Leben heißt lieben … und andere Schwachheiten

Ich habe eine Menge Filme in meinem Leben gesehen. Nicht nur über Liebe! Aber je älter ich werde, umso mehr neige ich einfach dazu, mich in romantischen Schwärmereien zu verlieren. Warum ist das so? Bin ich etwa nicht (mehr) glücklich mit meinem Leben? Gleich vorweg: Ich bin absolut glücklich mit meiner Beziehung! Dafür aber weniger mit meiner Arbeit, dem Weg, den ich eingeschlagen habe. Daher habe ich mich entschlossen wieder zu studieren! JA! Mayumi geht wieder rein … in die Hörsäle, ins Studentenleben! Das wird ein Spaß … denn … JA JA JA!! meine Süße geht mit! Wir haben diesen Schritt mit unseren Eltern besprochen. Sie stehen hinter uns und werden für die nötige finanzielle Sicherheit sorgen. Danke Danke Danke!!!!

Nun, wie kam es dazu? BWL ist ein knochentrockenes Gebiet, das ich lediglich zur Sicherheit studiert hatte. Ich bin durchaus in der Lage analytisch zu denken und eine schlechte Assistentin des Managements war ich mit Sicherheit nicht! Aber … es hat mich innerlich getötet! Früher habe ich Gedichte (Haikus) und Kurzgeschichten geschrieben. Bücher waren mein Leben, ebenso Kunst und Musik. Von all dem blieb nicht mehr viel in letzter Zeit. Dafür habe ich mich in die Welt des Films geflüchtet und für eine Weile wieder zurück nach Second Life. Und meiner Freundin ging es nicht viel anders. Auch wie war nicht mehr glücklich mit ihrem Job, wie unser (Arbeits)Leben verlief.

Aber nun zurück zu einem Film, der mich wirklich tief beeindruckt hat und mit dem ich noch immer schwanger gehe 😀 Der Titel: Küss mich / Kyss Mig. http://www.filmstarts.de/kritiken/105473.html Es ist die Liebesgeschichte von Mia und Frida. Was ich mochte: Endlich einmal keine Teenager Romanze! Zwei Frauen über Dreißig verlieben sich auf der Geburtstags- und Verlobungsfeier ihres Vaters … Nein … halt Stop! 😀 Die Beiden haben nicht die gleichen Eltern. Mias Vater und Fridas Mutter verloben sich und die beiden Frauen verlieben sich. Klingt einfach? Ist es aber nicht! Mia, die ihre Bisexualität versteckt küsst Frida, die offen lesbisch ist. Beide wissen nichts von den Neigungen der anderen, es passiert einfach! Und was so erstaunlich ist für mich: Es passiert auf absolut glaubhafte Weise! So glaubhaft, dass ich mehrfach fragte, ob das wirklich ein Film war?!

Ich bin eine kritische Beobachterin. Und ich bemerke sofort, wenn die Chemie bei den (meist heterosexuellen) Darstellerinnen stimmt …oder wenn sie lediglich Filmküsse austauschen. Klar hat der Film einige Schwächen, klar hätte einiges besser / anders gemacht werden können. Aber im Großen und Ganzen war alles perfekt, auch das Ende! Mich hat der Film tief berührt. Und vielleicht trug er mit dazu bei, mein Leben wieder selbst in die Hand zu nehmen. Ein Schritt zurück nach vorn, zu einem besseren, erfüllteren Leben.

6 Kommentare zu “Leben heißt lieben … und andere Schwachheiten

  1. Ich erinnere mich, daß ich „Kaffee, Milch und Zucker“ sehr mochte. Whoopi Goldberg spielte ihr stille verzweifelte Liebe zu der todkranken heterosexuellen Robin für mich sehr überzeugend.
    (Meine Güte, ich lese mich tatsächlich fest bei Ihnen. Und das Tagwerk ruht.)

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