Zicken wie wir

Das Wort „Zicke“ ist jedem bekannt und in aller Munde. Die Amerikaner kennen die „Bitch“, was zwar wörtlich übersetzt nicht stimmt, aber das Gleiche bedeutet. Per Definition bezeichet die Zicke eine überspannte, launische, eigensinnige, selbstverliebte, spitze, neidische, eifersüchtige, arrogante und/oder ungerechte Frau. (Quelle Wikipedia). Das bin ich alles nicht. Zumindest nicht in der Qualität des Wortes. Das zum Teil typische zicken von Frauen ist mir zuwider. Sag (mir) deine Meinung, oder schweig still. Aus Kleinigkeiten Dramen zu inszenieren ist nicht mein Ding. Wer das bei mir versucht, hat schlechte Karten. Auch im Internet.

Warum nun zicken Frauen überhaupt? Liegt es an den Hormonen, die mindestens einmal pro Monat für Unbehagen sorgen? Ist es ihre Art körperlicher (männlicher) Überlegenheit zu begegnen? Oder liegt es einfach in unseren Genen? Wenn Letzteres der Fall sein sollte bin ich zumindest damit nicht gesegnet. Gleiches gilt für meine Frau. Auch, wenn wir nicht immer einer Meinung sind, so streiten wir nie. Es gibt kein kalte Schulter zeigen, keinen Schweigemarathon. Wir sprechen uns aus, wir diskutieren. Das bleibt meist sachlich und endet selten emotional.

Lesben und Heten unterscheiden sich unwesentlich, wenn es ums zicken geht. Die Themen schon, nicht das Verhalten. Vor allem in Beziehungen wird gern gezickt. Frau nutzt dieses Verhalten als Waffe dem Partner gegenüber. Auch, wenn es heißt Männer seien die großen Schweiger, so sind manche Frauen nicht wesentlich besser. Nur der Umstand. Zickigkeit ist oft das Resultat von Unsicherheit, Unreife und Neid. Vor allem unsichere Frauen tragen ihre Probleme gern auf Nebenschauplätzen aus. Statt sich mit der eigenen Person auseinanderzusetzen, greifen sie andere Menschen an. Sie lenken damit von ihren Fehlern ab. Und nicht immer machen sie das unbewusst. Männer sind kaum besser, aber männliche Zicken simd mir unbekannt. Und man nennt sie auch nicht so, dafür gibt es andere Begriffe.

Bin ich nun eine Zicke? Ich sage NEIN. Durch meine extrovertierte Persönlichkeit trete ich Leuten auf den großen Zeh. Das mache ich durchaus bewusst. Vor allem dann, wenn es um die Rechte von Frauen geht. Und nicht nur Mann wird dann sein Fett abbekommen. Aber ich mache das offen und direkt. Ich spinne keine Intrigen, muss keine Gerüchte streuen oder subtile Kommentare in Foren oder Blogs abgeben. Ich stelle mich dem Gegner offen. So, wie meine Vorfahren, die Samurai. Und meine Waffen sind nicht Schwerter und Pistolen. Worte können viel mächtiger sein. Nur (Z)zicken mag ich nicht.

Und bevor ich es vergesse: Sucht jemand Streit?

26 Kommentare zu “Zicken wie wir

  1. Die große Samurai… 😀 wird wohl mal wieder Zeit, dass ich mir mein Hagakure durchblättere, wo es um weibisches Gehabe ging, welches sich für einen Samurai nun so gar nicht ziemt. Vermutlich war die Zickerei damit auch gemeint.

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      • Pass nur auf du, durch meine Adern pumpt gerade noch Alkohol, da werde ich immer zwei Meter größer, dreimal stärker und ein Drittel mal schlauer als sonst! 😉

        Ja, das alte Japan, als Männer noch Männer waren und Frauen…tja, keine Ahnung, was die waren 😀 aber deswegen genossen die Männer ja auch den Umgang miteinander oder irre ich mich da? Es wäre ein weiteres Argument für den Weihnachtstisch 😉

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      • Homosexualität war bei Samurais – Schüler – Meister – durchaus verbreitet. Wobei diese Männer eher bisexuell waren und nach ihrer Ausbildung dann Frauen hatten. Aber diese intime Beziehung bei der Ausbildung stärkte die Bindung zwischen z. B. Fürst und Meister Samurai. So, hat mein Papa mir das erklärt.

        Frauen in Japan waren / sind Püppchen. Spielezuge. Hüllen. Auch die Geishas.

        Und jetzt kommste mal wieder runter, lieber Ben. 4 Meter groß sein macht einsam. Die Luft da oben ist so … kalt 😀

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      • Okay, also war das ganz ähnlich, wie bei den Griechen. Dann kann ich also neben Beispielen aus dem Tierreich auch große Zivilisationen nennen 😀

        Wie langweilig es in Japan sein muss…

        Der Alk spült sich langsam aus dem Körper und ich schruhumpfe…

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      • In vielen alten Kulturen war das so.

        Japan ist alles andere als langweilig. Nur anders. Auch in Bezug auf Homosexualität. Hattest du meine Reiseberichte über Japan gelesen? Vor allem dieses Thema hatte ich bewusst aufgegriffen.

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      • Ne, ich meinte auch eher, dass Japan langweilig sein muss, wenn Frauen nur Spielzeug sind. Ich brauche doch ne Frau, die sich ständig mit mir anlegt und mir vor Augen hält, was ich doch manchmal für ein Depp bin 😀

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      • Hach, ob mich Frauen immer anlächeln, wenn sie mir zu verstehen geben wollen, dass ich gerade ein Depp bin??? Ohje…das lässt mich Böses ahnen.

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  2. Ich komme in Frieden und suche keinen Streit 😉
    Ich bin auch keine Zicke. Hin und wieder werde ich aber als solche bezeichnet. Nämlich dann, wenn ich ein Widerwort gebe und der andere nicht weiter weiß. Damit kann ich leben.. 😉

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  3. Hat dies auf Red Skies over Paradise rebloggt und kommentierte:
    „Zickigkeit ist oft das Resultat von Unsicherheit, Unreife und Neid. Vor allem unsichere Frauen tragen ihre Probleme gern auf Nebenschauplätzen aus. Statt sich mit der eigenen Person auseinanderzusetzen, greifen sie andere Menschen an. Sie lenken damit von ihren Fehlern ab. Und nicht immer machen sie das unbewusst. Männer sind kaum besser, aber männliche Zicken simd mir unbekannt. Und man nennt sie auch nicht so, dafür gibt es andere Begriffe.“

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      • „Mein Leben ist wie leise See“ | Und fing ich mit dem Schreiben an, ich würde mich darin verlieren. | So zitiere ich gerne und reblogge es, was mir bedeutsam, gehaltvoll und wesentlich erscheint. | Aber, du hast ja irgendwie Recht, vielleicht sollte ich meinen (Re-)Blog Copy&Paste nennen … (-;

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  4. Das ist ein Thema, worüber ich oft nachdenke, eigentlich seit ich klein war: die Suche des Menschengeistes nach der Wahrheit und der Genauigkeit, und wie sich diese Suche bis ins Kleinste, in menschliche Sprache und zwischenmenschliche Kommunikationsformen eine Auswirkung hat.

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  5. Ich suche Streit. 😜 Wie beim Kampfsport kann ich Gegner auch im Alltag nicht leiden, die von hinten angreifen (Feiglinge). Darum mag ich Intrigen auch überhaupt nicht. Ich habe allerdings ein Meckerzicklein Zuhause. Dafür ist es aber ein besonders süßes Zicklein. 😁

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