Fest der Liebe – Fest der Einsamkeit?

Weihnachten ist vorbei und damit hoffentlich so manche trübe Stimmung. Und in diesem Jahr fiel mir die besonders auf. Die Welt, die Menschen sind alle trübselig geworden. Und ich frage mich warum. Aber noch etwas fällt mir immer wieder auf, der Hang zur Gewalt. Das ausgerechnet von mir, der „Karate-Chick“ zu hören, muss so manchem Leser seltsam erscheinen. Aber weder bin ich aggressiv, noch selbstzerstörerisch. Ich lasse mir lediglich wenig gefallen und mische mich gern ein.

Das ist nun kein Blogeintrag über Gewalt. Nur über die Einsamkeit von Menschen. Und was daraus entsteht. Um es gleich zu sagen: Blogs sind großartig! Ich mag diese Form der Kommunikation sehr. Wie sich mein Blog entwickelt hat dagegen nicht. Aber das ist eine andere Sache über die ich noch referieren werde.

Mir als Buddhistin gibt dieses Fest schon immer sehr viel. Und auch meinen Eltern. Wir mögen diese Tradition und pflegen sie seit vielen Jahren. Intensiv und fröhlich. So, wie es sich gehört. Aber damit stehen wir oft allein auf weiter Flur. Der oft trübe, sonnenlose Herbst überzieht die Menschen mit dem „Blues.“ Ohne Sonne werden sie melancholisch, bissig, gereizt. Und dann kommt noch dieses Weihnachten …

Viele schreien nun ihre Einsamkeit in die Foren und Blogs dieser Welt. Suhlen sich im Selbstmitleid und heischen nach Zuwendung ihrer Online-Freunde. Jeden Tag werden die Einträge düsterer, trauriger. Und das Meer der Tränen tiefer. Ist es nicht toll, wie so mancher darin baden kann? Der Mangel an Liebe, Sex, Gefühlen macht die Leute wirr. Mann und Frau greift zur Pille, oder dem Alkohol. Oder einer Kombination. Zugedröhnt bis über beide Ohren wird die Welt erträglicher.

Dann gibt es die Clowns. Die, die (scheinbar) immer lustig sind.
„Schaut, wie gut ich drauf bin!“, schreiben sie. „Mir geht es prima, alles ist supergut.“
Bullshit, sage ich. Dieser Typ ist der wahre Künstler. Alles nur Lüge, alles nur Fassade. Denn immer macht der (Grund)Ton auch die Musik. Und ich kann zwischen den Zeilen lesen.
Warum auch immer, haben sie die Hölle der Einsamkeit gewählt und verlernt, sich sinnvoll zu beschäftigen. Statt den Kontakt mit der Außenwelt zu suchen sitzen sie nur vor dem Computer. Tippen wirre Zeilen.

Einsamkeit ist ein selbst gemachtes Mangelgefühl. Die Menschen verharren in Agonie. Unfähig sich zu bewegen. Und ich frage mich warum?
Das ist nur jammern auf hohem Niveau!
„Geht raus in die Welt“, möchte ich rufen. „Helft denen, die wirklich Hilfe brauchen!“
Egal ob Obdachlose, oder Waisenkinder. Das sind die wirklich Bedürftigen dieser Welt. Nicht vor Selbstmitleid triefende Egozentriker.

Die Menschen sollten nicht immer danach fragen, was sie brauchen. Fragt nach, was andere Menschen brauchen! Bringt euch ein. Bewegt euren Hintern weg von der Couch. Wer Zuwendung möchte sollte vor allem lernen, sie auch selbst zu geben. GEBEN! Okay? Denn wer gibt, der wird bekommen. Und wenn es nur das strahlende Lächeln eines Kindes ist. Aber ist das nicht schon genug?

Ich weiß, das waren harte, aber ehrliche Worte. Gewöhnt euch besser daran. Fangt 2014 mit einem Lächeln an. Das wünsche ich mir. Guten Rutsch ihr da draußen. GUT, hört ihr?

25 Kommentare zu “Fest der Liebe – Fest der Einsamkeit?

  1. Guten Rutsch? Was, wenn ich gar nicht rutschen will? Tanzend meinetwegen oder in Freundesarm hinübergetragen, ja, das ginge. Rutschen, nein, das will ich nicht. Vielleicht werde ich auch still all‘ der Lieben gedenken, die dieses Jahr von mir gingen. Aber auch eben all‘ der neuen Begegnungen, die mir halfen, meine Worte wiederzufinden…
    Liebe Mayumi, Du bist eine davon. Schön, Dich wiederzulesen. Außer bei der Rutschpartie hast Du natürlich mal wieder sowasvonrecht.

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  2. Ähem…du hast aber bei den Bloggern eine nicht zu verachtende Gruppe vergessen, nämlich die Besserwisser. Und so ist das wohl mit dieser verschrobenen Gemeinde, jeder hat wohl seine Macken und wird die Kritik brauchen, um an sich arbeiten zu können. 😉

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  3. Ein schöner Text fiede ich sehr gut,ich habe nichts zu Kriik an deinen Text, fiede es schön.Wünsche dir auch ein glückliches Jahr 2014 alles Liebe und Gute und alles was du die sonst noch wünscht liebe Grüße von mir.Gislinde

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  4. Sehr gut beobachtet! Ich finde aber, dass die Menschen gestresster sind – das sieht man, wenn man kurz vor Weihnachten sich in die Stadt traut. Die Menschen sind mies gelaunt, suchen auf den letzten Drücker nach den Weihnachtsgeschenken, zicken sich gegenseitig an und schubsen sich beim vorbeigehen. Deshalb meide ich die Einkaufsstraße in knapp vor Weihnachten 😀

    Ich kann mir allerdings sehr gut vorstellen, dass Weihnachten manche Menschen traurig stimmt, die keine guten familiären Verhältnisse haben, sowieso schon einsam sind – die Feiertage machen es einem besonders bewusst. Jammern hilft jedoch nicht, man kann die Situation nur selbst verändern, damit man sich eben nicht mehr so fühlt.

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  5. Ein super Post zum Jahresende!
    Und ich denke alle!! können sich ein bissl was rausziehen, sind wir nicht alle manches Mal undankbar? Weil wie du sagst, die wirklich armen sind nicht hier in den Blogs zu finden.

    Rutschen mag ich auch nicht, wir gleiten…gggg

    Alles Liebe!

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  6. Mit einem Lächeln anzufangen ist immer gut .-) Ich wünsche dir ein 2014 voller Lächeln und ohne Selbstmitleid (wobei ich bei dir da wenig Sorge habe) 😉

    Dass wir lieber anpacken sollten als jammern, ist ein guter Ansatz. Praktischerweise hilft das Anpacken meist auch, dass man sich besser fühlt und dann gar keine Lust mehr auf Selbstmitleid hat. Ich kann’s nur empfehlen 😉 Auch wenn ich genau weiß, dass ich das ein oder andere Mal doch wieder Jammern werde…

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  7. Es hört sich vielleicht egoistisch an. Ich schaffe mir seit Jahren das Weihnachtsfest, das ich haben will und Silvester genau so. *g*. Habe keine Lust, ein Opfer zu sein.
    ***
    Ich blogge seit 2006. Von Zeit zu Zeit finde ich es nicht schlecht, den Blog zu wechseln. Sonst wird das kommentieren genau so zum Stress wie Weihnachten. Wenn Du weißt, was ich meine. 😉

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  8. I just re-read this post today and enjoyed it even more. The idea of loneliness as you define it will stick with me– a kind of unique recipe we all cook up for ourselves, whose main ingredient is the lack of something. I will remember the recipe but try hard not to make anything with it! Happy new year to you and your loved ones.

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