Starke Frauen – Eine Erinnerung an Maria de Vilotta

Ich möchte mit diesem Beitrag an eine starke Frau erinnern, die am Freitag, den 11.Oktober 2013 völlig überraschend gestorben ist. Ihr Name: Maria de Villota

Ich bin kein Motorsport Fan. Mir gibt es nichts, wenn Boliden Runde um Runde mit hoher Geschwindigkeit auf Rennkursen drehen. Mir geht es um die Persönlichkeit Maria de Villota, die außergewöhnliche Sportlerin, die Frau. Sie hat mit ihrem Leben, ihrer Karriere bewiesen, dass Frauen auch im Rennsport viel erreichen können. Ihr tragischer Unfall vor mehr als einem Jahr war dann ein Schock. Maria de Villota prallte mit für die Formel 1 lächerlichen 50 km/h gegen die Klappe des Team LKW. Sie erlitt dabei schwere Kopfverletzungen und verlor ihr rechtes Auge. Aber von dem Unfall unterkriegen ließ sie sich nicht! Und genau das erkenne ich an.

Maria de Villota wurde zur Botschafterin von Frauen. Sie vermittelte mit ihrem Schicksal Stärke. Frau kann alles erreichen, so sie denn will. Dieses positive Lebensgefühl zu vermitteln war ihr ein Anliegen. Und ich sehe ihr Andenken nicht nur auf den (Motor)Sport begrenzt. Immer mehr Frauen auf der ganzen Welt stehen auf und streifen die ihnen seit Jahrhunderten zugedachte Rolle ab. Und das ist gut so. Frauen entdecken und definieren sich neu. Auch ihre Sexualität. Sie werden selbst aktiv.

Maria de Villota war keine Femistin. Aber sie war eine außergewöhnliche Frau. Buddha hat einmal gesagt: „Das Geheimnis des außerordentlichen Menschen ist in den meisten Fällen nichts als Konsequenz.“ Maria de Villota war konsequent. Sie ist ihren Weg gegangen und nie davon abgewichen.

In den letzten Monaten präsentierte sie sich der staunenden Öffentlichkeit mit Kurzhaarschnitt und Augenklappe . Auf mich wirkte sie wie eine moderne Piratin, die in männlichen Gewässern ihr (Un)Wesen trieb. Für Frau, für jede Schwester! Danke dafür Maria de Villota! Ihr viel zu früher und einsamer Tod hinterlässt nun eine Lücke, die es auf- und auszufüllen gilt. Und dazu sind alle Frauen dieser Welt aufgerufen.

Passend dazu ein Zitat, der deutschen Schriftstellerin, Publizistin, Dramatikerin und Frauenrechtlerin Hedwig Dohm (1831-1919):

„Mehr Stolz, ihr Frauen! Wie ist es nur möglich, dass ihr euch nicht aufbäumt gegen die Verachtung, die euch noch immer trifft. – Auch heute noch? Ja, auch heute noch. (…) „

Wann fängst DU damit an?

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