Das Interview – Teil 2: Quo vadis, Mayumi?

Düsseldorf, im Juli 2015. Ein Interview erschüttert die Welt. KLICK MICH Meine beste Freundin hat es mit mir geführt. Unterstützung kam von (m)einer frechen Elfe. Heute nun der zweite Teil. Aus den Zeilen gehen kaum die Lacher hervor, die es dabei gab. Im Gegensatz zum letzten Interview, haben wir eine andere Form gewählt, um die einzelnen Personen hervorzuheben. Und nun viel Spaß beim lesen.

Düsseldorf, im Februar 2017. Ich (Karin) bin unterwegs zu Mayumis Elternhaus, aber leider ganz allein. Meine drei Süßen liegen stark erkältet im Bett, mir geht es schon viel besser. Aber warum kribbelt plötzlich mein Bauch?

Wie immer wenn ich an Yumi denke, erscheint ein Lächeln auf meinem Gesicht. Dabei war unsere erste Begegnung fast ein Schock für mich. Heute, viele Jahre später, ist sie die beste Freundin der Welt. Auch wenn das Wort „Biest“ bei ihr noch untertrieben ist. Lässt man sie, teilt sie nach allen Seiten aus.

Kritische Fragen zu stellen ist Yumis Weg, um eingefahrene Denkmuster aufzubrechen. Die wenigsten können damit und fühlen sich sofort provoziert. Selbst mich lockt sie damit noch aus der Reserve und ich sollte es eigentlich besser wissen.

Als ich ankomme steht der rote Flitzer vor der Tür. Sie war also schon in Stuttgart und hat ihn abgeholt. Ich schmunzele, sie kann es nicht lassen! Ihre Mutter öffnet und begrüßt mich lächelnd. Ich mag diese Frau, die wie eine ältere Ausgabe einer gemäßigten Mayumi wirkt. Die Ähnlichkeit ist offensichtlich.

„Karin“, sagt sie mit deutlichem Akzent, „wie schön dich zu sehen.“ Yuki flitzt aus der Küche und winkt mir mit mehlverstaubten Händen zu. „Wir sind am kochen!“, lässt sie mich wissen und Yumis Mutter nickt dazu. „Sie übt unten mit ihrem Vater“, sagt sie leise und schaut mich wissend an. Im Geist sehe ich einen zur Unkenntlichkeit verknoteten Mann, der hilflos auf der Matte liegt.

Ich habe die beiden schon trainieren sehen und war einfach fasziniert! Das sah so echt aus, mir wurde Angst und bange! Yumi kann ihren Vater mit reiner Kraft nicht schlagen. Aber ich habe nie zuvor jemand gesehen, der solche Reflexe hat und eine derartige Körperbeherrschung. Niemand kann ihren Kicks widerstehen.

Ich erschrecke, als eine Stimme „Buh!“ sagt und Yumi im Karate-Gi lachend neben mir steht. „Ich gehe schnell duschen“, sagt sie und ist schon wieder weg. Ihr Vater hat das Nachsehen, sie war immer schon zu schnell für ihn. Aber er lächelt und sagt ebenfalls „Hallo“ zu mir.

Yumis Mutter bringt Tee und setzt sich mit Yuki neben mich. Wir unterhalten uns, bis „das Biest“ wiederkommt. Statt Karate-Gi trägt sie ein ärmelloses T-Shirt und eine kurze Hose. Wieder fallen mir ihre fast schon muskulösen Oberschenkel auf. Sie sind der Grund warum Yuki immer „Dicke“ zu ihr sagt. Yumi ist gertenschlank!

Vielleicht werden sich nun LeserInnen wundern, warum ich „Yumi“ und nicht „Mayumi“ schreibe. Als einer der wenigen Menschen darf ich die Kose- bzw. Kurzform ihres Namens nutzen. Normalerweise sage ich „Miststück“ zu ihr. (Für diese Bemerkung habe ich den Mittelfinger gesehen.)

Ja, es gibt Menschen, die sofort der Mittelpunkt sind, wenn sie einen Raum betreten. Yumi ist ein solcher Mensch. Schon in der Schule war sie der Star. Das ist noch heute so. Sie bestimmt und alle machen mit. Nun gibt es Menschen, die das mit lauter Stimme machen. Yumi laut? Das habe ich selten erlebt.

Yumis Vater, ist ein liebenswerter und sehr gebildeter Mann, mit dem ich mich schon oft unterhalten habe. Wie Yumi ist er eine natürliche Respektsperson, aber sie hat ihn locker im Griff. Zwar hört sie ihm zu, aber vertritt auch vehement ihre Meinung. Und es ist keine Lüge wenn ich sage, er ist furchtbar stolz auf sie.

„Du riechst lecker“, sagt sie zu Yuki, die nur die Augen verdreht und leise „Baka“ murmelt. Aber so kenne ich die beiden. Unzertrennlich und doch mit eigenem Kopf. Wir tauschen Neuigkeiten aus bis Yumis Vater wiederkommt. Es folgt ein typisch japanisches Mittagessen, das unbeschreiblich köstlich ist.

„Wehe du steckst uns an!“, sagt Yumi, als ich mir nach dem Essen das Näschen putze und zieht uns lachend in ihr Jugendzimmer. Als wir es uns auf ihrem Bett gemütlich machen, muss ich fast automatisch an Natalie denken. Wie oft haben wir drei hier gesessen!

Wir reden über tausend Dinge, als mich eine plötzliche Idee anspringt. Was auch daran liegt, dass ich in Yumis Blog gestöbert habe und das alte Interview fand. „Du suchst doch immer nach Beiträgen“, beginne ich und schaue Yuki an. „Wollen wir einen zweiten Teil des Interviews machen?“

Als Yuki strahlt und nickt, weiß ich die Antwort schon. „Wenn ihr wollt“, gibt Yumi scheinbar gelangweilt zurück. Aber ich kenne sie, die Idee gefällt ihr gut. Handys werden gezückt und plötzlich heißt es „Vorsicht Kamera“ oder „Aufnahme läuft.“

Karin: „Schön, dass du wieder in Deutschland bist, du Reisetante. Bleibst du uns nun eine Weile erhalten?“

Mayumi: „Hast du mich vermisst?“

Karin: „Du bist …“

Mayumi: „Doof, ich weiß. Ich habe dich auch lieb.“

Karin: „Wie war Amerika, haben sich eure Erwartungen erfüllt?“

Mayumi: „Etwas zu erwarten bedeutet, dass man enttäuscht werden kann.“

Karin: (lachend) „Könntest du bitte konkreter werden? Sonst macht das Interview doch keinen Sinn!“

Mayumi: „Das Leben in den USA ist anders. Schneller, wenn du so willst. Hinzu kommt, dass in Los Angeles eine ganze eigene Art von Menschen leben. Ich spreche weniger von der LGBT-Community, sondern meine das allgemein. Düsseldorf oder Stuttgart sind tiefste Provinz, wenn man die Städte vergleicht.“

Karin: „Hast du dort berufliche Kontakte gefunden?“

Mayumi: „Ja und nein. Wir waren für die Tuning Firma in Detroit, aber neue Kontakte im Sinn neuer Aufträge gab es keine. Das würde aus mehreren Gründen nicht funktionieren. Was weniger an der Sprache, als an den amerikanischen Gesetzen liegt.“

Karin: „Wie war das Wetter dort? Angeblich scheint dort immer die Sonne.“

Mayumi: „Wer hat dir diesen Unsinn erzählt? Es war recht kühl, man könnte das herbstliche Temperaturen nennen. Nur mit dem Schnee war Fehlanzeige. Den hatten wir dann in Schweden.“

Karin: „Du machst mich total neidisch! Aber ich finde es toll, dass du um die halbe Welt geflogen bist, um der Firma zu helfen. Hat sich das ausgezahlt?“

Mayumi: „Wir haben dafür kein Geld bekommen. Nur Flug und Unterkunft waren umsonst. Ich bin schon dabei ein Konzept zu erstellen, das die Firma vor dem Konkurs retten wird.“

Karin: „So schlimm ist es?“

Yuki: „Sie übertreibt, aber die Sache ist schon ernst.“

Mayumi: „Der Kunstgriff wird sein auf Wachstum zu setzen, aber keine böse BWL zu nutzen. Gib mir noch eine Woche und alles ist wasserfest.“

Karin: „Darf ich das dann sehen? Bitte?“

Mayumi: (Feixend) „Um mich zu kopieren? Klar darfst du. Als Gegenleistung erwarte ich einen Nachmittag mit deinen Kindern. (Yuki strahlt und nickt)

Karin: „Abgemacht. Die beiden sind sowieso verrückt nach euch. Aber lass uns über deinen Blog sprechen, wenn du magst. Ich habe viele deiner Texte gelesen und eine Veränderung festgestellt. Du bist politischer geworden. Kann das sein?“

Mayumi: „Wie du am besten weißt, war ich früher mehr der unpolitische Typ. Zwar GRÜNE, aber sonst wenig an Politik interessiert.“

Karin: „Du glaubst doch überhaupt nicht an Politik!?“

Mayumi: „Wen fragst du, die rationale oder emotionale Komponente meines Seins?

Karin: „Na dich!“

Mayumi: „Komme ich authentisch rüber?“

Karin: „Ja und nein. Ich kann schon erkennen wer da schreibt, aber du wirkst oft so anders.“

Mayumi: „Wie wirke ich denn auf …(Yuki hält ihr den Mund zu. Dazu muss ich erklären, dass Yumi im Blog oft flapsig und dann wieder regelrecht eisig wirkt. Ich kenne sie besser. Ihr Humor ist echt, aber in Wirklichkeit ist sie wesentlich japanischer, als sich das in Worten liest. Kühle Logik gepaart mit fernöstlicher Freundlichkeit.)

Karin: „Danke! Also zur Politik, was hat sich für dich geändert und warum erst jetzt?“

Mayumi (kitzelt Yuki): „Man hat mich darauf angesprochen, dass dieses neue Interesse an Politik erst 2015 erwacht sei. Das ist falsch. Ich beschäftige mich lediglich viel intensiver damit. Vor allem, um bei einer Partei zu bleiben, mit dem seit Jahren vorhandenen Unwohlsein über die GRÜNEN.

Das lag mit am Parteiprogramm, aber maßgeblich an gewissen Personen, die ich weltfremde FundamentalistInnen nenne. Die Namen sind euch gut bekannt. Als unsere Kanzlerin ihre Grenzentscheidung traf, als ganz schnell klar geworden ist, dass primär junge Männer und keine Familien über die Grenze kommen, habe ich das kritisiert.“

Karin: „Hattest du Angst?“

Mayumi: „Warum sollte ich Angst haben? Ich kann lediglich besser rechnen und habe vor allem die kommenden Probleme gesehen. Es wird nicht mehr lange dauern und der letzte Fahnenschwenker wird begriffen haben, dass es auch an seine Ersparnisse geht. Dann werden wir das wahre Gesicht der Pseudolinken sehen!

Hilfe ist eine Sache, aber jedem ohne Kontrolle den Zugang in die Sozialsysteme zu gewähren, hat eine andere Qualität. Ein Großteil dieser Menschen wird den Staat auf Jahrzehnte belasten, einige sogar für immer.“

Karin: „Das klingt im ersten Moment sehr ablehnend, ja kalt.“

 Mayumi: „Dürfen sich Ökonomen von Gefühlen leiten lassen? Gezielte Entwicklungshilfe für afrikanische und arabische Staaten, hätte einen Teil des Problems abgefedert. Statt einem Menschen in Deutschland 1.000 Euro pro Monat zu geben und damit in der Summe die Sozialsysteme zu sprengen, hätte er in seiner Heimat mit viel weniger auskommen können. Diese 1.000 Euro können in Afrika zwischen zehn und zwanzig Leben retten, das weißt du sehr gut.“

Yuki: „Hast du Widerstand gespürt, also von anderen Bloggern?“

Mayumi: „Ja. Es gab immer wieder subtile Versuche, um meine Aussagen unglaubhaft zu machen. Auch Hasskommentare, die ich nie veröffentlicht habe. Ich kann mich an mehrere Leser erinnern, die eine Statistik als Beleg meiner Aussagen forderten. Solche Stimmen sind mittlerweile verstummt, die Zahlen stehen fest.“

Karin: „Worin siehst du den wahren Grund der Flüchtlingskrise?“

Mayumi: „Im Neoliberalismus, der grenzenlosen Gier der Eliten, die Afrika und die arabischen Länder ausbeuten. Aber auch ganz klar in der amerikanischen Geopolitik. Schau dir genau an was passiert ist, man hat die Staaten destabilisiert.

Mit dem Kampf gegen den Terror hatte das nichts zu tun. Der ist sowieso frei erfunden. Der Gag dabei, diese Länder waren keine Gottesstaaten, sie waren säkular. Es geht um Macht, Einfluss und die schwindenden Ressourcen. Und wo liegt weltweit das meiste Öl?“

Karin: „Ich weiß was du meinst. Aber du kritisiert vor allem den Islam massiv. Hast du keine Angst dadurch in die rechte Ecke gedrückt zu werden?“ (Mayumi lacht, als ich sie das frage.)

Mayumi: „Ich bezeichne mich als liberal-konservativ mit linken Anleihen. Eigentlich war ich das immer schon. GRÜN passt mir nur besser wegen dem LGBT Ansatz. Und was ist rechts? Die CDU/CSU ist rechts. Und es ist in Deutschland noch immer ein gern gespieltes Foul, Kritiker zu diskreditieren und die Nazi-Keule auszupacken.

Zum Teil unbewusst, ein Großteil der deutschen Bevölkerung ist wenig politisch interessiert und hängt gläubig an den Lippen der Journalisten, die angeblich immer die Wahrheit sagen. Getreu dem Motto: Es war im Fernsehen, also muss es richtig sein. In einem Schnappatmer Reflex (sie imitiert einen nach Luft ringenden Fisch), wird dann blind um sich geschlagen, wenn irgendwer konträr zur politisch korrekten Meinung ist, die man den Menschen eingetrichtert hat.“

Karin: „Wirklich konservativ sieht aber anders aus. Du bist alles andere, als von gestern. Einerseits bist du weltoffen und dann verteidigst du vehement deutsche und japanische Traditionen. Wie passt das zusammen?“

Mayumi: „Sehr gut sogar. Ich finde Halt in Kultur und Sprache, in Traditionen und arbeite trotzdem an progressiv-innovativen Ideen mit.“

Karin: „Warum kritisierst du den Islam so heftig? Wir haben doch auch türkische Freundinnen.“

Mayumi: „Welche unserer Freundinnen sind radikale Islamistinnen? Der Islam ist keine Religion, er ist und bleibt eine Ideologie, die sich auf einen unbeweisbaren Schöpfergott beruft und den Anspruch auf absolute Herrschaft hat. Diese Herrschaft bezieht sich auch auf das Privatleben der Menschen. Die Scharia schreibt vor, wie sie zu leben, zu denken und zu handeln haben.

Diese steinzeitliche Denkweise, ist eine Gefahr für den aufgeklärten Westen und beschneidet freiheitlich denkende Menschen in ihren Grundrechten. Anders formuliert muss sich für den Muslim der Westen, also Deutschland derart ändern, dass er für ihn als neue Heimat passt. Er aber wird sich nicht ändern, das verbietet ihm sein Allah.

Von einer Freundin weiß ich, dass ein türkischer Vater vehement ein Verbot von Schweinefleisch für alle Kinder im Kindergarten forderte und das Kreuz im Büro der Leiterin nicht sehen wollte. Und das geht viel zu weit. Nicht „wir“ müssen uns an ihn, er hat sich an dieses Land anzupassen.

Muslime können ihren Islam gern privat leben. Öffentliche Forderungen, speziell von diesem sogenannten Zentralrat, sind politische Forderungen und der Versuch Einfluss auf deutsche oder europäische Politik und damit die westliche Lebensweise zu nehmen.“

Karin: „Gibt es Anfeindungen von Muslimen?“

Mayumi: „Warum sollte es die geben? Glaubst du wirklich, dass die so verbohrt sind und nun gleich das Messer zücken?“

Yuki: „Hasst du Muslime?“

Mayumi: „Warum sollte ich andere Menschen hassen? Ich wehre mich nur gegen Bevormundung und Übergriffe, die, nach meiner Erfahrung, überwiegend aus dieser Gruppe kommen. Schau dir an was 2016 alles geschehen ist und wer, neben der Politik, die Verantwortlichen sind. Für die meisten dieser Typen sind westliche Frauen nur Huren, die sie benutzen dürfen.“

Yuki: „Aber du bist Japanerin!“

Mayumi: „Wie du auch, mein Schatz. Es spielt für viele keine Rolle, woher wir kommen oder wie wir aussehen. Für sie sind alle Frauen benutzbar, die sich westlich, offen kleiden. Medien und Politik unterdrücken viel zu oft Meldungen, wenn es um Übergriffe gegen Frauen geht. Aber sie nehmen zu, wie du weißt.“

Karin: „Was wäre, wenn wir vielleicht mehr und intensivere Hilfe oder Aufklärung für diese Menschen leisten?“

Mayumi: „NLP-Technik als Frage getarnt? Netter Versuch. (Sie lacht.) Niemand versagt wirklich Hilfsbedürftigen die Hilfe. Aber viele Migranten verschwinden sofort in Parallelgesellschaften und leben dort für immer. Sie wollen Geld, aber keine deutschen Werte teilen. Das bestätigen auch immer mehr voll integrierte Muslime, die wenig mit den altvorderen Worten des Korans anfangen können.

Und wir sollten endlich damit aufhören, alle die nach Deutschland kommen als Flüchtlinge zu bezeichnen. Genau das sind sie nämlich nicht! Wer einen florierenden Handel im Libanon aufgibt, sich als Syrer tarnt, um hier von Sozialhilfe zu leben, der ist grundverkehrt in diesem Land.“

Karin: „Du hast schon mehrfach erwähnt, dass es einen Krieg der Religionen oder Ideologien gäbe und man Muslime gezielt gegen Christen aufhetze. Wer macht das? Magst du dazu noch etwas sagen?“

Mayumi: „Das ist ein sehr komplexes Thema. Jeder der sich damit beschäftigt, bewegt sich am Rand der Verschwörungstheorie. Meiner Meinung nach, die aber auf den Studien anderer Wissenschaftler basiert, wird die Auseinandersetzung gesteuert und alte Vorurteile neu belebt.

Pauschal zu sagen, die USA steckten dahinter, ist falsch. Es sind nicht die USA allein, es ist das Großkapital, das zusammen mit der Politik eine Art Kartell bildet, quasi eine unheilige Allianz. Hinzu kommen in Deutschland noch die durch die GEZ finanzierten Medien. Der Gag schlechthin, wir zahlen für staatliche Propaganda.“

Karin: „Das klingt sehr vage!?“

Mayumi: „Es ist vage. Warum? Weil es eben keine feste Gruppe gibt, die sich in Kapuzen gehüllt trifft und als Geheimzirkel die Welt regiert. Wenn, so ist es eine Kooperation verschiedener Großkonzerne, Lobbyisten, PolitikerInnen, allerdings primär aus den USA, die ihren Reichtum auf Kosten der Bevölkerung mehren.

Jeder vernünftige Mensch kann und wird die Anzeichen erkennen, wenn er sich damit beschäftigt. Problematisch sind die vielen Spinner, die schnelles Geld mit der Angst von Menschen machen und von Geheimbünden reden, die aus Außerirdischen bestehen. Du verstehst, was ich damit meine?

Was wir (er)leben, ist eine Art Scheindemokratie, die uns manipuliert. Das muss kein Nachteil sein, wenn alle genug zu essen haben. Leider ist das nicht der Fall, was an der Gier und dem Neid innerhalb der Eliten liegt.“

Karin: „Noch ein Worte zur Presse. Gibt es noch guten Journalismus in Deutschland?“

Mayumi: „Für JournalistInnen wird es zunehmend schwieriger sich gegen den Einfluss von Politik und Kapital, also Werbung, durchzusetzen. Wenn der Chefredakteur ein bestimmtes Parteibuch hat, ist das so gut wie unmöglich.

Hinzu kommt noch, dass viele junge JournalistInnen nur Zeitverträge haben. Sie werden also vorsichtiger mit ihren Artikeln sein, um eine Verlängerung ihres Vertrages nicht zu gefährden. Darüber spricht natürlich niemand. Leider ist es traurige Wahrheit.“

Karin: „Ein spannendes Thema, aber da bin ich ganz bei dir! Glaubt man dir, wenn du das schreibst?“

Mayumi: „Es geht weniger darum mir zu glauben, sondern darum, die Dinge kritischer zu sehen. Die Menschen müssen wieder lernen nicht gleich jedem Wort der Politdarsteller blind zu vertrauen. Anhören, analysieren, eine zweite oder dritte Meinung einholen und sich selbst ein Bild machen. So funktioniert das wesentlich besser. Aber dieser kritiklose, blinde Gehorsam in Deutschland, ist wirklich erschreckend.

Viele werden von der herrschenden Klasse automatisiert, ihres Verstandes beraubt und auf Kurs gebracht. Bei Beamten ist das ganz schlimm. Schon wieder höre ich oft, dass „man“ ja lediglich den Vorgaben der Regierung folge.

Das haben die Kriegsverbrecher auch gesagt, als man sie mit den Bildern der Konzentrationslager konfrontierte. Ohne Sinn und Verstand, nur auf den eigenen kleinen Vorteil bedacht, werden Dinge ausgeführt, die langfristig für noch mehr sozialen Sprengstoff sorgen.“

Karin: Deine Kritik an den USA, den Herrschenden, wirkt sehr linkslastig auf mich!?“

Mayumi: „Die Kritik an der Demokratie, hat wenig mit politischen Überzeugungen zu tun. Eine echte Demokratie lebt von der Kritik, der Auseinandersetzung zwischen  BürgerInnen und PolitikerInnen.

Aber wenn man es genau nimmt, so stimme ich zumindest in einigen Punkten mit Frau Wagenknecht überein, die ich für sehr sympathisch und durchaus ehrlich halte. Zumindest im vorgegeben Rahmen, den auch sie nicht verlassen kann.“

Yuki: „Apropos Kritik! Du hattest einige Auseinandersetzungen mit anderen Bloggern, die ziemlich heftig wirkten. Bereust du das?“

Mayumi: „Heftig für wen? Ich streite mich nie im Internet, das ist und bleibt verlorene Lebenszeit. Richtig ist, dass es einige Versuche gab, die aber gescheitert sind.

Ich lese das durch, analysiere die möglichen Motive der Person und antworte vielleicht. Im Grunde genommen tun mir diese Menschen leid. Einige sind nur verblendet, wieder andere haben psychische Probleme.“

Karin: „Kannst du das präzisieren?“

Mayumi: „Für psychisch Kranke ist das Internet oft die einzige Möglichkeit um Dampf abzulassen. Ich bin dann sozusagen das Ventil für sie. Warum also soll ich ihnen schaden? Ich lasse sie vielleicht auflaufen, beweise ihnen das Gegenteil oder lösche den Kommentar. Danach herrscht meist Funkstille. Unabhängig davon finde ich es mehr als schwierig mich mit Menschen zu streiten, die mehr Achselhaare als Bildung und politischen Sachverstand haben.“

Karin: (Muss schallend lachen) „Wie kommst du nur immer auf solche Vergleiche! Aber ich habe den Eindruck, dass einige LeserInnen weder deine Intention noch deine Antworten verstehen.“

Mayumi: (schmunzelnd) „Was war jetzt die Frage? Schau, ich freue mich, wenn ich LeserInnen vielleicht ein Lächeln auf die Lippen zaubern kann oder ihnen dabei helfe ein Problem zu lösen. Oft reicht eine gezielte Frage aus, um ihren Blickwinkel zu ändern. Und die stelle ich.“

Yuki: „Was oft für Unverständnis sorgt. Ist das Absicht?“

Mayumi: „Es geht darum anderen zu zeigen, wie sehr man sie manipuliert hat. Leider fällt ihnen das umdenken schwer. Es ist nicht so, dass ich keine andere Meinung gelten lasse, aber wenn ich Dinge besser weiß, hört man mir besser zu.“

Yuki: „Deine Texte wirken oft so, als ob nur du die absolute Wahrheit kennst.“

Mayumi: (lacht) „Ich bin keine ausgebildete Journalistin und schreibe Texte auf meine eigene Weise. Dass ich mich dabei einiger literarischer Stilmittel bediene, sollte jeder wissen. Und wenn ich gut ankomme, habe ich doch etwas richtig gemacht.

Ich bin nun mal von mir und meiner Meinung überzeugt und bringe das auch zum Ausdruck. Und manchmal will ich provozieren, um den Denkprozess in Gang zu setzen. Vernünftiger Kritik bin ich immer zugänglich! Persönliche Attacken kontere ich aus.“

Yuki: „Immer?

Mayumi: „Nein. Wie ich schon sagte, was bringt es, wenn ich Depressiven die Leviten lese? Das dringt kaum durch den Tablettennebel. Ich lösche sie und gut. Und linke Hetze besteht meist nur aus persönlichen Beleidigungen. Mehr als dumpfe Parolen können die kaum. Wer keine eigenen Fakten hat, für den ist jeder ein Feind.“

Karin: „Und doch wirkst du oft sehr radikal in deinen Texten. Ich kenne dich gut und weiß damit umzugehen. Aber warum schreibst du keine Gedichte oder Kurzgeschichten mehr?“

Mayumi: „Mein Tag hat nur 24 Stunden. In einem Gedicht kann ich nicht immer das ausdrücken, was ich mit einem längeren Beitrag kann. Um Zeit zu sparen, wäre ein Haiku besser. Aber ich mag einfach die Themenvielfalt.“

Yuki: „Du hast dich an Weihnachten 2016 von fast zwanzig Blogs getrennt. Warum? Macht dir das nichts aus?“

Mayumi: „Viele waren verwaist. Wer mehr als sechs Monate keine Artikel schreibt, hat andere Interessen. Bei einigen Blogs habe ich bemerkt, dass ich diejenige bin, die kein Interesse mehr an den Inhalten hat. Also warum den Reader damit weiter belasten?“

Karin: „Das klingt sehr rational.“

Mayumi: „Ist es und nie persönlich.“

Yuki: „Apropos persönlich! Belasten dich Anfeindungen? Ich finde es immer eklig, wenn man dich gezielt angreift.“

Mayumi: „Warum sollten die mich belasten? Ich diskutiere mit jedem, der halbwegs sachlich bleibt. Wer mir dumm kommt, wer nur provozieren will, ist keiner Antwort wert.“

Karin: „Ich kann mich da an einige Diskussionen auf der Uni erinnern, also da sind wirklich die Fetzen geflogen!“

Mayumi: „Du meinst diese arroganten Brüder? Also da war ich wirklich zahm!“

Karin: „Ist klar! Warum waren die plötzlich so still?“

Mayumi: „Weil ich sie kognitiv suboptimiert nannte?“

Karin: (fällt fast vom Bett vor Lachen) „Jetzt erinnere ich mich wieder! Hast du weniger LeserInnen seit du politisierst?“

Mayumi: „Das Gegenteil ist der Fall. Allerdings werden politische Artikel von deutlich weniger Menschen kommentiert, als zum Beispiel meine Reiseberichte. Interessant dabei, die, die mir angeblich nicht mehr folgen, lesen noch immer heimlich mit. WordPress zeigt das sehr genau.“

Yuki: „Warum denkst du machen sie das, gibt es dafür einen Grund?“

Mayumi: „Neugier oder der Versuch Munition gegen mich zu finden. Besonders gern mag ich die Fraktion der „Statistiker“, die sich regelmäßig blamiert. Richtig armselig sind Anonyme, die zu feige sind um mit ihrem richtigen Account zu schreiben. Vielleicht sollte ich ein <<Best of>>, der Beleidigungen schreiben.“

Karin: „Warum äußern sich Menschen weniger zur Politik? Aus Unkenntnis oder haben sie Angst?“

Mayumi: „Beides. Viele wählen eine Partei nicht aus politischer Überzeugung, sondern machen eine Personenwahl. Wer ihnen sympathisch ist, der bekommt die Stimme. Klar spielt bei der schweigenden Mehrheit meiner LeserInnen der Faktor Angst eine Rolle.

Manche wollen sich auch nicht blamieren oder ihre wahre politische Überzeugung verbergen. Ein anderer Grund, ist eine befürchtete soziale Ächtung, wenn sie sich zum Beispiel als CDU WählerInnen outen.

Karin: „Bald sind Wahlen. Wie stehst du zur AfD? Siehst du sie auch als reine Populisten und Volksverhetzer, die zum Teil verkappte Nazis sind?“

Mayumi (schüttelt lachend den Kopf): „Das, meine Süße, ist eine Suggestivfrage. Aber gut. Der AfD stehe ich sehr kritisch gegenüber! Einzelnen Personen in dieser Partei noch mehr. Mit Frau Dr. Alice Weidel dagegen, würde ich mich gern länger und rein fachlich unterhalten. Auch mit Professor Jörg Meuthen. Vielleicht ergibt sich das noch.

Spannend daran, wir sind mehr oder weniger vom gleichen Fach. Eine Diskussion wäre also auf einem hohen Niveau zu Sachfragen möglich und jenseits von jeglichem Populismus. Bisherige Versuche einer Diskussion mit Leuten der AfD waren eher bescheiden.

Fairerweise muss ich dazu sagen, dass das auch bei GRÜNEN, SPD oder CDU-Anhängern kaum besser war. Die blubbern ihre leeren Parolen und bewegen sich dabei knapp über Stammtischniveau.“

Karin: „Treibt die AfD die CDU vor sich her?“

Mayumi: „Ja. Salopp ausgedrückt, wird sie den konservativen Flügel der CDU wieder auf Kurs bringen, davon gehe ich ganz stark aus. Nüchtern betrachtet, ist die AfD also eine Bereicherung der verkrusteten Parteienlandschaft.

Dabei sollte niemand vergessen, dass auch sie nur Teil des politischen Systems ist. Entweder gesteuert oder einfach nur mit anderen Ideen. Das wird die Zukunft zeigen.“

Karin: „Was genau meinst du mit gesteuert?“

Mayumi: „Ich habe es schon mehrfach zum Ausdruck gebracht, dass Deutschland fest in der Hand linker Kräfte ist. Die CDU/CSU hat sich diesem Zeitgeist angepasst, was wir Frau Merkel zu verdanken haben.

Aber es rumort tief in den Eingeweiden der Konservativen. Daher suchen sie händeringend nach dem geeigneten Mittel, um das Land wieder gerade zu rücken. Die AfD könnte dieses Mittel sein.

Man kann also hinterher sagen „Schaut nur, wir haben das Land vor den Rechten gerettet und jetzt bricht eine neue (konservative!) Zeit für Deutschland an. Die Linken sind dann auch nur noch Schnee von gestern, die werden mit der AfD entsorgt.“

Karin: „Man stigmatisiert die AfD also nur als Nazi-Partei, um eigene Fehler zu verschleiern? Und was meinst du mit hinterher?“

Mayumi: „So könnte man das durchaus sagen, ja. Wir erleben zur Zeit wieder einen Kampf der Eliten, die gegeneinander und gegen das Volk ins Feld ziehen. Mit hinterher meinte ich, dass ultrakonservative Kräfte innerhalb der Eliten versuchen werden, die Führung zu übernehmen.

Die Linken, die das Spiel entweder noch nicht begriffen haben oder einfach nur ideologisch verblendet sind, reagieren mit dem Schnappatmer-Reflex und sehen lediglich die AfD als Feindbild, die sie mundtot machen wollen. Aber noch leben wir in einer Gesellschaft, die andere Meinungen erlaubt, auch wenn es zunehmend schwieriger wird.

Karin: „Du hast die Meinungsfreiheit angesprochen. Siehst du die in Gefahr?“

Mayumi: „Ja! Schau dich nur um, rede mit anderen. Wo sind die großen Geister, die Philosophen? Wir leben in einer Generation, die kaum noch große Denker hat. Nimm Theodor W. Adorno, Max Horkheimer, von mir aus auch noch den umstrittenen Martin Heidegger. Wo sind solche Menschen heute?“

Yuki: „Basiert die Studentenrevolte und ihre Folgen denn nicht genau auf Adorno und Horkheimer?“

Mayumi: „Auch, ja. Aber vergiss Horkheimer, der eigentlich führende Kopf dieser Zeit war meiner Meinung nach Adorno. Auch wenn das ein Herbert Marcuse vermutlich anders sehen würde.“

Karin: „Bewunderst du Adorno?“

Mayumi: „Er war ein großer Denker, der andere zum denken anregen konnte. Selbst heute noch, viele Jahre nach seinem Tod. Wer denkt, der sei nicht wütend, hat er einmal gesagt. Diesen Spruch hat die Antifa nie verstanden.

Wenn ich jemanden in Teilbereichen bewundere, falls man das Wort in seiner ganzen Tiefe ausschöpfen möchte, so ist das, neben Doris Lessing, die großartige Hannah Arendt! Vermutlich haben die meisten Jugendlichen den Namen noch nie gehört. Und das finde ich erschreckend.

Unsere Philosophen heute heißen Daniela Katzenberger und Kollegah! Vollverblödete Automaten, die sich Menschen nennen, stieren in die Glotze oder vegetieren bis zu ihrem Tod dahin. Hinterfragt wird fast nichts mehr, selbst nachzudenken ist aus der Mode gekommen.“

Yuki: „Hat die Bildung in Deutschland gelitten? Wenn ja, warum?“

Mayumi: „Ja. Das hat auch viel mit den neuen Medien zu tun. Schau dir nur an, wie lange selbst wir oft vor den Rechnern sitzen. Jugendliche wachsen mittlerweile mit dem Handy auf, der Playstation und dem Internet. Spaß steht an erster Stelle. Sie werden zu einer Gesellschaft von Robotern gemacht, die nach dem Willen der Eliten funktionieren.

Die <<Erziehung zur Mündigkeit>> nach Adorno, wird von Spieleherstellern übernommen. Ziviler Ungehorsam war gestern. Schuld daran tragen aber auch die Linken, die andere Ideen und Meinungen mit faschistischen Methoden unterdrücken.“

Karin: (schmunzelnd) „Du bist eine Kämpferin und hast schon vielen Menschen geholfen, so kenne ich dich. Und du machst seit Ewigkeiten Karate. Ich bewundere dich dafür. Musstest du dich jemals wirklich verteidigen?“

Mayumi: „Du meinst, ob es um mein Leben ging. Ja, damals in Dortmund und auch schon in Düsseldorf. Ohne Karate wäre das übel ausgegangen.“

Karin: „Provozierst du nicht oft den Streit? Und einmal hast du mir Angst gemacht. Du erinnerst dich bestimmt.“ (Mayumi schaut mich mit ihren dunklen Augen an und auch als ihre beste Freundin, wird mir flau im Magen.)

Mayumi: „Buddha lehrt uns, dass uns niemand beleidigen kann und es daher auch keiner Vergebung bedarf. Ich habe einen ganz eigenen Sinn für Gerechtigkeit. In den meisten Fällen prallen die Worte an mir ab und verletzen den, der sie geworfen hat.

Aber wer meine Familie bedroht, wer die Hand gegen mich hebt, wer für den Tod eines mir nahestehenden Menschen mit verantwortlich ist, auch wenn es nur passiv war, der wird ein Problem mit mir bekommen.“

Karin: (Muss schlucken, als die Erinnerung an Natalies Tod wiederkommt.) „Vermisst du Nati sehr?“

Mayumi: „Ich habe keinen Zugang zu westlicher Trauerkultur. Ich erinnere mich und weiß, dass ich Nati irgendwann wiedersehen werde.“

Yuki: „Hasst du Tom immer noch?“ (Tom war Natalies Ehemann und trägt eine Mitschuld an ihrem Tod.)

Mayumi: „Ich hasse niemand. Aber er geht mir besser aus dem Weg.“ (Die letzten Worte klingen eisig.)

Karin: „Du bist Buddhistin. Könntest du trotzdem jemand umbringen, also nur so theoretisch, wenn dein Leben in Gefahr ist?“

Mayumi: „Du bist Christin. Könntest du trotzdem jemand umbringen, also nur so theoretisch, wenn dein Leben oder das deiner Familie in Gefahr ist?“

Karin: „…“

Yuki: „Was bedeutet Buddhismus für dich?“

Mayumi: „Primär eine andere Sicht der Dinge zu haben. Ich habe es mal so ausgedrückt, dass ich zwar auf den Papier Buddhistin bin, aber stets meinen eigenen Weg gehe. Durch meinen Vater kenne ich den Zen-Buddhismus sehr gut, aber ich bin keine vergeistigte Gläubige.“

Karin: „Du überrascht mich oft mit Aussagen, wenn ich das genaue Gegenteil von dir erwarte.  Oder du handelst einfach wenig buddhistisch. Warum?“

Mayumi: „Ich bin Feuer und Wasser, der See mit glatter Oberfläche, die den Vulkan verbirgt. Reicht dir das als Antwort?“

Yuki: „Wie stehst du zu Gewalt?“

Mayumi: „Gewalt von wem und gegen wen? Krieg ist die größte Sprachlosigkeit von Menschen. Auch wenn ich Karate lehre, bin ich keine sprachlose Kriegerin.“

Karin: „Aber du benutzt Gewalt doch selbst!“

Mayumi: „Wo habe ich jemals jemand ohne Grund angegriffen? Ich gehöre zu den Menschen, die sich zu wehren wissen und keine Hemmungen haben, das Erlernte einzusetzen. Aber Gutmenschen, mit rosa Brille, haben selbst damit ein Problem.“

Karin: „Warum benutzt du das Wort Gutmensch so oft? Du kennst doch bestimmt seine Herkunft.“

Mayumi: „Natürlich. Ich attackiere damit bewusst links-grüne Gesinnungsfanatiker, die in einer rosa Filterblase leben.“

Karin: „Du bist wirklich ein Samurai-Prinzessin!“

Mayumi: „Danke!“ (Sie lacht)

Yuki: „Themawechsel bitte. Könntest du dir vorstellen Deutschland für immer zu verlassen und in einem anderen Land zu leben?“

Mayumi: „Das liegt auch an dir. Ich kann mir alles, auch Japan vorstellen, wenn du bei mir bist.“

Yuki: „Japan und LGBT sind wie Feuer und Wasser. Es wird noch viele Jahre dauern bis Normalität einkehrt.“ (Mayumi lächelt und nickt.)

Mayumi: „Vielleich sollten wir die Szene dort aufmischen, was denkst du?“

Yuki: „Dass du Fieber hast!“ (Was folgt ist die typische Rauferei der beiden, bei der Yumi absichtlich verliert.)

Karin: (Fünf Minuten und unzählige Lacher später.) „Was sind deine Pläne bezüglich Kindern? Du … ihr wolltet doch welche adoptieren?“

Mayumi: „Das wollen wir immer noch. Aber unser Lebensstil gibt das zur Zeit nicht her.“

Karin: „Wer etwas will, der findet Wege. Wer etwas nicht will, der findet Gründe.“

Mayumi: „Korrekt. Aber wir können keine kleinen Mädchen mit in die USA, Schweden, zurück nach Deutschland und dann wieder Japan bringen.“

Karin: „Du und deine Mädchen!“

Mayumi: „Sagt die Mama, die selbst zwei Töchter hat.“

Karin (schnauft): „Lass uns noch mal über Politik sprechen. Wie siehst du die Chancen, dass die aktuelle Krise gelöst werden kann? Also Flüchtlinge, EU und Parteienkrise.“

Mayumi: „Die sogenannte Flüchtlingskrise ist hausgemacht und wird meiner Meinung nach gesteuert. Zum Teil zumindest. Die in Syrien geborene Österreicherin Laila Mirzo hat in einer Diskussion im österreichischen Fernsehen erzählt, dass ihr, bei ihrer Tätigkeit als Flüchtlingshelferin, immer wieder junge Männer aufgefallen seien, die schon nach wenigen Tagen zurück in ihre Heimat wollten. Gefragt warum, hätten sie die Aussage verweigert, bzw. das ginge sie nichts an gesagt.

Frau Mirzo hat dann irgendwann begriffen, dass sie Schleppern gegenüber stand, die mit den Flüchtlingen kamen und auf Staatskosten zurück wohin auch immer flogen. Und dort haben sie das Spiel erneut begonnen. Es gilt genau dem einen Riegel vorzuschieben, Schleppern vor Ort das Handwerk zu legen und sie drastisch zu bestrafen.

Es gilt auch dafür zu sorgen, dass sich die Lebensbedingungen von Menschen in arabischen und afrikanischen Staaten verbessern. Deutschland, Europa, kann nicht die ganze Welt aufnehmen. Das funktioniert finanziell auf Dauer nicht. Menschen in Not sollte man weiter helfen. Aber nur im Ausnahmefall in Deutschland selbst. Wie ich schon sagte, die Hilfe muss vor Ort erfolgen.“

Yuki (schmunzelnd): „Du sprichst wie Thilo Sarrazin.“

Mayumi: „Viel mehr Menschen sollten den Mann lesen. Was er vor Jahren schrieb, wird momentan Realität. Wir haben in Deutschland schon jetzt eine seltsame Mischkultur, die deutsche Traditionen und Werte verachtet und eine Art Neusprech, also dieses typische „was guckst du“ Gefasel geschaffen hat. Die Frage ist, ob wir das wollen. Ich will das nicht.“

Karin: „Ich auch nicht. Die Veränderungen in Deutschland machen mir Sorgen. Glaubst du wir schaffen das, wie Frau Merkel es formuliert?“

Mayumi: „Merkels Durchhalteparolen sind fast schon mit den letzten Tagen des Hitler-Regimes vergleichbar. Die Frau hat einen großen Fehler gemacht, zu dem sie öffentlich nicht steht. In Wirklichkeit hat sie ihre Position, wie so oft zuvor, schon wieder völlig geändert und betreibt eine Art Anti-Flüchtlingspolitik. Die Medien verschweigen das geschickt oder liefern nur nebulöse Bilder, aus denen sich fast niemand die Wahrheit ziehen kann.

Noch ein Wort zur Parteienkrise, der Vertrauensverlust der BürgerInnen und zur EU. Deutschland hat keinen Euro gebraucht und Deutschland braucht auch keine übermächtige EU-Bürokratie. Brüssels Macht muss in der jetzigen Form weg. Die alte EWG reicht völlig aus.

Was nun die deutschen Parteien betrifft, die brauchen von Grund auf eine Reform. Wir brauchen keine ParteisoldatInnen, denen man auf dem Weg ins Parlament das Rückgrat bricht und die dann dort angekommen nur noch Marionetten ohne eigenen Willen sind.

Ich möchte gern ehrliche Menschen im Parlament sehen, die sich um die Interessen der BürgerInnen kümmern und sie auch stets zu Wort kommen lassen, Stichwort Volksbefragung. Mehr direkte Demokratie und vor allem weg vom Neoliberalismus, das muss ein erklärtes Ziel für eine kommende Generation von PolitikerInnen sein.“

Karin: „Wirst du weiterhin politische Beiträge schreiben? Und um das zu erweitern, glaubst du, dass dein Blog die richtige Plattform ist? Du erreichst doch damit nur wenige Menschen.“

Mayumi: „Den Blog hatte ich vor vier Jahren als Spaßprojekt gestartet, um mich mit anderen lesbischen Frauen auszutauschen, vielleicht den ein oder anderen Tipp zum Coming Out zu geben. Über Facebook hätte ich natürlich eine Masse an LeserInnen mehr, aber müsste auch die Zensurkeule fürchten.

Das ist eine Sache und hat nichts mit Angst zu tun. Die andere, der Faktor Zeit und Geld. Ich kann mir den Blog nur leisten, da ich mehr oder weniger auf einem guten Fundament stehe, also finanziell abgesichert bin. Jede Stunde, die ich für den Blog investiere, kostet Geld.

Nicht im wörtlichen Sinn! Aber wenn ich blogge, wenn ich für Artikel recherchiere, mir Videos anschaue oder Bücher lese, so ist das mit einem immensen Zeitaufwand verbunden, den ich gegenfinanzieren muss. Auf Dauer gesehen werde ich kürzer treten müssen, so leid mir das auch tut.“

Karin: „Glaubst du, dass du mit deinem Blog Dinge ändern kannst?“

Mayumi: „Was passiert mit einem Schneeball, der vom Abhang eines Berges nach unten rollt? Unten angekommen ist er entweder größer oder zu einer Lawine geworden.“

Yuki: „Ein Wort zu Martin Schulz?“

Mayumi: „Ein Blender.“

Karin: „Warum gehst du nicht selbst in die Politik? Ich würde dich sofort wählen!“

Mayumi: „Du bist meine beste Freundin, also voreingenommen. Und in welche Partei soll ich gehen?“

Yuki: „Hast du nicht in deinen Beiträgen davon gesprochen, dass Parteien nur von den Eliten geschaffen worden sind, um dem Volk eine scheinbare Wahl zu präsentieren?“

Mayumi: „Ja. Aber ich möchte mich nicht immer auf der Metaebene bewegen. Gegen die Finanzeliten kann ich als Einzelne kaum etwas unternehmen. Aber ich kann ihre Handlanger kritisieren, ausbremsen und „gute BWL“ verkaufen. Und dann hoffe ich auf den schon angesprochenen Schneeballeffekt.“

Karin: „Wen wählst du?“

Mayumi: „Schauen wir uns die Parteien genauer an, ohne auf die Metaebene abzugleiten. Die SPD ist völlig aus dem Ruder gelaufen. Schröder hat die Sozialdemokratie verkauft und kommt nun, da Merkels Ende naht, aus der Deckung, um ihr noch einen finalen Tritt zu geben. Gabriel ist gescheitert. Schon wieder.

Schulz ist ein Linkspopulist und Karrieresüchtiger, ein ambitiöser Macho, der nur an die Fleischtöpfe will. Mit ihm als Kanzler, ist Deutschland verloren. Der Mann ist ein Eurokrat mit neoliberaler Gesinnung. Der SPD fehlen echte Sozialdemokraten, die diesen Namen auch verdienen.“

FDP: Was soll man zu dieser mittlerweile profillosen Partei noch sagen? Seit Jahren stolpern sie als Wendehälse ohne Plan durch die Welt. Sie versuchen zur Zeit einen Spagat und besetzen auch AfD-Positionen. Aber ihnen fehlten immer schon die richtigen Ideen. Außer einigen wenigen guten PolitikerInnen, hatten sie nie viel zu bieten.

CSU: Seehofer ist ein Papiertiger. Die ganze Münchner Riege auch. Die CSU im Land ist anders. Konservativer, aber niemand hört auf sie. Ich kann Seehofers Taktik zwar verstehen, aber er ist und bleibt zu zögerlich. Irgendwann muss er sich klar bekennen. Der CSU als bundesweit auftretender Partei, wäre vermutlich ein größerer Erfolg beschieden, als sie sich das selbst vorstellen könnte.“

CDU: Ist zur Merkel Union geworden. Mutti befiehlt und alle folgen. Konservativ war gestern. Heute sind sie linker als die SPD. Klar ist das Absicht, aber mit Merkels dogmatischer Haltung, wird sie auf Dauer scheitern. Leider ziehen sie uns bis dahin mit in den Abgrund.

Die GRÜNEN: Die vermutlich größte Enttäuschung seit Jahren. Wenn dort die Realos übernehmen, wenn Künast, Roth, Peter, Göring-Eckhardt und einige andere verschwinden, wenn sie endlich wieder vernünftige Ideen haben, dann kann man die erneut auf Bundesebene wählen. Lokal geht das zum Teil noch.

Die LINKE: Hat mit Frau Wagenknecht und Herrn Gysi genau zwei Leute, die Dinge klar beim Namen nennen. Ansonsten ist die Partei irgendwie seltsam und wird den SED-Geruch in diesem Leben nicht mehr los. Bewusst habe ich Herrn Lafontaine ausgeklammert. Der gehört eigentlich in die SPD. Da hätte er bleiben sollen und Schröder stürzen.

AfD: Zu neu, zu unerfahren, mit teilweise den falschen Leuten im Kader. Auf dem Papier gute Ansätze, aber auch realitätsfern. Wie ich schon sagte, ich stehe der Partei sehr kritisch gegenüber. Aber ich verteufele sie nicht, wie das pseudolinke Schnappatmer gern tun. Es ist wichtig auch mit dieser Partei zu reden. Das ist Demokratie.“

Als Fazit kann ich nur sagen, dass ich als Selbstständige mit wirklich Liberalen mehr anfangen könnte, als mit allen heutigen Parteien. Als LGBT-Aktivistin und Feministin wären mir die GRÜNEN lieber, aber leider in der Summe nicht mehr.

Sogar mit rein marxistischen Ideen kann ich mich zum Teil anfreunden. Weniger mit diesem Staatsterror, auch Kommunismus genannt. Wen ich wähle, wird sich noch zeigen. Vielleicht vermeide ich das und geben meinen deutschen Pass zurück.“

Karin: (Fassungslos, als Mayumi diese Worte sagt.) „Das meinst du jetzt wirklich? Du willst die deutsche Staatsbürgerschaft ablegen?“

Mayumi: „Ja. Wir haben darüber nachgedacht. Seit 2015 haben wir wieder gültige japanische Pässe. Damit können wir nach Japan, aber auch in die USA.“

Karin: (kommen die Tränen) …

Yuki: „Du bist mal wieder unmöglich, jetzt heult Karin wegen dir! Wir wollten ihr das doch schonend sagen.“

Mayumi: „Was nichts am Ergebnis geändert hätte.“

Karin: (Beruhigt sich wieder und holt tief Luft.) „Du wirkst immer so kalt und kontrolliert. Warum bist du so?“

Mayumi: „Glaubst du das wirklich? Schau, jeder Mensch hat Gefühle. Ich habe meine nur besser im Griff.“

Yuki: „Ich bewundere dich dafür. Gegen dich bin ich die reinste Heulsuse!“

Karin: (Schüttelt vehement den Kopf.) „Ihr habt beide eine Selbstdisziplin, die mir immer fremd bleiben wird.“

Mayumi: „Sollen wir dich mit nach Japan nehmen?“

Mitgenommen habe ich (Karin) etwas von Yumis Ausstrahlung und Energie. Wer sie als Freundin hat, braucht keine Feinde mehr. Den Satz habe ich mir lachend erkämpft. Vielen Dank fürs lesen und bis zum nächsten Mal, sagen Karin, Yuki und das Biest.


Elfe und Biest machen einige Tage Pause und besuchen das Dinah Shore Event. Kommentare kann und werde ich erst wieder nächste Woche freischalten.

Die Extremisten – Gedanken zur Meinungsfreiheit

Schon seit einer Weile mache ich mir Sorgen um die Meinungsfreiheit in Deutschland. Selbst ich als Japanerin darf das, auch wenn es nicht im Grundgesetz steht. Oder möchte mir dieses Recht jemand nehmen?

Meinungsfreiheit ist wichtig! Zur Zeit erleben wir wieder den gesteuerten Hass der Ideologien, die Menschen aufeinander hetzt. Während Politdarsteller das Volk als „Pack“ bezeichnen und ein Stück „Dunkeldeutschland“ sehen, skandiert man in Teilen Deutschlands „Merkel muss weg!“

Letzteres ist Ausdruck einer Meinung, die im Rahmen politischer Auseinandersetzung bleibt. Zwar Polemik, aber „Pack“ ist an der Grenze zur Beleidigung. Was wäre, wenn beide Seiten wieder miteinander reden und die Kluft von Volk und Eliten überwinden könnten?

Mich kostet es wenig Überwindung, mit anderen über bestimmte Themen zu sprechen. Leider haben Homophobe und Rassisten damit ein massives Problem. Und trotz gegenteiliger Beteuerungen von Politik und Medien, ausgestorben sind die noch lange nicht.

Zurück zu unbequemen Fakten, die oft die rosarote Filterblase stören. Die Intoleranz in Deutschland wächst und hat mittlerweile Züge angenommen, die man klar faschistisch nennen kann. Die Staatszensur in sozialen Medien, ist dabei nur der offensichtliche Teil.

Der Artikel 5 des Grundgesetzes, ist offenbar in Vergessenheit geraten. Der Diskurs bleibt auf der Strecke, die Sprachlosigkeit wächst. Niemand sieht die Gefahr in der wir uns damit befinden. Sprachloser Hass erzeugt immer auch Gewalt.

In Deutschland herrscht mittlerweile Meinungsterror, der nicht eindeutig von den (Pseudo)Linken stammt, auch rechte Parolenbrüller stoßen ins gleiche Horn. Seit Ende 2015, hat sich das Klima noch verschärft und beide Lager rufen zum Klassenkampf.

Warum das so ist, habe ich in einem anderen Beitrag geschrieben. Heute beschäftige ich mich mit den Auswirkungen. Fakt ist, wir haben Extremisten in Deutschland, die zwar in der Minderheit, aber ganz groß bei Krawallen sind. Als Beispiel kann man den „Schwarzen Block“ der Antifa(schisten) nennen oder die „Hammerskins“ der rechten Szene.

Für beide Seiten auffällig, ist die schnelle Mobilisierung ihrer Anhänger, die gezielt gegen Aktionen des jeweils anderen Lagers aufmarschieren und zum Teil Gewalt ausüben. Das halte ich für bedenklich. Hat man im Land der „Dichter und Denker“ die Diskussionskultur abgeschafft?

Recht wirr wird die krude Argumentation dieser Gruppen, wenn sie sich einerseits als Opfer und andererseits als Retter Deutschlands sehen, die einen moralischen und politischen Auftrag für sich in Anspruch nehmen. Den Anspruch oder Intellekt miteinander zu reden, haben diese nicht.

Zwar ist es meine Meinung, dass (Pseudo)Linke oft hoffnungslose SozialromantikerInnen sind und Rechte in einer postfaktischen Welt ihr Dasein fristen, aber was hindert die beiden Lager am Diskurs? Hat die kognitive Mentalvergiftung des politisch-medialen Komplexes doch Früchte getragen? Fast scheint es so.

Wir alle wissen, dass Politik und Religion Reizthemen sind, an denen sich schnell die Gemüter erhitzen. Das Spektrum der Reaktionen reicht von Beleidigungen bis zur Androhung körperlicher Gewalt.

Wo sind die zwar hitzigen Debatten, die hart in der Sache, aber in der Summe fair geblieben sind? Vermutlich mit Goethe ausgestorben und „Neusprech“ nun der Weisheit letzter Schluss. Sind wir ein Volk von „kläffenden Kötern“, das keine gute Ausdrucksweise hat?

Was „Geistigen Dünnschiss produzierende Pisskajole“ mit Diskussionskultur und sachlicher Kritik zu tun hat, erschließt sich mir leider nicht. Kann mir dabei jemand helfen? Das ist die geistig hochtrabende Essenz dessen, was ich an Kommentaren bekomme, die nie das Licht erblicken. Oder wäre ein „Best of“ lesenswert?

Die Sprachlosigkeit dieser Typen wäre lustig, wenn sie keinen ernsten Hintergrund hätte. Es geht nur noch darum andere Meinungen zu diskreditieren und jeden Diskurs schon im Keim zu ersticken. Zur Not plärrt man noch „Verschwörungstheorie!“

„Verschwörungstheorie“ ist ein gern genommenes Wort. Man(n) verweist dabei gern auf sogenannte Fakten, die auch in Wikipedia stehen. Aber Wikipedia Inhalte kann jeder schreiben. Verschwörungstheorien auch.

Apropos Wikipedia! Wir haben hier eine Plattform, die wir kritisch betrachten sollten. Dort wird massiv Meinungsmache gegen bestimmte Personen und Gruppen betrieben, die von anonymen Administratoren stammt. Berichte über wissenschaftliche Fakten sind dagegen fälschungssicher. Die kann man überprüfen. Bei Verleumdungen sieht das anders aus.

„Du teilst doch auch aus!“, höre ich oft. „Schon“, ist meine Antwort, „aber ich versuche sachlich zu bleiben. Und wenn ich einer Kanzlerin die Mitschuld an den Morden und Terrorakten in Deutschland gebe, ist das in meinen Augen legitim.“

Ich bin sogar für einen Untersuchungsausschuss, der hoffentlich nach der nächsten Wahl einberufen wird. Ob wir dann wirklich Strafen gegen PolitikerInnen erleben, bleibt abzuwarten. Frau Merkel verurteilt hätte was. Ulli Hoeneß Zelle wäre frei.

„Die Meinungsfreiheit ist die Mutter aller Freiheiten“, hat Salman Rushdie in seiner Rede zur Eröffnung der Frankfurter Buchmesse gesagt. Genau diese Freiheit fordere ich vehement.

Und ich stelle mich in eine Reihe mit Hamed Abdel-Samad der sagt: „Aber ich habe da meine Zweifel, ob viele Deutsche diese Meinungsfreiheit tatsächlich so sehr schätzen, wie oft propagiert wird, oder?“ Hat jemand eine Meinung dazu?

 

Das Imperium schlägt zurück oder die Angst der Eliten

Dieser Beitrag knüpft nahtlos an „Der programmierte Mensch“, „Hier spricht der Staatsfunk!“, „Das Schweigen der Lämmer“, und Der Unsichtbare – Neoliberalismus in der Kritik“ an. Wer diese Artikel nicht kennt, sollte sie vorher in genau in dieser Reihenfolge lesen.

Anders als zuvor, werde ich mit den vorliegenden Fakten stärker auf den durch die Eliten geschaffenen politischen Zeitgeist eingehen, diesen kritisch beleuchten und auch die angebliche Medienkompetenz in Frage stellen.

Dabei geht es weniger darum LeserInnen „auf Kurs zu bringen“ oder von meiner Meinung zu überzeugen. Einzelne Punkte kann man immer anders sehen. Aber in der Summe sollte eine kritischere Weltsicht hilfreicher sein, als die völlige Teilnahmslosigkeit.

Die Welt im Krieg

Dass sich die Welt im Krieg befindet, habe ich am Beispiel der USA bereits hinreichend belegt. Diese Kriege dienen ausschließlich amerikanischen Interessen. Das geflügelte Wort von „humanitärer Hilfe“ ist ein schönes Märchen.

Weder der Einsatz in Libyen noch in Syrien, haben der Welt mehr Sicherheit und Stabilität gebracht. Es geht um die knapper werdenden Ressourcen. Wer Gas und Öl kontrolliert, der kontrolliert auch mögliche Gegner. So einfach ist das.

Hinter diesem offenen Krieg, der auch als „Hard Power“ bezeichnet wird, gab es stets den unsichtbaren Krieg, den auch die Geheimdienste ausfechten. Deren Methoden basieren sowohl auf „Hard Power“ (Gewalt), wie auch der „Soft Power“, dem Meinungsmanagement.

Dass es daneben noch einen Krieg „von oben nach unten“, sprich von Eliten gegen das eigene Volk gibt, wird erfolgreich verschleiert. Aber ruft man sich die Entwicklung der letzten Jahre ins Gedächtnis, an dieser Stelle muss man für Deutschland die Agenda 2010 nennen, wird vielleicht deutlich worum es geht, die Umverteilung des Kapitals.

Trotz sprudelnder Steuereinnahmen, haben wir eine hohe Arbeitslosigkeit. Offizielle Zahlen, die das Gegenteil beweisen, sind durch statistische Tricks entstanden. Jeder BWL-Student lernt schon früh, wie das funktioniert.

Steuererleichterungen, Investitionen für Bedürftige, das alles bleibt ein schöner Wunsch. Aber wenn die USA mehr Geld für Rüstung fordern, wird das sehr schnell abgenickt.

Wissen ist Macht

„Das was wichtig ist erfahren wir nicht und was wir erfahren ist nicht wichtig“, lautet ein Satz, über den es sich nachzudenken lohnt. Trotz Internet und Rundfunk kommen viele Informationen bei der Masse nie oder nur fragmentiert an.

Man sollte sich davor hüten, Fernsehnachrichten als repräsentativen Querschnitt der Wirklichkeit zu sehen. Aber in Unkenntnis von Empörungs- und Meinungsmanagement glaubt „Otto Normalbürger“ lieber jenen Medien, die ihm täglich eine weichgespülte Realität präsentieren.

Nehmen wir als Beispiel die Tagesschau. Dort werden in 15 Minuten ausgesuchte und meist negative Neuigkeiten präsentiert. Aber interessieren wir uns wirklich dafür? Wer kennt noch alle Neuigkeiten von gestern oder letzter Woche? Keiner? Das ist schwach.

Fernsehen und Radio laufen oft nur nebenbei und doch werden wir dauerberieselt. Zwar können wir uns nicht an die Nachrichten erinnern, aber das negative Bild von was auch immer bleibt.

Bild dir (d)eine Meinung

Ich möchte, dass jeder nun folgenden Test für sich macht.

  1. An eine Banane denken.
  2. An die Sonne denken.
  3. An das Meer denken.
  4. An einen Polizisten denken.
  5. An einen Terroristen  denken.

Hat jeder die Bilder gesehen? Wen sehen wir, wenn wir an einen „Terroristen“ denken? Ist es Guy Fawkes, der vor einigen Jahrhunderten das englische Parlament sprengen wollte oder vielleicht ein bärtiger Muslim mit AK 47 Sturmgewehr, der „Allahu akbar!“ ruft und Menschen massakriert?

Medien und Eliten haben mit gezieltem Meinungsmanagement dafür gesorgt, dass wir spätestens seit 9/11 (Terroranschlag in New York) Muslime als Terroristen, sprich Gegner sehen. Dass die meisten friedlich sind, wird dabei verschleiert.

Die USA brauchen Gegner, um ihre Rüstungsindustrie anzukurbeln und um, wie bereits erwähnt, Gas und Öl zu kontrollieren. Zufällig liegt das meiste davon in muslimischen Staaten. Und schon ruft man zum Kampf der Religionen auf.

Religion als Waffe

Unabhängig davon, wie man selbst zu Religionen steht, Christentum und Islam werden aufeinander gehetzt. Das ist recht einfach, beide Formen haben radikale Elemente und es gibt alte Vorurteile, die durch Meinungs- und Empörungsmanagement wieder aufgebrochen sind.

Während das Christentum eine Reformation erlebte und durch die Aufklärung in der Summe toleranter wurde, ist das beim Islam noch nicht geschehen. Daher ist es viel leichter gläubige Muslime in einen Krieg zu hetzen, den eigentlich niemand will. Außer den USA, die davon profitieren.

Dass es dabei zu Selbstläufern kommen kann, steht auf einem anderem Blatt. Einmal losgelassen, wird ein scharf gemachter Kettenhund jeden beißen.

Großbritannien hat Indien lange beherrscht. Nicht durch eigene militärische Stärke, aber durch geschickte Geopolitik. Man hat verfeindete Fürsten gegeneinander aufgewiegelt. Genau das machen auch die USA. Und Religionen sind dazu perfekt.

Im Westen ist das anders. Dort werden uns „Beweise“ präsentiert, dass es im Irak Chemiewaffen gab und durch irakische Soldaten in Kuwait Säuglinge getötet worden sind. Beides war gelogen, hat aber zum Erfolg (Krieg) geführt.

Die Kontrolle

Wie erfolgreich die Masse kontrolliert wird, soll eine Umfrage vom Oktober 2016 zeigen. Anhänger der Volksparteien sind zu 55% bis 60% zufrieden mit der Regierung.

Einer Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen vom September 2016 zufolge, würden 68% der Bürger die Volksparteien CDU/CSU, SPD und GRÜNE wählen. Der größte Teil des Staatsvolkes ist also der Auffassung, dass Wohl des Volkes sei bei den gegenwärtigen politischen Parteien in guten Händen.

Es handelt sich dabei um eben jenes Volk, das weitere muslimische Zuwanderung zu 53 % ablehnt und die Altparteien für die gegenwärtige politische Situation (Terroranschläge) verantwortlich macht.

Einen Großteil der Bevölkerung scheint es nicht zu interessieren, dass der Sozialstaat zertrümmert wird, die Kanzlerin geltende Gesetze aushebelt und 50 Milliarden Volksvermögen in die Bankenrettung gesteckt worden sind. Von den Krediten für Griechenland ganz zu schweigen.

Andererseits ist bereits die Fragestellung eine Manipulation. „Gegenwärtig“ impliziert natürlich sozialen Wohlstand, den noch existierenden Mittelstand und Meldungen zu sprudelnden Steuereinnahmen. Dass diese Einnahmen nicht zur Entlastung der BürgerInnen beitragen, wird unsichtbar gemacht.

Die Gehirnwäsche

Ich habe in einem anderen Beitrag vom linken Virus gesprochen, den man den Deutschen eingepflanzt hat. Wobei Ideologien austauschbar sind. Besonders Frauen hat man gezielt auf Kurs gebracht und durch die Vermittlung von Emotionen zu glühenden Verfechterinnen des linken Spektrums gemacht.

Hämmere ich 70 Jahre lang fast täglich das Wort „Schuld“ auf eine Nation, zeige ich immer und immer wieder die gleichen Bilder, ist das eine extreme Form der Manipulation. Im Endeffekt nichts weiter als Propaganda, die man „sanft“ einsetzt.

Dazu Professor Dr. Rainer Mausfeld: „Soft Power ist das gesamte Spektrum von Techniken, die öffentliche Meinung zu manipulieren. Vermittlungsinstanzen für diese Formen der Machtausübung sind – unterstützt durch Stiftungen, Think Tanks, Elitenetzwerke und Lobbygruppen – insbesondere private und öffentliche Medien, Schulen und der gesamte Erziehungs- und Ausbildungssektor sowie die Kulturindustrie. Die Wirkungen von Soft Power-Techniken sind für die Bevölkerung weitgehend unsichtbar; es ist also kaum mit Protesten gegen diese Formen der Indoktrination zu rechnen.“

Nachzulesen sind diese Techniken unter anderem in dem 2005 erschienenen Buch „Soft Power“ von Joseph S. Nye und dem 2009 erschienenen Buch „Nudge“ von Cass Sunstein und Richard H. Thaler. Nye ist ein einflussreicher Politologe, Politiker und Mitglied zahlreicher Think Tanks. Der Clou dabei, diese Informationen sind für jeden einsehbar. Aber fast niemand kümmert sich darum. Auch das ist gewollt.

Der amerikanische Politikwissenschaftler und Propagandatheoretiker Harold D. Lasswell (1902 – 1978) hat schon 1930 in der „Encyclopedia of the Social Sciences“ folgendes auf den Punkt gebracht: „Meinungsmanagement ist kostengünstiger als Gewalt, Bestechung oder irgendeine andere Kontrolltechnik.“ Sind die Linken also nur ein Trick?

Die Parteienlüge

Man könnte durchaus sagen, dass es aktuell weder echte Linke noch Rechte gibt und diese Schlagworte lediglich die neoliberale Ideologie verschleiern, der wir alle unterworfen sind. Natürlich mit offiziellen Unterschieden. Das macht man so, um dem Volk die Illusion der Wahl zu lassen.

Emotional aufgeladene Menschen, die sich zu aktiven Gruppen versammeln, werden oft geschickt von charismatischen Figuren instrumentalisiert und für die Zwecke der Eliten in eine bestimmte Richtung gelenkt.

Nur wenige Menschen erkennen das sofort, die meisten folgen blind. Und wenn es in der Zeitung steht, wenn der nette Tagesschausprecher darüber schwadroniert, dann muss es doch die Wahrheit sein.

Kritisch betrachtet sind es genau diese Massenmedien, die Parteien seit Jahrzehnten in verschiedene Lager stecken, die gegeneinander ausgespielt werden. Und plötzlich entsteht aus der ursprünglich hohen Motivation zum Guten, der Nährboden für extremistische Entwicklungen.

Die so geschaffenen Linken und Rechten, die beide zur gleichen gesellschaftlichen Gruppe gehören, werden vom bestehenden sozialökonomischen System materiell ausgebeutet. Statt mit- kämpfen sie nun gegeneinander. Sieger gibt es auf dieser Ebene keine, die wahren Sieger sitzen anderswo.

Aber sind die Politdarsteller (Parteien) nun selbst Mitglied der Eliten oder wie im Fall des ehemaligen Bundespräsidenten Gauck nur Handlanger? Joachim Gauck, am 19. Juli 2016: „Die Eliten sind gar nicht das Problem, die Bevölkerungen sind im Moment das Problem.“

Dazu wieder Professor Mausfeld: „Nur damit keine Missverständnisse entstehen: Der Bundespräsident gehört nicht zu den Machteliten, sondern zum Personal der Machteliten.“

Spurt er nicht, wird er ausgetauscht. Zwei (drei) Beispiele hatten wir bereits. Und das kann man auch mit Regierungen machen. Die USA haben einige Übung darin.

Direkte Demokratie

Der Verfassungsrechtler Professor Dr. Hans Herbert von Arnim gilt als scharfer Kritiker von Staat und Parteien. Nachzulesen in seinem 2008 erschienen Buch „Die Deutschlandakte.“ Aber auch das hat natürlich wieder niemand gemacht.

Professor von Arnim geht unter anderem hart mit der ständigen Erhöhung der Diäten ins Gericht. Wer seinen Worten folgt könnte das auch Selbstbedienung nennen. Aber es geht weniger um Geld, als vielmehr darum keine Wahl als BürgerIn zu haben, wenn es um die Kandidaten geht.

Nicht die Bürger, die Parteien entscheiden, wer in Land- oder Bundestag kommt. Der Wähler hat nur brav sein Kreuz zu machen und wird dann von oben nach unten zu Tode regiert. Direkte Demokratie sieht völlig anders aus. Unsere ist schon lange zu Grabe getragen.

Warum wählt das Volk keinen Bundespräsidenten? Auch das haben nur wenige auf dem Tablett. „Die da oben machen das schon“, wird meist gesagt und die nächste Flasche Bier geköpft.

Professor von Arnim: „Das Grundübel unserer Demokratie liegt darin, dass sie keine ist. Das Volk, der nominelle Herr und Souverän, hat in Wirklichkeit nichts zu sagen. Besonders krass ist es auf Bundesebene entmündigt, obwohl gerade dort die wichtigsten politischen Entscheidungen fallen.

Jeder Deutsche hat die Freiheit, Gesetzen zu gehorchen, denen er niemals zugestimmt hat; er darf die Erhabenheit des Grundgesetzes bewundern, dessen Geltung er nie legitimiert hat; er ist frei, Politikern zu huldigen, die kein Bürger je gewählt hat, und sie üppig zu versorgen – mit seinen Steuergeldern, über deren Verwendung er niemals befragt wurde. Insgesamt sind Staat und Politik in einem Zustand, von dem nur noch Berufsoptimisten oder Heuchler behaupten können, er sei aus dem Willen der Bürger hervorgegangen.“

Verschwörung oder Wahrheit?

Vermutlich werden nun einige LeserInnen skeptisch sein und / oder den Beitrag als „typische Verschwörungstheorie“ abtun. Aber wer Fakten ignoriert, wer sich keine eigenen Gedanken macht, wer nur nachplappert, was ihm der durch Zwang finanzierte (GEZ) Staatsfunk präsentiert, sollte sich kein vorschnelles Urteil erlauben.

Professor Mausfeld: „Der Soziologe C. Wright Mills stellte schon in den 60er Jahren in seinem Klassiker „The Power Elite“ fest: „Der öffentliche Diskurs, der zur Demokratie gehört, ist mittlerweile ersetzt worden durch eine skrupellose psychologische Kriegsführung.

Die Techniken dieser psychologischen Kriegsführung gegen die Bevölkerung sind in den seither vergangenen 50 Jahren in einer für den einzelnen kaum noch überschaubaren Weise weiterentwickelt und verfeinert worden.

Dadurch verfügen die Eliten über ein profundes und umfassendes Wissen über die Eigenschaften unserer Psyche und unseres Geistes, die sich für Manipulationen eignen, während das Manipulationsobjekt, das Volk, nicht einmal eine auch nur halbwegs angemessene Vorstellung davon hat, welche ‚Schwachstellen‘ des menschlichen Geistes in welcher Weise von den Eliten für eine Manipulationen von Meinungen und Gefühlen genutzt werden.“  

Auch das wird nur wenige überzeugen, haben sie doch ihren freien Willen. Aber es ist fraglich wie frei der wirklich ist, wenn Menschen schon als Kind programmiert worden sind. Was wäre, wenn mehr Leute genau darüber nachdenken würden? Der Artikel „Der programmierte Mensch“ zeigt in Teilen, wie manipuliert werden kann.

Professor Mausfeld spricht vom „Kopf in Ketten“, ein Vergleich der wirklich treffend ist. Aber wer sagt uns, dass nicht auch er oder ich (falsch) konditionierte Lämmer sind? Niemand. Aber dann sollten Kritiker und Zweifler dazu in der Lage sein eigene Fakten vorzulegen.

Die neue Welt

Manipulation durch die Eliten gab es schon in der Antike. Eigentlich überall dort, wo eine kleine Gruppe über die Masse herrscht. Nur die Methoden haben sich geändert. Was früher nur mit „Hard Power“ (Gewalt) möglich war, wird heute „soft“ betrieben.

Ich möchte das am Beispiel Deutschlands, der Massenzuwanderung und dem sich ausbreitenden Islam(ismus) demonstrieren. Seit einigen Jahrzehnten ist Deutschland immer mehr zu einem Einwanderungsland geworden. Als aus Japan stammende Deutsche muss ich das wissen, ich bin schließlich auch hier angekommen.

Um nun die Bevölkerung geschickt auf die großen Veränderungen vorzubereiten, wird uns das Bild vom hochqualifizierten „Ausländer“ präsentiert, den man in Deutschland aufgrund des Geburtenrückgangs dringend benötigt. Dass auch das nur die halbe Wahrheit ist, hat fast niemand hinterfragt.

Als sich diese Maßnahme als unzureichend erwies, hat man uns 2015 die Bilder weinender Kinder und Frauen gezeigt, die vor (vom Westen selbst angezettelten) Kriegen (Syrien, Libyen, Afrika) nach Deutschland fliehen müssen. Bemerkt jemand den Fehler?

Für die auf diese Weise emotional konditionierte Bevölkerung bleiben die Verursacher der Kriege unsichtbar. Salopp ausgedrückt war auch der „heilige Obama“ nur ein Kriegsverbrecher. Zweifler schauen sich bitte die Zahl der Toten während seiner Präsidentschaft an.

Der „Staatsterror“ der USA legitimiert sich mit dem Argument, dass man gegen den “ internationalen Terrorismus“ vorgehe. Zwar hat man den oft genug selbst geschaffen, aber das bleibt für den „dummen Bürger“ unsichtbar. Der sieht nur hungernde Menschen und weinende Kinder. Und schon öffnet sich das Portemonnaie.

Heutige Kriege haben einen Grund, die Umverteilung der Ressourcen und die Zerschlagung der alten, nationalen Staatsgebilde. Der (scheinbare) Kampf „Links“ gegen „Rechts“ könnte dabei ebenso gesteuert sein, wie alles was die Eliten planen.

Bewusst schreibe ich „könnte“, da hier gewisse Zweifel bestehen. Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen, auch die sogenannten „Rechten“ sind entweder Teil der Machteliten oder deren Handlanger. Nur ein Teil ihrer Motive ist anders.

Wir erleben also möglicherweise einen „Krieg der Eliten“, die um die Vorherrschaft ringen. Am Endergebnis wird sich nichts ändern. Beide wollen (haben) die totale Macht. (Kontrolle)

Wer sind nun diese mysteriösen Eliten? Handelt es sich dabei um Geheimgesellschaften, die in wallende Gewänder gehüllt durch düstere Hallen schreiten? Wenn überhaupt, so sprechen wir vom internationalen Kapital, den Banken, Großkonzernen und Lobbyisten, die sich PolitikerInnen als Handlanger halten.

Kontrolle durch Denunziation

Wem das zu abstrakt ist, wer diesen Gedanken nicht folgen möchte, für den breche ich es von der Metaebene auf ein allgemeines Beispiel herunter, am Beispiel der AfD und der deutschen Regierung. Regierung deshalb, da es zwischen den Koalitionspartnern keine nennenswerten Unterschiede gibt.

Die AfD ist ein Dorn im Auge der Herrschenden. Wir haben bereits gelernt, dass wir durch „Soft Power“ manipuliert und konditioniert werden. Man könnte auch von kognitiver Mentalvergiftung sprechen.

Dass die greift wird an den hasserfüllten Kommentaren deutlich, die sich wie ein roter Faden durch die sozialen Netzwerke ziehen. Es geht auch weniger um Parteien, die AfD ist lediglich als Beispiel zu sehen. Denunziation funktioniert immer und überall.

Dazu wieder Professor Mausfeld: „Eine weitere Klasse kognitiver Mentalvergiftung stellen Denunziationsbegriffe und Diffamierungsbegriffe dar. Unter solchen Begriffen erfreuen sich gegenwärtig Begriffe wie ‚Querfront‘, ‚Verschwörungstheorie‘, ‚Antiamerikanismus‘, oder ‚Populismus‘ besonderer Beliebtheit bei den Macht- und Funktionseliten. Diese Begriffe haben eine perfide Logik:

Sie beruhen auf einer bestimmten Form einer gedanklichen Verklammerung unterschiedlicher Themenbereiche, durch die suggeriert wird, zwei gänzlich unabhängige Themenbereiche seien gleichsam ihrem Wesen nach miteinander verwoben.

Auf diese Weise sollen speziell Themen, deren öffentliche Diskussion die Machteliten und die sie stützenden Elitengruppen als unerwünscht und abträglich für ihren Status ansehen, dadurch in Diskredit gebracht werden, dass sie mit Themen verklammert werden, die geächtet sind oder als anrüchig gelten – wie etwa rechtsextreme oder rassistische Auffassungen.

Durch eine solche Verklammerung können sich die Machteliten und Funktionseliten vor Kritik immunisieren, indem sie bestimmte Themenbereiche aus dem öffentlichen Diskussionsraum verbannen.“ Kommt das wem bekannt vor?

Störenfriede werden also gezielt und mit oft subtilen Mitteln diskreditiert. Dabei reicht schon ein Wort, wie ich es bereits in einem anderen Beitrag am Beispiel der im normalen Sprachgebrauch verwobenen Worte „Rechtsradikal“ und „Rechtsextrem“ dargestellt habe.

Kaum hören Menschen das Wort „Rechts“, wird blindwütig ausgeteilt. Die Unterschiede verwischen. Das „rechte Parteien“ einst ganz normal zum Sprachgebrauch und dem politischen Spektrum gehörten, hat man durch Manipulationen unsichtbar gemacht.

Jeder macht bitte den Versuch erneut und denkt an:

  1. Banane
  2. Sonne
  3. Meer
  4. Polizist
  5. Wikinger
  6. Putin

Was als Bild bei Nummer 5 (Der falsche gehörnte Helm) auftaucht, hat man uns eingepflanzt. Und niemand kann sich dagegen wehren. So funktioniert Meinungsmanagement. Diese Beispiele kann man beliebig austauschen, das kann jeder testen.

Was habt ihr bei dem Wort „Putin“ gedacht? Böser Russe? Alles klar. Das kann man auch mit dem Wort „Rechter“ machen. Schon stürmen die Glatzen mit den Stiefeln. Oder ist es doch wieder „der Führer“, der niemals totzukriegen ist. Und bei „Linker“ taucht Karl Marx, Che Guevara oder doch nur Frau Wagenknecht auf?

Kontrolle durch Verschleierung

Am Beispiel „Antiamerikanismus“ möchte ich zeigen, mit welchen Tricks gearbeitet wird. Das Wort ist reine Propaganda und von den amerikanischen Eliten selbst geschaffen.

Sie, die ganz offen sagen dass sie die dominierende Macht der Welt sind, beschweren sich im gleichen Atemzug, wenn es Proteste gegen die amerikanische (Expansions)Politik gibt.

Wenn es (scheinbare) Kritik gibt, kann alles nicht so tragisch oder wahr sein. Kritik, so glaubt man, impliziere auch eine gewisse Art von Kontrolle. Und das ist völliger Quatsch. Niemand kontrolliert die USA. Sie kontrollieren die Welt.

Dick Cheney schreibt in seinem Buch Exceptional – Why the world needs a powerful America: „Wir sind nicht lediglich eine weitere Nation auf der Weltbühne. Wir sind für den Fortschritt der Freiheit unerlässlich gewesen. Wir sollten nie vergessen, dass wir in der Tat außergewöhnlich sind.“

So außergewöhnlich, dass 10 amerikanische Flugzeugträger die Meere beherrschen. Kein anderes Land der Welt verfügt über diese Menge. So außergewöhnlich, dass Häftlinge mit Waterboarding (Folter) gefügig gemacht werden und was auch immer gestehen.

Zu den Leidtragenden gehört auch die amerikanische Bevölkerung, die wie kaum eine andere manipuliert und ausgebeutet wird. Kritiker werden denunziert oder ihr Leben ganz legal zur Hölle gemacht.

Supermacht USA

Auch die Nationalsozialisten waren Teil der Eliten. Die Frage ist, auf welcher Ebene. Hat man Hitler nur benutzt und er ist aus dem Ruder gelaufen?  Zumindest eine Weile waren die Nazis als „Bollwerk gegen den Kommunismus“ nützlich und die USA haben sie massiv unterstützt. Nicht offiziell, aber z. B. über die Firma Opel, die eine Tochter von General Motors war.

Die Weltkriege könnten die bereits im „Schweigen der Lämmer“ angesprochene Konsolidierung der Eliten gewesen sein. Die Eliten des Ostens gerieten dabei ins Hintertreffen. Zwar auf den ersten Blick siegreich, haben sie später an Einfluss verloren.

Schaut man sich nun die Entscheidungen des Krieges auf der Seite der Alliierten an, als sie zeitweise die Bombardements der deutschen Rüstungsindustrie einstellten, kann man durchaus Zweifel daran hegen, ob alles wirklich so war wie man es als „wahre Geschichte“ schrieb.

Mit den heutigen Informationen über amerikanische Pläne wird schnell klar, warum zum Beispiel Wiesbaden kaum zerstört worden ist, aber Mainz zu 80 Prozent. Es liegt am Flughafen Erbenheim, den die Amerikaner sofort nach dem Ende des Krieges nutzten. Fakt ist, der amerikanische Plan ging nach dem gewonnen Krieg auf und die Supermacht USA, das neue Imperium war geboren.

Dazu erneut Professor Mausfeld: „US-Truppen oder anderes Militärpersonal operieren in 160 Ländern. Die USA kontrollieren, wie George Friedman, einflußreicher Politikberater und Gründer des Think Tank STRATFOR, 2015 hervorhob, alle Ozeane der Welt, was nie zuvor eine Macht erreicht habe. Das habe, so Friedman, den Vorteil, dass die USA in andere Länder einfallen könnten, diese jedoch nicht bei ihnen, was eine schöne Situation sei. (George Friedman (STRAFOR), 5. April 2015, Chicago Council on Global Affairs)

Diese „schöne Situation“ beruht auch darauf, dass die USA über 800 Militärbasen in etwa 80 Ländern verfügen. Großbritannien verfügt über ungefähr 7, Frankreich über 5 Militärbasen in ehemaligen Kolonien, Russland über etwa 8 in ehemaligen Sowjetrepubliken und 1 in Syrien. Die USA verfügen also über etwa 95% aller weltweit vorhandenen Militärbasen (mit Gesamtkosten von über 150 Milliarden Dollar pro Jahr).“

Flugzeugträger Deutschland

Deutschland ist seit 1946 ein wichtiger Brückenkopf der USA. Von Flughäfen im Rhein-Main Gebiet, haben die USA unzählige geheime Einsätze in Richtung Osten gestartet. Und dann gäbe es da noch Ramstein. Nicht die Band, der Flughafen ist gemeint. Ohne Ramstein gäbe es viel weniger Drohneneinsätze, mit denen die amerikanische Politik weiter für ihre Ziele „kämpft.“

Nun ist das aber so ein Problem mit „diesen Deutschen“, deren Umerziehung nur zum Teil erfolgreich war. Die meisten deutschen Regierungen waren willige Handlanger amerikanischer Expansionspolitik. Notgedrungen versteht sich. Was soll man auch machen, als besetztes Land?

Selbst heute noch haben wir amerikanische Militärstützpunkte. Wie viele hat Deutschland in den USA? Keine? Komisch, oder? Aber Ramstein ist schließlich ausschließlich zur „humanitären Hilfe“ da.

Schaut man sich das Bruttoinlandsprodukt der USA an – KLICK MICH -, wird auch der Dümmste verstehen, warum sich niemand mit den USA anlegen kann. Alle folgen ihrem Kurs. Alle?

Einige wenige PolitikerInnen, haben sich in Teilbereichen widersetzt. Der schwedische Ministerpräsident Olof Palme gehörte ebenso dazu, wie Helmut Schmidt oder Gerhard Schröder. Zwar hat letzterer angeblich keine Soldaten in den Golf geschickt, aber Flugzeuge der CIA durften weiter ungehindert starten und landen. Und die deutschen Minenräumer im Golf, haben dort „nur ein Manöver gemacht.“

Die bösen Russen

Wir haben es schon immer gewusst, dass die Russen böse und wir die Guten sind. Wirklich? Woher stammt diese Meinung? Wäre es vielleicht denkbar, dass man sie uns nur eingeimpft hat? Wem nutzt es, wenn Deutsche (wieder) auf Russen schießen?

Die Eliten der USA fürchten sich vor einem Pakt, der zwischen Deutschland und Russland entstehen kann. Deutsches Wissen (Technik) und russische Ressourcen, wären ein Problem für die Supermacht. Addiert man dann noch China, gerieten die USA ganz schnell ins Hintertreffen.

Im Juni 2016 steht in der WELT: Studie – Putin hat den Krieg in der Ukraine angezettelt. Das ist nicht nur falsch, es ist ein weiteres Fragment. Weniger bekannt ist die Aussage eines Ex-CIA-Mitarbeiters, dass „der Westen“ den Regierungswechsel in der Ukraine zu verantworten hat.

„Den Krieg in der Ukraine haben Scharfschützen ausgelöst, die gezielt auf Demonstranten und Polizisten schossen. Bis heute weiß niemand, wer sie waren. Als Schuldigen hat man den damaligen Präsidenten präsentiert, der nicht der NATO beitreten wollte.“ Komisch nur, der neue möchte.

Die Besetzung der Krim durch russische Truppen, war Putins logische Konsequenz. Zwar hat er dabei gelogen, aber das hat man im Westen auch. Unsere Medien berichten immer noch von einer Annexion der Krim durch Putin. Dabei wird vergessen, dass dort schon immer russische Soldaten waren und es einen Volksentscheid gab. Aber was im Kosovo akzeptiert wird, ist bei den „bösen Russen“ tabu.

Schaut man sich an, wo die NATO mittlerweile steht, wird man sie an Russlands Grenzen sehen. Gäbe es Krieg, die Bundeswehr wäre gezwungen auf Russen schießen. Und schon ginge der Plan der USA erneut auf. So werden Feindbilder erzeugt, so wird (Geo)Politik gemacht.

The American Way of Life

Der größte Aggressor dieser Welt sind die USA, das habe ich bereits im „Schweigen der Lämmer“ dargestellt. Schon 1957 stellte der deutsche Schriftsteller Arno Schmidt in Bezug auf die Sowjetunion (1914 – 1979) die Frage: „Wer hat wen eingekreist?!“  

Schmidt weiter: „Die Antwort läßt sich, damals wie heute, mit einem Blick auf die Weltkarte leicht geben: „- ein Blick auf die Weltkarte genügt: Denn da sucht man vergebens die bedrohlichen sowjetischen Stützpunkte auf den Bermudas, auf Kuba, in Mexiko Alaska Kanada Grönland – wohl aber findet man amerikanische, von Norwegen, über die Bundesrepublik, Griechenland Türkei und Pakistan bis hin zu den Kurilen!

(Aber die ‚absolute Mehrheit‘ des westdeutschen Volkes wollte diese Orientierung nach dem Wilden Westen: so sei es denn: aber klage Keiner dann, später, wenn es wieder ‚passiert‘ ist!)“

Die Realität im Jahr 2017 zeigt eine sich nach Osten ausbreitende NATO und einen „bösen Putin“, der angeblich die Welt ins Unglück stürzen will. Aber Moment, ist Putin etwa kein Mitglied der Elite(n)? Diese durchaus spannende Frage kann nicht mit einem einfachen „Ja“ oder Nein“ beantwortet werden.

Ich halte Putin für keine Marionette. Aber auch er ist vom Kapital abhängig. Nur seine Politik ist konträr zur USA-Doktrin. Also geht man (vorerst) mit „Soft Power“ dagegen vor. Das wurde bisher mit der Hilfe sogenannter NGO (Non-Governmental Organizations) gemacht.

Dazu wieder Professor Mausfeld: „Russland ist seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion (*) und den Bemühungen der USA, einen geeigneten ‚Systemwechsel‘ herbeizuführen, ein bevorzugtes Operationsfeld für US-geförderte NGOs. Mit dem Russian Democracy Act of 2002 intervenierten die USA ganz offiziell in innere Angelegenheiten Russlands und förderten 65.000 NGOs in Russland.“

Für den wahnsinnigen Plan mit „Hard Power“ gegen Russland vorzugehen, würde Europa das (atomare) Schlachtfeld sein und mit Mann und Maus geopfert werden. Dabei spielt es keine Rolle, wer amerikanische Politik macht. Am Beispiel Bush – Obama, wird hat das besonders deutlich. Obama hat lediglich die Wahrheit geschickter verschleiert.

Dabei hilft vielleicht ein Blick auf die mächtigsten und einflussreichsten Familien der USA. Eine gewisse Familie „Bush“ steht in der Rangliste ganz weit oben. Aber das nur nebenbei.

*= Der Zusammenbruch der Sowjetunion war vermutlich der bisher größte Coup der USA. Salopp ausgedrückt, haben sie „die Russen“ zu Tode gerüstet.

The Rise

Zurück zur Metaebene und der Unzufriedenheit der Eliten mit dem Volk. Professor Mausfeld: „Foreign Policy (28.6.2016), eine der führenden meinungsbildenden Publikationen im Bereich der US-amerikanischen Außenpolitik: „It’s time for the elites to rise up against the ignorant masses.“

Es sei also an der Zeit, dass sich die Eliten gegen die ‚ignoranten Massen‘ erheben. Die Eliten rufen zur Revolte gegen das ignorante Volk auf. Das ist umso eigenartiger, als wir uns seit mindestens vier Jahrzehnten bereits in einem Krieg der Eliten gegen das Volk in Form eines immer aggressiver werdenden Klassenkampfes „von oben“ befinden.

Offensichtlich sind die Eliten, die die Herde bislang halbwegs auf dem gewünschten Kurs halten konnten, zunehmend darüber beunruhigt, dass ‚das Volk‘ in seinen Wahlentscheidungen nicht immer so will, wie es wollen soll.

Es muß als paradoxe Situation erscheinen, dass die Mehrheit des Volkes das Vertrauen in seine Hirten trotz aller von diesen herbeigeführten Desaster nicht verloren hat, die Eliten jedoch mit dem ‚ignoranten Volk‘ unzufrieden sind oder gar zum Aufstand gegen das Volk aufrufen.“

An dieser Stelle könnte ich meinen Artikel beenden und sagen, dass sich über dessen Aussagen jeder selbst Gedanken machen kann. Ja, das könnte sogar mein letzter Beitrag sein, macht er doch Diskussionen über einzelnen Parteien und Personen überflüssig. Denn egal ob Schulz oder Merkel, Petry oder Wagenknecht, wer von denen ist authentisch?

Aber das wäre zu einfach und viel zu abgefahren. Zwar halte ich Teile der herrschende Politklasse durchaus für Marionetten und die WählerInnen für manipuliert, aber völlig machtlos sind wir nicht. Wir müssen das nur wieder erkennen.

Politikverdrossenheit und Lethargie als Waffe

Wieder möchte ich Professor Mausfeld zitieren, der das wie folgt beschreibt: „Ein wirksamer Weg, das Volk davon abzuhalten, überhaupt politische Überzeugungen auszubilden, besteht in der Erzeugung von politischer Lethargie. Daher überrascht es nicht, dass die Leitintellektuellen der Machteliten politische Lethargie als geradezu unverzichtbar für eine Demokratie preisen und über Techniken nachdenken, wie sie sich am besten erreichen läßt.

Nur zwei prominente Stimmen aus der reichen Literatur hierzu: Robert Michels (1876 – 1936), ein bedeutender deutscher Soziologe, schrieb 1911 in seinem Klassiker Zur Soziologie des Parteiwesens in der modernen Demokratie: Das unterscheidende und wertvollste Element der Demokratie ist die Bildung einer politischen Elite (Parteien) im Konkurrenzkampf um die Stimmen einer hauptsächlich passiven Wählerschaft.

In ähnlicher Weise sah Leo Strauss (1899 – 1973) – einer der einflussreichsten politischen Philosophen der USA, scharfer Aufklärungsgegner, radikaler Verteidiger einer Elitenherrschaft und Hausphilosoph der Neokonservativen – die politische Lethargie des Volkes als eine notwendige Voraussetzung, ohne die Demokratie (im Sinn der Eliten) nicht funktionieren könne.“

Wir (er)leben diese Lethargie täglich. Die Medien überschütten uns mit Propaganda in Form meist negativer Schlagzeilen, um uns weiter zu konditionieren. Scheinbar hitzige Diskussionen im Fernsehen, Bundestag oder Foren / Blogs, ist letztlich nur der Kampf gegen Strohmänner, das eigentliche Problem (Eliten) bleibt dabei unsichtbar.

Daher ist es sachlich falsch von einer „Lügenpresse“ zu sprechen. Auch wenn das Wort Volkes Stimme ist und gut klingt. Fakt ist, die Presse verkauft uns viel zu oft Fragmente (Teilwahrheiten) und ist schon längst vor dem Kapital eingeknickt. Gemeinsam mit der Politik bilden sie den politisch-medialen Komplex, den wir tagtäglich erleben.

Es bleibt fraglich,wie authentisch die weltweit auftretenden Protestparteien sind. Folgt man den Studien der Wissenschaftler, hat man die uns lediglich als „Alternative“ präsentiert, um dem Volk (k)eine Wahl zu lassen.

Sie könnten also das gesteuerte, letzte Aufgebot sein, um als Konsequenz den totalen Überwachungsstaat auszurufen. Und der Einsatz der Bundeswehr im Inneren, wird vermutlich nach den nächsten Wahlen abgenickt. Gegen wen die marschieren soll bleibt offen.

Der politisch-mediale Komplex

Informationen werden uns stets häppchenweise vorgesetzt. Wer genau hinschaut wird bemerken, dass dahinter System steckt. Es geht dabei weniger um Begriffe wie „Lügen- oder Lückenpresse“, damit wird nur das eigentliche Problem unsichtbar gemacht.

Unsere Medien werden zum größten Teil von nur drei globalen Nachrichtenagenturen gefüttert, mit Sitz in New York, London und Paris. Kein Redakteur einer Lokalzeitung war also jemals vor Ort in Kriegsgebieten oder hat mit einem Staatschef ein Interview geführt.

Daher sind die Überschriften oft nicht nur ähnlich, sie sind so identisch, als ob es sich um eineiige Zwillinge handelt. Eine Untersuchung  der Syrien-Berichterstattung von je drei führenden Tageszeitungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz illustriert diese Effekte deutlich: 78% aller Artikel basieren ganz oder teilweise auf Agenturmeldungen, jedoch 0% auf investigativer Recherche.

82% aller Kommentare und  Interviews sind USA/NATO-freundlich, während Propaganda ausschließlich der Gegenseite zugeordnet wird. So werden Meinungen gemacht, das neue Feindbild entsteht.

Die Namen der drei Agenturen kennt jeder: AP (Associated Press), mit weltweit über 4.000 Mitarbeitern und Sitz in New York. AP versorgt rund 12.000 Medien weltweit und erreicht so die Hälfe der Weltbevölkerung.

AFP (Agence France Press), mit Sitz in Paris, ist der zweite Kandidat. Auch hier man rund 4.000 Mitarbeiter beschäftigt und teilt sich den restlichen Markt mit Reuters in London, die etwas mehr als 3.000 Mitarbeiter hat.

DPA, SDA (Schweizerische Depeschenagentur), ADA (Austria Presse Agentur) sind nur relativ kleine (nationale) Lichter, wobei die Deutsche Presse Agentur führend ist und noch rund 1.000 eigene KorrespondentInnen unterhält.

Wenn man jetzt noch weiß, dass das amerikanische Pentagon mehr als 27.000 PR-Spezialisten beschäftigt, diese über ein jährliches Budget von rund 5 Milliarden Dollar verfügen, diese Spezialisten nichts anderes tun, als Geschichten zu verbreiten, ahnt man vielleicht das ganze Ausmaß der Manipulation.

Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen, niemand bezichtigt das Pentagon der Lüge, aber sie liefern Informationen an die drei Agenturen, die niemand nachprüfen kann. Also schlagen vielleicht „russische Rakten“ in Syrien ein und implizieren einen russischen Aggressor.

Dass die Raketen von den Rebellen stammen, sieht die Öffentlichkeit natürlich nicht. Und kein Journalist prüft es nach. Keiner? Wer es doch wagt, wer vielleicht arabisch spricht, wer eine andere Meinung propagiert, wird sofort als Lügner und Verschwörer abgestraft. Damit Putin „der Böse“ bleibt.

Asian Power

Kein „Gott“, egal wie man „ihn“ nennen mag, wird die momentane Entwicklung stoppen. Das können nur Menschen, also wir. Asien hat eine Chance, wenn man sich zusammenrauft. Aber auch dort gibt es natürlich Eliten und es ist eine Illusion zu glauben, dass die besonders menschenfreundlich sind.

China könnte (wird) sehr wohl ein Faktor werden, der das Gleichgewicht auf der Welt verändert und die USA zum (ideologischen) Rückzug zwingt. Nicht militärisch. Bei all seinen Menschenmassen, hat Chinas Armee den (noch) technisch überlegenen Amerikanern nichts entgegenzusetzen. Wirtschaftlich sieht das anders aus.

Japan hat das scheinbare Problem des Geburtenrückgangs und einer überalterten Bevölkerung. Den Fehler, der auch für Deutschland gilt, sehen manche wieder nicht. Welche Rolle spielt es, wenn eine Bevölkerung schrumpft? Gibt es dann Chaos oder bleiben „die Renten doch sicher?“

Es gibt weniger Wachstum, weniger Tantiemen für die Eliten! Das ist der eigentliche Grund, warum Bevölkerungszahlen stabil bleiben sollen und ein weiterer Faktor für Zuwanderung, die als Flüchtlingshilfe verschleirt wird. Japan wird auch dieses Problem meistern. Den Artikel dazu gibt es bald.

Ob der Neoliberalismus auch die nächsten Jahre überlebt oder einer neuen Wirtschaftsform Platz machen muss, haben die Menschen selbst in der Hand. Was voraussetzt, dass sie bewusster leben. Und eine deutsch-russisch-chinesische Kooperation (Eurasien) könnte ein Gewinn für alle Beteiligten sein. Nur nicht für die USA.

(K)Eine Lösung

Ich habe keine offizielle Lösung für die momentane Lage. Ich will auch keine Ängste wecken. Dieser Beitrag enthält rein private Gedanken, die allerdings auf der Grundlage von Studien basieren. Jeder kann selbst darüber nachdenken, wie richtig oder falsch die sind.

In Bezug auf Medien und Meinungsmanagement, ist die Antwort einfach. Wie erhalten wir Informationen? Richtig, sie werden uns täglich präsentiert. Wir sind also passiv und genau das ist der entscheidende Fehler. Es gibt sie noch, die unabhängigen Quellen. Es liegt an uns gezielt danach zu suchen und unseren Verstand zu benutzen.

So gibt es zum Beispiel auch die Möglichkeit der Programmbeschwerde, die ZuschauerInnen immer dann nutzen können, wenn sie offensichtliche Falschinformationen oder Unterlassungen bei Nachrichten bemerken.

Zur Zeit machen das leider noch zu wenige, die meisten ZuschauerInnen sind bekanntlich auf dem medialen Auge blind. Steigt aber die Zahl der konstruktiven Beschwerden massiv an, wird es früher oder später ein Umdenken geben müssen.

Was wir tun könnten, auch das ist nur ein emotional gefärbter Satz, ist die Verantwortung für unser Leben wieder stärker in die Hand zu nehmen, kritischer im Umgang mit Medien und PolitikerInnen zu sein und vielleicht selbst wieder (politisch) aktiv(er) zu werden, ohne selbst ein „Politdarsteller“ zu sein, der nach einem Drehbuch handelt.

Ob das die Pläne der Eliten stoppt oder nur verlangsamt, wird man sehen. Aber alles ist besser, als lethargische Dekadenz zu pflegen. Das machen nur die schweigenden Lämmer. Ich bleibe „laut.“ Danke fürs lesen.

Europa unterm Halbmond – Ist der Islam gefährlich?

Islamkritik ist in diesen Tagen kein gern gesehenes Thema. Wer diese Ideologie kritisiert, wird sofort kriminalisiert und / oder als RassistIn dargestellt. Schon diese Wortwahl zeigt, wie unsachlich Staat und Medien reagieren und wie sehr sie Menschen beeinflussen wollen. Der Islam ist keine Rasse, folglich kann ein Islamkritiker keine rassistischen Aussagen machen, wenn er den Islam kritisiert. Rassistisch ist die Ansicht, dass Menschen einer bestimmten Rasse weniger wert sind als andere, und dass ihre politische und soziale Unterdrückung deshalb gerechtfertigt ist.

Islamkritik unerwünscht

Die unerwünschte Islamkritik, hat noch einen ganz anderen Hintergrund, den die meisten nicht auf der Rechnung haben. Ich spreche vom Neoliberalismus und den Großkonzernen, die sehr gute Geschäfte mit islamischen Ländern machen. Es ist daher verständlich, dass Kritik am Handelspartner unerwünscht bleibt, um weiter „Waffen gegen Erdöl“ zu tauschen. Wer sich die Mühe macht und über die Verflechtungen der EU und der USA mit den Golfstaaten recherchiert, wird nicht nur fündig sondern vielleicht auch wach.

Bei mir zu Hause liegen neben buddhistischen Werken auch jüdische, die Bibel und der Koran. Aus Interesse, ich weiß gern worüber andere sprechen. Als Zen-Buddhistin habe ich mich seit Jahren als tolerant anderen gegenüber gesehen. Aber Buddhas Lehre ist nicht alles, ich gehe auch (m)einen eigenen Weg. Und dieser Weg heißt Kritik an Menschen und ihren Vorschriften zu üben, wenn sie meiner Freiheit als Frau widersprechen oder für menschenverachtende Ideologien stehen.

Als in Deutschland lebende Japanerin, die mehr oder weniger westlich sozialisiert worden ist, habe ich mir eine andere Sicht der Dinge bewahrt, die vielen in Deutschland Geborenen völlig fehlt. So kann ich auch in der Bibel Textpassagen finden, die sofort meinen Widerspruch erregen. Aber im Gegensatz zum Koran, der mehr als 200 Textpassagen hat, die offen zur Gewalt aufrufen, werden diese im Westen nicht gelebt.

„Aber im Alten Testament steht doch auch Auge um Auge, Zahn um Zahn“, höre ich sofort die KritikerInnen. Max Küchler, emeritierter Professor für Neues Testament und Biblische Umwelt an der Universität Freiburg, hat dazu folgendes gesagt: „Das Zitat besage nicht, dass eine Untat immer wieder mit einer weiteren vergolten werde, sondern vielmehr, dass die Kette der Vergeltungen unterbrochen werde, sobald Genugtuung geleistet worden sei.“

In welchem christlichen Land der Erde wird die Bibel als Vorwand benutzt, um Menschen öffentlich zu enthaupten? Der Koran sei sowohl eine Botschaft des Friedens, wie des Krieges, lautet ein Zitat. Für mich ist dieses Werk noch mehr, es sind die Fantasien eines Mannes, der die Welt erobern will. Kritisiert man ihn oder seine Schriften, wird man streng bestraft. Und das ist finsterstes Mittelalter.

Die unpolitischen Deutschen

Der Deutsche, eigentlich eher unpolitisch, hat mehr als 70 Jahre in einer Filterblase gelebt und will diesen Zustand aufrecht erhalten. Gleichzeitig wählt er aber – aus Unkenntnis – Parteien, die Deutschlands Soldaten in Kriegsgebiete führen, die totalitären Regimen Waffen liefern und arabischen / afrikanischen Staaten die Entwicklungshilfe streichen.

Die Folge war (ist!) eine zum Teil gelenkte Flüchtlingswelle, die gegen Europa brandet und Millionen Menschen muslimischen Glaubens über offene Grenzen spült. Angela Merkels Entscheidung, „die Grenzen zu öffnen“, ihr Satz „Wir schaffen das!“ und der fehlende Hilfeplan der deutschen Regierung, haben für Unruhe im Land der Dichter und Denker gesorgt. Aber nicht nur das, auch die AfD, eine längst abgeschlagene Partei, hat sich im Fahrwasser aufkommenden Protestes, aus den eigenen Ruinen ins Licht katapultiert.

Wie real diese Flüchtlinge sind, um wen es sich bei den Massen oft wirklich handelt, hat der im Libanon geborene Filmemacher Imad Karim im CICERO aufgedeckt. „Von den tatsächlich aus Syrien stammenden Migranten sind fast zu 90 Prozent keine Flüchtlinge. Weder sind es Asylsuchende gemäß Artikel 16 des Grundgesetzes noch Kriegsflüchtlinge im Sinne der UN Flüchtlingskonvention.

Von Ausnahmen wie geflüchteten Atheisten, Christen oder anderen verfolgten Minderheiten wie Homo- oder Transsexuellen abgesehen, handelt es sich bei den allermeisten um Wirtschaftsmigranten: Menschen, die seit Jahren im Libanon, in Jordanien oder in der Türkei lebten, dort ihre gemieteten Wohnungen hatten und ihre Geschäfte betrieben.

Es sind auch Menschen, die seit Jahrzehnten in den Golfstaaten als Gastarbeiter lebten und jetzt die große Chance sahen, nach Deutschland zu kommen. Von den potenziell „richtigen“ Flüchtlingen in Syrien hätten nur die wenigsten überhaupt die Möglichkeit gehabt, die Schlepper und die Reisekosten zu zahlen. Darüber aber wollen aber die Pro-Asyl-Organisationen nicht sprechen.“

Warum das so ist, habe ich schon vor fast einem Jahr beschrieben. Wer es nachlesen möchte, der klickt HIER.  Der „Flüchtling“ ist längst zur Ware geworden und man verdient gut mit ihm.

Schon der in Syrien geborene Professor Bassam Tibi wies mehrfach darauf hin, um wen es sich bei den meisten nach Deutschland geflohenen Syrern wirklich handelt. „Unter den Leuten aus meiner Heimat Syrien, die nach  Deutschland flüchten, befinden sich auch manche, die zuvor ihre Nachbarn ermordet haben – nicht alle sind Engel, Ingenieure und hochgebildete Akademiker, wie deutsche Medien suggerieren.“

Was Imad Karim schreibt, wird für die Masse unsichtbar bleiben, der größte Teil der Presse verschweigt seine Worte geschickt. Meiner Meinung nach begeht er einen Rechenfehler, wenn er die in seinem Artikel angesprochenen Mitglieder von drei Facebook Gruppen einfach addiert, die dort ganz offen über Sozialmissbrauch sprechen und wie sie Deutschland islamisieren wollen.

Es ist mehr als nur wahrscheinlich, dass es sich bei den rund 560.000 Mitgliedern um Mehrfachregistrierungen handelt und die tatsächliche Zahl niedriger ist. Trotzdem existieren diese Gruppen und werden im Ausland gezielt verfolgt. Sperrung durch Facebook? Fehlanzeige!

Kritisiert aber die Journalistin Anabel Schunke die Zuwanderungspolitik, wird sie sofort (mehrfach) von Facebook mundtot gemacht. Aber vielleicht kann man dort kein arabisch lesen. Oder gibt es doch einen anderen Grund?

Keine Aufklärung im Islam

„Man darf den Islam nicht wörtlich nehmen“, lautet eine Nebelkerze, die gern von angeblich aufgeklärten Muslimen geworfen wird. Was sie verschweigen und was brutale Realität in arabischen Ländern ist, es darf keinen Zweifel am Wort Allahs geben. Jegliche Interpretation ist strikt untersagt und wird zum Teil streng bestraft. Als Beispiel führe ich die 1.000 Peitschenhiebe gegen den Saudi Raif Badawi an. Auch im Westen sind diese Strafen mittlerweile angekommen. Von der Politik (Wirtschaft) hagelt es Verbote, Justizminister Maas lässt herzlich grüßen.

Aber zurück zum Islam und zu Menschen, die, losgelöst aus ihrer alten Heimat, ihr Glück in Deutschland suchen. Jeder der in Not und Armut lebt, wird die Gründe für eine Heimatflucht anerkennen. Man denke nur an all die Pioniere, die Nordamerika erobert haben. Erobert ist in diesem Kontext wörtlich gemeint und richtet sich als Kritik gegen die Vernichtung amerikanischer Ureinwohner, fälschlich Indianer genannt.

Seit Jahrzehnten versuchen vornehmlich muslimische Migranten – bewusst wird auf die feineren Unterschiede verzichtet -, ihrem neuen Heimatland den Stempel aufzudrücken. „Deutschland müsse sich ändern“, heißt es gern und „offener für fremde Kulturen werden.“ Mit genau diesem Zitat habe ich ein massives Problem. Warum muss sich für den „Türken, Afghanen, Syrer“ Deutschland ändern, wenn es der Fremde ist, der sich zu ändern hat.

Sich zu ändern bedeutet auf keinen Fall, die eigene Herkunft oder Sprache zu vergessen. So bleibe ich immer eine Japanerin. In einem anderen Land zu leben bedeutet Anpassung an dortige Werte und Gesetze. Aber wer die Scharia über das deutsche Grundgesetz stellt, ist falsch in diesem Land. JapanerInnen etwa zwingen keinem Deutschen den buddhistischen Glauben auf oder rufen „Buddha ist groß!“ Sie lächeln freundlich und alle lächeln mit.

Die wissenschaftliche Analyse

Buddha hat Toleranz und Achtsamkeit gelehrt und war gegen Mord, Krieg und Gewalt. Und doch ist der Buddhismus keine Ideologie, der man sklavisch folgen muss. Eine Religion ist er ohnehin nicht. Der Islam lässt seinen Anhängern keine andere Chance, als „Allah“ anzubeten und in Mohammed dessen Propheten zu sehen.

Mir ist das egal, Religion ist Privatsache. Aber wer sie öffentlich macht und religiöse oder in diesem Fall ideologische Forderungen stellt, der betreibt Politik. Wenn diese Politik nun versucht Einfluss auf meine Freiheit als Frau zu nehmen oder mich abwertet und mundtot machen will, widerspreche ich vehement. Das betrifft sowohl Muslime, wie Homophobe jeglicher Coleur.

Wir haben nun schon gelernt, dass Debatten über den politischen Islam auch aus wirtschaftlichen Gründen unerwünscht sind. Muslime selbst, bzw. deren Sprachrohr in Form von Islamverbänden, betreiben zusätzlich eine subtile, aber gezielte und zentrale Blockade einer sachgerechten Islamdebatte.

Diese wird durch die von dem Sozial- und Erziehungswissenschaftler Hartmut Krauss angesprochene „Verwirrung der Islamthematik auf der klassischen Rechts-Links-Achse“ verhindert. Wörtlich hat er gesagt: „Wer den Islam aus dem Standort einer fortschrittlich-emanzipatorischen Grundposition kritisiert, läuft sofort Gefahr von rechten Kräften vereinnahmt und von angeblich linken Kräften verleugnet zu werden.“ Kommt bekannt vor, oder?

Krauss in einem Vortrag weiter: „Für das pseudolinke Spektrum, das sich hier in entlarvender Übereinstimmung mit den herrschenden politischen Kräften und Medien befindet, ist automatisch jeder ein Rechter, ein Rassist, fremdenfeindlich, der den Islam kritisiert.“ Hartmut Krauss ist Marxist. Von seinem Standpunkt hat er recht, GRÜNE, LINKE und SPD haben mit wirklichem Marxismus überhaupt nichts mehr zu tun.

Krauss: „Fortschrittlich-emanzipatorische Humanisten hingegen, fokussieren den irrationalen, reaktionären, repressiven und fundamental antiemanzipatorischen Charakter des Islam. Gleichzeitig erkennen sie, dass der Kulturrelativismus und der postmoderne Fetisch der Vielfalt und Andersheit, die neuen Leitideologien des globalen Kapitalismus sind. (Anmerkung: Hier ist der Neoliberalismus gemeint) Egal ob die Frauen ganzkörperverschleiert in Riad, nabelfrei in Saint Tropez, mit Kopftuch in Istanbul oder mit Jeans bekleidet in Hongkong einkaufen. Hauptsache der Absatz und die Profitrate stimmen.“

Die Abwehrmechanismen

Krauss spricht davon, dass die apologetische Ideologie des Islam ein ganzes Abwehrsystem in Stellung gebracht habe, um ein angemessenes Begreifen des Erkenntnisgegenstandes Islam schon im Ansatz zu verhindern. Primär sei das die Leugnung des Islam im Singular. Stichwort: Den Islam gibt es nicht! Es gäbe nur „Islame.“

Von „Islamen“ zu sprechen und sich damit von jeglicher Schuld an Gräueltaten zu befreien, ist ein gern ausgespielter Schachzug vieler Muslime, die auch den Islamismus als etwas nicht zum Islam gehörendes sehen. Auch das ist falsch. Der Islamismus ist der politisch-militärische Arm einer Ideologie, die sich die Weltherrschaft auf ihre Fahnen schrieb. Der Islamismus ist nicht erst, wie Muslime gern behaupten, in der Kolonialzeit entstanden, um sich vom Joch des Westens zu befreien, den Islamismus gibt es seit Mohammed.

Richtig ist, dass der Islamismus in seiner jetzigen Form, Stichwort Terrorismus, erst seit einigen Jahrzehnten existiert. Was ihn noch immer zum Teil des Islam und der Muslime macht. Auch die Kreuzzüge sind für immer Teil des Christentums. Das hat noch kein Christ geleugnet und von einem nicht zum Christentum gehörenden „Christianismus“ gesprochen.

Markus Lanz, dessen arrogante Selbstgefälligkeit ich nur schwer ertragen kann, hat sich in seiner Sendung vom 2. März vehement gegen „pauschale Ansichten über den Islam und Muslime“ gewehrt. So will er etwa in Afrika einen völlig anderen Muslim gesehen haben, als etwa in der Türkei. Das mag vom reinen Aussehen her richtig sein, ist aber völlig falsch, wenn es um den Glauben geht.

Hartmut Krauss: „Es gibt Unterschiede, ja, aber diese betreffen eben gerade nicht den Wesenskern und die relevanten Grundinhalte des islamischen Weltanschauungssystems. Erkenntnistheoretisch betrachtet handelt es sich hierbei um die Eliminierung des Allgemein-Wesentlichen bei gleichzeitiger Verabsolutierung des Einzelnen und Besonderen im Sinne einer völlig abwegigen erkenntnistheoretischen Desorientierungsstrategie.“

Aber nicht nur Hartmut Krauss stellt fest, dass es im Islam ein einheitlich, normatives Fundament gäbe, auf das sich alle Muslime beziehen, der promovierte Orientalist und Volkswirt Dr. H. P. Raddatz, hat ähnliche Worte zur Scharia formuliert, die natürlich zum Islam (Singular) gehört.

Raddatz: „Die Scharia umfaßt als unfehlbare Pflichtenlehre, das gesamte religiöse, politische, soziale, häusliche und individuelle Leben der Bekenner des Islam, in vollem Umfang, ohne Einschränkung.“

Hartmut Krauss spricht vom absoluten Herrschaftsanspruch des Islam, der sich auf einen nicht beweisbaren Schöpfergott stützt. Wörtlich: „Als Sonderform einer monotheistischen Weltanschauung ist der Islam nicht einfach eine „Religion“, sondern eine religiöse Ideologieform, die den Glauben an einen Schöpfergott mit einem absoluten Herrschaftsanspruch verbindet.

Im Einzelnen weist diese monotheistische Ideologieform drei konstitutionslogische Grundkomponenten auf: (a) die unbewiesene/unbeweisbare Behauptung der Existenz eines Schöpfergottes; (b) die Behauptung einer Offenbarung des Willens dieser angeblich existierenden Gottheit sowie (c) den Drang nach weltlicher (diesseitiger) Normierung der Gesellschaft und der Individuen gemäß dieser unbewiesenen/unbeweisbaren Willensoffenbarung.

D. h: Aus der unbewiesenen Gottesbehauptung wird ein absolut und universell verbindlicher Vorschriftenkatalog abgeleitet, dem sich alle Menschen unterwerfen müssen. Dabei lautet die für die islamische Herrschaftsideologie spezifische Prämisse bzw. Basisbehauptung: Allah (der „Weltenherr“) existiert, er hat die Welt erschaffen und sein Wille geschehe.“

Onkel Ahmed, der türkische (Geschäfts)Freund meines Vaters, darauf angesprochen, nickt: „Der Islam ist eine Ideologie, die zur Religion aufgewertet worden ist und den Glauben an einen Gott mit einem absoluten Herrschaftsanspruch verbindet. Wer das nicht sehen will, ist blind.“

Der österreichische Kabarettist Werner Schneyder: „Wir haben mit dem Islam eine Religion, die sich als politische Partei begreift.“ Klare Worte, über die jeder nachdenken sollte. Auch darüber, wer den Islam (in Deutschland) repräsentiert. (Zentralrat, Vereine)

Die fehlende Reform

„Im Unterschied zum Christentum habe der Islam weder eine Zeit der Reformation noch der Aufklärung erfahren, die dazu führte, dass heute die heiligen Schriften «in ihrer Geschichtlichkeit erkannt und unter Berücksichtigung des historischen Kontexts gelesen werden»“, sagt Max Küchler.

Weiter sagt er: „Was im damaligen geschichtlichen Kontext gesagt wurde, dürfe nicht einfach auf heute übertragen werden. Fundamentalistische Kreise jüdischer, muslimischer und christlicher Prägung machten es sich zu einfach, wenn sie sich auf eine so genannt wörtliche Anwendung einer heiligen Schrift festlegten.

Im Grunde bestehe nicht ein Kampf zwischen den Religionen, sondern ein Kampf zwischen den Auslegungen heiliger Schriften. Die Christen würden mit dem Neuen Testament «gut weg» kommen. Denn Jesus habe nie dazu aufgerufen, andere zu töten. Aber auch das Neue Testament enthalte brachiale Gewalt.“

Küchler verweist auf die Apokalypse des Johannes. „Dieser apokalyptische Text des Neuen Testaments werde jedoch von vielen Christen heute als Nebensache gewertet oder gar nicht wahrgenommen.“

Ich gehe noch einen Schritt weiter und sage, dass dieser „Kampf“ gesteuert ist. Wie werden Massen kontrolliert und die wahren Hintergründe verschleiert? Indem man z. B. Anhänger von Religionen gegeneinander hetzt. Beim Islam ist das viel einfacher, als beim Juden- oder Christentum. Darüber und über die gezielte Manipulation der Massen, wird es noch einen separaten Beitrag geben.

Max Küchler hat zwar recht, aber im Fall des Islam macht er es sich so einfach, wie ein Großteil der Muslime. Dazu wieder Hartmut Krauss, der von einer <<irreführenden Vertauschung bzw. Vermengung der Ebenen Islam und Muslime, verbunden mit dem Hang, den Islam vollständig im subjektivistischen Nebel aufzulösen>> spricht.

Krauss wörtlich: „Islam ist demnach das, was sich einzelne Muslime willkürlich zusammenreimen. Dahinter steckt die realitätswidrige Kontingenzbehauptung, wonach der Islam subjektiv beliebig auslegbar sei.“

Die Kopftuch Debatte(n)

Zana Ramadani, die selbst Muslimin und CDU-Mitglied ist, nimmt in ihrem Buch „Die verschleierte Gefahr“ kein Blatt vor den Mund und kritisiert das Kopftuch scharf. Paradoxerweise wird sie dabei von deutschen Feministinnen attackiert, die in dem Kopftuch ein Stück Emanzipation und Selbstverwirklichung sehen. Diese nur naiv zu nennende Sichtweise ist typisch für grün-linke Gutmenschen, deren Verstand ideologisch vernebelt ist.

Obwohl die Zahl der muslimischen IslamkritikerInnen wächst, hören deutsche PolitikerInnen ihnen kaum noch zu. Das war früher anders, heute winkt man nur noch ab. Dabei ist es mehr als nur wichtig, was Professor Bassam Tibi, Ahmad Mansour, Hamed Abdel-Samad, Zana Ramadani und Imad Karim zu sagen haben, um nur einige zu nennen.

In ihrem Buch schreibt Zana Ramadani über lachende Frauen und Männer in Manbidsch (Syrien), die von kurdischen Soldaten befreit, „Bart und Burka (Niqab)“ ablegten. „Sie alle waren offensichtlich glücklich darüber, sich nicht mehr dem mit brutaler Gewalt durchgesetzten religiösen Zwang beugen zu müssen. Gibt es einen schreienderen Gegenbeweis für die Behauptung, Frauen verhüllten sich freiwillig?“

Deutsche Feministinnen sehen das natürlich anders und faseln von der Selbstbestimmung jeder Frau. Aber wie verträgt sich das mit dem bereits angesprochenen Zwang? Zana Ramadani: „Der Zwang ist offensichtlich. Und wenn die stolzen Kopftuchträgerinnen hierzulande sich das endlich eingestehen könnten, dann müssten sie sagen: Ich nehme das Ding ab, als Feministin kann ich gar nicht anders. Und wie kann es eine Muslimin, die ihren Glauben so sehr liebt, ertragen, dass das religiöse Symbol mit Zwang durchgesetzt wird? Hat das noch etwas mit Religion zu tun?“

Auf meine entsprechende Frage, hat Onkel Ahmed folgendes gesagt: „Das Kopftuch hat Symbolcharakter. Junge muslimische Frauen und Mädchen grenzen sich zum Teil bewusst gegen Deutsche, gegen den Westen ab. Sehr her, wir sind anders, sagen sie damit. So demonstrieren sie ihre Macht über Deutsche, die in ihren Augen ungläubig und minderwertig sind. Spüren sie Widerstand, wird die Rassismuskarte gezogen und so lange als Trumpf gespielt, bis sie einen echten Widersacher finden, oder dieser klein beigibt.

Man muss das Verhalten dieser Frauen auch vor dem Hintergrund einer gescheiterten Integration in die deutsche oder westliche Gesellschaft sehen. Sie suchen nach ihrer Identität und verfallen jenem Typ von Hassprediger, vor dem ihre Eltern vielleicht nach Deutschland flohen.“

Zana Ramadani: „Hier sammelt sich ichbezogener Pseudofeminismus hinter der Fahne der Religion. Und damit decken sie die Untaten einer religiös begründeten Menschenfeindlichkeit. Diese ignoranten Kopftuchfrauen sind Teil einer Islamistenlobby, der es gelungen ist, die Solidarität nicht nur linker Feministinnen zu erschleichen.

Alle sind sie den muslimischen Fake-Feministinnen von Gümüsay bis Ulusoy auf den Leim gegangen. Der Berliner Philosoph Byung-Chul Han sagte im Interview mit ZEIT online: <<Wenn man den Zwang, dem man unbewusst unterworfen ist, als Freiheit empfindet, ist das das Ende der Freiheit.>> Wo aber die Freiheit zu Ende ist und Zwang regiert, da ist Widerstand nicht mehr möglich.“

Die schweigenden Muslime

Ich habe mich mit türkischen Freundinnen und auch Onkel Ahmed darüber unterhalten, wie Muslime weltweit ihren eigenen Glauben sehen. Übereinstimmend waren sie der Meinung, dass die wahren Scharfmacher nicht in der normalen Bevölkerung zu suchen sind, sondern bei Geistlichen und den jeweiligen Regierungen. (Eliten)

Die Mehrheit der Muslime sei friedlich. In die Moschee ginge man zwar, aber trinke trotzdem Bier und kümmere sich sonst kaum um irgendwelche Vorschriften. Alles quasi so, wie auch im modernen Christentum. Trotzdem schwiegen sie, wenn islamischer Terror die Welt überziehe. Teils aus Unkenntnis über die wahren Hintergründe, aber auch aus Angst vor den Fundamentalisten.

„Über die Frauen und nur über sie, kann ein reformierter Islam entstehen“, hat Onkel Ahmed mir gesagt. „Noch scheitert das, an der schon jungen Mädchen eingetrichterten Ideologie, aber das muss nicht so bleiben.

Als meine jüngste Enkelin einst aus der Schule kam, Freundinnen hatten sie beschimpft weil sie kein Kopftuch trägt, und sich nun auch  verhüllen wollte, haben wir ihr Bilder aus den arabischen Staaten gezeigt und wie Männer dort Frauen be- oder besser gesagt misshandeln. Sie hat sehr schnell verstanden, sich von diesen Freundinnen distanziert und ist heute erklärte Feministin, wie du sehr gut weißt.“

Islamkritik ist in diesen Tagen kein gern gesehenes Thema. Ich übe sie trotzdem und weise auf genaue jene alten Patriarchen und Eliten hin, die Hass und Intoleranz zum eigenen Vorteil lehren. Und ich kritisiere eben jene schweigende Mehrheit der Muslime, die sich nicht genau dagegen wehren und dabei helfen, die Welt endlich zu einem friedlichen Ort für alle zu machen.

Los Angeles reloaded

Urpsrünglich sollte an dieser Stelle (m)ein Reisebericht nach Los Angeles stehen. Dort sind wir nach mehr als 14 Stunden Flugzeit angekommen. Aber worüber soll ich schreiben, wenn der Flug normal bis langweilig ist? Alles schon gesehen. Wirklich?

In Gedanken bin ich noch in Düsseldorf und Herne. Deutschland 2017, die Morde werden mehr am Horizont. Da schlachtet ein 19 Jahre alter Deutscher ein Kind und (s)einen Kumpel und wird nun genüsslich von der Presse fertig gemacht.

„Der Staatsanwalt kündigte bereits an, Marcel Heße psychiatrisch begutachten zu lassen“, schreibt SPON. Komisch, von dem Düsseldorfer Axttäter wusste die Polizei sofort, dass er gestört ist. Vermutlich hat man dort hellseherische Qualitäten.

Endlich, ja endlich war es ein Deutscher, der eine böse Tat begangen hat. Es jubelt der SPIEGEL, die linke Presse geifert im Chor. Wie lange der junge Mann das überleben wird steht in den Sternen. Die Bandidos haben bereits Front gemacht.

Kaum ein Wort in der Presse über Düsseldorf. Klar, der Täter war Asylbewerber. Das entschuldigt die Tat und auch das Maß der Berichterstattung. Hat jeder den Sarkasmus bemerkt?

Ein verblödeter Facebook User stellt ein Video vom blutverschmierten Bahnsteig ein und bezeichnet sich als „Augenzeugen.“ Vielleicht sollte er in die Türkei ausreisen, dort sind „Schlachtfeste“ die Normalität.

Kurz Aufregung im Flugzeug, als über die Festnahme in Essen geredet wird. Ein deutscher IS-Kämpfer soll der Drahtzieher sein. Aber ein Pass ist noch kein Garant für die friedliche Gesinnung. Ein alter Mann schüttelt immer nur den Kopf. „Das ist doch nicht mehr Deutschland“, höre ich ihn sagen, „wohin soll das alles noch führen?“

Vorgeführt wird Europa zur Zeit aus der Türkei. Der Sultan schimpft und wettert, wenn seine MinisterInnen nicht mehr für ihn werben dürfen. Deutschland sucht den diplomatischen Weg, hat sich Frau Merkel doch erpressbar gemacht.

Wovor hat man in Berlin Angst hat, ist Thema einer kleinen Runde. „Die haben doch alle keine Eier in der Hose“, sagt ein junger Mann. „Was soll passieren, will der uns etwa den Krieg erklären?“ Die Worte gefallen mir, aber Diplomaten denken anders.

„Hoffentlich lassen die uns einreisen“, sagt Yuki zum wiederholten Mal. Sie macht sich Sorgen, dass Trumps Präsidentschaft unsere Pläne durchkreuzt. „Mach dir keinen Kopf“, beruhige ich sie. „Zur Not rufe ich Onkel Jiro an.“

Der Blick meiner Mutter hängt mir nach. Für einen kurzen Augenblick habe ich Traurigkeit bemerkt. Und auch Papa Sensei hätte mich gern länger gesehen. Zumindest habe ich versprochen fleißig Karate zu üben, damit der 4. Dan kein Reinfall wird.

Aber bis dahin werden noch einige Monate vergehen und wir die USA unsicher machen. Ally und Heather freuen sich auf uns und ich werde den armen Feng erneut zum Spaß „verprügeln.“ Deutschland werde ich weiterhin im Fokus haben und mich zu Wort melden, wenn mir danach ist.

In Los Angeles angekommen, ist die Einreise kein Problem. Uns erwarten zwei sonnige Gemüter und wunderbare 27 Grad! Sommer, wir kommen! Müde, aber glücklich, tauschen wir Neuigkeiten aus. Die nächsten Tage werden wir in unserem Apartment verbringen.

Los Angeles reloaded trifft es gut. Wir sind wieder im Land der nahezu unbegrenzten Möglichkeiten. Frau Merkel ist auch fast auf dem Weg. Es sei denn, dass auch ihr die Einreise verweigert wird und Präsident Trump nun Deutschland zu keinem sicheren Herkunftsland erklärt. Hat man alles schon gesehen. Wirklich.

Wing Chun – Der ewige Frühling

Viele Mythen und Legenden ranken sich um die fernöstlichen Kampfkünste. Von unbesiegbaren HeldInnen und wundersamen Techniken ist die Rede, die jeden Gegner lässig niederstrecken.

Das ist so dumm wie falsch und schon allein das Wort Gegner ist dabei der falsche Begriff. Ursprünglich hat man Wushu / Kung Fu zur körperlichen und geistigen Fitness erschaffen. Erst viel später haben die Shaolin Mönche daraus die Kunst der Selbstverteidigung gemacht.

Die kämpfende Kunst

Vor einigen Monaten hatte ich am Beispiel Karate über den Unterschied zwischen Kampfkunst und Kampfsport geschrieben und warum die reine Kampfkunst in einem Wettkampf unbrauchbar ist.

Wer diese Artikel noch nicht kennt, der darf gern HIER und HIER klicken.

Bei meinem Aufenthalt in den USA, habe ich mehrfach mit Sifu Feng über dieses Thema gesprochen. Auch sein Wettkampf Tai Chi ist nur die abgewandelte Form jener Kunst, die in Konkurrenz zu den aus dem Shaolin „Kung Fu“ entwickelten Stilen steht.

Für Feng überraschend, dass ich als Karateka, die „Klebenden Hände“ beherrsche. Einerseits gibt es die auch im Goju Ryu Karate und andererseits im Wing Chun. Und auch das habe ich gelernt.

Wing Chun, das man mit „Ewiger Frühling“ übersetzen kann, ist ein vermutlich im frühen neunzehnten Jahrhundert entstandener südchinesischer Kung Fu Stil, der seit den 1970er Jahren auch Furore im Westen macht. Leider haben Geschäftemacher viel kaputt gemacht, aber das soll heute kein Thema sein.

Kurz vor meiner Abreise hatte Feng Besuch von einem befreundeten Sifu, der als Kind und Jugendlicher zehn Jahre lang Wing Chun trainierte und vor fast zwanzig Jahren zum Tai Chi gewechselt ist. Gemeinsam haben wir die beiden Systeme analysiert und die Unterschiede herausgestellt. Und das war auch für mich hochinteressant.

The men of Tai Chi

Sifu Dan ist Amerikaner und knapp vierzig Jahre jung. Sein Stiefvater habe bei Hawkins Cheung in Los Angeles trainiert und ihn zum Training mitgenommen, erzählt er uns. „Als Kind hat mir Wing Chun geholfen“, sagt er. „Ich war ein schmächtiges Kerlchen und immer Opfer der älteren Schüler. Als ich mich erstmals wehrte, haben sie mich in Ruhe gelassen.“

Fast automatisch erscheinen die Bilder in meinem Kopf, die mich als siebenjähriges Mädchen auf dem Pausenhof der Schule zeigen und als „Opfer“ eines üblen Streichs. Ein Mitschüler hatte mich ohne Vorwarnung zu Boden gestoßen, beleidigt und dabei noch gelacht. Mein Karate hat ihm dann Manieren beigebracht.

„That’s life in the USA“, stichelt Feng und lacht. Die Männer nicken wissend, als ich meine Geschichte erzähle. „Ich glaube das haben wir alle durchgemacht“, sagt Dan. „Aber im Gegensatz zu anderen sind wir wieder auf die Füße gekommen.“

„Warum und wann hast du mit Wing Chun aufgehört?“, will ich wissen. Seine Antwort ist überraschend. „Nicht aufgehört“, lässt er mich wissen, „in meiner Schule wird auch Wing Chun unterrichtet. Nur unser Schwerpunkt ist Tai Chi.

Ich bin als junger Bursche zu den Marines. Wing Chun hat mir zu Beginn meiner Ausbildung geholfen, aber als wir Bodenkampf und Boxen übten, stand ich auf verlorenem Posten.“

Ich ahne warum, aber will es genauer von ihm wissen. „Woran genau lag es deiner Meinung nach?“ „Wir haben bei Hawkins zu wenig Sparring gemacht und nie mit fremden Stilen geübt. Alles war sehr theoretisch. Und ich kann schlecht einem Trainingspartner die Knochen brechen.“

Gegen jede Regel

Dan spricht ein Problem an, das viele Kampfkünstler haben, wenn sie in einem Ring nach Regeln kämpfen sollen. Schläge zum Kehlkopf oder Tritte in den Unterleib gehören zur Selbstverteidigung, im Sport sind sie aus gutem Grund verboten.

Auf der anderen Seite gibt es aber diese Arroganz scheinbarer Überlegenheit im Lager der Wing Chun Verfechter. Und das ist, bei aller Sympathie für diesen Stil, eine glatte Lüge. Dan sieht das ebenso. „Hawkins Cheng ist ein netter Kerl. Aber er hat auch den 3. Dan im Karate.

Viele, die sich jetzt Sifu nennen und wirklich gute Wing Chunler sind, haben noch einen zweiten oder dritten Hintergrund. Sie mixen diverse Stile und erst das macht sie gut. Oder sie schummeln, wie Sifu Moore.“

Dan zeigt uns ein Video, das ich ebenfalls kenne. Ein beleibter Mann, wird von einem schmächtigen Karateka „angegriffen“ (Sparring) und schiebt diesen dann quasi vor sich her. Das hat wenig mit Wing Chun, aber viel mit physikalischen Gesetzen zu tun. Der Mann ist einfach schwerer. Punkt.

„Ein großer Nachteil diverser Stile, ist der Fokus auf Hände und / oder Füße“, sagt Dan. „Wir können Tritte und Schläge, aber am Boden verlieren wir.“ „Das klingt wie Werbung für Brasilian Jiu-Jitsu (BJJ)“, stichele ich. „the most effective Martial Arts on the Planet.“

And the winner is …!

Herzliches Lachen folgt meinen Worten, die beiden verstehen den Gag. „BJJ ist in erster Linie Sport“, sagt Dan und auf der Straße völlig unbrauchbar. Das gilt für alle ringenden Sportarten. Kein Mensch wälzt sich auf dem Asphalt.

Die scheinbare Überlegenheit von BJJ basiert auf dem Überraschungseffekt, den auch Wing Chun kennt und auf deren Regeln. Bei Vergleichskämpfen mit BJJ scheuen sich andere Sportler sehr oft, die wirklich effektiven Kicks oder Schläge zu landen.“

„Oder sie dürfen nicht“, füge ich hinzu. „Bei Judoka oder Ringern sieht das ganz anders aus. Kein BJJ-Sportler steht lange gegen einen guten Freistil Ringer. Man kann solche Sportarten ganz schlecht vergleichen.“

„Ich sehe Wing Chun als eine Sonderform unter den Kampfkünsten“, sagt Dan und nickt zustimmend. „Es ist reine Selbstverteidigung und eine Art Straßenkampf. Relativ einfach aufgebaut gibt es dort keine Geheimnisse. Die werden nur von diesen selbsternannten Großmeistern Leung Ting und Keith Kernspecht propagiert. Jeder kann Wing Chun erlernen. Dafür braucht es keine Ewigkeit.“

„Mit erlernen meinst du die Formen oder die Techniken inklusive Schmetterlingsmesser und Langstock?“, frage ich. „Wenn du Wing Chun als reine Kunst siehst und wirklich jede Handbewegung akribisch und auf den Millimeter genau lernen möchtest, wirst du vermutlich ewig brauchen“, erwidert Dan. „Und du wirst im Ernstfall die Prügel deines Lebens beziehen. Die meisten Wing Chunler können nicht kämpfen.“

Dans Worte sprechen das Problem an, das ich am Beispiel Aikido verdeutlichen will. Aikido ist als Wettkampfsport völlig ungeeignet und nur die kultivierte Form des Aikijujutsu. Bei Wing Chun ist das ähnlich. Nur gibt es dort keine offizielle sportliche Form. Eventuelle Wettkämpfer sind einfach nur Kickboxer.

Die Analyse

Dan holt einen Schnellhefter aus der Tasche und zeigt uns auf mehr als fünfzig Seiten seine Analyse von Wing Chun und Tai Chi. Grob gesagt ist sein Fazit, dass Tai Chi das wesentlich komplettere System ist, schwieriger zu lernen, aber im Endeffekt effektiver.

„Wing Chun ist nicht komplett“, erklärt Dan. „Man hat dort Elemente aus dem Tai Chi und vermutlich dem Shaolin Kung Fu sozusagen extrahiert und um ein imaginäres Dreieck herum modifiziert. Ich spreche von den kurzen, schnellen Bewegungen, die immer die eigene Mitte schützen und gleichzeitig zum Zentrum des Gegners gehen.

Der Erfolg, den einige wirklich gute Wing Chunler mit dieser Methode haben, basiert lediglich auf dem Überraschungseffekt. Aber mit einem Kettenfauststoß gewinnt man keinen ernsthaften Kampf. Mit einem Tritt in den Unterleib schon.“

„Das ist mein Spruch!“, protestiere ich lachend. „Ich glaube ich weiß, was du meinst. Auch Karate kommt ursprünglich aus China und ist vermutlich aus dem Weißen Kranich Stil entstanden. Aber Japaner sind Puristen und haben überflüssige Bewegungen eliminiert, was sehr gut im Shotokan Karate zu sehen ist. Mein Stil, das Goju Ryu, ist noch näher am Original.“

„Tai Chi basiert auf einem Kreis“, fährt Dan fort und Feng stimmt zu. „Greift ein Gegner an, wird der Wing Chunler der Kraft ausweichen oder um sie herum arbeiten und gleichzeitig attackieren. Tai Chi wird die Kraft, den Schlag oder Tritt quasi aufnehmen und absorbieren, um erst dann zu attackieren.

Dreieck und Kreis

Die Bewegungen beim Tai Chi sind kreisförmig, um es einfach auszudrücken. Beim Wing Chun dagegen eckiger (Dreieck Prinzip). Ein weiterer Unterschied liegt im sogenannten Trapping, dem immobilisieren der Arme oder Beine.

Das funktioniert im Training für Wing Chunler wunderbar. Im realen Leben habe ich so meine Zweifel. Steht mir ein muskulöser Kraftmensch gegenüber, so geht das in den meisten Fällen gewaltig schief.

Tai Chi macht das besser, indem man einen Gegner aus der Balance bringt. Greift jemand nach mir, gebe ich nach und leiste keinen Widerstand. Bis zu diesem Punkt kann man sich darüber streiten, ob beide Systeme nicht teilweise das Gleiche machen, wenn auch mit anderen Methoden.

Der größte Unterschied liegt aber meiner Meinung nach in der Sensitivität. Wing Chuns klebende Hände sollen hier das Maß aller Dinge sein, was nur zum Teil richtig ist. Nicht nur Wing Chun kennt diese Form, wie Mayumi schon angesprochen hat, gibt es die auch im Okinawa Karate und anderen Kung Fu Stilen.

Mit dem Unterschied, dass im Wing Chun leider wirklich nur die Arme sensibilisiert werden, im Tai Chi aber der ganze Körper. Wing Chun gilt als reiner „Close Range Combat.“ Und das macht das System recht gut. Bis man, rein theoretisch, auf den Weltmeister im Kyokushin-Karate trifft.“

Kick it

Wir müssen alle lachen. Dan spricht von den blitzartig aus nächster Nähe nach oben gezogenen oder gesprungenen (Dreh)Kicks zum Kopf, mit denen ich Feng im Sparring überraschte. „Wing Chun übt Druck nach vorn (auf den Angreifer) aus“, fährt Dan fort, „aber es geht immer nur um die Mitte, das Zentrum.

Tai Chi ist ein 360 Grad System, das sich wie ein junger Baum verhält. Zieht man daran oder drückt und lässt dann los, geht der Baum in seine ursprüngliche Position zurück. Tai Chi attackiert den ganzen Körper und ist das wesentlich komplettere System. Falls man es bis zum hohen Level schafft.“

„Der Blick über den Tellerrand ist wichtig“, ergänze ich. „Unbedingt!“, stimmt mir Dan zu. „Es geht mir nicht darum einen Stil zu verteufeln und die Überlegenheit eines anderen anzusprechen, aber viele meiner Schüler haben vorher etwas anderes gemacht und sind nun wesentlich zufriedener mit ihren Erfolgen.“

„Könnte man Wing Chun als Einstieg in die Welt der Kampfkunst sehen?“, will ich wissen und Dan nickt. „Das hast du gut formuliert“, erwidert er, „aber ich sehe das komplexer.

Wie ich schon sagte ist Wing Chun ein einfaches System, das vor allem für körperlich schwächere Menschen interessant ist. Vor allem für Frauen.“ Er grinst, als er meinen Mittelfinger sieht. Humor, den auch Dan versteht.

Hinterm Horizont geht’s weiter

„Du wirst dort viele treffen, die kaum Fitness haben oder einfach unbeweglich sind“, fährt er fort. „Für die wäre Karate Mord. Auch für Kinder ist Wing Chun eine tolle Sache. Aber wer Wunder erwartet, wird bitter enttäuscht.

Wer dazu in der Lage ist und echte Fortschritte machen möchte, dem rate ich sich auch anderweitig umzusehen. Ohne den direkten Vergleich, wird man immer limitiert bleiben. Und die angeblich so guten Wing Chunler aus Hongkong machen in Wirklichkeit nur Sanda (Chinesiches Kickboxen).“

Auch Feng stimmt zu. „Ja“, sagt er, „das habe ich mittlerweile auch erkannt. Ich musste auch Kickboxen lernen, um bei Meisterschaften erfolgreich zu sein. Trotzdem hat mir mein Tai Chi Hintergrund dabei geholfen. Und schon Bruce Lee hat die Stile gemischt.“

Unvermischt und pur bleibe nur ich meinen LeserInnen erhalten. Auch wenn ich Deutschland nächste Woche wieder in Richtung USA verlassen werde.

Die neuen Rechten – (M)Eine Analyse zur AfD

Ich schreibe diesen Beitrag unter der für die meisten Menschen geltenden Prämisse, dass wir in einer Demokratie leben, die von freien Wahlen getragen wird. Diesem Beitrag wird ein noch umfassenderer folgen, der als Fortsetzung zum „Schweigen der Lämmer“ anzusehen ist. Einige Punkte nehme ich bereits voraus, sie sind zum besseren Verständnis dieses Textes unerlässlich.

Nach Möglichkeit sollten LeserInnen auch den Beitrag „Phänomen Populismus – Im Namen des Volkes“ lesen, der ebenfalls das Thema „Rechte“ behandelt.

Der Ursprung

Wer sind diese sogenannten „Neuen Rechten“, die überall auf der Welt auferstehen? Donald Trump gehört ebenso dazu, wie Marine Le Pen. Aber wir sprechen von Deutschland und nicht von Menschen, die anderswo zu Hause sind.

Und doch muss man man „Rechte“ im weltweiten Kontext sehen. Alles gehört zusammen und der wieder erstarkende Patriotismus hat mehrere Gründe, die ich später noch erklären will. Wobei ich Patriotismus durchaus mit Konservativismus austauschen möchte. In ihrer reinen Form sind beide nicht wirklich schlecht.

Wissenschaftler haben sich mit dem Ursprung rechter Parteien beschäftigt. Leider sind nur wenige neutral, was eine objektive Bewertung schwierig macht. Die reinen Fakten sind dagegen interessant und sollten den etablieren Parteien zu denken geben.

Einfach ausgedrückt haben Globalisierung, Neoliberalismus und die Vision eines europäischen Bundesstaates elementare Ängste und Wut bei vielen BürgerInnen geweckt. Die Angst geht um in der Eurozone. Egal ob es dabei um Arbeitsplätze oder Rente geht.

Der schleichende Sozialabbau, der Verlust kultureller Werte, die Massenmigration junger Muslime, das alles trägt mit zur Bildung von Protestparteien bei, die nun auch Brüssels Macht in Frage stellen.

Plötzlich ist der Nationalstaat wieder attraktiv, ein Schlag ins Gesicht der Eurokraten, die nun verzweifelt auf noch mehr Europa setzen.

Die Alternative

In Deutschland erleben wir zur Zeit den Höhenflug einer Partei, die keiner mehr so richtig auf der Rechnung hatte. Aber bedingt durch Merkels (Grenz)Entscheidung, hat es die Partei nicht nur in mehrere Landtage geschafft, auch auf Bundesebene liegt sie zum Zeitpunkt dieses Artikels bei mehr als 10 %.

Wer ist nun diese Alternative für Deutschland wirklich? Verbergen sich böse Nazis in ihren Reihen? Verkörpern sie die Gestalt gewordenen Gespenster einer Zeit, die vor mehr als 70 Jahren endete? Steht Deutschland ein neues 1933 bevor? Kommt etwa der „Führer“ wieder?

Bewusst habe ich diese Schlagwörter gewählt, um ihre Absurdität aufzuzeigen. Diese Panikmache wird gezielt eingesetzt, um Ängste und Vorurteile zu wecken. Und auch von den Kanzeln schallt es: „Herrgott hilf, der braune Sumpf ist wieder da.“

An genau dieser Stelle sollten kritische LeserInnen den Finger heben und „Einspruch!“ gegen diese Form der Meinungsmache rufen. Leider passiert das viel zu selten und blinder Aktionismus übernimmt die Regie.

Auf den ersten Blick besteht die AfD aus besorgten BürgerInnen, die eine Veränderung in der deutschen Politiklandschaft wollen. Das klingt gut. Aber ist es auch die Wahrheit oder nur ein Fragment, um sie zu verschleiern?

Krieg der Eliten

Vergessen wir kurz die BürgerInnen, die sowieso nur das „dumme Wahlvolk“ sind, das kontrolliert werden muss. Wir behaupten nun, auch im Vorgriff auf einen noch folgenden Beitrag, dass es sich bei den PolitikerInnen um die sogenannten Eliten handelt, die uns repräsentieren.

Aber das ist nur teilweise korrekt. Ich erinnere an die Metapher von den Lämmern und den Hirten, über denen der Grundbesitzer steht. Und der lässt beide zum eigenen Wohl über jedes Stöckchen springen.

Ein Großteil der Eliten hat sich mittlerweile im Neoliberalismus vereint, der seit Jahrzehnten ihr Gott, ihr goldenes Kälbchen ist. Alle Eliten? Nein! Ein Teil hat eine andere Meinung. Und schon geht der Streit los.

Traditionsgemäß unterscheiden wir bei den Parteien in „Linke“ und „Rechte.“ (*) Auch hier gibt es wieder Unterscheidungen. Kommunisten, Sozialisten und Sozialdemokraten auf der einen, Konservative und Rechtsradikale bzw. Rechtsextreme auf der anderen Seite. Dazwischen stehen (angeblich) die Liberalen.

In der politischen Auseinandersetzung werden die Begriffe “rechtsextrem“ bzw. “rechtsradikal“ häufig synonym verwendet,  um politische Gegner zu diskreditieren und bei den WählerInnen einen falschen Eindruck  zu hinterlassen.

Das liegt auch an der Definition des Wortes „rechtsradikal“, die nach 1945 noch anders war. Damals galt im politischen Sprachgebrauch ein Rechtsradikaler als verfassungsfeindlich. Erst zu Beginn der 1970er Jahre hat sich das offiziell geändert.

Beide Begriffe bewerteten etwas als „extrem“ und definieren so indirekt die politische „Mitte“ als vom „äußeren Rand“ her gefährdete Normalität. Das ist gezieltes Meinungsmanagement.

(*) In einem Folgeartikel gehe ich deutlicher auf die politischen Strömungen ein.

Krieg der Eliten Teil 2

Nehmen wir nun an, es gäbe eine neue unzufriedene Gruppierung innerhalb der Eliten. Diese suchen nun Unterstützung und finden sie wo? Richtig, bei den BürgerInnen, auch WählerInnen genannt.

Denen verkaufen sie nun mit möglichst einfachen Worten (Populismus), aber auch mit gezielt eingesetztem Empörungs- und Meinungsmanagement, dass die Neupartei alles viel besser, als die Altpartei mache.

Viele Menschen werden das glauben, wenn es entsprechende Beispiele gibt. Oder sie setzt auf den Faktor Angst, der funktioniert immer wunderbar. Die Altpartei wird kontern und macht das ganz geschickt aus ihrer Position der Stärke, des Establishments.

„Die Neupartei ist eine rechtspopulistische / -radikale / -extreme Partei“, wird behauptet, „die einfache Lösungen anbietet, die niemals funktionieren. Außerdem sei sie Anti was auch immer und nur die Altpartei habe die wirkliche Lösung parat.“ (Außerhalb Deutschlands funktioniert der Trick ebenso, aber dort kann man viel einfacher „Rechte“ gegen „Linke“ tauschen.)

Dann verspricht sie noch die Steuern zu senken und holt sich das Geld verschleiert über Mineralölsteuer, Pflegeversicherung und Solidaritätsbeitrag zurück. Die Wahrheit sieht so aus, dass alle unsere großen Volksparteien extrem populistische Parteien (geworden) sind, die sich nur noch marginal voneinander unterscheiden lassen.

Die gesteuerte Masse

Direkte oder latente Verzweiflung von BürgerInnen führt oft aktive Gruppen zusammen, die etwas tun wollen oder Zivilcourage zeigen. Diese emotional aufgeladenen Menschen, haben noch kein wirklich definiertes Ziel. Sie sind für oder gegen etwas.

Klügere Menschen, die wir Eliten nennen, erkennen das Potenzial solcher Blocks und setzen sich geschickt an die Spitze. Dabei hilft gute Rhetorik ebenso, wie das gemeinsam zu erreichende Ziel.

Scheinbar konservativere Redner schüren die Angst vor Arbeitsplatzverlust, wenn die „roten Socken“ nun zum Chef des Bergwerks werden sollten.

Prompt spuckt der Oberkumpel in die Hände und wettert gegen altvordere Methoden der „schwarzen Kittel.“ Und schon bilden sich Fraktionen, die man gezielt für eigene Ideologien  gewinnt. Der Kampf „Links“ gegen „Rechts“ beginnt.

Im Endeffekt ist es der medial-politische Komplex, der Menschen erfolgreich oder zu Verlierern macht. Der (hässliche) Martin wird also gelobt und die (schöne) Frauke mit Häme überschüttet. Das geht auch umgekehrt.

Die Alternative Teil 2

Zurück zur AfD und der politischen Realität in Deutschland. Ob Mitglieder der AfD bereits zu den Eliten gehören, ist die wirklich spannende Frage dieser Zeit. Scheinbar waren sie doch bis vor kurzem noch normale BürgerInnen.

Dass einige (viele) ihrer Mitglieder aus den etablierten Parteien stammen, wird in diesem Kontext gern vergessen. Gestartet als Anti-Euro(pa) Partei, hat sich die AfD als scharfe Kritikerin der Flüchtlingspolitik etabliert.

Damit trifft sie den Nerv vieler BürgerInnen. Aktuelle Zahlen zur Gewalt durch Zuwanderer, den hohen Kosten und der nun auch in Deutschland beginnende Terror geben ihr scheinbar recht.

Sie profitiert dabei von einem überforderten Staat, der die Kontrolle über die Neuankömmlinge verloren hat. Merkels Regierung wäre also direkt für den Aufstieg der AfD verantwortlich.

Man könnte nun auch sagen, dass die CDU die AfD nur benutzt, um sich von der ungeliebten SPD zu lösen und mittelfristig wieder konservative Positionen zu vertreten. Ob das so stimmt?

Dazu der Politikwissenschaftler Professor Werner Patzelt in einem Interview bei ZDFzoom: „Es war ein sehr kluger Zug der Parteivorsitzenden Merkel, sozusagen eine Frontbegradigung nach links vollzogen zu haben und sich von links her nicht mehr angreifbar zu machen. Wenn die Parteivorsitzende zugleich den rechten Flügel, den konservativen Flügel der CDU gepflegt hätte, wäre sie an der absoluten Mehrheit nicht mehr zu hindern. Aber leider Gottes ging die taktisch und strategisch kluge Öffnung nach links einher, mit einer Abgrenzung zu den konservativen Kreisen der CDU. Und das hat jenen politischen Raum freigemacht, den nun die AfD zu besiedeln beginnt.“

Merkels Werk und der Linken Beitrag

Professor Patzelt sieht die Gesellschaft tief gespalten. Die ständigen Appelle (der Regierung) an Toleranz überfordere jene, die einen Verlust der deutschen Identität fürchten, hat er gesagt.

Professor Patzelt: „Was wir in Deutschland haben, ist der erfolgreiche Marsch der 68iger durch die Institutionen. Wir haben ganz ohne Zweifel im kulturellen, im medialen, im wissenschaftlichen Bereich, eine links-grüne Hegemonie und das ist auch ganz legitim, aber sie ist eben da und gegen diese Hegemonie revoltieren nun immer mehr Leute.“

Sagt das ein AfDler oder Mitglied einer konservativen Gruppe, wird er sofort als „rechter Hetzer“ verschrien. Der Professor sieht das nüchtern. Das muss er, es ist sein Job. Merkels Motive bleiben trotzdem fraglich. Vielleicht hat sie sich einfach nur verzockt.

Dass in Deutschland die „Linken“ herrschen, dürfte mittlerweile jedem klar geworden sein. Wobei herrschen nicht wörtlich zu nehmen ist. Aber die öffentliche Meinung, die Medien, sogar diverse politische Ämter auf kommunaler Ebene, sie alle sind vom links-grünen Geist durchsetzt.

Keine Herrschaft währt ewig. Daher ist es normal, dass sich konservative Kräfte dagegen stemmen. Wir erleben allerdings einen grenzwertigen Umgang der herrschenden Klasse, mit der Opposition und den eigenen BürgerInnen. Auch dagegen regt sich Widerstand, der sich unter anderem in der AfD manifestiert.

Die bösen Rechten

Presse und Politik haben aus der AfD schnell eine Nazi-Partei gemacht. Ein alter Trick, um Diskussionen zu vermeiden. Bekanntlich haben Deutsche damit ein Problem. Aber eine Demokratie lebt von Diskussionen. Gibt es keine, haben wir einen totalitären Staat.

Ich erinnere noch einmal an Theodor. W. Adorno, einen großen Denker seiner Zeit und wie er zum Umgang mit Kritik an der Demokratie stand. „Kritik ist aller Demokratie wesentlich. Nicht nur verlangt Demokratie Freiheit zur Kritik und bedarf kritischer Impulse. Sie wird durch Kritik geradezu definiert

Mit Populismus treibt man natürlich auch echte Neo-Nazis in die Arme der AfD, die zum Teil wenig wählerisch ist, wenn es um neues Publikum geht. Aber auch der Vorstoß der SPD nun Migranten das kommunale Wahlrecht zu gewähren, ist Menschenfischen und schlägt in die gleiche Kerbe.

Salopp ausgedrückt sind auch den Sozis viele Mittel recht und billig, um weiter an den Schalthebeln der Macht zu bleiben. Ob das gelingt wird die Zukunft zeigen.

2017 könnte ein wirklich spannendes Wahljahr werden, zumindest wenn man an das Märchen von Demokratie und freiem Wählerwillen glaubt. Also bleiben wir bei den uns bekannten Fakten und tun so, als hätten wir wirklich eine Wahl.

Die „Denen zeigen wir es!“ WählerInnen

Die Klientel der AfD zieht sich quer durch die Bevölkerung und reicht vom Arbeiter bis zum Professor. Allen gemeinsam sind diffuse Ängste, die auch die etablierten Parteien zu verantworten haben. Wer außer „Wir schaffen das!“, keine Argumente hat, den wird das Volk abstrafen.

Merkel und allen Etablierten einen Denkzettel zu verpassen, ist oft ein Grund die AfD zu wählen. Das hat wenig mit politischer Überzeugung, als vielmehr mit Frust zu tun. Siehe die Wahl in den USA. Auch Trump hat es gegen jede ihm vorausgesagte Chance an die Macht geschafft.

Dieses Ergebnis ist reines Wunschdenken bei der AfD. Vielleicht hat sie sich bis zur Wahl aufgelöst oder eine andere Partei ihren Platz übernommen. Niemand kann das sagen.

Aber es „denen da oben!“ zu zeigen, wäre ein Fest für viele BürgerInnen, die Populismus als Wahrheit und Angela Merkel als teuflisches Wesen sehen. Das ist nur eine Sicht der Dinge, die niemand teilen muss.

Personenkult

Die AfD hat in Form einiger weniger Personen frischen Wind in die verkrustete Parteienlandschaft gebracht. Egal wie man zu Frauke Petry, Jörg Meuthen oder Alice Weidel steht, sie sind keine bösen Rechtsextremisten. Dazu werden sie erst mit gezielten Halbwahrheiten und der schon erwähnten Wortvermischung von der linken Presse gemacht.

Allerdings vertreten sie eine radikalere Meinung, die man entweder akzeptiert oder eben nicht. Sie mit medialer Häme und / oder Polemik zu überziehen, ist gezieltes Meinungsmanagement. Argumente kontert man mit Argumenten. Wer Autos abfackelt, ist dumm.

Vor einem Jahr hatte ich in Stuttgart mit Vertretern der AfD gesprochen. Das Thema unter anderem, die Gleichstellung der Ehe für Homosexuelle. „Gott ist gegen die gleichgeschlechtliche Ehe!“, hat man mir gesagt. Auf meine Frage „Wann haben Sie mit ihm gesprochen?“, gab es nur verblüfftes Schweigen, aber keine Argumente mehr.

Die Trillerpfeifen der Antifa, der Aufmarsch deutschfeindlicher GRÜNER, die bei der AfD das Ende der Demokratie gekommen sehen, ist zwar lächerlich, aber auch das ist Demokratie. Weniger demokratisch sind Steinwürfe und körperliche Attacken. Gewalt erzeugt immer neue Gewalt und lenkt von den tatsächlichen Problemen ab.

Ich sehe zur Zeit keine wirkliche Einheit oder Strategie bei der AfD. Vielleicht wird ihr die politische Unerfahrenheit schon bald zum Verhängnis. Oder der Machtkampf innerhalb der Partei.

Aber gesetzt den Fall, dass sie sich etablieren kann, wird die CDU/CSU früher oder später mit ihr koalieren. Vielleicht nimmt sie auch deren Mitglieder nach und nach (wieder!) auf. Das wäre dann ein legaler Ruck nach rechts, der nicht wirklich abwegig ist.

Dass sich dann nicht wirklich etwas ändert und das Kind lediglich einen anderen Namen erhält, steht auf einem anderen Blatt geschrieben. Wir erinnern uns an den „Kampf der Eliten.“

Es werden immer die Grundbesitzer (Finanzeliten) sein, die Hirten und Lämmer beherrschen. Die Parteien und Politdarsteller benutzt man lediglich, um „denen da unten“ (k)eine Wahl zu lassen.

Alternativlos

Frau Merkel skandiert oft und gern, „es gäbe keine Alternative zu ihrer Politik.“ Das ist falsch. Aber die AfD kocht mit dem gleichen Wasser, das schon Adenauer als Grundlage für seine Suppe hatte. Liest man ihre Ideen wird schnell klar, dass sie irgendwo in dieser Ära steckt.

Für mich sind sie keine Alternative, was unter anderem an ihrem Verständnis von Homosexuellen liegt. Und bei meinen Fragen zu volkswirtschaftlichen Produktionsfaktoren haben die Wahlkampfhelfer in Abwesenheit von Jörg Meuthen komplett versagt

Allein von der Sache her könnte man froh sein, dass es noch Menschen gibt, die (scheinbar) eine Veränderung wollen und dafür eine Menge riskieren, statt uns die Merkelsche Alternativlosigkeit weiter um die Ohren zu hauen.

Aber vermutlich ist Deutschland noch nicht reif für eine weitere, konservative Partei. Ähnliches hat man auch beim SPIEGEL gesagt, als der FOCUS auf der Bildfläche erschien. Heute gibt es beide Magazine. Und da wäre noch der CICERO.

Mein kritisches Fazit zur AfD: Wenn die Partei aufhört am rechten Rand nach Stimmen zu fischen, wenn sie wirkliche Alternativen und nicht nur Populismus zu bieten hat, wenn sie in Landtagen über einige Jahre erfolgreiche Arbeit leistet, dann könnte sie eine Alternative für Deutschland werden. Wenn nicht, wird sie als Strohfeuer enden, die Streichhölzer liefert sie sich selbst.

Schon vor einem Jahr hatte ich mit dem Beitrag „Die Menschenfischer“ über die AfD geschrieben. Auch heute sind diese Zeilen noch aktuell und verdeutlichen meine Meinung vielleicht noch.

Ich will!

Vor einigen Jahren, als ich noch sogenannte „Blogstöckchen“ gefangen habe, schrieb ich unter anderem über meinen Musikgeschmack. Was hört(e) eine Mayumi? Einige Bands habe ich gennant. Eine habe ich vergessen. Und die kennt jedes Kind.

Aber es geht weniger um die Band, die damals unser Haus beschallte. Vielmehr geht es um Worte und die kommem seit Tagen auch aus Istanbul. Ein schrecklich netter Mann hat sie gesagt, ein Mann den Ehrgeiz und Hass zerfressen.

Dieser nette Mann will Glaube und Vertrauen. Gleichzeitig sperrt er seine Gläubigen ein oder versteckt sie hinter Schleiern. Was Rammstein damals sangen, wird brutale Wirklichkeit. Nur ein Ende seines Auftritts ist nicht in Sicht. Wie alle Psychopathen geifert der Sultan munter weiter. Die Ärzte haben Wochenende.

Seine Vasallen rollen ihm in Deutschland noch den roten Teppich aus und wollen unsere Ruhe stören. Und die Deutschen zahlen noch dafür. Proteste? Fehlanzeige. Was seltsam anmutet, der Mann ist ein Faschist.

„Vertrauen!“, ruft er seinen Gläubigen zu und schimpft über deutsche Nazi-Methoden. Er will mehr Macht, die totale Kontrolle und vermutlich auch der neue Präsident der Alemanen sein.

„Ich will“, schallt es seit Jahren aus dem Osten. Nun ratet was das ist, es ist nicht besonders schwer. In die EU natürlich, den Vorsitz im dortigen Parlament und fette Tantiemen auch von deutschen Steuerzahlern.

Auch ich „will“ etwas und das sage ich klar in Richtung Berlin und Angela Merkel. Ich will, dass Sie diesen Mann stoppen. Ich will keine türkischen Politiker in Deutschland sehen, die Wahlkampf für einen Despoten machen.

Ich will scharfe Proteste gegen diesen Mann, der auch mich beleidigt und mein Land mit Füßen tritt. Ich will eine geschlossene Haltung aller, die gegen türkische Bevormundung stehen. Ich will diese Stimme aus dem Osten nicht mehr hören.

 

Der Schulz-Effekt

Über andere zu lästern ist zwar menschlich, aber nicht immer wirklich fair. Trotzdem möchte ich erneut über Martin Schulz und den sogenannten Schulz-Effekt schreiben, der wie ein Gestalt gewordenes Gespenst in diesem Land umgeht.

Schulz hat der SPD laut Umfragen viele Punkte in der Wählergunst gebracht. Angeblich liegt die SPD nun knapp hinter oder gleichauf mit der CDU. Alle anderen Parteien verlieren oder stagnieren bei den Werten.

Ob das wirklich stimmt kann keiner sagen. Aber ich erkläre bei Interesse gern, wie man Menschen gezielt falsche Fragen stellt und Statistiken manipuliert.

Spieglein, Spieglein an der Wand!

Besonders der SPIEGEL überschlägt sich fast vor Freude und präsentiert täglich frische Schulzigkeiten. Peinlich war gestern. Das ist nur noch traurig. Fast hat man den Eindruck, die Redakteure wollten den Mann persönlich ins Kanzleramt hieven.

Die Umfragewerte sind nichts weiter als ein sogenanntes Medienecho. Das stellt auch Thomas Petersen vom Institut für Demoskopie in Allensbach dar. „In Allensbach“, so Petersen, „nennen wir solche Umfragen Medienecho-Demoskopie.“

Schulz Beliebtheit liegt an der überwiegend positiven Berichterstattung vieler Medien, die plötzlich gegen Merkel und für den SPD-Kandidaten sind. Da Deutsche bekanntlich ihren Medien glauben, wird nun „Papa Schulz“ hofiert. Und wer ist morgen der Messias? Barak Obama hätte Zeit.

Alle Macht dem Schulz(e)!

Wer ist nun dieser Martin Schulz, der quasi aus dem Nichts zum neuen Star am deutschen Politikerhimmel wird? Schulz ist ein Berufspolitiker und Machtmensch, der kaum über nationale Politikerfahrung verfügt, ein Eurokrat und absoluter Neoliberaler. Schulz’s Götter heißen Geld und Macht. Und dann wäre da noch seine fast schon krankhafte Eitelkeit.

Durch geschicktes Meinungsmanagement ist es der SPD gelungen, Schulz als Heilsbringer zu präsentieren. Scheinbar unbelastet von bisheriger SPD-Politik, darf er nun über höhere Renten und Steuersenkungen fabulieren. In Wirklichkeit war Schulz stets über alles informiert und hat jeden Schritt der SPD im EU-Parlament mitgetragen.

Aber die träge Masse interessiert sich mehr für ausländische Staatsoberhäupter, als für die nationale Sicherheit. Es ist viel einfacher über einen fernen Präsidenten zu schimpfen, als mit dem SPD-Kanzlerkandidat.

Unter dem Deckmantel sozialer Gerechtigkeit für alle, wird der als Kanzler Deutschland endgültig zerstören. Noch mehr Macht für Brüssel, ist sein erklärtes Ziel. Hält die SPD an ihm fest, kann sie sich gleich offen zum Neoliberalismus bekennen.

Schulz hat mehr als ein angeblich geheiltes Alkoholproblem. So verschweigt er gern, dass er sich in einer psychiatrischen Behandlung wegen Größenwahn befunden hat. Und das disqualifiziert ihn für jedes politische Amt. Aber auch das hat in Deutschland Tradition. Gab es da nicht diesen „Führer?“

Der Populist

Es sagt viel über die SPD und den Zustand deutscher Politik aus, dass sie diesen Mann zum Chef(Populisten) erkoren hat. Seine leeren Parolen könnten auch vom rechten Rand der Mitte stammen. Aber dieser Vergleich wäre natürlich unangebracht.

Überhaupt ist jede Kritik an linker Ideologie verpönt. Wer das wagt gilt schnell als bösartig oder reaktionär. Man fragt sich wie naiv und geistig träge jene BürgerInnen sein müssen, die auf den Schulz-Effekt hereingefallen sind. Der Witz dabei, Schulz Glaubenssätze sind mit denen Merkels absolut identisch.

Dass Schulz nur ein Blender ist, wird in einem Spiegel-Interview deutlich. Gefragt was er eigentlich besser als Kanzlerin Merkel könne, war seine Antwort „er wisse es nicht.“ Aber für die meisten BürgerInnen ist er ein frisches Gesicht und natürlich das sozialdemokratische Original. Merkels (pseudo)linke Politik, „hat fertig.“

Schulz ist eine Art Zauberlehrling, der mit Kräften spielt, die seine Fähigkeiten übersteigen. Er ist ein durchaus geselliger Dampfplauderer, wenn es nicht gegen seine Ehre geht. Den ruppigen Schulz kennen nur wenige. Aber das ist viel eher sein wahres Gesicht.

Ohne Grenzen

Schulz steht wie kein anderer für das bürokratische Brüssel. Mit ihm als Kanzler ist Deutschland als Nation bald nur noch Geschichte und wird vom Zahn der Zeit einfach ausradiert.

Mit Schulz wird es ein Europa ohne Grenzen geben, das sich in einigen Jahren selbst zu Tode geregelt hat. Wie Deutschlands Zukunft aussehen soll, kann man im „Leitbild und Agenda für die Einwanderungsgesellschaft“ nachlesen, das unter anderem von der Integrationsbeauftragten Aydan Özoğuz stammt, deren Brüder vom Verfassungsschutz beobachtete Islamisten sind.

Dieser scheinbar harmlose Schrieb, ist in Wirklichkeit ideologischer Sprengstoff. Die Bevölkerung wird auf weitere Zuwanderung vorbereitet, mit allen negativen Konsequenzen. Schulz steht für diese Veränderung, darüber sollte sich niemand Illusionen machen.

Wer Schulz wählt, wer die SPD zur stärksten Kraft in Deutschland macht, trägt mit zur Zerstörung Deutschlands bei. Aber sind wir ehrlich, was gibt es im Land der „Köter“ noch zu zerstören, in einem Land, das die eigene Identität erfolgreich abgeschafft hat.

Das neue Deutschland

Alexander Grau schreibt dazu im Cicero: „Die Friedrich-Ebert-Stiftung hat zum Zusammenleben in der Einwanderungsgesellschaft einen Leitfaden veröffentlicht. Darin steht, wie sich die Linke offenbar die Zukunft vorstellt: Deutschland soll zu einer transformatorischen Siedlungsregion in der Mitte Europas werden.“

Ich empfehle jedem noch einigermaßen normal denkenden Deutschen diesen Artikel und die Kommentare genau zu lesen. Vielleicht begreifen dann noch mehr Menschen welche Ideologie hinter solchen Werken steht. Harmlos ist anders.

Die Linken werden jubeln. Herr Schulz sowieso. Der ist zwar kein Linker, aber das begreifen die Menschen nicht. Ein „Freund der Arbeiterklasse“ sieht anders aus, der verdient keine Millionen, der hilft dem eigenen Volk.

Vielleicht sollten besorgte BürgerInnen den Slogan „Merkel muss weg!“ mit einem weiteren Satz erweitern. „Stoppt Schulz!“, wäre mit Sicherheit auch ein Renner.

Falls jemand die Herkunft des Wortes Schulz(e) vergessen hat, ein Schulze bezeichnete im Mittelalter eine Art Richter oder Bürgermeister. Vielleicht hätte Schulz genau das bleiben sollen. In Würselen hätte er kaum Schaden angerichtet.

Patriotismus, ein deutsches Problem

Deutschland 2006, die Fußball WM im eigenen Land mutiert zum sogenannten Sommermärchen. Deutsche Fahnen wohin das Auge blickt. Eine ganze Nation im Freudentaumel. Auch wenn später Italien Weltmeister wird. Plötzlich sind die Deutschen wieder Patrioten, auch wenn es lediglich dem Fußball geschuldet ist.

Wir sind wieder wer!

Zwei Stimmen sollen stellvertretend für all die positiven Kommentare stehen, die in Deutschland und der ganzen Welt für positive Schlagzeilen sorgten.

Angela Merkel: „Ich bin sicher: Dieser Sommer 2006 wird uns noch lange im Gedächtnis und in den Herzen bleiben. Wir werden uns an schöne Stunden erinnern, an große Spiele und an Menschen aus der ganzen Welt, die wir als Freunde gewonnen haben. Möge die Stimmung, mit der wir uns als Deutsche der Welt präsentiert haben, weit über diesen Sommer hinausreichen!“

Horst Köhler: „Nicht zu vergessen all jene, ohne deren unermüdliches Engagement im WM-Stab und den Projekten des Gastgeberkonzeptes der Bundesregierung sowie im Organisationskomitee des DFB eine Großveranstaltung wie die WM nicht möglich gewesen wäre. Ich finde gut, dass ich nicht mehr der einzige bin mit einer Flagge am Auto.“

Aber kaum sind die Flaggen eingerollt, kaum hat sich die Euphorie gelegt, kehrt wieder der (politische) Alltag in Deutschland ein. Nur verschämt schaut man noch auf die Fahne und duckt sich wieder vor dem Rest der Welt.

Nationalismus vs Patriotismus Teil 1

Die Antifaschisten nehmen Fahrt auf und linke Ideologie breitet sich weiter aus. Es gründen sich „Netzwerke gegen Rechts“ und Webseiten gegen Nazis werden erstellt. Das ist gut, auch ich unterstütze den Kampf gegen Idioten. Warum allerdings eine vermummte Masse „Deutschland verrecke!“ schreit, wird mir ein Rätsel bleiben.

Deutschland 2008, Professor Hans Vorländer, der Politische Theorie und Ideengeschichte an der TU Dresden lehrt, schreibt (s)einen Artikel „Was unterscheidet Nationalismus von Patriotismus?“ Er erklärt darin sehr gut, was jeder Deutsche wissen sollte, aber oft nicht wahrhaben will.

Ich möchte den letzten Abschnitt des Artikels zitieren, der beachtenswert ist:

„Deutschland kann kein unbefangenes, ungebrochenes Verhältnis des Stolzes zu seiner Geschichte haben. Das unterscheidet Deutschland von anderen demokratischen Staaten und erklärt, warum die Deutschen weniger stolz auf ihre historischen und politischen Errungenschaften sind als die Angehörigen anderer Nationen. Und doch gäbe es Grund, etwas selbstbewusster und stolzer auf die Leistungen der letzten Jahrzehnte zu blicken: auf die kritische Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte, auf den Aufbau einer freiheitlichen Ordnung, auf einen hohen Lebensstandard, Wohlstand und soziale Absicherung, auf eine kulturelle Infrastruktur, die ihresgleichen sucht. Und auf die friedliche Revolution von 1989/90 in der DDR und die Vereinigung beider deutscher Staaten. Ohne die Mobilisierung großer humaner und finanzieller Ressourcen und ohne das Gefühl der Verbundenheit und das nachhaltige Moment der Solidarität wäre das Zusammenwachsen Deutschlands nicht möglich gewesen. Gründe für einen ‚entspannten‘ Patriotismus also gibt es.“

Nationalismus vs Patriotismus Teil 2

Das Sprachverständnis vieler Menschen, wird leider viel zu oft durch die Medien in die Irre geführt. Ich möchte das am Beispiel „Rechte“ im Sinn politischer Gesinnung und den Wörtern „Rechtsextremist“, „Rechtsradikal“, sowie „Rechtspopulist“ aufzeigen.

Auch hier zeigt sich der Kardinalfehler deutscher Diskussionskultur. Rechte, wozu ich auch die CDU/CSU zähle, sind in erster Linie demokratische Parteien, die im Fall der NPD, allerdings verfassungsfeindliche Ziele hat, aber zu unbedeutend ist, um verboten zu werden.

Ihr nun die Parteienfinanzierung zu entziehen ist ein längst überfälliger Schritt. Warum hat man das nicht schon vor Jahrzehnten gemacht? Aber vielleicht liege ich damit falsch, denn dieser kleine Haufen ist kein Problem. Ein Land wie Deutschland sollte auch mit diesen Wirrköpfen können.

Auch Rechtsradikale sind anders, als das Wort vermuten lässt, keine Gewalttäter. Per Definition stehen sie lediglich rechts der Mitte des politischen Spektrums, bleiben allerdings im Rahmen der Gesetze. Der freiheitlich-demokratischen Grundordnung steht Rechtsradikalismus in der Regel nicht feindlich gegenüber.

Rechtsextremisten haben eine andere Qualität. Dabei handelt es sich um etwa 10.000 Gewaltbereite, die es bundesweit gibt. Eine Zahl, die sich fast 1:1 mit den gewaltbereiten Linken deckt. Der Fokus liegt aber fast nur auf „Rechts“, wenn irgendwo etwas passiert. Von linken Gewalttaten spricht man nur verschämt.

Die Presse setzt nun das Empörungs- und Meinungsmanagement dazu ein, um der Öffentlichkeit die Gefährlichkeit der durch Sprachvermischung gebrandmarkten Rechtsradikalen und Rechtspopulisten deutlich zu machen. Alles was also rechts der CDU/CSU ist, wird zu „Rechtsextremistisch“ und ist damit böse.

Nationalismus vs Patriotismus Teil 3

Die bewusste Stigmatisierung von Parteien, der bewusste und falsch eingesetzte Gebrauch von Worten, aber auch die geistige Trägheit vieler Menschen, das alles trägt zum falschen Verständnis und der dadurch resultierenden Abgrenzung von der eigenen Geschichte und ihre daraus resultierende Nichtverarbeitung mit bei.

Daher wird es immer Menschen geben, die mit glühendem Eifer und Anti-Nazi-Parolen, in die wörtliche Bresche springen und vehement gegen jedes ihrer Meinung nach falsche „Deutschtum“ sind. Stichwort „Antifa.“ Und diese Truppe wird zum Teil vom Staat gelenkt.

Diesen Menschen empfehle ich einen Aufenthalt in Japan oder den USA. Dort werden sie vielleicht ansatzweise lernen, was gesunder Patriotismus ist und geheilt wiederkehren. Falls nicht, so wäre ein permanenter Aufenthalt außerhalb Deutschlands vielleicht die bessere Wahl. Für sie, für uns alle.

Aber eine Demokratie lebt vom Diskurs. Nun diskutiere ich für mein Leben gern. Dabei zeige ich gern vorherrschende Defizite auf.  Ich sehe Dinge sehr oft anders. Gesunder Patriotismus ist ein Gewinn für alle. „Nazi-Parolen“ und Nationalismus dagegen nicht.

Zwischen Schuld und Zorn

In einigen Kommentaren zu meinem Artikel „Deutschlands verleugnete Identität“, wird ein Teil des Problems deutlich, das viele Deutsche mit der eigenen Geschichte haben. Ich habe keins und ich erkläre gern (noch einmal) warum.

Nehmen wir das Beispiel Auschwitz, ein Vernichtungslager für Juden. Als Teenager war ich mit der Schule dort und habe mich genau umgesehen. Aber statt Schuld oder Betroffenheit zu empfinden, habe ich die Fäuste geballt und Zorn auf die feigen Mörder gefühlt. So denke ich.

Nun könnte man sagen „Aber du bist Japanerin!“, was natürlich richtig ist. Auch im alten Japan hat man Menschen umgebracht, was mich zu keiner Schuldigen macht. Jede Nation hat dunkle Kapitel. Und hat nicht der Cro-Magnon-Mensch den Neandertaler quasi, wenn auch nicht im wörtlichen Sinn, ausgerottet? So viel zum Thema Völkermord.

Nachtragend zu sein und Hass auf alle AmerikanerInnen zu empfinden, deren Vorfahren für Hiroshima und Nagasaki sorgten, hat so wenig Sinn, wie die Glorifizierung von Massakern der japanischen Armee. Beides war falsch. Was mich trotzdem weiterhin stolz darauf macht Japanerin zu sein.

Diese Einstellung, diesen Stolz lasse ich mir von niemand nehmen. Wer nun mit den Finger auf mich zeigen möchte, lenkt meist nur von eigenen Defiziten ab und benutzt andere als Ventil.

Die Scham

Die Vergangenheit im Fokus zu haben, aber aufrecht nach vorn zu schauen, wäre ein erster Schritt zur Verarbeitung eines Traumas, das noch immer durch viele Köpfe spukt. Ich halte mich für gesund.

Wie wäre es statt Scham eben jene Wut auf Mörder und Regime zu empfinden, die wirklich schuldig sind. Wäre es nicht besser Schulter an Schulter mit damaligen Gegnern in Stadien zu sitzen und sich über den Sieg der Nationalmannschaft zu freuen?

Angela Merkel hat das früher gut gemacht. Ich mochte die Frau, als erste deutsche Kanzlerin. Auch ihr Interesse an Sport, ihre Präsenz, ihre nahezu kindlich zur Schau gestellte Freude. Aber eine Politikerin zum anfassen ist sie schon lange nicht mehr.

Links und Rechts

Nüchtern betrachtet gibt es keine wirklichen Linken in Deutschland. Die linke Pseudopolitik der GRÜNEN, LINKEN und der SPD, hat schon lange eine andere Qualität. Sie verschleiern damit ihre eigentlichen Ziele, die jeder selbst nachlesen kann. Oder wählt ihr in Unkenntnis des Parteiprogramms?

Auch Rechte sucht man fast vergebens. Die Bierzeltmentalität der NPD ist ein Witz. Und wenn die AfD sich nun als patriotisch präsentiert und Menschen vom rechten Rand der Mitte fischt, so ist auch das so lange legitim, wie sie sich an Grundgesetz und demokratische Regeln hält.

Die NSU war ein Produkt des Verfassungsschutzes. Aus dem Ruder gelaufen? Vielleicht. Aber wer sich mit der Vergangenheit mancher Behörden beschäftigt, wird vielleicht hellhörig werden. Oder ist es unbekannt, woraus das BKA entstanden ist? Inklusive der Beamten, die schon für die Nazis tätig waren.

Zur Zeit gibt es kaum echte Marxisten und noch weniger jenen linken Geist, der 1933 durch Deutschland wehte. Nur einen Hang zum linken Rand, der geschickt gesteuert worden ist, um den Neoliberalismus zu verschleiern. Aber das hat auch wieder niemand bemerkt.

Pro Deutschland und Patriotismus

Der Kardinalfehler vieler, ist die Assoziation des Wortes Patriotismus mit dem Nazi-Regime und deren Parolen. Die Nazis waren Schwachköpfe. Punkt. Aber nach mehr als 70 Jahren Schuldgefühl sollte dieses einem gesunden Selbstbewusstsein weichen.

Niemand erwartet, dass wir „Deutschland über alles!“ brüllen und die Springerstiefel schnüren. Aber wenn ich mit dem Gewinn eines beliebigen Weltmeistertitels meine Freunde aus (Land der Wahl einsetzen) auf spaßige Weise ärgern kann, so mache ich das gern.

Und ja ich freue mich und bin stolz auf Goldmedaillen, die „meine JapanerInnen“ und „meine Deutschen“ gewinnen. Und wenn es dann doch die HolländerInnen oder PolInnen sind, habe ich kein Problem damit, wenn sie patriotisch sind und ihre Flagge schwenken. Ich schwenke dann meine (beiden) gleich mit.

Allen LeserInnen, die mehr über Patriotismus lesen möchten, lege ich diesen Artikel ans Herz, den ich im Sommer 2016 schrieb. In „Fußball, Fahnen, Patriotismus“, wird noch mehr erklärt. Danke fürs lesen.