Leben im Hier und Jetzt

Auf etwas zu warten, war noch nie ein Thema für mich . Ausnahmen gibt es natürlich immer, gemeint ist aber das Leben. Ich lebe im Hier und im Jetzt. Gestern ist vergangen und morgen ist ein neuer Tag.

„Früher war alles besser“, sagen manche Menschen. Zwanghaft halten sie an vergangenen Dingen fest. An ehemaliger Liebe, dem ach so perfekten Job. Sie drehen sich im Kreis, statt selbst aktiv zu werden. Witzigerweise immer mit dem Blick auf die Uhr. In einer Stunde haben sie einen Termin beim Arzt, oder müssen schnell bei einer Freundin sein. Dort wird dann wieder auf hohem Niveau gejammert und sich endlos im Kreis gedreht. Und so dreht sich die Spirale des Verlustes immer weiter, vom einen auf den anderen Tag. Das Leben aber spielt sich Hier und Jetzt ab. Nur im Jetzt erleben wir das wahre Glück.

Hauptsächlich Frauen neigen dazu sich selbst die Schuld an einem Verlust zu geben.
Sätze wie „Ach hätte ich doch damals nur,“ prägen ihr gesamtes Leben. Immer sind sie schuld, wenn ihr Partner sie verlässt. Der Zweifel am eigenen Ich überwiegt.
„Bin ich attraktiv genug? Habe ich etwas falsch gemacht?“
Diese Sätze höre ich immer wieder. Und daher manchmal nicht mehr zu.
Die Vergangenheit war gestern. Heute beginnt ein neuer Morgen, heute beginnt ein neues Glück. Aber nur dann, wenn wir unsere Augen dafür öffnen.

Vergangenes kann uns aber auch unschätzbare Dienste erweisen und ein guter Lehrmeister sein. Vorausgesetzt wir sind offen dafür. Nur dann können wir im im Schatzkästlein der Erinnerungen graben.
Und welch kostbare Dinge gibt es dort immer wieder zu entdecken!
Leider schaffen es viele Menschen nicht, mit alten Dingen abzuschließen, oder sie zu einem guten Ende zu bringen. Jahrelang trauern sie einer verlorenen Liebe hinterher und übersehen dabei einen in sie verliebten neuen Menschen. Alte Geister haben Besitz von ihnen ergriffen, der eigene Geist bleibt kalt und verwirrt.
Diesen Menschen möchte ich zurufen: Nicht das Gestern, das Heute braucht dich! Nimm es einfach an.

Ich kenne Frauen, die ihr ganzes Leben auf den nächsten Tag ausrichten. Daran ist nicht grundsätzlich alles verkehrt. Auch ich plane für eine Zukunft, aber mit Bedacht.
Zweifel sind mir fremd. Darüber habe ich bereits geschrieben. Einfach KLICKEN falls es interessiert.

Ich lege Ziele fest und gehe meinen Weg. Aktiv und ohne lange zu verharren. Und das kann jeder machen!
Wieder muss ich Miyamoto Musashi zitieren, den legendären Samurai. Es ist auch sein Buch, das mich immer wieder nach vorn bringt.
Musashi hat seine Gegner studiert und Schwachpunkte sofort erkannt.
So und nicht anderes habe ich das schon immer getan.
BWL war Klasse, aber letztlich auch ein Doktortitel nicht genug. Germanistik / Neuere deutsche Literatur, ein erstrebenswerteres Ziel.
Das bin ich knallhart angegangen und habe es bisher nie bereut.

Das berühmte „Wenn – Dann – Denken“, ist mir stets fremd geblieben. Oder ein „Was, wenn dieses und jenes passiert?“
Was soll passieren, außer sich ständig im Kreis zu drehen und auf der Stelle zu verharren?
Und das ist kein Leben, das ist und bleibt jammern auf hohem Niveau. Viel wichtiger ist es die Chancen des Augenblicks zu nutzen.
Die Zukunft einmal visualisiert sollte auch angegangen werde. So, wie Musashi seine Gegner. Dabei war ihm fast jedes Mittel Recht.
Und sollte es auch bei Menschen der Neuzeit sein.
Wir brauchen keine alten Miefesocken, oder immer nur die Schmutzwäsche von Gestern zu waschen. Und auf jede noch so dunkle Nacht, wird immer ein sonniger Morgen folgen.
Ziele festlegen heißt die Devise. Dann zurück ins Hier und Jetzt und Augen aufs fürs neue Glück.

Viel Glück dabei. Ich weiß, dass ihr es schaffen werdet!

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17 Kommentare zu “Leben im Hier und Jetzt

  1. Manchmal ist so ein „Was, wenn das und das passiert?“-Denken ganz nützlich – wenn man sich auf Probleme vorbereitet, kann man besser mit ihnen umgehen. Schlecht ist es natürlich, wenn man da dann hängenbleibt und vor lauter vermuteten Problemen gar nichts mehr tut. Wer nichts macht, kann zwar nichts falsch machen, aber auch nichts richtig.

    • Natürlich soll man sich einen „Gegner“ nie unvorbereitet stellen. Aber dieses abtasten, die Analyse, darf niemals Ewigkeiten dauern. Sieh es immer vom Standpunkt des Samurai. Ziel setzen, Schwächen / Stärken erkennen, handeln.

  2. Ich glaube nicht, dass es immer so einfach ist, dass wir immer alles selbst in der Hand haben. Es gibt Momente, in denen wir in uns selbst gefangen sind und in denen wir das Glück nicht aussuchen können. Für das, was du beschreibst, brauch man eine große innere Kraft, glaube ich. Ich freue mich, dass du sie hast.

    • Ja, ich habe diese Kraft. Aber aus deinen Worten spricht der Zweifel an dir selbst. Und das ist schade. Wir haben immer eine Wahl. Vergiss das nie. Aber wir müssen sie auch treffen.

      • Ich weiß gar nicht ob es Selbstzweifel sind. Ich finde es cool, was du schreibst, und freue mich, auf deinen Blog gestoßen zu sein. Wenn ich mir für Menschen etwas wünsche, dann was du in diesem Beitrag schreibst. Ich frage mich nur, ob es nicht Situationen im Leben gibt, wo du nicht die Wahl hast. Wo sich Dinge ereignen oder du von Emotionen so gepackt wirst, die dich so fest umgreifen, dass du keine Wahl hast, dich gegen sie zu entscheiden. Oder sie zumindest so schwer ist, dass du sie nur theoretisch ist.

      • Und genau das frage ich mich nicht. Warum über Dinge nachdenken, die vielleicht eintreten könnten, statt im Hier und Jetzt zu leben? Vielleicht regnet es morgen, vielleicht auch nicht. Soll ich daher jetzt schon mit einem Schirm bewaffnet vorm Haus stehen?

        Emotionen sind beherrschbar. Das bedarf Übung! Wer sich beim Karate von Emotionen leiten lässt, wird verlieren.

  3. „Dabei war ihm fast jedes Mittel recht.“ Ich will und wollte das nicht, aber Begleiter in meinem ersten Leben sehen es vielleicht so. In jenem Leben war viel Wandel, kaum Stetigkeit. Ich suchte in den letzten Jahren einen neuen Lebensinhalt, eher unbewusst, und fand ihn über Umwege und zufällig und teilweise reingeschubst oder -genötigt. Ich bereue weder mein erstes Leben, obwohl ich privat und beruflich Fehler gemacht habe, noch den Wechsel in mein neues Leben. Ich bin sehr glücklich und vieles ist heute so, wie ich es mir geträumt habe, wenn auch nicht gezielt angegangen, wie Du es empfiehlst. Wenn jemand seinen Weg so geht, wie Du schreibst und wie ich es vielleicht lebte, bleiben in der Regel Menschen zurück, denen weh getan wurde, und das bedaure ich.

    • Der junge Musashi war ein Killer, das muss man ganz klar sagen. Aber ein Killer nach unseren Maßstäben gemessen. Nach denen in seiner Zeit natürlich nicht. Natürlich ist sein Buch heute nur als Leitfaden anzusehen. Ebenso, wie meine Worte.

      Wenn ich von rücksichtslos und allen Mitteln schreibe, so hat das oft symbolischen Charakter. Nur, wer will, wer soll, wer kann mich stoppen? Mein Ziel habe ich klar vor Augen. Mir zur Seite steht meine Frau.

      Mir ging und geht es darum anderen Menschen positive Aspekte im Leben zu zeigen, damit sie nicht auf der Stelle verharren. Aber sie es so: Wer einmal (s)ein Ziel vor Augen hat, der geht nun einen neuen Weg. Dann kann er vielleicht auch dem Zufall begegnen, den er anders nie getroffen hätte. Macht das Sinn? 😉

  4. Ziele sind notwendig, da gehe ich absolut mit Dir. Zu viele jammern und tun rein gar nichts, ihre Situation zu ändern, klönen nur. Mir ging es um die Mittel und um die Leichen, die am Wegrand liegen bleiben könnten, falls einem alle Mittel recht sind.

  5. Wahre Worte, Yoda! 😉 Und die Ziele für die Zukunft sollten in Etappen eingeteilt werden, damit man sich nicht vorkommt, als ob man vor einem Berg (unerreichbarem Ziel) steht. Also, nicht die ganze Salami auf einmal essen, sondern Scheibe für Scheibe. 😆 Hut ab dafür, dass du in deinem Alter schon einen Doktortitel hast!!! 👍

    • Viele sehen nur den Berg. Dass er auch Schutz vor Stürmen bietet, wird dabei gern übersehen. Und auch der Weg darüber, den man wirklich gern in Etappen gehen kann.

      • Dass der große Berg auch vor Stürmen schützen kann, habe ich nicht beachtet. 😉 Vielleicht ist es auch okay, wenn man um den Berg herumgeht, denn vielleicht verbirgt sich das Ziel auch dahinter. 😄

      • Natürlich! Aber aus purer Angst vor der Größe des Berges verzweifeln die meisten und richten die Augen nicht zur Seite und auf den etwas anderen Weg. Der vielleicht noch staubig und steinig ist. Lieber in der bekannten Hölle leben und nicht in den unbekannten Himmel gehen.

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