Frauenrechte im Wandel der Zeit

Die Welt im Wandel der Zeit las ich als Überschrift in einem Blog. Dabei ging es nicht um Frauenrechte. Die türkische Autorin wollte auf die Unruhen in der Türkei aufmerksam machen. Mir geht es heute um Frauenrechte im Wandel der Zeit. Eigentlich immer. Um jene Rechte, die seit einer Ewigkeit mit Füßen getreten werden. Nun global zu sagen alle Männer seien daran schuld ist falsch. Aber ein Teil dieser Spezies trägt noch immer dazu bei.

Moment, wird nun so manche/r LeserIn sagen. Die Frau von heute ist doch emanzipiert. Lässig und mit einem fröhlichen Lied auf den Lippen saust sie durchs Leben. Morgens durchgestyled im Cabrio ins Büro und Karriere machen. Abends wird sie dann zum Vamp im Neglige. Zwischendurch wird edle Kost gegessen, Champagner getrunken und online eingekauft als sei das nichts. Und immer ist Frau freundlich und brav. Die lieben Kleinen kommen so nebenbei zur Welt und werden dann von herzensguten Omas und der durchgestylten Karrieremutter aufgezogen. Der Begatter spielt nur eine Nebenrolle. Er stört nicht, versorgt die kleine Familie mit guter Laune und männlich-fürsorglicher Muskelkraft. Ein Traum, nicht wahr?

An dieser Stelle mache ich einen harten Schnitt. Warum? Weil die oben beschriebene Frau nicht existiert. Sie ist eine Erfindung von Politik und Werbung. Die Autorin Anne Obenaus hat einmal geschrieben, auch heute sei vielen Menschen noch nicht bewusst, dass die Frau völlig gleichberechtigt und selbstständig neben ihrem Mann existieren könne, wenn sie es möchte. Unabhängig davon, dass meine Frau völlig gleichberechtigt und selbstständig neben mir existiert, glaube ich das für die meisten Hetero-Ehen nicht. Da bestimmt Mann. Schon des Geldes wegen. Ist er doch meist der Ernährer. Frau mag also wollen, kann aber nicht.

Immerhin hat sich die Rolle der Frau von heute stark verbessert. Frauen vor Jahrhunderten waren bessere Sklavinnen. Meist ungebildet. Studieren als Frau? Wo kämen wir denn da hin! Der Alltag? Früh am Morgen aufs Feld, in den Stall, oder in die Fabrik. Egal ob schwanger oder nicht, Frau musste ihren Mann stehen. Abends stand dann Mann. Vor und über ihr. Die frühen Frauenbewegungen prangerten die Missstände an, wollten Dinge (ver)ändern. Aber es dauerte eine Weile, bis erste Reformen kamen. Der Schutz von Wöchnerinnen, das Recht auf Bildung, das Wahlrecht. Mann führte lieber Kriege in denen er dann die Söhne der Frauen opferte. Aufbauen durfte das Land dann wieder Frau. Dafür war sie gut.

Luisa Francia, eine feministische deutsche Schriftstellerin hat einmal gesagt „Wenn das Recht einer jungen Frau auf Unversehrtheit wirklich ernst genommen würde, gäbe es Selbstverteidigung für Frauen als Schulfach. Statt dessen lernen wir nach wie vor Anpassung.“

Sich als Frau zu wehren muss nun nicht zwingend mit den Fäusten sein. Es fängt oft mit einem einzigen Wort an: NEIN. Dieses kleine Wort kann große Wirkung haben. Die Küche bleibt kalt, Hemden werden nicht gebügelt und der Herr Begatter bleibt ebenfalls vor der Tür. Schlecht gelaunt dann aber. Ich sehe nicht nur bei den Feministinnen einen immer mehr aufkommenden Widerstand gegen die klassische Frauenrolle. Leider ist diese Rolle aber auch von Müttern an ihre Töchter vermittelt worden. Mir wird das nicht passieren.

Anne Oberhaus schreibt am Ende ihres Werks: Eine Gleichberechtigung in dem Sinne, wie es der Gesetzgeber vorgibt, wird es nie geben. Welch späte Einsicht der Autorin, die ein ganzes eBook über das Thema Frau im Wandel der Zeit geschrieben hat. Ich wusste das schon lange vor der Lektüre ihres Buches. Aber ich finde mich nicht damit ab. Frauen bekommen nun mal die Kinder und werden daher nicht immer gern in Führungspositionen gesehen. Das Argument eines ehemaligen Kollegen bei einem Workshop Rollenspiel lautet: Ich stelle doch keine Frau ein! Ihr könnt euch doch nie für etwas entscheiden und müsst immer alles hinterfragen. Bis Mann euch sagt, wo es langgeht. Und was mache ich, wenn ihr schwanger werdet? Da seid ihr jahrelang weg und ich muss wieder wen einstellen und einarbeiten. Da stelle ich lieber gleich einen Mann ein, das ist sicherer.

So wie er denken leider Viele. Und solange in (deutschen) Familien kein Umdenken stattfindet, solange wird sich an der klassischen Rollenverteilung nicht viel ändern. Ich verlange nun nicht, dass Männer Röcke tragen sollen. Aber es wäre interessant zu sehen, wie Mann sich in der Frauenrolle fühlt. Ein Leben zwischen Regelschmerzen, Sport und Haushalt, Kind und Karriere. Und möglichst jeden Abend Sex. Ob das nicht der (Alb)Traum jeden Mannes ist?

Ich habe kein Patentrezept für Frauenrechte. Aber ich fordere sie ein. Für jede Frau. Mehr Anerkennung für unsere Leistungen, mehr Förderung, mehr Toleranz. Und zur Not stehe ich dafür auf und ein. Für meine Forderung steht nicht zuletzt auch mein guter Name. Und der ist

Mayumi

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33 Kommentare zu “Frauenrechte im Wandel der Zeit

  1. ….und in weitem Bogen stehen wir zusammen, du bist nicht allein.
    Es ist das ewig Weibliche, das die Welt hinanzieht – Dein Kronenkranz Stefanie

    • Wie erkannte schon der olle Goethe am Ende von Faust II: „Das ewige Weibliche zieht uns hinan …“

      Komm und reich mir die Hand Schwester. Auf dass wir ewiglich im Lichte wandeln. Und jetzt noch ’n Gedicht (von dir)? 😀

  2. Tja, und was macht der Herr Personalchef, wenn MANN plötzlich Elternzeit nimmt und ausfällt? Dann ist das schöne Weltbild vom Heimchen am Herd zerstört und der Personalchef muss unter Umständen aus Mangel an Alternativen eine Frau einstellen. So ein Pech aber auch 😛

    In der Familie meiner Frau gibt es übrigens einen Hausmann, der den Job zugunsten der Kindererziehung und -betreuung aufgegeben hat. Die Frau arbeitet und bringt Geld nach Hause. Also ich find das cool 🙂

    • Ein gewisses Umdenken hat ja stattgefunden. Nur leider ist es immer noch so, dass (junge) Frauen weniger oft befördert oder neu eingestellt werden. Eine Studie vor einigen Jahren sprach von 95 % Chancen für Mann, die Karriereleiter zu erklimmen.

      Vielleicht sollte ich Personalchefin werden. Die IT machen dann du und deine Frau. Und Yuki wird Managerin. 😀 Warum? Na die kriegt’s in der Küche besser gebacken *lacht sich weg*

      • Ok. Kein Problem, so machen wir das! 😀

        Wir haben schon überlegt, eine Firma zu gründen und dann NUR FRAUEN einzustellen. Was das für einen Aufschrei geben würde… hihi 🙂

        Wie gut, dass uns Karriere jetzt eh nicht so wichtig ist. Sonst würde ich mich da vermutlich viel eher und mehr aufregen.

  3. Gleichberechtigung im Sinne von Gleichbehandlung wird es nie geben. Bis Frauen wirklich gleichgestellt sind, wird es aber noch lange dauern. Sie haben sich zwar inzwischen viel erkämpft, aber das Beispiel mit den Führungspositionen ist glanzvoll dafür, dass es noch ewig dauern wird. So sehr ich dafür bin, Frauen endlich dasselbe zuzugestehen wie Männern, so sehr bin ich allerdings auch gegen die Frauenquote.
    Es wird noch ein langer Kampf, den wir Frauen austragen müssen. Aber auch ich bin bereit und werde kämpfen (den Selbstverteidigungskurs habe ich übrigens schon ;)).

      • Ich habe mal einen Kurs über zehn mal zwei Stunden gemacht, weil ich immer große Angst im Dunkeln hatte (böse Männer und so ;)).
        Der Kurs war toll. Wir waren zehn Teilnehmer und drei Trainer (zwei Frauen, ein Mann). Alle Trainer waren auch Trainer für Jiu Jitsu. Ich kann aber nun wirklich nicht von mir behaupten, dass ich ein bisschen Kampfkunst beherrschen würde. Viel mehr habe ich über erfolgreiche Prävention und bestimmte Schutzmöglichkeiten und Griffe in Extremsituationen gelernt. Es hat jedenfalls gereicht, um meine Angst im Dunkeln abzulegen.

      • Doch. Aber zurzeit bin ich noch innerlich blockiert. Ich und Sport.. ganz schwieriges Ding. Ich und neue Sachen ausprobieren.. ganz große Herausforderung.
        Ich brauche noch Mut. Viel, viel Mut 😉

  4. Hat dies auf Seelenschnipsel rebloggt und kommentierte:
    Wer Selbstverteidigung für junge Frauen als notwendiges Schulfach erachtet, unterstellt dass von allen Männern Gefahr ausgeht. Im Sinne der Gleichberechtigung müsste dann ein Schulfach für junge Männer existieren bezüglich Verteidigung gegen die Verführungskünste von Frauen, Kuckuckskindern etc.

    Mein Großstadt ist 1890 geboren. Meine Großmutter war ungebildet und hat auf dem Feld geschafft und dennoch war sie daheim gleichberechtigt. Das Bild der unterwürfigen Frau von damals war auch schon vor dem letzten Weltkrieg nicht das alleinig vorherrschende. Aber das nur am Rande. Den Spruch: hinter jedem starken Mann steht eine starke Frau, gibt es auch nicht erst seit gestern.

    Wer behauptet eine echte Gleichberechtigung wird es nie geben, verkennt dass sie schon existiert hat. Ich habe das Glück im Osten aufgewachsen zu sein. Emanzipation ist ein Fremdwort für mich da ich in einer Gesellschaft aufgewachsen bin, in der Gleichberechtigung vorhanden war. Daher kann ich mit dem Kampf um Emanzipation nichts anfangen. Auch bis heute habe ich nie eine echte Ungleichbehandlung erlebt. Und ich bin seit 13 Jahren in Bayern!! Weder bei Bewerbungen (bei denen ich gern gegen Männer gewonnen habe) noch beim Gehalt etc. Auch im Bekanntenkreis kenne ich niemanden bei dem nur der Mann das sagen hat. Ich kenne dafür Fälle wo Frau die Geldquelle ist. Und Mann muss betteln 😉 Betriebskindergärten, Halbtagsjobs für Frauen und Männer etc. sind auch keine Ausnahme mehr.

    Meiner Meinung nach kann man mit zu viel Emanzipation bestimmte natürliche Entwicklungen verhindern. Wenn nicht sogar das Gegenteil erreichen. Ich kann verstehen wenn es dem ein oder anderen Mann zu viel wird. Wie sagte unser Betriebsrat letztens so schön? Ok ihr habt eine Kaffeekasse für frauenfeindliche Sprüche und wo ist die für männerfeindliche Sprüche?

    Zu dem Bild der Karrierefrau. Das ist nicht nur Illusion es sollte vor allem nicht Ideal/ Ziel hergenommen werden. Gleichberechtigung beinhaltet auch die Wahlfreiheit jedes Menschen wie er leben möchte. Wer sein Glück anderweitig findet, sollte das tun dürfen und nicht abgewertet werden als Gegnerin der Emanzipation.

    • Dankeschön für deinen ausführlichen Kommentar. Er zeigt ein anderes Stückchen der Welt. Leider sieht es in den meisten Ländern dieser Welt ganz anders aus. Und auch in Deutschland muss sich noch einiges ändern. Du hattest Glück. Da sei dir gegönnt. Und das macht dich durchaus nicht zur Gegnerin der Emanzipation.

  5. Bitte nicht böse sein, aber: GROßER GOTT! Langsam glaube ich wirklich, es sei besser, wenn ich schwul werde. Ihr könntet euch z.B. keinen besseren Partner unter jenen Gesichtspunken suchen und finden, als mich. Doch dennoch reichte es nicht. Ich weiss nicht, was Frauen noch alles wollen. Ich bin jedenfalls gerade wieder auf dem Rückweg zum „Mann“, nachdem mich einige Dinge weich gemacht haben. Und um ganz ehrlich zu sein, ist mir durchaus aufgefallen, dass die Mehrheit dieser, ich sage mal „Bloggergemeinschaft“ durchaus weiblich ist. Und die Art und Weise, wie sich die Männer dieser Sphäre in vielen Dingen den Frauen anschmiegen, empfinde ich, nach mehreren Monaten, dich ich mich auch durch Foren lesen, als schlichtweg ekelhaft, Typisch Mann und nur von Testo durchzogen.

    Ich glaube, dass viele Frauen einfach an den falschen Stellen nach den falschen Männern suchen. Jedenfalls hat sich meine Blog-Aktivität bereits stark eingeschränkt, weil ich mir dieses virtuelle „ich bin toll, du würdest sicher mit mir schlafen“, und „klar, bin ein heldenhafter Kerl und hab einen großen genau so, wie di hübsch bist“ auf den Zeiger geht. Aber ganz gewaltig.

  6. Nun, vielleicht verleitet sowas mal zum Denken in die andere Richtung. Ich war bei dem Beitrag zwar ein wenig emotional, aber dies hat seinen Grund. Ich stehe absolut zur Gleichberechtigung. Ich vertrete die Haltung, dass Mann und Frau gleich sind. Ob nun im allgemeinen Leben, im Beruf oder in einer Partnerschaft. Mir ist jedoch schleierhaft, wie oft noch auf dieses heute schon – in meinen Augen – lange nicht mehr akutem Problem der Gleichberechtigung herumgeritten wird. Beispielsweise die Quotenregelung für Frauen in Führungspositionen, die ich persönlich in rein wirtschaftlichem Sinne (und im Endeffekt ist es genau das, was Mann und Frau interessiert, wenn es darum geht, der Wirtschaft das täglich Brot zu entlocken) als absoluten Mumpitz erachte. Wir hatten/haben sogar eine Frauenquote bei der Bundeswehr. Dort geht es im Zweifelsfall um Leben und Tot.

    Manchmal denke ich inzwischen, dass es hier und da eines „Männerbeauftragten“ badarf, da in manchen Dingen bereits ein derartiges Ungleichgewicht, eine Verunsicherung und ein Leistungsabfall zu Tage tritt, dass diesem entgegengewirkt werden muss.

    Manche militärische Vorgesetzte beispielsweise hatten irgendwann Angst davor, mit einer Soldatin alleine in einem abgeschossenen Raum zu sein. Warum? Weil es unehrenhafte Entlassungen gab aufgrund unbewiesener, angeblicher sexueller Übergriffe.

    Ihr Frauen habt doch schon die Macht, meint ihr nicht?

    • Geht doch 🙂

      Die Frauenquote ist Quatsch. Da stimme ich dir zu. Viele Frauen denken übrigens so. Was wir brauchen ist keine Quote, was wir brauchen ist echte Gleichstellung. Und die lieber Bloggerfreund gibt es nicht. Deine Erfahrungen bei der Armee in allen Ehren, aber sie sind nicht repräsentativ. Frauen werden von Männern noch immer als Menschen zweiter Klasse gesehen, als Ware. Stichwort: Prostitution. Brauchen wir da auch eine Quote? Oder Mann im Bordell? Was denkst du?

      Über die Verunsicherung von Mann, bzw. dass Mann die Schnauze voll hat, habe ich vor einer Weile schon geschrieben:

      https://nandalya.wordpress.com/2013/10/01/gleichberechtigung-am-pranger-manner-haben-die-schnauze-voll/

      Ehrlich gesagt sehe ich in dem Originalartikel und in vielen ähnlichen den Versuch von Mann, das von Frau bereits Erreichte umzukehren und wieder die absolute Kontrolle zu erreichen. Kontrolle über das häusliche und berufliche Leben und natürlich den Körper von Frau.

      Warum sind Männer verunsichert? Wie denkt Mann? Für mich ist das schwer zu verstehen. Seid einfach ihr selbst. Hört zu, lernt von Frau. Weniger Mann werdet ihr deshalb nicht. Bleibt Mensch und fair. Dann klappt’s auch mit der Nachbarin.

      Die von dir angesprochene Macht der Frau beruht lediglich auf sexueller Verweigerung Mann gegenüber. Da wird Mann dann zum Tier. Der Druck ist offenbar zu groß. Wie gut, dass ich dieses Problem nicht kenne.

      Dein Kommentar. wie du wirklich denkst, ist für mich als Frau sehr interessant. Vielen Dank dafür.

  7. Pingback: Funktioniert Frau? | Bao´s Blog

  8. Um ehrlich zu sein, könnte ich Bücher darüber schreiben, wie ich denke.

    Richtig, meine Erfahrungen beim Militär sind nicht repräsentativ. Aber sind es deine? Ich glaube aber, dass wir im Grundsatz das gleiche meinen.

    Geschlechtsübergreifend sollte man eine Person einfach als „Mensch“ sehen. Aber dieses Denken fängt eben bei diesen Menschen an. Denn wie man denkst, so wirkt man auch nach außen.

    Das Problem der Männerschaft ist wohl wirklich die Libido. Gäbe es sie nicht, würde der Einfluss der Frauen von jetzt auf gleich rabiat abnehmen. Und weshalb überhaupt führen wir Kriege? Weshalb gibt es Dinge wie Konkurrenzdenken zwischen Männern? Welchen Mann würde es interessieren, welch Auto er fährt, wenn es keine Frauen gäbe? Zugegebenermaßen liegt dieses Zirkustheater nicht an euch Frauen. Es sind die Männer, die schwach geworden sind. Und wenn ich eine Frau wäre, wie du, würde ich wahrscheinlich auch darüber nachdenken, ob es richtig ist, „hetero“ zu sein. Vor einer solch endgültigen Entscheidung jedenfalls hege ich eine Menge Respekt.
    LG

    • Schreib diese Bücher. Wenn es dir hilft?

      Kriege wurden wegen Macht geführt. Im Japan der Shogun Zeit um ihn zu beenden. Heute geht es um die Ressourcen. Nicht um Frau. Das war Troja und ist schon eine Weile her.

  9. Jetzt mal auf neandertalisch: Mann hat Hormone, Mann braucht Resourcen für Frau.. Mann Frau in die Höhle ziehen, wenn Mann stark genug. Frau braucht Mann, also..

    Wir leben noch heute im Neandertal, oder in Troja meinetwegen. Die Intentionen sind immer die selben. Und die Rolle der Frau wird dahingehend eher immer schlimmer. Natürlich auch die des Mannes. Die des Menschen eben. Aber Frauen, die sich immer darüber beschweren, wenn sie können, sich aber dennoch an den Blicken und Anschmachtungen der Herren ergötzen – nun ja, ist recht ambivalent.

    • Ist der Druck wirklich so stark für Mann? Da war doch dieses Buch von Karin Kneissl. Die WELT hat damals darüber berichtet. Der Artikel lautete: Erst Testosteron macht Männer zu Revolutionären
      Der Artikel ist zum Schreien 😉

      Und kann es sein, dass du ein klitzekleines Problem mit (hetero) Frau/en hast? 😉 Böse böse Schwester, geizt nicht mit Reizen und lässt Mann dann nicht ran.

      Mach dir mal keinen Kopf um solche Mädels. Denen sind die Hormone in den Kopf gestiegen *lacht sich weg*

      • Du bist gut 😉

        Ich weiß aus eigener Erfahrung um solche Mädels, von denen du hormontechnisch sprichst.

        Also, der „Druck“ ist bei mir nicht stark. Eher im Gegenteil. Aufgrund meiner persönlichen Geschichte betrachte ich den Sachverhalt des „Mann-Frau-Spieles“ eher kritisch, finde ihn sogar manchmal eher lächerlich. In meinem Fall führte ein vermutlicher Testosteron-Überschuss und ebenjenes frauliches „ich habe was zu bieten, und will dies bestätigt wissen“ zum Zusammenbruch meiner Familie. Ich hatte sogar einige Jahre Probleme mit der Sexualität. Und ich glaube heute, dass die Natur dem Menschen keinen Gefallen getan hat, dass sich dieser auf diese Weise fortpflanzen muss. Die Aufschwappenden Hormone nämlich verändern den Menschen auf teilweise erschreckende Art und Weise. Und was tut der Mensch dann? Er verliert sich. Meine Meinung.

        Kein Vorwurf an niemanden. Aber ob du es glaubst oder nicht – ich stehe auch eher den Frauen zur Seite. Ich schrieb auch mal einen Artikel, in dem ich die heutige Rolle und das Verhalten der Männer sehr stark anprangerte. Tragisch wird es dann, wenn sich Frauen auf eben dieses Niveau begeben. Dabei sind Frauen den Männern eigentlich stets um ein paar Jahre voraus.

      • Ich stehe zwar prinzipiell auf der Seite von Frau, als Lesbe aber auch auf meiner eigenen Seite. Dieses Mann – Frau Spiel kenne ich nur vom Hörensagen und eigenen Beobachtungen. Ich kann dir aber versichern, dass Frau – Frau auch nicht immer einfach ist 😉

        Aber den Artikel musste echt mal lesen: http://www.welt.de/kultur/history/article108273897/Erst-Testosteron-macht-Maenner-zu-Revolutionaeren.html

        Ich hatte dazu natürlich auch etwas zu sagen. Die gute Autorin übertreibt da ziemlich glaube ich.

        https://nandalya.wordpress.com/2013/09/30/testosteron-und-die-macht-der-revolution/

        Sie wollte den Arabischen Frühling mit Testosteron erklären, aber lies bitte selbst 😀 Vermutlich hat sie nun gutes Geld mit dem Buch verdient und dabei irgendeine Studie bemüht. Was meinste, das können wir doch auch?

        Laut meiner Frauenärztin hatte ich früher auch Hormonprobleme. Bei Frau äußert sich das oft in Regelschmerzen. Sei mal froh, dass du dich „nur“ rasieren musst *lacht*

  10. Okay, ich habe alles gelesen. Wobei ich sagen muss, dass er stellvertretend für die ganze Welt stehen könnte. Und was dies angeht, glaube ich schon, dass Testosteron sein Übel dazu beigetragen hat. Ich glaube nicht, dass es der Glaube ist. In Afghanistan zB. gibt es geügend sogenannte „Warlords“, die nach eigener Aussage demütige Moslems sind, aber dennoch zur Hanf- und Mohn-Produktion alles in Bewegung setzen, und eben dieses Geschäft durchzuziehen. Natürlich unter dem Deckmantel des Islam, Menschenleben? Egal. Aufgehangende Menschen, um die wir uns auch nicht kümmern konnten.

    In meinen Augen hast du jedoch Recht. Ich bin zwar noch immer eine recht krasser Militarist, aber deine Ausführungen sind gut.

    LG

  11. Für mich war und ist Emanzipation kein Thema. Meine Mutter war als Hausfrau und Mutter eine der emanzipirtesten Frauen, die ich kenne. Ganz ohne Job. Ich habe nie darüber nachgedacht, ob ich mehr oder weniger Wert bin als ein Mann. In meiner leider viel zu kurzen Ehe mit dem besten Ehemann der Welt war ich diejenige, die das Geld verdient hat. Und manchmal bin ich ganz erstaunt, dass ich in einer Zeit aufgewachsen bin, wo eine Frau ohne die Erlaubnis ihres Mannes nicht arbeiten durfte und der Mann auch einfach so bestehende Arbeitsverhältnisse ohne Einwilligung der Frau kündigen konnte (das wurde erst 1977 geändert). Ich habe davon nichts gemerkt. Ich war immer genauso viel wert wie ein Mann. Wir Frauen in Deutschland haben es gut.

    • „Wir Frauen im modernen Deutschland haben es besser“, sollte der Satz vielleicht lauten 🙂 Du weißt, es war nicht immer so. Und auch in Japan war alles anders. Und doch haben wir Frauen noch nicht alles erreicht. Aber dafür stehe ich auch weiterhin ein und auf.

  12. Hm, Gleichstellung.
    Vielleicht geht das gar nicht – ich meine, Mann und Frau sind nun mal unterschiedlich. Man wird sicher in einigen Bereichen eine Gleichberechtigung schaffen können (bzw. hat sie geschaffen). Aber absolut wird das, denke ich, nicht gehen.

    Und das im Post beschriebene Beispiel – ich stell doch keine Frau ein – spiegelt doch das wirtschaftliche Denken wider, das du kennen dürftest. Unabhängig davon, ob es nun gerechtfertigt ist oder nicht.

    Ich bin eher der Meinung, man sollte diese Gleichmacherei um jeden Preis stoppen. Und einfach mal nachdenken. Was geht, was geht nicht? Was macht Sinn? Und wenn man etwas nun nicht für beide Geschlechter gleich machen kann, welche Möglichkeiten gibt es noch. Wichtig ist doch vielmehr, die Stärken beider zu nutzen und zu kombinieren, um ein Optimum zu erreichen – und nicht, sich um der Gleichmacherei zu bekriegen. Bindet doch nur unnötig Energie.

    • Ich bin in der Lage sehr nüchtern und logisch zu denken. Von den reinen Zahlen her, von Effektivitäten, kann ich Manager verstehen. Aber ich bin auch Feministin. Und der Faktor Mensch ist mir wichtig. Lieber streiche ich dem Management die ganz dicken Dienstwagen, als eine Mutter mit zwei Kindern zu entlassen. Bisher kommen meine unkonventionellen Ideen an, die Einsparungen in gewissen Bereichen, die nicht auf Kosten von Frauen gehen.

      Weißt du, Frauenrechte sind wichtig. Wir dürfen den Fokus nicht auf die heutige Zeit richten sondern auf die Welt vor 100 und noch mehr Jahren. Oder auf Staaten, die Frauen noch immer als „Ware“ ansehen, als Menschen Zweiter Klasse.

      Gleichmacherei um jeden Preis spricht die „Quotenfrauen“ an. Und da stimme ich zu. Als Frau ohne Kenntnisse in einem bestimmten Bereich, bin ich trotz Quote fehl am Platz. Aber kann ich etwas besser als Mann, bekomme ich dann den Job? NEIN! Und darum geht es. Und selbst wenn ich ihn bekomme, so zahlt man(n!) mir weniger dafür. Und das ist leider Fakt.

      Und wenn ich als Frau Kranführerin werden möchte, Mauern hochziehen, Stahl kochen, dann sollte Mann mich lassen und nicht auf die „biologische Aufgabe“ von Frau verweisen.

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