sind eingefroren. Wir haben also Gott ins Handwerk gepfuscht und freuen uns erst recht an Emma.

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    • Was immer ihren Hass auslöste, die Motivation ihrer menschenverachtenden Worte, wir werden die ganze Wahrheit nicht erfahren. Gut und wichtig nur, dass sie „Ohrfeigen“ für ihre Worte bekommt und massiven Widerstand. Das sage ich aus Sicht von Frau, die froh für jedes Stück Wissenschaft ist, das neues Leben ermöglicht. Und für deine Worte danke ich dir 🙂

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  6. gut geschrieben Mayumi.
    Ich finds immer schade das vor Ort keiner ist der den Mut hat solche Menschen in 5min. durch Gegenfragen zu zerlegt. Das wäre so gut möglich wenn die sich so dermaßen weit vom normalen Menschen wegbewegen.

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    • Leider war ich nicht vor Ort. Dann hätte es einen neuen Skandal gegeben. Andererseits haben wir Meinungsfreiheit, Redefreiheit. Darf, muss ich einen solchen Menschen nun unterbrechen, ihm die Redezeit entziehen? Spontan: Ja, ich hätte es getan und sie offen angegriffen.

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  7. Frau Lewitscharoff wird ihre Aussage womöglich bis zu ihrem Lebensende bereuen und sicherlich reichlich Gegenwind erhalten. In heutiger Zeit sind solche Aussagen ein absolutes No-go. Jeder soll so leben können, wie er es möchte. Ich habe eh nie verstanden, wo der Unterschied ist, ob ein Kind zwei Mütter bzw. zwei Väter hat oder eben eine Mutter und einen Vater. Schließlich geht es darum, wie sich die Eltern um das Kind kümmern und nicht, welches Geschlecht sie haben. In Deutschland soll jedes dritte Kind in einem Haushalt mit nur einem Elternteil leben. Sind im Vergleich zwei gleichgeschlechtlichen Elternteile etwa schlechter für das Kind? Diese Debatten gibt es schon ewig und langsam wird es Zeit für neue Töne.
    Sehr gut geschrieben übrigens.
    LG
    Emma

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    • Ob sie die Aussage bereut, oder überhaupt versteht, was sie da von sich gab, das bezweifle ich noch. Sie hat mit ihrer Rede einen Nährboden geschaffen, in dem es ohnehin schon am gären ist. Rechts ist nicht tot, aber bisher gut verborgen. Und im Interesse aller Frauen werde ich mich nicht scheuen, die Flagge gegen solche Menschen, wie Frau Lewitscharoff, zu zeigen.

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  8. Menschen, die durch künstliche Befruchtung ins Leben gerufen wurden, als Halbwesen zu diffamieren, ist sicher krass, und ich teile des Abscheu gegen die Meinungsäußerungen dieser „Dame“.
    Diese Debatte hat mich an etwas erinnert, was ich mal in einem spirituellen/ gechannelten Text gelesen habe: Dass Menschen, die durch künstliche Befruchtung gezeugt wurden, über weniger Lebensenergie verfügen.
    Dass selbst Menschen, die auf nicht gerade harmonische Weise gezeuegt worden (Vergewaltigung), über die Energie der Verschmelzung zweier Menschen verfügen.

    Muss lange her sein, dass mir dies begegnet ist, also kann ich keine Quellenangabe dazu machen, ich will das auch nicht als unumstößliche Wahrheit hinstellen.
    Aber es ist duch ein interessanter Aspekt des Themas „künstliche Befruchtung“.

    Frida

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    • Man kann alles auf eine spirituelle Ebene bringen. Aber vielleicht sollten sich die Verfasser solcher Texte, die vor Lebensfreude sprühenden und auf künstliche Weise entstandenen Kinder anschauen, bevor sie solche Aussagen machen. Denn diese Kinder sind ebenfalls mit Liebe gezeugt. Nur anders. Das Leben findet immer einen Weg. Und das ist gut so.

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  9. Was ich nun nicht ganz verstehe, ist das mit ihrem Vater. Will die Frau ernsthaft behaupten, dass ihre [……] Sichtweise daher kommt, dass ihr Vater Gynäkologe war und sich umgebracht hat? Kindheitstrauma hin oder her, aber das hört sich fast so an, als wäre ihrer Meinung nach sein Suizid in seinem Gynäkologendasein begründet. Boah, jetzt kapier ichs, der arme Kerl hat diesen ganzen „Frevel“ in seiner Branche nicht ausgehalten und sie will jetzt…..
    eh. Ernsthaft??? Mir fehlen die Worte… und ich bin grad auch „von Abscheu erfüllt“. Was hätte die denn gemacht, wenn so ein „Halbwesen“ da zugehört hätte und ihr die Meinung gesagt hätte? (Oder lässt sie sich von „so jemandem“ nichts sagen?) Neinneinneinneinnein…. o.O

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  10. Hab das schon auf FB gelesen, n Freund hatte es schon geteilt, ja mir ist auch die Spucke weggeblieben, aber anscheinend isses ja IN derlei Mist von sich zu geben, erst isses die Schwarzer nun isses die nächste, den Putin hat der Virus auch schon erwischt, mal gucken wer sich als nächstes auffällig benimmt, viel dagegen machen kann man ja leider ned, wenn so gewisse „Prominente“ so nen verquirllten Mist von sich geben, ist des zwar fatal aber doch ned so schlimm, wie zumeist angenommen, wenn des aber n normaler Mensch sagen würde, würdens dich an die Wand stellen ….

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    • Man kann immer etwas gegen Dummheit und Intoleranz machen. Mehr noch bei normalen Menschen, als bei Prominenten. Offensichtlich verkennst du den Ernst von Frau Lewitscharoffs Worten. Das ist nicht nur „verquirlter Mist“, das ist absichtliche Brandstiftung. Nährboden für Rechtes Gedankengut, für Faschismus, Hass und Intoleranz. Und es wird von solchen Leuten aufgesogen, wie ein Schwamm. Ich will auch nicht warten,wer als nächstes solche Gedanken äußert, ich will und werde JETZT aktiv dagegen kämpfen. Einfach, weil ich es kann. Und jeder von uns, der noch ein wenig Menschlichkeit in sich hat und nicht der dumpfen Gleichgültigkeit verfallen ist, sollte sich daran beteiligen.

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      • Das ist schon richtig, wie du das so schreibst, aber leider kann man solchen Leuten die eine Meinung vertreten die in der heutigen Zeit nicht unbedingt mehr Zeitgemäss ist, das Maul verbieten, des ist leider aber immer so, es wird immer welche geben die gegen Schwule sind, die gegen Lesben sind, die gegen Ausländer sind, und es wird leider immer noch und immer wieder Leute geben die mit egal was nicht zufrieden sind und dann in genau jenen Reden dieser Leute eine Zustimmung finden, und das natürlich aufsaugen wie blöd. Dagegen ankämpfen ist immer gut, das Problem ist nur es wird solche immer geben die Volksverhetzung betreiben, soll jetzt nicht heissen das ich da dafür bin, ganz im Gegenteil, aber verhindern kann mans leider nicht, und drum bin ich auch nicht eine die das Gaze passiv hinnimmt, aber sich damit abgefunden hat das man nicht alles kontrollieren kann, das man nicht alles in Händen halten kann, und das es immer wieder welche gibt die sich derlei Situationen zunutze machen um eben diese anzusprechen die einfach unzufrieden sind und blaaaaaaa ….

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      • In einer unaufgeklärten, intoleranten Gesellschaft, die geprägt ist von Vorurteilen und Hass, wird es solche Leute und den Nährboden für noch mehr Intoleranz und Menschenverachtung geben. Und Deutschland hat noch einen langen Weg zu gehen, bis es wirklich besser ist. Niemand möchte einem anderen Menschen den Mund verbieten. Aber gegen die Rede von Frau Lewitscharoff, was da ablief, wie es ablief, MUSS gekämpft werden. Nicht weil ich lesbisch bin! Ich stehe hier als Frau, für alle Frauen und gegen Intoleranz. Und mit jedem Artikel, mit jedem Gespräch, jeder Demonstration kläre ich auf. Und ich stehe auf gegen Leute wie Lewitscharoff.

        Noch ein Gedanke zum Schluss über den es sich nachzudenken lohnt: Vielleicht sollten Reden vorher gegengelesen werden, wenn es um solche brisanten Themen geht. Das hat nichts mit Zensur zu tun. Aber es kann einfach nicht sein, dass solche Äußerungen gemacht werden, die sich gegen das Leben selbst richten.

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      • Ich bin da auch ned dafür und habs auch gelesen was darüber berichtet wurde und bin genauso geschockt und kämpfe genauso dagegen an, nicht weil ich anders bin als die NORM, sondern weil ichs nicht Richtig empfinde was solche von sich geben, das mit dem Gegenlesen wär ne gute Idee wenn diese „Stars“ auch so nen PR Fritzen hätten der auf die „political correctness“ achten würde als das wie zB in Amerika solche Äusserungen gar nicht gemacht werden können weil man ja noch einen „Ruf“ zu wahren hätte, bei der genannten „Dame“ isses ja offensichtlich anders, sie braucht das NICHT, und scheisst offensichtlich auf alles was nicht ihrer Meinung der für die allein gültigen NORM entspricht, das dann von denen all zu gern Zeiten á la Hitler und Co. genannt werden, wo es besser gewesen sein soll, kann man doch schon recht klar erkennen das denen die logischen Argumente ausgehen, im übrigen gibts solche Hasstiraden-Schwingende-Möchtegern-Prominente auch in anderen Ländern nicht nur in Deutschland…. Aber um das ganze ab zu schliessen, man kann nur eines tun, sich dagegen wehren und andere darüber aufklären, mehr kannst nicht machen, ob diejenigen die man aufklären möchte das auch so annehmen wie man es ihnen dargeboten hat oder dich danach erst recht ablehnen werden, hat man leider, oder zum Glück nicht in der eigenen Hand ….

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  11. Pingback: Ich einsetzen – auch bei Sibylle Lewitscharoff? | Abundzugedichte

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