Vertreibung aus dem Wunderland – Der tiefe Fall der Alice Schwarzer

Uli Hoeneß hats getan und Alice Schwarzer auch: Steuern hinterzogen. Die Gegner jubeln, die Ikonen sind gefallen. Bei Uli Hoeneß wird das eher toleriert. Der Übermensch des FC Bayern ist eine Legende. Klar gibt es Häme und Recht war es nicht. Aber nun hat sich auch Alice Schwarzer angezeigt. Natürlich hat der SPIEGEL das sofort öffentlich gemacht. Alice muss raus aus ihrem Wunderland. Zurück in die kalte Realität.

Aufklären wollen Journalisten. Und das um jeden Preis. Ohne Rücksicht auf Verluste, oder Persönlichkeitsrechte anderer Menschen. Irgendwer hat sich strafbar gemacht. Die Verletzung des Steuergeheimnisses ist kein Kavaliersdelikt. Das sollte auch der SPIEGEL wissen. Aber der blanke Hass auf Alice Schwarzer, auf die Ikone deutscher Feministinnen, hat hier eindeutig regiert. Was sind da schon im Gesetz festgeschriebene zwei Jahre Freiheitsentzug, wenn man vermutlich mit einer Geldstrafe davonkommen wird.

Mit welcher Wolllust sich die Redakteure auf Frau Schwarzer stürzten wird schnell offenbar. Endlich kann man es ihr heimzahlen, sie vielleicht endgültig vernichten. Das wird so nicht geschrieben, nur dezent verpackt. Alice mundtot machen, das wäre was! Immerhin wettert, schmimpft und fabuliert die Frau nun seit Jahrzehnten. Immer für das Recht von Frau. Aus ihrer Sicht. Aber auch, wenn Frau Schwarzer nicht immer weise war, eine bessere Alice im Wunderland hatten wir in Deutschland nicht.

Vielleicht wird sich das in Zukunft ändern. Aber ein Land, in dem selbst straffällig gewordene Politiker munter weiter auf der Bühne stehen, wird doch einer Alice Schwarzer auch verzeihen. Und Uli Hoeneß vermutlich auch. Und jedem anderen prominenten Steuersünder. Da fällt mir meine eigene Steuererklärung ein. Nur habe ich kein Konto in der Schweiz. Dafür Eltern und (m)eine Frau. Das macht mich reicher und kostet nix.

Ich finde es nicht gut, wenn Menschen Steuern hinterziehen. Aber Alice Schwarzer hat bereut und das Geld nachgezahlt. Alles legal. Der Fall war damit erledigt. Nur für die Presse nicht. Die Hetzjagd hat eine neue Qualität bekommen, den Fall der Alice S. Und den finde ich nicht gut.

46 Kommentare zu “Vertreibung aus dem Wunderland – Der tiefe Fall der Alice Schwarzer

  1. 1. Ein Journalist der gegen Andere hetzt, ist kein Journalist. Sudel-Journalismus lehne ich kategorisch ab.
    2. In einem Land, in dem einer Supermarktkassiererin fristlos gekündigt wird, weil sie einen Kunden-Pfand-Bon für 1,30 EUR für sich selbst einlöst, gehört die vorsätzliche Steuerhinterziehung mit Freiheitsstrafe geahndet.
    3. Wer in seinen berechtigten Anliegen – wie Alice Schwarzer – über Jahrzehnte u. a. Doppelmoral öffentlich und unnachgiebig anprangert, muss damit rechnen, dass seine eigene Doppelmoral Gegenstand der öffentlichen Erörterung wird.
    4. Für mich hat Alice Schwarzer ihre Autorität bereits seit Jahren mit Ihrer Kampagne für die BILD-Zeitung verloren.

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    • Bei Punkt 1 sind wir der gleichen Meinung. Journalisten stehe ich sowieso kritisch gegenüber. Und momentan fallen sie in Scharen über Frau Schwarzer her. Was mich zu Punkt 3 bringt. Natürlich darf sich auch eine Ikone der Frauenbewegung nicht ausnehmen. Es war falsch, was sie machte. Dafür hat sie nun bezahlt. Sehr viel Geld. Aber der SPIEGEL Informant hat sich definitiv strafbar gemacht. Punkt 4: Wir haben nicht wirklich so viele Sprachrohre für Frauen. Ich stehe auch nicht voll hinter ihr. Auch nicht mit ihrer nun inszenierten Opferrolle. Aber Fakt ist, dass sie nun wirklich Opfer wird. Von Häme. Und die Chance sie mundtot zu machen werden ihre Gegner nutzen. Und das hat sie nicht verdient. Punkt 2 ist Sache verfehlter Politik. Darüber müssen wir kaum diskutieren.

      Danke für deinen ausführlichen Kommentar 🙂

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  2. Du hast meine Meinung schon bei der Lesbomatin gelesen. Wenn sich jemand so zur moralischen Instanz aufspielt, jemand geschickt weiß die Medien zu inszenieren, der darf sich jetzt nicht zurück ziehen und Privatsphäre verlangen. Wenn jemand aus dem Finanzamt das Steuergeheimnis verletzt hat, dann muss er dafür verurteilt werden. Wenn diese Information allerdings bekannt wird, dann muss sie öffentlich gemacht werden. Alice hat ca. 30 Jahre Steuern hinterzogen und aufgrund der Verjährung für 10 Jahre nachgezahlt. Das macht 20 Jahre, für die sie nichts gezahlt hat. Das ist wie Schwarzfahren, wenn man nur einmal im Jahr erwischt wird. Es lohnt sich und es steht jedem frei es auch zu versuchen. Sozial ist es nicht. Es ist die Kombination mit der moralischen Überlegenheit. Das war auch bei Hoeness so. Wenn er sich in die Talkshow setzt und über Steuermoral spricht und genau weiß, dass er in der Schweiz unversteuertes Geld hat. Schmälert das seine Leistungen für den FC Bayern, den deutschen Fußball, die Dominik Brunner Stiftung? In keinster Weise. Genauso wie Alice Schwarzers Leistungen für die Frauen dadurch nicht geschmälert werden. Oder was Margot Käßmann gemacht hat, bis sie besoffen am Steuer erwischt wurde. Aber den moralischen Zeigefinger können alle stecken lassen, da sie letztlich auch nur normale Menschen sind. Hätte ein Politiker wie Ex-Kanzler Schröder so etwas gemacht, dann würden sich wahrscheinlich weniger Leute aufregen, da bei ihm keiner die große Moral erwartet hätte.
    Ich finde gut, dass Alice das unversteuerte Geld in eine Stiftung einbringt. Ich hätte mir gewünscht, dass sie von sich aus diesen Schritt gemacht hätte und nicht erst auf öffentlichen Druck. Eine 3. Stiftung wäre auch besser gewesen, aber besser so als gar nicht.

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    • Dein Kommentar trifft es gut. Vielen Dank dafür. Der SPIEGEL Informant muss bestraft werden. Daran führt kein Weg vorbei. Nicht härter. Nur im gleichen Maß, als wären es deine, oder meine Daten gewesen. Was mich traurig macht: Der Sache von Frau dient die Kampagne nicht. Beide Seiten haben ihr leider geschadet und machen es noch. Und das ist nicht gut.

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      • Wer weiss wofür es gut war. Ich denke, dass Alice so stark polarisiert, dass viele Menschen von vornherein dicht machen und gar nicht mehr hören, was sie sagt. Es ist wahrscheinlich besser, wenn die nächste Generation übernimmt. Vielleicht erreicht man mehr, wenn es etwas leiser wird. Alice sollte wie eine Art Ehrenvorsitzende über der Bewegung wachen und sich zu den großen Themen äußern. Wenn sie sich zurück nimmt wird sie auch wieder mehr Resonanz haben. Ihre Fähigkeit den Finger in die Wunde zu legen und Themen zuzuspitzen wird sie nie verlieren.

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      • Ich sehe auch die Gefahr, dass die Frauenbewegung dadurch weniger gehört wird. Klar muss Frau Schwarzer irgendwann abtreten. Aber der Skandal überschattet momentan alles. Wir haben dadurch unsere Stimme verloren. Still sind wir deshalb noch lange nicht! Never, ever!

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      • Ich denke, dass Du zu jung warst, aber kannst Du Dich noch an Steinkühler erinnern? Er war IG Metall Vorsitzender. Ebenfalls sehr intelligent, sehr laut, sehr polarisierend. Er musste wegen eines Insider Skandals zurück treten. Damals haben auch Leute gedacht, dass es schwierig für die IGM wird, da Zwickel viel leiser war. Aber Zwickel hat auch seine Punkte gemacht. Wer immer Alice nachfolgt wird auch seine Punkte machen. Im übrigen bin ich fest davon überzeugt, dass wir in spätestens einer Generation massiv Programme für Jungs haben werden, da die Mädchen viel zu überlegen sind. Das schiebt sich jetzt durch die Schulen in die Unis und in die Berufe. Du wirst es noch sehen und Deine Kinder werden es erleben.

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      • Also Herrn Steinkühler kannte ich wirklich nicht. Aber dank Wikipedia weiß ich nun wer er ist.

        Deine Wahrnehmung teile ich nicht völlig. Dass Frau aktiver ist durchaus. Jungs scheinen offenbar weniger motiviert zu sein, Frauen ergreifen lediglich die ihnen nun gebotenen Chancen. So, wie ich 😉

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      • Ich nehme an, dass Du auf den Status Quo schaust und Du hast Du Recht, da ist noch einiges zu tun. Du solltest Dir aber die rasende Entwicklung anschauen. Am Gymnasium meiner Tochter (ganz normales neusprachliche Schule) waren im letzten Abi-Jahrgang unter den Top 30 genau ein (!) Junge. Er war immerhin Nr. 2, aber danach kamen nur Mädchen. Das ist eine Megawelle.

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      • Jungs werden Mechaniker, Frauen Pychologinnen. Wir haben aufgeholt, nicht überholt. Es liegt an Mann das zu akzeptieren. Nur genau das kann er meistens nicht. Außerdem werden wohl noch immer mehr Mädchen als Jungs geboren, auch das fördert das scheinbare Ungleichgewicht.

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      • In Deutschland werden ca. 105 Jungs auf 100 Mädchen geboren, allerdings sterben Jungs von Anfang an früher als Mädchen, so dass es in einem Jahrgang bald mehr Frauen als Männer gibt. Hinten raus wird das noch deutlicher.
        Die Männer haben es dann akzeptiert, wenn sie nach Gleichberechtigung bzw. Förderung von Jungs schreien. Das ist bisher noch sehr leise, aber wird bald lauter sein.

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      • Momentan schreien sie eher nach Frauen am Herd. Aber das Thema hatten wir schon.

        Und sei mal froh, dass wir nicht in Japan leben. Die (männlichen) Weicheier, die sich dort Teenager nennen, spotten zum Teil jeder Beschreibung.

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      • Rückzugsgefechte. Wenn die Männer sich nicht auf die Hinterbeine stellen, dann haben sie 2 Chancen. Entweder es kommt wieder ein großer Krieg (nicht besonders erstrebenswert) oder Mann schafft es Frau wieder nur auf die Mutterrolle zu limitieren (denke allerdings nicht, dass es gelingt)

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      • Die Angst des Mannes vor dem Matriarchat? Ich sehe daran nichts Schlimmes. Aber das hat mit mir als Person zu tun. Und natürlich darf man auch nicht immer den Idealfall sehen, das harmonische Zusammenleben der Geschlechter. Aber Matriarchat ist sowieso nur ein hypothetischer Begriff. Und auch Frauen können durchaus grausam sein.

        Mann darf sich übrigens gern stellen, kein Problem. Aber bitte neben mich. Nur nicht zu nahe.

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      • Man muss ja andererseits sagen, dass in vielen Familien im Innenverhältnis ein Matriarchat gang und gäbe ist. Nach außen durfte Mann als der Alleinverdiener auftreten, aber de fakto hatte er nichts zu sagen. Das ist vielleicht die Chance für die Männer. Sollen doch die Frauen „draußen“ die Prügel einstecken und die Männer regeln „intern“ alles.

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      • Es gibt starke Frauen. Ich bin eine davon. Aber es gibt eine Menge, die genau das immer noch nicht sind. Und dafür stand eine Alice Schwarzer. Und dafür stehe ich. Und Prügel? Kein Problem 😉

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      • Es gibt eine Menge Dinge, die ich mir gut vorstellen kann. Es gibt noch mehr Dinge, über die ich nachdenke. Gern sogar. Darüber Mann zu sein nicht. Würdest du denn gern eine Frau sein, lieber Papa Alec?

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      • Interessant eurer Unterhaltung zu folgen 🙂

        PS: Meld, wäre gern einer. Geschlechtsidentitätsstörung im Kindesalter schimpft sich das glaube. Is ne offizielle psychische Störung 😉 Die Kriterien hätte ich verfassen können 😀 Inkl der Anmerkung, dass Mädels dann aber ihr Geschlecht akzeptieren und keine OP wollen. Bei Jungs ist das wohl anders … auch mal interessant drüber nachzudenken, warum Jungs dann eher an sich rumschnippeln lassen, um ein Kunstobjekt zu werden … bezweifele dass dies glücklich macht … was wohl Alice darüber denkt 😉

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      • Frau Schwarzer hat sich schon mehrfach zu Transgendern geäußert. Auch nicht immer so ganz glücklich und auch bezogen auf John Money’s Experiment.

        Ich habe keine Ahnung warum Mann eine Frau sein will. Ich kenne keine Transgender und nur eine Frau, die jetzt ein Mann ist: Balian (Yvonne) Buschbaum.

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    • Zum „John Money’s Experiment“ würde ich mich persönlich nur in der Form äußern, dass es verachtenswert und tragisch ist, was dort mit einem/ mehreren Menschen gemacht wurde. Die Selbstmode beider Brüder hätten vermieden werden können. Mit Wissenschaft hat dies für mich so rein gar nix zu tun. Ich habe ja noch Verständnis dafür, dass man intersexuellen Babies (Zwitter) nach der Geburt ein Geschlecht zugeteilt hat – was man zum Glück heute auch nicht mehr macht – aber, dass man nach einer fehlgeschlagenen Penis-OP bei einem kleinen Kind eine komplette Geschlechtsumwandlung macht, ist respektlos und menschenverachtend. …

      Herr Buschbaum ist natürlich ein absolutes gelungenes Vorzeigeobjekt. Ansonsten fällt mir noch Chaz Bono (Chers Ex-Tochter/ Sohn) ein. Und was die Gegenrichtung betrifft … emmm … Lorielle oder wie sie jetzt heißt, der DSDS-Lorenzo …

      Wobei für mich immer noch die interessante Frage bleibt, warum eher Männer den Weg der geschlechtsangleichenden OP gehen als Frauen. Vielleicht denken ja Frauen eher an ihre Gesundheit und leben nicht ganz so in Phantasiewelten 😉

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  3. Ich sehe nicht wirklich eine Hetze von Journalisten.
    Wer sich selbst als moralische Instanz darstellt und über andere urteilt, sollte sich nicht wundern, dass dieser Maßstab auch auf sich selbst angewendet wird.

    Und zu der Aussage: „Aber Alice Schwarzer hat bereut und das Geld nachgezahlt. Alles legal.“
    steht die Frage noch offen, für was sie denn nachgezahlt hat?
    Was ist mit den Beträgen, die verjährt sind?

    http://ben-ricardo.com/2014/02/05/alice-schwarzer-erst-steuerhinterziehung-nun-auch-noch-opfer/

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    • Wir haben Gesetze. Da stimmst du mir zu? Gut! Frau Schwarzer hat dagegen verstoßen. Nicht gut! Sie hat nun im Rahmen des Gesetzes Selbstanzeige gestellt und im Rahmen des Gesetzes Geld nachgezahlt. Gut! Die Verjährung ist nicht ihr Problem. Das hat der Gesetzgeber so gewollt. Nicht wirklich gut. Deine Kritik sollte sich also gegen die Politik und nicht gegen Frau Schwarzer richten. Unrecht hat der Informant des Spiegels begangen. Und daran gibt es nichts zu deuten und auch keine Hintertür.

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      • Natürlich hat Frau Schwarzer „jetzt“ nach Recht und Gesetz gehandelt, indem sie von der Möglichkeit der strafbefreienden Selbstanzeige Gebrauch gemacht hat. Da sie diese Anzeige in der gesetzlich vorgeschriebenen Form verfasst hat, kommt sie auch in den Genuss der Strafbefreiung. Dieses „Glück“ hatte Hoeness nicht.
        Meine geäußerte Kritik richtete sich nicht gegen das Gesetz, sondern gegen die moralische Haltung von Frau Schwarzer.
        Selbstverständlich gehört auch der Informant strafrechtlich belangt, aber auch das ist nicht mein Thema.
        Frau Schwarzer war immer die Erste, die mit der moralischen Keule um sich geschlagen hat und es ging dabei nicht immer nur um ihr Lieblingsthema der Gleichberechtigung.
        Sie hat sich gern als moralische Instanz inszeniert, sie belehrte die Nation, hat aber selbst ihre moralischen Grundwerte nicht gelebt.
        Und sich jetzt als Opfer zu präsentieren, zeugt von von einer ganz besonderen Art der Selbstwahrnehmung!

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      • Da bin ich deiner Meinung. Ich hätte mir auch einen anderen Umgang von Frau Schwarzer mit ihrem Fall gewünscht. Was der SPIEGEL treibt ist für mich Rachsucht pur. Und das ist nicht gut.

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  4. Klingt jetzt doof, ist aber so: Sir Guinness Kommentar wäre der meinige gewesen. Jedwede Moral ist hier mal wieder flöten gegangen. Ein Beispiel mehr, was leider weiter Schule machen wird. Von Frau Schwarzer habe ich mich abgewandt, als sie begann, sich an das Sudelblatt zu verkaufen. Trotzdem bleibt Respekt vor Ihrer früheren Leistung für die Frauenrechte. Keinen Respekt hingegen empfinde ich bei Ihrem Gebarme um Persönlichkeitsrechte. Auch ich verurteile die Hetzjagden der Medien in jedem Falle. Aber wie hat Frau Schwarzer denn immer ausgekeilt? Wie ich ihn den Wald hineinrufe, so schallt es heraus. Auch so ein weiser Ominkelspruch. An den sich mehr Menschen halten sollten.

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  5. Also ganz ehrlich ich musste sehr grinsen, als ich die ersten Meldungen hörte. Eigentlich hat es mich ja eh gewundert, dass sie über den Uli Hoeneß nicht hergefallen war. Jetzt weiß ich warum 😀

    Ansonsten schließe ich mich mal wieder guinness44 an. Mehr kann man dazu nicht sagen.

    Apropos Käßmann. Die hats richtig gemacht. Jupp Fehler, Sorry, ich bin dann mal weg. Was die Presse schreibt, egal. Keine Schlammschlacht. Fetter Respekt.

    PS: Alice war nie wirklich im Wunderland.
    PPS: Gleiches Recht für alle. Was ein Uli kann, kann eine Alice schon lange 😉

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    • Meine Reaktion war: Nee, nicht die auch noch! Und du weißt doch wie sie ist. Mann ist Feind, da gab’s halt Dresche. Schlammschlachten schaden der Sache von Frau. Und du weißt, was ich mit Wunderland meinte, bzw. worauf ich anspielte. Mir stellt sich nur die Frage: Wer oder was kommt nach Alice?

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      • Was Steuerbetrug betrifft? Hmmm Tebartz-van Elst??

        Was die Frauenbewegung betrifft? Hoffentlich niemand. Ich habe immer noch die Hoffnung, dass dies nicht mehr nötig ist und Frauen und Männer gleichberechtigt sind und sich gegenseitig respektieren, so wie ich es in der DDR kennen und lieben gelernt habe … Mir ist das immer noch zuwider dieses Feministending

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  6. Ich mag, dass du sie verteidigst, auch wenn ich dies so nicht getan hätte. Steuersünder, die sich selbst anzeigen, sind und bleiben hintenrum. Und jemand, der im öffentlichen Leben steht, muss damit rechnen, dass es so passiert, wie es nun passiert ist. Außerdem empfinde ich es nicht als Hetzjagd.

    Schade ist: Einem Hoeneß hat man es eher zugetraut, als einer Schwarzer. Unrecht taten sie beide.

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    • Ja, Herr Hoeneß und Frau Schwarzer haben falsch gehandelt. Das ist unbestritten. Aber Unrecht tat auch der Informant. Wir haben nun mal Gesetze. Und gegen die hat der Informant verstoßen. Was jetzt passiert ist die Abrechnung mit einer Frau, die für viele Jahre eine Ikone war. Das ist für mich klar zu sehen. De SPIEGEL-Blog, der Bericht in der WELT ließen da tief blicken.

      Herrn Hoeneß kenne ich nicht wirklich. Und warum sollte man es ihm eher zutrauen? Im Endeffekt lenkt die Diskussion nur von den wahren Problemen ab: Warum Leute ihr Geld ins Ausland schaffen. Wenn ich an mein Bruttogehalt zurückdenke und ans Netto, wird mir noch heute schlecht.

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  7. Tja man sollte sich nicht mit der Steuer anlegen.
    Wobei ich das mit ihrer Ausrede lächerlich finde.

    Da hätte sie besser direk sagen soll:
    “ Tja… bin erwischt worden. Hätte ja klappen können.“
    und fertig. Alles andere ist nur rausreden…..

    Vielleicht sollte ich mal drüber nachdenken Steuer CD`s
    zu brennen und zu verkaufen. Das Lohnt sich bestimmt.

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  8. Ja, sie hat nicht glücklich reagiert. Da gebe ich dir Recht. Nennen wir es Schock, fehlendes Unrechtsbewusstsein, oder was auch immer. Aber auch wenn ich es Gebetsmühlenartig wiederholen muss: Unrecht wurde ihr trotzdem getan. Der Informant hat gegen ein Gesetz verstoßen.

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  9. Ich finde, man kann hier entweder jeder oder keiner Partei den schwarzen Peter zuschieben. Ich halte es mit „jeder“. Auf der einen Seite eine finanziell gut gestellte Medienikone, die sich offenbar zu fein war, ihren Beitrag am sozialen Miteinander zu leisten (den Sinn von Steuern in unserem Ländle lasse ich mal dahingestellt) und jetzt einen auf reumütig und schuldbewusst macht, damit wir auch alle Mitleid mit der armen Person haben, der ja jetzt so übel mitgespielt wird. Auf der anderen Seite sitzen dann die Geier des Sensationsjournalismus, natürlich allen anderen voran die Schreiberlinge des Medienklatschblattes SPIEGEL, dem Magazin für den gehobenen Leser, der sich an reißerischem Journalismus berauschen möchte, dem die BILD aber viel zu sehr nach Proletariat riecht.
    Das ist nun mal der Geist der modernen Zeit. Eben noch finden wir unsere Ikonen ganz großartig und übersehen großzügig diverse menschliche Schwächen, überhören gerne einmal dumme Äußerungen und verteidigen sie heißblütig vor diversen Angriffen, bis diese Ikonen dann auf ganz menschlich-verwerfliche weise ins Stolpern geraten und, tja, dann kommen eben die Geier.
    Das mag jetzt übertrieben underground klingen, aber ich finde, die beste Reaktion auf die heutigen Medien ist schlichtes Desinteresse.
    Man sollte sich herauspicken, was wirklich zählt und die gute Frau Schwarzer, so viel sie auch geleistet hat, zählt heute definitiv nicht mehr dazu. Die Dame reiht sich meiner Meinung nach mittlerweile leider in eine Riege von konservativen, aufmerksamkeitsheischenden „Promis“ ein, von denen wir hier viel zu viele haben. Ich stimme den Kommentaren über mir zu, dass die Frauenbewegung ein neues, junges, modernes Gesicht braucht und nicht eine Frau Schwarzer, die aggressiv polarisiert, anstatt etwas zu bewegen. Am nützlichsten wäre ja mal eine neue Bewegung, die sich auf alle vorhandenen und denkbaren Geschlechter erstreckt, und nicht eines favorisiert. Das führt nämlich zu gar nichts.

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