Lesben, Sex und Besenstiele

Manchmal frage ich mich, was Frau und Mann im Netz so suchen. Suchen in Bezug auf Begriffe. Ich finde es immer recht spannend, im Adminbereich meines Blogs, auf die Suche meiner Leser zu achten. Im Normalfall ist die harmlos, es wird lediglich nach Namen geschaut, die zu älteren Beiträgen führen. Aber vor einigen Tagen sticht mir ein Suchbegriff ins Auge, der mich laut auflachen lässt. „lesben selbstbefriedigung mit besen“, prangt dort in großen Lettern.

Das muss ich sofort Yuki zeigen!
„Elfchen!“, rufe ich. „Komm schnell, in meinem Blog gibt’s was zu sehen.“
Yuki setzt sich neben mich. Dann weiten sich ihre Augen und sie prustet los.
„Total schräg“, sagt sie noch immer lachend.
Plötztlich blitzt der Schalk in ihren Augen.
„Sag mal Süße, weißt du wo der Besen geblieben ist?“
„Na warte“, erwidere ich und will nach ihr greifen, aber sie ist schon weg.
„Schreib doch einen Artikel darüber“, höre ich sie aus dem Badezimmer rufen.
Ich überlege, wer der unbekannte Sucher ist und was ihn dazu bewogen hat. Erst vor kurzem habe ich gelesen, dass Sex und Pornoseiten im Internet eine große Rolle spielen. Auch Kontaktbörsen erfreuen sich großer Beliebtheit. Sofort fällt mir eine andere Suchanfrage ein, die letztes Jahr auf meinem Blog zu lesen war: „Können Lesben Männer lieben“, wollte der Suchende wissen. Nein, das können sie nicht. Zumindest nicht, wenn es wirkliche Lesben und keine bisexuellen Frauen sind. Und Lesben befriedigen sich auch nicht mit einem Besen. Das zeigt mir wieder, wessen Geistes Kind so mancher Suchende ist.

Yuki ist wieder da und kitzelt mich frech.
„Hast du schon etwas geschrieben?“, will sie wissen.
„Ich überlege noch“, antworte ich wahrheitsgemäß. „So toll ist der Suchbegriff nun nicht. Und was soll ich auch darüber schreiben?“
„Du könntest eine heiße Liebesgeschichte über dich und den Besen schreiben“, sagt sie und fängt wieder an zu lachen.
Diesmal kann sie nicht entkommen und wir albern herum. Aber der Suchbegriff lässt mich nicht los.
„Ich hab’s!“, rufe ich und Yuki schmunzelt.
„Na dann los Süße“, sagt sie und lässt mich los.
„Lesben, Sex und Besenstiele“, tippe ich.
Yuki fängt wieder an zu lachen.
„Du bist unmöglich“, prustet sie. „Aber genau deshalb liebe ich dich. Und dass du mir nicht mit dem Besen untreu wirst, hörst du?“
„Ach woher denn“, erwidere ich belustigt. „Der Besen, der bin ich doch selbst.“
„Eher der heiße Feger“, sagt Yuki trocken. „Und du bist heute mit der Hausarbeit dran.“
Ich seufze ergeben und erinnere mich. Und jetzt weiß ich auch wieder, wo der Besen ist. Ich habe ihn als Trainingswaffe benutzt. Nur werde ich das Yuki nicht sagen. Aber vielleicht interessiert es den unbekannten Besucher meiner Seite, was eine Lesbe mit einem Besenstiel so alles anstellen kann. Als Waffe versteht sich. Im Stil von Kendo. Und das ist dann wirklich meine Form von „Selbstbefriedigung.“ Fraglich nur, ob Mann die mögen wird.

24 Kommentare zu “Lesben, Sex und Besenstiele

  1. Ha Klasse. Gut gegrinst hier. Toll geschrieben und na ja. Lassen wir den Menschen mal die Vorstellungen von allem,sofar von den Stellungen. Gruns frech. Gerne gelesen.

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s